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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologisch dicht, aber mit Schwächen, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lowland (Gebundene Ausgabe)
Lahiri schreibt psychologisch dicht, einfühlsam, und wahrt dabei immer eine einfache, fast lakonische, unaufgeregte Sprache, die ich auch im englischen Original leicht lesen konnte. Wichtige Elemente der Geschichte sind plötzliche Beziehungsabbrüche, Einsamkeit und die Nachwirkungen politischer Gewalt. Interessant wirken kurze, unaufdringliche Ausflüge in die Geschichte und in die Wissensgebiete der Buchfiguren, so etwa in Philosophie, Ökologie und die indische Naxalite-Bewegung; erlesenes Essen steht hier weniger im Vordergrund als in anderen Lahiri-Veröffentlichungen.

Damit kenne ich nun die vier bisherigen Lahiri-Bücher; alle sind exzellent, doch dieses hier ist relativ das Schwächste. So klingt Lahiri mitunter schon etwas zu "achtsam", zu elegisch säuselnd, betulich melancholisch; es gibt keine Ausrufezeichen, keinen Humor, keine direkten Dialoge. Und während ihre Stimme sicherlich wie oft beschrieben karg und zurückgenommen klingt, so fehlt ihr doch der bestechende Minimalismus Hemingways oder des mittleren V.S. Naipaul.

Einige Elemente der Konstruktion schwächen den Gesamteindruck:
- Lahiris Geschichte zieht sich über fast 70 Jahre, sie schildert vier Generationen. Die Hauptfiguren treibt es zeitweise auseinander und dann fransen die einzeln fortgesetzten Schicksale zeitweise ins Beliebige, Belanglose.
- Ein Hauptmotiv - Subash heiratet die schwangere Frau seines ermordeten Bruders - ist sehr ungewöhnlich und lebensfremd, prägt mit seinen ungewöhnlichen Konsequenzen aber hunderte Buchseiten (ähnlich befremdlich, um nicht zu sagen abwegig, wie im Roman The Namesake die Tatsache, dass ein indischstämmiger Amerikaner den russischen Nachnamen Gogol als Vornamen erhält und darunter leidet).
- Gegen Ende kommen mehrere verstreute Akteure wieder zusammen - aufgrund unwahrscheinlicher Zufälle.
- Zudem schreibt Lahiri mit zahlreichen langen und kurzen Rückblenden, häufigen Wechseln zwischen USA und Indien und stellt die Erzählperspektive immer wieder um; auch das wirkt zeitweise beliebig, einzelne wichtige Vorgänge verteilt die Autorin in Häppchen über den ganzen Roman.
- Und wer Lahiris frühere Bücher kennt, muss sich in Lowlands nicht umstellen: Es geht wieder um einfachere Leute in Kalkutta und um Westbengalen mit Uni-Karriere in Rhode Island und Boston.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienroman über vier Generationen, 5. Januar 2014
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lowland (Kindle Edition)
Als Mitglied einer militanten Studentengruppe in Bengalen, die der marxistisch-leninistischen Naxalbari-Partei nahestand, hätte Udayan niemals heiraten dürfen. Seine Frau Gauri ist in der Familie Mitra unerwünscht, weil Udayans Eltern die Ehe nicht arrangiert haben, und fortan verplichtet, sich in allem ihrer Schwiegermutter unterzuordnen. Udayan und sein Bruder Subhash, die einander als Kinder zugetan waren wie Zwillinge, sind 1943 und 1944 geboren. Als fleißige, technisch und naturwissenschaftlich interessierte Schüler liegt vor den Brüdern in Indien eine solide Ausbildung und anschließend ein Dasein als qualifizierte Arbeitslose. Der ältere Subhash erlangt ein Stipendium zum Studium in den USA und kann sich den traditionellen Vorstellungen der Eltern zunächst entziehen. Als Udayan von der Polizei getötet wird, liegt vor seiner jungen Witwe, die zuvor Philosophie studierte, ein von der Welt abgeschottetes Leben im weißen Sari unter der Fuchtel der Schwiegermutter. Subhash tut, was er nie beabsichtigt hatte. Um Gauri mit nach Rhode Island nehmen zu können, schließt er eine Vernunftehe und übernimmt die Vaterschaft für Udayans ungeborenes Kind.

