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am 6. November 2013
'Ist das Leben nicht schön?', oder wie es im Original heisst 'It's a Wonderful Life' gehört ohne Frage zu den besten Filmen aller Zeiten und erfreut seit über 60 Jahren groß und klein, außerdem ist es mein absoluter Lieblingsfilm zu Weihnachten, alle Jahre wieder wandert er in den Player! Das STUDIOCANAL und Arthaus den Film rechtzeitig zur kalten Jahreszeit veröffentlichen hat mich nicht gewundert aber, dass erstmalig die colorierte Fassung auf die Disc wandert ist ein tolles Geschenk an alle Fans!

In meiner Rezension möchte ich nun auf die Blu-ray und die Technische Umsetzung eingehen.

Zum Bild:

Beide Fassungen, sowohl S/W als auch die colorierte haben mich vollends überzeugt und wurden toll restauriert, nicht zu sehr gefiltert, einfach genau richtig! Ich persönlich war so begeistert von der colorierten Fassung, dass ich diese nicht mehr missen möchte! Die Farben sind kräftig und warm, die detaillierten Kullissen und Schauplätze kommen nun noch stärker zur geltung. Der Film erstrahlt einfach im neuen Glanz! Aber auch alle die, die aus nostalgischen Gründen gerne die S/W Fassung sehen möchten(Ich bezweifle es ;-)) bekommen ein sauberes scharfes S/W Bild auf den TV gezaubert. Für einen über 60 Jahre alten Film ein Augenschmaus.

Zum Ton:

Auch hier wurde tolle Arbeit geleistet, kein nerviges Rauschen oder Verzerren wie es bei einigen alten Produktionen üblich ist, sondern klare Töne und gut ausbalancierte Höhen und Tiefen. Die Dialoge sind super zu verstehen ohne die Lautsprecher unendlich laut aufzudrehen, so sieht es auch mit der Musik aus. Beim Ton war ich wirklich sehr überrascht wie fehlerfrei er ist.

Zu den Extras:

Über die Extras kann man die colorierte Fassung des Films anwählen, welches für mich als Extra schon unübertreffbar ist. Außerdem gibt es den Kurzfilm 'Ist das Leben nicht schrecklich?', ein Wendecover gibt es STUDIOCANAL üblich natürlich auch. Für die Blu-ray Veröffentlichung hätte ich mir neue Extras aus der Wunderkiste gewünscht, aber man kann nicht alles haben ;)

Zum Fazit:

Die Blu-ray wird hier sinnvoll ausgenutzt, die S/W Fassung und die wunderbare colorierte Fassung auf einer Disc. Dazu noch die tolle Restauration, ich bin sehr zufrieden und kann somit die Blu-ray weiter empfehlen. Filmgeschichte für die ganze Familie, speziell für die kalten Wintertage und zu Weihnachten.
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am 11. Dezember 2006
Dieser Film gehört zu Weihnachten dazu wie die Faust aufs Auge!!!

Aber leider nicht für jeden :(

Immernoch spalet er die Gemüter. Von den negativen Kritikern hört man immer wieder, er sei spießig, kitschig, verlogen, altmodisch, konservativ etc., etc., etc.

Besonders auf die konservativen Aspekte des Films wurde Frank Capra (der eher der linken Szene angehörte) oft angesprochen. Und er sagte immer, was ist konservativ oder verlogen daran, ein Märchen zu erfinden, das Leben eines "guten Menschen" zu zeigen, eines Menschen, dessen Leben wir uns vielleicht alle insgeheim wünschen. Würde nicht jeder ganz tief in sich drin gern ein George Bailey sein? Ich habe diesen Film vor 21 Jahren, als ich 9 war, zum ersten Mal gesehen. Und er hat mich geprägt. Ich hatte und habe den Wunsch, ein George Bailey zu werden, obschon das natürlich ein unerreichbares Ziel ist. Jedes Jahr schaue ich ihn aufs neue, mal allein, mal zu zweit, mal mit mehreren. Und jedesmal sage ich im stillen zu mir: "Mh, du hast es immernoch nicht geschafft."

