Kundenrezensionen

12
3,9 von 5 Sternen
Zum Glück Pauline: Roman
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:13,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2013
Der Icherzähler dieses hinreißenden Romans befindet sich in keiner guten Lage. Er lebt mit seiner Frau in Paris zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Unerträgliche Rückenschmerzen plagen ihn und führen zu den wildesten Fantasien über die möglichen Ursachen. Seine Frau Élise und er sind zwanzig Jahre verheiratet und um die vierzig Jahre alt. Die Tochter ist kürzlich mit einem Freund zusammengezogen, und der Sohn, noch nicht einmal 18 Jahre alt, zieht ein Studium in den USA dem weiteren Verbleib im Elternhaus vor. Die Eltern sind geschockt über den Zustand des unwiederbringlichen Alleinseins. Darüber helfen die Freunde Édouard und Sylvie auch nicht hinweg!

Der Icherzähler reflektiert unermüdlich seine Lage, die darauf schließen lässt, dass er hochgradig hypochondrisch und depressiv ist. Zu allem Übel hat er seinen Job als Architekt gerade verloren. Die Einsicht, wie es mit der Liebe zwischen ihm und Élise steht, macht ihn auch nicht gerade froh. “Manchmal, wenn ich mit ihr zwischen den Blumen umherspazierte, überkam uns die Vergangenheit. Dann gingen wir hinauf ins Schlafzimmer und waren für zwanzig Minuten noch mal zwanzig. Diese Momente waren unendlich kostbar.“ Wie sie ihm aus dem Fenster nachwinkt, oder wie sie beide, ihrer Jugend gedenkend, noch einmal kurz die Liebe erleben, das ist meisterhaft in der Beobachtung und Darstellung.
Hier kehrt einer sein Inneres nach außen, und dem Leser werden Zustände vor Augen geführt, die man gut nachempfinden kann. Verlustängste, Zukunftssorgen, Einsamkeit und Verlorenheit kennzeichnen einen Mann, der mit einem sensiblen Gespür für das, was kommen mag, ausgestattet ist. Es kommt schließlich so viel zusammen, dass er wirklich am Leben verzweifeln könnte! Doch dann begegnet ihm Pauline......
Mit ausnehmender Feinsinnigkeit erweckt David Foenkinos seine Helden zum Leben. Man denkt unwillkürlich an Italo Svevo oder Marcel Proust, die zu dem vorliegenden Werk Pate gestanden haben könnten. Sie beschreiben ebenfalls neurotische Menschen mit ihren Selbstzweifeln, Grübeleien, nostalgischen Erinnerungen an die Kindheit und mit der immer gleichen Unsicherheit beim Leiden am Leben. David Foenkinos, Jahrgang 1974, ist jedoch ein Autor ganz eigener Prägung. Er findet genau die passenden Worte für die wechselnden Gefühle und Stimmungslagen, denen sich der Icherzähler ausgeliefert sieht. Die beschriebenen Rückenschmerzen ziehen sich in ihrer Befindlichkeit durch den ganzen Roman und sind Synonym für das allgemeine Elend, in dem der Held steckt. Die Ängste vor den zahlreichen Untersuchungen und der anstehenden Diagnose für seine Beschwerden wachsen sich zur allgemeinen Panik über seinen Gesundheitszustand aus. Bald erweist es sich, dass die Rückenschmerzen psychosomatischen Ursprungs sind.
Wir erleben nun mit, wie gleichsam in einer Art Metamorphose aus dem ängstlichen, zaghaften und zwanghaften Mann ein befreiter Mensch wird, der seine neuen Freiheiten zu nutzen weiß.

