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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Engeln und Dämonen
Man muss nicht der größte Fan des Fantasy-Genres sein, um an „Die dunklen Gasse des Himmels“ seinen Gefallen zu finden. Das Buch hat alles, was eine mitreißende Lektüre braucht: Liebe, sinistre Verschwörungen, Action und jede Menge Humor.

Seinen großen Reiz zieht das Buch vor allem aus seiner Grundidee: Alles, was...
Vor 19 Monaten von Marius veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Geniale Idee, in der Story nur mittelmässig umgesetzt
>>>ACHTUNG mögliche Spoiler<<<

Tad Williams ist mir mit seiner Serie "das Geheimnis der grossen Schwerter" noch sehr gut in Erinnerung. Noch heute, auch Jahre später finde ich diese Bücher als etwas vom Besten im Fantasy-Genre. Auch von der Bobby Dollar-Reihe habe ich viel Gutes gehört und insbesondere das...
Vor 2 Monaten von Der Commander veröffentlicht


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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Engeln und Dämonen, 6. August 2013
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Man muss nicht der größte Fan des Fantasy-Genres sein, um an „Die dunklen Gasse des Himmels“ seinen Gefallen zu finden. Das Buch hat alles, was eine mitreißende Lektüre braucht: Liebe, sinistre Verschwörungen, Action und jede Menge Humor.

Seinen großen Reiz zieht das Buch vor allem aus seiner Grundidee: Alles, was die Religionslehre des Christentums besagt, stimmt: Es gibt die Hölle und es gibt den Himmel. Bei unserem Ableben müssen wir uns vor vor einem himmlischen Richter verantworten und es wird abgewogen, ob man in den Himmel oder Hölle oder doch eher ins Fegefeuer muss.
Die Anwälte des Himmels sind dabei Engel wie etwas Bobby Dollar, der eigentlich auf den Namen Doloriel hört und ein für einen Engel ziemlich atypisches Leben führt. Abhängen in Bars, permanentes Herumblödeln und eine eher widerwillige Arbeitsmoral kennzeichnen sein tägliches Leben.
Das bei seinem Beruf auch eine gehörige Dosis Action auf der Tagesordnung steht, ist vor allem seinem Temperament und seiner großen Klappe geschuldet. So erleben wir Bobby Dollar gleich zu Beginn des Romans, wie er sich in bester Bruce-Willis-Manier durch einen Bürokomplex ballert und kämpft.

Das mag auf dem Papier alles nach einem kruden Amalgam aus Action-Versätzen gepaart mit Dantes „Divina Commedia“ klingen, doch „Die dunklen Gassen des Himmels“ ist ein rundes und überzeugendes Gesamtkunstwerk, das den Auftakt zu einer Trilogie um Bobby Dollar darstellt. Die Geschichte des ersten Bandes präsentiert sich allerdings abgeschlossen und verknüpft alle losen Fäden miteinander.
Das Buch ist – auch dank der gelungenen Übertragung ins Deutsche durch Cornelia Holfelder-von der Tann- ein einziger Lesegenuss, der weder mit Pointen noch mit Action geizt und dabei auch die Grundidee von Himmel und Hölle schlüssig erklärt. Nach und nach wird man von Bobby Dollar, dem Ich-Erzähler, in die Geheimnisse des Himmels und der Hölle und die Besonderheiten der verschiedenen Engel und Dämonen eingeführt.

„Die dunklen Gassen des Himmels“ ist beste Fantasy-Lektüre auch für diejenigen Leser, die normalerweise diesem Genre nicht allzuviel abgewinnen können. Ein großartiger Lesespaß, der auf eine möglichst kurze Wartedauer für Bobby Dollar 2 hoffen lässt.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tad Williams, mal anders - immer großartig, 24. Juli 2013
Von 
Sursulapitschi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das wollten wir doch immer schon wissen, und ich weiß es jetzt.
Es gibt ihn wirklich. Es gibt den Himmel, die Hölle, Engel, Teufel und Dämonen und den Höchsten, den gibt es auch (obwohl ihn noch keiner gesehen hat).