Natürlich gibt es keinen George Bailey in der Realität, und es gibt auch kein Bedford Falls, keine "Building & Loan". Alles ein Märchen! Frank Capra schenkte uns eine Story, die so berühmt geworden ist wie Dickens' Weihnachtsgeschichte. Man sollte deshalb nicht den Fehler machen und sich sagen: "Puh, was für 'ne naive Geschichte. Sowas gibts ja nich in der Realität!" Man sollte vielmehr davon träumen, und vielleicht wird es dann in einem selbst doch zur Realität.

Aber nun zu den eiskalten Fakten! ALSO: EIN MEISTERWERK! PERFEKTE DARSTELLER, ALLEN VORAN NATÜRLICH JIMMY STEWART!!! Zwei Stunden wundervolle Unterhaltung ohne Leerlauf. Die DVD-Veröffentlichung ist nicht besonders toll, das Bild und der Ton kommen nicht über TV-Qualität hinweg und die Extras sind nebensächlich (eine angekündigte Special Edition wurde leider -zumindest für dieses Jahr- kurzfristig verschoben).

Doch nicht so schlimm, das ist kein Film, wo man auf dolby 5.1 Ton oder was weiß ich, nicht verzichten kann. Es ist ein Film aus alten Zeiten, der heute noch so unterhält wie vor 59 Jahren.

Und nun wünscht euch ein Glühwein-Berauschter Rezensent FROHE WEIHNACHTEN!

Ach, und die, die das hier vielleicht im Sommer lesen: GUCKT DEN FILM AUF KEINEN FALL IM SOMMER. Denn, wie ich anfangs schon sagte: Dieser Film passt zu Weihnachten wie die Faust aufs Auge :)
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am 4. Juni 2001
Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs gedreht, wurde der Film zunächst von der Öffentlichkeit nicht angenommen - das breite Publikum wollte nach den Kriegsjahren eher belanglose Komödien sehen. Frank Capra jedoch, der bereits einige Jahre vorher mit James Stewart den Klassiker "Mr Smith geht nach Washington" gedreht hatte, wollte unbedingt die tragikomische Geschichte eines Mannes erzählen, der just am Heiligen Abend seinen beruflichen Ruin erleidet, seine Wut an der Familie ausläßt und, verzweifelt über sein Leben, beschließt, Selbstmord zu begehen. Nachdem er von seinem Schutzengel gerettet wird, erfüllt dieser ihm den Wunsch, er wäre nie geboren worden, und zeigt ihm die Welt, wie sie ohne ihn geworden wäre. In der Rolle des George Bailey brilliert James Stewart in einer seiner stärksten Rollen; die größte Stärke des Films liegt aber in Frank Capras wunderbarem Erzähltalent. In einigen Szenen, insbesondere beim großen Finale, schrammt der Film zwar haarscharf am Kitsch vorbei, aber genau dieses Verfehlen macht aus "Ist das Leben nicht schön" einen der hervorragendsten Filme aller Zeiten. Wahrlich, diejenige Person, welche diesen Film noch nicht gesehen hat, ist einerseits zu bedauern, da sie ein Meisterwerk nicht kennt, andererseits aber auch zu beneiden, da sie ein wundervolles Erlebnis noch vor sich hat. Meisterhaft !
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Rezension zu: "Ist das Leben nicht schön?" (USA 1946)

Zum Inhalt:

An Heiligabend in der Kleinstadt Bedford Falls will sich der frustrierte George Bailey (James Stewart), der Leiter einer
kleinen, familiär geführten Bank und Bausparkasse, der durch ein Missgeschick 8.000 Dollar verloren hat, in den eisigen
Fluss stürzen - doch sein Schutzengel Clarence (Henry Travers) rettet ihn und zeigt ihm, was aus all den Menschen,
denen Bailey geholfen hat, geworden wäre, wenn er nie gelebt hätte. Das gibt Bailey Mut weiterzuleben. Und schließlich
findet sich auch ein überraschender Ausweg aus seiner Not....

Zur Bewertung:

Frank Capras "Ist das Leben nicht schön?" (Originaltitel: "It's a Wonderful Life") ist eine US-amerikanische Tragikomödie
aus dem Jahr 1946 mit James Stewart und Donna Reed in den Hauptrollen. Heute unverständlich, floppte dieser Film damals an
den US-amerikanischen Kinokassen. Trotz des kommerziellen Misserfolgs wird der Film von Kritikern heute als einer der besten
Filme der Filmgeschichte angesehen. Auch bei der Oscar-Verleihung im Jahr 1947 gewann der Film, trotz fünf Nominierungen,
keinen Oscar.

