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5.0 von 5 Sternen Katharsis
Wer das großartige Buch "Politik der Würde" (1997) des Philosophen Avishai Margalit gelesen hat, in dem es um die Frage geht, inwieweit gesellschaftliche Institutionen die Selbstachtung und Würde von Menschen nicht verletzen dürfen, findet hier ein gelungenes Pendant dazu. Auch bei Bieri ist Würde kein metaphysischer Begriff, sondern mit...
Vor 10 Monaten von Hans-Uwe Rösner veröffentlicht

versus
37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönlich gefärbtes Kaleidoskop
Nun also Würde. Peter Bieri, bekannt durch seinen spektakulären und faszinierenden Versuch, Willensfreiheit mit Determinismus zu versöhnen und als "Handwerk der Freiheit" neu zu buchstabieren, setzt sich wieder mit einer grundlegenden aufklärerischen Idee auseinander: der Würde des Menschen. Der Begriff wird in seiner schillernden...
Vor 8 Monaten von xekinai_mia veröffentlicht


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75 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katharsis, 17. September 2013
Von 
Hans-Uwe Rösner (Trier, Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wer das großartige Buch "Politik der Würde" (1997) des Philosophen Avishai Margalit gelesen hat, in dem es um die Frage geht, inwieweit gesellschaftliche Institutionen die Selbstachtung und Würde von Menschen nicht verletzen dürfen, findet hier ein gelungenes Pendant dazu. Auch bei Bieri ist Würde kein metaphysischer Begriff, sondern mit vielschichten Erfahrungen verbunden, in denen drei Aspekte zusammenfließen: Wie behandeln mich die anderen? Wie stehe ich zu den anderen? Wie stehe ich zu mir selbst? Dabei will der Autor keine Theorie verfassen, mit der vorgeschrieben wird, wie man über diese Dimensionen des menschlichen Lebens zu denken hätte. Vielmehr ist das Buch "in der Tonlage des Ausprobierens geschrieben. Nicht beweisen wollte ich, sondern sichtbar und verstehbar machen." (16) Der Begriff der Würde ist für Bieri gleichsam eine notwendige Erfindung des Menschen, die mit der existenziellen Erfahrung seiner Gefährdung und Unvollkommenheit einhergeht: "Die Würde des Menschen zu verstehen, heißt nicht, diese Unvollkommenheit zu übertünchen und wegzudeuten. Es heißt sie anzuerkennen und in ihrer unübersichtlichen Logik aufzuklären." (15)

Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt, in denen Würde als Selbständigkeit, Begegnung, Achtung von Intimität, Wahrhaftigkeit, Selbstachtung, moralische Integrität, Sinn für das Wichtige und Anerkennung der Endlichkeit beleuchtet wird. Anhand zahlreicher Beispiele aus der eigenen Lebenserfahrung und Literatur analysiert Bieri würdeverletzende Begebenheiten, die berühren, ergreifen, empören und, das ist das Entscheidende, vor allem zum Nachdenken anregen. Im Stile der platonischen Dialoge soll der Leserin bzw. dem Leser deutlich werden: Über den Begriff der Würde lässt sich trefflich streiten, er verfällt nicht der Beliebigkeit, seine Geltung transzendiert oftmals kulturelle Kontexte.

Wann wird Fürsorge zur entwürdigenden Bevormundung? Wie kommt es zum Verlust der Würde durch Hörigkeit? Inwiefern ist der Gang zum Therapeuten Ausdruck von Würde? Was tragen Arbeit und Anerkennung zur Würde bei? Warum kann eine verweigerte Begründung entwürdigen? Inwieweit ist Mitleid eine Geste der Demütigung? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Würde und Intimität bzw. Scham? Was sind würdelose Offenbarungen? Inwieweit bedarf es der Aufrichtigkeit vor sich und anderen, um seine Würde nicht zu verlieren? Gibt es einen objektiven Maßstab für Selbstachtung? Warum kann moralisches Tun dazu führen, das Gefühl für die eigene Würde zu steigern? Warum müssen die Grenzen der Würdeverletzungen aus moralischer Not eng gezogen werden? Inwieweit spielt Würde an den Grenzen des Lebens eine Rolle?

