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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdig
Nach mich nicht sonderlich überzeugenden Abstechern in Gebiete außerhalb von Edinburgh kehrt der Boss der Undergroundliteratur wieder zu seinen beliebtesten Figuren zurück. Trainspotting dürfte durch die gelungene Verfilmung auch einigen Menschen ein Begriff sein, die sich nicht mit den Büchern von Irvine Welsh befassen.

Skagboys ist...
Vor 10 Monaten von Benjamin Klein veröffentlicht

versus
2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwei Sterne für die deutsche Übersetzung...
Wahrscheinlich muss man es in Englisch lesen, die Übersetzung ist mir zu anstrengend, so dass ich das Buch zurückgegeben habe. Mir war gar nicht klar, dass es eine Rückgabeoption bei Kindle e-books gibt. In diesem Fall war ich froh, dass die 7 Tage noch nicht vorbei waren.
Ich kam mit der deutschen Übersetzung einfach nicht klar, bin der Meinung,...
Vor 9 Monaten von Amazon Kunde veröffentlicht


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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdig, 5. November 2013
Von 
Benjamin Klein "bvonklein" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Kindle Edition)
Nach mich nicht sonderlich überzeugenden Abstechern in Gebiete außerhalb von Edinburgh kehrt der Boss der Undergroundliteratur wieder zu seinen beliebtesten Figuren zurück. Trainspotting dürfte durch die gelungene Verfilmung auch einigen Menschen ein Begriff sein, die sich nicht mit den Büchern von Irvine Welsh befassen.

Skagboys ist die Vorgeschichte zum Bestseller und der geneigte Fan darf sich auf ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten freuen.

Psycho Begbie, der hinterlistige Sick Boy, der konfuse Spud, der halbwegs vernünftige Tommy, der alte Süffel Second Price und natürlich der smarte, aber gleichzeitig schwer gestörte Renton erzählen auf über 800 Seiten, wie aus ein paar einfachen, in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Jugendlichen aus dem Dudelsackland, die wohl berühmteste Junkiecrew der Literaturgeschichte wurden.

Durch die Dreckkruste schimmern aber immer wieder Momente von großer Menschlichkeit und giftiger, aber berechtigter Sozialkritik.

Welsh zeichnet ein sehr gesellschaftskritisches Bild, wie die hausgemachte Drogen- und HIV-Epidemie, welche Edinburgh berühmt und berüchtigt machte, oder die mit Polizeigewalt niedergeschmetterten Streiks der Kohlekumpel.

Neben alten Bekannten rücken auch einige immer wieder normalerweise als Nebendarsteller auftauchende Figuren wie Allison, Matty oder Nicksy ins Rampenlicht. Da sich das Buch mit der Heroinsucht beschäftigt, gibt es leider etwas weniger vom allseits beliebten, aber cleanen General Franco zu lesen, seine Auftritte und die kleinen Anekdoten aus seiner Sicht sind aber wie immer sehr amüsant und sorgen für Lacher, blutige Nasen und angestochene Schwarten.

Das Buch ist sehr ähnlich geschrieben wie Trainspotting, was man auch an den Kapitelnamen merkt, die auch teilweise im besagten Werk verwendet werden. Gut dreimal so umfangreich lässt sich Skagboys aber vielmehr Zeit für seine Figuren, was den Fan erfreut, neue Leser aber eventuell langweilen könnte. So las ich in einer Rezension zu der englischsprachigen Version, dass nichts, aber auch gar nichts passiert. Letzteres kann ich nicht bestätigen, man sollte natürlich keinen Krimi oder gar Thriller erwarten, Skagboys bleibt nah am echten Leben und spart mit Slapstickeinlagen wie in Klebstoff oder auch Porno. Ich empfinde das als großen Pluspunkt, mag aber Geschmacksache sein.