Das "Lexikon des Internationalen Films" beurteilte diesen Film folgendermaßen:

"Meisterliche Capra-Komödie mit viel Phantasie, liebenswürdiger Naivität und einem kräftigen Schuß sentimentaler Wehmut:
Eine Hymne auf Nachbarschaftsgeist und Kleinstadtvertraulichkeit, die nicht zuletzt auch einen Gegenentwurf versucht zur
gesellschaftlich-politischen Katerstimmung im Amerika der ersten Nachkriegsjahre."

FAZIT:

Der US-amerikanische Film-Regisseur Frank Capra (1897-1991) war bekannt für Filme mit sozialkritischen Untertönen. 1947
bezeichnete ein internes Memorandum des FBI Capras Film "It's a Wonderful Life" sogar als "subversive kommunistische
Propaganda". Dabei war der gebürtige Sizilianer Capra alles andere als "subversiv", sondern war privat eher konservativ
und ein überzeugter und patriotischer "Neu-US-Amerikaner".
Der Film "It's a Wonderful LiFe" war für Capra ein kommerzieller Mißerfolg und verschwand danach für lange Zeit in den
Filmarchiven.
Als 1974 das Urheberrecht für diesen film auslief, wurde der Film von mehreren kleinen Fernsehsendern in den USA zur
Weihnachtszeit in das Programm aufgenommen und ausgestrahlt und erlebte nun endlich -erst nahezu 30 Jahre nach seiner
Entstehung- die verdiente Anerkennung.
Heute ist dieser Film -gerade in der Weihnachtszeit- ein fester Bestandteil der Fernseh-Unterhaltung und ist absolut sehens-
und empfehlenswert.

Die Bild- und Ton-Qualität [schwarz-weiß; Filmlänge ca. 125 Minuten] ist sehr gut.
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am 18. Dezember 2013
Zu dem Film selber muss man ja wohl nichts sagen. Es ist ein absoluter Weihnachts-Klassiker. Deshalb gehe ich hier nur kurz auf die Umsetzung auf Bluray ein.
In den USA ist der Film ja schon länger auf Bluray erhältlich, nur leider ohne die deutsche Tonspur. Jetzt ist der Film endlich auch in Deutschland in der überarbeiteten Fassung erhältlich. Dass die Bildqualität nicht unbedingt aktuellen (Referenz-)Filmen entspricht, wird bei einem Film von 1946 natürlich niemanden überraschen. Trotzdem ist die Bildqualität im Vergleich zur DVD ein Quantensprung. Die DVD-Version wirkt wie eine verwaschene VHS-Aufnahme (die vom ZDF letztens Jahr ausgestrahlte hochskalierte Version war übrigens genau so schlecht). Die BD-Version ist dagegen eine Augenweide. Die Bildschärfe ist sogar besser als bei manch zeitgenössischem Film.
Als Zugabe gibt es noch die nachkolorierte Fassung. Auch diese ist beeindruckend umgesetzt. Wer auf dem s/w-Original besteht, muss sie ja nicht anschauen.
Wer die DVD hat, kann m.M. nach bedenkenlos zur BD greifen. Der Unterschied ist wirklich enorm.

