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am 11. Januar 2014
Das ist keine Doku, das ist eine Propaganda-Serie: Die Briten werden durchgehend als erfindungsreiche, freiheitsliebende Helden dargestellt. Die einzigen Kriege, die ein bisschen näher gezeigt werden, sind zufällig die einzigen, in denen Großbritannien ausnahmsweise mal das angegriffene Land war, und sich tatsächlich nur verteidigt hat. Kaum ein Wort zu den Verbrechen von Kolonialismus und Imperialismus, nur ein kurzer Abschnitt über die Sklaverei, der sich aber mehr darauf konzentriert, wie großmütig diese von den Briten abgeschafft wurde. Die ganze Geschichte wird lückenhaft, tendenziös, beschönigend, nationalistisch und verallgemeinernd präsentiert. (Apropos Lücken: Speziell zwischen den Römern und Normannen hat man z.B. die Wikinger und die Ankunft der Angelsachsen ganz ausgelassen, dabei beziehen sich die Engländer ja namentlich gerade auf diese Angeln.) Auch ist alles sehr England- bzw. sogar London-zentristisch, die Waliser, Schotten und Iren kommen kaum vor. Zu allem Überfluss werden die Einspieler auch noch von unqualifizierten Kommentaren unqualifizierter Prominenter (Frank Lampard, wtf?!) eingerahmt, man wähnt sich eher bei der "ultimativen Chart-Show" als bei einer Dokumentation.
Mit der Eroberung durch die Römer zu beginnen, hatte ja noch eine gewisse Logik, aber ausgerechnet mit der Krönung der aktuellen Königin zu enden, und es damit zum letzten wichtigen Ereignis der britischen Geschichte zu erklären, entlarvt endgültig den boulevardesken Charakter dieses Machwerks...
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am 16. April 2014
Er erste Rezensent hat recht, dies ist keine wissenschaftliche Darstellung der britischen Geschiche, sondern "Infotainment" mit starker Betonung auf dem Unterhaltungswert. Die Folgen sind kurzweilig, unterhaltsam und erinnern sehr an historische Abenteuerfilme, wie z.B. die Adventsvierteiler, die es vor vielen Jahren im ZDF mal gab.
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am 16. Januar 2016
Diese vermeintliche Dokumentation gibt lediglich einen groben Querschnitt durch die britische Geschichte. Ereignisse werden benannt und leider nicht in den gesamtgeschlichtlichen Rahmen eingefügt. Die Geschichte der königlichen Dynastien und den damit verbundenen Kriegen bleibt gänzlich unbeachtet. So wird nur die Schlacht von Agincourt gezeigt, der Kontext des Hundertjährigen Krieges bleibt unerklärt. Diese CDs bleiben nur ein Allgemeinschauplatz und man kann sich nur eine Ahnung eines "british feeling" erhaschen.
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am 7. Mai 2014
Mit dieser 7- teiligen populärwissenschaftlichen Dokumentation (auf 2 DVD's) legte die BBC das Ergebnis eines ambitionierten Projektes vor, eine aufwändige Produktion über Geschichte, Kultur und Identität der BRITEN.
Wie man es meist bei der BBC gewohnt ist, legt die britische Sendeanstalt über das eigene Volk auch eine ganz beachtliche Verfilmung vor, die durch durch die Vermittlung von bemerkenswerten Informationen auf unterhaltsame, jedoch nicht unseriöse Art zu überzeugen weiß. Die vielen nachgestellten Schauspieler- Szenen sorgen dafür, dass dieser Film keine langweilige Sache wird, sondern ein auch optisches, spannendes Sehvergnügen.
Die Filme geben einen bemerkenswerten Überblick über die britische Geschichte. Dabei wird der Fokus auf einige wichtige Ereignisse und Begebenheiten gerichtet, auch im Hinblick auf die Bedeutung für die britische Geschichte, und wohl auch, womit sich die Briten gerne identifizieren; immer wieder unter der Fragestellung: "Was ist überhaupt (typisch) britisch? Was bedeutet es, Brite zu sein?".
Auch die allgemeine Entwicklung Britanniens wird thematisiert; jedoch wird, bzw. muss hier sehr vieles unerwähnt bleiben, was sicherlich nicht ohne Wichtigkeit gewesen wäre. - So erfährt man nur wenig über die Keltenzeit (immerhin geht der Name "Briten" ja auf die Kelten zurück); praktisch nichts über die Zeit der Angelsachsen in "Angelland". Ansonsten erfährt man hier aber einige bedeutende Sachverhalte aus der britischen Geschichte, von denen man meist vorher noch ncihts wusste, und über die man oft sogar im Internet als Deutscher vergeblich nachgesucht hatte (wie ich).
Den deutschen Zuschauer verwirren etwas die recht patriotischen Töne, die hier angeschlagen werden. Allerdings ist auch dieses "typisch britisch". Denn die Briten sind recht stolz und oft auch ziemlich nationalistisch; auch heute noch haben es die Briten oft genug schwer, sich als Europäer zu fühlen; vielmehr können sie sich mit ihrer Insellage, die ihre Geschichte so sehr mitgeprägt hat, gut identifizieren, und fühlen sich dabei geborgen. - Zumindest aber scheint es ein Leitmotiv dieser Dokumentation zu sein, den Briten Stolz über ihre Geschichte zu vermitteln, ohne dabei aber offensichtliche Probleme in ihrer Geschichte zu verschweigen.
Andererseits können die Briten ja mit Recht "stolz" auf die Bedeutung sein, die sie in der Geschichte hatten: lange Zeit stärkste Groß- und Seemacht der Welt; Erolgreichstes aller Kolonialistischer Staaten; lange Zeit erfolgreichste Handelsnation und reichstes Land der Welt; Mitbegründer des modernen Imperialismus, sowie "Erfinder" der Industriellen Revolution und des Kapitalismus; Ausgangsnation vieler bedeutender technischer Leistungen; ...
Man muss dieser Dokumentation aber zugute halten, dass sie diese Leistungen nicht einseitig darstellt, sondern hier auch oft auf die Kehrseiten derselben hinweist (z.B. Armut und Entwurzelung vieler britischer Menschen in der Industriellen Revolution; zeitweilig größter Sklavenhändler zur Kolonielazeit...).
Der letztlich doch etwas oberflächliche und auch einseitige Charakter dieser Dokumentation wird aber dann daran deutlich, dass hier bestimmte Sachverhalte nicht zur Sprache kommen, bzw. dass man sich mit Kritik dann doch zu manchen themen recht zurückhält; ganz offensichtilich in der Zielsetzung, den "Stolz" der Briten auf ihre "historische Bedeutung" nicht zu sehr in Frage zu stellen (so werden z.B. die Opiumkriege nicht thematisiert, wie auch die Tatsache, dass trotz des enormen Reichtums der "Briten" in der Kolonialzeit durch "Ihre" Kolonien ein großer Teil der Briten sehr elendig in Britannien sein Leben fristete; oder dass hier das sehr zwiespältige, bzw. ablehnende Verhältnis der Briten zu ihrer "Geschichte machenden Führung" (Vor allem der Monarchie), das vor allem auch auf historischen Gründen beruht, hier nicht deutlich gemacht wird; ...).