Einige der Engel und Dämonen leben sogar in menschlichen Körpern auf der Erde, und einer davon ist Bobby Dollar. Er ist Anwaltsengel, der die Seele eines frisch Verstorbenen gegen die Höllenankläger verteidigt. Die Engel in irdischen Diensten sind lässige, hart gesottene Einzelkämpfer, die trinken, rauchen und stets bewaffnet sind, und der coolste von allen ist Bobby.
Als plötzlich aus ungeklärten Gründen Seelen verschwinden, gerät er zwischen die Fronten, wird von himmlischen Vertretern beobachtet und von Dämonen gejagt. Es beginnt ein aktionreiches Abenteuer mit Kämpfen, Schießereien, Verfolgungsjagden und schrägen Typen jeder Art.

Es liest sich nicht so locker weg, wie man es von Tad Williams gewöhnt ist, weil uns der Autor diesmal beweisen will, dass es auch komisch sein kann. (Und er kann es!) Das heißt zum einen, dass jeder zweite Satz einen subtilen Gag beinhaltet, und zum anderen hat er hier die Weitschweifigkeit zur Kunstform erhoben. Streift beispielsweise Bobby Dollar auf seinem (Flucht!)Weg zufällig die Stanford University, dann bekommt der Leser mitten im Kugelhagel noch mal eben die Geschichte der Universität erklärt.

Ich habe dieses Buch mit größtem Vergnügen gelesen. Es ist spannend, originell und witzig. Das Allerbeste: Am Ende steht Ende, und das ist auch so gemeint. Dieses Buch ist zwar der erste Teil einer Trilogie, aber das Grundproblem dieses Teils wird abgeschlossen. Wir können uns entspannt zurücklehnen, und auf Teil zwei warten. Toll!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Himmel ist ganz anders als gedacht, 25. Februar 2014
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Bobby Dollar treibt sich gern in Bars herum und ist auch sonst kein Kind von Traurigkeit.
Einen Engel hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Aber Bobby ist eben nicht einer dieser strahlenden Erzengel im Himmel, sondern hält sich als Anwaltsengel auf der Erde auf. Was ihm auch viel mehr Spaß bereitet.

Wenn er zu einem Toten gerufen wird, muss er dessen Seele vor dem Richter verteidigen, mit der Hilfe des Schutzengels und gegen den gegnerischen Anwalt der Hölle. Kein leichter Job, denn Fairplay ist für Höllenbewohner ein Fremdwort. Dabei geht es ums Ganze für die arme Seele: Himmel, Hölle oder lange Zeit im Fegefeuer.

Bei einem der Toten passiert etwas Unglaubliches. Die Seele ist unauffindbar. Verschwunden. Aber nach dem Abkommen, das zwischen dem Himmel und der Hölle besteht, ist das gar nicht möglich. Als noch weitere Seelen verschwinden, und ein Anwalt der Hölle getötet wird, spitzt sich die Lage zu. Besonders für Bobby Dollar, der sich vor seinen Vorgesetzten rechtfertigen muss und es mit unangenehmen Besuchern aus der Hölle zu tun bekommt.

Und dann verliebt Bobby sich auch noch, natürlich in die Falsche. Also noch ein Grund mehr, zu leiden.
„An jemanden zu denken, den man nicht haben kann, ist eine spezielle Art von Hölle, die man herbeibeschwören kann, ohne auch nur ein einziges Pentagramm zu zeichnen.“

Nein, er hat es nicht einfach, aber unterkriegen lässt sich dieser recht menschliche Engel nicht so leicht.

Diese Mischung aus Fantasyroman und Hardboiled-Krimi macht einfach Spaß, besonders wegen der vielen liebevollen Details, wie z.B. dem Benachrichtigungston eines Diensthandys (HAA-lle-lu-ja).