Aufgrund der Kommentare (Vielen Dank für Response übrigens. Freut mich, wenn mein Beitrag hilfreich war) hier noch eine Ergänzung:
Ich habe die DVD auf einem 65"- Fernseher (Panasonic VT30) gesehen. So ein Fernseher zeigt gnadenlos die Schwächen von schlechtem Quellmaterial. Da sieht die DVD wirklich aus wie VHS.
Um sich selbst ein Bild zu machen empfehle ich diese Seite: "dvdbeaver.com/film/DVDCompare/wonderfullife.htm"
Hier kann man schön die Unterschiede sehen. Die PAL-Version, also die Version, die wir hier in Deutschland im TV und auf DVD haben, ist tatsächlich mit Abstand die schlechteste.
22 Kommentare6 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wenn ich an Weihnachten wieder einmal in Sentimentalität verfalle, schalte ich gerne einmal den Fernseher ein, um mich an alten Schwarz-Weiß-Filmen zu erfreuen. So begab es sich auch zu der Zeit, als kein Schnee fiel, ich aber die Programmzeitschrift aufschlug und für den Film "Ist das Leben nicht schön?" die optimale Bewertung entdeckte. Zudem spielte James Stewart mit, einer meiner Lieblingsschauspieler, und der Film war in den 40ern gedreht, versprach also einen gewissen Charme.
Ich gratuliere mir noch heute zu der Entscheidung, dieses Juwel entdeckt zu haben. Der Film vermittelt eine Atmosphäre, wie sie nur wenige Werke zustandebringen. Die Handlung verläuft nicht einfach stupide geradlinig und kommentarlos, sondern steht sozusagen unter der Beobachtung Gottes und eines Engels, die sich das bisherige Leben George Baileys anhand markanter Zeitpunkte anschauen. Dabei wird der Bogen zum Kern des Filmes schon am Anfang gesponnen, denn mehrere Menschen beten um Hilfe für George, der sich am Weihnachtsabend umbringen will.
Es ist wunderschön zu sehen, wie der äußerst unengelhafte Engel Clarence George zeigt, wie das Leben seiner unmittelbaren Umgebung aussehen würde, wenn er, der vermeintlich Nutzlose, gar nicht existiert hätte. Dabei zeigt sich auf wunderbare, eindringliche Weise, welcher Segen von einem einzelnen Menschen ausgehen kann.
In diesem Sinne stellt der Film die Kraft und Bedeutung des Lebens, der Individualität und der Güte jedem Zuschauer vor Augen und erfüllt zugleich einen Wunsch, den viele manchmal- oft ängstlich- hegen: Zu sehen, wie das Leben ohne ihn oder sie aussähe. Und jeder hofft irgendwie, dass es ohne ihn ein wenig weniger schön wäre, dass man selbst etwas bewirkt, dass man Liebe und Gemeinschaft weiterträgt. Gerade dies bejaht der Film kompromisslos- zwar auch kitschig, aber immer so, dass sein Zauber uns fest in seinen Bann zieht. Und wenn dann auch noch draußen leise der Schnee fällt und man mit einer warmen Schokolade vor dem Fernseher sitzt, fühlt man das große Glück, einfach nur da zu sein.
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am 22. Dezember 2006
Ich gestehe, dass ich bis vor kurzem rein gar nichts über den Film gehört habe. Beim stöbern in einem Kaufhaus ist mir diese DVD aufgefallen und sie hat mich irgendwie angesprochen. Daher habe ich sie einfach mal gekauft.
Im Internet habe ich dann erfahren, dass "Ist das Leben nicht schön?" ein absoluter Weihnachtsklassiker ist. Gestern habe ich ihn mir dann angeschaut und muss wirklich sagen, dass es ein großartiger Film ist.

Zum Inhalt: George Bailey ist ein junger und kluger Mann. Er könnte studieren, durch die Welt reisen oder vom Fleck weg bei großen und renomierten Firmen viel Geld verdienen. Doch sein ganzen Leben verzichtet er immer wieder auf beruflichen Erfolg, Anerkennung und auch auf seine Flitterwochen um die Bank seines Vaters weiterzuführen. Dazu hat er eigentlich keine Lust, zieht es ihn doch in die weite Welt, doch ohne ihn würde die Bank sofort geschlossen werden. Die Bank ist damals von seinem Vater gegründet worden, damit auch "kleinen Leute" eine Chance haben, einen Kredit zu bekommen, um aus Schwierigkeiten zu kommen oder sich ein kleines Haus leisten zu können. Nach vielen Jahren des Verzichts steht die Bank und er persönlich durch einen Fehler seines Onkels vor dem Ruin. Ihm droht das Gefängnis und seiner Familie die Armut. Nur eines kann seine Familie noch retten: Seinen Tod - denn dadurch bekäme sie wenigsten seine Lebensversicherung. An Heilig Abend möchte George sich also das Leben nehmen. Doch der Himmel ist nicht untätig - er schickt ihm Clarence, einen Engel der ihm zeigen soll, wie schön das Leben doch ist.