Der ganze Ansatz ist allerdings schon etwas konservativ; wenn man bedenkt, dass Globalisierung und Europäische Union schon etliche Jahrzehnte auch für die Briten Realität sind, dass die Jugend seit langer Zeit gerade in England Rockmusik hört, wo diese maßgeblich ja auch "erfunden", zumindest aber stärkste Prägungen erhalten hat. - Bezeichnenderweise endet diese Dokumentation dann auch mit der für die - zumindest royalistich gesinnte - Briten so "wichtige", meist in Wirklichkeit aber wohl als relativ belanglos angesehene Ereignis der Krönung von Queen Elizabeth II. vor nunmehr weit mehr als 50 Jahren. - Ein m.E. sehr enttäuschendes Ende/ Fazit einer sonst sehr guten Dokumentation. - Das pompöse Ereignis spiegelt kaum die tatsächliche heutige Bedeutung der Briten wieder, die ihre "beste Zeit" gewissermaßen hinter sich haben, und die Queen lediglich ein Anhaltspunkt für die nostalgischen bedürfnisse britischer Monarchisten und Nationalisten ist.
Dass hier die "Geschichte der Briten" einfach so "abbricht", ist zudem traurig; kommen hierdurch doch Entwicklungen wie der Weg in die EU, wirtschaftliche Probleme in der Zeit nach dem letzten Krieg, sowie bedeutende kulturelle "Erfindungen" (Rockmusik) hier gar nicht mehr zur Sprache; fast so, als sei den Produzenten nach diesen sehr aufwändig produzierten Folgen plötzlich das Geld ausgegangen.
Zum Teil wirkt hier der Patriotismus aber auch fehl am Platze; beginnen tun die Folgen jeweils mit: "Dies ist eine "KLEINE" Inselgruppe, die zur Großmacht wird ...". - Klein? Immerhin ist alleine Großbritannien (ohne Irland) die neuntgrößte Insel der Welt Überhaupt und die meines Wissens auch größte Insel Europas! - So schlecht sind die "Startbedingungen" der Briten in dieser Hinsicht daher nicht gewesen!
Der Untertitel ("Geschichter einer Kolonialmacht") ist zudem m.E. etwas unglücklich gewählt; denn es geht hier mitnichten nur um die Entwicklung der Briten als Herren über das größte Kolonialreich, das die Welt je gesehen hat (was man natürlich auch kontrovers beurteilen kann/ muss - was hier aber auch getan wird); es geht hier nicht um ein militärisches Abenteuer, sondern auch um von den Briten ausgehende z.B. technische und medizinische Errungenschaften; auch werden diverse Katastrophen in der Geschichte Britanniens hier nicht verschwiegen; wenn auch hier offenbar Wert darauf gelegt wird, von den Briten Bewunderung für ihre großen menschlichen und auch militärischen Leistungen abgenötigt zu bekommen. - Dennoch ist dieser Film KEIN militaristischer Film! - Die militärischen Ereignisse dieser modernen Dokumentation stellen vielmehr hier Randphänomene für allgemeiner Entwicklungen dar (z.B. die Bedeutung, Ursachen und Auswirkungen der "Volksbewaffnung" mit Langbögen im Mittelalter, usw.).

