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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich habe eine Tochter" ...
... sagt der Anwalt Jim Grant nicht nur einmal, er sagt es insbesondere dann, als er als Nick Sloan enttarnt worden ist, einem Mitglied der "Weather Men". Mit zunehmender Verfolgung durch das FBI wird seine familiäre Bindung bzw. die Verantwortung als Vater immer wichtiger.
Die Weathermen waren eine linksextreme Gruppierung, die sich aus dem sozialistisch...
Vor 13 Monaten von Martin Ostermann veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Film ist zuende, wenn er erst richtig Fahrt aufnimmt
Eigentlich entwickelt sich die Story sehr schön, ein wunderbares Katz- und Maus-Spiel. Leider stoppt die Story einfach, als endlich ein bisschen mehr "Action" ins Spiel kommt.

Das kann Robert Redford deutlich besser, da ihm die Agenten-Rolle eigentlich auf den Leib geschnitten ist (sie Sneakers - Die Lautlosen oder Spy Game - Der finale Countdown)...
Vor 4 Monaten von peer.gynt veröffentlicht


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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich habe eine Tochter" ..., 30. Juli 2013
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant (DVD)
... sagt der Anwalt Jim Grant nicht nur einmal, er sagt es insbesondere dann, als er als Nick Sloan enttarnt worden ist, einem Mitglied der "Weather Men". Mit zunehmender Verfolgung durch das FBI wird seine familiäre Bindung bzw. die Verantwortung als Vater immer wichtiger.
Die Weathermen waren eine linksextreme Gruppierung, die sich aus dem sozialistisch orientierten Studentenbund heraus während der Proteste gegen den Vietnamkrieg abspaltelten und ab 1970 im Untergrund operierten, wo sie hauptsächlich Bombenanschläge gegen Regierungsgebäude verübten. Diese und andere Details werden durch den jungen Zeitungsreporter Ben Shepard (dargestellt von Shia LaBeouf) in den Recherchen ans Tageslicht gebracht. Er versucht zu verstehen, warum Menschen, die jahrzehntelang als normale Bürger in den Staaten lebten, nun plötzlich vom FBI gejagt werden. Auslöser für seine Recherchen war die Verhaftung von Sharon Solarz (gespielt von Susan Sarandon), die wegen eines abgehörten Telefons enttarnt werden konnte bzw. die auf diese Weise (da sie von der angezapften Leitung wusste) sich selbst auslieferte. Sie scheint irgendwie mit dem Bürgerrechtsanwalt Jim Grant (Robert Redford) in Verbindung zu stehen. Entscheidendes Ereignis war ein Banküberfall vor mehr als dreißig Jahren, bei dem ein Wachmann erschossen wurde. Grant wiederum begreift nach einem Gespräch mit dem jungen Reporter sehr schnell, dass seine Enttarnung nur eine Frage der Zeit ist. Er muss seine Tochter in Sicherheit bringen und dann, um seiner Tochter aber auch um seiner selbst willen, Licht in das Dunkel der Ereignisse um die Weathermen vor dreißig Jahren bringen. Dazu geht auf die Suche nach einer Frau, die damals nicht nur seine engste Kampfgefährtin sondern auch die Frau, die er liebte , gewesen ist. Um Mimi Lurie (Julie Christie) zu finden, bedarf es aber einiger alter Kontakte. Nach und nach trifft er seine Weggefährten aus der Vergangenheit, die nicht immer erfreut darüber sind. Dabei bleibt ihm nicht nur der Reporter Sam Shepard, sondern auch das FBI dicht auf den Fersen.