Der Himmelsentwurf ist in sich schlüssig und sehr beruhigend für Atheisten. „Wenn der Betreffende ein anständiges Leben vorzuweisen hat, nehmen wir ihn.“
Wer in den Himmel kommt, kann sich an sein früheres Leben nicht mehr erinnern, aber einige Charaktereigenschaften scheinen weiterhin zu bestehen, wie die Aufmüpfigkeit von Bobby Dollar zeigt, der sich über andere Himmelsbewohner lustig macht: „(…) einer von diesen armen Idioten, die in den Gefilden der Seligen herumtanzen und noch etwa so viel Persönlichkeit besitzen wie ein mit Glückspillen vollgepumpter Patient in der Psychiatrie".

Die Geschichte wird aus der Sicht von Bobby Dollar erzählt und hat daher einen schnodderigen Unterton, der auch vor seinen Vorgesetzten nicht halt macht. „Der Himmel ist echt ein hinterhältiger Laden.“

Diesen sperrigen Engel habe ich ins Herz geschlossen, und auch die anderen Charaktere sind liebevoll gestaltet. Selbst die höllischen.
Trotz einiger kleinerer Längen hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten und ich freue mich auf den nächsten Band.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wege des Himmels und der Hölle sind unerforschlich, aber beide haben überall ihre Finger drin und das selten durch Zufall, 22. November 2013
Von 
Yo! Die Grundidee ist schon mal nicht schlecht, auch wenn es schon genügend Abhandlungen darüber gegeben hat. Aber Tad Williams Leser gehen einfach mal davon aus, dass er etwas Besonderes draus macht. In DIE DUNKLEN GASSEN DES HIMMELS geht's letztendlich um Himmel und Hölle, die Guten und die weniger Guten, Engel und Teufel... Nur dass in BOBBY DOLLAR 1 die Engel quasi Anwälte sind und beim Tod eines Erdenbewohners gerufen werden. Aber auch von weiter unten kommen Kontrahenten hinzu, die Ankläger. Richter richten und die Schutzengel werden befragt, wie es zum Tod kommen konnte. Die Engel-Anwälte leben in einer sterblichen Hülle und wandeln auf Erden, bzw. sie treiben sich in der Kneipe herum, lassen die Juke-Box spielen und kippen sich gerne einen hinter die Binde.

Da hat sich Tad Williams also schon ein bisschen was einfallen lassen. Auf den ersten 10 % funktioniert das auch wunderbar, Protagonist Bobby Dollar erzählt die Geschichte in der Ich-Form und lässt den Leser am himmlischen Verfahren und dem Kampf um die Seelen teil haben, ohne das es langweilt. Prompt verschwindet dann auch noch eine Seele - kommt einfach so abhanden - ehe geklärt werden konnte ob diese nach oben oder hinab fahren darf. Wenig später ist der teuflische Ankläger tot - und der Leser fragt sich, ob Williams die Geschichte spannend bis zum Ende führen kann.

Bobby Dollar trifft noch einige illustre Gestalten: einen Wer-Eber, eine Ministerin der Hölle, den G-Man, Hochkanzler Urgulap, einen Ghallu (ein lebendes Stück Alte Nacht) und auch Foxy-Foxy, der das Glitzi-Glitzi sucht. Er wandelt vom Innerhalb ins Außerhalb und zurück, bekommt es mit der Magianischen Gesellschaft zu tun und überlebt das Ganze nur, weil er früher Mitglied der Counterstrike-Einheit Lyra und somit einer der Harfenmänner war.

Mein erster Gedanke bei der Lektüre war: He, da sind doch Anleihen von GOTT BEWAHRE oder dem Film Stadt der Engel drin! Vielleicht ist es sogar so, aber beim Lesen ist das egal, weil die Lektüre einfach Spaß macht. Manche Szenen sind gar cartoonhaft überzogen und für den Fall einer Verfilmung bin ich mir nicht sicher, ob ich einem Cartoon oder einem animierten Film vor der Realverfilmung den Vorzug geben würde.

DIE DUNKLEN GASSEN DES HIMMELS enthält Liebe und Tod, Freundschaft und Verrat, Geheimnisse und Witz und ist so ganz was anderes als die Bücher, die ich bisher von Williams gelesen habe. Aber trotzdem gut konzeptioniert und flippig umgesetzt.