Wie man es von solchen moderneren Dokumenatationen auch gewohnt ist, kommen hier auch immer wieder "Experten" mit i.d.R. sehr kurzen Statements zu Wort. Allerdings handelt es sich bei diesen "Experten" mitnichten nur um Historiker, o.Ä., sondern zu einem großen Teil um Buchautoren, aber auch Schauspieler, Sportler (Boxer, Leichtathleten, Fuballer, ...) und andere Leute aus dem Showbusiness. - Eine etwas ungewöhnliche Wahl; so ganz möchte das nicht zusammenpassen (Mancher möchte ohnehin auch gerne ohne diese "Expertenkommentare" überhaupt auskommen).

Synchronisiert ist der Film gut. Außer in Deutsch kann man den Film auch in britischer Originalsprache sehen.

Jede der 7 Folgen geht über 45 Minuten, was zu einer GESAMTLAUFZEIT von ca. 315 Minuten führt.

Hier mal eine ÜBERSICHT über die wesentlichen Inhalte dieser Doppel- DVD:

***DIE SCHATZINSEL***

Britannien wird hier als sehr reich an Bodenschätzen versehenes Land angesehen, mit guten klimatischen und natürlichen Bedingungen ("Schatzinsel"). Bedeutendstes steinzeitliches Relikt einer höheren Kultur ist "Stonehenge". Die gefürchteten keltischen Krieger machen es später den Römischen Invasoren nicht leicht, werden aber von diesen schließlich doch niedergerungen. Nach weiteren Aufständen richten die Römer auch ein Massaker an den Druiden auf der "Heiligen Insel" Anglesey an, und vernichten somit wesentliche Elemente der hochstehenden keltischen Kultur auf Britannien. An der Grenze zu Schottland stoßen die Römer dann auf ihre Grenzen, und errichten als ihre nördliche Grenze den beeindruckenden "Hadrianswall". Im besetzten Britannien werden die Römer aber bald als Garanten von Frieden und Ordnung angesehen, und ihre Kultur (Kleidung, Unterhaltungskultur (z.B. Gladiatoren- Arenen), Wohnkultur (z.B. Steinhäuser, Fußbodenheizungen, ...), wird mehr und mehr von den Briten angenommen. Die Römer gründen auch die ersten Städte mit schon recht modernem Gepräge, bauen Straßen und Bauwerke, und führen das Geld ein. Als die Römer sich wegen innerer schwäche aus Britannien zurückziehen müssen, folgt eine lang andauernde "finstere Zeit" mit viel innerer Unsicherheit und Chaos, bis schließlich die angelsächsischen Invasoren (über die hier im Film aber kaum etwas gesagt wird) eine Jahrhunderte lang andauernde Herrschaft etablieren können. Noch in der "chaotischen Zeit" aber verbreitet sich langsam das Christentum, das durch die Römer Eingang nach Britannien gefunden hatte (und schließlich auch von diesen offiziell geduldet wurde). Der in seiner Jugend von irischen Sklavenräubern aus Britannien verschleppte "Saint Patrick" verbindet keltische Traditionen mit dem Christentum und missioniert Irland. Die ersten Kirchen entstehen.

