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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht noch ein Eisenbahnspiel? Doch!
Ich bin eigentlich kein Freund der diversen Eisenbahnspiele und war zunächst sehr skeptisch, als in unserem Spieleverein unter dem Motto "Messeneuheiten" Russian Railroads ausgepackt wurde. Aber: "Gib jedem eine Chance" sag ich mir und hab mich dazugesetzt. Zum Glück!

Bei "Russian Railroads" werden nicht wie sonst üblich auf mehr oder weniger...
Vor 12 Monaten von Detlef S. veröffentlicht

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist kein Eisenbahnspiel.
Es ist kein Eisenbahnspiel. Ich finde das Thema passt nicht zu den Spielmechanismen.
Es ist ein komplexes Spiel für Vielspieler, dass wie so oft bei dieser Art von Spielen viele unterschiedliche Möglichkeiten zuläßt Punkte zu machen.
Drei Sterne im Sinne von "nicht schlecht", weil es eben nicht schlecht ist. Bei der großen...
Vor 4 Monaten von Alexander Gipp veröffentlicht


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht noch ein Eisenbahnspiel? Doch!, 31. Oktober 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Ich bin eigentlich kein Freund der diversen Eisenbahnspiele und war zunächst sehr skeptisch, als in unserem Spieleverein unter dem Motto "Messeneuheiten" Russian Railroads ausgepackt wurde. Aber: "Gib jedem eine Chance" sag ich mir und hab mich dazugesetzt. Zum Glück!

Bei "Russian Railroads" werden nicht wie sonst üblich auf mehr oder weniger komplexe Weise Schienen auf einer Karte verlegt. Es ist vielmehr ein klassisches Placement-Worker Game:

Es gilt von Moskau aus drei Strecken aus in Richtung Osten zu verlegen. Diese Strecken existieren als abstrakte Bauleisten. Es gibt zwei "kurze" und eine "lange" Strecke. Der Ausbau der Strecke wird über ein Schienenstück in verschiedener Farbe dargestellt. Dabei stellt das Schienenstück nicht nur die Gleise selbst dar sondern den gesamten Grad der Infrastruktur der Strecke. Die Güteklasse wird durch verschiedene Farben dargestellt. Natürlich muss man jede Strecke zuerst einfach ausbauen, ehe man die Qualität um eine Stufe erhöhen kann usw. Um die Gleise tatsächlich zu befahren, muss man neben sie noch ein bzw. zwei Lokomotiven stellen. Die Werte der Lokomotiven stellen die Reichweite dar, die die Strecke tatsächlich befahren wird.

Auf vielen Streckenabschnitten gibt es bestimmte Ereignisse. Ausgelöst werden diese durch das Erfüllen bestimmter Bedingungen. Die einfachste Bedinung ist "die Strecke ist bis hier hin mit der einfachsten Gleisart angebunden". Schwierigere Bedingungen sind höherwertige und tatsächlich befahrene Strecken. Die dabei interessantesten Ereignisse sind die Ereignismarker, von denen jeder Spieler eine Handvoll zur Verfügung hat. Löst der Spieler ein Ereignismarker aus, sucht er sich eines aus seiner Auswahl aus. Hier kann man je nach der persönlichen Strategie wichtige Entscheidungen treffen, die den Spielverlauf ausgesprochen unterschiedlich beeinflussen können.

Zu guter Letzt geht es nicht nur um "Russian Railroads" sondern auch um "Russian Industrie". Auf einer weiteren Leiste kann man die allgemeine Industrieinfrastruktur entwickeln. Diese Leiste bringt zum einen Punkte, zum anderen können in sie Industrieanlagen eingebaut werden, die bei erreichen bestimmte Effekte ähnlich wie die Ereignismarker auslösen.

Wo bleiben jetzt die Worker? Jeder Spieler beginnt mit einer Handvoll Arbeitern. Auf dem Spielplan sind diverse Bereiche verteilt, auf denen die Spieler jede Runde ihre Arbeiter verteilen können. Je nach Stärke des Feldes wird dazu einer oder mehr benötigt. Es gibt einen Bereich, der für den Streckenausbau wichtig ist. Einen weiteren Bereich, der für den Bau von Lokomotiven und Industrieanlagen wichtig ist. Einen dritten Bereich, der für "diverse" Vorteile da ist. Und einen vierten Bereich, auf dem Ingenieure mit einmaligen und im Laufe des Spiels wechselnden Fähigkeiten genutzt werden können.

Spielspaß: Wie bei den meisten Worker-Placement-Games kann man sich nicht in allen Bereich gleichzeitig entwickeln. Man muss sich für eine Strategie (spezialisiert oder gemischt) entscheiden, um im Spiel voranzukommen. Ein bisschen an den Strecken muss zwar jeder bauen, aber ob man das Hauptgewicht darauf legt, oder lieber über Industrie oder Ingenieuere oder die "diversen" Felder Punkte macht, bleibt jedem selbst überlassen. Neben dieser Auswahlmöglichkeit, die schon mal hohen Wiederspielbarkeitsfaktor garantiert, kommt noch hinzu, dass es ein paar mehr Ereigniskarten und ein paar mehr Ingenierue gibt, als im Spiel tatsächlich eingestetzt werden. Im aktuellen Spiel spielen also nicht alle Möglichkeiten mit und die nächste Partie kann durch neue kombinierbare Möglichkeiten noch mal ganz anders verlaufen.
Nicht erwähnt habe ich dabei noch diverse Kleinmechanismen und Spielmöglichkeiten, die noch mehr Möglichkeiten bieten, ohne dabei "über" zu wirken.
Gespielt wird über 7 Runden, an deren Ende jeweils eine Abrechnung erfolgt. In der ersten Runde sammelt man nur eine Handvoll Punkte, diese werden aber von Runde zu Runde höher. Zum Schluss hat man dann schnell weit über 300 Punkte. Klingt ein bisschen inflationär, ist aber ehrlich gesagt einfach mal schön, die Punkteexplosion in den weiteren Runden zu beobachten. Da kommt ein richtiges Feeling von "industrieller Revolution" auf. In unserem Testspiel landeten übrigens drei Spieler trotz radikal unterschiedlicher Strategien alle im Bereich 360 bis 370 Punkte. Ob das Zufall war oder eine extrem fein austarierte Punktemechanik, werden weitere Partien zeigen.