Robert Redford war schon immer ein politischer Filmemacher, aber er war dabei immer ein Regisseur, der die traditionelle und eher ruhige Filmsprache bevorzugte. Er dreht klassische Dramen, die vom Kampf der Landbevölkerung gegen große Konzerne (Milagro - Der Krieg im Bohnenfeld), vom Verlust der Unschuld in der TV-Unterhaltung (Quiz Show) , von der Skrupellosigkeit, Krieg als Mittel der Politik einzusetzen (Von Löwen und Lämmern) oder die zuletzt von historischen Beispielen der Rechtsbeugung handeln, die auf heutige Zustände wie "Gantanamo" übertragbar sind (Die Lincoln Verschwörung). Gelernt hat Redford sein Handwerk noch in seiner Zeit als Schauspieler von anderen großen Filmemachern der Branche, die Politisches zu sagen hatten: Sydney Pollack (Die 3 Tage des Condor), Alan J. Pakula (Die Unbestechlichen [Special Edition] [2 DVDs]) oder auch Stuart Rosenberg (Brubaker).

Robert Redford ist für die Hauptrolle in die "Akte Grant" zwar schon etwas zu alt, aber durch das allgemeine All-Star-Aufgebot, welches neben den oben genannten Personen auch noch Nick Nolte, Richard Jenkins, Brendan Gleeson und Stanley Tucci umfasst, wirkt sein Charakter durchaus passend. Man mag seine Art zu inszenieren und die Story zu entwickeln, als altmodisch bezeichnen, aber das hat nichts an Faszination verloren. Es ist schlichtweg intelligentes, gut erzähltes und gespieltes Schauspielerkino auf hohem Niveau. Dass der politische Konflikt schließlich auf einen eher privaten Konflikt - nämlich die Beziehung zur Tochter - zurück schrumpft, ist kein Rückzug ins Private, sondern die konsequente Fortführung der bisherigen Personenzeichnungen - sowohl bei Redford als Schauspieler als auch bei Redford als Regisseur. Er war nie ein Mann, der zu radikalen Lösungen neigte, sondern seine Figuren und Geschichten behalten immer etwas Warmherziges, sehr Persönliches.