Foenkinos Erzählung pendelt zwischen Ernst, Nostalgie, Melancholie und Ironie. Er übertreibt gelegentlich, so dass die Traurigkeit, mit der unser Held seinen von Angst besetzten Netzen der Einbildung und Vergangenheit zu entkommen trachtet, herabgemildert wird. Damit bietet er die nötige Distanz, um die ganze Geschichte mit einem Hauch menschlich absurden Verhaltens zu würzen. Man trifft dieses ja in der Realität tatsächlich häufig an!
Wieder einmal ein gelungener Roman von dem hoch geehrten Autor David Foenkinos!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2014
Ziemlich ausgiebige Beschreibung der Rückenschmerzen des Protagonisten, was irgendwann doch ein wenig langweilt. Erinnert sehr an Alltag und Alltagsprobleme. Ist nett zu lesen, aber ich würde es nicht nochmal lesen und auch nur begrenzt weiter empfehlen, da leider nicht so wirklich Spannung beim Lesen aufkommt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 11. November 2013
Meine Meinung

Schmerzen sind manchmal einfach da und gehen auch nicht mehr fort. Der Grund? Es kann viele geben, doch manchmal ist es auch ein Signal. Ein Zeichen unseres Körpers oder auch ein Warnsignal. Der Schmerz muss nicht immer negativ sein, hört ihm zu und handelt danach.

Unser Protagonist führt ein normales Vorstadtleben mit Frau, Kindern und einer Arbeit, die er schon viele Jahre nachgeht. Doch von heute auf morgen plagen ihn schlimme Rückenschmerzen. Er besucht viele Ärzte, doch es gibt keine Ursache. Doch die Schmerzen lassen ihn handeln, ihn Dinge tun, die er sonst nicht getan hätte. Damit ändert sich alles und die Schmerzen werden besser. Dann taucht Pauline auf, so ganz einfach aus dem nichts, zwischen den Rückenschmerzen.

Eine Geschichte über einen Mann, der denkt, sein Leben hat alles was es braucht, doch manchmal verstecken wir uns auch nur in diesem Leben, ohne der Realität ins Gesicht zu sehen. Der Weg unseres Helden ist lang und voller Schmerzen, doch es kann sich lohnen und man fühlt sich plötzlich wieder wie man selbst.

Der Schreibstil von Foenkinos ist typisch französisch, mit einer Leichtigkeit und Melancholie, wie man es erwartet. Mit dem Protagonisten durchlebt man viele unterschiedliche Gefühlsmomente: Schmerz, Trauer, Freundschaft und Liebe. Ein Leben an einem Wendepunkt.

Mein Fazit

Ein Buch das einen daran erinnert, dass unser Körper manchmal viel mehr wahrnimmt als wir selbst. Hört auf ihn und handelt auch danach, er wird es euch danken. Eine Geschichte, die vom Finden des Glücks berichtet, dass bestimmte Dinge passieren müssen, damit wir einen neuen Weg einschlagen können. Wer französische Literatur mag und gerne Einblicke in das Leben wirft, wird an diesem Buch seine Freude haben.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. September 2013
Mitte Vierzig, verheiratet, 2 Kinder, 1 Haus in der Nähe von Paris, das ist er: Unser Ich-Erzähler dieses Buches. Sein Problem sind im Moment "nur" Rückenschmerzen, zumindest sind ihm keine anderen Probleme bewusst. Doch sämtliche Untersuchungen ergeben alle das Gleiche: Da ist nichts. Aber er traut dem Braten nicht, da muss doch etwas sein.
Während er sich immer weiter hinein steigert, nachts kaum noch schlafen kann und sich das Schlimmste ausmalt, stürzen wahre Probleme auf ihn ein. In der Firma wird er gemobbt und nach einer unerwarteten Handgreiflichkeit gekündigt, seine Frau will sich scheiden lassen, seine Kinder wollen auch nicht wirklich etwas mit ihm unternehmen und seine Eltern haben eh nur ständig etwas an ihm rumzumeckern. Zeit endlich etwas zu tun, und mal ordentlich auf den Tisch zu hauen.