Ach so, ob Tad Williams die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten kann? Ja, eigentlich schon. Die zweite Hälfte des Buches ist nicht mehr ganz so gut wie der Anfang (was dann auch dazu führt, dass BOBBY DOLLAR 1 knapp an 5 Sternen vorbei schrammt), aber trotzdem ganz klar ein 4 Sterne Anwärter.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Himmel und Hölle auf Tuchfühlung, 9. November 2013
In dem Roman "Die dunklen Gassen des Himmels – Bobby Dollar 1" von Tad Williams, erschienen am 24.07.13 in der Hobbit Presse des Klett-Cotta Verlags, geht es um den Anwaltsengel Doloriel, auf Erden Bobby Dollar genannt, welcher in eine große Verschwörung zwischen Himmel und Hölle gerät.

Alles war wie immer, als Bobby Dollar den Klienten seines Kollegen und besten Freundes Sam übernahm. Doch dieser Klient namens Edward Lynes Walker, der nicht nur unter den Lebenden bekannt war, sollte auch noch nach seinem Tod für viel Furore sorgen.
Walker's Seele, über die nun hätte gerichtet werden sollen, verschwindet urplötzlich, ist einfach unauffindbar. Was bisher für unmöglich galt wird Wirklichkeit. Eine Seele verschwindet aus dem Außerhalb. Und diese Seele sollte nur eine von vielen sein.
Nun stand Dollar mitten in einem Debakel, welches sein Erdenleben völlig auf den Kopf stellen sollte. Seine wissbegierige und etwas unkonventionelle Art, treiben ihn nun von einer waghalsigen Unternehmung in die nächste und er landet im Kreuzfeuer von Himmel und Hölle.
Dollar erfährt mehr als gesund für ihn ist und muss immer wieder um sein Leben fürchten. Am Ende steht er vor einer sehr schwerwiegenden Entscheidung und verliert dabei so manches.

Die Geschichte von Bobby Dollar ist mitreißend erzählt. Dieses Buch ist gespickt mit Action, Humor und einer Prise Leidenschaft. Der kaputte Chor des Compasses ist durchweg unterhaltsam und sympathisch und man bekommt, ein etwas anderes Bild von den Himmelsvertretern.
Die Sprache ist oftmals sehr ruppig, ebenso wie das Verhalten von Dollar und seinen Freunden. Der Leser selbst, wird auch angesprochen, indem man quasi erklärt bekommt, wie es im Himmel abläuft oder man bekommt die Gedankengänge von Bobby Dollar unmittelbar aufgetischt und erhält dadurch einen Einblick in seine Gedankenwelt.
Diese ganze Intrige zwischen Himmel und Hölle wird Seite um Seite, entblättert und Dollar übt sich trotz aller Widrigkeiten, als eigenbrödlerischer und leicht selbstmörderischer Detektiv. Wobei manche Aktionen wirklich so unüberlegt sind, dass man nur noch den Kopf schütteln könnte. Aber gut das Protagonisten nicht so schnell sterben.
Die Beschreibungen vom Himmel und der himmlischen Stadt stören mich hin und wieder, da sich dort oft Wiederholungen auftun und die Erklärungen immer so schwammig und wage sind. Es soll wahrscheinlich so sein, aber es trifft nicht meinen Geschmack.
Was mir jedoch besonders gefällt ist die Sache zwischen Bobby Dollar und der Gräfin von Coldhands, einer Dämonin aus dem Höllenadel. Ich mag solche Entwicklungen und fand es eine schöne Abwechslung zu den häufigen, actiongeladenen Szenen in denen Dollar eigentlich nur um sein Leben rennt oder fährt und um sich schießt.
Der Schauplatz des ganzen, San Judas, wird schön ins Licht gerückt und man fühlt sich manchmal fast schon heimisch in diesen Straßen, welche Bobby wärend seiner Abenteuer, manchmal in Trümmern liegend, zurücklässt. Nichtsdestotrotz, finde ich es gut, wenn man den Ort des Geschehens auch in die Handlung miteinbezieht, so wirkt die Geschichte noch realer und nahezu greifbar. Wobei ich mich manchmal frage, ob der ganze Schaden den Dollar unbeabsichtigt hinter sich her zieht, nicht doch etwas zu viel in kurzer Zeit war.
Das Ende des ersten Bandes hat mich etwas enttäuscht zurückgelassen. Vielleicht habe ich noch etwas mehr erwartet, aufjedenfall waren noch viele Fragen offen, doch einen wirklichen Cliffhänger gab es nicht, aber ansonsten würde ich mir wohl auch die Haare raufen, bis der zweite Teil der Trilogie auf den deutschen Markt kommt. Es hat auch alles seine Vorteile.

