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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig, spannend, genial
Es ist kein Wunder, dass Yuval Noah Harari, Professor für Geschichte an der Universität Jerusalem, in Israel - und auch auf Youtube - den Status eines Superstars hat. Noch nie habe ich ein so leicht und kurzweilig geschriebenes Buch über die anspruchsvollsten Themen gelesen, die man sich denken kann.
Mit einer Schärfe, die oft an Brutalität...
Vor 19 Monaten von Bert Ehgartner veröffentlicht

versus
1.0 von 5 Sternen 'Wozu der ganze Aufwand?'
Inhalt:
Yuval Noah Hariri erzählt in 'Eine kurze Geschichte der Menschheit', welche Konsequenzen die drei großen Revolutionen der Menschheit (die kognitive Revolution vor ca. 70000 Jahren, die landwirtschaftliche Revolution vor etwa 12000 Jahren und die wissenschaftliche Revolution vor knapp 500 Jahren) für den Homo sapiens und für seine...
Vor 18 Monaten von sabatayn76 veröffentlicht


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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig, spannend, genial, 9. Oktober 2013
Es ist kein Wunder, dass Yuval Noah Harari, Professor für Geschichte an der Universität Jerusalem, in Israel - und auch auf Youtube - den Status eines Superstars hat. Noch nie habe ich ein so leicht und kurzweilig geschriebenes Buch über die anspruchsvollsten Themen gelesen, die man sich denken kann.
Mit einer Schärfe, die oft an Brutalität grenzt, skizziert er, wie die Menschheit im Schlingerkurs der Zeiten zu dem wurde, was wir eben heute sind. Wie wir die Neandertaler ausgerottet haben, zu unserem Unglück sesshaft wurden und zum Trost Religionen und Ideologien erfunden haben, was bei Harari übrigens auf das Gleiche hinaus läuft.
Gesegnet mit einer universellen Perspektive analysiert er schwerelos die komplexesten Themen und hat eine Lust an provokanten Thesen, dass es eine Freude ist. (Nicht wenige Leser werden das Buch wohl vor Wut an die Wand werfen.)
Am Ende summiert sich ein nie nachlassender Fluss an klugen - ja immer mal regelrecht genialen - Beobachtungen und Schlüssen zum Titel des Buches, der genau das liefert, was er verspricht: Eine kurze Geschichte der Menschheit, wie sie besser, tabuloser und spannender nicht vermittelt werden kann. Grossartig!
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kurze Geschichte der Menschheit, 10. November 2013
Yuval Noah Harari stellt in seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" die Entwicklung des Homo sapiens in vier Hauptabschnitten dar, und das auf seine eigene Art und Weise. Es handelt sich dabei um ein Buch, das sich an eine breite Leserschaft wendet. Zudem ist es keine Aneinanderreihung fachlicher Fakten, sondern bietet Raum für seine/andere Interpretationen. Dass er mit Letzterem nicht den Geschmack und die Erwartungen eines Jeden erfüllen wird, ist selbstredend.

Harari schreckt nicht davor zurück, Aussagen zu treffen, die den Leser im ersten Moment verwirren (z.B. der Weizen hätte den Menschen domestiziert oder der Kommunismus ist nicht nur eine Ideologie, sondern auch eine Religion). Im Anschluss bringt er schlüssige Erklärungen, die den Leser zum Nachdenken anregen sollen und ihn nötigen, diese Dinge in einem weitaus größeren Rahmen zu betrachten. (Natürlich hat nicht der Weizen, um bei einem der o.g. Beispiele zu bleiben, den Menschen körperlich gezwungen, fortan in Siedlungen zu leben. Hätte der Mensch aber nicht begonnen, Weizen anzubauen, was zwangsläufig dazu führte, fortan an einem Ort zu verweilen, da er sein Feld ja nicht mitnehmen kann, wäre er wahrscheinlich auch weiterhin nicht sesshaft geworden, weil keine Notwendigkeit bestand.) Wer sich auf solche Denkweisen nicht einlassen möchte, für den ist dieses Buch sicher nicht zu empfehlen. Alle anderen werden sich nicht nur gut unterhalten fühlen, sondern auch allgemein bekannte Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Ob sie schlussendlich diese Sicht der Dinge teilen und übernehmen, ist jedem selbst überlassen.

