Kundenrezensionen


15 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HIT!
Konzertveranstalter Berthold Seliger schafft es in seinem Buch "Das Geschäft mit der Musik - ein Insiderbericht" die Türen zu den Hintergründen der aktuellen Lage eines undurchsichtigen wie komplexen Musikmarktes zu öffnen. Die 9 Kapitel mit vielen Beispielen von Konzertveranstaltungen, Ticketing, Musikagenturen, Sponsoring, GEMA, Musikpresse etc...
Vor 12 Monaten von Cäcilia Schütz veröffentlicht

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwarzbuch als Hype
An Adorno kommt Seliger nicht ran, obwohl Seliger diesen Seligen oft bemüht. Zu sehr ist Seliger Praktiker, aber immerhin ein selten reflektierter. Die Einleitungen und Schlüsse zu den einzelnen Kapiteln sind gut und spannend und kontextieren das Musikgeschäft mit liebenswerten Ensembles mit durchaus prominenten Zitaten neoliberaler Kritik. Die darauf...
Vor 2 Monaten von Thomas Heel veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HIT!, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Konzertveranstalter Berthold Seliger schafft es in seinem Buch "Das Geschäft mit der Musik - ein Insiderbericht" die Türen zu den Hintergründen der aktuellen Lage eines undurchsichtigen wie komplexen Musikmarktes zu öffnen. Die 9 Kapitel mit vielen Beispielen von Konzertveranstaltungen, Ticketing, Musikagenturen, Sponsoring, GEMA, Musikpresse etc. haben es wahrhaft in sich. So liest sich das Buch als Kampfansage gegen den Verkauf von Kultur an eine kulturlose Wirtschaft, und begründet z.B., warum es nur immer mehr langweilige Events mit überhöhten Ticketpreisen in den an Großkonzerne verkauften Konzertarenen gibt. Aber und gerade auch die so hippe Ecke von INTRO bis SPEX (und Electronic Beats) wird als das was sie ist, nämlich scheinheilig, bloßgestellt, und das dazu gehörige soziokulturelle Gesellschaftsbiotop eines "Popkuturellen-Mittelschichts-Prekariats" als "spießige Neo-Biedermeierlichkeit" geoutet. Der als "Überzeugungstäter" bekannte Musikliebhaber Berthold Seliger findet dazu noch Verbindungen zu Geschichte, Philosophie und Politik. Ein Buch, das jedem ans Herz gelegt sei, der etwas von den Abläufen und der Auffassung jetziger Musikkultur verstehen will. Der aus Prinzip verschwiegenen Branche ein Dorn im Auge aber ist es für Musiker wie Fans ein Muss!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender als viele Romane.., 31. Oktober 2013
Von 
Ich habe ein "Sachbuch" noch nie mit einer solchen Begeisterung und Spannung gelesen.
Herr Seliger berichtet als Insider vom Geschäft mit der Popmusik und geht auf die Plattenindustrie, die Tourneeveranstalter, Gema und Verlage, die Presse und den Versuch der staatlichen Förderung von Popmusik ein. Schonungslos deckt er in den Bereichen auf, wie das Big Business läuft.
Für den Konsumenten, der Musik als pure Unterhaltung sieht, werden die Erkenntnisse wahrscheinlich langweilig sein. Bedeutet einem Musik aber etwas mehr, und begreift man die musikalische Ausdrucksform als Kunst, also Möglichkeit des Protests im Sinne von Rock'n'Roll wird einem wahrscheinlich an manchen Stellen des Buches schlecht. Rock`n`Roll als Rebellion hat ausgedient. Kommerz und Narzissmus regieren in vielen Bereichen. Jeder möchte das größte Stück des Kuchens, oder besser den ganzen Kuchen. Der (kleine) Künstler bleibt auf der Strecke.
Das Buch ist sehr gut recherchiert, die vielen Quellenangaben dienen auch zur Vertiefung des Themas. Weiter werden auch alternative Denkmodelle angeboten (besonders zur Gema). Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, der sich kritisch mit dem Thema Musikvermarktung auseinander setzen möchte.