Mein Fazit: Wer die Thematik Dämonen versus Engel mag und sich gerne von actiongeladenen Verfolgungen und überdimensonalen Intrigen mitreißen lässt, ist mit diesem Buch gut bedient. Dieser Roman hat das gewisse Etwas und ist ein gelungener Auftrakt zu einer neuen vielversprechenden Trilogie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Himmel, Hölle, und was noch?, 6. September 2013
Achtung! Enthält Beschreibungen zum Inhalt!

Bobby Dollar (eigentlich Doloriel) ist ein Engel. Doch kein gewöhnlicher Engel - weder in der Hinsicht, wie sich vielleicht der ein oder andere Engel vorstellen mag, noch in der Hinsicht, wie sie im Buch beschrieben werden. Denn Bobby Dollar macht sich so seine eigenen Gedanken zum Erd; - Himmel; - und Höllengeschehen und setzt diese Gedanken dann auch in die Tat um ...

Im Buch werden verschiedene Arten von Engeln dargestellt, von Schutzengeln über Anwaltsengel (erdgebunden) bin hin zu den ganz hohen Hierarchien im Himmel. Die Hauptperson, Bobby Dollar, ist ein Anwaltsengel. Wenn ein Mensch stirbt, kommt ein Vertreter des Himmels, ein Ankläger aus der Hölle und ein Richter. Nun wird das Leben des Verstorbenen behandelt und am Ende entscheidet der Richter, nach den Verteidigungspunkten des Engels und den Anklagepunkten der Gegenseite, wohin die ewige Seele wandern soll.
Bei einem dieser Fälle verschwindet auf einmal die Seele- was noch nie vorgekommen ist. Immer mehr Seelen verschwinden und der Himmel, als auch die Hölle sind in Aufruhr. Aber auch Bobby Dollar hat seine eigenen Probleme: Der Himmel lässt ihn überwachen, die Vertreter der Hölle wollen ihm an den Kragen (oder aber das Gegenteil) und durch seine eigenen Ermittlungen bringt er sich selbst immer mehr und mehr in das Geschehen ein. Wie das alles am Ende zusammenhängt ... darf jeder allein herausfinden :-)

Meine Meinung:
Bobby Dollar ist nicht die sympathischste Haupfigur, die man sich vorstellen kann, aber gerade Ecken und Kanten machen Personen so interessant. Im Vergleich zu den Nebenfiguren, wie Bobbys Freunde, wird er recht umfassend eingeführt.
Wahnsinn ist die neue Idee, wie so der Himmel und die Hölle, aber auch die Erde funktionieren. Der Autor schafft ein Meisterwerk an Zusammenhängen und Konstrukten- alles in sich schlüssig und anschaulich. Auch wenn es im Buch etwas zu romantisierund dargestellt war, hat mir auch die Stelle gefallen, an der Bobby Dollar Himmel Himmel und Hölle Hölle sein lässt und sich mit einer Dämonin zusammentut.