Mir persönlich hat dieses Buch weitaus besser gefallen als alles, was Welsh nach Drecksau verfasst hat. Skagboys spielt für mich in der gleichen Liga wie sein Debut. Es hat wieder etliche schmutzige Höhepunkte, die mich so zum hemmungslosen Lachen brachten, wie es nur Werke von Onkel Irvine und Master Bukowski vermögen. Da das Buch aber von Armut, Ausbeutung der Arbeiterklasse, Verlust und verzehrender Drogensucht handelt, ist es natürlich eigentlich nicht zum Schmunzeln, aber so ist halt das Leben: Egal wie bitter es grad ist, es gibt auch immer was zu lachen, auch wenn das Lachen manchmal böse im Halse stecken bleibt.

Fazit: Wer Welsh mag, bekommt ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, an dem er bestimmt mehr als einmal seine Freude haben wird. Wer seine Werke noch nicht kennt, sollte sich vielleicht erstmal eins seiner dünneren Bücher vornehmen, wie das oft erwähnte Trainspotting oder die ausgedehnte Kurzgeschichte Der Durchblicker.

Schwarzen Humor sollte man definitiv mitbringen und auch Freude an derber Sprache, deftigen Flüchen und gut getarnten Beleidigungen schaden nichts. Wer schon bei der Vorstellung von Sex bei Licht errötet, sollte einen Bogen um Skagboys machen. Die deutsche Übersetzung hat ihre Höhen und Tiefen: Manchmal genial und zu Lachanfällen führend, gibt es aber auch ein paar RTL 2 angehauchte Sätze, in denen die Figuren Geilo sagen. Das passt nicht so dolle, auch mal rein zeitlich gesehen. Wer allerdings erwartet, das jemand in der Lage ist, den Originalslang der Bücher zu übersetzen, kann einfach nur enttäuscht werden. Insgesamt hat der Übersetzer einen ordentlichen Job gemacht.

Ich habe das Buch verschlungen und werde es mir bald nochmal als Audible Hörbuch in den Kopf fließen lassen. Hart, rau, zärtlich, zynisch, brutal, weise, laut, leise und und und...

Für dieses leider wenig bediente Genre, für das es nicht mal einen Namen gibt, ist Skagboys ein Meisterwerk!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen irvine welsh in hochform, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Kindle Edition)
nach (meiner meinung nach) etwas enttäuschenden vorangegangenen veröffentlichungen ("das liebesleben der meisterköche", "if you liked school, you'll love work" usw.) ist "skagboys" irvine welsh in bestform! schottische "assis", sozialbauten, drogen- und alkoholprobleme, fußball und frauengeschichten - wer irvine welsh mag, wird hier definitiv keinen fehlkauf tätigen! für alle die den autor noch nicht kennen: trotz oft heftiger handlung und derber wortwahl versteht es welsh feine charaktere zu zeichnen, bei deren höhen (eher seltener der fall) und tiefen (eher öfter der fall) man richtig mitlebt. für alle, die geschichten und charaktere "vom rande der gesellschaft" mögen, eine klare empfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irvine Welsh ist wieder in Höchstform., 27. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Endlich ist er da, der neue Irvine Welsch Roman. Über 1 1/2 Jahre nach der englischen Erstveröffentlichung erscheint nun die deutsche Übersetzung und das sehnsüchtige Warten hat ein Ende.

Zur Handlung gibt es ohne zu Spoilern nicht viel zu erzählen: Sie spielt im Jahr 1984 und erzählt, wie die sympathischen Loser aus "Trainspotting" und "Porno" zum Heroin gekommen sind. In diesem Sequel sind sie natürlich alle dabei: Mark "Rents" Renton, Simon "Sick Boy" Williamson, David "Scruffy" Murphy, Francis "Franco" Begbie - um nur die wichtigsten zu nennen. Irvine Welsh's Entwicklung hin zur Auseinandersetzung mit dem politischen Klassenkampf der Thatcher-Jahre war ja bereits in seinen letzten Romanen wesentlicher Bestandteil und wird hier weiter entwickelt.

Ich persönlich halte Welsh für einen der größten Lyriker der letzten 20 Jahre, besonders seine überbordende Moralität im Sinne von "Am Ende bekommt jeder das, was er verdient" (wenn - das muss ich zugeben - auch ausnahmslos positiven Charakteren wie Spud Murphy selten etwas Positives widerfährt) ist für mich herausragend. Und natürlich sein unübertroffener Humor, der auch bei "Skagboys" dazu geführt hat, dass ich wiederholt vor Lachen beinahe aus dem Bett gefallen bin. Irvine Welsh ist sicherlich nicht jedermanns Sache, ich hingegen bin auch von Skagboys restlos begeistert.