und: Support your local scene:)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch war überfällig !, 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geschäft mit der Musik: Ein Insiderbericht (Kindle Edition)
Das ist wirklich ein sehr realistischer Insider-Bericht auf sehr breiter Erfahrungsgrundlage des Autors der sich glücklicherweise auch nicht vor politischen Aussagen drückt.
Dass das Kulturgeschäft derart ungleichgewichtig zu Gunsten der Verwerter ist hätte ich nicht in der Schärfe erwartet (beleuchtet sind GEMA, Verlage, Musikkonzerne, Veranstaltungs- und Ticket-Monopolisten, Rundfunk und Fernsehanstalten und deren Gebahren und Umgang mit öffentlichen Gebühren sowie Umgang mit Steuermitteln bei der Kulturpolitikmit Schwerpunkt "Hochkultur= Oper, Theater, Museen usw.")
Ob das bei den Nutzniessern aufgenommen wird oder die Politik die aufgezeigten krassen Fehlentwicklungen aufgreift bleibt abzuwarten.
Der Anstoss von Berthold Seeliger ist jedenfalls sehr gelungen - hoffentlich findet das Buch viele Leser !!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alternativer & aufklärender Blick auf's Musikgeschäft von einem engagierten Insider mit hohen Ansprüchen, 22. Oktober 2014
Von 
Dennis Schütze (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Buch erschien bereits im Januar 2013 bei Tiamat und trägt den Untertitel „Ein Insiderbericht“ (ISBN 978-3-893-201808 18,00 €). Der Autor Berthold Seliger ist freier Autor und betreibt eine eigene Konzertagentur.

Nach einem Intro folgen acht Kapitel, die sich mit den Themen Live-Industrie, Tonträgerindustrie, Copyright, Verwertungsgesellschaften, Sponsoring, soziale Situation, Musikjournalismus und (Kultur-)Politik befassen.

Das Buch ist als „Insiderbericht“ betitelt und als „Insider“ kann sich der Autor getrost bezeichnen. Seit mehr als 25 Jahren betreibt er eine eigene Konzertagentur und betreut(e) in der Zeit als Agent Bands wie Calixo, Lambchop und die Walkabouts, sowie als Europaagent Künstler wie Lou Reed, Patti Smith und Lucinda Williams. So fällt das erste Kapitel „Live-Industrie“ mit knapp 100 Seiten erwartungsgemäß am längsten aus. Seliger berichtet eloquent und ausführlich von dem Tagesgeschäft von Veranstaltern und Agenten, von Tickets und Big Data. Er gibt etliche glaubhafte Beispiele und Musterrechnungen mit denen er verdeutlichen will wie das Eintrittsgeld erhoben und verteilt wird und was am Ende für wen übrig bleibt. Es wird erklärt welche Garantien gefordert werden, wer welche Arbeit macht und wer die Risiken trägt. Seliger argumentiert hier aus der Sicht des Ticketkäufers und Konzertbesuchers, sicherlich auch aus der Sicht des Konzertagenten und Künstlervertreters und platziert, als einer, der bestens mit den Strukturen vertraut ist, seine deutliche und umfassende links-liberale Systemkritik. Als Leser kann einem dieser unverhohlen kämpferische Stil (mit durchaus nachvollziehbaren Argumenten) passagenweise etwas zu massiv anmuten. Denn: Am Schluss muss schon noch jeder einzelne für sich entscheiden, ob ihm ein Ticket für ein Konzert mehr als 120 Euro wert ist oder eben nicht. Und welche Anteile vom Umsatz an Künstler, Agenten, Veranstalter und Hallenvermieter gehen, müssen die irgendwie auch unter sich aushandeln. Und wenn man nicht gerade zu U2, Bruce Springsteen oder Madonna ins Konzert geht, sondern lieber zur unbekannten Band in die Studentenkneipe um die Ecke, betrifft einen sowieso nicht.

