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Kundenrezensionen

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am 18. Februar 2015
Erinnern Sie sich? Damals? Man hat mit Freunden doch gerne mal den einen oder anderen feucht-fröhlichen Abend verbracht. Und irgendwann kam dann jemand auf die Idee, Film XY anzusehen. XY war vielleicht nicht der allerbeste Film, aber in dieser humorgeschwängerten Situation genau der richtige. Ein Kandidat für solch gesellige, nicht allzu ernste Abende in beschwipster Runde wäre auf jeden Fall Wrong. Viel grotesker wie hier geht es selten auf dem Bildschirm zu.

Story

7:59 Uhr: Eine Minute hat Dolph (J. Plotnick) noch, dann muß er raus.
7:60 Uhr: Der Wecker klingelt, jetzt heißt es aufzustehen und sich um den geliebten Vierbeiner Paul zu kümmern.

Doch was ist das? Paul ist nicht aufzufinden. Irritiert und besorgt tritt das Herrchen auf die Straße, auch der Nachbar hat den Hund nicht gesehen. Und auch sonst ist dieser Morgen voller Ungereimtheiten. Ein Telefonanruf beim Pizzadienst läßt Dolph ebenso ratlos zurück, schließlich wollte er sich doch nach der Bedeutung des Maskottchens erkundigen, welches der Fast Food-Service in seinem Logo trägt. Wenigstens verspricht der mysteriöse Guru Chang (W. Fichtner) Abhilfe in Sachen Paul.

Der Aufhänger dieses völlig absurden Erlebnisses namens Wrong ist der abhanden gekommene Hund Paul. Doch entpuppt sich das Werk aus der Feder des Franzosen Quentin Dupieux als Sammelsurium aus allerlei kuriosen Ideen. Und tatsächlich schafft es der Mann, sein Werk zusammenzuhalten und nicht nur irritierende Gags aneinanderzureihen. „Subplots“ gibt es dennoch zur Genüge, brisant sind diese in keinster Weise, ganz im Gegenteil. Dafür ungemein lustig. Da wäre Dolphs schwierige Situation an seinem Arbeitsplatz, oder seine aufkeimende Romanze mit der ziemlich forschen Telefonistin Emma (A. Dziena). Auch der treuherzige Gärtner hält ein schweres Problem für den gestreßten Mittvierziger Dolph bereit, das es bei allen verzweifelten Gedanken um Liebling Paul zu lösen gilt.

Die eher unbekannte Schauspielerriege wird im Falle von Wrong um den bekannteren William Fichtner komplettiert. Dessen surreale Auftritte bringen es zusammen genommen auf vielleicht gerade einmal 15 Minuten, prägen den schrägen Streifen aber ungemein. Allerdings ist sein „Meister Chang“ aber mit denselben Methoden unterwegs, wie der durchtriebene Billy in 7 Psychos. Aber man kann ja nicht ständig das Rad neu erfinden, das hat Regisseur Dupieux ja bereits bei seinem kultigen Vorgänger-Movie Rubber erfolgreich erledigt. Dennoch ist Wrong im positiven Sinne hirnverbrannt und schont tatsächlich keinen Lachmuskel. Es sei denn, man sucht tatsächlich nach Logik in dem 90-Minüter. Aber Logik sollte der geneigte Zuschauer auch nicht von einem Film namens Wrong erwarten.

Bildqualität

Full HD im Format 1.85:1

digitales, absolut störungsfreies Bild, das aber im Umkehrschluß etwas steril aussieht

sehr gute Bildschärfe samt absolut guter Kontraste

ausschließlich taghelle Aufnahmen lassen keine Schwächen beim Schwarzwert zu

überaus plastisches Bild mit passabler Durchzeichnung

Visuell weiß die Blu-ray hundertprozentig zu überzeugen. Das Bild ist sehr klar und detailreich. Minimale Abstriche lassen sich bei der Durchzeichnung des Bildes feststellen. Dennoch überzeugt der Transfer auf ganzer Linie.

Tonqualität

Deutsch DTS-HD MA 7.1

sehr gute Sprachausgabe

nur wenig Aktivität auf den Rears,

spacige Klangeffekte lassen „Wrong“ noch kaputter erscheinen

Die sieben Audiokanäle merkt man im Falle von „Wrong“ nur temporär, der Film klingt frontlastig. Dies ist auch keine Überraschung, sind hier doch die absurden Dialoge das Maß aller aus dem Ruder laufenden Dinge.