Man kann diese Art von Filmen altmodisch nennen, ich nenne sie solide und authentisch. Robert Redford macht in diesem Sinne ehrliche Filme, die vielleicht etwas naiv wirken mögen, aber sicher auf der Höhe der Zeit und vor allem sehenswert sind... und ganz sicher nicht langweilig!
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5.0 von 5 Sternen Durchsetzbares und Grundlegendes, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant (DVD)
Das Wort Meisterwerk ist etwas abgegriffen. Jeder Film, so könnte man laut Werbung glauben, sei eins. Aber diesen Film würde auch ich so nennen.
Ich gehöre zur Generation, die nach den 68ern kam, diesen Idealisten, wie man sie sehen mag, je nachdem. Anderes, was sie unterstützten, fast etwas nach Dekadenz anmuten.
Aber irgendwie entwickelte man seine eigene Orientierung doch etwas angelehnt an diese Ideale, wenn auch abgewandelt. In unserer Zeit mit Informationsflut, dem globalen Handel, den Mamutfirmen mag einem Halt gelegentlich ferner denn je zu sein scheinen und solche eben erwähnten Themen leer.
Dieser Film aber befasst sich am Beispiel einer früheren Extremistengruppe eben damit. Der Film setzt sich damit auseinander, was durchsetzbar ist an Überlegung, was grundsätzliche Werte sind, die über diesem Durchsetzbaren stehen, auch wenn einem gewisse Rahmenbedingungen nicht ganz zusagen mögen. Indirekt befasst sich dieser Film mit dem Wiederfinden von Halt, aber zwischen den Zeilen neben einer relativ spannenden Handlung, die etwas entschleunigt ist, eben um dem Genannten Platz zu geben. Dadurch werden schwere Themen leichter gemacht und doch nicht an ihrer Präsenz gehindert. So war meine Sicht des Films, und in dieser Mischung halte ich ihn für ein Meisterwerk.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatten der Vergangenheit., 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant [Blu-ray] (Blu-ray)
Wenn man das Cover dieser BD in den Händen hält, noch nichts über diesen Film
gehört hat, sich für Thriller interessiert und gerne sieht, dazu mit der Liste
der Darsteller auch noch was anzufangen weiß, kann man gar nicht anders,
als sich diesen Film zuzulegen.
Und diese Regiearbeit von Robert Redford mischt langsam aufgebaute Spannung
mit einer sehr guten Dramastory.
Letztere sorgen dafür das Handlung ruhiger und nachdenklicher verläuft, als man es
von so einem Film erwartet. Er ist kein reiner "Auf der Flucht" Streifen.
Die Bezeichnung "packend" auf dem Cover ist übertrieben.
Im Bonusmaterial bei der 2-teiligen Dokumentation mit Blick auf die Dreharbeiten
erklärt Herr Redford auch, das es hier um das Wissen von Tätern ihrer Schuld
und das Leben damit ankommt, bei jemanden der sich mehr als 30 Jahre versteckt,
mit dem Gewissen einen Menschen getötet zu haben.
Das Thema Vietnam wird hier neu aufgeblättert, um die Geschichte der "Weatherman"
die radikal aggierenden Friedensaktivisten.
Mir hat die Stimmung und die Atmosphäre des Films auf der technisch sehr ordentlichen
BD gefallen. Das Bild wirkt ein bisschen "weich" gehe davon aus, dass das Absicht ist.
Und ihn 5 Sterne zu verpassen, dafür fehlte mir irgendwie was..trotzden sehr gut.
Empfehle jeden, sich ihn vor dem Kauf erstmal auszuleihen, sicherlich nicht
jedermanns Geschmack. Fans von Robert Redford können meiner Meinung nach aber
zugreifen.
Wie von Concorde gewohnt, enthält die BD ein Wendecover.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freedom's just another word for nothing left to lose, 30. Juli 2013
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant (DVD)
Sharon Solarz (Susan Sarandon) wird festgenommen. Was zunächst wie ein Missverständnis erscheint, entpuppt sich bald als der ganz große Coup für FBI Agent Cornelius (Terrence Howard). Sharon gehörte nämlich vor dreißig Jahren zu der im Untergrund operierenden Terrorgruppe Weathermen, einer Reihe von Friedensaktivisten die ihre Ziele mit bewaffnetem Kampf durchsetzen wollten. Reden will sie allerdings nur mit dem ehrgeizigen Jung-Journalisten Ben Shepard (Shia LaBeouf), weil sie glaubt, er gehöre zu den wenigen die an der Wahrheit interessiert sind. Und tatsächlich weckt sie seine Aufmerksamkeit. Als er herausfindet das der Anwalt den sie engagieren wollte abgelehnt hat und sie an eine ehemalige Studienkommilitonen weiter verwies, kommt er einer Verbindung auf die Spur die weit in die Vergangenheit reicht. Nachdem Shepard den Anwalt Jim Grant (Robert Redford) aufsucht, dieser aber äußerst geschickt jede Aussage verweigert und anschließend untertaucht, weiß der Reporter das er die größte Story seiner bisherigen Karriere gefunden hat. Wenn er es nicht vermasselt. Denn Jim Grant ist niemand geringeres als einer der Anführer der Weathermen Nick Sloan, der seit dreißig Jahren verschwunden war. Während Shepard Rückendeckung von seinem Boss Ray Fuller (Stanley Tucci) erhält und jedes Puzzle-Teil seiner mühevollen Recherchen zusammenklaubt, beginnt für Nick Sloan eine Reise in die Vergangenheit, die ihn nicht nur quer durch die USA führt, sondern auch mit vielen alten Kampfgefährten (Julie Christie, Nick Nolte u.a.) zusammenbringt.

It Ain't Over 'til It's Over

Nicht nur für Nick Sloan wird THE COMPANY YOU KEEP, die nunmehr neunte Regie-Arbeit von Alt-Star Robert Redford, zu einer Reise in die Vergangenheit, sondern auch für Redford selbst. So führt der Film den immer schon politisch geprägten Schauspieler und Filmemacher mit vielen Veteranen des Hollywood-Kinos zusammen, die man in dieser Dichte selten vor einer Kamera sehen durfte. Wirklich nahezu jede auch noch so kleine Sprechrolle ist mit großen Namen besetzt, immer derart glaubwürdig klar skizziert und charakterisiert, das es eine wahre Freude ist zuzuschauen. Das ist Schauspieler-Kino vom allerfeinsten. Neben den bereits genannten Stars haben zudem Chris Cooper, Richard Jenkins, Brendan Gleeson und Sam Elliott tolle Auftritte. Redford selbst ist für seine Rolle zwar mittlerweile ein wenig zu alt aber dafür präsentiert er sich in Top-Form mit coolem Understatement. Der ungemein talentierte Shia LaBeouf beweist einmal mehr seine Vielseitigkeit, erinnert in einigen Szenen gar an den jungen Dustin Hoffman.

