Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge indie-bücher Cloud Drive Photos Learn More Indefectible Sculpt Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen17
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
12
4 Sterne
5
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. Januar 2015
Nach dem tollen Album "Disconnected" vollzog sich vier Jahre später auf "FWX" schon ein kleiner Wandel in Richtung "erdigerem" und roherem Sound. die atmosphärischen Keyboardklänge wurden zurückgefahren und die Musik bekam insgesamt einen wärmeren und lebendigeren Anstrich (wobei die Songs inhaltlich ja immer noch sehr melancholisch waren).
"Darkness in an different light" komplettiert die Abkehr von synthetischen vollkommen. Stattdessen gibt es wieder richtig bratende Gitarren, Doppelbassdrumfiguren und auch Metal-typisch wilde Gitarrensoli. Es ist fast wie ein kleiner Stilwechsel, nur eben, dass die raffinierten Ecken und Kanten und so manche vertraute Gesangslinie geblieben sind.
Die Band vollzieht den Wandel auf ihre eigene Art und liefert kein Metalbtrett von vor bis hinten ab, sondern bietet Raum für viele leise Gitarre-Gesang Duette und sonstige ruhige Passagen. Seltsam finde ich dabei, dass Ray Alder beim Song "Lighthouse" extrem stark lispelt. Das war mir vorher nie aufgefallen.

Ein Album für "Progmetalfans", die komplexe aber nicht komplizierte, kräftige Musik mit viel Ausdruck mögen.
Fates Warning haben kein Hochglanzalbum gemastert, sondern auf einen gewissen authentischen Charme wertgelegt. Das liegt zum einen an der Präsenz der dreckig-verzerrten Gitarre und zum anderen am Sparen von "Computereffekten".

Eine ehrliche und authentische Scheibe mit echter Progression der Band.
Die beiden Vorgänger fand ich persönlich einen Ticken besser, da ich atmosphärische Keys sehr mag und mir dieses Album teils etwas zu harsch komponiert ist. Aber das ist sicher eine Sache der Gewöhnung.
22 Kommentare|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Oktober 2013
Das letzte Redemption Album mit Ray Alder hat - obwohl es mir sehr gut gefällt - meine Erwartungen hinsichtlich der Gesangsperformance von Ray etwas heruntergeschraubt. Es ist ein Jammer wie sich seine Stimme "entwickelt", dabei trauere ich weniger den hohen Tönen nach sondern vielmehr der Klarheit und Ausdrucksstärke. Ein direkter Vergleich zu Höhepunkten der Bandhistorie wie etwa "Perfect Symmetry" sollte also nicht gezogen werden. Schlecht ist das was der Herr auf Darkness in a Different Light bietet nämlich nicht, der Mann hat einfach Charisma.

Aufgrund der postiven Kritiken hier und aufgrund der Tatsache, daß das Arch/Matheos Album bei mir einen Platz bei den absoluten Spitzenalben hat, habe ich mich gefragt, ob das offizielle Fates Warning Album ebenfalls so ein Geniestreich sein könnte. Leider ist es das nicht. Den Schaffenshöhepunkt der Band verorte ich in die Phase "Awaken the Guardian", "No Exit", "Perfect Symmetry". Diese Alben waren für mich auch deswegen so herausragend, da jeder Song völlig unverwechselbar eigenständig ist. Man erkennt nach wenigen Sekunden schon welchen Titel man hört. Es folgten gutklassige Alben (Parallels, Inside Out), die aber wenig Neues boten, bis man mit "A Pleasant Shade of Gray" etwas Neues wagte und einen späten Meilenstein schuf. Mit Disconnected erfolgte dann ein weiteres (mutiges) Experiment, das zwar durchaus interessant ist, aber für mich abgesehen von "Still Remains" klar das schwächste FW Album. FWX konnte mich nur teilweise versöhnlich stimmen und so bedauerte ich nicht, daß es ruhig um FW wurde.