Für Fantasyfans, die einmal etwas Neues, außerhalb von Vampiren, Zauberern und Elfen erleben wollen- absolutes Muss!
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3.0 von 5 Sternen Geniale Idee, in der Story nur mittelmässig umgesetzt, 12. Dezember 2014
>>>ACHTUNG mögliche Spoiler<<<

Tad Williams ist mir mit seiner Serie "das Geheimnis der grossen Schwerter" noch sehr gut in Erinnerung. Noch heute, auch Jahre später finde ich diese Bücher als etwas vom Besten im Fantasy-Genre. Auch von der Bobby Dollar-Reihe habe ich viel Gutes gehört und insbesondere das Hörbuch wurde mir ans Herz gelegt.

Die Übersetzung wurde - das muss man ohne wenn und aber zugestehen - in einer flüssigen Art und Weise bewerkstelligt. Der zweifelsfrei grossartige sarkastische Humor von Williams konnte so in unsere Sprache verpackt werden, dass es einem mehr als einen Lacher pro fünf Minuten entlockt. Insbesondere die ausgeführten Gedanken von Bobby und die Dialoge sind herrlich komisch und dies macht mitunter viel von diesem Buch aus.

Nach der Askir-Reihe von Richard Schwartz, gelesen von Michael Hansonis, glaubte ich nicht noch einmal einen besseren Erzähler für ein Hörbuch zu erleben. Doch da wurde ich getäuscht. Simon Jäger setzt dieser Kunst die Krone auf. Der gute Mann kann ohne mit der Wimper zu zucken so authentisch die Stimmen von Charakteren über das ganze Buch hinweg sprechen, dass sie nicht nur zweifelsfrei wiedererkennbar sind, man versetzt sich richtiggehend in die Dialoge und Erzählungen hinein. Ihm alleine ist es zu verdanken, dass der nicht immer vorhandene Spannungsbogen überbrückt werden kann. Für das Hörbuch gebe ich deshalb die totale Kaufempfehlung ab.

Die Story wurde hier schon einige Male wiedergegeben. Bobby Dollar ist ein Engel auf Erden aus Fleisch und Blut. Gegen ebensolche Kontrahänten aus der Hölle versucht er vor einem Richter, frisch Verstorbenen zu ermöglichen, die Seele in den Himmel zu bringen. Er ist also ein Anwaltsengel von der Partei des Himmels. Wenn der Aspekt von Himmel und Hölle, Engeln und Dämonen nicht wäre, so könnte man meinen es handle sich um einen Kriminalroman. Weite Teile spielen in der Geschichte auf der Erde der Neuzeit und vielleicht macht genau dies den Reiz für die meisten Leser und Hörer aus. Sehr viel Potential ergibt sich aus dieser Grundlage und zu Beginn könnte man meinen, Williams schafft es auch das Maximum herauszuholen. Meiner Meinung nach ist ihm dies nicht gelungen.

Charaktere wachsen einem ans Herz. Man will unbedingt wissen, warum Bobby Dollar plötzlich ins Kreuzfeuer von üblen Machenschaften gerät, die er zunächst gar nicht versteht. Jedoch verflacht die Geschichte und ich hatte mehrfach den Eindruck, mit ellenlangen Beschreibungen und Detailverliebtheit wird das Buch unnötig gestreckt. Eine Liebesgeschichte passt hier ganz gut ins Bild. Insbesondere da die verbotene Liaison das Salz in der Suppe ist. Schlussendlich wird Bobby Dollar in regelmässigen Abständen von seinen imaginären Verfolgern eingeholt und er schafft es immer wieder, diesen zu entkommen. Der Schluss ist alles andere als spektakulär, für mich sogar fast plump umgesetzt. Nach einem weiteren heroischen Sieg gegen einen bösen Widersacher löst sich das Rätsel einfach auf. In einem Dialog wird Bobby Dollar die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert. Mitunter war dann alles doch reichlich zufällig und für mich wirkte damit auch die ganze Story zu fest konstruiert. Bei einem Fantasy-Roman ist dies in der Natur der Sache, hier jedoch zuviel des Guten.