Meine Meinung

Zuerst mochte ich ihn nicht, diesen namenlosen unscheinbaren Mann. Naja selbst Mann fand ich übertrieben, Weichei trifft es da wohl eher. Ich fühlte ihn förmlich, diesen schlaffen, wabbeligen Händedruck, nie wirklich eine eigene Meinung, immer ja sagen für die anderen, immer sich tiefer bücken als die anderen, kurz gesagt, keine Eier in der Hose. Ehrlich, davon würde ich auch Rückenschmerzen bekommen.
Aber im Verlauf der Geschichte änderte sich meine Meinung, denn der Herr begann sich zu wehren. Und man merkt gleich, dass ihm das gut tut.
So schafft es der Autor, dass man den Ich-Erzähler anders wahrnimmt. Mit vielen Kleinigkeiten werden so nach und nach rückenschmerzenmachende Probleme minimiert. Foenkinos hat dabei eine recht leichte, angenehme, aber doch sehr detailreiche Art an sich, den Leser mitzunehmen. Zu Beginn fand ich seinen Schreibstil irgendwie anstrengend, ich kam nicht so recht voran, wobei das auch an den endlosen Gedankengängen des Protagonisten liegen kann.
Was ich auf jeden Fall schade finde, ist die Tatsache, dass die im Titel erwähnte Pauline leider erst nach mehr als 300 Seiten in sein Leben tritt, bis auf einen winzigen Blick auf sie, weiter vorn im Buch.
Aber so oder so, Foenkinos hat aus einen unscheinbaren Bückling einen standhaften Mann gemacht, der endlich keine Rückenschmerzen mehr hat.

