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am 28. Januar 2014
Rob Zombie hat sich mittlerweile zu einem ganz guten Filmemacher entwickelt. Damit steigen natürlich auch die Ansprüche, die man an den Rocker stellt. Zugute halten muss man Zombie in jedem Fall, dass er – eigentlich ein Amateur – in seinen Filmen eine vollkommen eigene Atmosphäre mit hohem Wiedererkennungsgrad schafft. Vornehmlich entsteht diese Atmosphäre aus einer regelrecht betörend wirkenden Kombination aus Bildern und Bildcollagen mit exzellent gewähltem Soundtrack.

Diese Attribute treffen weitgehend auch auf Zombies 2012er Werk "The Lords Of Salem" zu. In diesem Film trifft ein ausgesprochen düsteres Ambiente auf gutklassige Filmmusik, die teilweise von Rob Zombies Haus- und Hofgitarristen John 5 komponiert wurde. Am Effekt, den die Bilder haben, können auch die an einer Hand abzählbaren Locations, an denen gefilmt wurde, nichts ändern. Die Ausstattung bzw. die Requisiten sind hingegen etwas steril – das hat man von Zombie definitiv schon besser gesehen. Trotzdem – optisch und akustisch macht dem Rockmusiker so leicht keiner was vor, da passt wirklich alles zusammen.

Leider gilt das für den Rest des Films nicht so ganz. "The Lords Of Salem" leidet vor allem an einem schwachen Drehbuch mit stellenweise konfuser Handlung. Der Film kann sich offenbar nicht entscheiden, ob er eine Art "Blair Witch Project", ein "normaler" Horrorfilm, eine Hommage an (schlechte, heute als "Kult" geltende) Filme aus den 1970ern oder vielleicht doch so etwas wie ein Psychothriller sein will. Und wie immer in einem solchen Fall ist er ein bisschen was von allem, ohne irgendwo richtig gut zu sein. Die Handlung ist zum Teil ausgesprochen abstrus und – noch schlimmer – so dünn, dass man sich fragt, wie der Film auf abendfüllende Länge gestreckt werden konnte. Das wird beim Ansehen allerdings schnell klar – das Erzähltempo ist, gelinde gesagt, "ein wenig" bedächtig. Lange Phasen, die geradezu statisch wirken, wechseln sich mit Dialogen ab, die so nichtssagend sind, dass man tatsächlich versucht ist, den Vorlauf zu aktivieren. Natürlich trifft das nicht auf alle Dialoge zu, aber stellenweise ist es schon unglaublich, wie wenig Aussage drin steckt.

Nächstes Sorgenkind ist die Schauspielerriege. Selbstverständlich darf man von einem Rob Zombie-Streifen kein Star-Ensemble aus Hollywood erwarten. Das ist grundsätzlich auch kein Problem und macht seine Filme auch zu dem, was sie sind. Aber in diesem Fall wirkt nicht nur das Drehbuch ermüdend, sondern die Darsteller scheinen das ein bisschen zu sehr verinnerlicht zu haben. Begeistern kann eigentlich nur Bruce Davison, der seine Rolle als Historiker sehr gut spielt und sich damit umso mehr vom restlichen Cast abhebt. Auch Meg Foster als alte Hexe macht ihre Sache ganz gut, auch wenn aus meiner Sicht mehr aus dieser Rolle herauszuholen gewesen wäre. Die übrigen Darsteller bieten zwar an sich keine schlechte Leistung, leiden aber besonders am durchwachsenen Drehbuch.

Bleibt die Hauptdarstellerin: Sheri Moon Zombie liefert meines Erachtens eine ambivalente Leistung ab. Sie profitiert grundsätzlich von ihrer natürlichen Ausstrahlung, die ihr nicht abzusprechen ist. Leider ist die Rolle, die sie in "The Lords Of Salem" spielt, beinahe wie eine Charakterrolle angelegt – und dafür reicht das schauspielerische Talent dann doch (noch) nicht so ganz. Frau Zombie bewegt sich auf eine Art und Weise durchs Bild, die wohl bedächtig-tiefsinnig wirken soll – leider kommt sie dem Zuschauer stattdessen müde und farblos vor. In einigen Szenen kann sie zwar durchaus zeigen, was sie kann, aber insgesamt hat man die Dame definitiv schon in besserer Verfassung gesehen. Nebenbei bemerkt: Auch wenn Sheri Moon Zombie wirklich attraktiv ist, stellt sich die Frage, wie lange man ihr die Rolle als junges Mädchen noch abkauft. Aber das sei nur am Rande erwähnt.