Spieltechnisch kann man FW nicht vorhalten etwas verlernt zu haben. Alle Arrangements sind auf hohem Niveau und auf den Punkt. An manchen Soli hätte man vllt. noch etwas feilen sollen. Warum überzeugt mich das Gebotene aber nicht? Auf dem Arch/Matheos Album hat der Kontrast zwischen der sehr warmen Klangfarbe von John Arch und den "unterkühlten, nahezu sterilen" Riffs (wie ich finde) sehr gut funktioniert. Bei Darkness in a Different Light kommt nun aber teilweise ein "unterkühlter" Ray Alder dazu (insbesondere wenn er in tieferen Lagen singt). Mir fehlt in den Songs über weite Strecken die angenehme Wärme, die ich an FW früher schätzte (ist natürlich Geschmackssache). Man hätte diese auch durch mehr schöne Gitarrenmelodien einbringen können. Es scheint, daß die besten Ideen schon auf dem Arch/Matheos Album verbraten wurden. Manche Riffs stehen 1:1 nun auch auf DIADL. Irgendwie ist das nach 9 Jahren Pause etwas wenig. DIADL wirkt fast wie eine Kompilation dessen was auf A/M nicht mehr draufgepaßt hat wobei beim ersten (A/M) Album etwas mehr Liebe zum Detail einfloss und die neuen Ideen auch noch neu waren sowie auch der Songaufbau interessanter war (angenehme Ausnahme "And Yet It Moves").

Das Album macht streckenweise schon Laune und es tut auf jeden Fall gut etwas neues aus dem Hause FW zu hören. Die Platte wird sicher noch einige Male im Player rotieren, kann sich aber keinesfalls mit den oben genannten Perlen messen, gefällt mir dennoch deutlich besser als Disconnected. Wenigstens macht man trotz einiger Selbstzitate nicht den Fehler so wie Dream Theater auf Krampf seine früheren Glanztaten kopieren zu wollen um Kasse zu machen. (Knappe) 4 Sterne.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2013
Nun man musste nicht ganz neun Jahre warten, so veröffentlichte die Besetzung von Fates Warning
jenseits ihres offiziellen Namens und Sängers Ray Alder 2011 in Kombination mit Gründungsvokalist John Arch
das Album "Sympathetic Resonance" unter dem Namen "Arch & Matheos".
Diese Scheibe ist auch nicht unwichtig um den musikalischen Werdegang zwischen Fates Warnings letztem
Studioalbum "FWX" (2004) und dem nun aktuellen elften Silberling "Darkness in a Different Light" nachzuvollziehen.

Die musikalische Härte, welche schon auf "Arch & Matheos" deutlich zu Tage kam, wurde beim Opener
"One Thousand Fires" gleich mal mitübernommen, dennoch gehört dieser, neben darauffolgendem,
an "Inside Out" Zeiten erinnernde Song "Firefly" noch zu den eingängisten Songs auf der Platte.
"Firefly" wurde nicht umsonst als Single vorab veröffentlicht, da dieser wohl am zugänglichsten ist.
Auf "O Chloroform" gibt sich kein geringerer als Kevin Moore (ehemals Dream Theater) die Ehre,
welcher sehr an die musikalische Richtung auf "Disconnected" (2000) erinnert.
Während auf dem letzten Album "FWX" noch einige Songs alleinstehend und kompakt arangiert wurden,
sind die Nummern, ähnlich wie auf "Sympathetic Resonance" komplexer strukturiert.
Dies deutet "Lighthouse" und "into the Black" schon an, bis das musikalische Feuerwerk, welches
sich auf dem Album verbirgt, beim 14-Minuten-Epos "And Yet It Moves" abbrennt.
Welches musikalisch und atmosphärisch einen würdigen Abschluss des Albums darstellt.

Wer in den Genuss der special edition kommen möchte, der erhält auf einer zusätzlichen Disk
neben einer extended Version von "Firefly" auch den eigentlich kurzen balladesken
Albumtrack "Falling" als ausgewachsene Rock Nummer der Marke "Inside Out",
welcher meines Erachtens durchaus aufs reguläre Album hätte gepackt werden können.
Die beiden live Songs sind allerdings gesanglich weniger eindrucksvoll.

Schöne Weiterentwicklung des musikalischen Horizonts von Fates Warning - die Herren haben längst nicht alles gesagt.
Kaufempfehlung an jeden Fates Warning Fan der "Ray Alder-Era" und für jeden Anhänger progressiver-atmosphärischer Musik ein Pflichtkauf.
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. September 2013
Es ist immer ein Gefühl, als würden die eigenen Kinder einem ein Messer in den Rücken stechen, wenn einstige Lieblingsbands, ehemalige Combos, die man vergöttert hat, nur noch Mist abliefern. Virgin Steeles DeFeis hat sein Songwriting-Rezept scheinbar seit Jahren verlegt, Queensryche bekommen mit dem nächsten LaTorre-Album noch eine einzige Chance bei mir, über Manowar brauchen wir uns hier wohl kaum mehr unterhalten und Dinge wie Cage, Death Dealer oder Aska, die ich früher kaum erwarten konnte, langweilen mich heute nur noch mit Billigheimerproduktionen.

