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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum ein leichter Sommermantel vor dem Winter in Schweden nicht schützt. Und vor schwedischen Gardinen erst recht nicht.
Ehe ich "Der schwarze Steg" las, war mir nicht bewusst, dass die Autorin mit dem Ermittlerteam bereits eine Art Serie geschaffen hat - und diese auch noch weiter führen wird. Für mich steht fest, dass ich weitere Fälle aus der Feder der Autorin lesen werde, denn ihr Stil ist erfrischend - anders!

Das erwähnte Ermittlerteam besteht aus...
Veröffentlicht am 10. September 2007 von Apicula

versus
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zerstörerisch gegen sich selbst
Eine Tote in einer Fischerhütte, die sich als die engste Mitarbeiterin eines Bergbaumagnaten herausstellt. Asa Larssons Schwarzer Steg entwickelt sich zu Anfang verheißungsvoll. Die Autorin sprengt die Ketten der ersten Romane um die Polizeikommissarin Anna Maria Mella und die Anwältin Rebecka Martinsson und wendet sich dem Wirtschaftsverbrechen zu. Zwei...
Veröffentlicht am 17. November 2008 von Polar


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zerstörerisch gegen sich selbst, 17. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg (Gebundene Ausgabe)
Eine Tote in einer Fischerhütte, die sich als die engste Mitarbeiterin eines Bergbaumagnaten herausstellt. Asa Larssons Schwarzer Steg entwickelt sich zu Anfang verheißungsvoll. Die Autorin sprengt die Ketten der ersten Romane um die Polizeikommissarin Anna Maria Mella und die Anwältin Rebecka Martinsson und wendet sich dem Wirtschaftsverbrechen zu. Zwei Starke Frauen, von denen eine sich immer wieder in Bredouille bringt, obwohl sie ein sehr auf sich bedachtes Leben führt, geradeso als lege sie es darauf an, verletzt zu werden. Im Mittelpunkt steht Mauri Kallis, der das Verlierersyndrom auf dem Weg nach oben abgestreift hat, um in den Olymp der Reichen aufzusteigen, in dem man nur miteinander umgeht und sich abschottet. Nicht selten wird in diesem Kreis auf den Niedergang einer Aktie gewettet, ein Machtwechsel in der dritten Welt betrieben, um Schürfrechte abzusichern. So führt Asa Larsson ihre Geschichte erstmals über die Grenzen Schwedens nach Afrika und weist die Flecken nach, die ein ungebrochener Aufschwung mit sich bringt. Was in den beiden Vorgängern durch religiöse Verstrickungen zu einer komplexen Persönlichkeitsstruktur vor allem bei Rebecca Martinsson führt, verblasst in diesem Roman. Der schwarze Steg ist vorhersehbar, moralisch abgesichert, die Geschichte der Guten gegen die Bösen und endet, wie der Titel vorgibt, auf einem wackligen Steg. Wer die beiden Vorgänger nicht kennt, mag die Autorin für sich entdecken, wer bereits mehr von Asa Larssons psychologischen Abgründen gelesen hat, wird enttäuscht sein.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Steg zum See der Verwirrung, 24. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Taschenbuch)
Ich mag Asa Larsson eigentlich gerne, finde sie schreibt gut und schafft es, Spannung und Logik ganz gut zu vereinen. Doch leider nicht dieses Mal.
Viel zu viele Personen, viel zu viele Einzelgedanken, Anektdoten und Geschichten, die zu einem verwirrenden Brei zusammengerührt werden. Der eigentliche Krimi rückt dabei komplett in den Hintergrund.
Zwar lässt sich das Buch recht flüssig lesen, aber die Kriminalgeschichte ist einfach nicht zufriedenstellend erzählt und aufgelöst worden. Ich war schon ein bisschen enttäuscht und gebe nur mit Wohlwollen noch 3 Sterne.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum ein leichter Sommermantel vor dem Winter in Schweden nicht schützt. Und vor schwedischen Gardinen erst recht nicht., 10. September 2007
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg (Gebundene Ausgabe)
Ehe ich "Der schwarze Steg" las, war mir nicht bewusst, dass die Autorin mit dem Ermittlerteam bereits eine Art Serie geschaffen hat - und diese auch noch weiter führen wird. Für mich steht fest, dass ich weitere Fälle aus der Feder der Autorin lesen werde, denn ihr Stil ist erfrischend - anders!

