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Kundenrezensionen

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am 4. Juni 2014
Ich habe diesen Film gekauft, nachdem ich "The Tree of Life" gesehen hatte. Letzterer traf mich ziemlich unvorbereitet und ich wusste nicht so genau, wie mir eigentlich geschehen war. Ich schwankte zwischen den Extremen "Müll" und "Meisterwerk". Die Handlung des Films finde ich zwar nach wie vor fragwürdig, jedoch hinterließen die Bilder (und die Musik) einen tiefen, langanhaltenden Eindruck auf seelischer, spiritueller Ebene oder wie auch immer man dies ausdrücken könnte.

Ähnliches erwartete ich mir auch von "To the Wonder", doch wurde ich diesbezüglich leider ziemlich enttäuscht. Anstelle der seelischen oder spirituellen Tiefe von "The Tree of Life" sollte hier wohl in erster Linie die Gefühlswelt in der Liebe zwischen Mann und Frau vermittelt werden, welche bei mir aber emotional nicht angekommen ist. Das transportierte Gefühlsempfinden der Hauptdarstellerin scheint mir irgendwie auf einen sehr speziellen, individuellen, persönlichen Charakter zugeschnitten zu sein und nicht prinzipielles, weibliches Empfinden in den Höhen und Tiefen einer Liebesbeziehung widerzuspiegeln. Dadurch vermochte mich dies auch nicht wirklich zu berühren. Vom männlichen Gegenpart kommt diesbezüglich ohnedies nicht sehr viel herüber (was ja wieder eher als universelles Verhalten einzustufen wäre ;-)).

Ähnlich wie bei "The Tree of Life" hat der Film sehr wohl auch eine Handlung und diese wird auch auf sehr originelle und unkonventionelle Weise vermittelt (eben in Form einzelner Szenen und Bilder, Gedanken oder Dialogbruchstücke), was aber nichts daran ändert, dass die Handlung selbst recht flach bleibt. Diese ist aber sicher wie auch schon bei "The Tree of Life" nicht der wesentliche Bestandteil der Verfilmung. Jedoch kommen jedenfalls die Bilder (wie die Musik) und das transportierte Gefühlsleben einfach in keinster Weise an "The Tree of Life" heran, obwohl es natürlich auch einige schöne Aufnahmen und ansprechende Szenen gibt. In Summe jedoch vermochte mich der Film nicht wirklich gefangen zu nehmen und zu begeistern...
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am 25. August 2013
Es wird Ende der 80er Jahre gewesen sein, als ich Terrence Malicks Film "In der Glut des Südens" das erste Mal sah. Die Art und Weise des Erzählens, die Bilder und die spärlichen Dialoge blieben mir in Erinnerung und es sollten nach "In der Glut des Südens" 20 Jahre vergehen, bis Malick 1998 mit "Der schmale Grat" ein weiteres Meisterwerk ablieferte.
Die Freude war groß, als diesmal "nur" 7 Jahre bis "The New World" vergingen. Leider war das Ergebnis nicht ganz das erwartete. Auch wenn sich wieder Bilder voller Poesie über die Leinwand ergossen und die Frauen in Malicks Filmen stets (in diesem Fall Q'orianka Kilcher als Pocahontas) engelsgleich und bezaubernd in Szene gesetzt werden, hatte das Werk Längen und war mythologisch überfrachtet.

Bereits sechs Jahre darauf folgte "The Tree of Life". Spätestens jetzt relativierte sich meine Begeisterung für die Filmkunst Terrence Malicks. Zwar schaffte er es abermals berauschende Aufnahmen zu erzeugen, verhob sich aber arg was die Handlung betraf. Zwischen kosmischen Explosionen und Erdzeitalterentstehung wird die Familiengeschichte einer texanischen Mittelklassefamilie der 50er Jahren eingewoben!!!