Zum Glück trifft das alles auf die neben Mercyful Fate/King Diamond beste Metalband aller Zeiten nicht zu, denn neun Jahre nach dem eigentlich von mir prophezeiten Abgesang "X" sind FATES WARNING mit einem richtig starken Album zurück, welches meiner bescheidenen Meinung nach die beiden Vorgänger locker in die Tasche steckt. Nur ein Ausfall bei zehn Songs ist auf jeden Fall ein hervorragendes Ergebnis, das viele etablierte Bands nicht mehr erreichen.

Das Eröffnungdoppel "One Thousand Fires" und "Firefly" lassen einen direkt denken, dass der Arch/Matheos-Ausflug den beteiligten Musikern sehr gut getan hat. Das Riffing ist auf jeden Fall deutlich vom "Sympathetic Resonance"-Meisterwerk inspiriert. Man ist wieder melodischer als auf "Disconnected" und "X", das Drumming von Bobby Jarzombek ist akzentuiert und auf den Punkt präzise, wenngleich ich das Endergebnis gerne mal mit mit Mark Zonder hören würde. Jim Matheos und Frank Aresti als Traumpaar an der Gitarre verstehen sich blind und zeigen, dass man modern klingen kann, ohne die Melodien zu vernachlässigen. Dann wäre da noch Ray Alder, der natürlich nicht mehr so himmelhoch wie auf "Perfect Symmetry" oder "No Exit" singen kann (Tabak sei dank), aber man kann nicht anders als sich eine dicke Entenpelle zuzulegen, wenn das erste Mal der Refrain zu "Firefly" ertönt. Er gehört halt immer noch zu den überragenden Stimmen im Musikzirkus.

Umso ärgerlicher, dass all diese Zutaten im einzigen Komplettausfall des Albums, "Desire" nicht zu greifen scheinen, denn der Track klingt seltsam unfertig und der Chorus ist in punkto Eintönigkeit kaum zu übertreffen. Egal, denn die folgenden anderthalb Minuten von "Falling" entschädigen für alles - was für ein wundervoll-melancholisches, kleines Meisterwerk, bei dem wirklich nach 90 Sekunden alles gesagt ist und nach dem eigentlich eine Gedenkminute eingefügt gehört. "I Am" ist dann wieder eher typisch moderne FATES WARNING-Kost der letzten drei Alben, während das sehr ruhige "Lighthouse" auch auf "A Pleasant Shade Of Grey" eine hervorragende Figur gemacht hätte und zu den emotionalsten Songs des Albums gehört.
Der Track, der bei mir am meisten gewachsen ist (neben dem grandiosen Mammuttrack "And Yet It Moves", dessen letzten vier Minuten noch einmal alle Stärken FATES WARNINGs bündeln und wohl den Höhepunkt des Albums darstellen), ist mit "O Chloroform" zwar seltsam betitelt, aber nichtsdestotrotz ein absolutes Meisterwerk. Alder schafft es wie kaum ein Zweiter, die famosen Melodylines so klingen zu lassen, als würde er nicht einfach "nur" einen Song interpretieren, sondern diesen Song leben, ja gewissermaßen zu diesem Song werden.

Sind Fates Warning also endlich wieder alleinige Throninhaber der Musikwelt wie zwischen "The Spectre Within" und "Parallels"? Natürlich nicht! Ist "Darkness In A Different Light", das im übrigen von ein einem fantastischen Cover umhüllt wird, das beste FATES WARNING-Album dieses Jahrtausends geworden? JA!
55 Kommentare|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Oktober 2013
Ich muss zunächst gestehen, dass ich Fates Warning nicht so häufig in den Kopfhörern habe wie andere Bands. Ich habe deshalb nach mehrfachem Hören des neuen Albums "Perfect Symmetry" von 1989 wieder heraus gekramt und einfach mal verglichen, immerhin ist die Besetzung mit Alder, Matheos und Aresti doch ähnlich. In "Perfect Symmetry" höre ich schrecklichen Gesang, hohe Komplexität, harte Riffs, viele Breaks, jugendliche Spielfreude und einen blechernen Sound. Im neuen Album höre ich sehr guten Gesang, mehr straighten Rock, harte Riffs, homogenere aber auch einförmigere Songstrukturen, routinierte Virtuosität und eine sehr gute Produktion. Wenn man von den älteren Herren nach 10 Jahren Albumpause also keine experimentellen Wunderdinge erwartet hat, kann man dieses Album mit viel Spaß und Freude hören.
44 Kommentare|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2013
Die hier veröffentlichen Rezensionen sind doch recht unterschiedlich, jedoch siedeln alle das neue Produkt aus dem Hause Fates Warning im oberen Durchschnitt an.