Ausstattung

Behind the Scenes (18 min.)

diverse Trailer

Einzig nennenswertes Feature ist der 18minütige Blick hinter die Kulissen. Der Beitrag liegt in brutal schlechter Bildqualität vor und verfügt auch nicht über deutsche Untertitel.

Fazit

Ein beinahe makelloses Bild zeichnet den Transfer aus. Bildschärfe und Kontraste sind auf sehr hohem Niveau angesiedelt. Klanglich gibt es ebenso wenig zu meckern. Eine sehr gute Sprachausgabe in Kombination mit abgefahrenen Klangeffekten sorgt hier für das Grundgerüst. Ein wenig mehr räumliche Atmosphäre hätte aber sicher auch nicht geschadet. Wrong ist ein Film mit Kult-Potential. Man kann über den beinahe schon debilen Humor den Kopf schütteln oder sich einfach von ihm mitreißen lassen. Trotz kleinerer Hänger ist die Gag-Dichte recht hoch und der Film sogar überraschend elegant bebildert. Mit William Fichtner ist auch ein bekanntes Gesicht aus Film und Fernsehen mit an Bord.

PS: Dieses Review wurde von mir ursprünglich für ein Online-Magazin geschrieben.
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am 14. Mai 2014
Für mich war es der erste Film von Quentin Dupieux, der wie ich mittlerweile gelesen habe mit "Rubber" erstmals auf sich aufmerksam machte. "Wrong" für seinen Teil ist ein sehr abgedrehter und durch und durch absurder Film. Surrealistisch, merkwürdig, krank, abstrus, krass, verstörend aber auch verdammt unterhaltsam und optisch (vor allem auf der Blu-Ray) sehr überzeugend und nett anzuschauen. Jack Plotnick spielt Dolph dessen Hund Paul eines Morgens plötzlich verschwunden ist. Seine Suche nach dem geliebten Vierbeiner lässt ihn an diverse schräge Typen geraten und bringt ihn in zahlreiche absurde Situationen.

Der Film ist sehr Interesse weckend. Er erzählt eine merkwürdige Geschichte mit reichlich verrückten Charakteren. Arthouse Fans und Freunde des absurden Humors sollten ihn auf jeden Fall ansehn, der Rest sollte ihm zumindest eine Chance geben. Man will dann doch wissen wo Paul hin ist und was mit ihm passiert ist. ;)
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am 21. April 2016
Ein ungewöhnlicher Film mit fantastischer Optik, der sich sowohl einer stringenten Handlung als auch räsonablen Figuren verweigert und so einen fantastischen Reigen aufspannt, surreal, traumhaft, verblüffend. Und unglaublich witzig dazu. Dabei stets hervorragend gespielt und meisterlich inszeniert. Für alle Fans von gelungenen Filmen abseits des Mainstreams ein Muss!!!
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am 6. September 2013
(Kinoversion)

Quentin Dupieux, durchgeknallt-kreatives Regiewunder aus Frankreich, hat das Publikum bereits 2010 mit seinem Film "Rubber" zum Verzweifeln gebracht. Denn was er diesem mit seinem Film über einen mordenden Autoreifen mit telekinetischen Fähigkeiten sagen wollte, hat sich nur Wenigen erschlossen. Dupieux' geniale Kreativität ist eine Ausnahmeerscheinung in der Filmlandschaft und wird vom Mainstreampublikum nur wenig goutiert. Ein Fehler, wie eingefleischte Cineasten wissend nickend konstatieren. Sicher, "Rubber" war inszenatorisch nicht ganz ausgereift und teilweise wirklich sehr verrückt und nicht leicht zugänglich, dennoch ließ sich hier bereits erahnen, welch ungeheure kreative Energie Dupieux innewohnt. Mit "Wrong", seinem aktuellen Film, stellt Dupieux dies erneut eindrucksvoll und etwas besser zugänglich unter Beweis. Dupieux, Vielen auch bekannt als Musikmacher Mr. Oizo ("Flat Beat"), hat mit "Wrong" einen wunderbar verschrobenen, verrückten, bizarren und brüllkomischen Film geschaffen, der vor witzigen Ideen nur so strotzt und Fans des Regie-Genies dankbar auf die Knie sinken lässt. Was für ein gleißend heller Stern am ansonsten oft einfallslos-dunklen Kinofirmament!