Ausstattung: Das Spielmaterial ist solide in angemessen starker Papp- und Kartenstärke mit Holzfiguren. Das Artwork sowohl vom Brett als der Karten ist sehr stimmungsvoll und gelungen und spiegelt die Zeit des industirellen Aufbaus wider. Auch hier also keine Abstriche.

FAZIT: "Russian Railroads" ist kein Familienspiel sondern ein Spiel für Vielspieler. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, Punkte zu machen, und sowohl der Reiz, die unterschiedlichen Möglichkeiten auszuprobieren als auch die bekannten zu optimieren sorgt für einen hohen Wiederspielwert. Freunde von "Agricola", "Ora et Labora" oder "Village" dürften ihre helle Freude daran haben. Mit den übrigen Eisenbahnspielen von "Transamerika" bis "1830" hat das Spiel kaum etwas zu tun.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut ausbalanciertes Worker-Placement Spiel mit tollem Layout, 14. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Russian Railroads ist ein klassisches Worker-Placement Spiel.
In einem Komplexitätsranking von 0 (simpel) bis 10 (sehr komplex) würde ich es etwa bei 7-8 einordnen. Will heißen: Es gibt kompliziertere Spiele, aber dennoch hat dieses Spiel einen hohen Anspruch. Wenn man gewinnen will und gute Mitspieler hat, so muss man intensiv planen und frühzeitig festlegen, wie man seine eigene Strategie aufbauen will, denn es gibt zahlreiche verschiedene Optionen, die mal mehr und mal weniger mit anderen zu kombinieren sind.

Im Folgenden will ich nur einen ganz kurzen Abriss geben. Das komplette Spiel lässt sich dank einer sehr gut aufgebauten und geschriebenen Anleitung in ca. 30 Minuten erlernen. Nach dem Spielen der ersten 2-3 Runden geht der Mechanismus ins Blut über, so dass die Züge recht schnell ablaufen. Nur das (Nach-)lesen einiger Sonderkarten verzögert bei den ersten Partien den Ablauf kurz:

Das Ziel des Spieles sind möglichst viele Siegpunkte zu erreichen.

Diese kann man überwiegend durch drei verschiedene Bereiche bekommen:
- Man baut seine Eisenbahngleise und die darauf fahrenden Loks gut aus
- man entwickelt seine Industrie
- durch spezielle Siegbedingungskarten, die zusätzlich eine (beträchtliche) Anzahl von Punkten bringen.

Die einzelnen Aktionen wie der Gleisausbau, Lok-Kauf oder das Anwerben von Ingenieuren wird durch das besetzen des jeweiligen Feldes durch einen seiner eigenen Arbeiter erreicht. Die Spieler setzen immer reium einen Arbeiter ein. Bis auf eine Aufnahme, kann jedes Feld nur durch einen Arbeiter besetzt werden. Von daher geht dem eigenen Zug meist folgende Überlegung vorraus:
- Was brauche ich jetzt (oder nächste Runde, sofern man vorraus plant - und das sollte man umbedingt :D)
- was brauchen die anderen Spieler - also was sollte ich u.U. blockieren, so dass sie es nicht nutzen können.

Wichtig ist, dass man nicht einfach wild drauf losbaut, je nachdem welche Felder gerade frei sind, sondern, dass die Spielzüge gut aufeinander abgestimmt sind, denn es ergeben sich immense Synergien durch bestimmte Kombinationen.

Zu guter Letzt noch: Das Spiel ist toll ausbalanciert und es gibt - je nach Spielrunde und vorgehen der anderen - unterschiedliche Siegoptionen. Das Spielfeld ist übersichtlich gestaltet, so dass man sich schnell mühelos zurecht findet, wann was zu tun ist.

Es ist sicherlich auch für Familien geeignet, erreicht aber seine wahre Stärke in Vielspielerrunden.

Fazit: Sehr tolles Spiel, dass für mich zu den absolut besten dieses Jahres gehört.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eisenbahn mal anders, 3. November 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Schon das Auspacken macht Spaß, am Material gibt es nichts auszusetzen. Viele schöne Holzteile (je 8 Arbeiter und 2 Anzeigefiguren in den 4 Spielerfarben, 48 Gleise), ca. 25 Karten, viele Plättchen und Geldmünzen sowie Spielertableaus aus stabiler Pappe. Die Schachtelgrafik ist ungewöhnlich, aber zum Thema passend; Spielertableaus und Spielplan sind zweckmäßig übersichtlich, aber dennoch schön gestaltet. 15 Ingenieure haben jeweils ein eigenes Gesicht.
Die Spielregel ist 24 Seiten lang, aber es macht Spaß, sie zu lesen. Alles gut bebildert, übersichtlich gestaltet, sogar nett geschrieben (man bekommt den Eindruck vermittelt, etwas geleistet zu haben, was zum Weiterlesen anspornt).