Für Fans von Tad Williams ein guter Tipp. Auch für Liebhaber von sarkastischem Humor. Ich höre nun noch etwas in den zweiten Teil rein. Dann entscheide ich, ob ich zu Ende hören werde.
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5.0 von 5 Sternen Bobby Dollar die Erste, 7. Dezember 2014
Ich bin ein ganz alter Tad-Williams-Fan. Der Drachenbeinthron ist noch immer meine Lielingsfantasy-Reihe. Auch Otherland habe ich sehr gerne gelesen. Dieser Tad Williams "Die dunklen Gassen des Himmels" ist ganz anders, als sein gewohnter Schreibstil. Moderner und knackiger, vielleicht auch mehr an eine jüngere Zielgruppe gerichtet. Keine übliche Fantasy-Geschichte sondern etwas über die seit neuestem so beliebten Engel. Und bei Tad Williams sind die Engel keine ätherischen, esoterisch angehauchten und vergeistigten überirdischen Geschöpfe, sondern durchaus robuste und abgeklärte Gesellen, die gegen Dämonen kämpfen können und schnell mal einen flotten Spruch auf der Lippe haben. Bobby Dollar, der Held dieser Geschichte, ist ein Anwalt der kürzlich Verstorbenen und soll den Seelen helfen in den Himmel zu kommen und nicht in die Hölle gesch ickt zu werden. Allerdings ist plötzlich eine Seele verschwunden und es läuft auch anders schief dieser Tage und der Anwalts-Engel gerät in einige brenzlige Situationen und kommt mir über weite Schrecken eher wie ein Privatermittler ala Jack Nicholson vor - irgendwie hatte ich ständig den in Das China-Syndrom vor Augen, wenn ich an Bobby Dollar dachte. Oder eine Krimiserie, da er ständig bei seinen Vorgesetzten Engeln angeckt.
Das Buch ist nicht so episch wie die Vorgänger-Reihen, die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen aber mit einem Trilogie-übergreifenden Plot, der am Ende noch offen im Raum steht.
Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass mir das Buch so gut gefiel, da ich eigentlich kein Urban-Fan bin und es anfangs schade fand, dass Williams neue Wege bestreitet. Im nachhinein hatte ich aber soviel Spaß beim Lesen, dass ich das Buch hochzufrieden zugeklappt habe und mich sehr auf den zweiten Teil freue.
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3.0 von 5 Sternen Zwischen Gut und Böse steht Bobby, 20. Juni 2014
>>> ACHTUNG! SPOILER!!! <<<

Das es Engel gibt ist keine neue Geschichte, ebenso wenig wie die Mythen um Hölle und Himmel in die man nach dem Tod fährt bzw. aufsteigt. Doch neu ist das man, direkt nach seinem Tod eine Gerichtsverhandlung bekommt. Hier tauchen neben einem Richter ein düsterer Dämon aus der Unterwelt als Ankläger und ein gleißend heller Verteidiger aus dem Himmel. Nun versuchen beide Seiten die Seele des Verstorbenen, durch Argumente die euer Leben betreffen, auf ihre Seite zu bekommen. Der Tote selbst darf sich gar nicht äußern, bekommt aber mit wie um seine Seele geschachert wird. – Muss schon ein ziemlicher Schock sein. Kaum wird einem klar dass man grade gestorben ist, trifft man auf Dämonen die über das Schicksal seiner Seele entscheiden… Aber eine äußerst spannende Idee.
Der Leser begleitet hier einen Engel namens Bobby bei seinen „Geschäften“. Im Gegensatz zu den Beschreibungen über Himmel und Himmel im klassischen Sinne hat Tad Williams hier eine eigene Version geschaffen. Engel sind hier keine Unschuldslämmer, besonders nicht Bobby, sie sitzen auch in der Bar, trinken Alkohol, feiern gerne, … Und ohnehin ist Bobby ein äußerst zynisches Exemplar. – Das machte ihn mir auf Anhieb sympathisch!