Im nächsten Kapitel wirft Seliger einen Blick auf die Machenschaften der Tonträgerindustrie, zeigt auf wie sie bis in die 1990er aufgestellt war, wie sie vom Wechsel von Vinyl auf CD profitiert hat, wie sie den Übergang von CD auf Download versemmelt hat und was der aktuelle Wechsel von Download auf Stream für Künstler und Endkonsumenten für Chancen mit sich bringt. Seine Sichtweisen legt er mit klaren Argumenten dar und belegt sie mit klugen, teilweise recht frischen Zitaten (Patti Smith, Kim Dotcom, Sven Regener etc.), die allesamt sauber belegt werden. Weiter geht es mit Aspekten des deutschen Urheberrechts und der GEMA, die mal wieder gar nicht gut wegkommt. Es wird beteuert wir untransparent die Gema abrechnet (stimmt), wie maßlos hoch ihre Verwaltungskosten (stimmt) und die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden (skandalös) sind, aber auch wie schwer es die Clubs in Berlin doch haben (darf bezweifelt werden). Welche Bedeutung die GEMA heute für aktive Urheber, also für jetzt lebende Songschreiber und Komponisten hat, kommt leider nicht zur Sprache.

Im folgenden Kapitel wirft Seliger einen kritischen Blick auf die Praxis des (Kultur-) Sponsoring und liefert pikante Beispiele von renommierten deutschen Musikern, die sich für Geld ziemlich skrupellos doch recht zweifelhaften Firmen (z.B. Alkoholdestillen, Zuckerwassermischer, Fast Food Brutzler) an den Hals werfen. Das verträgt sich ganz offenkundig gar nicht mit den ehemals hehren ideologischen Ideen des Rock and Roll wie z.B. Eigenständigkeit, Unabhängigkeit oder einer wie auch immer gearteten politischen oder moralischen Aussage, wird aber selten bis nie kritisch beanstandet. Allerdings ist dieses Gebaren natürlich nicht typisch für den Musikmarkt, ganz im Gegenteil, in anderen Bereichen treibt das ja noch ganz andere Blüten, denn anscheinend ist es heutzutage gesellschaftlich akzeptiert sich skrupellos zu bereichern, wenn man einmal die Gelegenheit dazu hat. Trotzdem schön, dass es Seliger so direkt und undiplomatisch anspricht.
Ähnlich kritisch geht er damit um, dass sich der deutsche (Musik-)Journalismus schamlos den Geldgebern hingibt und kaum noch wirklich unabhängige Kritik oder Berichterstattung stattfindet. Das fängt an bei lokalen Veranstaltungsmagazinen und geht rauf bis zu ehemals anerkannten Fachblättern, Wochen- und Tageszeitungen. Unabhängig im eigentlichen Sinne des Wortes sind seiner Ansicht nach allenfalls Internetmagazine (wie Pitchfork) und Blogs (wie dieser!), die aber ohne Budget freilich nicht imstande sind dauerhaft Qualitätsjournalismus auf hohem Niveau zu bieten.

Interessant und anregend auch seine Beobachtungen zur sozialen Situation, obwohl er dabei vermutlich zu sehr von seinem persönlichen Umfeld in Berlin ausgeht (Hippster, Musiker, Neue Medien, alle Menschen sind bei ihm anscheinend Ticketkäufer und Popkonzertgänger etc.).

Das Buch endet mit einer eng bedruckten vier-seitigen Literaturliste, die neben den üblichen Verdächtigen (Adorno, Horkheimer, Benjamin, Marcuse etc.) auch einige ungewöhnliche, aber aussagefähige Autoren (Harry Belafonte, Bill Graham, Hans Werner Henze, Hanns Eisler, Keith Richards, Dave van Ronk, Nick Tosches etc.) benennt.

Fazit: Berthold Seliger stellt hohe Ansprüche an sich und seine Leser, an Musiker und Musikvermarkter. In seinem Buch legt er die Zusammenhänge, Verwicklungen und die sich daraus ergebenden Probleme aus seiner persönlichen, sehr erfahrenen Sicht dar und wird daher dem Titel des Buches in vollem Umfang gerecht. Er schreibt durchweg prägnant und klar in einer gut lesbaren, unakademischen Sprache. Perspektiven oder mögliche Lösungen für die erkannten und benannten Probleme bietet er leider nicht. Seine sehr hoher moralischer Standard ist vielleicht nicht jedermanns Sache und teilweise etwas zu vordergründig und dick aufgetragen. Wenn man das Buch als persönliches Statement eines engagierten Insiders wertet, hat Berthold Seliger gute, wichtige und aufklärende Arbeit geleistet, weil damit ein alternativer Blick auf das Geschäft mit der Musik eröffnet wird. Dafür kann man ihm nur danken. Dicke Empfehlung.