Das erwähnte Ermittlerteam besteht aus Polizeikommissarin Anna Maria Mella und Anwältin Rebecka Martinsson. Letztere hat noch ordentlich an ihrer Vergangenheit zu knabbern, stürzt sich aber aus genau diesem Grund total in die Ermittlungsarbeit, die mit dem Auffinden einer Toten - Inna Wattrang - ihren Lauf nimmt. Die Tote wird in einer Fischerhütte auf einem zugefrorenen See gefunden. Dabei ist der Autorin auch gleich eingangs ein eleganter Spaß gelungen, denn unter welchen Umständen die Tote gefunden wird - da läuft es mir jetzt noch kalt den Rücken runter. Aber Dummheit wird eben umgehend bestraft. ;-)

Der Leser wird Stück für Stück - mit Voranschreiten der polizeilichen Ermittlungen - in die Verstrickungen des "Kallis Mining"- Konzerns eingebunden und zugleich in die krude Bande von Freunden und Verwandten und Geschäftspartner von Mauri Kallis.

Zuweilen liest sich das verwirrend und ich habe das Buch manchmal ordentlich genervt zur Seite gelegt, weil mir lange nicht klar war, worauf das alles hinausläuft und von wem grad in welcher Zeit die Rede ist. Es hat bei mir etwas gedauert, ehe ich diesen Stil tatsächlich genießen konnte. (Ich stell mir das übrigens als grausame Tortur für die Übersetzerin vor.) Die Autorin springt von Absatz zu Absatz in Vergangenheit und Gegenwart herum und beschreibt alles andere als exakte Handlungen oder Geschehnisse. Und das nicht aus Sicht EINER einzigen Person! - Dafür charakterisiert sie mit wenigen Worten getriebene Menschen, wie ich das kaum vorher kannte. - Beeindruckend. Asa Larsson spielt mit den Ahnungen und Vermutungen die ihre "Ausflüge in die Vergangenheit der Beteiligten" vielleicht ergeben mögen. Sie gibt den Lesern allerdings einen dicken Vorsprung - denn die Ermittler erkennen Ausmaß der Konzern-Verstrickungen von Kallis Mining und das Motiv für den Mord an Inna Wattrang erst ganz am Ende.

Neben den Kriminalromanen von Jo Nesboe für mich ein grandioser Lichtblick in Hinsicht Krimi und intelligenter Lesegenuss abseits des Einheitsbrei!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte mit Sogwirkung...., 18. August 2009
Von 
Christof Bente "cbente" (Sprockhövel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Taschenbuch)
"Der schwarze Steg" ist nun schon der dritte Band aus Asa Larssons 6-teiligen Serie um Kommissarin Anna Maria Mella und Staatsanwältin Rebecka Martinsson, der mich eindrücklich in seinen Bann gezogen hat.

Vielleicht ist es das "fremde Land Schweden", dass dem buch einen sehr speziellen Charakter verleiht, vielleicht sind es aber auch die Personen der Geschichte. Die Figuren in Larssons Büchern sind nämlich einfach anders. Man kann den besonderen Zauber gar nicht genau erklären, aber irgendwie haftet allen etwas trauriges, dunkles und geheimnisvolles an. Neben den bekannten Personen Martinsson, Mella und Sven-Erik Stalnacke hat Asa Larsson in "Der schwarze Steg" filigrane, tiefgründige Figuren erschaffen, deren Schicksale auf die ein oder andere Weise eng oder weniger eng miteinander verboben sind. Eine Familie mit dunklen Geheimnissen, hinzu kommt der Fall aus dem Bereich der Wirtschaftskriminalität. Weit gefehlt wer jetzt langweiliges Börsen-Getue oder schwieirige BWL-Kost erwartet, denn schließlich geschieht auch ein rätselhafter Mord.

