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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2014
Die Herstellerfirma FiiO hat endlich einen ordentlichen Bug-Tracker (bugzilla) eingerichtet, bei dem man entdeckte Fehler (bugs) melden und neue Funktionen (feature requests) vorschlagen kann. Zudem kann man für die meist gewünschten Funktionen bzw. am dringendsten zu behebenden Fehler seine Stimme abgeben (insgesamt stehen einem 25 "votes" zur Verfügung, welche man beliebig einsetzen kann).

Umso mehr Leute dort partizipieren, desto grösser fällt auch der Druck auf FiiO aus, möglichst schnell die Firmware des X3 zu verbessern! Man braucht sich bloss kurz mit einer beliebigen E-Mail-Adresse anzumelden.

Amazon scheint leider keine Hyperlinks in Rezensionen zu erlauben, daher einfach diese 4 Worte in der Google-Suche eintippen und dem ersten Ergebnis folgen: app devZing FiiO bugzilla

Hoffe, es beteiligen sich möglichst viele!
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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Seit dem 24.12.2014 ist Firmware 3.3 verfügbar und es hat sich einiges getan, auch der FiiO X3 II steht in den Startlöchern. Daher folgt vor der ursprünglichen Rezension ein kleines Update, was sich geändert hat. Ein 5-Band-Equalizer ist hinzugekommen und ergänzt die noch vorhandene Möglichkeit, Bässe und Höhen zu regeln. Er ist frei konfigurierbar und bietet einige Voreinstellungen. Die Funktion "Sleep Timer" kann nun global aus- und eingeschaltet werden, auch lässt sich das Aufbauen der Musikdatenbank nun beim Wechsel der micro-SD-Karte automatisiert ausführen. Zudem sind einige Fixes hinzugekommen, Cover-Dateien in Ordnern werden nun verarbeitet, wie auch M3U-Wiedergabelisten und noch einiges mehr. Zum Update muss einfach die Firmware-Datei auf die SD-Karte gespielt werden, Power- und Menü-Taste nach dem Einlegen gleichzeitig gedrückt werden und das UPdate startet automatisch. Nach erfolgtem Update sind die Einstellungen im Menü verloren, das Gerät fragt also zunächst nach der Menüsprache.

Viel interessanter als das Update dürfte die Frage sein, was der Nachfolger FiiO X3 II bietet. Wen die Bedientasten in der schrägen Anordnung stören, darf sich auf ein Drehrad freuen, das auch beim X1 und X5 zum Einsatz kommt. Auch wurden die Wandler von bisher Wolfsson auf Cirrus Logic geändert, man spricht hier von einer signifikanten Klangverbesserung. Ohne den neuen X3 gehört zu haben, möchte ich mir ein Vorab-Urteil zutrauen, zumal ich die Klangeigenschaften der CS-Wandler kenne. Der Wolfsson klingt etwas wärmer, was man auch mit einer gewissen Unreinheit bezeichnen könnte. Diese Wärme ist für manche Hörer sehr angenehm, weil sie in Richtung analog tendiert. Die Wandler von Cirrus Logic hingegen klingen analytischer und somit etwas lebendiger. Dadurch wirkt der Klangcharakter allerdings digitaler und kälter. Vielen wird aber der FiiO X3 II schon aus Prinzip besser gefallen, da neuer, eben Psychoakustik. Ich sehe keinen Grund, meinen X3 gegen den neuen einzutauschen, alleine das Rad hält mich davon ab. Nun aber zur ursprünglichen Rezension...

Wenn man das "verlogene Klanggeschwurbel" der Fachpresse und die hitzigen Diskussionen der Hifi-Freunde liest, könnte einem fast die Lust an neuer Technik vergehen. Als Musikliebhaber allerdings lässt man sich davon gar nicht irritieren. Auch wenn man von einem Online-Portal einen exzellenten Super-Test des X3 liest, der dann beim Nachfolgetest des X5 mit Widersprüchlichkeiten ohne Ende relativiert wurde. Wer immer noch nicht begriffen hat, dass die Zeitschriften sich mit Herstellerwerbung der in gleichem Heft getesteten Geräten finanzieren, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Analogie: Die Gourmets testen auch Weine, aber eine Fachzeitschrift für Weingläser ist mir zumindest nicht bekannt.

Daher vertraue ich fast ausschließlich meinem eigenen Gehör mit seinen naturbedingten Fehlbarkeiten und teste lieber selbst. Dass die Konkurrenten exorbitant viel kosten und zudem mit Touch zu bedienen sind, disqualifizieren sie für mein Portfolio ohnehin, weshalb der FiiO X3 nun Einzug in mein Equipment hielt und sich heute gegen die im Hause vorhandene Konkurrenz behaupten musste. Und ja, ich gehöre auch zu denen, die ihrer Anlage eine dedizierte Stromversorgung gönnen und auch mehr Geld für Kabel ausgeben als andere. Aber nur soweit, wie ich selbst für mich hier einen nachvollziehbaren Sinn erkenne. Dass ich selbst hochgradig sehbehindert bin, weshalb mein Gehör ohnehin eine mit Abstand stärkere Ausprägung genießt, sei noch am Rande erwähnt. Ich werde zu Beginn für eilige Leser zunächst meinen Gesamteindruck schildern, anschließend gehe ich detailliert auf technische Aspekte und meine Hörvergleichserfahrungen ein.

Der FiiO X3 hat mich auf ganzer Linie überzeugt, mehr kann ich für mein Geld nicht erwarten. Bestellt habe ich ihn übrigens nicht bei Amazon, sondern beim FiiO-Vertriebshändler für Deutschland, weil ich ein aktuelles Gerät wollte und er über Amazon nicht lieferbar war. Dies kam auch mit der Firmware 3.2, in welcher viele genannte Probleme in anderen Rezensionen beseitigt wurden. So lässt er sich als D/A-Wandler am Rechner betreiben, die Bedienung ist aus meiner Sicht intuitiv und der Klang vergleichsweise überragend. Dass er deutlich kleiner und leichter als mein Colorfly C4 Pro ist, macht ihn obendrein noch sehr interessant. Das Kunststoffgehäuse mit der vorder- und rückseitigen Aluminiumbeschichtung ist richtig schön anzufassen und auch die Tasten scheinen metallisch zu sein. Und - was ist das? Schräge Anordnung, an was erinnert mich das bloß? - Richtig, die SONY Walkman-Reihe mit Disc-Drive-Antrieb hatten auch so schräge Tasten, so dass die Erinnerung an meinen alten WM-DD33 Quarz wach wird. Dass das Display verkratzen kann, hat FiiO auch im Hinterkopf und legt daher eine Silikonhülle in nicht so schickem Weiß (es gibt sie auch in anderen Farben) und zwei Schutzfolien bei. Optional gibt es auch eine "Ledertasche" (LC-X3), die allerdings aus Kunststoff ist und sich auch so anfühlt, jedoch die Bedienung im geschlossenen Zustand voll ermöglicht. Wieder Analogie zu meinem WM-DD33, da war das mit der Tasche auch so. Weiterhin liegt ein Adapter von Klinke auf Cinch für den Digitalausgang bei, sowie ein MicroUSB-Kabel. Auf Ohrhörer hat man sinnvollerweise verzichtet, denn bei so einem Abspielgerät wird man sich auch adäquate Kopfhörer leisten müssen.