Nun aber zum Wichtigsten, dem Spiel. Wir sind Eisenbahnmogule, die in Russland die Transsibirische Eisenbahn sowie zwei weitere Strecken bauen. Neben dem Gleisbau kaufen wir Lokomotiven, heuern Arbeiter und Ingenieure an und treiben unsere Industrialisierung voran - natürlich alles, um Siegpunkte zu bekommen.
Was sich umfangreich anhört, ist in der Praxis gar nicht kompliziert. Nach altbekanntem Workerplacement-Mechanismus setzen wir unsere Arbeiter auf Aktionsfelder und dürfen dann entweder Gleise bauen, Lokomotiven oder Fabriken kaufen, unsere Industrie ausbauen, Geld beschaffen, die Spielerreihenfolge beeinflussen, Leiharbeiter oder einen Ingenieur anheuern oder deren Wissen nutzen. Jedes Aktionsfeld bis auf eines ist nur einmal pro Runde nutzbar, dadurch entsteht Konkurrenz um die besten Plätze.
Herzstück des Spiels sind die Spielertableaus, auf denen wir unsere Gleise bauen. Je nachdem, wie weit wir unseren Gleisbau vorangetrieben haben, erarbeiten wir uns auf den drei Strecken unterschiedliche Boni wie die Berechtigung zum Bau "besserer" (wertvollerer)Gleisstrecken, zusätzliche Arbeiter, wertvolle Punktefelder oder die Auswahl eines Bonusplättchens, welches einen weit voranbringen kann. Durch die drei unterschiedlichen Strecken sowie die Fabrikleiste gibt es verschiedene Strategien, auf die wir uns konzentrieren können, was den Wiederspielreiz ungemein erhöht.
Das Spiel läuft zu viert über 7 Runden, nach jeder erfolgt eine Wertung, bei der man zunehmend viele Punkte erhält. Die Wertung der Gleise wirkt anfangs ein wenig kompliziert, hierfür liegen jedoch für jeden Spieler ein Übersichtsplättchen bei, das man spätestens nach der 2. oder 3. Runde nicht mehr brauchen dürfte.

Das Spiel von Helmut Ohley und Leonhard Orbler ist für 2-4 Personen ab 12 Jahren. Bisher habe ich es zweimal zu viert gespielt. Für 2-3 Spieler wird die Spielplanrückseite verwendet - ein toller Luxus. Die geringen Regeländerungen klingen logisch; ich vermute stark, dass der Spielspaß ähnlich groß ist wie zu viert. Die angegebene Spieldauer von 2 Stunden ist zu viert angemessen, mit weniger Spielern sollte es schneller gehen.

MEIN FAZIT: Wieder mal ein Workerplacement-Spiel, aber ein besonders tolles. Die Regeln sind recht einfach, das Thema toll umgesetzt, der Wiederspielreiz sehr hoch. Für Leute, denen Kopfrechnen nicht liegt, könnte die Wertung anfangs ein wenig mühsam sein - dies ist aber auch die einzige Einschränkung für ein empfehlenswertes Strategie-/Taktikspiel.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waggons voller Punkte, 27. Januar 2014
Von 
Tim Koch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Russian Railroads
Mit 400 Bahnhöfen und eine Gesamtstreckenlänge von 9288 km ist die Transsibirische Eisenbahn auch heute noch die längste Bahnstrecke der Welt. Rund 90.000 Arbeiter waren 25 Jahre beschäftigt um die Verbindung zwischen Moskau und Wladiwostok zu errichten. Ganz so lange sind wir bei Russian Railroads (Helmut Ohley und Leonhard Orgler / Hans im Glück) glücklicherweise nicht gefordert und auch die Spielerzahl (2 bis 4) fällt im Vergleich doch eher moderat aus.

Dafür beschränken sich unsere Aktivitäten allerdings auch nicht auf nur eine Bahnstrecke sondern deren drei. Obendrein sollen wir auch gleich noch die russische Industrie wieder auf Vordermann bringen. Dazu steht uns zu Beginn nur eine Hand voll Arbeiter zur Verfügung die für Gleisbau, technologischen Fortschritt oder zum Kaufen von Lokomotiven ausreichen müssen.

Spielertableaus, Aktionsfelder,...
Neben dem zentralen Spielplan mit Aktionsfeldern in Abhängigkeit der Spielerzahl erhält jeder Teilnehmer zu Beginn ein Tableau welches die drei zu bauenden Strecken sowie eine Leiste für die Fabriken enthält. Dabei baut jeder selbst vor sich hin, gemeinsames Bauen ist ebenso wenig möglich wie das Wegschnappen bestimmter Strecken. Interaktion kommt vielmehr beim Platzieren der Arbeiter auf. Dazu liefert das zentrale Spielbrett ausreichend Möglichkeiten. Hier lassen sich mittels Arbeitern Strecken verlegen, Locks und Fabriken errichten und allerlei weitere Vorteile generieren. Unter anderem lassen sich auf diesem Wege auch die beliebten Ingenieure erwerben die dem Käufer ein eigenes (und verbessertes) Aktionsfeld bieten und obendrein am Spielende punkten.

...Strecken, Fabriken, Locks...
Apropos Punkte. Punkte generiert man in Russian Railroads vorwiegend auf dem Spielereigenen Tableau. Jede der 3 darauf abgebildeten Bahnstrecken bietet neben einer variablen Punkteausbeute diverse Boni. Um an die angestrebten Boni und Punkte zu kommen, müssen allerdings zuerst Gleise verlegt werden. Anfänglich stehen uns dafür nur die (wenig lukrativen) schwarzen Gleisteile zur Verfügung. Mit steigendem Fortschritt schalten wir aber stetig bessere Gleiskategorien frei die über die alte Strecke gebaut werden können. Richtig lukrativ wird es dabei mit den edlen, weißen Gleiselementen. Zumindest sofern wir die Strecke auch befahren können. Und dazu benötigen wir entsprechend zugkräftige Locks welche ebenfalls über Aktionsfelder erworben werden können. Auch diese sind anfänglich etwas schwachbrüstig, gewinnen aber im Laufe des Spiels deutlich an Zugkraft. Haben wir bereits ausreichend Locks (oder wollen schlicht keine weiteren) befinden sich auf deren Rückseite Fabriken welche uns wiederum Punkte und Boni auf der Industrialisierungsleiste versprechen. Dass auch hier umfangreiche Boni warten versteht sich von selbst.