Larsson fügt alle Puzzleteile in ihrer dunklen Geschichte Stück für Stück zusammen - spannend, tiefgründig, sehr gut erzählt und insgesamt einfach ***** Sterne wert!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, bewegend und stimmig konstruiert, 14. Januar 2011
Von 
Christian Bleis (Hannover, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Taschenbuch)
Åsa Larsson schreibt außergewöhnlich spannende, bewegende und stimmig konstruierte Kriminalromane. Der vorliegende Band ist der dritte Teil der Krimiserie (bisher sind vier von geplanten sechs geschrieben) um die beiden Hauptfiguren, die Inspektorin und spätere Kommissarin Anna-Maria Mella und die Juristin Rebecka Martinsson. Beide sind sehr unterschiedlich. Anna-Maria Mella ist die mütterliche, pragmatische, dem Leben zugewandte, Rebecka Martinsson die grüblerische, deren fast schon destruktive Ader sie immer wieder in ausgesprochen gefährliche Situationen lenkt. Angesiedelt sind die Fälle im hohen Norden Schwedens in Kiruna. Kiruna liegt noch nördlich des Polarkreises und ist eine kalte Bergbaustadt, die ihre Existenz einer der reichsten Eisenerzminen der Welt verdankt.

Åsa Larssons Geschichten basieren auf ihrem eigenen biografischen Hintergrund. Sie lebte fast 20 Jahre (1970 - 1989) in Kiruna. Auch ist sie in dem Milieu der schwedischen Freikirchen groß geworden, das einige ihrer Geschichten geprägt. Dies weil ihr Großvater Erik Larsson nicht nur ein mit einer olympischen Goldmedaille geehrter Langläufer (1936 in Garmisch-Partenkirchen), sondern auch ein stark gläubiger Mensch war, der eine strenge Lebensführung lebte. Die Autorin fand in ihren Jugendjahren selbst einen Weg zu diesem Glauben, von dessen Enge sie sich jedoch später (während des Jura- und Wirtschaftsstudiums und später als Finanzfachanwältin) löste.

Der Stil von Larsson ist besonders. Für den Leser entfaltete sich der Plot nicht wie an einer Perlenkette aufgereiht von außen erzählt, sondern als ein sich nach und nach zusammensetzendes Mosaik, das sich aus den unterschiedlichen Innenansichten, Gedanken und individuellen Handlungsempfindungen der Hauptakteure zusammensetzt. Geschickt schreibt Asa Larsson aus sehr vielen unterschiedlichen Perspektiven, wobei sie nicht nur in der Zeit hin- und her springt. Zum Beispiel denkt eine gerade beschriebene Person an eine Episode in ihrer Vergangenheit und schon wird für ein paar Absätze diese Episode in Gegenwartsform beschrieben. Auch integriert Larsson Besonderes in ihre Geschichte. So ist in Weiße Nacht (2006) die Geschichte einer Wölfin eingewoben. Im neuesten Roman (Bis der Zorn sich legt) tritt eine ermordete Taucherin als Ich-Erzählerin auf und ermöglicht so immer wieder eine Darstellung der aktuellen Ereignisse aus der Metaebene eines Beobachters.

In diesem dritten Roman Der schwarze Steg (2008) findet die Anwältin Rebecka Martinsson - nach den alptraumhaften Ereignissen des zweiten Teils - nur schwer ins Leben zurück. Sie arbeitet für die Staatsanwaltschaft in Kiruna und zieht ins alte Haus ihrer Großmutter. Die Stille ihres neuen Lebens wird jäh unterbrochen, als eine Frau ermordet wird. Auch wenn sich die Geschichte diesmal fast um den ganzen Globus dreht, geht es Asa Larsson doch vorwiegend wieder um die Personen, ihre Gefühlswelt und ihre Beziehungen zueinander. Auch werden die Charaktere und Geschichten der Haupt- und Nebenpersonen weiter vertieft.