Auch stilistisch wirkt der Film einerseits wie aus der Zeit gefallen und doch zeitlos modern. Es ist ein Film der kleinen Gesten. Bewusst in der Tradition von Redford-Politkino-Klassikern wie DIE UNBESTECHLICHEN (All the Presidents Men, Alan J. Pakula 1976) oder DIE 3 TAGE DES CONDOR (Three Days of the Condor, Sydney Pollack 1975) gehalten, erzeugt der Film seine Spannung auf klassische Weise. Sie entsteht aus der Darstellung der ruhigen Abfolge der Ereignisse und den gesprochenen Dialogen, die hier wichtiger sind als große Bilder oder aufwändige Action-Szenen. Die Story entfaltet einen unaufhaltsamen Sog der, auch wenn das Ende ein klein wenig vorhersehbar ist, bis zum Schluss anhält und nachhaltig wirkt, zum anschließenden diskutieren einlädt. Das setzt natürlich eine gewisse Neigung für intelligentes Unterhaltungskino voraus, welches auch ohne fortwährende Auto-Verfolgungsjagden oder Schießereien und Explosionen auskommt. Wer hier eine Art AUF DER FLUCHT erwartet wird womöglich enttäuscht. Vielmehr geht es um (verloren geglaubte) Ideale und den Mut für sie zu kämpfen, etwas das in der heutigen Zeit scheinbar nicht mehr so selbstverständlich ist (wenn es das je war). In den Vereinigten Staaten fand der Film leider kein großes Publikum und auch hierzulande scheint Redfords Name nicht mehr auszureichen um die breite Masse in die Kinos zu bewegen, trotz der inhaltlichen Aktualität des Themas, gerade für uns in Deutschland. Bleibt zu hoffen das THE COMPANY YOU KEEP einen ähnlich langen Atem wie seine Vorbilder behält, verdient hätte er es allemal.

Fazit: Regisseur und Hauptdarsteller Robert Redford meldet sich eindrucksvoll zurück mit einem erstklassig besetzten Polit-Thriller alter Schule.
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5.0 von 5 Sternen BluRay, 29. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant [Blu-ray] (Blu-ray)
Sehr interessanter und ruhig erzählter Film mit einem tollen Robert Redford. Technische Bewertungen ahben ein tolles Bild ergeben, hier 5 von 5 Punkten. Der Ton hatte, da eher frontlastig beschäftigt, relativ wenig zu tun. Sehr empfehlenswert.
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2.0 von 5 Sternen Film ist zuende, wenn er erst richtig Fahrt aufnimmt, 2. Mai 2014
Von 
peer.gynt (Gudbrandsdal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant [Blu-ray] (Blu-ray)
Eigentlich entwickelt sich die Story sehr schön, ein wunderbares Katz- und Maus-Spiel. Leider stoppt die Story einfach, als endlich ein bisschen mehr "Action" ins Spiel kommt.

Das kann Robert Redford deutlich besser, da ihm die Agenten-Rolle eigentlich auf den Leib geschnitten ist (sie Sneakers - Die Lautlosen oder Spy Game - Der finale Countdown).

Die schauspielerischen Leistungen sind gut, aber leider nicht Grund genug, um den Film nochmal zu sehen. Schade.
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3.0 von 5 Sternen interessante aber auch konstruierte Story mit guter Besetzung, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant (DVD)
Es sind die bekannten Zutaten: Ein engagierter Journalist, der gegen den Widerstand seines Chefs und den Behörden versucht der Wahrheit auf die Spur zu kommen und ein spießiger Volvo fahrender Rechtsanwalt, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Ein mit Action angereichertes Drama über Schuld und Sühne und einen Neuanfang.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unbrauchbar durch Kopierschutz trotz Updates (2 verschiedene Player), 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant [Blu-ray] (Blu-ray)
Leider Läuft die Blu-Ray weder auf meiner PS3 noch auf meinem Sony Blu-Ray Player mit aktuellsten Firmware Updates.