Getreu der Weisheit "Es ist immer erst ein wenig bewölkt, bevor die Sonne raus kommt", die Sick Boy an einer Stelle im Roman äußert, gibt es aber auch Anlass zu leiser Kritik: Die Abkehr vom langjährigen Übersetzer-Duo Clara Drechsler und Harald Hellmann hin zu Daniel Müller gibt der deutschen Übersetzung einen faden Beigeschmack. Denn dieser hat das Buch sprachlich spürbar entschärft. So wird "C**t" inzwischen ausnahmslos mit "W****er" übersetzt, was dem Slang und der Wortwahl kranker Figuren wie insbesondere Frank Begbie schlicht nicht gerecht wird - das kostet Glaubwürdigkeit und fühlt sich - zumindest für langjährige Welsh-Leser unecht und unglaubwürdig an (wenn die Welsh-Romane im schottischen Original doch nur nicht praktisch unlesbar wären für Nicht-Muttersprachler). Und Worte wie "Mumu" und "Bammel" für die primären männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane zu verwenden, ist einfach nur peinlich, Herr Müller, und wird dem harten Stil von Irvine Welsh nicht gerecht. Hier hat auch das Lektorat geschlafen.

Aber das ist Klagen auf hohem Niveau, denn alles in allem ist Welsh mit "Skagboys" ein weiteres Meisterwerk gelungen, welches zwar nicht "Porno" vom Thron verdrängen kann, in jedem Fall aber den Platz aufs Podium seiner Romane schafft und meiner Meinung nach auf einer Höhe mit "Klebstoff" einzuordnen ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorgeschichte und doch auch weiter erzählt, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Als wären nicht Jahre vergangen seit „Trainspotting“ liest sich dieses neue Werk, die Vorgeschichte, aber auch Geschichte paralleler Entwicklung und ein stückweit doch auch Fortsetzung des damaligen Bestsellers.

Wieder erstehen die 80er Jahre in England vor den Augen des Lesers auf. Thatcherismus, sozialer Umbau (eher Raubbau) und, vor allem, immer stärker sinkende Aussichten für die junge Generation. Falls diese überhaupt was jene Figuren, die im Buch im Mittelpunkt stehen, angeht, Aussichten sucht.

Dreckig ist es da in England, im übertragenen Sinne auf jeden Fall. Orientierungslos und doch cool. Hart und doch suchend. Nur eben auf eine schon in „Trainspotting“ ohne Tabus in Sprache und Darstellung vorgelegte Art und Weise.

Zwar sind die „Helden des Abgesangs“ zu Beginn des Buches noch nicht ganz auf der Ebene des absoluten Kicks, der Sucht, des Abhängens, des „Trainspotting“, doch der Weg ist vorgezeichnet, erkennbar und wird Schritt für Schritt mit morbider Lust gegangen. „Bürgerliche“ Welten wie ein Studium oder Ausbildungen werden verlassen, gar nicht erst angetreten, was soll's.

Sex, Drogen, Sprüche, ein allgemeines „Scheiß-drauf“, kaum jemand vermag dies in solch vielerlei Varianten und Perspektiven schonungslos zu beschreiben wie Welsh.

Danny („Spud“), Mark („Rent Boy“), Simon („Sick“) und die anderen „Herumlungerer“, die schon vor 20 Jahren wie „abgesoffen“ durch das Leben taumelten nimmt sich Welsh noch einmal vor und zeigt aus mittels vielfacher Perspektivwechsel das Abgleiten nicht nur einzelner Personen, sondern einer ganzen Gesellschaft in jenen Jahren in bestens getroffener Atmosphäre im Buch.

„Das Problem mit dieser Wohnung ist nämlich, dass sie direkt neben der Müllrutsche liegt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit poltern Flaschen, Dosen, Gläser und anderer Hausrat in dem bes*******Müllschacht nach unten“.