Jedes der Bücher dieser Krimireihe ist ausgesprochen lesenswertes. 5 Sterne!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen intelligent und unterhaltsam, 20. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Taschenbuch)
Der schwarze Steg
Das ist der 3.Fall von Asa Larssons Krimi-Reihe, die im rauen Leben im höchsten Norden Schwedens spielt.
Um die Rahmenhandlung besser verstehen zu können, sollte man die Bände in chronologischer Reihenfolge lesen.
Ein Wirtschaftsverbrechen steht im Mittelpunkt, die Beziehungsgeschichte wird fortgeführt. Die beiden Protagonistinnen geben einen reizvollen Kontrast ab: die Anwältin Rebecka Martinsson - grüblerisch und mit destruktiven Zügen, die Polizeikommissarin Anna Maria Mella - mütterlich und pragmatisch.
Das Buch besticht durch Spannung und sprachliche Kunstfertigkeit, ist detailreich, geheimnisvoll schön, oft bedrückend düster. Fazit: sehr gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielschichtig, 3. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch zur Hand genommen als Lektüre für Unterwegs. Merkte aber bald, dass ich davon nicht lassen konnte und auch zum Einschlafen mal wieder einen Krimi gelesen habe. Wobei das zeitliche Vorfeld, die Hintergründe der Tat, das eigentliche Buch dominierten und deshalb das Buch für mich nicht bedrückend war. Der Beginn ist ziemlich skurril, so wie die Tote entdeckt wird, dabei taucht man als Leser in die Welt der Protagonisten gut ein. Diese Fischerhütten auf dem Eis müssen schon sehr besonders sein. Bei der Namenswahl zeigt die Autorin ein gutes Gespür für Klang und Unverkennbarkeit. Dem Krimi liegt ein Wirtschaftskomplott zu Grunde. Die für mich spannendste Figur war die Halbschwester von Mauri Kallis. Was ich übertrieben fand und auch nicht wirklich stimmig, war der Massenmord im Anwesen. Das wirkte zu konstruiert und hat dem eigentlichen Geschehen auch keine Krönung sein können. Schade. Trotzdem gut geschrieben. Ich werde bestimmt mal wieder einen Titel von Asa Larsson wählen und lesen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Kriminalgeschichte verbunden mit eindrücklichen Milieustudien und psychologischen Betrachtungen, 27. September 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: 5 CDs (Audio CD)
"Können Sie sich erinnern ? Rebecka Martinsson sah ihren toten Freund in Poikkijärvi im Kies liegen. Und die Welt brach zusammen. Rebecka musste festgehalten werden, sonst wäre sie in den Fluß gesprungen. Dies ist das dritte Buch."

So beginnt Asa Larsson ihren neuen Roman um die Stockholmer Anwältin Rebecka Martinsson und verschafft damit Neueinsteigern in diese wirklich beachtenswerte Krimiserie einen guten Anschluß an die beiden ersten Romane "Sonnensturm" und "Weiße Nacht."
Rebecka Martinsson hat einen mehrmonatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik recht gut überstanden und bekommt von Oberstaatsanwalt Alf Björnfot ein Stellenangebot als stellvertretende Staatsanwältin, weil er in seinem Bezirk im hohen Norden Schwedens jemanden braucht, der sich mit Wirtschaftskriminalität auskennt. Alf Björnfot arbeitet eng mit den Kommissaren Anna Maria Mella und Sven-Erik Stalnacke zusammen, die schon in den ersten beiden Romanen maßgeblich an der Lösung der jeweiligen Fälle beteiligt waren. Und es dauert nach der Anstellung Rebecka Martinssons, die ins Haus ihrer Gromutter gezogen ist und in ihrer Arbeit total aufgeht, um all die dramatischen Erlebnisse der letzten Jahre und ihr unglückliche Liebe zu ihrem ehemaligen Chef zu vergessen, nicht lange, bis sie und die beiden Polizisten mit einem neuen Fall konfrontiert werden.

Am zugefrorenen Fluß wurde die Leiche einer Frau gefunden. Sie ist ermordet worden und nach kurzer Zeit stellt sich heraus, daß es sich um Inna Wattrang handelt, eine leitende Angestellte bei Kallis Mining. Kallis Mining ist von Mauris Kallis vor vielen Jahren gegründet worden und seine erfolgreiche Grubengesellschaft operiert mittlerweile weltweit, vor allen Dingen aber in afrikanischen Ländern, vorzugsweise mit Diktatoren an der Staatsspitze.

Asa Larsson gelingt es nun in diesem spannenden und psychologisch hintergründigen Buch mehrere Geschichten gleichzeitig zu erzählen, wobei sie jeweils eine aktuelle Erzählperspektive hat, die das fortlaufende, sich zuspitzende Geschehen der Gegenwart schildert, und einen dokumentarischen Blick in die Vergangenheit der einzelnen Hauptpersonen, der sensibel und von großer Menschenkenntnis zeugend, den Weg der jeweiligen Menschen verständlich machen will.

Und so erfahren wir weitere Details aus der Lebensgeschichte Rebecka Martinssons, der sympathische Polizist Sven-Erik Stalnacke kommt dem Leser als Mensch mit schwerer persönlicher Geschichte näher und auch der familiäre Hintergrund von Anna Maria Mella wird noch transparenter als in den beiden ersten Büchern.