***IM NAMEN DES VOLKES***

Im Jahr 1066 erobert der normannische Wilhelm der Eroberer Britannien (von Frankreich aus). Gegen Widerstand geht er äußerst brutal vor. Zur Etablierung seiner Macht lässt er große Festungen im ganzen Land bauen und erhebt sehr hohe Abgaben vom durch die Normannen sehr leidenden Volk, das lange Zeit in starker Unfreiheit und Rechtlosigkeit von nun an leben muss. Wilhelm führt eine straffe Verwaltung ein. Wichtiges Instrument seiner Herrschaft ist auch das "Doomsday Book". Trotz ihrer harten Herrschaft beweisen die Normannen durch den Bau von großen Kathedralen auch Frömmigkeit. Der Reichtum des Adels und dessen starkes Engagement in den Kreuzzügen wird durch enorm hohe Abgaben zu Lasten der Bauern finanziert. Diese erleben viel Elend durch Ausbeutung. Es besteht ein starker Gegensatz zwischen dem Volk und dem Adel. In ihrer Verzweiflung werden viele Bauern zu Wilderern (wodurch der Robin Hood- Mythos entsteht). Als der britische König schließlich als Verteidigungsmaßnahme für sein Land jedem freien Einwohner Britanniens befiehlt, das Bogen schießen zu erlernen, wird England modern und wehrhaft; viele Einwohner werden dadurch aber auch für militärische Zwecke für den König unentbehrlich. Eine Revolution in der Waffentechnik stellt die Erfindung des Langbogens dar. Die damit ausgerüsteten Bauernheere erweisen sich als wesentlich effektiver als die traditionellen Ritter- Heere. Hierdurch gelingt es der britischen Krone, für lange Zeit große Gebiete in Frankreich zu erobern. Aber die wehrtechnisch gut ausgebildeten Bauern können ihre Gewalt auch gegen König und Adel einsetzen: bedeutende Volksaufstände finden in England statt, wodurch letztendlich die Laibeigenschaft abgeschafft wird, und das selbstbewusster gewordene Volk mehr Macht erhält. Als das durch seine Insellage von manchen Entwicklungen verschonte Britannien schließlich doch noch von der in Europa schon länger wütenden Pest heimgesucht wird, führt dieses in Britannien zur Entvölkerung ganzer Landstriche. Aufgrund des dadurch entstandenen Arbeitskräftemangels, bzw. des erhöhten Bedarf an Arbeitskräften erwerben die überlebenden Bauern eine bessere Position gegenüber dem Land besitzenden Adel. Es entsteht auch zum ersten Mal eine wohlhabendere bäuerliche Mittelschicht in Britannien.