Klingt kitschig - ist es aber absolut nicht. Es ist ein wunderschöner Weihnachtsfilm mit hervorragenden Schauspielern, tollen Dialogen und unglaublich schöner Situationskomik. Ein wirklich bis ins letzte Datail durchdachter und dadurch perfekter Film.

Trotzdem musste ich der DVD einen Stern Abzug geben und das, weil die Bildqualität wirklich schlecht ist. Natürlich ist der Film von 1946 und mit Sicherheit war das verwendete Material schon sehr alt, aber bei anderen Filmen kann man sehen, dass es auch besser geht. Das Bild ist schlicht und einfach nicht digital aufbereitet oder restauriert worden, so dass man manchmal das Gefühl hat vor einem Super 8 Projektor zu sitzen.

Fazit: Großartiger Film, der uneingeschränkt zu empfehlen ist - leider hat sich Kinowelt bei der Produktion der DVD keine besondere Mühe gegeben!
11 Kommentar39 von 43 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Dezember 2006
Ich kann mir Weihnachten ohne diesen Film gar nicht mehr vorstellen. In den 70ern gab es "Ist das Leben nicht schön?" häufig schon Heilig Abend am frühen Nachmittag, das war eine wunderbare Einstimmung. Leider ist er jetzt immer nur noch Nachts zu sehen, deshalb sollte man ihn sich unbedingt zulegen.

James Stewart spielt den liebenswürdig kauzig und später verzweifelten George Bailey einfach herzerwärmend grossartig. Spätestens bei: "... immer wenn ein Glöckchen klingt, bekommt ein Engel seine Flügel!" und "Auld Lang Syne" ertönt ist Weihnachten.
0Kommentar32 von 35 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2013
Frank Capras unsterbliches Meisterwerk aus dem Jahre 1946 gehört heute mit Recht zu den beliebtesten Filmen weltweit und ist seit vielen Jahren nicht nur in Deutschland fester Bestandteil des weihnachtlichen Fernsehprogrammes. "It`s A Wonderful Life" wurde seinerzeit für fünf Oscars nominiert, unter anderem für den Besten Film des Jahres, die Beste Regie und den Besten Hauptdarsteller, ging aber leer aus. Das Drehbuch schrieben Frank Capra, Frances Goodrich und Albert Hackett unter Mitwirkung einiger weiterer Autoren wie Dalton Trumbo und Clifford Odets, die jedoch im Vorspann nicht genannt werden, basierend auf der Geschichte "The Greatest Gift" von Philip Van Doren Stern.

"It`s A Wonderful Life" wird gerne als absoluter Wohlfühl-Film empfunden. Auf den ersten Blick mag das stimmen, doch sieht man genauer hin, erscheint unter der Bilderbuch- Oberfläche eine düstere Fabel über Gier, Ausbeutung, Verzweiflung und zerplatzte Träume. Der Held dieser Geschichte ist ein hochanständiger, fleißiger amerikanischer Durchschnittstyp, der im Laufe seines Lebens mehr als einmal von Wut und Unzufriedenheit beseelt, mit sich und seinem Schicksal hadern wird, bis zu dem Punkt, an dem unglückliche Umstände ihn an den Rand der Selbstzerstörung treiben.

George Bailey (James Stewart), Inhaber der "Baileys Building & Loan", einer kleinen Bausparkasse, die den Bürgern des beschaulichen Städtchens Bedford Falls bei Erwerb und Finanzierung eines Eigenheims zur Seite steht, ist am Heiligabend 1946 so verzweifelt, dass er sich das Leben nehmen will. Doch die himmlische Administration ist alarmiert, denn seine Familie und all die Menschen, die ihm so viel zu verdanken haben, wissen um seine unverschuldete Notlage und beten für ihn. Und so naht Rettung in Gestalt des kauzigen Clarence (Henry Travers). Clarence, den George zunächst nur für einen normalen älteren Herrn hält, ist ein Engel, der seit 200 Jahren vergeblich versucht, sich seine Flügel zu verdienen...