Bieri konfrontiert uns mit ergreifenden Geschichten über das Verlieren und Wiedergewinnen der Würde. Das Buch nötigt einen förmlich zur Auseinandersetzung mit sich selbst, weil es fast zwangsläufig dazu führt, das Gelesene auf das eigene Leben zu beziehen und eigene Abwägungen vorzunehmen, nicht mit roter Robe, sondern mit der Absicht, die Dinge in eine richtige Balance oder sogar zur Versöhnung zu bringen. Das Buch ist nicht mit der Aufforderung geschrieben, sein Leben zu ändern, sondern mit dem Aufruf verbunden, mehr Klarheit darüber zu gewinnen, wenn es um die Reflexionen über Erfahrungen geht, die sich als Verletzungen in die Seele gebrannt haben. Nicht zuletzt: Bieri ist einer der nicht so häufig anzutreffenden Philosophen, die nicht nur gedanklich tiefsinnig, sondern auch sprachlich brillant schreiben können.
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45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die Würde des Menschen ist unantastbar.", 27. August 2013
Von 
Wenn das Grundgesetz, im sogenannten Ewigkeitsparagraphen Art.79 III GG, auch die Würde des Menschen für immer schützt, dann haben die Personen die das GG (Grundgesetz) formulierten sich schon etwas dabei gedacht.
Was aber ist Würde und was die schützenswerte Würde des Menschen?
Der Autor und Philosoph Peter Bieri, hat hier ein lesenswertes Buch mit sehr tiefsinnigen Reflektionen zur Würde des Menschen geschrieben. Der Autor berührt dabei den Leser immer wieder mit seinen Betrachtungen.

Sehr schön sind die gebildeten Gegensatzpaare z.B. Würde auf der einen Seite und Demütigung und Ohnmacht auf der anderen Seite.
Würde hat auch etwas mit innerer Selbständigkeit zu tun. Diese kann aber auch durch verinnerlichte Autorität im Gegenzug zu einer inneren Versklavung führen. Als Gegenmaßnahme rät der Autor: "Wenn es einem gelingt den Radius der Selbsterkenntnis nach innen zu vergrößern, verringert sich die Gefahr der Ohnmacht und Demütigung." S.82

"Zur Würde des Menschen" gehört für den Autor ferner die Einsicht, dass alle innere Selbständigkeit zerbrechlich ist, auf Sand gebaut. Diese Einsicht kann ein kostbares Gefühl der Solidarität entstehen lassen. (S.86)

Später bespricht der Autor die "Würde der Begegnung". Danach kann man Würde auch leicht durch Missachtung der anderen Person zerstören. Anderseits macht z.B. Mitleid mit einer anderen Person, diese klein. ("Ich bin der starke, Du der schwache." S.150)

Würde ist ferner auch Achtung vor Intimität. Wir brauchen einen Raum in dem wir mit uns allein sind (S.157). Ein Schutz in der inneren Zitadelle. Das Gegenteil bewirkt ein sich verlieren, ein sich fremd werden schreibt der Autor.

Auch die Gedanken zur "Würde als moralische Integrität" haben mir gefallen: "Dadurch dass ich andere in ihren Bedürfnissen achte und mein Tun danach ausrichte, erwerbe ich eine Form der Würde, die man moralische Würde nennen könnte." S.269f

Lesenswert sind seine Gedanken zur Würde und Schuld auf Seite 274ff.

Gelungen sind seine Gedanken zu der Würde als absolute moralische Grenze auf S.294ff und was die moralische Integrität gebietet.

Das Buch endet mit tiefsinnigen Betrachtungen zur "Würde als Sinn für das Wichtigste" S.309 und "Würde als Anerkennung der Endlichkeit" S.331

Fazit: Ein absolut unterhaltsames, gutes, lesenswertes und anspruchsvolles Buch!
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönlich gefärbtes Kaleidoskop, 23. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun also Würde. Peter Bieri, bekannt durch seinen spektakulären und faszinierenden Versuch, Willensfreiheit mit Determinismus zu versöhnen und als "Handwerk der Freiheit" neu zu buchstabieren, setzt sich wieder mit einer grundlegenden aufklärerischen Idee auseinander: der Würde des Menschen. Der Begriff wird in seiner schillernden Vielschichtigkeit abgetragen. In bekannter Bieri-Manier wird dem nachgespürt, was wir eigentlich meinen, wenn wir Würde sagen. Konkrete Situationen, konkrete Redeweisen schaut Bieri sich an und nimmt sie vorsichtig auseinander: Würde als Selbständigkeit, als Achtung vor Intimität, als Selbstachtung, als moralische Integrität...

Das ist reich und dicht und toll formuliert - und überzeugt mich dennoch weit weniger als das provokante "Handwerk der Freiheit". Zu assoziativ kommt das alles daher, es fehlt der klare, disziplinierte, argumentative Aufbau. Bieri ist stark, wo er sich mit Einwänden gegen sein Begriffsverständnis auseinandersetzt: Mit dem Kleinwüchsigen, der es nicht entwürdigend findet, beim "Zwergenweitwurf" geworfen zu werden, weil er damit freiwillig seinen Lebensunterhalt verdient. Mit den Facebook-Reisenden, die nichts Würdeloses daran sehen können, persönliche Details im Internet zu verbreiten, sondern für die das eine Frage von Transparenz und menschlichem Austausch ist.