Yuval Noah Harari spaltet mit seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" seine Leserschaft. Eines hat Harari jedoch geschafft. Sein Buch wird kontrovers diskutiert und regt zum Nachdenken an.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Sachbuch mit dem gewissen Unterhaltungsfaktor, 23. Dezember 2013
Über die Geschichte der Menschheit haben schon unzählige Autoren geschrieben. Deswegen müsste man sich wundern, wenn gerade ein Buch, das den Titel "Eine kurze Geschichte der Menschheit" trägt, zum Bestseller wird.

Wenn ein Sachbuch von vielen Menschen gelesen wird, liegt es daran, dass der Autor es geschafft hat, den Stoff, der sein Spezialgebiet ausmacht, so gut und verständlich zu vermitteln, dass die Leser das Gefühl haben, etwas lernen zu können, ohne gelangweilt zu werden. Und genau das ist Yuval Noah Harari mit seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" gelungen.
Erstaunlicherweise habe ich dieses Buch mit großem Interesse gelesen, auch wenn ich mit der Materie vertraut war. Das war ausschließlich dem Unterhaltungswert des Buches zu verdanken.

Harari unterteilt sein Buch in Kapitel, die drei großen Ereignissen in der Geschichte der Menschheit zugeordnet werden, welche für diese so bedeutsam waren, dass sie grundlegend die Entwicklung des "Homo sapiens" geändert haben. Diese Ereignisse nennt Harari Revolutionen, und je nach dem was revolutionierte oder revolutioniert wurde, spricht er von der "kognitiven Revolution", der "landwirtschaftlichen Revolution" und der "wissenschaftlichen Revolution".

Ich habe fast jede Seite mit Vergnügen gelesen und an manchen Stellen habe ich sogar gute Laune gekriegt, denn das Buch liest sich wie ein unterhaltsamer Roman. Außerdem ist die Geschichte des "Homo sapiens" unsere Geschichte, und ich denke, das ist letztendlich der Grund, warum dieses Buch so interessant ist.
Leider war aus meiner Sicht nicht alles ganz perfekt an Hararis Version unserer Geschichte.
Gegen Ende seines Werkes greift der Autor zwei Themen auf, mit denen ich mich nicht anfreunden kann: Glück und Zukunftsvisionen. Beim ersten handelt es sich um etwas nicht Greifbares und gleichzeitig sehr Umfassendes, und man kann dabei leicht ins Esoterische abgleiten. Und bei den Zukunftsvisionen... für mich alle absolut imaginär, aus meiner Sicht nur weil die Zukunft das Jetzt ist...

Aber bevor ich selber ins Sinnieren abschweife, möchte ich dieses Buch allen empfehlen, die nur ein gutes Sachbuch mit einem gewissen Unterhaltungsfaktor lesen möchten.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über 17 Stunden auf 2 mp3-CDs, 16. September 2013
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Eine kurze Geschichte der Menschheit (MP3 CD)
Wie die Überschrift dieser Rezension bereits signalisiert, geht es in erster Linie um eine Empfehlung der Hörbuchfassung von Yuval Hararis „Eine kurze Geschichte der Menschheit“. Und weil diese Story eben doch etwas länger gedauert hat, umfasst sie in der Buchversion über 500 Seiten.

Wirft man einen Blick auf die zahlreichen Filme, in denen Jürgen Holdorf einem Schauspieler die deutsche Stimme gab, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man ihn bereits hörte. Als Sprecher von Hörbüchern war er mit allerdings bisher unbekannt. Aber da mich seine Lesung von Hararis Menschheitsgeschichte rundweg überzeugte, werde ich in Zukunft vermehrt darauf achten, in welchen Produktion er mitwirkt.

Einem Sachbuch Leben einzuhauchen, ist eine so anspruchsvolle Aufgabe, dass viele daran scheitern. Jürgen Holdorf hat sie souverän gelöst, weil er ein gutes Gefühl für das richtige Sprechtempo hat, das Wesentliche mit seiner Stimme hörbar macht und auf belehrende Attitüden verzichtet. Wer also keine Lust oder Zeit hat, sich den Inhalt von Hararis Buch lesend anzueignen, kann sich die spannenden Geschichten gekonnt erzählen lassen. Und weil die über 17 Stunden dauernde Lesung auf 2 mp3-CDs gepresst wurde, kann man sich das dauernde Wechseln der Scheiben ersparen.