Nur eines der vielen Bilder, in denen Welsh das allgemein Lebensmoment dieser Zeit einfängt und nicht nur den Lärm in einer konkreten Wohnung.

Was Wunder, dass Schritt für Schritt die kleinen und großen „Fluchten des Alltages“ beginnen, eine Rolle zu spielen, bis der größte Teil der Jungs an der Nadel hängen wird. Und doch dies nicht nur aus innerer Haltlosigkeit, sondern auch aus äußerer Perspektivlosigkeit geschehen wird. Was der ein oder andere, vor allem Mark, durchaus mit klarem Blick sehen, wissen wird und dann doch lieber den Kopf im Drogenrausch nach hinten sinken lässt, so ernüchternd ist der Anblick und der Ausblick auf die „reale“ Welt. Denn überwiegend sieht er nichts, was ihm als bessere Alternative geboten werden könnte. Er schießt sich lieber heraus aus diesem Trauerspiel der Realität.

Da hilft auch der Anblick der „Puppen“ im Amsterdamer Rotlichtviertel nicht. Und man ist ja sowieso aus anderen Gründen vor Ort.

In der Sprache ist auch dieser Roman von Welsh nicht einfach zu fassen, trifft aber das Gefühl der Zeit und der Personen auf den Punkt.
Dialoge, Sprüche, hier und da wie nur in Stichworten dahineilende Passagen in Verbindung mit wirklich hartem Stoff, wenn man lesen muss, was man da alles auf Müllkippen finden kann.
Und sich ebenso gewahr ist, dass der Tod ein reger Begleiter dieser Szene Mitte der 80er Jahre (nicht nur) in England war. Aber irgendwelche Gedanken an „Morgen“, das dann doch nicht. Lieber drauflos, was soll's, so treiben die Protagonisten des Romans irgendwohin.

Ein überzeugender Roman mit treffender Umgangssprache, dreckig im Gefühl und der abgehärteten Sprache samt der ebenso harten Welt der „Skagboys“. Wobei durchaus irgendwann auch die Idee, der Zwang, irgendwas im Raume steht, um dem zu entkommen. Wenn das alles nicht so tief eingebrannt im Inneren wäre.
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5.0 von 5 Sternen Wie sie wurden was sie sind, 2. Februar 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer erinnert sich nicht an "Trainspotting", den schockierenden, 1993 erschienenen Klassiker der Underground-Literatur? "Skagboys" der neue Roman des schottischen Autors Irvine Welsh, ist das dazugehörige Prequel und zeigt die Ursachen und Umstände auf, die die Protagonisten zu dem gemacht haben, was sie dann schlussendlich geworden sind.

Handlungsort ist das Schottland der achtziger Jahre, die Städte Leith und Edinburgh. Die Wirtschaft liegt am Boden, und die Premierministerin Maggie Thatcher, auch bekannt als die "Eiserne Lady" regiert mit harter Hand. Die Einschnitte ins soziale Netz werden immer tiefer und die Politik kümmert sich nur noch um die Besitzenden, die ihren Wohlstand auf Kosten derjenigen vermehren, die eh kaum etwas ihr eigen nennen können. Die Situation der jungen Erwachsenen ist verfahren, es gibt keine Perspektive, und trotz ordentlicher Ausbildung bleibt den meisten am Ende nur die Arbeitslosigkeit und Armut. Warum sich dann anstrengen?

Auch Mark Renton und seine Freunde Sick Boy, Spud und Franco gammeln herum und leben planlos in die Tage hinein, deren Eintönigkeit lediglich durch Alkoholexzesse und den einen oder anderen Joint unterbrochen wird. Ab und zu ein Bruch, damit die harten Drogen wie "Skag" (= Heroin), die allmählich ins Spiel kommen, finanziert werden können. Und damit ist der völlige Absturz dieser Clique bereits vorherbestimmt. Wie es dann mit den Freunden weitergeht, kann man in "Trainspotting" lesen.

"Skagboys" setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Einzelepisoden zusammen, in deren Mittelpunkt die Protagonisten stehen. Teils banal, teils tragisch, aber immer sehr intensiv. Offenbar erinnert sich Irvine Welsh noch gut an diese Zeit, die die Gesellschaft im Vereinigten Königreich nachhaltig geprägt und verändert hat und deren Auswirkungen noch bis in die Gegenwart zu spüren sind.