Dolph (Jack Plotnick, "Drawn together") wacht eines Morgens auf (um 7:60 Uhr, um genau zu sein) und muss feststellen, dass sein Hund Paul verschwunden ist. Zunächst nur leicht beunruhigt, hält Dolph noch ein Pläuschchen mit Nachbar Mike (Regan Burns, "God bless America"), der regelmäßig joggen geht, aber behauptet, Joggen zu hassen und so etwas niemals zu tun. Derweil hat Dolphs Gärtner Victor (Eric Judor) Probleme mit einer Palme, die keine mehr ist. Dolph geht einstweilen erstmal ins Büro, in dem es in Strömen regnet. Als er einen Flyer für Pizzalieferungen in seinem Briefkasten findet, muss er mit der Dame von der Bestellannahme, Emma (Alexis Dziena, "When in Rome"), erst einmal ausdiskutieren, dass das Firmenlogo, ein Hase auf einem Motorrad, ja irgendwie keinen richtigen Sinn ergibt. Ein freundlicher Mann hat sich inzwischen daran gemacht, Dolphs Auto blau anzumalen, weil ihm gerade danach war. Und der mysteriöse Master Chang (William Fichtner, "Prison Break") ist Hunde-Detektiv und weiß vielleicht, wo Paul ist… Alles klar?

Nicht? Macht nichts, denn genau so soll es sein. "Wrong" ist eine nahezu unglaubliche Ansammlung verrückter Dialoge, wahnwitziger Szenen, unerwarteter Wendungen und bizarrer Figuren. Dupieux gelingt es, den Zuschauer fast im Sekundentakt mit immer neuen Wahnsinnigkeiten zu überraschen und "Wrong" damit zum absolut unvorhersehbaren Kinoerlebnis zu machen. Vieles, das auf den ersten Blick überhaupt keinen Sinn zu ergeben scheint, erschließt sich einem dann doch noch im Verlauf der insgesamt 94 Minuten. Und selbst, wenn es das nicht tut (und das ist oft genug der Fall), kann man sich köstlich über Dupieux' Einfallsreichtum und anarchischen Humor amüsieren. "Wrong" ist ganz großes kreatives Kino, herrlich verrückt, unglaublich komisch und einfach ganz anders als das Meiste, was man in der heutigen Filmlandschaft zu sehen bekommt.

Im Vergleich zu "Rubber" weist "Wrong" einen konstanten roten Faden auf, nämlich Dolphs Suche nach seinem Hund. Dass ihm dabei die seltsamsten Dinge passieren, überrascht Dolph ebenso wie den Zuschauer, auch wenn er es normal zu finden scheint, in einem Büro zu arbeiten, in dem es konstant regnet. Faszinierend ist, dass Dolph alle Wendungen und neuen Situationen mit lakonischem Pragmatismus hinzunehmen scheint und ihnen so eine Normalität verleiht, die eigentlich gar nicht vorhanden ist. Denn das Meiste, was in "Wrong" passiert, ist fernab jeglicher Normalität. Dennoch ist "Wrong" zugänglicher als "Rubber", was allein schon daran liegen dürfte, dass hier kein mörderischer Autoreifen die Handlung bestimmt. "Wrong" passt sich scheinbar besser an die Sehgewohnheiten der Zuschauer an, konterkariert diese dann aber auch genauso regelmäßig wieder. Es macht einfach einen Heidenspaß, Dolph auf seiner Hunde-Odyssee zu begleiten, weil man aus dem Lachen und Kopfschütteln einfach gar nicht mehr herauskommt.

Sicher, man muss "sowas" mögen. Menschen, deren humoristischer Horizont bei flachgeistigen Komödien à la "Verrückt nach Mary" oder "Kindsköpfe" bereits erreicht ist, für die ist "Wrong" definitiv wrong. Man muss schon ein Faible für verrückt-verschrobene, intelligente Komödien haben, die jegliche Seh- und Erwartungshaltung ad absurdum führen. Man muss sich einlassen können auf völlig abstruse Handlungsabläufe und andere Unmöglichkeiten, um über Dupieux' sehr speziellen Humor lachen zu können. Für diejenigen, die sich gerne abseits ausgetretener Mainstreampfade bewegen und offen für Neues und Absonderliches sind, für die ist "Wrong" unbedingt right und darüber hinaus eine wahres Füllhorn geistreicher Ideen und absurder Dialoge. Und Dupieux beherrscht die Klaviatur des Paradoxen wie kein Zweiter.