Die größte Posse: Der Anti-Videopiraterie Hinweis wird auf dem Blu-Ray Player angezeigt bevor der Abbruch folgt! Die PS3 erkennt die Blu-Ray überhaupt nicht.

Finger weg!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Film und Buch - eine tolle Ergänzung, 9. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant (DVD)
Ich bespreche hier nicht die DVD, da sie offensichtlich noch nicht erschienen ist. Ich habe den Film zweimal im Kino gesehen. Einmal alleine, und dann, weil er mir so gut gefiel, mit meiner Frau. Schließlich habe ich das Buch von Neil Gordon gelesen, auf dem der Film basiert (The Company You Keep).

Es geht in dieser Geschicht um einen Anwalt (besagter Grant), der seit 26 Jahren unter einer falschen Identität lebt, weil er in den frühen 70er Jahren einer Gruppe angehörte, die unter dem Namen The Weathermen Anschläge auf amerikanische Einrichtungen verübte. Die Gruppe wollte, da sie nichts gegen den Krieg in Vietnam ausrichten konnte, den Krieg nach Hause holen und die Amerikaner fühlen lassen, was Krieg bedeutet.
Es gelingt dieser Gruppe bei ihren Anschlägen, keine Menschen zu verletzen. Bis auf einmal. Bei einem Banküberfall erschießt einer von ihnen einen Sicherheitsbeamten. Seitdem sind die Beteiligten auf dem Flucht. Es ist ihnen allen drei gelungen, mit einer neuen Identität unterzutauchen, bis schließlich 26 Jahre später eine der untergetauchten Frauen, Sharon Solarz, das Versteckspiel aufgibt, um sich zu stellen.
In der Folge kommt ein Reporter auf Grants Spur und Grant muß seine kleine Tochter übereilt zu seinem Bruder geben und macht sich auf die Suche nach der dritten Person. Der einzige Mensch, der bezeugen kann, daß er, Grant, nicht an dem Banküberfall beteiligt war.

Ich will nicht die ganze Geschichte erzählen. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, in die jüngere Geschichte der Vereinigten Staaten und vor allen Dingen in die eigene Vergangenheit von Grant (dessen richtiger Name im Buch Jason Sinai ist - im Film Nick Sloan). Eine Reise zu den Idealen seiner Jugend und die seiner mit-Weathermen. Es geht auch um die Veränderungen, die in den Beteiligten in den vergangenen 26 Jahren passiert sind, oder auch nicht passiert sind. Es werden hochkomplexe Verwicklungen aufgedeckt, die am Ende alle nur den Sinn haben, die Kinder zu schützen, die damals, vor 26 Jahren noch nicht da waren.

Redford hat sich bei der Verfilmung sehr genau an den Roman von Neil Gordon gehalten und erst, wenn man diesen Roman liest, stellt man fest, welche Akzente Redford gesetzt hat, die so nicht im Buch auftauchen.
Da ist zunächst mal sehr auffällig, daß im Buch nie aus der Perspektive der Polizei erzählt wird. Redford dagegen zeigt, wie gnadenlos Grant vom FBI gejagt wird, wie vollkommen rücksichtslos flächendeckend abgehört wird. Datenschutzgesetze? Wen kümmerts! Das hat eine Bedeutung, erst recht, nachdem Edward Snowden uns noch viel weitergehende Verletzungen unserer Privatsphäre gezeigt hat.
Auch gibt es im Film ein Gefängnis-Interview zwischen Sharon Solarz und dem Reporter, der Grant enttarnt hat. Dieses Interview dient im Film dazu, die Motivation der Weathermen zu erklären, aber auch über verlorengegangene Ideale der Jugend und vor allem auch der heutigen amerikanischen Presse zu reden.