***REVOLUTION***

Der machtbewusste Renaissance- König Heinrich VIII. entmachtet und enteignet die Kirche in England durch Gründung seiner eigenen, "anglikanischen" Kirche, wodurch England eines der bedeutendsten Länder der protestantischen Spielart der Kirche wird. Auch durch seinen natürlichen Reichtum an Eisen bedingt, wird Britannien größter Waffenproduzent Europas. Zahlreiche waffentechnische Erfindungen (vor allem Artillerie/ Kanonen) gehen von England aus. Der nach England gelangte Buchdruck ermöglicht die Verbreitung von religiösen Schriften und Bildung (Britannien hat einen hohen Alphabetisierungsgrad), aber auch radikaler Ideen. Die sittenstrenge reformerisch- fromme Bewegung der "Puritaner" macht sich diese Technik zu nutze. Anfangs vom König bekämpft, entwickeln sie sich zum Motor einer starken Opposition gegen denselben, und spielen eine wichtige Rolle in einem Bürgerkrieg gegen den König, gegen den sie schließlich mit ihrem militärisch- politischen Führer Oliver Cromwell obsiegen können, was zur Hinrichtung des Königs führt. Doch auch die Puritaner werden bald wegen ihres Fanatismus beim Volk verhasst. Das Bürgertum gewinnt jedoch durch solche Erfolge an Selbstbewusstsein; vor allem auch die Stadt London, in dem sich früh der Parlamentarismus als Zeichen für das Ende des Absolutismus des Königs durchsetzen kann.
Den Status einer Weltmacht gewinnt das bis zu dieser Zeit im größeren Maßstab eher unbedeutende England schließlich durch die unerwarteten Seegefechts- Erfolge gegen die bis dato bedeutendste Macht der Welt, Spanien. Dieses gelingt England auch durch mutige Freibeuter wie Francis Drake, dem es einmal gar gelingen soll, die gesamte Silberflotte der Spanier aus ihren reichen amerikanischen Kolonien zu kapern. Im Wettbewerb um Kolonien spielt Britannien im "Zeitalter der Entdeckungen" nun eine bedeutende Rolle.
Das immer bedeutender werdende London erfährt in dieser Zeit eine schlimme Brandkatastrophe, der fast die ganze Stadt zum Opfer fällt ...

***SCHMUTZIGE GESCHÄFTE***

Der erfolgreicher Erwerb vieler wirtschaftlich viel versprechender Kolonien fördert die Entwicklung des Kapitalismus. Die Londoner Börse und der internationale Handel spielen so eine immer wichtigere Rolle. London wird zu einem der größten Anziehungspunkte der Welt. An der Börse wird eifrig spekuliert. Plötzlich ergeben sich für viele Menschen die Chancen auf schnellen Reichtum. Aber dieses "Börsenfieber" nutzen auch einige Leute bei Börsengeschäften mit Betrügereien aus ... Großbritannien entwickelt sich zu DEM kommerziellen Machtzentrum. England wird auch der grlßte Sklavenhändler der Welt für lange Zeit. Der Bergbau spielt eine wichtige Rolle als Bereitsteller von Energie (Kohle) für die sich ankündigende Industrielle Revolution, die auch von England maßgeblich ihren Ausgang nimmt. Der neue Reichtum Englands führt aber auch zu starken gesellschaftlichen Veränderungen. Nicht nur ein Problem, sondern vor allem auch ein großes Geschäft wird in England die Prostitution.
Derweil gehen die Engländer in ihrer ersten Kolonie, England, hart vor: die - fast ausschließlich katholischen- Iren werden fortdauernd unterdrückt; eine höhere gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Position wird ihnen - zunächst sogar beim Militär - untersagt. Doch durch den starken Bedarf an Streitkräften für die Kolonien wird der Zugang von Iren in die britische Armee bald wieder erleichtert. Jedoch verursachen harte Maßnahmen der Briten gegenüber den Iren anhaltende Ablehnung und bleibend mangelnde Identifikationsbereitschaft der Iren gegenüber den Briten.
Zur größten Weltmacht entwickelt sich Britannien schließlich durch Admiral Nelsons Sieg in der "Schlacht bei Trafalgar" gegen Napoleon.