Erstaunlicherweise erschien bereits ein Jahr später "To the Wonder".
Zum Glück versucht sich Malick hier nicht in symbolträchtiger Überhöhung, sondern lässt seine Schauspieler "einfach" spielen. Es geht schlicht um die Liebe zweier Menschen zueinander.
Auch wenn sich visuell viel aus seinen vorherigen Filmen wiederholt (Sonnenstrahlen die durch Baumkronen scheinen, goldfarbene Ährenfelder, Panoramaeinstellungen kilometerlanger Strände und endlosem Meer) läßt man sich doch gerne wieder verführen.

Tatsache bleibt, dass man Muße für ruhige und besinnliche Augenblicke empfinden sollte, sonst bleibt einem die Filmsprache Terrence Malicks verschlossen.
Wie hat einmal der brilliante rußische Regisseur Andreji Tarkowskij gesagt: "Wir haben verlernt die Augen auf etwas ruhen zu lassen, deshalb erkennen wir so wenig."
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am 19. Januar 2014
Der Regisseur Terrence Malick stellt für mich mit „To the Wonder“ eine absolute Neuentdeckung dar und ein Vergleich mit früheren Werken ist somit nicht möglich. Völlig unvoreingenommen ging ich also an den Film heran und wurde positiv überrascht: ein Film, wie man ihn nicht alle Tage findet.

Eines sollte man sich vor dem Schauen allerdings bewusst machen: Dem Film lag kein richtiges Drehbuch zugrunde und vieles wurde improvisiert oder während der Dreharbeiten ausgearbeitet. Dialoge gibt es fast keine, bzw. der am Set gesprochene Text wurde von der Tonspur gelöscht oder von Musik überlagert.
Es geht um Liebe, um einen Mann (Neil) und eine Frau (Marina), die in ihrer Beziehung kaum miteinander reden, sich aber bedingungslos lieben und (scheinbar) nur einander zum Leben brauchen. Diese Beziehung erweist sich allerdings als weniger standhaft als gedacht und das Paar bricht mit der Zeit immer wieder auseinander und findet wieder zusammen. Während einer längeren Beziehungspause beginnt Neil eine Beziehung mit einer Schulfreundin (die unter dem Verlust ihrer Tochter zu leiden hat), was allerdings genau wie die Beziehung mit Marina wieder ins Nichts zu führen scheint. Parallel und weniger im Fokus steht eine andere Art der Liebesbeziehung bzw. Liebeskriese: Ein einsamer Pfarrer fühlt sich von seinem Gott verlassen und beginnt an der bedingungslosen Liebe Gottes zu zweifeln.

Die beiden Handlungsstränge haben nur indirekt miteinander zu tun, interagieren ihre Protagonisten doch höchstens während eines Gottesdienstes. Beide Stränge behandeln aber eine Liebesbeziehung, die scheinbar ins Leere, oder besser, ins Ungewisse zu führen scheint. So präsentiert sich auch der gesamte Handlungsverlauf: Es gibt kaum richtige Höhepunkte oder Plottwists, sondern eine geradlinige visuelle Aufbereitung der Beziehungen, die keinem erzählerischen Ziel zu folgen scheint. Oftmals wirkt „To the Wonder“ eher wie ein Traum als eine Erzählung.
Die Kameraarbeit lässt sich nur als überwältigend bezeichnen, wirken doch unzählige Einstellungen wie malerische Fotografien oder wie Träume von frisch verliebten Personen. Weitläufige Prärien mit freilaufenden Pferden, das befremdlich faszinierende Wattenmeer oder Turteleinen in der Frühlingssonne dominieren den Film und wurden immer mit besonderem Wert auf die optische Wirkung in Szene gesetzt. Hin und wieder untermalen triste Kiesgruben oder verkommene Vororte die Gefühlslage der jeweils handelnden Person. Das zu Sehende spricht das aus, was die Charaktere fühlen, während die Personen selber nur selten in Dialogen zu hören sind. Ab und zu erfährt man durch innere Monologe kleine Hintergrundinformationen über die Vergangenheit der Personen und ihre Beweggründe.