Der Darstellerriege gelingt es meisterhaft, sich in Dupieux' Handlungs- und Gedankenwelten einzufühlen und ihren oft auch nur kleinen Rollen Profil zu verleihen und sie mit einer Überzeugung zu spielen, die ihre Charaktere fast normal wirken lässt. Nur fast allerdings, zum Glück. Jack Plotnick als Dolph und William Fichtner als Master Chang (!) stechen hier besonders hervor und beeindrucken durch die absolute Selbstverständlichkeit, mit der sie auch noch den größten Blödsinn souverän und kompetent von sich geben.

Abgerundet wird "Wrong" durch stimmige Settings und einen grandiosen Soundtrack, der stets die passende musikalische Untermalung parat hat. Kleiner Tipp am Rande: den Abspann bis ganz zum Ende und noch ein paar Sekunden länger abwarten, denn…da kommt noch was, wenn auch nur was Kleines.
Quentin Dupieux hat mit "Wrong" erneut unter Beweis gestellt, dass er einer der ganz Großen ist, wenn es um innovative und kreative Geschichten geht, die so im Kino kaum noch erzählt werden. Herrlich verdreht, verrückt und vor allem sehr witzig präsentiert er seine skurrilen Gedankenwelten und macht daraus Filme, die man so schnell nicht vergisst. "Wrong" ist einfach ein grandioses Gesamtkunstwerk, das man sich als Fan abseitiger Komödien keinesfalls entgehen lassen sollte. Deshalb gerne volle fünf von fünf Weckern, bei denen es nie 8:00 Uhr, sondern immer 7:60 Uhr ist.
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am 5. März 2016
Ich liebe einfach diese Filme, an denen sich die Geister scheiden. Für mich überzeugt dieses Werk in allen Bereichen. Die Darsteller wirken auf mich komplett überzeugend, und die Story ist trotz aller Skurilitäten sehr rund. Mein Humorzentrum wurde komplett getroffen :-) Ich kann nur empfehlen sich sein ganz eigenes Bild über diesen fantastischen und phantastischen Film zu machen.
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am 5. November 2013
WRONG bietet eine Fülle an surrealen, absurden Gags, die so kreativ und eigen sind, dass auf einmal jede andere Komödie einfallslos dagegen wirkt. So etwas hat man noch nicht gesehen. Außer vielleicht bei Quentin Dupieuxs Erstlingswerk RUBBER, der aber noch das Problem hatte, dass er mit einigen Längen zu kämpfen hatte. WRONG ist nahezu perfekt, ein kleines Juwel für all diejenigen, die über Hollywoodkomödien nur genervt die Augen verdrehen und sich fragen, ob es da draußen nicht noch anderen Humor gibt.

Ob einem WRONG gefällt, ist tatsächlich rein eine Frage des Humors. Denn wer diesen geballten, mit einer solchen Ernsthaftigkeit vorgetragenen Schwachsinn nicht lustig findet, der wird schnell genervt davon sein. Dann kann man sich wahrscheinlich auch nicht mehr an der so liebevollen Inszenierung erfreuen, bei der jedes Detail perfekt abgestimmt zu sein scheint.

Übrigens tut man dem Film unrecht, wenn man ihm vorwirft, dass er nur aus zusammenhanglosen Szenen ohne Sinn bestehen würde. Das ist absolut nicht der Fall. Er erklärt, was erklärt werden muss, und lässt einen nicht völlig im Dunkeln tappen. Es ergibt sich eine schlüssige Geschichte über einen verschwundenen Hund, die eben nur angereichert ist mit einer Menge Merkwürdigkeiten.
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am 12. September 2013
RUBBER ist ein spannendes Experiment über Filmtheorie und Filmrezeption, das durch seine grundlegende Bizarrheit und einzelne unglaublich schräge Handlungsideen faszinieren kann – das aber durch seinen überdeutlich zur Schau getragenen Intellektualismus sowie seinen einerseits viel zu komplexen Aufbau und seine andererseits gleichzeitig viel zu reduzierte Story nach einer gewissen Zeit auch reichlich anstrengend oder sogar ermüdend wirkt.