...und noch einiges mehr
Verschiedenfarbige Gleise, Locks, Fabriken und Ingenieure... die Möglichkeiten um bei Russian Railroads an Punkte zu kommen scheinen schier unendlich. Und dabei habe ich viele Elemente noch gar nicht erwähnt. So können die Punkte für einzelne Streckenabschnitte verdoppelt werden, Münzen können Arbeiter ersetzen, Bonuskarten liefern Punkte bei Spielende und Fragezeichenplättchen liefern bei Erwerb wiederum Siegpunkte oder Boni. Und all das am Ende jeder der sechs bis sieben gespielten Runden.

Fazit
Russian Railroads ist ein klassisches Arbeiter-Einsetz Spiel bei dem an allen Ecken und Enden gepunktet wird. Die Möglichkeiten wirken dabei im ersten Spiel fast schon überwältigend, überall locken erstrebenswerte Boni. Sich hier auf einen Bereich konzentrieren fällt schwer. Erfahrene Spieler finden sich aber nach spätestens einer Partie zurecht, die vorhandenen Elemente sind durchweg bekannt. Damit wären wir auch schon beim einzigen Kritikpunkt von Russian Railroads. Trotz perfekter Abstimmung fehlt mir persönlich etwas die kreative Idee die das Spiel zu etwas besonderem macht. Bei der perfekten Abstimmung des Spiels, der stimmungsvollen Gestaltung und dem hohen Wiederspielwert ist dies allerdings nur eine kleine Kritik die dafür sorgt, dass Russian Railroads kein herausragendes Spiel sondern nur" ein sehr gutes ist. Für alle Fans des Genres und solche die es werden wollen eine klare Kaufempfehlung.

@Spielfreude.blogspot
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach und doch kompliziert, 3. August 2014
Von 
Andreas Finke "Coyote" (Dorsten, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Ich hatte das Spiel bei der letzten Spielemesse in Essen gekauft, weil die Testspieler voller Kopfzerbrechen dort am Tisch saßen. Selbst konnte ich es dort leider nicht testen.
Trotz des "Blindkaufs" wurde ich nicht enttäuscht. Die rund 22 Seiten Anleitung sind schnell gelesen und das Spiel ist auch leicht erklärt. Schwieriger ist die Umsetzung der Ziele mit 2-4 Spielern, die sich beim erreichen der Ziele bemühen den Gegnern das Leben schwer zu machen.
Bis jetzt habe ich es nur zu zweit gespielt, wobei es trotz 6 Runden schon kurzweilige 1,5 - 2 Stunden werden können. Zu viert wird es wohl deutlich länger dauern.
Fazit: Schönes Spiel, gute Qualität und viel Spaß für ehrgeizige Strategen.
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5.0 von 5 Sternen Hunter & Cron: Brettspiel-Review RUSSIAN RAILROADS, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Russian Railroads
von Helmut Ohley, Leonhard Orgler
Hans im Glück (2013)

Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spieleranzahl: 2-4 Spieler
Spielzeit: ca. 120 Min.

HUNTER 8/10
+ Viele strategische Optionen, sehr gute Balance.
+ Funktioniert auch als 2-Spieler-Spiel sehr gut.
- Man sollte keine Angst vor Zahlenspielen haben.

CRON 8/10
+ Worker-Placement par excellence...
- ...aber das Thema bleibt sehr abstrakt.

OFFIZIELLE SPIELBESCHREIBUNG
Russland am Ende des 19. Jahrhunderts. Zar Alexander III. entscheidet sich auf Anraten seines Verkehrsministers für die Durchführung eines gewaltigen Projekts: Den Bau der Transibirischen Eisenbahn! Um sein Reich in die Moderne zu führen, sollen aber auch andere wichtige Routen errichtet werden. Die Industrialisierung ist nicht mehr aufzuhalten... In RUSSIAN RAILROADS begeben sich die Spieler in einen spannenden Wettstreit um das größte und fortschrittlichste Streckennetz. Dabei gilt es, seine Arbeiter in jeder Situation am sinnvollsten einzusetzen. Mit einfachen Gleisen erreicht man schnell wichtige Orte, während die Modernisierung des Streckennetzes die Maschinerie erst richtig in Gang bringt. Neue Loks legen größere Entfernungen zurück und Fabriken schaffen Fortschritt. Es gibt viele Möglichkeiten, die Weichen für den Sieg zu stellen. Doch wer gibt am meisten Dampf und wer bleibt auf der Strecke?

BESONDERHEIT
RUSSIAN RAILROADS ist ein Kennerspiel, das sich ganz klar an Vielspieler und nicht an Familien richtet. Der HANS IM GLÜCK Verlag ist sogar so freundlich, auf der eigenen Homepage noch einmal darauf hinzuweisen. Wer aber schon immer Vielspieler werden möchte und nicht weiß, wie das geht, das ist mit RUSSIAN RAILROADS perfekt bedient, denn die Anleitung, die es mit sich bringt, ist ein absoluter Traum! Perfekt und fehlerfrei! So muss das sein... ist es aber leider nicht immer so.

TRIVIA
RUSSIAN RAILROADS ist keinesfalls das erste „Eisenbahnspiel" von Helmut Ohley und Leonhard Orgler: Die beiden haben bereits ausreichend Erfahrung im 18XX-Bereich gesammelt, so stammen zum Beispiel 1880 CHINA, 1848 AUSTRALIEN und 1824 ÖSTERREICH-UNGARN aus ihrer Feder. Die Eisenbahnfreaks unter euch nicken nun begeistert, aber manch Ottonormalbrettspieler fragt sich jetzt vielleicht auch: Was zum Teufel ist 18XX? Kurz zusammengefasst: Der Begriff 18XX bezeichnet eine ganze Reihe von „Eisenbahnwirtschaftsimulationen", bei denen auf nationalen Landkarten die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Eisenbahnnetze mehr oder weniger genau simuliert wird.