Die Bedienung ist aus meiner Sicht doch sehr schön gelöst, endlich mal was anderes, als dieses "Fadenkreuz"-Tastenfeld. Die Verbindungslinien in Form von Vertiefungen (oder Erhebungen bei der optionalen Tasche) lässt sich gut erschließen und es kann faktisch keine Fehlbedienungen geben. Klar hätte man auch die Funktionen nicht schräg übereinander, sondern nebeneinander anordnen können, aber hat nicht jedes Gerät so sein Alleinstellungsmerkmal? An das KlickWheel beim iPod hat man sich auch gewöhnt und gerade beim Gehen waren Fehlbedienungen auch oft möglich. Das Hauptmenü hat sechs Felder, man hat die Einstellungen für die Wiedergabe und allgemeine Einstellungen getrennt. Schön ist, dass sich sowohl Titel insgesamt, nach Kategorien entsprechend der Tags und auch im Dateisystem wiederfinden lassen. Da kommen doch die Erinnerungen an meine Archos Jukebox wieder, damals brauchte man keine Tags oder Cover. Im Dateimanager spielt er nach einem angewählten Titel in einem Ordner die nachfolgenden fortlaufend ab, wahlweise auch zufällig und lückenlos, sehr schön. Weniger schön ist allerdings die Trägheit der Hardware. Lauter/Leiser ist etwas träge und gewöhnungsbedürftig. Ist das Lautstärkesymbol eingeblendet, funktioniert der Titelsprung oder Spulen erst, wenn dieses wieder verschwunden ist. Das kann man durch Drücken von Play/Pause allerdings beschleunigen. Anfangs hat mich das etwas genervt, nach einigen Monaten stört es mich jedoch gar nicht mehr. Knackser beim Titelsprung gibt es bei Firmware 3.2 nicht, aber beim Starten und Stoppen und das ist für mich auch praktisch, so höre ich, ob jetzt eine Wiedergabe angefahren wird oder endet. Beim genaueren Hinhören fiel mir das mechanische Relais im Inneren des X3 auf, das erklärt natürlich dieses Verhalten. Es scheint, als dass die Stromversorgung der Verstärkersektion mechanisch getrennt wird, sicher bin ich mir da allerdings nicht. Das Display ist in der Werkseinstellung nur mäßig hell, in Innenräumen ist es für mich optimal, draußen dürfte es zu dunkel sein. Dennoch sind die Kontraste in Ordnung und die Schrift groß genug. Einzig die Coverbilder werden seitlich abgeschnitten, stört mich aber nicht. Bei den Farbeinstellungen nervt mich, dass der Menübalken etwas kontrastschwach ist, bei schwarz wird die aktive Auswahl durch eine rote Linie eingerahmt, im Hauptmenü erscheinen die Symbole rot. Etwas, woran ich mich gewöhnen musste. Auch, dass in der Dateimanager-Ansicht im Ordner der oberste Eintrag den Namen des aktuellen Ordners benennt, hat mich anfangs irritiert. Prinzipiell führt die obere linke Taste immer zurück oder ins Menü, die untere rechte Taste in den Ordner bzw. startet und pausiert die Wiedergabe. Im Menü bei Einstellungen wird beim Drücken zum Ändern eines Wertes relativ kurz ein Fenster eingeblendet, so dass man den Wert für Abschalten oder Sleep-Timer mit den Lautstärketasten ändert. Das erscheint logisch, zumal man die Lautstärke auch als Datenwert sehen muss. Schön ist auch, dass ein vollständiges Resume unterstützt wird, also dass er nach dem Aus- und wieder Einschalten exakt an der Position weitermacht, wo man zuvor aufgehört hat. Auch die Unterstützung von SDXC-Karten mit entsprechendem ExFAT-Dateisystem ließ meine 128 GB microSDXC-Karte auf Anhieb erkennen. Nach Befüllen und Einlegen macht eine Indizierung aller Musikdaten Sinn, diese stößt man im Einstellungsmenü an. Dann wird eine Datenbank erstellt, man sollte diese Funktion beim Ändern von Dateien manuell wieder anstoßen. Das braucht auch einige Minuten, bis alle Dateien erkannt wurden. Schön ist, dass die Aktualisierung nicht jedesmal automatisch erfolgt. Hat man es eilig, lassen sich so ein paar Dateien drauf packen und man kann das Gerät sofort nutzen. Hat man dann Zeit, stößt man den Indizierungsvorgang eben nochmal an. Ein Ladenetzteil liegt übrigens nicht bei, vom Umweltaspekt sehr vorbildlich. Selbst iDevices-Besitzer können ja auch ihr Mini-Ladegerät mit dem Kabel des X3 verwenden.