Der 1976 geborene Yuval Harari ist Professor für Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem. In Israel wurde er durch sein Buch und seine Vorlesungen zur Weltgeschichte schnell zu einer Art Popstar im Vermitteln scheinbar langweiliger Informationen. Der lockere Ton und wohl auch sein Erfolg riefen erwartungsgemäß Kritiker auf den Plan, die ihm vorwarfen, er halte es mit den Fakten allzu salopp, verkürze wichtige Zusammenhänge und vermische persönliche Meinungen mit historisch gesichertem Wissen. Auch wenn das in Einzelfällen zutreffen mag, empfehle ich seine Form von Geschichtsunterricht gerne weiter. Denn immerhin schafft es Harari mit seinem Stil, ein großes Publikum für Wissensschätze zu begeistern, die im Schulunterricht eher für langweilige Stunden sorgen.

Was Yuval Harari im ersten Teil über die kognitive Revolution sagt, gehört noch längst nicht zum Allgemeinwissen. So stellt er zum Beispiel verschiedene Theorien zur Entwicklung der menschlichen Sprache vor, überlässt es jedoch dem Leser, welcher er am meisten Glauben schenken soll. Die Überschriften der drei weiteren Teile lauten: Die landwirtschaftliche Revolution – Die Vereinigung der Menschheit – Die wissenschaftliche Revolution. Im Anhang finden sich die Angaben zu den vielen Abbildungen und Karten sowie die Anmerkungen. Was leider fehlt, ist ein Stichwortverzeichnis.