@hunterundcron
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolles Spiel, 10. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Macht anfangs einen sehr komplexen Eindruck, ist dann aber doch noch ein typisches Hans-im-Glück-Spiel, nicht kompliziert, aber sehr interessant. Kommt immer wieder auf den Tisch, auch wenn man schon 90 Minuten einplanen sollte. Das Material ist wie üblich sehr toll. Auch für Gelegenheitsspieler einen Versuch wert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Spiel, 30. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Dieses Spiel ist eine gelungene Neuerscheinung für Spielprofis. Eine Vielzahl an Möglichkeiten ans Ziel zu kommen, sowie eine grafisch schöne Umsetzung des Themas zeichnen es aus. Es ist ein Spiel das über eine Stunde gespielt wird, doch es fesselt dich so, dass du gar nicht mitbekommt dass die Zeit verfliegt.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber leider auch nichts innovativ neues, 6. November 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Auf der Münchner Spielwiesn hatte ich erstmals Gelegenheit das Spiel auszuprobieren.
Es ist definitiv ein sehr gutes Spiel und darum einen genaueren Blick wert.

Spielmaterial:
Für sein Geld bekommt man schon einiges an Spielmaterial. Der Tisch auf dem wir gespielt haben war definitiv zu klein. Aber das Material liegt gut in der Hand und das Spiel ist optisch stimmig aufgemacht.

Spielmechanismus
Ein (derzeit) typisches Spiel. Einflusssteine legen, die Aktionen dafür ausführen. Das ist im Kern eigentlich schon alles. Derartige Spiele gibt es mittlerweile auch schon etliche.
Aufgrund der Vielzahl von taktischen Möglichkeiten (man will immer alles machen und muss sich doch für viel weniger entscheiden) steht der Spieler immer vor schwierigen Entscheidungen. Da alles offenliegt ist der Glücksfaktor relativ gering. Na ja, wenn der Mitspieler vor dir deine anvisierte Aktion besetzt, ist es halt Essig mit der Strategie. Aber auch das ist bis zu einem gewissen Punkt planbar bzw. absehbar.

Spielatmosphäre:
Das Spiel macht Spaß. Man sieht seine Gleise wachsen. Man sieht Fortschritte in der industriellen Entwicklung. Nach der ersten Partie hatte ich sofort Lust eine Zweite zu spielen.
Vor allem, weil ich sicher bin, das nächste Mal alles besser zu machen.
Und das ist sicherlich auch wirklich so. Mit jedem Spiel wird man besser und lernt sich weiter zu optimieren.

Fazit.
Warum habe ich keine 5 Sterne gegeben, wenn das Spiel doch so gut war.
Zwei Dinge haben mich abgeschreckt.
(1) Der Grundmechanismus ist auch in Agricola schon super umgesetzt. Benötige ich also wirklich ein Spiel mit ähnlichem Mechanismus. Allzuviel innovatives steckt leider nicht in dem Spiel. Dafür kann ich also keinesfalls 5 Sterne geben (so gut mir das Ganze auch gefallen hat)
(2) Der Grübelfaktor" ist mir eindeutig zu hoch. Dadurch, dass der Glücksfaktor recht niedrig ist, kann man seinen Zug durch intensives Nachdenken (wie beim Schach) optimieren. Vor allem in der letzten Runde wird das zum reinen Rechnungsspiel.
Einmal musste ich geschlagene 10 Minuten warten, ehe mein Vordermann seinen Zug gemacht hat. Währenddessen bin ich auf der Messe herumgeschlendert.
(Dafür hätte ich dem Spiel jetzt fast schon 2 Sterne abgezogen. Aber das hat es natürlich nicht verdient)
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Vielspielerspiel mit toller Anleitung, 9. November 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel (Spielzeug)
Ziel des Spiels
Es ist die Zeit der Zaren in Russland. Die Spieler bekommen den Auftrag, drei Schienennetze zu bauen. Die Transsibirische Eisenbahn und die Strecken von Moskau nach Sankt Petersburg und Kiev. Gleichzeitig muss auch die Industrialisierung vorangetrieben werden. Jeder Spieler entscheidet für sich, welche Bereiche er wie stark ausbauen möchte. Punkte gibt es für schöne Zugstrecken und die entsprechenden Züge, aber auch für den Fortschritt in der Industrie. Es gibt viele taktische Möglichkeiten, welche wirst du nutzen um am Ende als Sieger dazustehen?

Aufbau
Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt. Auf und um den Spielplan werden jetzt diverse Dinge abgelegt. Ebenso erhält jeder Spieler Material.

- Die 100 / 200 / 300 / 400 - Punkteplättchen und das Letztrundenplättchen werden neben die 100 neben dem Spielplan gelegt.
- Die fünf Karten mit dem Fragezeichen werden offen über dem Spielplan ausgelegt und entsprechend bestückt (Schwarzer Arbeiter, 9er Zug, Ingenieur ohne Buchstaben und eine Münze)
- Die 10 Spielende-Karten werden verdeckt gemischt, dann werden zwei Karten in die Schachtel zurückgelegt. Die anderen Karten kommen als Stapel über den Spielplan.
- Die 37 Lokomotiven werden nach Zahlen geordnet rechts neben dem Spielplan bereitgelegt.
- Jeder Spieler erhält ein Tableau, das er vor sich legt.
- Von den Arbeitern gehen fünf an den Spieler und zwei werden in den Vorrat neben dem Spielplan gelegt.
- Die Reihenfolgenkarten werden blind an die Spieler verteilt.
- Die beiden kleinen Spielsteine stellt der Spieler zum einen neben die 100 der Siegpunkteleiste und zum anderen auf das Reihenfolgenfeld, das seiner Karte entspricht.
- Die Verdopplerkärtchen und die Münze kommen neben den Plan. Jeder Spieler bekommt eine Münze.
- Die 48 Gleise werden nach Farbe sortiert. Jeder Spieler nimmt sich drei schwarze Gleise und stellt diese auf die 1 jeder Strecke. Die restlichen Gleise kommen links neben den Spielplan.
- Die Ingenieure werden nach Buchstaben getrennt gemischt und dann werden vier B-Ingenieure verdeckt auf die Felder 6, 5, 4 und 3 des Spielplans gelegt. Dann kommen zwei offene A-Ingenieure auf die 2 und die 1 und ein verdeckter auf das letzte freie Feld mit den Siegpunkten darauf. Die restlichen Ingenieure werden nicht benötigt.
- Jeder Spieler bekommt einen lila Industriemarker, den er auf die 0 der entsprechenden Leiste auf seinem Tableau stellt.
- Dann bekommt jeder Spieler seine sieben runden Fragezeichen-Plättchen, ein Kiev-Plättchen und ein Aufwerter-Plättchen, die er alle neben sein Spielertableau legt.
- Vom Lokstapel nimmt sich jeder Spieler dann eine 1er Lok und legt sie auf das vorgedruckte Feld der Transsibirischen Eisenbahn.
- Jetzt bekommt jeder Spieler noch ein Übersichtskärtchen
- Der Spieler, der aufgrund seiner Reihenfolge auf der vier der Reihenfolgeleiste steht, darf sich jetzt als Erster ein Startbonuskärtchen nehmen, dann die Spieler auf der drei und der zwei. Der Spieler auf der eins bekommt keines.