Diese Informationen sind im Buch viel ausführlicher zu finden. Überhaupt schließt das Buch viele Lücken, die in einem 90 Minuten Film einfach keinen Platz haben. Während im Film eine gute und spannende, aber auch kondensierte Geschichte erzählt wird, gibt das Buch tonnenweise historische und biografische Hintergründe. Eine fantastische Ergänzung zu diesem Film. Spannend geschrieben und mit fast philosophischer Betrachtung, was aus Menschen wird, die einst für Ihre Überzeugung gekämpft haben, und heute ein Leben haben und eine Verantwortung für Familie und Kinder.

Kleinere Ungenauigkeiten, die in anderen Besprechungen kritisiert werden, treten bei diesem wirklich interessanten Thema meiner Ansicht nach in den Hintergrund. Zum Beispiel, daß Grant im Buch 48 ist, mit einer 7 jährigen Tochter. Im Film dagegen wird er vom 76 jährigen Redford gespielt (ebenfalls mit einer 7 jährigen Tochter). Paßt zeitlich nicht so ganz, aber was solls.
Auch hat es bei den richtigen Weathermen (die existierten wirklich) meines Wissens nach keine Menschenopfer gegeben. Das hat Neil Gordon offensichtlich eingebaut, damit die Geschichte besser funktioniert.

Ich wehre mich immer gegen die aufgeblasenen Kommentare im Feulleton, die von einem wichtigen Buch oder einem wichtigen Film sprechen. Was ist wichtig? Bei diesen Buch und diesem Film kann ich aber nicht darum herum, zu schreiben, daß sie mich beide beeindruckt haben. In unserer Geld und Karrierer orientierten Zeit ist es gut, gelegentlich daran erinnert zu werden, daß es mehr gibt, als das neue Auto und den nächsten Urlaub.
Als ich das Buch fertig gelesen hatte und an Snowden und die viel zu kurze Diskussion darüber dachte, fragte ich mich: bekommen wir wieder Brot-und-Spiele? Auf jeden Fall regen sowohl der Film als auch das Buch zum Nachdenken an. Was kann ein Autor mehr wollen?

Hut ab, Neil Gordon, Hut ab Robert Redford.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte wird solide und thematisch fundiert erzählt, was durch die gute Besetzung unterstützt wird, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Company You Keep - Die Akte Grant (DVD)
Packender Thriller und ein Rückblick auf die eigene Karriere: Mit The Company You Keep - Die Akte Grant gelingt Altmeister Robert Redford ein unauffälliges Meisterstück, das einen tieferen Blick auf die filmischen Zutaten und Figuren lohnt. Und ganz nebenbei wird auch ein fiktives Stück Zeitgeschichte auf moralischem Wege verarbeitet.
Bild aus The Company You Keep - Die Akte Grant Robert Redford ist inzwischen 76 Jahre alt. Die letzten Jahre war es ruhiger um ihn, seine letzte Regiearbeit war Die Lincoln Verschwörung aus dem Jahr 2010, seine letzte Rolle spielte er 2007 unter eigener Regie in Von Löwen und Lämmern. Beide waren eher unaufgeregt inszenierte Dramen um die reifen, wenn auch etwas trockenen Themen der Moral, Schuld und Verantwortung - und wie die Menschen ihnen um ihren inneren Frieden willen begegnen. Auch The Company You Keep - Die Akte Grant macht den Eindruck eines solchen Alterswerkes, das jedoch beständig den Eindruck von Altersweisheit mit seinem moralischen oder belehrenden Zeigefinger von sich weist.

Redford wird mit The Company You Keep - Die Akte Grant auch abseits des Plots um einen enttarnten Ex-Untergrundkämpfer zum Chronisten seines eigenen Schaffens wie Verfechter ebenso traditioneller wie zeitloser Werte. Er behandelt die US-amerikanische Zeitungskrise und das Spardiktat eines Provinzblattes ebenso wie die moralischen Prinzipien eines ebenso modernen wie schmierigen Journalisten (Shia LaBoeuf). Gleichzeitig referiert er in dessen investigativer Beharrlichkeit in der Recherche auf seinen eigenen Part als Watergate-Enthüller Bob Woodward in Die Unbestechlichen (1976).