Mein Fazit: Wer sich diese spannende „kurze“ Geschichte der Menschheit vorlesen lassen will, muss gut 17 Stunden investieren. Die verfliegen allerdings schnell, weil Jürgen Holdorf die Aufgabe so bravourös löst, dass keine Langeweile aufkommt. Bei mir hatte dies den Nebeneffekt, dass ich mir das Buch ebenfalls anschaffte. Denn bei spannenden Sachbüchern möchte man nicht dauernd nach den Tracks suchen, bei denen Fragen unbeantwortet blieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!, 14. März 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte noch nie das Gefühl, dass mir ein Buch die wesentlichen Zusammenhänge der Geschichte erklären kann. Harari ist aus meiner Sicht genial! Er erklärt auf leicht verständliche Weise warum wir als Homo Sapiens da sind, wo wir sind, warum Weltreiche und Imperien entstanden sind, welche wichtige Rolle in der Entwicklung Religionen und Ideologien spielen. Geschichte = Wir Menschen erzählen uns Geschichten und kennen gemeinsame Geschichten! Er ist ausgesprochen neutral und betrachtet unseren "Erfolg" auch sehr kritisch! Wir haben den Großteil der Arten ausgerottet, neben Homo Sapiens lebt noch eine riesige, gepflegte Biomasse von Weizen, Rindern, Schweinen, etc., die wir industriell ohne jegliche Rücksicht auf deren Bedürfnisse reproduzieren, ernten/schlachten und essen. die anderen Arten sind bzgl. Biomasse und Zahl fast zu vernachlässigen ... Und er ist auch so offen und ehrlich auszusprechen, dass wir die Natur nicht zerstören können, denn wir sind Teil der Natur und Niemand im Universum wird sich aufregen, wenn wir und/oder die Erde von der Bildfläche verschwinden sollten!
Ich habe selten so viel über die Geschichte der Menschheit gelernt!
Harari bietet den Blick für das Wesentliche und das Große und Ganze!
Das Buch ist für alle zu empfehlen, die wissen wollen, warum wir so sind, wie wir sind!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganzheitlich, anregend und teils polarisierend, 15. Juni 2014
Ein Buch, das eine Reihe außergewöhnlicher Reflexionen über das Werden des Menschen enthält. So wird Universalgeschichte aus einer neuen Perspektive erzählt. Einige der Thesen sind sehr polarisierend, z. B. die dargelegten Folgen der sog. Landwirtschaftlichen Revolution oder die Ausführungen des Autors zu Religionen bzw. Ideologien, speziell zum liberalen Humanismus. Aber insgesamt handelt es sich hier um eine äußerst anregende Weltgeschichte mit Ausflügen in Psychologie, Biologie und andere Wissenschaften. In Zeiten hoch spezialisierter Teilwissenschaften ist es sehr befriedigend, mal wieder einen Autor zu lesen, der mit seinem ganzheitlichen Ansatz Entwicklungen verschiedenster Wissenschaften miteinander verbindet. Dabei hilft besonders die hier gewählte historische Methode.
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5.0 von 5 Sternen Die Errungenschaften des homo sapiens - und seine Fehler, 20. April 2015
Wie konnte der Mensch es schaffen, zu glauben, die Erde zu beherrschen? Welche Errungenschaften, Freiheiten, Möglichkeit, Zwänge und Fehler haben ihn dazu geführt? Welche Schritte sind wir gegangen, vom aufrechten Gang bis zum digitalen Zeitalter? Yuval Noah Harari erklärt es. In seinem – im Vergleich zur Erdengeschichte doch sehr kompaktem – Buch erzählt er von der kognitiven, landwirtschaftlichen und wissenschaftlichen. Mit den vielen Vielleichts der Historiker zeigt er dabei nicht nur einen möglichen Weg auf und gibt zu, wo Lücken sind. Biologische wie kulturelle und industrielle Phänomene werden beleuchtet, erklärt und mit Beispielen versehen. Das – natürlich – offene Ende stellt die Frage nach dem Götterstatus der Menschen und den selbst auferlegten Normen.
Ich war von dem Buch gefesselt. Gerade der erste eher biologische Teil von Eine kurze Geschichte der Menschheit war faszinierend und aus meiner Sicht überaus interessant. Nicht, dass die späteren kulturellen Entwicklungen nicht ebenso beachtenswert sind, aber die natürliche Auslese, die Entwicklung zum homo sapiens ist ein reines Wunder der Natur aus meiner Sicht und ebenso eine erschreckende Entwicklung. Das zeigt auch das Buch auf. So führt Harari beispielsweise die Vermehrung der Menschen in Bezug zur Vermehrung von domestizierten Tieren (Hühnern, Schafen, Kühen) und zeigt gleichzeitig, dass dieser massentechnische Evolutionssieg für diese Lebewesen oft mit einem einzigen Leidensweg (Nahrungsmittelproduktion) verbunden ist.
Ohne zu belehren geht Harari diesen Weg. Stellt die Aufgabe des Normadentums eben nicht nur als geniale Entwicklung dar, sondern belegt welche Einbußen der Mensch dafür hingenommen hat. Dieser reflektierte Blick zieht sich durch das Buch, das mitnichten eine Lobpreisung des großartigen Menschen ist, sondern Positives wie Negatives gegeneinander stellt. So bleibt das Buch auch relativ wertfrei, zeigt kein: Nur so ist es richtig, sondern vielmehr ein: So ist es nunmal.
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1.0 von 5 Sternen 'Wozu der ganze Aufwand?', 9. November 2013
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Inhalt:
Yuval Noah Hariri erzählt in 'Eine kurze Geschichte der Menschheit', welche Konsequenzen die drei großen Revolutionen der Menschheit (die kognitive Revolution vor ca. 70000 Jahren, die landwirtschaftliche Revolution vor etwa 12000 Jahren und die wissenschaftliche Revolution vor knapp 500 Jahren) für den Homo sapiens und für seine Mitlebewesen hatten, haben und haben werden.

Mein Eindruck:
Da ich sehr begeistert von populärwissenschaftlichen Büchern wie Bill Brysons 'Eine kurze Geschichte von fast allem' war sowie sehr interessiert an Geschichte und an der Evolutionstheorie bin, stand 'Eine kurze Geschichte der Menschheit' schon länger auf meiner Wunschliste. Von Hariris Buch bin ich nach der Lektüre jedoch extrem enttäuscht.