Aber der Schlagabtausch bleibt häufig im Nirwana stehen. Die umstrittene Frage bleibt am Ende offen. Oder sie wird zwar beantwortet, aber es baut nichts darauf auf - es wird einfach eine neues Päckchen mit einer neuen Bedeutungsvariante geöffnet.
Und diese Auseinandersetzungen kommen zu selten vor. Bieri betreibt über lange Strecken Exegese statt Argumentation und allzu häufig und zu deutlich ist das die Exegese höchst persönlicher Empfindungen. Die Würdevorstellungen des mitteleuropäischen Bildungsbürgers werden dann zu allgemeinmenschlichen Würdevorstellungen, und es kommt zu so zweifelhaften Aussagen wie: Aberglauben ist würdelos. Am Ende bleibt man ziemlich ratlos mit einem Bündel unterschiedlichster (und erkennbar milieuspezifisch gefärbter) Bedeutungsnuancen statt einer einenden Idee zurück.

Gegen Ende reißt Bieri dann einige hochspannende Fragen an und behandelt sie sehr klug und berührend: Sinn des Lebens, Sinn für Proportionen, Schuld und Vergebung, Umgang mit Endlichkeit und Verfall. Leider allerdings nur sehr kurz, und mit Würde hat das nach meinem Empfinden nur noch am Rande zu tun. Es ist, als verwende Bieri den Begriff der Würde als großes Füllhorn für alles, was in einem Menschenleben wichtig sein kann - aber dafür ist der Begriff eigentlich zu klein.

Im Grunde, denke ich, ist alles viel einfacher. These: Es gibt an der Würde nichts Allgemeinmenschliches. Würde hängt an der Achtung. Wenn ich mich selbst achte, erlebe ich mich als würdig. Wenn ich mich so verhalte, dass andere mich achten (können), erleben die anderen mich als würdig. Und wenn mich jemand miss-achtet, erlebe ich selbst oder Dritte das als Verletzung meiner Würde. Würde ist ein Proxy für: Respekt verdienen oder bekommen.

Womit man sich aber Respekt verdient oder wofür man ihn bekommt, ist kulturell höchst relativ. In manchen Ländern geht eine respektable Frau verschleiert - und das Entblößen des Haares gilt als würdelos. In einer europäischen Fußgängerzone gilt es als würdelos, sich nackt auszuziehen und laut zu schreien - bei einem schamanischen Tanz bekommt der Schamane, der dasselbe tut, höchsten Respekt. Die Frage nach der Würde, die philosophisch so sperrig wirkt, lässt sich soziologisch ziemlich schlicht auflösen. Spannend wäre dann nicht die Frage: Was "ist" Würde? Sondern: Wie leben wir in Frieden in einer Welt zusammen, in der Würde eine zugleich so essenzielle und so kontroverse Vorstellung ist? Die Frage verliert man leider, wenn man Würde philosophisch essenzialisiert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abhandlung über das Denken, Fühlen und Handeln im Kontext zur Würde des Menschen., 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In Peter Bieris philosophischer Abhandlung geht es um die Würde des Menschen. Sie spielt in vielfachen Zusammenhängen eine gewichtige Rolle in unserem zwischenmenschlichen Leben. Der Autor will uns in seinem ausgezeichneten Werk die unterschiedlichen Zusammenhänge, in denen uns die Würde des Menschen beschäftigt, zugänglich machen.

Zu Beginn steht der Gedanke, dass die Würde des Menschen seine Selbständigkeit als Subjekt und seine Fähigkeit ist, über sein Leben selbst zu bestimmen. „Seine Würde zu achten, heißt, diese Fähigkeit zu achten.“ S 346 „Sterben ist das Geschehen, in dessen Verlauf die Selbständigkeit eines Menschen verloren geht.“

Peter Bieri führt uns durch das ganze alltägliche Leben mit seinen Zumutungen und Glücksmomenten bis zum Ende des Lebens mit den Verlusten an selbständigem Handeln und möglicherweise Denken.

