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TOP 500 REZENSENTam 29. Oktober 2013
Wie sich Arbeit zur Freizeit mogelt

Renz begibt sich mit soziologischer Spürnase auf die Suche nach dem wahren Wert der Arbeit. Pointiert und unterhaltsam zeigt er, dass die scheinbar schöne neue Arbeitswelt mit Kuschelecken im Büro und Designer-Espresso-Maschinen in der Küche noch lange keine Emanzipation bedeutet. “Der ideale Arbeitsplatz der Trend-Architekten sieht aus wie eine Kopie der privaten Welt, bloß schöner und aufregender.” Der Luxus am Arbeitsplatz wird bezahlt mit einem Entzug an Freizeit. Der Übergriff des Beruflichen ins Private zeigt sich nicht nur anhand der unausgesprochenen Forderung, per Handy und E-Mail immer erreichbar zu sein. Es geht auch um die Kumpanei mit Chef und Kollegen (“das Feierabendbier im Büro statt daheim”), das die Domänen Freizeit und Arbeit verschwimmen lässt: “Die Grenzposten der Freizeit sind längst im Museum der Begriffe gelandet: Feierabend, Testbild, Ladenöffnungszeiten – Seite an Seite mit dem, was einmal die Grenzposten der Arbeit waren: Werkstor, Stechuhr, Tarifvertrag.”
Besser statt mehr

Bei all der messerscharfen Kritik belässt Renz es aber nicht bei kulturpessimistischen Anklagen. Die nachwachsende Generation “Y” kann zwar das Rad nicht zurückdrehen, wohl aber Wertmaßstäbe korrigieren. Das gilt für die Gier nach Wachstum, die Ausbeutung der globalen Rohstoffe und die Lebensentwürfe in den eigenen vier Wänden und am Arbeitsplatz: “Wir brauchen nicht mehr, sondern besser”, bringt es Renz in wenigen Worten auf den Punkt.

Roter Reiter – Fazit: Mit Ulrich Renz ist ein Mediziner angetreten, um das spannende und komplexe Thema “Individualisierung” endlich glasklar und sehr unterhaltsam auf den Punkt zu bringen. Wenn Sie wissen wollen, woran unsere Gesellschaft krankt und warum Politik und Wirtschaft bislang die passenden Heilmittelt nicht bereitstellen können (oder wollen), lesen Sie dieses Buch. Es ist ein absoluter Volltreffer!
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TOP 1000 REZENSENTam 29. September 2013
»Dieses Buch ist keine Kritik der Arbeit. Es ist eine Kritik an der Tyrannei, zu der sie sich über unser Leben aufgeschwungen hat«, schreibt Ulrich Renz. Als wäre die Arbeit ein Wesen an sich, das sich an die ultimative Macht über uns geputscht hat. Vielleicht jedoch wählen wir uns unseren Tyrannen selbst und erziehen ihn sogar dazu, seinen schlimmen Job noch besser zu machen.

Ulrich Renz gesteht, dass auch er selbst der Arbeit ihr tyrannisches Gehabe ihm gegenüber erlaubt hatte. Vielleicht wirkt »Die Tyrannei der Arbeit« deshalb ein bisschen wie Selbsttherapie und wie eine Abrechnung mit den eigenen Entscheidungen. Arbeit heute erfüllt eben nicht (mehr) automatisch alle psychischen Bedürfnisse, selbst wenn jemandem die »Pflicht« vom Brot im Schweiße des Angesichts wertvoll ist, die Firma einen eigenen Kindergarten und Sportverein hat und man sich gemeinsam mit den Kollegen und Vorgesetzten sozial engagieren kann. Die Trennung von Arbeit und Privat ist ein hohes Gut. Dabei verschieben sich die Grenzen immer wieder zugunsten der Arbeit, weil die materiellen Bedürfnisse im Privaten ohne regelmäßiges Einkommen kaum zu befriedigen sind. Mit immer wieder neuen Moden und neuen Kommunikationstechnologien gibt es unglaublich viele Verlockungen, denen gegenüber die meisten Menschen schlichtweg wehrlos sind.