Was dem Film außerdem fehlt, ist, dass er tatsächlich Furcht beim Zuschauer auslöst. Die Grundstimmung mag zwar bedrohlich sein, richtig beängstigend ist sie jedoch nicht. Das war aber etwas, was – zumindest ich – mir nach den Vorschauszenen, die unter anderem auch auf der "Twins of Evil"-Tour zu sehen waren, versprochen habe. Splatter fehlt praktisch völlig, ist aber auch nicht notwendig. Trotzdem wäre etwas mehr subtiler Horror meines Erachtens angebracht gewesen.

Fazit: Leider reicht es damit nur für zwei Sterne. Eine Bewertung, die mir als Zombie-Fan schwerfällt – aber genauso schwer ist es mir gefallen, "The Lords Of Salem" von Anfang bis Ende durchzustehen. Wenn das Kunst sein soll, wünsche ich mir, dass Rob Zombie sich künftig wieder mehr an seinem ziemlich geradlinigen Meisterwerk "The Devil's Rejects" orientiert. Klar, prinzipiell nicht zu vergleichen – aber dieser Film war in allen Belangen überdurchschnittlich, was man von "The Lords Of Salem" beim besten Willen nicht behaupten kann.
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am 8. Mai 2016
Da ich schon in meiner Jungend in den 90 Rob Zombie "fan" war, mochte seine musik eig immer.
und auch seine ersten Filme gut fand... War dieser film einfach ein muss für mich....
Er ist zwar etwas anders als gedacht, aber dennoch ein Super "Psycho" Thiller / Horror film.. mit Sehr guten Soundtreck..
Kann ich eig nur emfpehen
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am 3. Dezember 2013
Wollen eigentlich die DVD-Anbieter mutwillig riskieren, daß dieser Film in den Regalen versauert.
Wer von diesem Coverbild eines bemaltem Hungerhakens mit kryptischer Durchfalllmimik nicht erst einmal vom Kauf abgeschreckt wird, beweist jetzt bereits gute Nerven.
Mein persönlicher Favorit für das schlechteste Motiv, das je auf eine DVD- Hülle gewürgt wurde.
Der Gruselfilm jedoch, der sich dahinter versteckt ist allemal einen gelungenen Filmabend wert, erinnert mehr an ein surreales Schauermärchen und spaltet wie man hier im Forum auch lesen kann, gewaltig die Gemüter.
Alle angesprochenen Kritikpunkte sind berechtigt, und künftige, interessierte Käufer seien rechtzeitig gewarnt.
Bis auf eine sehr dürftige Story- Grundstruktur beinhaltet Rob Zombies neuestes Werk so gut wie keine nachvollziehbare stringente Handlung. Ebenfalls ist auch die Schock-Frequenz arg übersichtlich.
Warum dennoch vier Sterne: Rob Zombie schafft etwas, was wir im heutigen Horrorfilm so gut wie gar nicht mehr erleben.
Eine Eleganz, eine schwarze Phantastik der Bilder, einen fiebernden Farbenrausch, eine alptraumhafte Magie bestehend aus Bildstrukturen, gemäldehaften, vibrierenden Phantasmagorien, atmosphärischer Ausleuchtung und Wahnvorstellungen.
Das gelingt ihm dannn doch vortrefflich und so funktioniert und berauscht, bisweilen verstört er durch eine unaufhörliche Reihe von morbiden Szenen.
Ein surreales böses Märchen, freilich ohne Logik oder innere Dramaturgie.
Langsam , schwebend, arabesk ist er inszeniert.
Wenn in einem dunklen Hotelflur mit verschlungenen unheimlichen Tapetenmustern plötzlich die Deckenleuchter anfangen zu pendeln, wenn eine Tür sich zu blutroten,dämonischen sakralen Sälen öffnet, wenn Ziegenköpfe als Satanssymbol ins Bild gerückt werden, verhüllte Priester auf monströsen Thronen mit Dildos hantieren, blutüberströmte Heiligenbilder im Kerzenlicht zucken, eine Teufelsgeburt in schillernden Farben vonstattengeht, plötzlich dämonische Fratzen, und verzerrte Gestalten in Zimmerecken unbeweglich lauern, Hexenrituale mit alten, entstellten nackten Frauen zelebriert werden, dann ist das alles eine einzige irreale Wahnvorstellung.
Fast vollkommen unblutig zitiert hier Rob Zombie fleißig aus vielen Meisterwerken der Horrorgeschichte.