***DIE EROBERUNG DER MEERE***

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Kapitän James Cook entdeckt Australien und nimmt es für England in Besitz. - England ist damit der größte "Besitzer der Welt", was es lange Zeit bleiben soll. Das Zeitalter von Entdeckungen, Erfindungen und Firmengründungen geht maßgeblich von Britannien aus. Die ebenfalls hiervon ausgehende Industrielle Revolution ist "Segen, aber auch Fluch" auch für England: sie schafft viel "gesellschaftliche Mobilität", aber auch viel ungelichen Reichtum und viel Armut. Neue Technologien gehen auf Kosten der Arbeiterklasse; z.B. die baumwoll- Spinnmaschine, u.Ä. Durch die neue Technik gerät auch das Handwerk in eine tiefe Krise. In dieser sich turbulent schnell verändernden Zeit kommt es u großen, z.T. organisierten Arbeiteraufständen und mutwilligen Zerstörungen von Fabrikanlagen ("Maschinenstürmer"). Auch die Kirche ist oft eine wichtige Stütze bei der Gegnerschaft gegen die "neuen Zeiten". Dennoch wird Großbritannien die erste große und führende Industrienation. Um die schnell voranschreitende Industrieentwicklung weiter zu garantieren, ist ein großes Heer von Arbeitern nötig, die unter harten und gefährlichen Bedingungen die "Infrastruktur" der Industrialisierung schaffen: Eisenbahnlinien, Tunnel und Brücken werden nun gebaut. Wichtige Erfindungen für die Industrialisierung überhaupt sind die Eisenbahn und die Dampfmaschine, die in Britannien erfunden werden. Seine industriellen Leistungen kann Britannien auf der 1. Weltausstellung in London stolz der Weltöffentlichkeit bald präsentieren. Die Kehrseite der Industriellen Revolution sind Armut, soziale Probleme und Prostitution. Außerdem sind insbesondere in den Stadtteilen der einfachen bevölkerung die Wohn- und sanitären Verhältnisse schlecht und unterentwickelt. Auf diesem Hintergrund werden in Britannien die ersten WC's von Installateuren entwickelt. Trotz der sozialen Probleme verfügt Britannien über eine hohe Alphabetisierungsrate, wodurch sich auch die arme Bevölkerung durch die zahlreich gewordenen Zeitungen informieren und bilden kann. Das "Viktorianische Zeitalter" ist von starken Widersprüchen geprägt: auf der einen Seite Britanniens Entwicklung zur Welt- und Kolonialmacht und mächtigsten Industrienation, die enorm viel geld "verdient", und in der die Oberschicht ein luxuriöses Leben führen kann; auf der anderen Seite viel Elend und Armut gerade auch in Britannien. Als ehemals "führender Sklavenhändler" der Welt schafft ausgerchnet Britannien bald die Sklaverei ab und verurteilt diese.

***DER AUFSTIEG DER STÄDTE***

Auf der Suche nach Arbeit und Erfolg strömen immer mehr Menschen vom Land in die Städte, wo die Fabriken stehen. Britannien ist zu dieser Zeit führend in Handel, Industrieproduktion und Ingenieurwesen (Erfindungen). Andererseits weiß es nicht, wie es auf die anhaltenden sozialen Probleme im eigenen Land reagieren soll. Denn die Industrielle Revolution hat auch viele Menschen verarmen lassen; es besteht sogar hohe Arbeitslosigkeit. In diesem Elend gibt es soger viel Kinderkriminalität und sogar -prostitution. London ist die mit Abstand größte Stadt der Welt, die aber auch die meisten Slums aufweist. Hier grassieren Krankheiten und es existiert eine enorm hohe Kindersterblichkeitsrate. Im Kampf gegen die neue "Ultra- Seuche", die Cholera, gelingt schließlich einem britischen Arzt die Bekämpfung derselben durch Entdeckung der Verbreitungsursachen. Zur Bekämpfung der hohen Kriminalität reagiert der britische Strafvollzug sehr unbarmherzig mit Todesstrafe und langjährigen harten Haftstrafen, sowie Abschiebung in "Gefängniskolonien" (vor allem Australien und Tasmanien) selbst für Minderjährige. Die britische Gesetzgebung richtet ihr Augenmerk dabei fast ausschließlich auf Folgen der Kriminalität, nicht aber auf (mögliche) Ursachen. Die starken Klassenunterschiede in der britischen Gesellschaft ermöglichen lange Zeit die weitgehende Ignoranz für die sozialen Probleme der unteren Bevölkerungs- und Einkommensschichten seitens der Oberschicht, die sich nicht in der Verantwortung für die Beseitigung solcher Probleme sieht. Die armen Bevölkerungsschichten werden von den Reichen lange Zeit sehr einseitig vor allem als potentielle Unruhestifter und Kriminell angesehen. Jedoch machen auf diese Missstände vermehrt Schriftsteller (wie Charles Dickens) und Zeitungsjournalisten aufmerksam, die die starke soziale Ungleichheit als ungerecht und als Ursache vieler Probleme ansehen. So entwickeln allmählich die "Höheren Kreise" Interesse und Verantwortungsbewusstsein für die Probleme ihrer "armen Landsleute" und gründen infolgedessen zahlreiche Wohlfahrtsverbände, soziale Einrichtungen, öffentliche Schulen, Bibliotheken, badeeinrichtungen, ... Sportvereine für die einfachen Schichten entstehen. Eine soziale Gesetzgebung wird etabliert. Arbeiter kommen in den Genuss von zahlreichen sozialen Leistungen, erhalten das Recht auf Urlaub und haben mehr Freizeit, die sie z.B. in Fußballstadien verbringen und mit neuen Formen der Freizeitgestaltung verbringen.