George Bailey, verheiratet mit seiner Jugendliebe Mary Hatch (Donna Reed) und Vater von vier Kindern, hat sein ganzes Leben in Bedford Falls verbracht. Als Junge bewahrte er einmal den Apotheker Mr. Gower vor einem tödlichen Fehler. George rettete auch seinen Bruder Harry vor dem Ertrinken in einem eiskalten Teich und verlor dadurch das Hörvermögen in seinem linken Ohr, was später auch dazu führte, dass er nicht zum Militär eingezogen werden konnte.

Als noch junger Erwachsener nahm er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters dessen Platz in der kleinen Sparkasse ein, um den Betrieb vor der Übernahme durch den gierigen Aktionär Mr. Potter (Lionel Barrymore) zu bewahren. Dadurch und durch die Hochzeit mit Mary gab er seine eigenen Zukunftspläne auf.

Durch Georges Geschäftssinn, seine Umsicht und Hilfsbereitschaft, übersteht Bedford Falls die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg, in dem sein Bruder Harry zum Helden wird. Auch sein eigenes kleines Unternehmen bleibt bestehen. George Bailey ist nicht kleinzukriegen, sehr zum Ärger von Mr. Potter. Der alte Geizhals kontrolliert bald auch die Bank des Städchens. Die Chance, seinen geschäftlichen Konkurrenten George Bailey zu vernichten und sich auch noch die "Baileys Building & Loan" unter den Nagel zu reißen, scheint gekommen, als Georges schusseligem Onkel Billy (Thomas Mitchell) ein folgenschweres Missgeschick unterläuft...

George und seine Firma stehen vor dem Ruin. Ihm selbst droht wegen angeblicher Veruntreuung von Kapital und frisierter Bilanzen sogar Gefängnis. Um ihm seinen Lebenswillen zurückzugeben, greift Clarence zu einem Trick: Er zeigt George, was aus Bedford Falls und seinen Einwohnern geworden wäre, wenn George nie gelebt hätte...

Frank Capra erzählt ein modernes Märchen über falschen und echten Reichtum. Er tut dies federleicht, voller Wärme und Humor. Die bis in die kleinsten Nebenrollen grandiose Besetzung erweckt die Geschichte zum Leben. James Stewart brilliert in einer Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert scheint. Das frei erfundene Städtchen Bedford Falls wirkt wie ein eigener Mikrokosmos. Die liebevolle Ausstattung, exzellente Kamera-Arbeit und passende Musik sorgen für die richtige Atmosphäre.

Donna Reed, die für "Verdammt in alle Ewigkeit" (From Here To Eternity, 1954) einen Oscar erhielt, spielt hier an der Seite von James Stewart ihre erste große Filmrolle. Ursprünglich sollte Jean Arthur, die unter Frank Capras Regie bereits in "Mr Smith geht nach Washington"(1939) neben Stewart zu sehen war, diese Rolle spielen, musste aber absagen. Neben Veteranen wie Thomas Mitchell, Lionel Barrymore und Henry Travers sind in kleinen Rollen weitere bekannte Gesichter dabei: Gloria Grahame, Oscar-Preisträgerin für ihre Rolle in Vincente Minellis "Stadt der Illusionen" (The Bad And The Beautiful, 1950), spielt Violet Bick und Ward Bond, bekannt aus vielen John Ford-Filmen, den wackeren Polizisten Bert.

Dass in dieser Geschichte unverhohlen Kritik am Kapitalismus geübt wird, rief seinerzeit die Kommunisten-Jäger um Senator McCarthy auf den Plan. Natürlich kann man auch Anklänge an Charles Dickens "Eine Weihnachtsgeschichte" (A Christmas Carol) finden. Henry F. Potter, der reichste aber auch gemeinste Mann weit und breit, lässt an Ebenezer Scrooge denken. Während dieser jedoch eine Läuterung erfährt und am Ende der Geschichte wirklich und wahrhaftig ein besserer Mensch wird, bleibt Potter derselbe hartherzige, alte Raffzahn, der er schon zu Beginn des Films war, als er Georges Vater das Leben schwer machte.