Ulrich Renz sich dafür ein, der Arbeit in unserem Leben einen Stellenwert zuzuschreiben, der uns zuträglich ist statt uns von uns selbst zu entfremden. Er kritisiert deshalb vor allem die »Fantasielosigkeit, die unsere Gesellschaft infiziert hat, sodass sie sich ein Leben jenseits der Arbeit gar nicht mehr ausmalen kann.« Seit das Thema Burnout gesellschaftsfähig geworden ist, gibt es zumindest ein paar Ansätze, diese Fantasie wieder zuzulassen und das Weniger an Arbeit als das Mehr an tatsächlicher Lebensqualität anzunehmen. Das ist auch eine Frage der persönlichen Verantwortung. Wollen wir den »Helden unserer Zeit«, den »Homo guttenbergensis«? Wollen wir »Leistungsträger«, die den Erfolg um jeden Preis fordern und dabei alle Grenzen überschreiten? Wollen wir lange vor der ermogelten Promotion unsere Kinder als Supermänner und -frauen mit maximal herausstechenden genetischen Merkmalen züchten?

»Die Tyrannei der Arbeit« erinnert uns an die Frage, wieviel Leben wir gerne in der Arbeit lassen wollen und wie wir uns jenseits davon möglichst lebendig fühlen können. Vielleicht haben wir dann eher den Mut für Entscheidungen, nach denen weniger von dem einen mehr von dem anderen ermöglicht. Das Leben in der Arbeit sollte ebenso Spaß machen wie das Leben außerhalb davon.
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TOP 500 REZENSENTam 9. Januar 2016
Da ich mich gerade in einer beruflichen Tiefphase befand, hat mich dieser Buchtitel sofort angesprochen.
Ich habe mir die Kindle-Edition gekauft und sofort mit dem Lesen begonnen.
Das Buch war sehr informativ und unterhaltsam und ich konnte gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen.
Viele der dort geschriebenen Dinge passten genau auf meine Situation und viele Empfehlungen und Tipps aus diesem Buch konnte ich gleich in die Praxis umsetzen.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch, das wirklich für jeden interessante Aussagen zu bieten hat und sich wie ein spannender Roman fließend lesen lässt.
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am 13. Dezember 2013
Die Entwicklung, dass die Arbeit sich zur Tyrannei über unser Leben aufgeschwungen hat, hinterfragt Ulrich Renz. Den Arbeitsplatz unserer Väter, zu dem sie morgens aufbrachen und von dem sie abends nach Hause kamen, um dann Feierabend zu haben, gibt es nicht mehr. Dank neuer Technik arbeiten wir überall und ständig, die Firma ist unser Universum – samt Sportangebot als Teambuilding –, und nicht mehr der Arbeitgeber setzt die Grenze zwischen den Daseinsformen als Privat- und als Arbeitsmensch, sondern wir selbst müssen das tun. Eine tiefgründige Analyse, die nachdenklich stimmt.

Redaktion Magazin Das Büro
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am 2. Dezember 2014
Ein wirklich großartiges keine Minute langweilenendes Buch über die Arbeit.
Neue Denkansätze zu diesem Thema und viel Wissenswertes über die Funktion der Arbeit in der Vergangenheit.
DICKE EMPFEHLUNG
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am 13. September 2014
Ein tolles Buch für alle, die dem vorherrschenden System kritisch gegenüber stehen - und für alle, die kritisch gegenüber stehen sollten.
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am 17. Oktober 2014
selten wird ein sehr ernstes Thema auf so unterhaltsame und lockere Art behandelt . Es fällt wie Schuppen von den Augen . Eine weite Verbreitung wäre wünschenswert .
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am 16. November 2013
Das Buch hinterfrägt, auch geschichtlich, die Entwicklung unserer heutigen Arbeitseinstellung.
Es lohnt sich, darüber nachzudenken, warum wir bei diesem Spiel so willenlos mitmachen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist einfach zu lesen und man gibt es nicht so schnell mehr aus der Hand.
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