Aber natürlich geht es hier nicht darum das Arbeitsleben des Engels zu verfolgen. Denn auf einmal sind alle hinter Bobby her und der hat keine Ahnung warum. Nach und nach bekommt er raus, dass er etwas gestohlen haben soll. Da er immer noch nicht weiß was behauptet er einfach das er dieses „Dings“ verkaufen will. Ein riskantes Spiel, denn auch die Wesen der Hölle sind scharf darauf.
Mehr durch Zufall offenbart sich Bobby was sich wirklich zugetragen hat und das Feind und Freund manchmal nichts mit Gut und Böse zu tun haben – und das selbst die Liebe Grenzen überschreiten kann.
Der Schreibstil ist angenehm, wenn auch eher etwas salopp. Bei Fantasyromanen erwarte ich eher Ausschmückendes, ein leichtes Abschweifen und .. ja, irgendwie vieles was nicht ganz so in „unsere menschliche“ Welt gehört. Fantasy eben. In diesem Roman fehlt mir das leider. Zwar gibt es einige bildliche und auch gute Beschreibungen, bspw. ein Engel der an seinen Sehen aufgehängt wurde, aber das ist mir persönlich zu wenig.
Ansonsten ist der Roman sehr flüssig und zügig zu lesen. Mit Fachwörtern oder ähnlichem schmeißt der Autor hier glücklicherweise nicht um sich.

~°~ Fazit ~°~
Die Idee zu diesem Buch ist wirklich toll. Eben einfach mal etwas anderes. An der Umsetzung hapert es dann aber leider, denn der Roman ist leider recht fad. Für eine einfache „Zeitvertreibsliteratur“
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4.0 von 5 Sternen Ein Buch, dass einen auf den Boden zurück bringt, 13. Januar 2014
Alles in Allem hat mir der erste Teil von Tad Williams "Die Dunklen Gassen des Himmels" gut gefallen. Mit seiner Art das Wirken von Himmel und Hölle zu beschreiben scheint ihm ein unerwarteter, aber in sich logischer Aufbau gelungen zu sein. Er bringt die Engel, von deren Wesen man sonst eine eher abstrakte und nicht greifbare Vorstellung hat, in eine (menschliche) Form, die man sich gut vorstellen kann. Die "Anwälte" die versuchen Verstorbenen dazu zu verhelfen in den Himmel zu kommen, sind Persönlichkeiten, die, Jedenfalls in Falle des Protagonisten Bobby Doller, sehr mit dem System und der Undurchschaubarkeit der von Tad Williams dargestellten Welt zu Kämpfen haben. Alle führen ein eher unstetes und einsames Leben und nicht wenige haben mit Lastern, wie zum Beispiel den Alkoholismus, zu kämpfen.
Das Buch bietet viele Passagen und Aussagen, die zum Nachdenken anregen und lässt die Leser die innere Zerrissenheit Dollers Nachempfinden, wenn er Zwischen Pflicht und eigenem Wohlbefinden entscheiden muss, und versucht die immer wieder aufkeimenden Zweifel am undurchsichtigen "Großen Plan" niederzukämpfen.
Immer wieder gibt es Kapitel und Abschnitte, in denen sich die Handlung sehr zu ziehen scheint, was ich jedoch ganz angenehm fand, da es sich nicht um eines der Bücher handelt die man in ein, zwei Tagen durchgelesen hat und nach denen man enttäuscht ist, weil man das Gefühl hat den Lesestoff allzu schnell verschlungen zu haben. Das Buch lässt sich schön in kurzen und (mehr oder weniger) regelmäßigen Etappen lesen, wobei man den Faden der Geschichte auch nicht verliert, wenn man das Buch mal ein paar Tage zur Seite legt.
Zudem gehören ausführliche und (je nach Ansichtssache manchmal langweilige) Beschreibungen zum Stil Tad Williams, was die Qualität seiner Werke meiner Meinung nach aber nicht schmälert.
Das Buch ist vielleicht keines, in das man sich nach einem anstrengendem Tag noch allzu sehr vertiefen kann, aber wer Lektüre sucht, die einen gewissen Anspruch hat und trotzdem unterhaltend ist, der sollte es mal mit "Den Dunklen Gassen des Himmels" probieren.
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