Unterm Strich

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten nimmt die Geschichte ihren Lauf und ich konnte mich gut darauf einlassen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2013
Charaktere:
Der Protagonist wird nicht namentlich genannt. Er hat die 40 schon überschritten und arbeitet in einem Architekturbüro. Er ist mit Èlise verheiratet und hat zwei Kinder. Plötzlich bekommt er heftige Rückenschmerzen, die nicht körperlich bedingt sind.
Sylvie und Édouard ist ein befreundetes Ehepaar von dem Protagonisten und seiner Frau.
Alice ist die Tochter von dem Protagonisten und Élise. Sie ist ca. 20 Jahre alt und vor einigen Wochen mit ihrem Freund zusammengezogen.
Paul ist deren zweites Kind. Er ist 17 Jahre alt und studiert in den USA.
Meine Meinung:
Die Geschehnisse in Zum Glück Pauline" werden von dem Protagonisten in der Ich-Form beschrieben. Dadurch erfährt der Leser mehr über die jeweilige Situation, da die Hauptperson neben Gefühlen auch oft Erklärungen über eine Person oder ein Geschehen gibt.
Der Roman ist in 5 Teile aufgeteilt worden, wobei ich diese Aufteilung überflüssig finde, da nach der Ankündigung eines neuen Teils nichts Außergewöhnliches geschieht. Weiterhin wird der Roman auch in Kapitel aufgeteilt, die mit Ziffern betitelt sind. Ab dem 2. Kapitel wird abwechselnd ein richtiges" Kapitel und ein 2-zeiliges Kapitel mit Intensität der Schmerzen" auf einer Skala von 1 bis 10 und Gemütslage" eingefügt. Die Gemütslage wird oft so beschrieben, dass der Leser schmunzeln muss. Unter anderem waren in dem Buch auf Achterbahnfahrt", marokkanisch" oder irgendwo im Nirgendwo" zu finden. Durch diese Beschreibung der Gemütslage und auch des Grades der Schmerzen weiß der Leser schon zu Beginn des Kapitels, wie sich der Ich-Erzähler fühlt.
Auch wenn der gesamte Inhalt des Buches schon im Klappentext enthalten ist, so ist die Geschichte über das Leben des Protagonisten nicht langweilig zu lesen, denn es passieren noch so viele andere Dinge. David Foenkinos beschreibt anschaulich, wie der Protagonist seine Probleme im Leben zunächst erkennt und sie daraufhin lösen kann. Vorerst erscheint dem Leser das Leben des Protagonisten idyllisch und vollkommen okay, doch nach einigen Seiten erkennt man, dass so manches hinter der Fassade nicht mehr perfekt ist. Auch die Lösung seiner Probleme gehen nicht so einfach von der Hand, da der Protagonist entweder keine Ahnung hat, wie er es angehen soll oder nicht über seinen Schatten springen kann.
Der Schreibstil bewirkt, dass man Seite um Seite flüssig lesen kann. David Foenkinos schafft es mit vielen sprachlichen Mitteln, wie rhetorischen Fragen oder Ellipsen, das Geschehen noch besser zu beschreiben. An einigen Stellen ist werden die Beschreibungen der Ereignisse jedoch etwas langatmig.
Fazit:
Zum Glück Pauline" ist ein unterhaltsamer Roman über das Leben des Protagonisten, das seit einiger Zeit nicht mehr perfekt ist. Um seine Rückenschmerzen zu lindern, muss er seine Probleme lösen, wobei ihn der Leser von Anfang bis Ende begleitet. David Foenkinos schafft es, diese Geschichte realistisch und humorvoll darzustellen, auch wenn das Lesevergnügen an einigen Stellen durch die Langatmigkeit gebremst wird.
3,5 von 5 Sternen
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 22. Oktober 2013
Der Held in David Foenkinos neuestem Roman hat es nicht leicht: Er wird in der Arbeit gemobbt, seine Frau Élise will die Scheidung, sein Vater meckert nur an ihm herum, sein Verhältnis zu seinen Kindern ist auch nicht das Wahre und seit kurzem leidet er an fürchterlichen Rückenschmerzen.
Für den Ich-Erzähler ohne Namen steht nun fest, dass er sein Leben umkrempeln muss. Vielleicht werden dann auch seine Rückenschmerzen besser.
„Zum Glück Pauline“ war mein erstes Buch von David Foenkinos und der Titel passt so gar nicht.
Ich fand ihn sogar sehr irreführend, da er etwas suggeriert, das fast gar nicht vorhanden war – Pauline.
Das französische Original „Je vais mieux“ passt dabei deutlich besser. Der Ich-Erzähler, von dem man den Namen nicht erfährt, versucht sein Leben umzukrempeln und alles besser zu machen und auch alles zu tun, um eben diesen fürchterlichen Rückenschmerzen zu entfliehen und sich besser zu fühlen.
Erzählt wird dieses Vorhaben sehr unterhaltsam und witzig, teilweise satirisch, teilweise sehr tiefgründig.
Der Hauptprotagonist ist dabei ein durchschnittlicher Mann mittleren Alters und durch seine oft unbeholfene Art äußerst sympathisch. Nur will man ihn auch manchmal schütteln, wenn er sich wieder zu viel gefallen ließ.
Die Geschichte plätschert so dahin mit vielen witzigen Stellen und netten Anmerkungen des Erzählers, markiert mit einer Fußnote.
Die Atmosphäre ist typisch französisch und erinnert etwas an die Bücher von Anna Gavalda. Auch Foenkinos schafft es einfühlsam und mit französischem Charme den Leser in seinen Bann zu ziehen.
„Zum Glück Pauline“ ist ein gutes Buch, das mich gut unterhalten, aber nicht 100% überzeugen konnte – vielleicht auch gerade wegen meiner Erwartungshaltung bezüglich des Titels.