In Potters Verhalten Parallelen zum Gebahren gerade in der heutigen Welt der Finanzen auszumachen, ist ebenfalls nicht weiter schwer, was die Zeitlosigkeit dieses Films noch unterstreicht. Denn so moralisch verwerflich Potter im Laufe des Filmes auch vorgeht: Ein Verbrechen, für das man ihn juristisch belangen könnte, begeht er nicht. Und dass er die 8000 Dollar einfach behalten hat, die Onkel Billys Missgeschick ihm in die Hände gespielt hat, ahnt niemand. Seine Strafe besteht letztlich darin, dass die Gemeinschaft zusammenhält, dem richtigen Mann etwas zurückgibt, und sich so für George Bailey und seine Familie doch noch alles zum Guten wendet. Potter ist eigentlich ein zutiefst einsamer Mann ohne echte Freunde. All sein Geld kann die menschliche Wärme eines George Bailey, der nun für sein lebenslanges selbstloses Handeln belohnt wird, nicht ersetzen.

Auf BluRay erstrahlt "It`s A Wonderful Life" nun auch in Deutschland endlich in High Definition. Das Original-Material wurde phantastisch restauriert. Sicher gibt es Blurays, die in puncto Bild-und Tonqualität noch einen Tick besser sind, man darf aber nicht vergessen, dass der Film bereits mehr als 60 Jahre auf dem Buckel hat. Das Bild ist eine Wonne! Kein Vergleich mehr zu der bisher erhältlichen DVD aus dem Hause Kinowelt. Auch der Ton klingt in Anbetracht des Alters hervorragend. Alle Dialoge sind klar verständlich, Geräusche und Musik klingen ebenfalls sehr sauber.

Der Film wird präsentiert im Bildformat 1:33.1/ 4:3. Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Die Original Mono-Tonspuren wurden im DTS-Verfahren aufbereitet. Bei der deutschen Tonspur handelt es sich um die sehr gute Original- Synchronisation, die von den alljährlichen Ausstrahlungen im Heiligabend-Programm des ZDF bekannt ist. Es gibt ausblendbare deutsche Untertitel.

Zusätzlich bietet die Disc die nachträglich colorierte Fassung des Films. Diese ist über den Menüpunkt EXTRAS anwählbar, liegt im selben Bildformat wie die Schwarz/Weiß-Fassung ebenfalls restauriert in High Definition vor und kann auf Deutsch und Englisch angesehen werden. Ein interessanter Vergleich ist also möglich, auch wenn ich zugeben muss, dass der Film auf mich nur in Original Schwarz/Weiß seine volle Wirkung entfaltet. Ein weiteres Extra ist der etwa 20-minütige Kurzfilm "Ist das Leben nicht schrecklich?", der noch aus der Stummfilm-Zeit stammt. Leider enthält diese Edition kein Making-Of oder einen Audio-Kommentar. Schade, aber angesichts der Qualität, in welcher der Hauptfilm hier präsentiert wird, sollte man wirklich nicht meckern.

"It`s A Wonderful Life" kam 1947 in die amerikanischen Kinos und war ein Flop. Seinen Status als Klassiker und Kultfilm erlangte dieses Werk erst viele Jahre später, als die Umtriebe der McCarthy-Ära längst der Vergangenheit angehörten. Sowohl Regisseur Frank Capra als auch Hauptdarsteller James Stewart bezeichneten diesen Film immer wieder als ihren persönlichen Lieblings-Film. Er ist eine Ode an das Leben. Dieser Film ist keineswegs ein unerträglich kitschiger Hollywood-Schinken, wie leidenschaftliche Hasser immer wieder behaupten. Vielmehr hat er auch einige ziemlich deprimierende Momente zu bieten, will aber letztlich Hoffnung machen, und schafft dies auch. Die guten Werte, die hier vermittelt werden, sind gerade in der heutigen Zeit vielleicht wichtiger denn je.

Wer diesen Klassiker endlich in der bestmöglichen Qualität im Heimkino genießen will, sollte sich diese BluRay unbedingt zulegen!
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am 24. November 2006
Ein wunderbarer Weihnachtsfilm mit brillianten Darstellern, der sein Ziel erreicht: nämlich neuen Lebensmut, neue Hoffnung und Kraft zu schenken! Man möchte jedem Verzweifelten einen solchen Engel wie Clarence wünschen! Und diejenigen, die dieses Meisterwerk als "langweilig, dümmlich" oder als "Hollywood-Ramsch" bezeichnen, haben seine Botschaft überhaupt nicht verstanden bzw. nicht verstehen wollen!
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