Die alte Liebe, damals, in den 70er Jahren, bei der linksterroristischen Gruppe des "Weather Underground": Er trifft sie auf seiner Flucht wieder und spricht mit ihr über die richtigen Prinzipien, aber die falschen Methoden. Doch auch nach 40 Jahren scheint Mimi Lurie (dargestellt von Julie Christie) nichts von ihrer Überzeugung verloren zu haben, Nick Sloan (Redford), der jahrelang unter dem Namen Jim Grant die Behörden täuschte und unerkannt lebte, kann sie nur unter großen Mühen finden, geschweige denn überzeugen. Diese Szene an einem einsamen See in einer morschen Hütte ist wohl die subtilste in The Company You Keep - Die Akte Grant: Das Gefühl von Romantik und Abenteuer lebt nur noch in den Erinnerungen, darin verliert sich das wiedervereinte Paar. Die trümmerhafte Gegenwart ist nur ein Schatten der lebhaften Vergangenheit, die sich unter den Falten der Zeit auf den ledernen Gesichtern in einem milden Lächeln abzeichnet. Redford spielt mit seinem Image als charismatischer, romantischer Abenteurer, das er jahrelang durch Rollen wie als Tiertherapeut in Der Pferdeflüsterer oder als elegant-sensibler Millionär (Ein unmoralisches Angebot) zementierte. Doch nun ist er erwachsen, Vater, voller Verantwortung.

Dabei versammelt Redford beinahe schon provokativ eine Generation von Schauspielern auf der Leinwand, die beinahe in Vergessenheit geraten ist. Neben Julie Christie, die ihre großen Hits ebenfalls im wilden Jahrzehnt der 70er Jahre feierte, agieren ein sichtlich aufgedunsener Nick Nolte, Susan Sarandon oder Sam Elliott in Nebenrollen, die allesamt das Rentenalter überschritten haben. Sie haben das Schauspielern nicht verlernt, erstrahlen in der Würde ihres Alters. Damals, sagt der von Nolte gespielte Donal Fitzgerald einmal, ist die junge Generation für ihre Überzeugungen auf die Straße gegangen, sie waren Aktivisten, heute klebt ihr Blick nur noch am Smartphone. Natürlich ist das eine undifferenzierte Polemik, doch sind es heute die Jungen und Zeitgenossen von damals, die dem Kino wieder Vertrauen entgegen bringen. The Company You Keep - Die Akte Grant beweist Mut zur Langsamkeit, zum Aufbau einer spannenden Atmosphäre, der Thrill und das Tempo entstehen durch clevere Montagen, wenig durch Action selbst. Redford vertraut ohne Effektbrimborium auf die Macht der Bilder und Schauspieler, lässt Dialoge wirken. Manchmal treffen sie deswegen umso tiefer ins Herz, erinnern in Verbindung mit der Geschichte an komplexe Genreverwandte wie Auf der Flucht.

Nur am Ende spielt er mit Stilmitteln: Beim Wiedersehen zwischen Vater und Tochter legt sich ein leiser, ruhiger musikalischer Schleier über den Dialog, übertönt das Versprechen der Fürsorge und der Liebe. Es ist ein einfacher, aber nachhaltiger Effekt, das Publikum wird gefangen in seiner eigenen Rolle, muss voller Ruhe kontemplativ in diese im modernen Kino beinahe schon irritierend originelle Szene eindringen. Redford mag 76 Jahre alt sein, aber wahre Menschlichkeit, die feinen Fäden von Figurenpsychologien, die spinnen er und Drehbuchautor Lem Dobbs meisterhaft. The Company You Keep - Die Akte Grant mag ein altmodisch inszenierter, spannender Thriller sein, doch das im besten, reifen Sinne: mit einer Vergangenheit, die trotz ihrer einzig mentalen, abwesenden und von Überwachungskameras verrauschten, sichtbaren Bilder persönlich ist und ebenso präsent wie die nüchterne Gegenwart.
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