Wo beginnt und endet unsere Selbständigkeit? Wie erleben wir uns als Zuschauer, Opfer oder in unserem Selbst im Angesicht von Würde oder Unmenschlichkeit?
Anhand zahlreicher Beispiele aus der täglichen Beobachtung, aus Literatur, bekannten Theaterstücken oder Filmen gelingt es Peter Bieri, uns die Abhängigkeiten, Zufälle, die schicksalhaften Verstrickungen oder auch Identitäten zu erläutern, mit denen wir es in unserem oder im Leben unserer Nächsten tun haben.
In seiner Einführung spricht der Autor über sein Vorhaben und gibt zu bedenken, „ .....wie vieles an den Rändern der Gedanken unklar und unsicher bleibt.“ Wie angenehm und sympathisch, dass hier einer sich nicht als Allwissenden präsentiert!

P.Bieri nimmt uns mit auf eine Gedankenreise, in der wir vieles an eigenem Erleben wiedererkennen und Klarheit über Gefühle und Irritationen erhalten, die unser Leben begleiten.
Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, das Gefühl als ein „Selbst“ wahrgenommen zu werden und nicht als eine „Sache“, spielen eine ebenso große Rolle wie die Diskurse über Distanz und Nähe.
Alles zusammengenommen handelt es sich hier um Tiefendimensionen, die eine deutliche Nähe zwischen Philosophie und Psychologie offenbar werden lassen.

Würde, Selbstachtung, moralische Integrität, Wahrhaftigkeit, Achtung vor Intimität und nicht zuletzt Anerkennung der Endlichkeit, die den Schluss der Abhandlung bildet, sind die Merkmale eines rundum gelungenen Abrisses über das, was unser Leben ausmacht.

Wie in der Einführung ebenfalls bemerkt werden hier bekannte und erfahrene Ereignisse und Wahrnehmungen in Worte gefasst und in Zusammenhänge gebracht, die uns alltägliche Dinge klarer sehen und verstehen lassen.

Peter Bieri verfasste bereits unter dem Pseudonym Pascale Mercier seinen ebenfalls philosophisch gefärbten Roman „ Nachtzug nach Lissabon“. Er lehrte an verschiedenen Universitäten, zuletzt an der Freien Universität in Berlin Philosophie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist Würde?, 19. November 2013
Von 
Felix-Ine - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das neue Sachbuch des Schweizer Philosophen Peter Bieri wurde vom Cover bewusst so "unscheinbar" gewählt. Der Autor bringt es gut zum Leser herüber: Mit nichts will sich "Eine Art Zu Leben" hervortun.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, ein bedeutsamer Satz und eine Aussage, eine einzigartige Seinsbestimmung zu besitzen..
Der Autor Bieri versteht sehr gut die täglichen Begebenheiten unseres zentralen Lebens unter gewisse Werte zu setzen. Würde, Respekt, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft, Begriffe die in unserer Zeit noch aktuell sind.
Der Schriftsteller Bieri zeigt uns die Werte unseres Lebens, wie wir Würde erlangen und wieder verlieren können, wie der tägliche Umgang untereinander uns und unsere Kinder prägt. Richtungsweisend für ein ganzes Leben ist ein würdevoller Umgang miteinander notwendig und unerlässlich.
Peter Bieri beschreibt, ohne etwas vorschreiben zu wollen. Er nimmt Bezug auf die Psyche des Menschen, vom Prägen und nicht geprägt sein und setzt soziale Maßstäbe.
Der Autor, als Pascal Mercier des Buches Nachtzug nach Lissabon hat dem Begriff "Würde" eine Definition gegeben: Eine Art WIE gelebt werden sollte.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bereichernd, 1. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Eine Art zu leben: Über die Vielfalt menschlicher Würde (Kindle Edition)
Ein interessantes,bereicherndes Buch.Vielseitig wird herausgearbeitet und an exemplarischen Beispielen verständnisvoll erklärt wo uns die Problematik trifft und wie wir uns verhalten können,müssten.Herr Bieri denkt so komplex über die Fragen und Antworten der Würde nach,dass für mich alles,fast alles,das ich schon selbst erlebt habe eine verständliche Antwort finde.Ein sehr empfehlenswertes Buch,das in jungen Jahren gelesen werden sollte.Danke,Herr Bieri
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5.0 von 5 Sternen Würde ist, wenn ..., 1. Juli 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Peter Bieri ist ein akademisch anerkannter Philosoph und seinem Wesen nach ein Literat. Das ist eine selten glückliche Kombination. Ob es nun um Beziehung, Intimität, Verantwortung,Schuld oder die Würde insgesamt geht: Die abstrakten Begriffe, mit denen der Philosoph hantiert, befühlt und probiert der Literat so lange, bis er sieauf den Boden des Lebens und der menschlichen Alltagserfahrung bringt. Das Ergebnis ist zugleich eines der weisesten und eines der spannendsten Bücher, das ich seit langem gelesen haben.