Hariris schreibt auf Seite 141: 'Vielleicht hat es Sie bei der Lektüre [...] geschüttelt'. Ja, das hat es, und zwar fast durchgehend. 'Eine kurze Geschichte der Menschheit' ist eine Ansammlung von Fehlern, Halbwahrheiten, Spekulationen, Verallgemeinerungen und Vereinfachungen. Ich weiß nicht, wie es anderen Lesern geht, aber mir ist es auch bei einem populärwissenschaftlichen Buch wichtig, dass ich etwas lerne und dass ich dem Autor glauben kann.

Das Buch beginnt mit einem Fehler ('Vor rund 13.5 Milliarden Jahren entstanden Materie, Energie, Raum und Zeit in einem Ereignis namens Urknall.'), wobei eine korrekte Recherche unglaublich einfach gewesen wäre. Auch im weiteren Verlauf geht es gerade so weiter: der Autor spekuliert manchmal wild ohne jede wissenschaftliche Grundlage (z.B. wenn er über den Menschen an der Spitze der Nahrungskette schreibt), er ist für meine Begriffe oft zu dramatisch, fast reißerisch (z.B. wenn er beschreibt, dass die Bändigung des Feuers der erste Schritt zur Atombombe war) und ist zudem arrogant und anthropozentrisch (z.B. wenn er sagt, wieso Menschen die Welt beherrschen und wieso Schimpansen in Zoos und Forschungslabor dahinvegetieren).

Hariris Ausführungen zu Ackerbau und Viehzucht waren so abwegig, dass ich kaum glauben konnte, dass er solche Spekulationen tatsächlich in ein Buch aufgenommen hat. Ich bin durchaus offen für neue Ideen, aber diese sollten logisch begründet werden, doch Hariris Argumentation konnte mich zu keiner Zeit überzeugen. Auch in der zweiten Hälfte häufen sich Tipp- und Übersetzungsfehler, der Autor beschreibt Sachverhalte in verschiedenen Kapiteln ganz unterschiedlich, die Recherchetätigkeit des Autors scheint bisweilen minimal gewesen zu sein (z.B. kognitive Dissonanz als psychische Störung, Jiddisch als deutscher Dialekt). Zudem spielt Hariri das Problem der Armut und des Hungers in der Welt herunter und meint, dass Adipositas ein viel größeres Problem ist.

Mein Resümee:
Für mich war das Buch ein durchgehendes Ärgernis. Ich habe noch überlegt, ob ich 2 Sterne geben soll, da sich das Buch flüssig liest, doch was nutzt ein flüssiger Schreibstil, wenn der Inhalt fehlerhaft, spekulativ, reißerisch, schwafelig und arrogant ist?
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurze Geschichte zum langen Nachdenken, 7. Februar 2014
Von 
Thomas Brasch (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Mir unbegreiflich, dass Yuval Noah Harari Menschheitsgeschichte bislang nicht begeistert in den Feuilletons und Literarturkritiken behandelt und gefeiert wurde. Umso erfreulicher zu sehen, dass sie zumindest bei amazon gut bewertet ist und offenbar viele Leser findet.

Besonders beeindruckt haben mich die zahlreichen Aspekte, die diese fast universelle anthropologische Einführung behandelt. Neben der biologisch evolutionären Entwicklung des Homo Sapiens wird auch dessen politische, gesellschaftliche, ökologische, technologische, wirtschaftliche und kulturphilosophische bzw. massenpsychologische Entwicklung erörtert.

Dachte ich noch nach den ersten 50 Seiten nicht viel Neues zu erfahren, durfte ich mich danach ständig eines besseren belehren lassen. Es ist ein Buch, das viele etablierte und auch neuere Weltanschauungen kräftig durchrüttelt. Gleich, ob wir theologische, philosophische und/oder ideologische Weltbilder mit uns tragen, sie alle werden als intersubjektive Fiktionen entlarvt. Das erste, was wir uns eingestehen sollten, ist, dass die Evolution nicht ziel- und zweckgerichtet ist. Der Mensch als derzeit höchster Zwischenstand einer sich ewig weiter verbessernden Evolution ist ein menschliches Wunschbild. Ein Wunschbild, dem wir gerne bereitwillig erliegen, weil es Sinn gebend ist. Die Crux jedoch bei uns Menschen ist, dass wir Ziel- und Sinnsucher sind. „Menschen haben eine Tendenz dazu, teleologische (“zielgerichtete”) Erklärungen kausalen Erklärungen vorzuziehen.“