Die nackten Hexen, die Teufelsgeburt kennen wir aus Polanskis "Macbeth" und "Rosemaries Baby", die phantastische, groteske Bildersymbolik aus Filmen wie "Suspiria", "Horror Infernal", "Mother of Tears", die Verhöhnung der Kreuz- und Heiligensymbolik aus Werken Ken Russels, wie "Der Biß der Schlangenfrau", oder "Gothik".
Überraschen kann uns Rob Zombie also hier nicht wirklich, noch schafft er es den Vorbildern ebenbürtig zu sein.
Jedoch die ähnliche hypnotisch, exaltierte Machart, eine Regie, die die magische Kraft der Bilder über jedwede Handlung stellt ist gerade heute außergewöhnlich und rechtfertigt aufs neue Rob Zombies Ruf als exzentrischer Regisseur, der sich ein Nichts um den aktuellen Mainstream- Geschmack schert.
Bereits mit den ultrabrutalen "Haus der tausend Leichen" und "The devil rejects" konnte er provozieren, und mit seinen eigenständigen Halloween- Neuinterpretationen reihenweise Michael Myers- Hardcore Anhänger fast in den Suizid treiben.
Um den Beifall des Zuschauers hat Rob Zombie nie gebuhlt und genau das macht ihn so sympathisch.
Man kann es als Lob oder als Kritikpunkt sehen: "Lords of Salem" wirkt mit seiner grossartigen Orchestrierung und seinen satanisch, burlesken Bildern tatsächlich wie ein langer pittoresker Videoclip aus Dantes Inferno und Hieronymus Bosch.
Um ehrlich zu sein, sehr viel mehr stringente Handlung hatte ein Dario Argento, Mario Bava oft auch nicht zu bieten.
Doch was im Gegensatz zu deren grossen Meisterwerken Rob Zombie nicht gelingt, ist wirklich treffsichere Höhepunkte in "Lords of Salem" zu inszenieren. Man hätte ihn sich kraftvoller, und auch schockierender gewünscht.
Ein Film wie ein schillernder Drogentrip alllemal, aber leider auch dahinplätschernd.
Mich hat dies dann doch schlußendlich wenig gestört, wenn man von Anfang an "Lords of Salem" als wahnhaftes Gruselmärchen einordnet.
Die Geschichte ist in drei Sätzen erzählt:
Vor 300 Jahren wurde in der finsteren Stadt Salem ein Zirkel von Hexen grausam hingerichtet. Den Teufel hatten sie beschworen, Luzifer wollte ein eigenes Kind zeugen.
Hier und heute lernen wir die junge labile Heidi (Sheri Moon Zombie) kennen, die in dem kleinen für immer verfluchten Städtchen als Radiomoderatorin und DJ arbeitet.
Eine seltsame unbekannte Schallplatte, in einer hölzernen Kiste mit heidnischen Symbolen, wird eines Tages in der Radiostation abgeliefert. Nur der Bandname "The Lords" ist zu lesen.
Als die Platte mit ihren verzerrten Klängen abgespielt wird, erwacht der grauenhafte Hexenspuk aus der Vergangenheit zu neuem Leben.
Von da an gleicht Heidis Leben eine Reise in den Wahnsinn. Dämonische Zeichen, Bedrohungen häufen sich.
Sheri Moon macht ihre Sache gut, ist bei weitem betörender als das ratzige DVD-Cover vermuten läßt, Musik und Kamera, Effekte und Atmosphäre ebenfalls hervorragend.
Fazit: eine elegante wahnhaft teuflische Bilderpracht mit grosser Sogkraft aber natürlich nicht für diejenigen, die eine stringente Horror-Story erwarten.
Für mich jedenfalls eine schöne Überraschung, die nach "Halloween 2", den ich durchaus schätze ,Rob Zombie noch mehr als Visionär der Bilder, fern ab von einem durchgängigen Drehbuch zeigt.
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am 1. Mai 2016
Abstruse story, langweilig umgesetzt, was soll man noch mehr darüber ssgen?Überflüssig vielleicht. Manchmal frage ich mich, ob das eine Krankheit ist oder nur mangelnde Phantasie
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am 20. Juli 2015
Eigentlich mag ich ja Rob Zombie Filme, so dass ich mich auf Lord of Salem sehr gefreut habe, die FSK 16 war mir egal, da ich einen gruseligen und spannenden Hexenfilm sehen wollte.