Um es gleich vorab zu sagen, für mich ist Darkness in a Different Light ein absolut starkes, vielschichtiges Album geworden, welches zu Parallels aufschließt.

Was fällt auf:
Die CD bietet relativ harten Metal, ist aber an atmosphärischer Dichte herausragend. Die Musik wirkt nie kalt, dafür sorgt die Melodik und die gesangliche Leistung von Alder. Überhaupt ist die Komplexität mancher Gitarrenriffs für mich absolut genial, man höre sich nur mal das letzte Stück der CD "and yet it moves" an. Solche Musik hört man sich am besten auf dem heimischen Sofa unterm Kopfhörer an, nur dann wird man den Stücken auch gereicht. Mit Desire ist ein fast schon poppiges Stück vertreten, welches mit seiner Leichtigkeit eine gelungene Verschnaufpause bietet, ehe es wieder ziemlich komplex weiter geht. Genial sind natürlich Stücke wie der Opener "one thousand fires" und "o Chloroform".

Noch ein Wort zu Ray Alder: Seine Stimme hat sich schon verändert, sie ist rauchiger und vielleicht auch nicht mehr so klar wie früher. Jedoch ist seine Gesangsleistung auf der aktuellen Veröffentlichung schlicht weg überragend, er schafft es, den Songs eine klare gesangliche Melodielinie zu geben, an der entlang sich die komplexen Arrangements ansiedeln, von der emotionalen Tiefe ganz zu schweigen.

Was wünscht man nun der Band? Das sie für ihre hervorragende Arbeit belohnt wird und das Album viele Anhänger findet und vielleicht sogar in den Albumcharts erscheint. Dies ist jedoch ein frommer Wunsch, welcher nicht in Erfüllung gehen wird.

Jedem Fates-Warning-Fan sei die CD wärmstens empfohlen. Die Band hat im Jahr 2013 Relevanz und hat mit Darkness in a Different Light sicherlich eines der besten Metal-Alben des Jahres vorgelegt. Andere Prog-Gruppen werden an dieser Referenz sicherlich zu knabbern haben...
11 Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Oktober 2013
Der Monat September hat es für Freunde anspruchsvolleren Rock und Metals in sich. Nach dem Traumtheater und Subsignal liefern auch noch Fates Warning ein neues Statement ihrer Künste ab.

Bei ersteren bin ich mir immer über die Qualität noch nicht wirklich sicher, aber seit Tagen kreist Darkness In A Different Light in meinem Player… Da ich als alter Sack nicht mehr soooo begeisterungsfähig bin und das letzte Werk „X“ den Test Of Time bei mir aufgrund musikalischer Belanglosigkeit nicht bestanden hat, hat das aber doch was zu bedeuten…

Und ja, die Scheibe wächst! Der Adorer Of Steel hat in seiner differenzierten Rezi der einzelnen Songs weitestgehend den Nagel auf den Kopf getroffen. Da ich bei Desire aber mittlerweile die Skiptaste drücke und der (obligatorische) Longtrack Yet It Moves – so geil er auch ist – einem Song wie Still Remains (den er in Richtung Höhepunkt gehend sogar zu kopieren versucht) nicht das Wasser reichen kann, will ich keine fünf Sterne vergeben.

Dennoch: Ich bin positiv überrascht und beeindruckt wie FW auch ohne Keyboards Atmosphäre zu kreieren wissen. Ich freue mich über mehr Heavyness und technische Finessen wofür auch Bobby Jarzombek mit seinem musikalischen Background mitverantwortlich ist. Ich bin dankbar für die Rückkehr Arestis und das Zusammenspiel mit Matheos. Ich bin erleichtert über die glasklare Produktion ohne Egotrips, Loudness-War und Soundmatsch – wie ich sie bei vielen anderen meiner alten Helden ertragen musste.