Doch es wird noch ernüchternder, auch wenn es sehr unterhaltsam formuliert ist. Bis heute wird die darwinistisch Erkenntnis gerne mit der unkorrekten These zusammengefasst, dass letztlich der Stärkere den Schwächeren verdrängt. Wir implizieren damit üblicherweise ein „immer besser, bzw. optimaler Werdendes“ in der Evolution. Nicht zuletzt liegt dieser Einschätzung im Deutschen auch eine missverständliche Übersetzung zugrunde. „Survival of the fittest“ meint nicht „fit“ im Sinne von stark und gesund sondern im Sinne von „anpassungsfähig“.

Letztlich kommt man bei Harari zum leidenschaftslosen Befund, dass sich nicht die individualistischen, die Freiheit liebenden, wilden Spezies in der Evolution durchsetzen, sondern eben die opportunistischsten Spezies am erfolgreichsten überleben und die anderen zunehmend verdrängen. Dies gilt sowohl für die Tier- und Pflanzenwelt als auch für die menschliche Population. Um es konkret und drastisch zu sagen: zu den erfolgreichsten höheren Tiergattungen aus evolutionärer Sicht zählen Hühner, Rinder, Schafe, Hunde und Schweine. Allein 25 Mrd. Hühner schätzt man derzeit gibt es auf der Welt. Zusammengerechnet gibt es derzeit viermal so viele Haus- und Nutztiere auf der Welt wie Wildtiere. Der Preis dafür ist der Verzicht auf Freiheit und Wildheit, ja die Bereitschaft sich nahezu uneingeschränkt zu unterwerfen. Jede Tiergattung, die sich nicht opportunistisch dem Menschen gegenüber erweist, stirbt sukzessive aus oder ist zumindest der Gnade des Homo Sapiens ausgeliefert.

Doch wer nun meint, dass sich dieser tragische Opportunismus auf die Flora und Fauna beschränkt, die sich nun mal der Mensch untertan machen durfte, der muss sich gleichfalls belehren lassen, dass auch die exponentielle Population des Menschen sich im wesentlichem seiner individuellen Neigung zum Opportunismus verdankt. Der vor ca. 10.000 Jahren zunehmend sesshaft werdende Mensch versklavte sich selbst. Er gab Freiheit und eine gesündere Lebensform als Jäger und Sammler zugunsten eines trügerischen Komforts auf. Zwar wuchsen nun die Nahrungsmittel vor Ort, doch die Ernährung wurde einseitiger und dadurch mangelhafter. Er ackerte weit mehr und passte seinen Lebensrhythmus an die ständige Fürsorge seiner Nutzpflanzen und Haustiere an. Er wurde zunehmenden von Seuchen geplagt, die aus der Nähe zu den Haustieren resultierte bei dem der tierische Erreger auf den Menschen übersprang. Der Vorteil der Sesshaftigkeit war ein evolutionärer jedoch nachteilig für das Individuum: nun konnten weit mehr Kinder gezeugt werden und die familiäre Fürsorge trat an die Stelle der individuellen Freiheit. Die ehemals gebrechlichen oder schwachen Kinder und zeugungsfähigen Erwachsenen überlebten nun vermehrt in der Schutzgemeinschaft. Doch dies ging letztlich zu Lasten der materiellen Lebensqualität.

Diese Bereitschaft zur Anpassung durchzieht die gesamte Geschichte der Menschheit bis heute. Sie lässt am Ende des Buches die These zu, dass der Mensch wohl doch nicht primär ein freiheitsliebendes, sich selbstverwirklichendes Individuum ist, sondern weit mehr eine ebenso duldsame, durch stetig gesicherte Futterzufuhr sich massenhaft reproduzierende Spezies wie unsere evolutionär erfolgreichsten Nutztiere.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Anfang, 28. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine kurze Geschichte der Menschheit (Kindle Edition)
Klar, verständlich und einfach schreibt Yuval Noah Harari. Das ist seine Stärke. Leider verliert er nach dem ersten Drittel des Buches an Schwung und seine stilistische Stärke wird zur Masche. Das ist sehr schade.
Trotzdem ein gutes Buch, das ich empfehlen kann.
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Eine kurze Geschichte der Menschheit
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