Dennoch ließ es sich gut, schnell und flüssig lesen und hat mir schöne Lesestunden bereitet.
Foenkinos Schreibstil und seine Ideen gefielen mir dabei sehr gut und ich werde auch noch alle anderen Bücher von ihm lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 18. Mai 2014
tatsächlich passiert in dem Buch nicht allzuviel, aber es ist so toll geschrieben, dass ich sofort gefesselt war und immer weiter lesen musste. Eine schöne, ruhige Geschichte mit viel Humor. Ich war so begeistert, dass ich mir auch die anderen Bücher des Autors besorgt habe. Ich finde, er schreibt ganz toll, ist aber bestimmt nicht jedermann/jederfraus Geschmack. Sehr französisch, sehr intelligent.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. August 2013
es ist einer der wunderbaren Foenkinos, nach deren Lesen ich mich noch lange daran freue. Kein großes Buch und doch: es hat sich gelohnt mich hineinzustürtzen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Oktober 2013
Rückenschmerzen sind was ganz schlimmes und so ist unsere Hauptfigur am Anfang dieses Romans mehr als unglücklich. Aber woran liegt es? Er geht zum Arzt und macht mehrere Untersuchungen, mit keinem anderen Ergebnis, als das er völlig gesund ist. Aber wie kann das sein! Auf Empfehlung von seinem Freund geht er zum Osteopathen, aber auch dieser kann nicht helfen. Also probiert er als nächstes eine Magnetfeldtherapeutin aus, diese sagt ganz klar zu ihm, das sie ihm ebenfalls nicht helfen kann und er doch einen Psychoanalytiker aufsuchen sollte. Unser leidender Patient ist ganz verzweifelt und je mehr er mit seinen Rückenschmerzen zu kämpfen hat, umso mehr bricht sein bisheriges Leben auseinander. Seine Tochter lebt mit einem älteren Mann zusammen, schwer zu verkraften. Sein Sohn ist in New York und studiert, mit 18 schon aus den Haus, was ist nur schief gelaufen. Seine Eltern geben ihm nicht das Gefühl geliebt zu sein und bemängeln ihn in einer Tour. Das Schlimme ist nur, er wehrt sich nicht. Das bringt wieder seine Frau auf den Plan, die nach dem Tod ihres Vaters, ihr Leben überdenkt und die Scheidung möchte. Das ist aber alles noch nicht genug, in seinem Beruf hat er noch einen fiesen Kollegen der in mobbt und das so geschickt, das er auf die Strafbank muss. Wir sehen, das da doch so einiges nicht stimmen kann und der Verdacht liegt da doch nahe, woher die Rückenschmerzen rühren. Jetzt bleibt nur noch die Frage, schafft unser Protagonist den Knoten zu lösen und alles wieder in eine vernünftige Bahn zu bringen, und seinen Rückenschmerzen zu besiegen?
David Foenkinos neuster Streich und diesmal nimmt er sich eines Themas an, was uns alle betrifft. Hören wir auf unseren Körper und seine Signale!
Unser Ich-Erzähler ist so einer, der alles in sich rein frisst und statt der Auseinandersetzung immer den Rückzug bevorzugt. Somit machte er am Anfang einen sehr leidigen und auch unsympathischen Eindruck. Man hat beim lesen manchmal das Bedürfnis ihn zu schütteln und möchte ihn ab und zu gern den Marschblasen. Aber wir alle kennen das doch auch, der Druck von außen ist so groß und unweigerlich verschliesst man sich. Nur leider kann der Körper da nicht alles verkraften und gibt eben doch Wahnsignale ab. Genau hier steigen wir ein und erleben eine Verwandlung in fünf Akten erzählt. Zuerst der Schmerz und der total Absturz, sein komplettes Leben löst sich auf und dann versucht er Schritt für Schritt sein Leben neu anzugreifen und Herr seiner Schmerzen zu werden.
Der Schreibstil von diesem Autor ist einfach wunderbar und lässt sich so weg lesen, obwohl das Thema nicht unbedingt einfach ist. Er lässt seinen Protagonisten, sein Leben neu betrachten und dies beschreibt er so gefühlvoll mit nostalgischen Rückblenden. Dann nimmt er vieles mit Humor und Ironie auf die Schüppe und lässt einen manchmal mit melancholischen Gedanken zurück. Ich glaube jeder findet ein Stück von sich selbst in diesem Buch wieder und obwohl viele noch nicht in dem Alter sind, erkennt man sich selbst, oder seine Umgebung. Das Buch und seine Geschichte machen aber sogleich auch Mut, denn ein Neuanfang ist immer Möglich und man sollte einfach mehr auf seinen Körper hören.
Das Einzige was mich ein bisschen gestört hat, war der Titel und meine Vorstellung dazu. Ich finde das dieser nicht ganz so gut gewählt war, denn ich hatte eigentlich eine Liebesgeschichte erwartet und das nicht erst in den letzten 50 Seiten. Das fand ich ein bisschen mager und dabei hatte ich mir soviel drunter vorgestellt.
Trotzdem ein wunderbares Buch, zu unserer unbeständigen Zeit.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 14. September 2013
Hat mit gut gefallen. Mit Humor ein ernstes Problem beschrieben und gelöst.
Aber Lösungen hätte es auch andere geben können.
Sollte man lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Nathalie küsst: Roman
Nathalie küsst: Roman von David Foenkinos
EUR 6,99

Souvenirs: Roman
Souvenirs: Roman von David Foenkinos
EUR 9,99

Zurück auf Los: Roman
Zurück auf Los: Roman von David Foenkinos
EUR 13,99