WRONG ist anders. WRONG ist ein fast permanenter Lachkrampf, der beim Fantasy Filmfest 2013 den gesamten Saal erfasste. WRONG ist herrlich naiv wirkender, lakonisch dargebotener praktischer Dadaismus, bei dem eine Absurdität die nächste jagt, während die Dramaturgie durchaus der eines „normalen“ Films gleicht: Es gibt einen Anfang, ein Problem, die Suche nach der Lösung und ein Ende der Geschichte. Wobei diese Geschichte um 7:60 Uhr anfängt und bei Hunde-Telepathie noch lange nicht fertig ist, zahllose nur scheinbar nicht zusammenhängende Abzweigungen nimmt und uns nebenbei essentielle Fragen über die Vorteile von Palmen gegenüber Pinien, den Seelenzustand von Hundescheiße oder auch den Nachteil des Vornamens „Bruno“ stellt.

WRONG läst sich kaum beschreiben. WRONG ist die Suche eines skurrilen Eigenbrödlers nach seinem Hund, die weiter weg von REVENGE FOR JOLLY! ist als Michael Jackson von der US-Präsidentschaft 2016. WRONG ist blau, rot, von Hand gestrichen und wie ein wilder, wirrer Traum.

Eine Klasse für sich selbst, ein absolutes Highlight und so dermaßen seltsam, dass ihr noch euren Gärtnern unter der Hundelampe davon erzählen werdet.
8,5 von 10 Punkten. Könnt ihr nicht nachvollziehen? Dann kommt näher, damit wir uns besser unterhalten können. Dort draußen, am Ende der Welt. Bei einer Bio-Pizza von Jesus.

PS: Ich auch nicht.
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am 1. Oktober 2014
und langweilig. ja die geschichte ist ja an sich nichts außergewöhnliches aber auch nicht so schlecht, der film ist nett gut und schrullig gespielt aber hat irgendwie keine Handlung. was an dem film besonders sein soll? keine ahnung.
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am 19. Dezember 2013
Regisseur Quentin Dupieux ist als Filmemacher eigentlich kaum bekannt. Dieser Film katapultiert ihn aber meiner Meinung nach auf Anhieb in die internationale Top-Liga.

In "Wrong" lässt Dupieux seine Figuren in der Originalversion mehrfach einen Satz sagen: „This doesn’t make any sense!“ Dieser Spruch fasst das Grundprinzip von Dupieux’ absurdem Humor perfekt zusammen: Nichts macht Sinn in "Wrong", nichts ist logisch. Alles in diesem Film kommt aus dem Nichts. Eine Erzähltechnik die aus Willkür Witz erschafft. Der filmische Surrealismus steht stets vor dem Problem, sich aus realem Material erzeugen zu müssen, schließlich kann die Kamera gar nicht anders, als die real existente Welt zu zeigen. Dupieux überwindet diese Hürde, indem er viele kleine Details verfremdet oder Dinge aus ihrem gewohnten Kontext löst.

Die inhaltliche Vor-und zurück-Bewegung nimmt der Film stilistisch durch rückwärts abgespielte Sequenzen auf. Immer wieder setzt Dupieux seine Technik richtig geschickt ein, um den Kontext einer Szene erst nach und nach zu enthüllen. Generell nimmt sich diese trockenhumorige Groteske gerne Zeit und pflegt ein ruhiges Tempo, was ein mutiger Schritt ist. Mut, welcher sich gelohnt hat. Absurd, herrlich schräg, genial. So möchte ich den Film bezeichnen. Vielmehr darf man aber auch nicht erzählen, würde eine Rezension hierüber doch vor Spoilern triefen. In "Wrong" jedenfalls macht Dupieux alles richtig, auch wenn bzw. vor allem weil nichts darin Sinn macht. :-)

Fazit:

Ein Film, der das Zeug zum Kultfilm hat. Empfehlenswert!
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am 8. Januar 2014
Der Film schafft es in den ersten 60-70 Minuten einen immer wieder zum Staunen zu bringen ob der unerwarteten Verhaltensweisen, Handlungen und Dialoge... wie schon im Titel beschrieben erfrischend anders...

Zwei Dinge gibt es jedoch aus meiner Sicht anzumerken:

1. der Film hat zum Ende hin ein paar Schwächen/Hänger, wo man einfach das vorher stattfindende Ideen-/Absurditäten-Feuerwerk nicht mehr noch steigern oder sogar halten kann, was aber nicht so schlimm ist

2. man fragt sich, ob manche Dialoge so merkwürdig erscheinen, weil vielleicht die Übersetzung falsch ist oder weil das Original wirklich so schräg ist... Hier sollte man sich möglicherweise noch die englische Version im Original anschauen.

Dennoch volle Punktzahl, da unerwartet erfrischend anders
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