Kommen wir nun zu den klanglichen Aspekten und wie ich bei allen meinen Rezensionen für Audiogeräte schreibe, halte ich wenig von der Schwurbelei, sondern beziehe mich auf meine eigenen Höreindrücke. Auch wenn der Haben-Faktor für einen Klangeindruck entscheidend sein kann, bin ich hiervor gefeit. Immerhin sollte er vorhandenes nur ergänzen und die teureren Player kamen für mich mit ihren Touch Displays eh nicht in Frage. Somit durfte er sich mit dem Colorfly C4 Pro und einem Lehmannaudio Linear USB als DAC am Computer messen. Den Test mit HD-Material habe ich bewusst ausgelassen, auch wenn natürlich High Res ganz oben im Fokus steht, man muss sich ja von der Smartphone-Konkurrenz ja auch irgendwie abgrenzen. Trotzdem zog ich es vor, meine seit Jahrzehnten genutzten Referenzdateien für einen Test vorzuziehen, die ich sehr gut und intensiv kenne und bei denen mich die Hardware möglichst nicht überlisten kann. Bevor ich jetzt hierauf ausführlicher eingehe, sei kurz erwähnt, dass sich der FiiO X3 solide gegen den Colorfly und den Linear USB behaupten konnte. Einzig im Hochtonbereich, der für mich am Line-Ausgang keinesfalls dumpf klingt, jedoch vergleichsweise nicht ganz so feinzeichnend ist, konnte er sich klanglich doch sehr gut durchsetzen und relativiert doch etwas die höheren Anschaffungskosten. Ein späterer Vergleich mit einem D/A-Wandler (Denon DA-300) zeigte allerdings, dass es noch Luft nach Oben gibt und entgegen mancher Auffassung es natürlich hörbare Klangunterschiede gibt. Diese rühren vom Wandler-Chip und den verschiedenen Schaltungsaufbauten her, weshalb ich zuletzt alle Geräte am Linear USB verglichen habe, um hier für etwas Gleichheit zu sorgen. Denn so war es mir möglich, den Klangcharakter unter Ausschluss der Verstärkerstufe zu bewerten.

Konkret habe ich im ersten Hördurchlauf den Colorfly C4 Pro mit dem FiiO X3 am B&W P5 Kopfhörer verglichen. Im Wechsel war mir besonders eine Aufnahme in der Heilig-Geist-Kirche Heidelberg wichtig, bei der Vibraphon und Xylophon gemeinsam die Invention Nr.13 von Bach spielten. Besonders komplex wird diese Aufnahme durch den extrem langen Hall und die Tatsache, dass hier einfaches Equipment die feinen Schläge der Instrumente verwischen, weil die Abgrenzung bei der Komplexität nicht gelingt. Beide Geräte haben das Stück sehr fein detailliert wiedergegeben, so fiel mir erstmals auf, dass ein Vogel die Aufnahme störte, der offenbar um den Kirchturm kreiste. Beide Spieler zeichneten die Aufnahme lebendig und räumlich ab, wobei mit etwas Gutwillen die Wiedergabe im Hochtonbereich vom C4 Pro minimal detaillierter wirkte. Aber dies mag auch durch die physikalischen Fähigkeiten des P5 limitiert gewesen sein. Weitere Vergleiche mit gitarrenlastigen und perkussiven Stücken brachten ähnliches zu Tage, so dass auch hier die Abbildung nur minimal abwich, Bühne und Detailgenauigkeit minimal beim C4 Pro besser. Besser ist aber auch relativ, denn dies liegt auch an den Ansprüchen eines jeden Hörers.

Das reichte mir nicht aus und so schloss ich beide Geräte im Wechsel an den Lehmannaudio Linear an. Hier habe ich dann den Sennheiser HD 800 als Referenzkopfhörer eingesetzt, da dieser dem P5 doch, vor Allem auch im Hochtonbereich, überlegen ist. Dazu kommt noch die sehr präzise Verstärkerstufe des Linear, weshalb auch dieses Gerät als Referenz in sämtlichen Studios zu finden ist. Als Weiteres setzte ich den integrierten Wandler als Referenz ein und verglich wieder. Der Burr Brown im Linear zeigte mir, dass die Unruhe im Hochtonbereich des X3 keineswegs von mir eingebildet war. Dieser spielt weicher auf, klanglich hörbar angenehmer, dafür aber auch wärmer und vielleicht nicht ganz so "spritzig". Analogie: X3 eher ein junger Zuchthengst, Linear USB ein sturer Kaltblüter. Spätere Erfahrungen mit dem Denon DA-300 zeigten hier noch eine Verbesserung. Der C4 Pro liegt irgendwo dazwischen, eher in Richtung Linear USB. Natürlich lässt sich das Ganze nicht wirklich objektiv vergleichen. Schon ein db an Lautstärkeunterschied reicht aus, dem Gehör einen ganz anderen Klang vorzugaukeln. Hier muss man natürlich auch seinem Gefühl vertrauen und sicherlich sind alle Wandler dieser Geräte sehr gut. Ob da mit einem viel zu teuren AK-240 noch viel mehr gehen würde, wage ich stark anzuzweifeln. Und hier zeigt auch der Markt bei FiiO, dass wenn man erst mal Kunden gewonnen hat, kann man ja ruhig noch einen draufsetzen. Immerhin gibt es zum größeren X5 nun austauschbare Cover, Aufkleber und weitere Accessoires, die man beim X3 noch nicht brauchte. Naja, jeder hat mal klein angefangen... - Klar kostet Qualität und konsequente Entwicklung Geld und dass teure Geräte mehr Spielraum für Entwicklung bieten, versteht sich. Aber der Preis macht keinesfalls den Klang aus, so steigen die Qualitätssprünge nicht linear zum Kaufpreis. Und bedenkt man noch die biologische Uhr, so dass Hör- und Sehkraft mit der Zeit nicht besser werden, sollte man mal darüber nachdenken, wie viele Klassikkonzerte man für einen fünfstelligen Kaufpreis einer authentischen Anlage hätte besuchen können. Denn echte INstrumente trotzen jeder noch so teuren Hifi-Anlage, die allerdings auch exzellent bedient werden müssen.