So brillant „To the Wonder“ auf der optischen Seite auch ist, so sehr merkt man ihm allerdings auch das Nichtvorhandensein einer schriftlichen Vorlage an. Zu oft wirkt das Geschehen zu ziellos, zu ereignislos. Es lässt sich zwar ein gewisses Konzept erkennen, das Malick angestrebt hat, aber einen roten Faden in der Erzählung sucht man vergebens und das Projekt läuft Gefahr, nur eine Aneinanderreihung von schönen Bildern zu werden. Man braucht als Zuschauer Geduld und die Fähigkeit, sich ganz den visuellen Reizen hinzugeben, ansonsten dürften die fast zwei Stunden zu reiner Langeweile verpuffen.
Schafft man es aber, sich auf den Film einzulassen, vermag es dieser auf eine bezaubernde Weise den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und fast in eine Art Traumzustand zu versetzen. Man fühlt sich quasi in die Charaktere hineinversetzt und nimmt durch die Monologe an ihrer Gedankenwelt teil. Das schafft der Film auch die meiste Zeit über. Nur von Zeit zu Zeit bekommt man das Gefühl, die eine oder andere Einstellung hätte man sich sparen können, da Film zu sehr auf der Stelle tritt.
Die musikalische Untermalung hält sich oftmals dezent zurück, um die Bilder für sich sprechen zu lassen und verleiht dem Film einen sehr ruhigen Ton. Meist fügt sie sich passend ins Gesamtbild, nur eine kurze Szene fällt aufgrund befremdlich disharmonischer Töne aus dem Konzept, in der auch nicht klar ist, in wie fern dies nun zur Gefühlslage der Person passen soll.
Von den Darstellern tut sich am Meisten Olga Kurylenko in ihrer Rolle als Marina hervor, die von den Darstellern auch am wenigsten spricht (allerdings viel im Off durch inneren Monolog zu hören ist) und allein durch ihr Gesicht eigentlich alles sagt, was es zu sagen gibt. Auch wenn es zum Teil seinem eher ruhigen Charakter geschuldet ist, so wirkt Ben Afflecks Darstellung als Neil hingegen des Öfteren ein wenig zu blass, zu emotionslos/steif, ist aber nicht als Reinfall zu betrachten sondern fällt im Vergleich zur restlichen Cast halt etwas ab. Jarvier Bardem verkörpert den zweifelnden Priester mit routiniert gekonnt trüber Miene und Rachel McAdams braucht sich als unsichere, finanziell erschöpfte frühere Bekannte von Neil ebenfalls nicht hinter der restlichen Cast verstecken.

Fazit:
„To the Wonder“ ist kein Film für jedermann. Wer sich an Filmwerken, die sich stark auf das Optische und nur wenig auf das Inhaltliche konzentrieren, stört, wird mit diesem Film nicht glücklich und dürfte ihn als Zeitverschwendung betrachten (was auch völlig legitim ist). Wer allerdings ein Auge für schöne Fotografie besitzt und den Film als Kunstmedium versteht, der darf sich an einem optisch umwerfenden und schauspielerisch größtenteils sehr überzeugenden Film erfreuen, der leider auf inhaltlicher Ebene etwas zu sehr auf der Strecke bleibt.