Spielablauf
Jeder Spieler verkörpert einen Eisenbahnmogul. Seine Aufgabe ist es, die Strecken der Eisenbahn auszubauen, sich Loks zu besorgen, die diese Strecke auch fahren können und die Industie voranzutreiben. Dazu darf jeder Spieler mit jedem seiner Arbeiter Aktionen erwerben. Manche Aktionen kosten nur einen Arbeiter, manche zwei oder drei oder sogar Geld. Jeder Spieler plant für sich, welche Aktionen er nach und nach durchführen möchte. Das Problem ist nur, wenn ein Aktionsfeld besetzt wurde, so kann es in dieser Runde von niemand anderem mehr genutzt werden. Die Spieler nutzen also abwechselnd immer eine Aktion, dann kommt der nächste Spieler an die Reihe. Wenn ein Spieler nicht mehr ziehen kann oder möchte, so passt er, dreht seine Reihenfolgekarte auf die Rückseite und zieht sofort die darauf zu sehende Siegpunktezahl vorwärts. Haben alle Spieler gepasst, wird die neue Spielerreihenfolge festgelegt und dann kommt es zur Wertung. Ein Spiel geht über sieben Runden mit sieben Wertungen. Die Spieler bekommen also ihre Siegpunkte immer nach jeder Runde und nicht erst am Schluss. So hat man immer einen Überblick, wie weit man vorne oder zurück liegt. Nach sieben Runden ist das Spiel dann vorbei und die Spieler bekommen nur noch die Punkte, die ihnen aufgrund von Spielendekarten und Ingenieurmehrheiten noch zustehen.

Wie funktioniert ein Zug?
Ein Spielerzug unterliegt folgenden Regeln:
- Der Spieler muss ein freies Aktionsfeld wählen.
- Er muss die darauf abgebildeten Arbeiter bezahlen können. Eine Münze zählt übrigens genausoviel wie ein Arbeiter und darf statt eines Arbeiters eingesetzt werden.
- Er muss die Aktion sofort und vollständig durchführen können.
- Pro Zug darf er immer nur eine Aktion ausführen.

Was hat es mit dem Streckenbau auf sich?
Jeder Spieler darf an drei Eisenbahnstrecken bauen. Um den Bau zu verstehen, hier ein paar Erklärungen:

Es gibt Gleise in den Farben schwarz (hat man von Anfang an), grau, braun, natur und weiß.
Auf dem Spielertableau ist angegeben, mit welcher Farbe Gleis man auf welcher Strecke bauen darf.
Auf der Transsibirischen Strecke darf mit jeder Farbe gebaut werden, auf den anderen nur bis zu den naturfarbenen oder sogar nur den braunen Gleisen.
Die Reihenfolge der Gleisfarbe darf sich nie ändern. Es muss also immer ein schwarzes Gleis vor einem grauen Gleis, vor einem braunen Gleis etc. sein.
Man darf z.b. nie ein schwarzes Gleis mit einem grauen Gleis überholen. Darum ist es wichtig, dass alle Gleise weitergezogen werden, um wertvollere Gleise überhaupt ins Spiel bringen zu können.
Auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn gibt es Schlüsselstellen, an denen der Spieler die Gleise der nächsten Farbe erhält. Ab diesem Zeitpunkt, darf er diese auch auf die Strecke bringen, wenn das schwarze Gleis, oder ein entsprechend anderes, bereits so weit vorgezogen wurde, dass Platz zum Einsetzen besteht.

Ich habe aber nicht genügend Gleise um die Strecke vollzulegen
Das ist richtig. Jeder Spieler hat für jede Strecke nur ein Gleisteil der erlaubten Farbe zur Verfügung. Die anderen Teile muss man sich einfach denken.
Beispiel: Auf dem Feld 6 steht das schwarze Gleis, auf der 3 ein graues. Dann ist das Feld 5 und 4 als schwarzes und die Felder 2 und 1 als graue zu sehen, obwohl da kein Gleis draufsteht. Das Gleis hat also immer vom farbigen Stein bis zum nächsten farbigen Stein dahinter dieselbe Farbe und gibt dann auch entsprechend Punkte bei der Wertung, wenn die Lok die Orte überhaupt erreicht. Keine Ahnung was ich meine? Weiterlesen!

Das Thema mit der Lok
Über jedem Gleisabschnitt ist eine Zahl. Diese gibt an, ab welcher Loklänge die Gleise darauf gewertet werden.
Beispiel: Ich habe auf der 6 ein schwarzes und auf der 5 ein graues Gleis. Also hätten die Felder 5 bis 1 ein graues Gleis, das gewertet werden könnte.
Liegt jetzt aber nur eine Lok mit einer 1 vor dieser Strecke, so gibt es auch nur Punkte für das Feld 1. Die Felder 2 bis 5 können so grau sein wie sie möchten, Punkte gibt es dafür keine. Darum ist es wichtig, nicht nur die Gleise aufzuwerten und vorwärts zu bringen, sondern die Strecke auch mit der Lok befahren zu können. Darum hat die Transsibirsiche Eisenbahn auch zwei Felder für Loks, da die Strecke ja viel länger ist, als die der anderen beiden. Mehr dazu im entsprechenden Abschnitt weiter unten.