Ein Buch ganz nahe am Leben, das eben deswegen auf eine universale und "methodisch saubere" Darstellungsformel zu Würde verzichtet. Das viele Widersprüche auflöst, aber die letzten so stehen lässt, wie sie für uns bleiben müssen: unauflösbar.

Es gibt eine Würde, die wir als Gesellschaft jedem zugestehen, einfach indem er /sie als Mensch existiert. Weit darüber hinaus gibt es aber feinere Dimensionen der Würde, die aus der Bereitschaft des Einzelnen ersteht, von seinem souveränen Denk- und Urteilsvermögen Gebrauch zu machen. Sich seinen persönlichen Reim zu machen und seine Werte, Sehnsüchte auch gegen widrige Umstände zu leben. Eine die Würde wahrende Kultur ist - wenn ich Bieri richtig verstehe - eine Art produktiven Miteinanders, in dem die Individuen einander nicht nur fördern, sondern auch fordern, korrigieren und sanktionieren, ohne einander zu beschämen oder zu demütigen.

Würde ist eine offene Zukunft statt einer vorherbestimmten. Selbstachtung statt Selbstverachtung. Der Mut zur Wahrhaftigkeit statt die Bequemlichkeit der Verlogenheit. Konsistenz und Prinzipengeleitetheit statt Orientierungslosigkeit oder Beliebigkeit. Die Fähigkeit zur Intimität statt Bindungslosigkeit. Selbstbestimmtheit statt Fremdbestimmheit oder Unbestimmtheit. Peter Bieri hat eine würdige Art gefunden, über die Würde schreiben.
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5.0 von 5 Sternen zahlreiche Aspekte, 11. Juni 2014
Von 
Carla - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Vielfalt ist das richtige Wort. In unzähligen Kapiteln beleuchtet Bieri Aspekte der Würde und ich war überrascht über jede neue Richtung, in die er meinen Blick lenkte. All das sind also Bedingungen für ein würdevolles Leben, stellte ich fest. Vieles kann ich selbst dafür tun, indem ich achtsam mit mir und den anderen umgehe, aber auch die anderen sind verantwortlich dafür, dass ich mich selbst anerkennen kann. Es liegt nicht alles in meiner Hand. Die vorgeführten Themen haben mich durchwegs angesprochen, denn vieles konnte ich auf mein Leben übertragen. Da ging es etwa um Anerkennung im Arbeitsleben, um den Umgang mit Krankheit, um therapeutische Hilfe oder Sterbebegleitung. Viele Darstellungen haben mich beschäftigt und zum weiteren Nachdenken angeregt. Das gelingt Bieri, indem er Figuren aus bekannten Romanen vorstellt und in Dialoge verwickelt. Teilweise zitiert er die Textauszüge, aber eigentlich geht es ihm um mehr. Um einen bestimmten philosophischen Gedanken zum Ausdruck zu bringen und zu beleuchten, verändert Bieri die in den Romanen vorgegeben Ausgangssituationen und lässt die Figuren in verschiedener Weise darauf reagieren. So konnte ich erfahren, wie ein Dialog zwischen den Protagonisten in diesem oder auch jenem Falle aussehen würden. Bieri eröffnet Spielräume, trägt Argumente vor und stellt sie auch wieder in Frage. Nicht immer ist eine eindeutige Antwort möglich und ich musste als Leserin teilweise selbst einen Weg finden. So blieb der Text für mich spannend, die Figuren wurden in ihren Sichtweisen immer plastischer und führten mir Zusammenhänge vor Augen, über die ich so noch nicht nachgedacht hatte. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Es hat mich noch mehr verwickelt, als Bieris Handbuch der Freiheit, weil es lebendig, erzählerisch und assoziativ gestaltet ist und für mich als Laiin reiche Anknüpfungspunkte bot.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grossartig!, 3. Oktober 2013
Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Buch, aber ich kann jetzt schon sagen: grossartig. Das Buch knüpft nahtlos an das "Handwerk der Freiheit" an, es erklärt in ästhetisch-klarer Sprache die verschiedenen Facetten der Würde sehr anschaulich und prägnant. Besser kann man sich Philosophie zwischen zwei Buchdeckeln nicht wünschen und vorstellen!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Einblick in die Philosophie, 31. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich "musste" dieses Buch für eine Studienleistung in Philosophie lesen und war positiv überrascht. Bei diesem Buch muss man selber auch mal nachdenken wie man mit der eigenen Meinung zu der Meinung von Peter Bieri steht. Was ein wenig anstrengend ist sind die vielen Wiederholungen aber sonst ist das Buch top!
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