Diese Scheibe hat was und will hoffentlich in ein paar Jahren noch gerne gehört werden.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. November 2013
Na was haben wir denn da, ein neues Fates Warning Album, eine meiner Lieblingsbands seit weit über 20 Jahren.... :-) Okay, vorweg, die Scheibe kam zumindest für mich sehr unerwartet, aber sie ist rundum gelungen und für alle Fans der Band ein Muss :-) Was ist zwischenzeitlich geschehen, nach dem letzten Album FWX in 2004? Mastermind der Band ist ja Gitarrist Jim Matheos. Er hatte bereits ein Jahr vorher OSI Office of Strategic Influence u. a. mit Kevin Moore (Ex Dream Theater, Keyboards) wohl mehr als Side Project gegründet, und deren Mucke darf man / frau aus meiner bescheidenen und nicht unbedingt maßgeblichen Sicht getrost als nicht gerade leicht verdaulich bezeichnen. Sehr experimentell halt. Aber nicht ungeil ;-) Ray Alder hatte mit Redemption (Mastermind Nicholas van Dyk, ich habe sie live gesehen, klasse) einige fantastische Prog Alben veröffentlicht. Dann kam in 2011 eine Art von Fates Warning Reunion mit John Arch als Sänger, wohl aus rechtlichen Gründen nicht unter dem Namen Fates Warning - reine Vermutung meinerseits. Auch nicht gerade leicht verdauliche Kost, aber wie gewohnt hochwertig :-) Und nunmehr ist Ray Alder als Sänger wieder bei Fates Warning - hatte er vorher rechtliche Bindungen, dass John Arch "einspringen" "musste" "durfte" keine Ahnung, ist ja auch egal, Fans der Band und solcher des melodischen Progs der Stilrichtung heavy zugreifen, Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen :-) Das Album knüpft nahezu nahtlos an die letzten von Fates Warning, vor allem in den 1990ern wie beispielsweise Inside Out, an :-) Wie auch bei dem Arch / Matheos Album ist wieder Bobby Jarzombek (u. a. Riot) an den Drums am Start. Ich wage mal die Behauptung, er verleiht durch sein Drumming (welches alleine schon durch seinen Beitrag zu "Thundersteel" und "The Privilege Of Power" von Riot seinesgleichen sucht) meiner bescheidenen und nicht unbedingt maßgeblichen Meinung nach der Band neue Impulse :-) Erwartet aber nun kein Speed Drumming von ihm wie vor über 20 Jahren bei Riot mit Steve Loeb ;-)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 2013
Fates Warning gelten nicht zuletzt dank der Referenzalben "No Exit" und natürlich "Awaken the Guardian" als Prog-Metal Pioniere. Seit den frühen 90ern, genauer gesagt seit dem Album "Parallels", hat man sich von den Metalwurzeln eher in Richtung eingängigem Prog-Rock/Metal mit nachvollziehbaren Songstrukturen entwickelt, ohne jedoch das musikalische Können außen vor zu lassen. Außerdem konnte es Hauptsongwriter Jim Matheos gottlob trotzdem nicht unterlassen, jedes Album mit zumindest einem "klassisch"-progressiven Epos zu versehen, welches oftmals das absolute Highligt auf einem jeden Longplayer darstellte. Erreichte diese Phase mit "Disconnected" ihren Höhepunkt, so stagnierte man mit dem Folgewerk "FWX" auf hohem Niveau. Was also bietet man rund 9 (!) Jahre später der geneigten Hörerschaft?
Nun, "Darkness in a different Light" ist keine Überraschung für FW-Jünger und bietet auch allerhöchstens marginale stilistische Neuerungen, obwohl das Songwriting dieses Mal nicht mehr oder minder allein auf das Konto von Mastermind Jim Matheos geht, sondern speziell Sänger Ray Alder hier nun mehr beigesteuert hat.
Auffällig ist, dass der hochklassige Opener "One thousand Fires" für einen solchen direkt ganz schön vertrackt und für FW-Verhältnisse heavy ausfällt. Es braucht schon 2-3 Durchläufe, ehe sich das gute Stück in seiner Gesamtheit offenbart, dann aber hat man ein erstes Highligt ausgemacht.
Mit "Firefly" folgt ein fast schon airplay-tauglicher Rocker, der auch gut auf den Alben "Parallels" oder "Inside Out" hätte stehen können, allerdings steht der rohe, ehr unpolierte Sound, der im Übrigen wohltuend das ganze Album durchläuft, dem Track mehr als gut zu Gesicht und verhindert so das Prädikat "altbacken".