Jetzt noch was zu High res Musik: Den digitalen Klangcharakter bestimmen neben den hörbaren Kompressionsartefakten bei MP3 noch andere Kriterien. Zum Einen die Abtastrate, gewöhnlich 44,1 KHz bei CD und 48 KHz bei DVD, sowie die Wortbreite in Bit, 16 Bit bei der CD, 24 Bit bei High res-Musik. Die Wortbreite bestimmt den Dynamikbereich, also den Abstand zwischen Laut und Leise, die Abtastrate die Dichte. Desto höher die Abtastfrequenz, desto mehr geht das Signal in Richtung analog, sprich einer linearen Kurve. Ich habe aus der Musikelektronik im Vergleich schon deutliche Unterschiede bei Samplern von 16 und 24 Bit gehört. Wer das als quatsch empfindet, sollte sich unbedingt mit Studiotechnik auseinandersetzen und sich fragen, warum die meisten hochpreisigen Synthesizer mit 24 Bit Wortbreite arbeiten und ihnen bei virtuell-analoger Klangerzeugung ein warmer Klang bescheinigt wird. Gleiches gilt auch für Mischpulte. Natürlich, Während man den Unterschied zwischen 16 und 24 Bit besonders bei extrem leisen und rauscharmen Passagen erkennen kann, ist das mit der Abtastrate etwas schwieriger. Das Signal wird durch eine höhere Abtastfrequenz wie erwähnt sehr dicht, aber es gibt wohl noch keine Studien, die einen Hörunterschied belegen. Ich selbst habe bei Aufnahmen mit 96 oder 192 KHz keine wirklichen Unterschiede am HD 800 wahrnehmen können, auch wenn bei klassischen Stücken die Aufnahmen doch sehr weich und "analog" klingen. Allerdings musste ich schon über manche High res-Musik schmunzeln, die für mich als jemand mit Studioerfahrung so schlecht mikrofoniert und abgemischt war, hohes Grundrauschen inklusive, das hätte man sicher auch als MP3 vermarkten können. Daher, nicht von High res als Marketing-Schlager blenden lassen. Es steht aber auch außer Diskussion, dass jedes MP3-Album, egal wie codiert, der CD klanglich hörbar unterlegen ist. Das wissen auch die Produzenten, weshalb man bei der Finalisierung das Material schon so abmischt, damit der Smartphone-Nutzer mit Ohrstöpseln zufriedengestellt wird. Ein hochwertiger Player wie der X3 und ein halbwegs ordentlicher Kopfhörer reichen aus, die mindere Qualität zu entlarven. So stören mich YouTube-Videos auf Smartphone und Tablet überhaupt nicht, während sie mich beim Abhören auf meiner Hifi-Anlage regelrecht aggressiv machen. Somit ist MP3 auch eine gute Basis, die Präzision der eigenen Abhöranlage zu prüfen. Wer keinen Unterschied zwischen MP3 und CD wahrnimmt, braucht sich mit Highres Audio nicht zu befassen.

Analog kann man auch die Fototechnik zum Vergleich heranziehen. Die Abtastrate wäre die Bildauflösung, während die Wortbreite den Farb- und Dynamikraum angibt. 16 Bit = 65526 Farben, 24 Bit = 16,7 Mio. Farben. Genauso verhält sich das mit der Dynamikabstufung bei Audiomaterial. Und wer sich daran erinnert, dass die Presse Full-HD und HD-Ready gegenübergestellt hat und die Aussage getroffen wurde, dass man bei einem 32" Full-HD Fernsehgerät den Unterschied nur bei einem Abstand von 1m sehen würde, sollte grundsätzlich den Menschenverstand beim Lesen nicht ausschalten. Nicht alles messbare ist erfahrbar, aber auch nicht jede Wahrnehmung lässt sich physikalisch begründen. Immerhin arbeiten unsere Ohren nicht digital und jeder hört in seiner Eigenschaft anders. Und genauso, wie man Kopfschmerzen, Hör- oder Sehbehinderungen nicht erklären kann, bleibt immer die Frage, ob die angeblich gehörten Unterschiede real sind, oder nur ein Teil der Selbstwahrnehmung, weil ja der heiße Metallklotz mit dem Lämpchen als Endstufe ja massig aussieht, teuer ist und somit ja im Ergebnis einfach gut klingen muss. So suggeriert uns dieser Gedanke ein besseres Hörerlebnis, weil einen das eigene Ohr schließlich auch täuschen kann. Kaum ein anderes Hobby wie Hifi ist daher so unglaublich emotionsgeladen.

Das Audio-Format DSD wird übrigens auch vom X3 unterstützt, aber nur mit 2,8 MHz Abtastrate. Bei DSD wird übrigens mit 1 Bit Wortbreite gearbeitet, aber dafür mit einer extrem hohen Abtastrate. Die Artefakte, die dabei auftreten, liegen allerdings weit über dem hörbaren Bereich, so dass man dieses Gekreische nicht hören kann. DSD ist übrigens das Format der SA-CD und eine Entwicklung von Philips und Sony. Letztere haben sich gedacht, wir heben DSD wieder aus der Taufe und packen es in alle möglichen Geräte. Ob sich das durchsetzt, bleibt abzuwarten, Vergleiche zwischen hochauflösendem PCM und DSD sind mir nicht bekannt, mir fehlt hierzu auch Testmaterial. Ich würde aber vermuten, dass die Unterschiede faktisch nicht mehr im wahrnehmbaren Bereich liegen. Theoretisch allerdings ist der technische Ansatz von DSD besser, da hier auf Filterstufen verzichtet werden kann, welche die bei linearer Datenquantisierung auftretenden Artefakte unterdrücken müssen. Es ist ohnehin erstaunlich, dass CD-Spieler im vierstelligen Bereich die Nachteile der optischen Datenscheiben erst ausmerzen können, die es quasi bei den Speicherspielern nicht gibt.