Der Roman ist mit 830 Seiten sehr umfangreich, und mit Sicherheit ist auch einiges Material eingearbeitet, das nicht unbedingt dem Fortgang der Erzählung dient. Aber der Autor hat sich mit Sicherheit etwas dabei gedacht, denn um den Zeitgeist und die Protagonisten mit all ihren Facetten zu erfassen, sind auch diese Passagen notwendig.

Irvine Welsh behandelt brisante Themen und gibt den gesellschaftlichen Außenseitern und denen, die ganz unten angekommen sind, eine Stimme. Ein beeindruckendes Buch und gleichzeitig ein gesellschaftspolitisches Statement. Eindringlich empfohlen!
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5.0 von 5 Sternen Ist die Gesellschaft Schuld?, 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Cover von 'Skagboys' macht klar: hier geht es um Drogen, harte Drogen. HEROIN.
Der Roman beginnt mit einem zwanzig- seitigen Tagebucheintrag von Mark Renton, den er in einer Drogenentzugseinrichtung verfasst: Ein Bergarbeiterstreik, an dem auch Mark und sein Vater teilnehmen, wird von Bullen im Thatcher- Land der 80-er Jahre brutal niedergeknüppelt.
- Geht es etwa um Klassenkampf??
- Sind politische Umstände verantwortlich dafür, dass die bekannte Trainspotting- Clique (Oberprolet Begbie, Frauenheld Sick Boy, Loser Second Price, der fiese Matty, der dicke Keeze- Boy, und der nicht auf den Kopf gefallene Mark) in den Drogensumpf eines bedrückenden schottischen Vorstadt- Slums geraten?
Mark Renton, der Klügste dieser Clique, scheint zeitweise dem tristen Szenario zu entkommen. Er beginnt ein Studium und hat Glück bei den Frauen, um dann aber aus eigenem Entschluss sein altes Leben fortzusetzen.
So kommt es, wie es kommen muss: Sie werden allesamt straffällig und müssen, um nicht in den Knast zu wandern, einen Drogenentzug machen. Ein Drogenentzug aber macht nur Sinn, wenn er freiwillig geschieht, was bei keinem der Teilnehmer der Fall ist. Immerhin entdeckt Renton aber in dieser Einrichtung sein Talent für literarisches Schreiben.
Als der 45- tägige Zwangsaufenthalt beendet ist, nimmt man seinen gewohnten Lebenswandel wieder auf.
Bis es zu einem ernsten Drogenengpass in Schottland kommt. Renton hat die 'geniale' Idee, in die Medikamentenfabrik einzubrechen, in der das allerfeinste Morphium hergestellt wird, über das man im Falle eines Erfolgs des Unternehmens kistenweise verfügen würde....

Nicht nur der Umfang des Romans (800 Seiten) erinnert mich an D.F.W's 'Unendlicher Spaß'.
Auch bei Foster Wallace gab es ja am Schluss bergeweise Stoff, den man sich nur reinzupfeifen brauchte, und, mal ehrlich - F***** und Drogen, was will Mensch mehr?
Mark Renton hat, wie Hal Incandenza, zwei Brüder, einer davon schwer behindert (er stirbt).
Die vielen ähnlichen Charaktere, ein Einbruch bei einem Rechtsanwalt, das alles sind Parallelen zu 'Unendlicher Spaß', einem Roman, der der Gesellschaft die Schuld am persönlichen Scheitern gibt.
'Skagboys' allerdings lässte einen anderen Schluß zu. UND DAFÜR VON MIR FÜNF STERNE!
Kleiner Abzug: Die deutsche Übersetzung trifft nicht die Spache der 80- er Jahre, und dürfte gern ein wenig deftiger sein.
Aber das ist nicht die Schuld von Welsh.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bonfortionös, 23. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer Trainspotting und Porno gemocht, wird an diesem Meisterwerk seine wahre Freude haben, das gibts sogar schriftlich von mir. Spätestens 2016 soll Porno verfilmt werden, zähle jetzt schon die Stunden.
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5.0 von 5 Sternen Roman genial, Übersetzung naja, 19. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bei "Skagboys" handelt es sich um die Vorgeschichte zu "Trainspotting", Irvine Welsh hat darin viel Material verarbeitet, das er für seinen Bestseller von 1993 nicht verwenden konnte. Mark Renton und all die anderen bekannten Charaktere sind wieder mit dabei, leben allerdings zu Beginn des Buches ein noch eher normales Leben ohne Drogen. Mark geht zur Uni, führt eine Beziehung und kommt nur an den Wochenenden nach Edinburgh, wo er seine Freunde trifft. Erst nach und nach gerät er auf die schiefe Bahn, probiert zum ersten Mal Heroin und wird schließlich abhängig.