***KAMPF UM FRIEDEN***

Im 1. Weltkrieg arbeiten viele Frauen in der Industrie, vor allem aber in den Munitionsfabriken in England. Nicht zuletzt diese "Opferbereitschaft" für ihr Land führt dazu, dass in Großbritannien endlich das Frauenwahlreicht eingeführt wird. Hierdurch verbessert sich die Stellung der Frau in der Gesellschaft, die bis dahin kaum führende Positionen selbst in der Wirtschaft eingenommen hatten. Nun schreitet die Gleichstellung voran.
Der schottische Arzt Alexander Fleming entdeckt das Penicillin durch Zufall.
Der 2. Weltkrieg führt nicht nur zu einem hohen "Blutopfer" der Briten, sondern auch durch große Zerstörungen in ihren Städten; vor allem London wird zu großen Teilen zerstört.
Nicht lange nach Ende des 2. WK wird Elisabeth II. als britische Königin gekrönt. Die Krönungszeremonie ist eine der ersten großen, kollektiven britischen Medienereignisse, für dessen landesweite Ausstrahlung durch die neuen Fernsehapparate sich die Queen persönlich einsetzt, damit alle Briten daran teilhaben können als "großes, nationales, "gesamtbritisches" Ereignis.

***FAZIT***

Die Dokumentation ist vor allem durch die aufwändigen Schauspielszenen spannend gestaltet worden; aber auch durch die gut vermittelten, wissenswerten Informationen, die dem Zuschauer Vieles über die Briten, ihre Geschichte, Kultur und Selbstverständnis näherbringen. Dass diese Geschichte sehr aus britischer Perspektive geschildert wird, kann verständlich sein. Was allerdings etwas stört, ist die "Tendenz" dieser Dokumentation, die nicht nur - trotz aller Sachlichkeit - durch den hier vermittelten Patriotismus zum Ausdruck kommt, sondern letztendlich die ganze Dokumentation auf "Versöhnung" der Briten untereinander und mit ihrer Geschichte angelegt ist. - Dazu kann es natürlich nicht beitragen, wenn man zu sehr den Fokus auf sehr kritische Aspekte in der britischen Geschichte hinweisen würde. - Was daher auch zum großen Teil hier ausbleibt. Die Briten sollen stattdessen stolz auf sich und ihre Geschichte und ihre Leistungen sein. Hierbei soll man "Soziale Gegensätze" und in der Vergangenheit massives an Briten durch Briten verübtes Unrecht vergessen, sowie die Tatsache, dass sich (vor allem früher) viele Briten mit den politischen (und gesellschaftlichen) Vorgängen ihres Landes mitnichten identifizieren konnten, wozu auch - m.E. völlig verständlich - z.B. eine starke Ablehnung der Monarchie gerade auch in den "Unteren Schichten" vorhanden war (und ist). - Doch gerade die Versönung mit der Monarchie mit einer "volksnahen" Königin, also vom Volk mit dem Establishment, strebt diese - sonst durchaus sehr gut gemachte - Dokumentation an, weshalb auch - völlig logisch - am Ende dieser Reihe die Krönungszeremonie von Queen Elizabeth II. steht. - Das mag erst den (vor allem deutschen) Zuschauer etwas verwirren; der Grund dafür wird dann aber nur all zu offensichtlich.
Diese "Tendenz zur Versöhnung" kommt auch durch den "Verlauf" der einzelnen Folgen hier jeweils zum Ausdruck: anfangs werden hier oft starke Probleme im britischen Reich erörtert, deren Leidtragende meistens das Volk ist. Später werden dann bedeutende Leistungen gezeigt, mit denen sich ALLE Briten dann besser identifizieren können, bzw. die Folge hat dann jeweils wieder einen guten, bzw. hoffnungsvollen Fortgang für das britische Volk. - Letztlich soll man sich so, wie die Geschichte verlaufen ist (bzw. hier dargestellt wird), mit "Britannien" und seiner Geschichte identifizieren, stolz auf sein Land sein. Dass tatsächlch beileibe nicht alles in der britischen Geschichte so "einwandfrei" und lobenswert war, wird hier zwar durchaus z.T. angesprochen; doch eine wirkliche, kritische (und seriösere) Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte fällt aber zu Gunsten der o.g. "Tendenz" für meine Begriffe leider etwas zu oft zum Opfer. Die "Versönung" mit Geschichte und Establishment steht hier halt im Vordergrund.