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Nach einem sehr ansprechenden Beginn, wird MIR der Film zu psycho und abgedreht, so dass die Spannung immer wieder verloren geht.

Bild und Ton sind i.O.

Fazit: Kann ich nicht empfehlen.
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am 28. Juni 2013
Dieser Film spaltet sicherlich nicht nur diejenigen, die Rob Zombies bisheriges Schaffen mochten und die ihn schlecht fanden, sondern auch die Rob Zombie-Filmfans unter sich. Denn "The Lords of Salem" ist anders als alle seine anderen Filme bisher. Das ist an sich nicht schlecht und hätte trotzdem zu einem weiteren Meisterwerk gereicht, aber das tat es nicht.

1) Wenig ausgearbeitete Figuren.
Was ich an Rob Zombies Filmen so mag, ist sein Auge für's Detail bei den Figuren, ob sie nur für fünf Minuten vorkommen oder eine Hauptrolle inne haben. Ganz gleich, jeder wird mit der nötigen Würde betrachtet. Darum funktionieren seine Gewalt-Exzesse auch so gut, weil sie emotional sind.
In "Lords of Salem" hat er dieses Talent von sich vernachlässigt und das merkt man leider. Die Schicksale der Figuren berühren nicht wirklich. Besonders bedenklich: Wenn der Haupt-Antagonist mehr Mitgefühl erweckt als die Hauptfigur, dann stimmt was nicht, würde ich sagen.

2) Keine durchdachte Struktur.
Auch wenn ich das abstrakte Feeling, das dieser Film vermittelt, mag, muss ich zugeben, die Szenenfolgen scheinen manchmal einfach nur willkürlich, als hätte Rob Zombie sich erst im Schneideraum darüber Gedanken gemacht, wo er welche Szene einfügt.

3) Zu viel wird angerissen und nicht weiter ausgeführt.
Vieles im Film bleibt unausgesprochen und wird nicht aufgelöst. Nun gut, nicht alles muss erklärt werden, aber in "The Lords of Salem" gibt es so viele Details, die bei näherer Betrachtung keinen Sinn machen, weil sie ohne Bezug bleiben.

Warum ich trotzdem 3,5 Sterne vergebe, obwohl es schon nach 2 Sternen klingt? Weil die Inszenierung mal wieder Rob Zombie-typisch äußerst atmosphärisch ist, unheimlich, bedrohlich, und man den typischen Humor seiner Filme wieder findet und der Film einfach schick aussieht, sodass man ihm sein geringes Budget gar nicht ansieht.