7,5/10

Noch ein paar Worte zur Blu-ray:
Die Bildqualität ist phänomenal und die BD stellt auch das Medium dar, auf dem man diesen Film schauen sollte, sofern ein Kinobesuch nicht (mehr) möglich ist. Wirklich schade fand ich allerdings, dass Terrence Malick im Bonusmaterial selbst kein einziges Mal zu Wort kommt, wobei eine Stellungnahme des Regisseurs gerade bei solch einem Werk mehr als interessant gewesen wäre.
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am 31. Januar 2015
Bei "The Tree Of Life" konnte man noch von einem Kunstwerk reden, und es war auch der erste Film von Malick, den ich sah, so dass für mich Stil und Kameraführung etwas Besonderes waren. Da war all das noch gerechtfertigt.
In "To the Wonder" führt Malick seinen Stil fort, doch diesmal ist es abgrundtief öd und irgendwie sinnbefreit. Staendig sieht man die Charaktere, wie sie ziellos durch die Gegend laufen, oder nur wenige Meter voneinander entfernt stehen, in der Weltgeschichte herumschauen und nicht wissen, wie mit sich und ihrer Umgebung umzugehen. Die Handlung wird nur dann vorangetrieben, wenn gesprochen wird, und das passiert eher selten. Meist ist es dann die Stimme der Hauptcharakterin aus dem Off, die eine kurze Zusammenfassung gibt, was passiert und wie die aktuelle Lage ist. In "The Tree of Life" ging das noch ohne.
Außerdem ist die Figur, die Ben Affleck verkörpert, zutiefst unsympathisch.
Insgesamt wirkt alles ewig gedehnt und anstrengend.
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am 23. April 2014
Ich habe mich entschlossen eine Rezension zu schreiben, weil es bisher keine 5-Sterne-Wertung gab, obwohl dieser Film 10 Sterne verdienen würde. Es ist nicht immer der Fall, aber für diesen Fall kann man sagen, dass die negativen Rezensionen zu diesem Film eher für die Einmaligkeit und die künstlerische Qualität dieses Films sprechen.

Zur DVD: Da gibt es nicht viel zu sagen. Bild- und Tonqualität sind einwandfrei, die Synchronisation ist in Ordnung.

Zum Film: Eines vorweg: Dieser Film wird nicht jedem gefallen, vielleicht sogar nur den wenigsten Menschen. Der Regisseur Terrence Malick hat einen ganz eigenen Stil. Im Film gibt es keinen direkten Handlungsstrang, keine richtigen Dialoge. Das meiste Gesprochene kommt aus dem Off. Man kann sich die Szenen eher wie Gedanken vorstellen oder Erinnerungen. Erinnerungen sind manchmal lang, manchmal kurz und folgen keiner zeitlichen Reihenfolge. So sind auch die Szenen in diesem Film. Wer "The Tree of Life" gesehen hat, weiß was gemeint ist.

"To the wonder" ist meiner Meinung nach ein bildgewaltiges und philosophisches Meisterwerk. Es regt zum Nachdenken ein, man möchte sich ständig in die Schauspieler hineinversetzen und der Film lässt einem genug Zeit dies zu tun. Kein Regisseur schafft es Naturaufnahmen so genial in Filme einzubinden wie Malick. Die Bilder sind traumhaft schön, nicht nur die Naturbilder, sondern auch sonstige Aufnahmen von den Schauspielern und ihren Handlungen. Für Actionfans oder Liebhaber "klassischer" Liebesfilme wird dieser Film nichts sein. Die Handlung und die Gedanken der Schauspieler erfährt man aus den Bildern, nicht aus dem Gesprochenen.

Fazit: Wem "2001 - Space Odyssey" was sagt oder die Filme von Andrej Tarkovskij (Stalker, Solaris, Zerkalo), der kann an diesem Film Gefallen finden. Ebenso Menschen, die bereit sind sich auf einen experimentellen Kunstfilm einzulassen und dabei die Bilder auf sich wirken lassen und die nicht Dialoge und einen linearen Verlauf brauchen, um einem Film aufmerksam folgen zu können. Allen anderen sei vom Film abgeraten.

Wem "To the wonder" gefallen hat, dem kann ich wärmstens "The Tree of Life" von diesem Regisseur empfehlen.
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am 18. Dezember 2013
Es kommt selten vor, dass mir keine Rezensionsüberschrift einfällt. Wenn das allerdings der Fall ist, dann ist es nicht verwunderlich, dass Terence Malick damit zu tun hat. Der US-Regisseur, dem von Anbetung bis zu kompletter Ablehnung alle Gefühlswelten entgegenschlagen, hat mit -To the Wonder- einen Film abgeliefert, mit dem ich, schlichtweg gesagt, überhaupt nichts anfangen konnte. Da schaffe ich nicht mal die Überschrift. Fand ich Malicks -Tree of Life- noch grandios, so hat mich -To the Wonder- ratlos zurückgelassen. Auf die bei allen Künsterln verhasste Frage: Was wollte der Autor(in diesem Falle Regisseur) uns mit seinem Werk sagen, kann ich nicht einmal eine Mutmaßung anstellen. Aber okay, Terence Malick scheint für diese Dinge prädestiniert zu sein...