So wie Asa Larsson ihre Reihe angelegt hat - sie spricht im Nachwort von insgesamt sechs Bänden, die sie geplant hat - werden wir von diesen drei Menschen noch mehr erfahren in der zweiten Hälfte ihrer absolut lesenwerten Serie. Doch die Autorin blendet auch in die Lebensgeschichte von Mauris Kallis zurück und seiner Schwester Ester, auch der soziale Hintergrund des zweiten in die Handlung eingebundenen Geschwisterpaares Inna und Diddi Wattrang wird ausführlich beleuchtet. Asa Larsson interessiert immer, warum und wie die Menschen zu dem geworden sind, als die sie in ihrer Handlung in der Gegenwart agieren.

Es stellt sich heraus, daß der Mordfall an Inna Watrang nur die Spitze eines Eisbergs darstellt und vor den Augen der Ermittler öffnen sich politische Zusammenhänge, die bis in die Innenpolitik einiger afrikanischer Länder reichen. Es geht um Rohstoffe, Marktpreise, Schürfrechte, Geld und immer wieder um Macht.
Dazwischen erzählt Asa Larsson von den Gedanken und Gefühlen ihrer Hauptperson Rebecka, einer Frau mit einer dramatischen Geschichte, die der treue Leser der Reihe aus den ersten beiden Büchern kennt, zu der die Autorin aber immer noch weitere, bisher unbekannte biographische Bausteine hinzufügt.
Es ist ein Wunder, daß diese Frau noch Gefühle der Liebe spüren kann. Doch sie tut es. Ihre Gedanken können nicht lassen von Mans, ihrem ehemaligen Chef in der Stockholmer Kanzlei, der seinerseits den Kontakt zu Rebecka nicht abbrechen lässt. Insofern ist dieser dritte Band der Reihe nicht nur ähnlich spannend geschrieben mit einem dramatischen Höhepunkt auf Leben und Tod, in den dieses Mal aber nur Anna Marias Mella und Sven-Erik Stalnacke verwickelt sind, sondern er ist auch die zarte Geschichte einer Liebe, die über die Jahre und durch schwerste psychische Zerstörungen hindurch langsam wächst.

Auf den nächsten Band dieser Reihe darf man gespannt sein. Asa Larsson ist eine ganz außergewöhnliche Schriftstellerin, die keinem anderen ihrer schwedischen Kollegen gleicht. Sie kann spannende Kriminalgeschichte mit eindrücklichen Milieustudien und psychologischen Beobachtungen so verbinden, daß man zeitweise beim Lesen vergisst, daß man sich in einem Krimi befindet.
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1.0 von 5 Sternen schlecht trift es wohl..., 27. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Kindle Edition)
hm.. die Autorin scheint vergessen zu haben was in den ersten beiden Buechern geschrieben wurde. Muss wohl die Reihenfolge vertauscht haben ...so was von langweilig.
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5.0 von 5 Sternen Gut gegen Böse, 31. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Steg: Roman (Taschenbuch)
„Ihre Bücher sind kleine Wunder“ schreibt Die Zeit und dem ist tatsächlich so. Es sind die Menschen, die Natur und die Tiere, nichts macht mehr Lust auf einen Hund, eine kleine Katze oder die Natur Lapplands, wie Åsa Larssons Bücher. Es gibt fast nur Handlung, wenig Erklärungen und keine konstruierten Spannungsbögen. Wir sind Zeugen von Menschen, ihren Gefühlen und dem, was sie tun.
Im dritten Buch über Rebecka Martinson kann Åsa Larsson sich allerdings nicht dem Trend nach großen Wirtschaftsverbrechen und politisch internationalen Verwicklungen entziehen und wenn afrikanische Söldner a la GSG 9 schwedische Unternehmer ausschalten, wie die USA Saddam Hussein, wird mancher Leser diese Handlung abschütteln wollen, wie lästige Fliegen.
Aber die Stärke von Åsa Larssons Worten liegt in den kleinen Beschreibungen, den einfachen Dingen und oft liegt dort auch die erschreckendste Radikalität. Ein wunderbares Buch, schon der Einstieg mit den Archen auf dem Torneträsk ist himmlisch, und der Hauch des Übersinnlichen bleibt wie selbstverständlich, wenn man das Buch wieder schließt.
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Der schwarze Steg: Roman
Der schwarze Steg: Roman von Åsa Larsson
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