FAZIT: Weder ein Film für Horrorfans noch für (eingefleischte) Rob Zombie-Fans. Natürlich gibt es wieder welche, die diesen Film in den Himmel loben werden, aus welchem Grund auch immer. Mein Tipp: Erst das Buch lesen, das ausführlicher, intensiver und stringenter als der Film ist, und dann den Film genießen. Schade, dass er das Erlebnis "The Lords of Salem" auf zwei Medien aufteilte. Wäre das Buch so wie es ist als Film umgesetzt worden, hätte er ein weiteres Meisterwerk geschaffen. Aber so bekommt "The Lords of Salem" insgesamt nur 4 Sterne, denn: der Film lässt zu wünschen übrig und Rob Zombie ist eben kein Schriftsteller.
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am 2. November 2014
Rob Zombie lässt immer ein wenig von seiner Musik in Bildern einfließen.
The Lords of Salem behandelt mehrere Themen neben den 70er Jahren Horrorfilmen und Videoclips heute.
Ein Alptraum voller Heroin und Hexerei gegen die Kirche (die Hexen verbrannt hat) hin zu einer Blasphemischen Blut-Orgie auch als Racheakt mit der Unheiligen Mutter des Drachen persönlich als Folge.
Tod und Geburt als Grenzerfahrung ohne Romantik wie ein Schlag in den Magen und teilweise Unangenehm an zu schauen obwohl dieser Film nicht sein Gewalttätigster ist.
Seine Frau zeigt dabei wie immer ihren Körper und Psychischen Trash als seine persönliche Mutter die er lieb hat.
Viele können mit seinem Machwerk nicht viel anfangen weil das ganze keiner Menschlichen Logik folgt.
Sicher nicht sein bester Film aber auch nicht sein Schlechtester weil er der Alptraumhafteste von Herrn Zombie ist.
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am 5. Januar 2016
Es ist nicht Rob Zombies bester Film, aber man merkt auf jeden Fall, dass es eines seiner Werke ist. Er ist sehr zu empfehlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 11. Mai 2014
Wer die bisherigen Horrorwerke von Rob Zombie wie etwa "Haus der tausend Leichen", "The Devil Rejects" oder die beiden Halloween Neuverfilmungen gesehen hat, wird bei "The Lords of Salem", seinem neuen Horrorschocker, total überrascht sein, denn zum ersten Mal zeigt der Rockmusiker Zombie auch seine subtile Seite und einen hohen künstlerischen Anspruch. "The Lords of Salem" ist nämlich ein visuelles Meisterwerk, das von verstörenden Bildern dominiert wird und eine beklemmende pessimistischen Stimmung präsentiert. Die Bilder und die Settings erinnern interessanterweise sehr an Ken Russell, aber auch an Altmeister Dario Argento. In Salem, Massachuettes fanden ja ab dem Jahr 1692 die berüchtigten Hexenprozesse statt, in deren Verlauf viele unschuldige Menschen der Teufelsanbetung angeklagt wurden und auf grausame Art ihr Leben lassen mussten. In dieser Zeit wird auch Margaret Morgan (Meg Foster) als Hexe entlarvt und mit ihren 5 teuflischen Gehilfinnen von Reverend Hawthorne zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Die Hexe spricht aber einen Fluch aus, der sich nun erfüllen soll. Heidi (Sheri Moon Zombie) arbeitet erfolgreich als Teil eines Trios in einer Hard-Rock Radio Station. Ihre Kollegen sind Whitey (Jeff Daniel Phillips), mit dem sie eine lockere Liebesbeziehung hat und Herman (Ken Foree). Eines Tages erhält sie eine seltsame Holzkiste, in dem sich das neue Album einer völlig unbekannten Band namens "Lords of Salem" befindet. Als sie die Platte auflegt ist sie von diesem geheimnisvollen Gesang sowohl fasziniert wie abgestoßen. Die Klänge lösen auch Visionen von Hexen aus, die ein Kind gebären. Am nächsten Tag interviewt Heidi den Schriftsteller Francis (Bruce Davison), der ein Buch über diese Hexenprozesse geschrieben hat und der sich auch sehr für dieses ominöse Album interessiert. Währenddessen geschehen in dem Haus in dem Heidi wohnt seltsame Dinge. Heidi sieht in dem leerstehenden Appartment Nr. 5 auf ihrer Etage eine Gestalt, die dort scheinbar wohnt. Ihre Vermieterin Lacy (Judy Geeson) versichert aber, dass sie nicht vermietet hat. Sie ist eine treue Freundin von Heidi und stellt dieser ihre beiden Schwestern Sonny (Dee Wallace) und Megan (Patricia Quinn) vor, die hellsichtige Megan will Heidi aus der Hand lesen. Später merkt Heidi, dass ihr Hund sich etwas seltsam benimmt und an der angeblich freien Wohnung Nr. 5 scharrt. Die Tür geht auf und schwupps befindet sich die neugierige Heidi mitten in der Hölle...
Ein sehr bemerkenswerter Film, den ich spontan zu den sehr guten neuen Horrorfilmen zähle. Natürlich ist diese ruhige Machart nach dem Vorbild europäischer Filme der 70er Jahre sicherlich nicht jedermanns Geschmack und die Höllenbilder, die der Alptraum für Heidi und für uns Zuschauer offenlegt sind künsterisch sehr ambitioniert. Doch die Furcht und die Paranoia die die Hauptfigru druchlebt überträgt sich gnadenlos auf den Betrachter dieses Szenarios, das zudem noch viele gute Einzelszenen beinhalten und sich sehr viel Zeit lässt
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am 2. November 2013
Tja... jetzt kann ich die ganzen schlechten Kritiken verstehn, die ich vorab gelesen und gehört habe. Aber bestätigen kann ich sie auch wieder nicht. Denn sooo schlecht ist der Film nun wirklich nicht.