Die Aktionen auf dem Spielplan

a) Der Streckenbau
Die grüne Fläche auf der linken Seite des Spielplans betrifft den Streckenbau.
Hier kann man für einen oder zwei Arbeiter seine Gleise der entsprechenden Farbe vorwärts bewegen.
Der Spieler darf diese Aktion aber nur wählen, wenn er auch die entsprechenden Gleise hat und den Zug auch vollständig durchführen kann.
Beispiel: Der Spieler wählt die Aktion für einen Arbeiter zwei graue Gleise zu bewegen. Er hat aber nur Platz, ein graues Gleis um einen Schritt zu bewegen, da er dann an seinem schwarzen Gleis klebt. Dann darf er diese Aktion nicht auswählen.
Die Bewegung der Gleise darf er beliebig unter seinen Gleisen aufteilen. Wählt er also die Aktion drei schwarze Gleise zu bewegen, so kann er ein Gleis drei Felder bewegen oder aber drei Gleise jeweils eins.
Die beiden unteren Aktionen auf dem Spielplan erlauben dem Spieler, für eine Münze und einen Arbeiter zwei beliebige Gleise zu bewegen, bzw. für einen Arbeiter ein schwarzes oder ein graues Gleis zu bewegen. Dieses letzte Feld ist das einzige auf dem Spielplan, dass auch mehrmals ausgewählt werden darf.

Was sind das für Sonderfelder auf der Strecke?
Auf den einzelnen Eisenbahnstrecken gibt es die verschiedensten Sonderfelder. Die Felder, bei denen man Gleise in den anderen Farben erhält, haben wir weiter oben bereits besprochen. Das sind die Felder 2, 6, 10 und 15, die man mit seinem schwarzen Gleis erreichen muss.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Sonderfeldern:
1. Felder, die nur von einem bestimmten Gleis erreicht werden müssen.
2. Felder, die von einem bestimmten Gleis und auch der Lok erreicht werden müssen. Da ist dann neben dem Gleissymbol auch noch das Symbol einer Lok drauf.

Hier ein paar Beispiele für Sonderfelder:
- Man bekommt einen zusätzlichen Arbeiter
- Man bekommt ein Fragezeichenplättchen
- Die kompletten Siegpunkte der Strecke werden verdoppelt.
- Man bekommt ein paar Siegpunkte (diese addieren sich und es zählt nicht, wie im Video gezeigt, nur der Wert auf dem man steht.)

b) Lokomotiven
In der Mitte ist dann der Bereich, in dem man Lokomotiven und Fabriken bekommt. Gehen wir zuerst auf die Lokomotiven ein.
Die Aktionen sind:
- Für einen Arbeiter bekommt man eine Lokomotive oder eine Fabrik
- Für zwei Arbeiter bekommt man eine Lokomotive oder eine Fabrik
- Für drei Arbeiter bekommt man eine Lokomotive und eine Fabrik

Wählt man diese Aktion, so bekommt man immer die niedrigste noch vorhandene Lokomotive. Erst wenn ein Stapel aufgebraucht ist, gibt es die nächsthöheren Loks.
Eine Lok darf man vor eine beliebige Strecke legen. Liegt dort bereits eine Lok, so darf man diese auch austauschen und die getauschte Lok vor eine andere Strecke legen. Die neue Lok muss vom Wert nur immer höher sein, als die bereits ausliegende. Auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn gibt es zusätzlich noch ein zweites Feld für eine Lok. Auch dieses wird genauso behandelt wie die anderen. Hier liegt ja am Anfang des Spiels bereits die 1er Lok.

Sind alle vier Lokfelder besetzt und bekommt der Spieler durch seine Aktion eine neue Lok, so tauscht er wie oben beschrieben eine Lok aus. Dabei kann es dann auch zu einer Kettenreaktion kommen, indem er eine Lok gegen die nächste austauscht. Am Ende bleibt ihm eine Lok übrig. Diese wird auf die Fabrikseite gedreht und zu den Loks neben dem Spielplan gelegt. Der nächste Spieler kann sich beim nächsten Fabrikkauf dann entscheiden, ob er eine zurückgelegte Fabrik nehmen möchte oder die Fabrik auf der Rückseite der niedrigsten Lok, die ausliegt.

c) Fabriken
Statt einer Lok kann der Spieler das Plättchen auch auf die Fabrikseite legen und es dann unten an seinem Spielertableau anlegen. Dort gibt es fünf Lücken, in die jeweils eine Fabrik passt. Zieht ein Spieler dann auf das Feld der Fabrik, so wird sofort desse Vorteil genutzt.

Warum brauche ich Fabriken?
Wenn ich meine Figur auf der Industrialisierungsleiste vorwärts ziehe (siehe nächster Abschnitt), so komme ich nach dem Feld mit den fünf Siegpunkten an eine Lücke. Diese Lücke darf ich nicht überspringen, solange dort keine Fabrik liegt. Erst wenn ich eine Fabrik in die Lücke gelegt habe, darf ich hier weiterziehen. Aber nur bis zur nächsten Lücke.

Welche Vorteile gibt es auf den Fabriken?
Hier ein paar Beispiele:

- Der Spieler bekommt eine Münze
- Der Spieler zieht zwei beliebige Gleise vorwärts.
- Der Spieler sucht sich eine Spielendekarte aus.
- Der Spieler bekommt sofort eine Lok / Fabrik
- Der Spieler bekommt sofort soviele Punkte, wie bei seinen Ingenieuren angegeben (rundes Feld auf jeder Marke).
- usw.

d) Industrialisierung
Neben dem Streckenausbau gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Siegpunkte zu erlangen. Die Industrialisierung. Diese findet sich neben den Aktionen für die Loks und Fabriken und haben folgende Aktionsmöglichkeiten:
- Für einen Arbeiter darf man einen Schritt auf der Industrialisierungsleiste machen.
- Für zwei Arbeiter darf man zwei Schritte auf der Industrialisierungsleiste machen.
- Für drei Arbeiter darf man einen Schritt auf der Industrialisierungsleiste machen und ein schwarzes Gleis vorwärts ziehen.