Über Udayans Tod und die Vorstellungen des jungen Paares von ihrer Zukunft wird in der neuen Heimat kaum gesprochen. Subhash stellt sich für Gauri ein traditionelles Dasein als Hausfrau vor, obwohl sich für das Leben eines jungen Paars mit Kind auf dem Campus auch andere Rollenmodelle angeboten hätten. Gauri bringt anfangs jede freie Minute als Gasthörerin an der Uni zu, sie wird gefördert, promoviert, bis sie schließlich förmlich den Sari ablegt, Mann und Kind verlässt, um in Kalifornien selbst Philosophie zu lehren. Der Kontakt zwischen Subhash und Gauri reisst ab. Aus Scham und Sprachlosigkeit verschweigen Subhash und Gauri zukünftig ihr Schicksal und leben, als hätte es nie einen Ehepartner gegeben. Gauri zeigt sich flexibler als ihr zweiter Mann; sie wechselt in kurzer Zeit ihre Rollen von der Studentin zur Witwe, wieder zur Ehefrau, übernimmt die Mutterrolle und legt sie wieder ab. Subhash zieht seine Tochter allein auf, eine Rolle, auf die ihn niemand vorbereitet hat. Er, der arrangierte Ehen abgelehnt hatte, findet selbst im liberalen Uni-Milieu ohne die Orientierung seiner eigenen Kultur nur schwer in seine neue Rolle. Zum Moment der Wahrheit kommt es nie, in dem er seine Tochter Bela über ihre Herkunft informieren könnte. Auch über Indien und die Lebensumstände der Großeltern wird bei Mitras nicht gesprochen. Tochter Bela nimmt als Erwachsene das Leben einer sozial engagierten und umweltbewussten Vagabundin auf und stellt den Lebensentwurf ihres Vaters damit demonstrativ infrage. Den Groll auf den Vater verdrängt Bela jahrelang, dem sie die Schuld daran gibt, dass ihre Mutter die Familie verlassen hat. Ihre Mutter erklärt sie anderen gegenüber für tot. Belas im Vagabundendasein verborgene Rollensuche zeigt beispielhaft, wie schwer eingefahrene Verhaltensmuster als Partner und Eltern zu verändern sind, wenn dafür Vorbilder fehlen. Bela bricht schließlich das Schweigen unter den in alle Winde verstreuten Familienmitgliedern.

Jhumpa Lahiri zeichnet auch in "The Lowland" (Lowland ist das sumpfige Stück Flachland hinter dem Elternhaus der Brüder Mitra) das Schicksal bengalischer Einwanderer in den USA nach. Über vier Generationen und mehr als 50 Jahre können Lahiris Leser die Suche der Nachkommen einer traditionellen indischen Familie nach einem neuen Lebensentwurf verfolgen. Ein großartiger Roman mit unvergesslichen Figuren.
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5.0 von 5 Sternen Großartig, 16. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Lowland (Taschenbuch)
"The Lowland" ist ein wunderbarer Roman, den ich verschlungen habe.
Er ist Familien- und Generationenroman, Liebesgeschichte, Collegeroman und historischer Roman in einem, der sich über mehrere Jahrzehnte und Kontinente spannt.
Die Figuren und ihre Entwicklungen sind so dargestellt, dass man sie versteht - wenngleich man sich nicht mit allen identifizieren kann.
Ich habe einiges über die indische Geschichte gelernt, was ich noch nicht wusste.
Die Handlung ist spannend und wichtige Ereignisse werden erst ganz am Schluss aufgeklärt, sodass ich jetzt das Gefühl habe, ich möchte das Buch noch einmal lesen mit dem neuen Hintergrundwissen..
Absolut empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen One of the best authors alive today, 31. Oktober 2013
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This is well written and shows well conflicts that arise for anyone who leaves one country and its customs to live in another. Especially good the way one brother took over the other's responsibilities.
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5.0 von 5 Sternen Roman vor dem Hintergrund der Naxalite Bewegung, 18. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Etwas melancholisch, etwas politisch, etwas persönliches Empfinden der Romanfiguren
Liest sich gut, entwickelt einen gewissen, ruhigen Sog und ist sehr schön und genau beobachtet und beschrieben.
Zu empfehlen für alle an Indien / der Naxalite Bewegung / oder dem Thema Migration Interessierten.
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5.0 von 5 Sternen Rundum gelungen, 18. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein wirklich rundum windervolles Buch. Die Autorin schafft es mit einer gefühlten Leichtigkeit den Leser in Ihre Geschichte zu ziehen, in welcher man sich zu Hause und fremd zugleich fühlt.
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5.0 von 5 Sternen I'am a big fan, 1. August 2014
Von 
Elfriede "Anasha" (Ibiza, Spain) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: The Lowland (Taschenbuch)
Reading Jhumpa Lahiri transports me to her world in an instance. Another fantastic work by my favourite writer! She's just wonderful.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Very impressive writing!, 21. November 2013
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Rezension bezieht sich auf: The Lowland (Taschenbuch)
This new book by Jhumpa Lahiri once again states the greatness of this writer. The theme of the book, the intensity of the characters and the choice of words are of the highest quality. You cann;t stop reading once you have started. A must!
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0 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch!, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lowland (Taschenbuch)
Lieferung war zeitlich.. und weniger Verschwendung durch weniger Verpackungsmaterial.
Deckblatt auf dem tatsächlichen Buch (auf der Amazon website) ist unterschiedlich von dem gelieferten Buch Deckblatt... aber es ist keine große Sache.
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The Lowland
The Lowland von Jhumpa Lahiri
EUR 3,63
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