Der Film ist eine Homage an den 60'er und 70'er Okkult-Film, von Filmen wie Rosemary's Baby, City of the Dead, The Wicker Man ect. der aber leider 30 Jahre zu spät kommt, ich denke nicht das daß groß der jüngeren Generation etwas damit anfangen kann, zumal er eben genau in diesem Stil gedreht ist. Die Leute haben sich mit Sicherheit auch etwas anderes Vorgestellt, nach Rob Zombie's bisherigen Filmen.

Die Filmproduktion stand zudem unter keinem guten Stern. Das lag unter anderem daran das Richard Lynch wärend der Dreharbeiten verstarb (R.I.P.), der eigentlich den Reverant Hawthorn spielte. Dessen Screentime war zu 60% abgedreht und das Material konnte nicht verwendet werden und der Charakter und Story wurden dann nur zum Teil mit einem anderen Schauspieler nachgedreht. Dann sprangen auch viele Schauspieler wärend der Dreharbeiten wieder ab, unter anderem Billy Drago und es wurde ein Teil der Story die mit Udo Kier gedreht wurde auch nicht verwendet. Desweiteren lag es wohl auch am sehr mageren Budget von 2,5 Millionen US $. Und das ziehmlich viel der original Roman Vorlage fehlt in der Film umsetztung (wie ja so oft)!

Ich muss sagen, der Film hat sehr gute Ansätze, die erste halbe Stunde ist sehr, in der Mitte zu langatmig und am Ende lässt er zu viel Fragen auf! Der größte Mangel sind wohl die zu wenig ausgearbeiten Charaktere, die Storyline und der mangelnde Schnitt, der aber angesichts der Hintergrundprobleme nicht verwunderlich ist.

Ansonsten ist Zombie's Film mal wieder genial in Optik, Score, Music und Auftritt markanter Persönlichkeiten der B-Movie Geschichte, unteranderem Meg Foster (verdammt, was für geile Augen)!!!

Ich lege jedem an Herz, einmal die original Roman Vorlage zu lesen, die weit aus besser ist als der Film!
Der Roman wird jetzt im Dezember auch zum ersten mal in deutscher Übersetzung veröffentlicht.
Und ist im Übrigen von Rob Zombie selbst geschrieben, also sein erster Roman sozusagen, den als Author und Comic Zeichner ist er ja schon länger tätig!

Also in anbetracht der Umstände, würde ich ihm eine 5/10 geben, aber eigentlich will ich ihn garnicht bewerten!
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