Dennoch muss man der BBC auch hier wieder mal eingestehen, dass ihr sonst in "filmischer" Hinsicht eine sehr bemerkenswerte und informative Dokumentation gelungen ist.
Allein die für mich plumpe, weil all zu offensichtliche Tendenz/ Motivation für diesen Film hat mich gestört, weshalb ich dem Film Abzüge in der B- Note erteile. Wen das nicht stört oder wem diese Art - als Engländer - für "Liebe für sein Land" über alles geht, dem kann ich diesen Film aber uneingeschränkt empfehlen; wie auch den Anderen, die sich mal über Britannien auf durchaus spannende Art informieren wollen, und die wissen wollen, warum die Briten oft so patriotisch sind, bzw. weshalb sie das (falls sie Gründe dafür brauchten/ suchten) sein könnten (warum es also etwas "Besonderes sein soll, Brite zu sein", u.Ä.).
Die Hinzuziehung durch in England meist sehr populärer menschen aus Sport und Showbusiness, sowie Romanautoren (Celebrities) (anstatt der sonst üblichen wirklichen Experten) rückt das Werk hier zudem ein wenig in die Ecke des "Boulevard- Journalismus". - Möglicherweise sollte damit erreicht werden, dass sich für diese Dokumenatation auch Leute interessieren (z.B. der typische "Daily Mirror" oder "Sun"- Leser (ja, auch das ist natürlich "typisch britisch"!), denen zwar diese Celebrieties etwas sagen, aber die sonst keine Ahnung von dieser Materie hier haben/ sich nicht dafür interessieren? - Für mich wäre das eine peinliche Vorgehensweise, die für eine sonst weitgehend sehr gut gemachte und seriöse Dokumentation sehr bedauerlich ist. - Ich jedenfalls wüsste nicht, weshalb ich in einer ernst gemeinten Geschichts- Dokumentation ausgerechnet hier in Hülle und Fülle Statements von Fußballspielern und Schauspielern haben müsste. - Wäre für mich kein Grund, diesen Film lieber zu sehen; eher im Gegenteil!
Die FSK 12 - Freigabe erklärt sich übrigens wohl hauptsächlich durch die Thematisierung auch von Prostitution in diesem Film, sowie Darstellung in diese Richtung. Sonst sind die Darstellungen ziemlich harmlos.
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am 11. Mai 2014
interessant, teilweise etwas reißerisch, teilweise dokumentarisch-sachlich aufgebaut. Die Produzenten haben m.E. versucht, ähnliche Themen je DVD zusammen zu stellen, was teilweise besser gelungen ist, teilweise etwas zusammengeworfen wirkt. Aber an und für sich ein guter und teilweise spannender Überblick über die britische Geschichte
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am 18. April 2014
Eine Ausführliche Darstellung der Britische Geschichte von der Besiedlung der Römer, bis zur Moderne. Sehr detailliert und durch berühmte englische Schauspieler dokumentiert.
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am 11. Oktober 2014
Alles bestens, het super geklappt, immer wieder gerne, danke..., x x x x x x x x x x x x x x x x
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am 15. Dezember 2013
Alles einwandfrei! Habe diese DVD für meine Schwester bestellt (Englisch- und Geschichtslehrerin). Absolut gut und informativ!! Nur weiter zu empfehlen und schnelle Lieferung!
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