Die Aussage des Buches wird von einem lesenswerten Blog mit regelmäßigen Eintragen flankiert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berthol Seliger, 6. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ganz großen Respekt vor Berthold Seliger, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt wie es ist. Endlich traut sich mal jemand. Aber es ist wahrscheinlich schon zu spät.. Rock'n Roll als Lebenszweck wird abgeschafft.. zu gefährlich! Von ihm stammen auch die sinnvollsten Beiträge zur GEMA-Reform.
[...]
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So läufts business!, 24. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geschäft mit der Musik: Ein Insiderbericht (Kindle Edition)
Wunderbar geschrieben, gründlich recherchiert und sehr klug analysiert.
Unerlässlich für angehende Musiker, die weder ausgebeutet noch verheizt werden möchten. Und natürlich auch für kritische, aber bis jetzt ahnungslose Konsumenten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Anregend für den Musikunterricht des 21. Jahrhunderts, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Geschäft mit der Musik: Ein Insiderbericht (Kindle Edition)
Der Untertitel "Ein Insiderbericht" hatte mich seinerzeit aufhorchen lassen, war ich doch immer schon sehr daran interessiert mal herauszufinden, wie es wirklich im Konzertwesen vor sich geht. Ich selbst bin seit 40 Jahren Musiker und Künstler, vorwiegend in Bereich Jazz.
Aus dem Buch kann man eine Menge lernen über die Zusammenhänge, die es u.a. verhindern, dass Kunst und Kultur eine breite Akzeptanz in unserer Gesellschaft erringen kann. Seliger kann mit viel Fach- und Hintergrundwissen einen Überblick der Welt der Großverdiener im Musikgeschäft darlegen und verständlich machen. Ich bin einerseits nicht erstaunt über die Entwicklungen in dieser Branche, gleichzeitig entsetzt darüber wie immer weniger Kartelle so viel Macht in Händen halten (wollen). Auch die Verzahnung mit der Werbeindustrie wird erläutert und sollte uns unbedingt zu denken geben.

Allein die schwindelerregenden Jahreseinkommen der Verwerter von Musik hat bei mir Fassungslosigkeit ausgelöst. Im Grunde ist das auch m.E. die Grundaussage dieses Buches: Nicht die Künstler werden belohnt für ihre Arbeit, sondern findige und windige Rechteinhaber, die mit fast krimmineller Energie vorgeht und einer, von der breiten Öffentlichkeit getragenen, neoliberalen Gangsterphilosophie unterstützt. 

Nach meiner Auffassung werden die Strukturen dadurch gefestigt, dass die neoliberalen Maximen (Du bist deines Glückes Schmied, Du bist für deine Erfolge allein und selber zuständig usw.) sich bereits tief in unser Denken eingenistet haben und oftamls zu so kruden Ideen führen, die unlängst in einer Shellstudie veröffentlicht wurden: Jugendliche vor allem denken, dass die Welt unrettbar verloren ist und auf eine Katastrophe zusteuert, glauben aber gleichzeitig, dass sie selber noch eine Nische finden werden oder den ganz großen Wurf landen und so dem Schicksal entrinnen. (aus Berhand Heinzlmaier, "Performer, Styler und Egoisten") Na dann viel Glück bei der nächsten Castingshow.