"Desire" wirkt dann wie eine Mischung aus Track 1 und 2, bewahrt sich die eine offensichtliche Eingängkeit, ohne auf den ein- oder anderen spannenden Break zu verzichten.
Nach diesem Eröffnungstrio schmeichelt sich "Falling" als nahezu rein gesanglicher Ohrenschmeichler mit viel Melancholie und Gänsehautfaktor in die Gehörgänge. Auch wenn Ray Alder sowohl Rauchen als auch Alter sicherlich ein wenig an den Stimmbändern nagen: mutig und ganz großes Kino, in dieser Form sicherlich nicht zu erwarten. Einziges Manko: mit knapp 1:50 wirkt das Ganze eher wie eine Art Überbrückung zum kommenden Track. Was aus dem Stück noch hätte werden können offenbart der Bonus Track "Falling Further" auf CD 2: Hier hat man es dann sicherlich mit dem radiotauglichsten FW-Stück ever zu tun!
"I am" ist herausragend - Punkt! Ein typischer Grower, der garantiert auf längere Sicht zu einem FW-Live-Classic mutieren dürfte und bei dem sich alle Instrumentalisten, ähnlich wie im Opener, mal so richtig austoben können. Ein wenig erinnert das Stück an "One" vom "Disconnected"-Album, ist hierbei aber progressiver im positvsten Sinne des Wortes und auch hier punktet die roh angelegte Produktion.
Mit "Lighthouse" hat man nach "Falling" dann die 2. Ballade am Start, dieses Mal oppulenter ausgestattet, aber nicht weniger intensiv. Anfangs mag man mit diesem melancholischen Batzen Schwere nicht so recht umgehen können, doch spätestens nach Durchlauf 5 kann auch dieser Song absolut überzeugen und fügt sich schlüssig ins Gesamtkonzept ein.
Wollte man nun Schwachpunkte ausmachen, so wären dies "Kneel and obey" und "O Chloroform", die einfach nicht 100%ig zünden wollen. Meilenweit weg von aktuell oft gebotenen Durchschnittsware an Progrocksongs fehlt dennoch das gewisse Etwas, das etwa "I am" oder "Firefly" wahlweise zu rassigen oder eingängigen Rockern macht, die sich auch außerhalb des Albumkontextes gut auf einem entsprechenden Sampler mit ähnlicher Musik wiederfinden würden.
"And yet it moves" ist der erhoffte O(h)rgasmus am Ende des Albums und steht ganz in der Tradition "jüngerer" Lontrackclassics wie z.B. "Still remains". Brillianter Songaufbau, Gitarren zum Niederknien, Emotion, Abwechslung - man mag es kaum in Worte fassen. Jim Matheos beweist hier einmal mehr, welch großartiger Songwriter in ihm steckt - ich denke, ein komplettes Album mit ausschließlich derartig ausgestalteten Songs könnte man gar nicht toppen. Mit dem Rausschmeißer beweisen FW einmal mehr, wie groß und wichtig sie für die Szene sind. Die Tatsache, dennoch keinen reinen Abklatsch bisheriger, ähnlich gearteter Meisterwerke produziert zu haben setzt dem Ganzen die Krone auf und sorgt für einen neuerlichen Ritterschlag.
Bliebe noch die Bonus-CD: neben dem bereits erwähnten "Falling further" hat man eine "Extended"-Version von "Firefly" am Start, die das Stück eher wieder in die Nähe von "I am" oder des Openers rückt, da hier nicht einfach nur "verlängert" wird, sondern zusätzliche Passagen integriert wurden. "One" und "Life in still Water" ertönen dann noch in Liveversionen, können aber nicht zuletzt aufgrund der angesprochenen aktuellen stimmlichen Einschränkungen von Ray Alder nicht wirklich überzeugen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2013
Spätestens seit "Awaken the Guardian" war ich ein absoluter Fan dieser Band. Über die Zeit gab es einige Stilwechsel, doch etwas fehlte der Band immer zur Perfektion. Wer noch Bands wie Drifter oder Grinder kennt, weiß wovon ich spreche: Rechte und linke Rhytmusgitarre müssen nicht zwangsweise immer dasselbe spielen... Dieser Mangel ist nun beseitigt, und, neben anderen Stereo-Effekten gibt nun die eine Gitarre öfter mal der anderen die Klinke in die Hand: Fates Warning entdecken die dritte Dimension und klingen auch davon abgesehen besser denn je!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,99 €