Marina(Olga Kurylenko) und Neil(Ben Affleck) sind zusammen, aber nicht verheiratet. Marinas Tochter Tatiana(Tatiana Chiline) mag den Freund der Mutter. Während Marina und Tatiana in Frankreich zu Hause sind, lebt Neil in den USA. Schließlich ziehen die drei in die Staaten, aber Tatiana wird dort unglücklich und will zurück nach Frankreich. In Neils Gemeinde arbeitet der Pater Quitana(Javier Bardem). Er wird von Zweifeln geplagt. Auch Neil scheint Zweifel an der Beziehung zu Marina zu haben. Nachdem Tatiana wieder nach Frankreich zurück reist, um beim Vater zu leben, gerät auch Marinas Seelenleben in Schieflage...

So, oder so ähnlich läuft der Plot ab. Viel mehr gibt es nicht zu berichten. Im gesamten Film finden kaum Dialoge statt. Malick lässt seine Personen zu den ablaufenden Bildern aus dem Off sprechen. Das ist poetisch, gefühlsbetont und manchmal voller Metaphern. Während Olga Kurylenko einen Part erwischt hat, der sie betörend, verspielt und voller Leben zeigt, ist Ben Afflecks Rolle ungefähr so vielseitig wie ein unbehauener Granitblock. Keine Sprache, keine großen Gesten, keine zentrale Position. Malick zeigt sich so avantgardistisch wie es nur geht, packt einen Sack voll Klassischer Musik zu seinen opulenten, wirklich hervorragenden Bildern. Dazu singt Malick das Hohe Lied der Ästhetik und macht aus -To the Wonder- ein Produkt, das komplett massenuntauglich ist. Es geht irgendwie um Liebe, Gott und das Leben, aber so richtig kam ich nicht hinter den Sinn zu diesen Bildern.

Sollten sie also der klassiche "Kino-Filmegucker" sein; zu dieser Sorte zähle ich mich auch, dann werden sie mit -To the Wonder- ungefähr so viel anfangen können, wie mit einem wasserabweisenden Badetuch. Stehen sie aber auf Avantgarde-Kino, legen sich gern selbst zurecht, worum es eventuell gehen könnte und sind auch ansonsten der mediale Anti-Mainstream-Fan mit pscychologischem Tiefenverständnis und eigener Klangshchale dann, ja dann könnte sich zwischen -To the Wonder- und ihnen eine Romanze entwickeln. Bei mir hat Malicks Film lediglich dafür gesorgt, dass ich mit dieser Rezension ein paar Zeilen geschrieben habe, die vermutlich genau so wenig Sinn haben wie ich in Malicks Film entdecken konnte. Aber wer weiß; vielleicht sollte das alles ja auch so sein...
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am 4. Mai 2014
In analoger Machart zu tree-of-life schildert Malik ein geradezu konträres Thema: die Beziehungslosigkeit der beiden Hauptprotagionisten. Dabei gelingt es dem Film dieses im Zuschauer meisterhaft zu spiegeln: Man frag sich beispielsweise tatsächlich, was Affleck jetzt gerade macht, wenn er dauernd Bodenproben nimmt und Suchtrupp spielt. Es macht aggressiv, wie emotionslos miteinander umgegangen wird oder erscheint lächerlich, wie "unverbunden" Konflikte miteinander ausgetragen/bearbeitet werden. Der Film ist sich dabei bis zur letzten Sekunde treu und läßt sich nicht versuchen gefällig zu sein. Er wird erst gefällig in der Distanz des Betrachters, der hier eine Beziehungslosigkeit und damit Analyse unserer westlichen Gesellschaften und Paarmodelle von dissoziierten Menschen aufgezeigt bekommt.