In dem Buch von Seliger geht es u.a. um die GEMA und die Merwürdigkeiten des Geldflusses innerhalb dieses undurchsichtigen Vereins.
Seit vielen Jahren ärgere ich mich über die GEMA. Nicht über den Grundgedanken einer Gesellschaft, die wirklich und ernsthaft am Wohl der Künstler un einer würdigen vetretung ihrer Rechte interessiert wäre. Ich ärgere mich als ehem. Mitglied darüber, dass durch meine künstlerische Tätigkeit, die von vielen, vielen Stunden harter Arbeit, Üben und Ausüben gekennzeichnet ist, andere Geld verdienen, die nichts dafür getan haben und auch nie etwas tun werden. Dabei ist ihnen offensichtlich auch das Gros der Musiker vollkommen egal. Ihre Devise: Es gibt tausende, die deinen Job auch gut und gerne machen und mehr als tausende Vollidioten, denen wir Angst machen können mit unseren Forderungen und Geldeintreibemethoden. Solange das Patentamt mitspielt und der rechtliche Druck nicht zunimmt, wird ei GEMA weitermachen.

Seligers Buch ist sehr gut recherchiert, informativ und mit guten Quellenangaben ausgestattet, so dass man auch weit über den "Buchtellerrand" hinaus schauen kann.

Ich bin seit kurzem Mitglied der neuen Gesellschaft C3S, von der ich mir erhoffe, dass sie den Pfeffersäcken der Musikindustrie mal gehörig den Marsch bläst. Bernhard Seligers Buch hat mir Mut gegeben. Den werden wir brauchen. Aber es muss auch ein Umdenken in unserer Gesellschaft geben, damit diesem Misbrauch ein Ende gesetzt wird.

Auf jeden Fall werde ich Teile seiner Gedanken in meinem Musikunterricht mit den Jugendlichen besprechen und Diskussionen anregen. Ich bin Herrn Seliger sehr dankbar für dieses Buch.

Sehr empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Eine längst überfällige Bestandsaufnahme des "Musikbusiness", 4. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch hat mich in mehrerlei Hinsicht fasziniert und begeistert, denn ist spannend und informativ zugleich. Hier liefert ein Insider, eine komplette Bestandsaufnahme des globalen Musikbusiness im Allgemeinen - und der Situation in Deutschland im Speziellen. Dem Leser eröffnet sich ein Blick hinter die Kulissen der Glitzer- und Glammerwelt, in der undurchsichtige Konzern-Fusionen, Fan-Abzocke, langweilige Selbstinszenierungen, Abrechnungsbetrügereien, Knebelverträge, Erpressung, Nötigung und Diebstahl geistigen Eigentums, nicht die Ausnahme, sondern längst die Regel sind. Eine Welt, in der es wirklich um vieles zu gehen scheint - außer um zwei Dinge: Die Musik und die Kultur...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwarzbuch als Hype, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An Adorno kommt Seliger nicht ran, obwohl Seliger diesen Seligen oft bemüht. Zu sehr ist Seliger Praktiker, aber immerhin ein selten reflektierter. Die Einleitungen und Schlüsse zu den einzelnen Kapiteln sind gut und spannend und kontextieren das Musikgeschäft mit liebenswerten Ensembles mit durchaus prominenten Zitaten neoliberaler Kritik. Die darauf folgenden Beispiele und Zahlen sind sehr ermüdend (Zahlen- und Name-Dropping), weil kasuistisch, detailverliebt und biographisch. Diese Teile, die den größten Teil der Publikation darstellen, sind womöglich als eine Art "Durchführung" der vorangestellten Thesen gedacht. Spektakulär mögen die genannten Zahlen (Förderung hie, Subvention da) jedoch nur für jene sein, die Musik als Geschäft betreiben. Mit Musik aber hat das Ganze wenig zu tun. Wer heutzutage noch komponiert und dafür diesen Terminus reklamiert, hat einen ungemein höheren Reflexionslevel - mit der Konsequenz, dass er/sie ignoriert wird. Die notwendig halbmusikphilosophischen und halbbiographischen Ambitionen geschwätziger Musikvermittler sind (aus dieser Sicht) einfach nur parasitär - und das ist dann auch irgendwie das Fazit dieser Publikation. Unnötig, aber leider gekauft.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Recommended, 26. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für alle, die schon mal wissen wollten, was WIRKLICH in der Musikindustrie abgeht - warum sich alle wundern, dass die Musik immer schlechter und die Konzerte immer teurer werden...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Geschäft mit der Musik: Ein Insiderbericht
EUR 14,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen