Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen2
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

VINE-PRODUKTTESTERam 21. September 2013
Spätestens mit ihrem Album "Witness" hatten sich MLIW eine Ausnahmerolle im modernen Hardcore erspielt. Musikalisch abwechslungsreich, melodiös, manchmal überraschend zurückhaltend und dann wieder unglaublich intensiv und emotional, waren es vor allem die Texte, die aus dem Punk/HC Einheitsbrei herausstachen. Im Gegensatz zum sonst oft prinzipiellen "dagegen sein", das jedoch auch keine besseren Alternativen bietet, setzten MLIW sich reflektiert und differenziert mit sehr persönlichen Themen auseinander. Als die Band 2008 ihre Auflösung bekannt gab, hinterließ sie deshalb eine spürbare Lücke in der Musiklandschaft. Dann, 1. April 2013: Ohne großes Spektakel teilen Modern Life Is War mit, dass sie wieder Musik machen und im September ein neues Album erscheint. Zum Glück kein Aprilscherz.

Auf "Fever Hunting" bauen sie ihre Stärken konsequent weiter aus. Musikalisch klingen MLIW mehr denn je nach einer geschlossenen Einheit, in der jedes Instrument (einschließlich des Gesangs) einen gleichberechtigten und gleichwertigen Baustein des Ganzen darstellt. Besonders die Gitarrenarbeit mit dem zurückhaltenden, niemals aufdringlichen Aufbau von atmosphärischen Flächen, aus denen sich genau im richtigen Moment eine Melodielinie herausschält, hat sich deutlich weiterentwickelt. Zudem besitzt das Album einen durchdachten Spannungsbogen und Fluss (siehe dazu den Durchlauf am Ende der Rezension).

Textlich setzen sich MLIW auf "Fever Hunting" hauptsächlich mit dem Älterwerden und der damit einhergehenden Veränderung von Zielen, Bedürfnissen und nicht zuletzt Freundschaften auseinander, politisch wird es kaum. Das alles hat zudem nur noch wenig mit "Coming of Age" oder den typischen Problemen der "Twentysomethings" zu tun, sondern klingt deutlich reifer (und resignierter) - Man merkt, dass die Band nicht mehr ganz jung ist und weiß, wovon sie singt. Auf Albumlänge wird die Thematik manchmal jedoch etwas eintönig und bei manchen Songs hätte ich mir etwas weniger Wiederholung zugunsten von mehr Tiefe gewünscht.

Fazit:
------

Die fünfjährige Auszeit hat zu keinem musikalischen Bruch geführt und "Fever Hunting" reiht sich nahtlos in die Diskographie der Band ein. Gleichzeitig präsentieren sich MLIW geschlossener und gereifter als jemals zuvor und bauen damit eine ihrer größten Stärken weiter aus - Harte Musik mit anspruchsvollen Texten von Erwachsenen für Erwachsene zu spielen.

-----------------------------------
-----------------------------------

Der Durchlauf (für Interessierte):

Das Album beginnt kakophon, durch Rückkopplungen schneiden sich die Gitarren, Sänger Jeffrey Eaton keift dem Hörer wieder und wieder "Old Fears, New Frontiers" entgegen und macht die Marschrichtung klar: Irgendwie sind MLIW schon noch die alten, aber die Perspektiven und Ziele haben sich verändert.
Dies wird im nächsten Song "Health, Wealth & Piece" fortgeführt. "Accepting myself, accepting my condition". Außerdem wird die Diskrepanz zwischen den Jugendträumen und der Notwendigkeit, irgendwie Geld zu verdienen um die Miete zu bezahlen, aufgearbeitet.

"Aim and ambition, you've come at age. The money must be made, the bills must be paid." heißt es dann auch in "Chasing My Tail", dieser deprimierenden Bestandsaufnahme, die sich zunächst schleppend dahinzieht. Man spürt die Müdigkeit in den Knochen förmlich und kennt nur zu gut, wovon da gesungen wird: "Friends have scattered. I miss them all so much. I'll see you at weddings and funerals. We'll catch up and we'll wish each other well." Und dann kommt bei Minute 3:05 plötzlich dieser Gänsehautmoment. "I wish you well" schreit es, die Gitarre schraubt sich in die Höhe, das Schlagzeug treibt die Lethargie aus. Aufbäumen gegen das tägliche Rattenrennen.

"Media Cunt" schließt musikalisch nahtlos daran an, ist ein treibender Uptempo-Song, bringt textlich aber keine neuen Aspekte und bleibt leider sehr unkonkret. "Blind are Breeding" stellt dann eine erste Verschnaufpause dar und nimmt das Tempo wieder zurück, was über den Großteil des Albums so bleiben wird. Textlich mach sich langsam Verzweiflung breit. "'The wise are panicked, the blind are breeding,' sing the kings and queens of broken dreaming." Anschließend poltert der Titeltrack ohne Vorwarnung los, begegnet der noch immer präsenten Verzweiflung mit Wut, die sich Über dichte Gitarrenwände und immer präsenter werdende Melodien von der Seele geschrien wird, bis der Song abrupt abbricht und der dreckigen Basslinie von "Dark Water" Platz macht. Ein wütendes, psychedelisches Biest, das schon stark in Richtung Wahnsinn kippt.

Mit "Brothers In Arms Forever" folgt dann ein positiveres Lied über Freundschaft (das textlich jedoch leider auch etwas flach bleibt), die neben dem Wert des Lebens abseits der Ökonomie auch im folgenden "Currency" thematisiert wird. Die abschließenden Worte "Your time is precious and it's slipping away" leiten direkt zu "Cracked Sidewalk Surfer" über. "Momentum must be maintained. Don't get lazy, you'll get stuck again". Konsequenterweise wird das Gaspedal noch einmal bis zum Anschlag in den Boden gedrückt, was zusammen mit der dominanten Lead-Gitarre zu einer Art musikalischen Nachfolger von "D.E.A.D.R.A.M.O.N.E.S." wird.

"Find A Way" bildet den Abschluss des Albums, in dem wieder die Brücke zum Anfang geschlagen wird. "The old fears are still here, still new frontiers are still waiting". Man könnte glauben, es habe sich nichts verändert... und doch: Es ist ein hoffnungsvolles Bild, das MLIW am Ende des Albums zeichnen. "If you believe you are here to create, seek love and knowledge and you'll find a way."
11 Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2014
wunderbar, mehr kann man nicht sagen. wer mit Life In Your Way, Snapcase und As Friends Rust etwas anfangen kann, der wird hier bedient. "Fever Hunting" hat nichts mit dem abgedroschenen screamo-genre gemein; nein, das hier ist technisch ausgereifter, hoch melodischer new schoon hXc. wunderbar!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,99 €
8,29 €
9,19 €