Wer einen blockbuster zu seinem Popcorn sucht wird hier enttäuscht. Das spiegelt sich m.E. auch in vielen Kommentaren. Dem Malik-Fan dagegen, dem Programmkino-Zuschauer eröffnet sich ein Kunstwerk.
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am 30. Oktober 2013
This is not a typical movie telling a story, but the images are beautiful and much is left to your imagination.

Visiting the world of Terrence Malick in many ways must be differentiated from `watching a movie' and that is likely one of the reasons there are so many honest people who love movies who find TO THE WONDER a major disappointment, `a mess', `not a movie' and other responses. That Terrence Malick has a gift of blending film and thought and philosophy and music and silence into a meditation on his views of life, of love, of the human condition is a given. The `story' is nonlinear, given in bits an pieces like the momentary light fireflies offer in Oklahoma nights or the strains of themes from the classical music with which he bathes his quiet moments, themes that begin, echo, go nowhere, and is about those very personal responses to life as it happens to us or as we perceive it has a meaning, a direction, a connection to God.

In view of that it seems a bit odd that Magnolia pictures offers a synopsis of the `plot' and that should be shared here: `Neil (Ben Affleck) is an American traveling in Europe who meets and falls in love with Marina (Olga Kurylenko), an Ukrainian divorcée who is raising her 10-year-old daughter Tatiana (Tatiana Chiine) in Paris. The lovers travel to Mont St. Michel, the island abbey off the coast of Normandy, basking in the wonder of their newfound romance. Neil makes a commitment to Marina, inviting her to relocate to his native Oklahoma with Tatiana. He takes a job as an environmental inspector and Marina settles into her new life in America with passion and vigor. After a holding pattern, their relationship cools. Marina finds solace in the company of another exile, the Catholic priest Father Quintana (Javier Bardem), who is undergoing a crisis of faith. Work pressures and increasing doubt pull Neil further apart from Marina, who returns to France with Tatiana when her visa expires. Neil reconnects with Jane (Rachel McAdams), an old flame. They fall in love until Neil learns that Marina has fallen on hard times.'

It is possible to give each of these basically silent (voice over) characters an interpretation but instead it feels as though Malick is simply watching four people respond to the world as it affects interpersonal relationships. Father Quintana, in his painful sadness at trying to find the light that God once provided him to nurture his fellow man, appears be whispering that the reason for our breakups, for our fragmented lives and relationships, is that we can no longer see God. If we could, we would be whole again. Yet even this concept seems less important than every person in the presence of this film finding his/her own meaning: Malick seems to be providing that privacy, that distancing from making his `characters' fully credible that allows each of them to become part of our own longings and angst and faith that somewhere, sometime this will all make sense - if it is supposed to.

The cinematography is provided by Emmanuel Lubezki and the musical score is attributed to Hanan Townsend: there should be mention of the use of themes from classical composers - Wagner's Parsifal themes and Henryk Górecki's symphonic music being the two most often used. But in the end this is a Terrence Malick meditation, and as such it is the way he combines the images, the light, the locations, the music and the actors to make us ponder.
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am 19. Februar 2015
ANMERKUNG: Dieses Review wurde von mir ursprünglich für ein Online-Magazin geschrieben.

In der Musik, genauer gesagt, in der Rockmusik gibt es das Stilmittel des „Jammens“. Dies bedeutet, dass die Musiker, basierend auf einem bestimmten Ton, einem bestimmten Akkord, ihren Ideen freien Lauf lassen. Aus diesen improvisierten Klängen können dabei durchaus richtige Songs entstehen. Auch der Regisseur Terrence Malick „jammt“ ganz gerne, sprich, er improvisiert. Spontan läßt er seine Schauspieler Dinge tun, von denen diese im Vorfeld keine Ahnung haben. Die Frage, ob dabei gute Filme entstehen, kann man im Falle des amerikanischen Autors und Regisseurs getrost mit „ja“ beantworten. Aber das Rezept muss beileibe kein Selbstläufer sein.

Story

In Paris beschließt das frisch verliebte Paar Marina (O. Kurylenko) und Neil (B. Affleck) seine gemeinsame Zukunft. Diese soll in Neils amerikanischer Heimat verlebt werden. In den ersten Tagen scheint das Glück perfekt. Selbst Töchterchen Tatiana (T. Chiline) scheint von der neuen Bleibe begeistert zu sein. Doch dann häufen sich die Probleme: Die aus Frankreich Zugereisten finden keinen rechten Zugang zu Land und Leuten. Da Neil Marina bis dato nicht ehelichen wollte, sorgt das abgelaufene Visum für die vermeintliche Lösung des Problems. Mutter und Tochter müssen die USA wieder verlassen. Ein Film von Terrence Malick unterscheidet sich konzeptionell von dem anderer Regisseure. Das hat einen positiven Nebeneffekt: Es fällt dem öffentlichkeitsscheuen Amerikanern nie schwer, die erlesensten Schauspieler vor „seine“ Kamera zu bekommen. Heuer tanzen u.a. Javier Bardem, Rachel Mc Adams, Ben Affleck und Olga Kurylenko nach des Meisters Pfeife. Und tanzen ist dabei wortwörtlich gemeint. Kurylenko ist gerade in den ersten Minuten in beständiger Bewegung und suggeriert ihr Verliebtsein mit ausgeprägtem Körpereinsatz. Dies wird für manchen bereits „too much“ sein. Malick kriegt augenscheinlich nicht genug und lässt die Kamera über die gesamte Spielzeit von zwei Stunden am schönen Körper der Ukrainerin kleben. Diese bedankt sich mit vollster Hingabe und lässt Marina erotisch, verletzlich und vor allem ausdrucksstark erstrahlen. Kurylenko ist der Star des Films, damit musste man nicht unbedingt rechnen.

Ben Afflecks Figur dagegen bleibt leider seltsam konturenlos. Neil ist kaum greifbar, man versteht ihn nicht, auch wenn der Film vereinzelte Interpretationsansätze zu seinem Charakter liefert. Doch das Mysterium seiner Person übt fatalerweise kaum Faszination aus, über die es sich nachhaltig nachzudenken lohnt. In The Tree of Life sah man Brad Pitt in der Rolle des gestrengen Vaters, strikt darauf bedacht, seine Kinder auf die Härten des Lebens vorzubereiten. Doch dieser Neil verpufft. Sei es als Geologe, sei es als Familienmensch, der sich nicht zu entscheiden weiß, ob er eine Familie haben möchte oder nicht. So überzeugend Affleck auch in Argo oder The Town gewesen sein mag, hier kann er nur wenige Akzente setzen – auch weil die Kamera weniger an ihm interessiert ist als an Kurylenko oder McAdams.

Aber dann wären da noch diese Bilder. Und es ist tatsächlich egal, ob man Marinas Tanzeinlagen nun furchtbar oder elegant findet, ob man aus Neil schlau wird oder nicht. Denn Malick zeigt wieder einmal Aufnahmen und Einstellungen, die schlichtweg ihresgleichen suchen. Bilder von fast überirdischer Schönheit. Diese werden diesmal fast ausschließlich unkommentiert gelassen oder lediglich von Stimmen aus dem Off begleitet. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich auch die O-Ton-Fassung. Denn hier lässt die Regie Marina französisch sprechen, Vater Quintana (J. Bardem) spanisch und Neil sein amerikanisch gefärbtes Englisch. Dies passt wesentlich besser zu einer Geschichte, in der es auch um den Verlust der Heimat geht. In der deutschen Fassung des Films hat man ganz einfach alles eingedeutscht, zudem mit der unangenehmen Folge, daß man Marina bisweilen schwer versteht.

Bildqualität

sehr gute Bildschärfe in allen Bildebenen

perfekter Schwarzwert, extrem gute Kontraste

kräftige, aber nie unnatürliche Farbgebung

vereinzelte Handkamerabilder als gewollter Stilbruch

Zwar beginnt To the Wonder mit einigen verwackelten Handkameraaufnahmen, doch schon nach wenigen Minuten entpuppt sich der Film als der erwartete visuelle Rausch. Das Bild ist ein vollendeter HD-Genuß und wird dem traumhaft fotografierten Film damit vollauf gerecht. Besonders das tiefe und satte Schwarz zieht einen magisch in seinen Bann. Hier geht trotzdem kein Detail verloren, die Kontraste sind fantastisch.

Tonqualität

Deutsch DTS-HD MA 5.1 und 7.1

sehr vitale Klangkulisse mit effektivem Einsatz aller Satelliten

auch der Subwoofer setzt gelegentliche Akzente (Kirmesszene USA)

klar verständliche Dialoge bzw. Kommentare aus dem Off

To the Wonder beweist eindrucksvoll, dass man auch einen ruhigen Film mit einer höchst effektiven Surround-Spur bereichern kann. Die Dialoge sind sehr klar präsent. Dass man Marina in der deutschen Fassung bisweilen schwer versteht, liegt eindeutig an der Synchronisation, bzw. an dem „französischen“ Deutsch. Score, Sprachausgabe und Geräuschkulisse erklingen wie aus einem Guß und verdienen sich die Höchstnote.

Ausstattung

Making Of (10 Minuten)

Interview O. Kurylenko (6 Minuten)

Interview R. McAdams (5 Minuten)

Promo Featurette (5 Minuten)

Trailer

Die vorliegenden Extras sind als nett gemeinte Zugabe durchaus erfreulich, ergänzen den Film inhaltlich aber kaum. Vielmehr hört sich das Ganze wie ein mehrstimmiges Loblied auf Regisseur Terrence Malick an. Erwartungsgemäß schweigt der gefeierte Regisseur wie eh und je. Die Beiträge selbst liegen in guter HD-Qualität vor und sind entweder deutsch synchronisiert oder zumindest deutsch untertitelt.

Fazit

War der Vorgänger The Tree of Life schon ein perfekter Blu-ray Release, so gesellt sich To the Wonder gleich dazu. Auch hier stimmt einfach alles. Bild und Ton bewegen sich auf allerhöchstem Niveau und können bedenkenlos als Referenzwerke der aktuellen Generation herhalten. Inhaltlich wird es wohl beim Alten bleiben. Malick wird mit seiner eigenwilligen Art wieder auf Euphorie und Ablehnung stoßen. Bekanntlich liebt es der Regisseur, gerade das schöne Geschlecht in Szene zu setzen. Und Olga Kurylenko liefert eine erstaunlich gute Performance ab, vielleicht gar die stärkste ihrer bisherigen Karriere. Daneben gibt es eine wahre Flut von gigantisch schönen Bildern – und eine Story, die mindestens so viele Fragen aufwirft wie Antworten liefert.

PS: Dieses Review wurde von mir ursprünglich für ein Online-Magazin geschrieben.
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am 9. April 2014
Für mich war das eine Art Pantomimenfilm, wo Szenen zusammengewürfelt wurden und immer wieder ähnliche langweilige Szenen wiederholt wurden, wie z.B. die Frau steht am Fenster und schaut trostlos/verloren in die öde Gegend oder sie tänzelt immer wieder in verschiedenen Filmszenen umher, etliche Romantikszenen, ect. Irgendwie wartete ich immer auf etwas "Sinnvolles", aber es kam nichts... Text kann man sich selbst dazudenken kann, was ja nicht unkreativ ist ;) Etwas Hintergrundtext kam schon vor, aber den empfand ich als unnotwendig und trocken. Nicht mal optisch fand ich ihn ansprechend, Landschaft war ab und zu gut in Szene gesetzt, größtenteil aber total depremierend, was sich den ganzen Film durchzog. Am Schluss dachte ich nur, was für ein öder Film. Und Ben Afflecks schauspielerische Leistung war schon besser, er wirkte den ganzen Film irgendwie hölzern, sie aber dafür schon geschmeidiger in manchen Szenen. Wenn das ein Kunstfilm ist, dann ist das Kunst, die mich halt nicht anspricht. Ich denke, der Film hätte sicher besser umgesetzt werden können, auch mit wenig Text.
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