Ich hoffe, dass Ihnen dieser kleine Exkurs nicht nur bei der Kaufentscheidung des Fiio X3 hilft, sondern Ihnen auch etwas Hintergründe vermitteln konnte. Es ist denke ich klar, dass ein nicht auf Hifi optimiertes Smartphone diese Qualität erreichen kann. Auch ist klar, dass nur ein hochwertiger Hörer Spaß an diesem Player bietet. Der B&W P5 passt gut zum X3, bei höherwertigen Ohr- oder Kopfhörern sollte man vielleicht auch andere Spieler probehören. Der Fiio X3 wird meinen Colorfly C4 Pro ganz sicher nicht ersetzen, aber wunderbar ergänzen können. Einschlaf-Timer, lückenlose Wiedergabe, mehr Speicherkapazität und eine etwas intuitivere Bedienung gepaart mit einem schöneren Design sprechen doch ganz klar für ihn, zumal auch die Klangqualität begeistert. Es geht sicher noch etwas besser, aber der Aufpreis steht nicht linear im Verhältnis zur Klangverbesserung. Die reine Tastenbedienung ist in der Hosentasche absolut ein Vorteil. Wer von MP3 die Nase voll hat und seine Musiksammlung in verlustfreiem FLAC-Format abspeichert, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer eine nicht ganz so gute, aber zumindest brauchbare Qualität im Smartphone sucht, sollte sich mal das Nexus 5 näher anschauen. In jedem Fall ist der Fiio X3 kein Kompromiss, sondern ein günstiger, erwachsen klingender Musikspieler, der wohl jeden tragbaren CD-Player oder Walkman um Längen übertrumpft. Und das noch zu einem Preis, für den man vor 10 Jahren nicht mal ansatzweise diese Technik geboten bekam, Miniaturisierung sei Dank.
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120 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2013
Wer digitale Musik in ihrer hoch auflösenden Form HighRes liebt (die Unterschiede zu MP3 sind gewaltig - und selbst die Original-CD mit ihren 16bit/44,1kHz steht klanglich weit im Schatten der audiophilen 24bit-Welt), der kommt an den vergleichsweise kostengünstigen Geräten von Fiio gar nicht vorbei. Zumindest, wenn man auch ein klein wenig auf den Preis schaut dabei. Bisher war ein Alpen E17 - ein D-A-Wandler und Kopfhörerverstärker in einem - mein Begleiter im "Außeneinsatz", als Zuspieler diente meist das iPhone, bisweilen verstärkte er aber auch das digital aus dem Notebook ausgegebene Signal auf dem Weg zu meinem Kopfhörer (AKG 701) Beim Stöbern im Netz fand ich dann die unendliche Geschichte des bereits für 2011 angekündigten Musikplayers Fiio X3. Klingt eigentlich logisch: Wer so gute D-A-Wandler und Kopfhörerverstärker auf so kleinem Raum baut, der kann doch gleich eine Mobilen Player auf den Markt bringen - die Software zu entwickeln, sollte ja kein Problem sein. Nun gut: Es hat dann doch noch zwei Jahre gedauert - aber was seit Ende Juli auf dem Markt ist, überzeugt wirklich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Unterschied zum neuen und sechsmal zu teuren iRiver selbst für die Experten von Stereoplay nur noch einen minimalen Punkt beträgt. Mit guten Kopfhörern klingen HighRes-Aufnahmen hier wirklich überirdisch: Die Bühne ist räumlich wie nie, die Dynamik erstaunlich breit. Und selbst 320er-MP3s wirken gar nicht so schmalbrüstig wie sonst mit dem iPhone & Co.
Das Bedienungskonzept des Fiio X3 ist zugegebenermaßen spartanisch, aber logisch und ausreichend. Einziges Problem: Fiio betont, dass man 64-GB-SDXC-Karten verwenden kann. Angesichts des Platzbedarfs von guten HighRes-Aufnahmen (bis zu viermal mehr Daten als bei einer gewöhnlichen CD) klingt das vernünftig. Dass die Karten aber nicht wie im Originalzustand auf exFat, sondern auf FAT32 formatiert sein müssen, um im Mediaplayer ihren Dienst zu tun, wird erst klar, wenn man sieht, dass der X3 die exFat-Karte nicht anzeigt. Und dann geht das Problem wirklich los. Da Windows mit Bordmitteln die FAT32-Formatierung nur bis zu einer Größe von 32GB erlaubt, muss man eine ganze Weile suchen. Dummerweise funktionieren drei von vier im Internet verfügbaren Tools nicht. Nach drei Stunden dann die Rettung: Mit "HB USB DISK STORAGE TOOL" klappt es endlich. Und damit weitere Fiio-X3-Käufer, die wie ich ebenfalls auch gleich zur 64-GB-Karte greifen, nicht verzweifeln, geb ich mein Wissen gleich an dieser Stelle weiter.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2014
Habe den X3 in Verbindung mit Bowers&Wilkins P7 (ebenfalls sehr empfehlenswert) gekauft. Erstklassiger Sound, Speicherunterstützung bis 64gb + 8gb (nutzbar sind insgesamt etwa 66gb). Gute verarbeitung. OS Bedienung simple. Dafür gibt es aber eine sehr gewöhnungsbedürftige Tastenauslegung und ein paar Software Beschränkungen (EQ auf bass/höhren reduziert, Browsen leicht aufwändig) Dennoch erfüllt dieser Player dieselbe Funktion eines 5-600€ players weitgehend perfekt. Deshalb von mir 5 sterne!

Hinweis zur Micro SD:

Micro SD Karte muss unbedingt auf Format FAT32 formatiert sein, ansonsten wird sie nicht vom Player gelesen. Dafür ist Mini Tool Partition Wizard sehr empfehlenswert und kostenlos. Einfach die SD Karte auswählen, alle Partitionen löschen (default gibt es nur eine), "Neue Partition" auswählen, FAT32 auswählen, "Apply/Übernehmen" klicken, warten, fertig! Nun kannst du deine Music rüberkopieren und am Gerät wie im explorer durchsuchen.

Hinweis zur Firmware:

Die vorinstallierte Firmware ist (stand 01.14) die Version 1.5. Mittlererweile gibt es die Firmware 2.05. Mit diesem update hast du ein paar erweiterte funktionen (lückenlose wiedergabe, akku optimierung) Zusätzlich kannst du mit dem Update nun deine X3 als digital-analog Umwandler über USB nutzen! Eine tolle Nebenfunktion, für die in der Regel ein weiteres Gerät erforderlich ist. Du hast mit deinem Player also auch eine tolle externe Soundkarte gekauft! In den meisten Fällen besser als die Karte in deinem Laptop/ PC (auch wenn du einen teuren MacBook hast!)

Mini Anleitung Firmware Update:

Einfach die Firmare 2.05 (evtl. neuer) googeln oder über die FiiO Seite beziehen. Danach tust du diese Datei auf deine Micro SD Karte (die du ja sicher auch geholt hast!) und steckst sie ins Gerät ein. Am besten auch bevor du Musik drauf machst. Achte darauf dass dein Gerät dabei gut aufgeladen ist. Dann hältst du gleichzeitig die Taste oben links sowie die Taste unten rechts. (während das gerät ausgeschaltet ist) Danach kommt ziemlich sofort "Updating" und der Rest läuft von selber. Nach dem Update einfach die Datei von der SD wieder löschen, musik drauf, und genießen!!

Fazit:

Wer gute Kopfhörer hat und sich auch unterwegs tiefer in die Musik verstezen will als mit mp3/ iPhone/ iPod möglich ist, und dabei keine 600 euro für einen mobilen FLAC Player zahlen will (z.B weil er schon alles für die Kopfhörer ausgegeben hat ^^), der kommt mit dem FiiO X3 definitiv auf seine Kosten! Ein besserer Player kostet gleich locker das Zweifache.
Mein Rating 9/10
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2013
Ich kann mich meinen Vorrezendenten nur anschließen. Der Klang ist sowohl über In-Ears (Sony XBA-4) als auch über Hifi-Kopfhörer (Beyerdynamic DT 990 Edition) ein absoluter Traum! In professionellen Rezensionen stünde jetzt etwas wie "sehr detailreich, dynamisch, tonal sauber mit einem souveränen Bass" oder so ähnlich. Er sieht zudem gut und wertig aus und die Bedienung ist in der Tat sehr einfach.

Es gibt zwei Kritikpunkte, die bei mir jedoch an den 5 Sternen nichts ändert:
1. Die Übertragung der Daten auf meine 64 GB Class 10 microSDXC-Karte ist mit rund 4 MB/Minute unfassbar langsam.
2. Die Bibliothek ist für mich unbrauchbar. Ich kann mir z.B. alles nach Künstler sortiert anzeigen lassen. Wenn ich dann einen Künstler auswähle, von dem ich mehrere Alben auf der Karte habe, werden nicht die einzelnen Alben zur Auswahl angezeigt, sondern dann alle Einzelstücke. Wenn ich die Bibliothek nach Alben durchschaue, steht der Künstler/Komponist nicht dabei. Also wähle ich meine Stücke außerhalb der Bibliothek über "Ordner durchsuchen" aus. Das funktioniert. Und wenn dann die Musik kommt ist alles vergessen, was ich gerade gesagt habe :-)

Fazit: Dieser Musikplayer zu diesem Preis ist ... AWESOME!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2015
Zuerst einmal zu den positiven Aspekten des X3:

Das Format ist gut gewählt und die Verarbeitungsqualität auf einem hohen Niveau. Eine Displayschutzfolie ist bereits angebracht, eine weitere wird mitgeliefert. Im Lieferumfang befindet sich zudem eine Silikon Schutzhülle. Eine LED auf der Vorderseite leuchtet auf, wenn der Akku geladen wird.
Der Player hat eine gute Akkulaufzeit und liefert klanglich (auch messtechnisch) gute Werte.

Leider gibt es auch viele Aspekte, die beim X3 weniger gut sind:

Das Tastenlayout ist etwas gewöhnungsbedürftig, man kann sich jedoch daran gewöhnen.
Albumcover werden mit abgeschnittenen Rändern angezeigt.
Die Versorgung mit der neuesten Firmwareversion geschieht auf der offiziellen Seite nur recht verzögert, wenn man die neueste Firmware möchte, muss man in einem amerikanischen Kopfhörerforum die Beiträge von FiiO verfolgen.

Ein großes Manko, welches zum endgültigen Sternabzug führt, ist folgendes:
Wie viele andere Player auch, sortiert der X3 in der Datenbankdarstellung die Interpretensektion nicht nach dem Albuminterpret, sondern nach dem jeweiligen Titelinterpret. Somit können hier keine ganzen Alben abgespielt werden, wenn man über "Artist" navigiert. Eine Auswahloption in den Einstellungen wäre da hilfreich gewesen.
Leider schaffen es nur die neueren Apple und Astell & Kern Geräte, eine korrekte Sortierung nach dem Albuminterpret hinzubekommen.

Insgesamt ist der FiiO X3 trotzdem ein gutes Gerät zu einem fairen Preis.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2014
Ich besitze das Gerät seit einigen Monaten, musikalisch höre ich von Jazz/Blues über Klassik bis hin zu Rock/Pop so einiges.

Vom Klang her ist die Einstellung aus meiner Sicht relativ neutral, so wie ich es haben wollte. Gerade im Klassikbereich kommt die räumliche Komponente beim Hörgenuss nicht zu kurz. Wenn es in Richtung Rock/Pop geht, helfe ich beim Bass meist ein klein wenig nach. Für den Preis hab ich bislang noch keine vergleichbare Qualität gehört.

Was die Bedienung anbelangt, ist diese durchaus gewöhnungsbedürftig, sowohl was die Geschwindigkeit, als auch die Fileverwaltung anbelangt. Wer keine gut strukturierte Bibliothek hat und nicht neu taggen will, sollte die Finger von diesem Gerät lassen.

Es gibt eine Playlist, in welche Lieder über das Menü einzeln hinzugefügt und entfernt werden können. Das funktioniert zwar, allerdings nicht unbedingt flott, für mich jedoch generell o.k.

Sortierungen gibt's nach Album, Genre und Interpret. Die Sortierung nach Album ist alphabetisch, ich habe daher jeweils vor dem Albumtitel auch den Interpreten getaggt, um hier effizienter suchen zu können. Bei der Sortierung nach Interpret werden alle Lieder der Reihe nach abgespielt und zwar albumübergreifend alle Lieder mit Nummer 1, dann 2 etc.

Zum Hören von Musik zählt für mich natürlich stark der Sound, allerdings eben auch die Usability. Das würde aus meiner Sicht 3 Sterne ergeben. Wer auf Usability weniger Wert legt, wird das nicht so sehen.

Der Grund für 2 Sterne liegt in der Instabilität des (bzw. meines) Gerätes. Immer wieder passiert es, dass, wenn ein Lied zu Ende geht, das nächste nicht mehr startet und der Player mehr oder weniger einfriert. Erst nach einem Reset klappt's dann wieder (oder auch nicht). An den einzelnen Songs kann das nicht liegen, da es mal klappt, mal wieder nicht. Bislang ist es mir nicht gelungen, den Grund herauszufinden. Beliebig reproduzierbar ist das somit nicht, allerdings sehr störend, wenn es auftritt.

Zusammenfassend wäre die Bewertung bei Geräten ohne diesen Mangel aus meiner Sicht bei 3, maximal 4 Sternen einzuordnen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Dezember 2013
Der X3 versieht nun seit 3 Wochen seinen Dienst bei mir. Direkt vorne weg, den in einer anderen Rezension angemerkten Überstand der Micro-SD karte kann ich nicht bestätigen (vielleicht könnten es 0,1 - 0,2 mm sein).
Nachdem ich nun bereits viele "portable player" mein eigen nannte und nenne, verdrängt der X3 gerade meinen Ipod-Touch mit 64GB. Der Touch ist bestückt mit ALAC und FLAC (Zusatz-APP) und gefiel mir eigentlich gut. Nachteilig empfinde ich die Touch-Bedienung, hier war mein Ipod-Classic besser aber auch empfindlicher und nicht so haltbar. So suchte ich lange nach einem Music-Player mit einfacher (blinder) Bedienung und ausreichend Speicherplatz für FLAC und nun auch HRA. Hinzu kam, dass der Touch einen K701 oder andere hochohmige KH nicht wirklich befeuern kann (ein portabler KHV half dann dabei).
Nachdem der X3 ein HRA Beispiel-Album mitbringt wollte ich es wissen. Kurzerhand zwei HRA-Alben (teils 192/96-24bit) gekauft und ausprobiert. Ja, ich gebe zu es macht Spass und birgt Suchtpotenzial. Die Kombination X3/K701 passt genial - nicht das dies bei anderen KH nicht ebenso sein kann/ist - aber, es sollten schon gute KH sein, man muss das halt testen.
Als Highlight sei noch angemerkt, ich besitze einige Musik als DVD und BluRay und selbst bei den alten DVD habe ich eine ganze Reihe mit DTS-Ton 96kHz/24bit. Diese wurden nun in der vorhandenen Qualität gerippt und lassen sich mit hervorragendem Ergebnis auf dem X3 abspielen (endlich!).
Also aus meiner Sicht eine klare Empfehlung für Leute die auf guten Klang und einfache Bedienung stehen.
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am 2. Januar 2014
Für meinen Geschmack klingt der Player wirklich gut und er profitiert von dem 192/24 Hype.
Ich glaube nicht, dass 192/24 bei einem mobilen Player nötig ist, weil die In-Ears nicht genug Auflösevermögen besitzen, um zwischen 44,1/16 und 192/24 unterscheiden zu können (wer behauptet, dass er das kann, kann es mir gerne vorführen, aber ich habe in meinem gesamten audiophilen Teil meines Freundeskreis noch niemanden gefunden) und normale Kopfhörer lassen zu viele Umgebungsgeräusche durch, die das Hörerlebnis stören, aber der Player profitiert trotzdem davon, weil nur Leute die viel Wert auf Klang legen solche Player kaufen und sich die Hersteller damit viel mehr Mühe bei den DACs und Ausgangsstufen geben, und damit klingt der X3 einfach deutlich besser, als z. B. ein iPod, aber mehr dazu am Ende der Rezension, jetzt geht es erstmal um den X3.

Kurz zusammengefasst: Sehr guter Klang, unbrauchbare Bedienung, viele Softwarebugs bei Firmware 2.1.

Zu den Details:
++ Sehr guter, ausgewogener Klang, getestet mit 44,1/16 ALAC und FLAC in diversen Bitraten und Bitbreiten, sowohl über Line Out, als auch über Kopfhöreranschluss.

++ Sehr freundlicher und hilfsbereiter Support vom Hersteller in China. Ich hatte mehrfach E-Mail Kontakt mit denen wegen den diversen Fehlern und sie waren sehr bemüht und versprachen alles an die Entwicklungsabteilung weiter zu reichen.

+ Gute analoge Klangregelung, beeinträchtigt den Klang kaum, fügt jedoch beim aktivieren leichtes Rauschen hinzu, welches aber nicht sehr störend ist.

o akzeptable Verarbeitung, allerdings nicht geeignet für Stofftaschen, weil die die 3,5mm Buchsen offen ins Gehäuse gehen, d. h. das Gerät staubt irgendwann mal komplett voll. Das kann man sehr gut sehen, wenn man das Oberteil gegen Licht hält, dann kann man durch die Buchse auf der Unterseite das Licht deutlich durchscheinen sehen.

o Gute USB-DAC-Funktion, aber die Treiber sind nicht signiert. Bei der Menge an Schadsoftware, die sich im Internet tummelt, den Endnutzer zu zwingen, einen unsignierten Treiber zu installieren (falls er den USB-DAC nutzen möchte), ist ein absolutes No-Go.
Für die nicht-Techniker unter Ihnen: Treiber sitzen sehr tief im Betriebssystemkern. Fängt man sich Schadsoftware auf diese Art ein, kann es sein, dass man sie sie nie bemerkt und falls man sie doch bemerkt, dass man sie ohne Neuinstallation praktisch nicht mehr los bekommt. Eine Treibersignatur bietet dort zumindest einen beachtlichen (wenn auch nicht 100%igen) Schutz und ist daher Standard. Stattdessen zeigt FiiO, wie man die Überprüfung der Treibersignatur umständlich (und das hat einen guten Grund, dass Microsoft ab Windows 8 das so kompliziert gemacht hat) umgehen kann, anstatt den Treiber signieren zu lassen.

- Anordnung der Taster: Wer hat sich das bloß einfallen lassen, die vor/zurück Tasten und die lauter/leiser Tasten nicht übereinander oder nebeneinander zu positionieren, sondern 45° darüber? Was ohne die mitgelieferte Silikonhülle mit etwas Gefühl in der Tasche zu ertasten ist, wird mit Silikonhülle unmöglich. Eine vernünftige Bedienung ist damit nicht möglich.

- Das Userinterface an sich:
1. Viel zu langsam! Beispiele:
Man sucht ein Lied und "zappt" durch. Bei einem modernen mobilen Player dauert ein Liedwechsel etwa 0,5 Sekunden, beim X3 etwa 1,5 - 2,0 Sekunden. Nervt beim "Zappen".
Bei meiner großen Bibliothek möchte ich ein Lied von einem Interpreten aus der Mitte des Alphabets, z. B. Kid Rock. Bei meinem alten iPod (Jahr 2005) dauert das etwa 5 Sekunden, weil der dann die Buchstaben schnell überspringt. Bei meinem iPod Touch dauert es etwa 2-3 Sekunden. Beim X3 dauert der Spaß 92 Sekunden.
2. Wenn man die Datenbank aufgefrischt hat, dann kann man nach Interpret, Album oder Genre suchen. Nach Titel? Fehlanzeige. Das kann er nicht.
3. Umlaute werden teilweise korrekt dargestellt, teilweise nicht. Fiio konnte (noch) nicht sagen, woran das liegt.
4. Und div. andere Probleme, die den Rahmen hier sprengen würden.

- Datenübertragung per USB-Kabel: Schafft etwa 4 MB/s. Um 45 GB zu übertragen, dauert das dann über drei Stunden.

-- Diverse Softwarefehler, der schlimmste davon ist der Umgang mit Dateisystemen. Das ist alles wirklich extrem fehlerhaft, das Erstellen der Datenbank schlägt fehl ohne Fehlermeldung usw. Fiio konnte mir immerhin dabei helfen mit dem Tipp, die SD-Karte und auch den internen Speicher mit einem externen Tool auf FAT 32 zu formatieren mit 32kB Clustergröße. Der interne Speicher ist schon ab Werk mit FAT 32 formatiert, und wenn man die SD-Karte vom X3 aus formatiert bekommt sie auch FAT 32 verpasst, allerdings traten dann die Fehler auf, also muss man unbedingt beides vom PC aus formatieren.

Ich habe den X3 zurück gesendet und warte, bis FiiO den X5 auf den deutschen Markt bringt. Der X5 soll laut FiiO deutliche Verbesserungen in der Bedienung haben, soll besser verarbeitet sein und er soll sogar auch noch ein wenig besser klingen.

Meine Tests, die ich gemacht habe, waren mit hochauflösenden Musikstücken mit Aufnahmen aus Studios von Linn Records (also praktisch bestmögliche technishche Qualität der Aufnahme). Diese habe ich angehört mit
1. Über den Line Out des X3: AKG K1000 (Kopfhörer) + FiiO E12 (Kopfhörerverstärker)
2. Über den digitalen Ausgang des X3: AKG K1000 (Kopfhörer) + SAC K1000 (Kopfhörerverstärker) + Cambridge Audio DacMagic (DAC)
3. Über den Kopfhörerausgang: Sennheiser IE8 (Kopfhörer), Beyerdynamic DT880 (Kopfhörer)
Über den Line Out und den Kopfhörerausgang konnte ich und keiner meiner Freunde einen Unterschied zwischen 96/24 und 44,1/16 hören.
Über den digitalen Ausgang schaffte es einer meiner Freunde, halbwegs zuverlässig (Trefferquote etwa 70%) aber auch nur im Direktvergleich einen Unterschied zu hören, allerdings war es da komplett leise im Raum und das Equipment (wie oben in 2. beschrieben) liegt im mittlerern 4-stelligen EUR-Bereich).

Falls Sie den Vergleich mit CD-Qualität und hochauflösend auch mal machen wollen: Da wird viel Mist betrieben, wo dann hochauflösende Musikstücke plötzlich viel besser klingen (und ich rede nicht von gerade noch so hörbaren Nuancen), dann liegt das wohl eher an der Produktion als am Format.
Wenn Sie also einen wirklich ehrlichen Vergleich haben möchten: Ein hochauflösendes Musikstück Ihrer Wahl (z. B. 96/24) in Audacity (kostenloses Programm) laden und als 44,1/16 WAV exportieren (intern mit 32-Bit, höchste Konvertierungsqualität und Dithering shaped). Audacity beenden, das 44,1/16 WAV Musikstück laden, auf 96/24 konvertieren und als 96/24 WAV exportieren.
Damit haben Sie zwei 96/24 Musikstücke, aber eines ist in Wirklichkeit 44,1/16, welches in bestmöglicher Qualität von 96/24 konvertiert wurde. Wenn Sie damit zuverlässig die Originaldatei ohne den technischen (und finanziellen) Aufwand hören können, den ich oben in 2. beschrieben habe, bitte in den Kommentaren posten. Wie gesagt, ich konnte noch keinen finden, der das kann.
Das ist der Grund warum ich oben schrieb, dass 192/24 bei einem mobilen Payer meiner Meinung nach eigentlich nicht nötig ist.
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am 21. März 2015
Habe ein paar Videos im Vorfeld angeguckt und viele Leute meinten dass die Platzierung der Tasten unpraktisch sei.
--- Ich habe mich sehr schnell dran gewöhnt und die Bedienung im Dunkeln funktioniert problemlos.

Unbedingt die Software updaten (geht absolut leicht, einfach danach auf Google suchen), denn sie bringt den EQ mit und viele andere Verbesserungen die ich hier nicht aufzählen werde/nicht weiß.

--- Kleinigkeiten die ich nennenswert finde:

-Das spulen mit dem X3 ist interessant, denn man hört das Lied, aber spult nebenher weiter bis man die Taste loslässt.
-Sehr robuste Verarbeitung (Ich hatte den X1 ebenfalls von Fiio und der war nicht so wertig, aber auch günstiger!)
-Beim Anschalten, hört man zwei mechanische Klicks, die mich einfach faszinieren. Wie bei einem RICHTIGEN Verstärker. :P
-Man sieht oft eine weiße Silikonhülle, aber der Player hat eine leicht durchsichtige, grau-schwarze Hülle.
-Es ist ab Werk eine Schutzfolie auf dem Player und 2 liegen bei.
-Der Player bietet 2 Einstellungen für gering und hoch "Ohmige" Kopfhörer (hoffe man versteht was ich meine, bin kein Experte auf dem Gebiet).

Ich höre hauptsächlich Flac Musik (Electro, Metal, Nu-Metal, Rap, HipHop, ProgRock etc.) mit den In-Ears IE80 von Sennheiser. Die beiden sind zwar kostspielig aber der Sound ist einfach so unfassbar GUT (aber nur wenn das Mastering der CD auch wirklich gut ist! Schlechte Quelle = Schlechter Klang!). Ich habe mich mittlerweile etwas dran gewöhnt und stumpfe ab, aber am Anfang hab ich mich einfach hingelegt und Musik gehört. Was ich vorher nie getan habe.. zumindest nicht so bewusst.

Kann ich jedem Empfehlen. Zudem empfehle ich DIESEN (alten) X3, da der neue dem X1 angepasst wird. Das heisst, dass die Verarbeitungsqualität etwas leiden wird. Denn das Scroll-Rad vom X1 ist einfach zu unpräzise.. für mich zumindest.

--- Kritik:
Der einzige Kritikpunkt von mir wäre der zu kleine Akku. Er hält leider "nur" rund 10 Stunden. Man könnte sich eine "Powerbank" dazu kaufen um nahezu immer "Saft" zu haben. Sehe ich aber nicht als zu kritisch an, da ich nicht so oft unterwegs bin. Für meine Verhältnisse reicht es.

Wenn man Musik liebt und sie wirklich erleben will empfehle ich beide Sachen. Den Fiio X3 in kombination mit den Sennheiser IE80. Kostet beides rund 540€. Aber für dieses Budget ist man ziemlich nah am höchst möglichem HiFi Klang (sollte es denn überhaupt HÖRBAR besser gehen..).

KLARE KAUFEMPFEHLUNG!
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schon wieder ganz verheddert. Wenn ich sie nur schön aufwickeln könnte