Auch wenn Mark die zentrale Figur in diesem Roman und auch in "Trainspotting" ist, gibt es viele andere Figuren, aus deren Sicht einige Kapitel geschrieben sind. Man liest also nicht nur eine Geschichte, sondern viele verschiedene Geschichten, die durch die darin vorkommenden Personen zusammenhängen. Irvine Welsh schafft es dabei, die verschiedenen erzählenden Figuren auch stilistisch voneinander abzugrenzen. Trotz der Fülle der Charaktere wächst einem im Laufe des Buches jeder einzelne ans Herz und ich habe alle Handlungsstränge mit gleichem Interesse verfolgt.

Im Gegensatz zu "Trainspotting", in dem alle Figuren schon drogensüchtig sind, schimmert in "Skagboys" immer wieder etwas Hoffnung durch. Mark und seine Freunde leben zeitweise ein relativ normales Leben mit dem ein oder anderen Alkoholexzess, könnten aber durchaus noch die Kurve kriegen. Leider rutschen sie im Laufe des Buches immer weiter ab und wer "Trainspotting" gelesen hat, weiß auch, dass es eigentlich keine Hoffnung gibt. So ist "Skagboys" natürlich auch ein trauriges Buch über eine Generation, die dank hoher Arbeitslosigkeit in Schottland keine andere Perspektive als Kriminalität, Drogen und Alkohol hatte.

Irvine Welsh nimmt kein Blatt vor den Mund und nennt die Dinge beim Namen. Daniel Müller hat das in seiner Übersetzung etwas abgeschwächt, bezeichnet das männliche Geschlechtsteil zum Beispiel als "Bammel". Damit bin ich auf Dauer nicht glücklich geworden und habe nach der Hälfte des Buches zum englischen E-Book gewechselt. Das ist zwar dank des schottischen Dialektes, in dem Irvine Welsh schreibt, nicht einfach zu lesen, aber man gewöhnt sich daran. Das Original hat mir dann viel besser gefallen als die etwas verklemmt wirkende Übersetzung.

Das Buch hat mich begeistert und über einen längeren Zeitraum begleitet. Wer "Trainspotting" mochte, dem wird bestimmt auch diese ausführliche Vorgeschichte gefallen. Ich würde aber jedem, der es sich zutraut, das englische Original empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein Welsh-Buch:-) Danke, 2. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Gebundene Ausgabe)
Irvine Welsh ist mein absoluter Lieblingsautor und musste lange auf ein neues Werk von ihm warten. Skagboys ist eine typische Welsh-Story - offen und direkt geschrieben, wie man es von Welsh kennt. Wer Rent Boy und seinen Kumpels aus Trainspotting kennt und wissen möchte wie sie zu den tragischen Figuren wurden, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Für Welsh-Fans gilt eh für jedes Buch von ihm: UNBEDINGT LESEN! Allerdings muss ich manchen Kritiken bzgl. der deutschen Übersetzung zustimmen - einige Ausdrücke die verwendet werden, stammen nicht aus der Zeit sondern aus der heutigen. Mich hat das aber nicht wirklich gestört. Viel Spaß:-)
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5.0 von 5 Sternen skagboys, 25. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Skagboys: Roman (Kindle Edition)
sollte man lesen
für mich is es immer irgendwie n trip in die verückte zeit von früher
hart realistisch wild
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Skagboys: Roman
Skagboys: Roman von Irvine Welsh
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