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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Konzertaufnahme aus Wien, 22. September 2013
Von 
R. Hefty "robert50114" (Burgrieden Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Simon Boccanegra (Audio CD)
Zanetti entlockte dem Orchester die herrlichsten Klangfarben, gleichermaßen kraftvoll wie sensibel. Der Dirigent verstand es die ungeheuer dichte Atmosphäre, die in der Musik steckt, fühlbar zu machen und gleichzeitig eine enorme Spannung aufzubauen. Dabei geriet der Klang des Orchesters manchmal sehr üppig, doch trotz dieser Musikkraft verstand es Zanetti auch den Sängern genug Raum zu geben.

Ja, die Sänger. Und welch wunderbare Sänger da auf der Bühne standen. Thomas Hampson ist den Wienern als Simon Boccanegra durch seine Auftritte in dieser Rolle an der Wiener Staatsoper ja bestens vertraut und er hat seine Interpretation dieser Partie inzwischen noch verfeinert. Sein Bariton beeindruckte vor allem in den lyrischen Stellen und Hampson schaffte es alleine schon mit vokalen Mitteln einen leidenden und milden Boccanegra darzustellen. Gelegentlich geriet er mit seinem lyrischen Bariton an seine dramatischen Grenzen, trotzdem empfahl sich Hampson als ein hervorragender Vertreter dieser Rolle.

Carlo Colombara sang den Jacopo Fiesco mit schönem Bass, tauchte aber rein vokal nicht so ganz in die Tiefen seiner Figur und deren Empfindungen ein. Da fehlte an manchen Stellen der dramatische Biss. Ansonsten eine gute Leistung.

Joseph Calleja, dessen prachtvolle Tenorstimme über so viel Schmelz und Strahlkraft verfügt, sang einen Gabriele Adorno der Extraklasse. Jede tenorale Höhe wurde mühelos erklommen, vom fortissimo bis ins zarteste Piano konnte sich die Stimme des Maltesers entfalten. Eine ganz tolle Leistung. Seine Arie evozierte den einzigen bejubelten Szenenapplaus des Abends vom so gebannt lauschenden Publikum. Im Herbst wird Calleja den Adorno auch an der Wiener Staatsoper singen. Darauf darf man sich schon jetzt freuen.

Wahrhaft luxuriös war der Paolo Albiani mit Luca Pisaroni besetzt, der mit dieser Verdi-Partie ungewohntes Terrain betrat und mit seinem markanten Bass-Bariton eine überzeugende Leistung bot.

Kristine Opolais sang die Amelia Grimaldi, die nach unsicherem Beginn erst ab der Ratsszene zu einer guten Form gefunden hat. Ihr eher reifes Timbre überzeugte besonders in den dramatischen Stellen, doch für die Amelia fehlte es ihr an der so notwendigen lyrischen Zartheit. In der Höhe fühlte sich die Stimme nicht ganz so wohl, da neigte die Sängerin zu manchen leicht schrillen Tönen.

Das Ensemble komplettierten Igor Bakan als solider Pietro, Andrew Owens als Hauptmann mit auffallend schöner Tenorstimme und Gaia Petrone als Amelia’s Magd.

Den sehr gut disponierten Chor stellte die Wiener Singakademie.

Thomas Hampson (Simon Boccanegra)
Joseph Calleja (Gabriele Adorno)
Kristine Opolais (Amelia/Maria)
Carlo Colombara (Fiesco)
Luca Pisaroni (Paolo)
Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie
Massimo Zanetti, conductor

Recorded in concert at the Wiener Konzerthaus, 12–18 April 2013
Executive & Recording Producer: Alexander Van Ingen
Recording Producer for ORF: Wolfgang Racher
Recording Engineer: Robert Pavlecka
Recording Editor: Raphaël Mouterde
Mixing Engineer: Andrew Mellor

Interpretation 4 -5
Sound 4 - 5
Repertoirewert 4

Beste Aufnahme bleibt Abbado mit dem Scala - Ensemble ( Cappuccilli - Freni - Carreras - Ghiaurov ) DG
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Beitrag zum Verdijahr 2013 aus dem Konzerthaus in Wien, 23. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Simon Boccanegra (Audio CD)
Dieser Mitschnitt, entstanden im April 2013 im Wiener Konzerthaus, ist ein guter und interessanter Beitrag zum Verdi-Jahr, der hörenswert ist und auch mit der allerersten Konkurrenz der Boccanegra-Aufnahmen (in diesem Fall die Abbado-Einspielung mit Cappuccilli, Freni und Carreras) mithalten kann.
Thomas Hampson in der Titelpartie hat sich nach und nach auch das schwere Baritonfach erarbeitet; er singt einen helltimbrierten Boccanegra und entwirft ein sehr plastisches, facettenreiches Rollenprofil, das eher die Zerissenheit des Charakters in den Vordergrund stellt als das politische Machtkalkül. Die Lettin Kristine Opolais singt seine Tochter mit rundem sehr fraulichen Sopran, der auch zu leisen Tönen fähig ist, in der Höhe allerdings auch mit mancher Schärfe zu hören ist.
Joseph Calleja, auch er nicht ursprünglich aus dem Verdi-Fach kommend, überzeugt mit hervorragend in allen Lagen ansprechendem Tenor als Gabriele Adorno und empfiehlt sich für weitere Rollen gerade in diesem Fach. Auch Carlo Colombara überzeugt mich ausnehmend in der Partie des Jacopo mit pechschwarzem Basso cantante. Die übrigen Partien sind rollendeckend gut bis sehr gut besetzt.
Der Stern des Abends geht für mich aber eindeutig and die Wiener Symphoniker unter der umsichtigen und hervorragenden Leitung Massimo Zanettis, die die Partitur in jedem Augenblick äußerst farbenreich schillern lassen; das ist ganz große Musik und auch die Wiener Singakademie überzeugen in den nicht wenigen Chorstellen restlos.
Insgesamt ist dieser Mitschnitt eine willkommene Ergänzung zur Verdi-Diskografie und eine interessante Alternativaufnahme.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen simon boccanegra, 28. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Simon Boccanegra (Audio CD)
Ich habe die konzertante Auffùhrung im Konzerthaus in Wien gehòrt und bin mit
den Mitschnitt auf Doppel-CD sehr zufrieden.
Auch das beiliegende Booklet ist gut.
E.Wengust
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzkritik, 22. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Simon Boccanegra (Audio CD)
(1) Ware (CD) ist einwandfrei und für Musikliebhaber eine Rarität: Verdis wagnerorientiertes Meisterwerk mit Thomas Hampson in der Titelrolle- (2) fairer Preis - (3) Lieferungszeit war zumutbar! - (4) in summa: sehr zufriedenstellende Geschäftsabwicklung!
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Simon Boccanegra
Simon Boccanegra von Joseph Calleja (Audio CD - 2013)
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