Kommt der Spieler an eine Lücke, in der noch keine Fabrik steht, so muss er dort stehenbleiben, bis er eine Fabrik gebaut hat.
Hat er alle fünf Fabriken gebaut, so kann er das letzte Feld der Leiste erreichen. Dann kann er auch Fabriken beliebig austauschen.

e) Weitere Aktionsfelder
Es gibt dann noch drei weitere Aktionsfelder.
- Für einen Arbeiter einen Verdopplermarker nehmen.
- Für einen Arbeiter zwei Münzen nehmen.
- Für einen Arbeiter zwei Leiharbeiter für diese Runde nehmen.

Was sind Verdopplungsmarker?
Für diese Marker gibt es nur auf der Transsibirischen Eisenbahn Felder. Man fängt von links an und füllt die Felder mit Verdopplern auf, die man im Laufe des Spiels erhält.
Ein Gleis, über dem ein Verdoppler liegt, ist bei der Wertung einfach doppelt so viel wert. Liegt also über einem grauen Gleis ein Verdoppler, so ist das Gleis an dieser Stelle nicht einen Siegpunkt, sondern zwei wert.

f) Ingenieure
Die vier verdeckten Ingenieure auf der linken, unteren Seite des Spielplans haben erstmal keine Funktion.
Die beiden offen liegenden Ingenieure können von den Spielern ganz normal mit Arbeitern genutzt werden.
Der Ingenieur auf der rechten Seite kann für eine Münze erworben werden und gehört dann dem Spieler, der ihn gekauft hat.
Ein eigener Ingenieur kann mit einem Arbeiter ganz normal genutzt werden, aber nur vom Besitzer dieses Ingenieurs.
Der zweite Vorteil eines eigenen Ingenieurs ist, dass dieser nicht alle aufgedruckten Aktionen vollständig durchführen muss.

Was haben die Ingenieure für Aktionen?
Das sind meist die gleichen Aktionen, wie wir sie auch auf dem Spielplan finden. Also z.B. Gleise oder Industriemarker ziehen. Allerdings hat der Spieler keinen Zeitdruck, die Aktion zu nutzen und es gibt bei vielen Aktionen auch noch sofort ein paar Siegpunkte.

g) Spielerreihenfolge
Eine Runde endet, wenn alle Spieler gepasst, ihre Rundenreihenfolgenkarte auf die Rückseite gedreht und die entsprechenden Siegpunkte gezogen haben.
Dann wird vor der Wertung die neue Spielerreihenfolge festgelegt. Damit sich an der Reihenfolge überhaupt etwas ändert, muss ein Spieler einen Arbeiter unter den ersten oder zweiten Spieler gesetzt haben. Ist dies der Fall, so nimmt der Spieler seinen kleinen Stein aus der Reihe, schiebt alle anderen Steine nach rechts in die Lücke und stellt seinen Stein dann an die erste oder zweite Stelle, je nachdem wo er seinen Arbeiter stehen hatte.
Haben alle Spieler die neue Reihenfolge eingenommen, so dürfen die Spieler, die hier Arbeiter eingesetzt haben, mit diesen Arbeitern noch eine Aktion durchführen, die einen Arbeiter kostet.

Die Wertung
Jetzt wird jedes Spielertableau einzeln gewertet. Gewertet werden die drei Eisenbahnstrecken und die Industrieleiste.

Die Spieler schauen sich jetzt gemeinsam die erste Strecke eines Spielers an. Zuerst wird geschaut, wie viele Felder er aufgrund seiner Lok überhaupt erreicht und dann welche Gleisfarben dort stehen und ob Verdoppler im Einsatz sind. Dementsprechend bekommt er dann Punkte für diese Strecke. Mit den anderen beiden Strecken wird dann genauso verfahren.

Bei der mittleren Strecke Sankt Petersburg ist nichts zusätzlich zu beachten, ausser der Spieler hat sein graues Gleis auf dem Feld 7 und auch seine Lok kommt soweit. Dann zählen alle Gleisteile auf der Strecke doppelt.

Auf der Kiev-Strecke gibt es neben den Gleispunkten auch noch Punkte für das schwarze Gleis, wenn es von der Lok erreicht wird. Diese Punkte stehen auf dem Spielertableau abgedruckt und werden zusammengezählt. Beispiel: Das schwarze Gleis steht auf dem Feld 2 und die Lok kann dieses Feld auch erreichen. Dann gibt es für das Feld 1 einen Punkt und für das Feld 2 zwei Punkte, also drei Punkte.

Dann wird noch geschaut, wo der Industrialisierungsmarker steht. Entsprechend gibt es auch hier noch Punkte. Steht der Marker auf einer Fabrik, die keine Punkte hat, so gibt es Punkte entsprechend dem letzten Siegpunktefeld, das der Spieler überquert hat.
Diese Wertung wird jetzt für jeden Spieler durchgeführt. Die anderen Spieler kontrollieren dabei immer mit.

Nächste Runde
Wurden alle Spielertableaus gewertet, bekommen die Spieler ihre Arbeiter zurück, die Münzen auf dem Spielplan kommen in den allgemeinen Vorrat und die Leiharbeiter wieder auf ihr Feld auf dem Spielplan.
Dann werden die Ingenieure nachgerückt. Wurde der erste Ingenieur nicht an einen Spieler verkauft, so kommt dieser aus dem Spiel. Dann werden die Ingenieure einfach nach rechts geschoben und entweder auf-, oder auf dem Feld ganz rechts, zugedeckt. Somit haben die Spieler einen neuen Ingenieur zum Kauf und einen alten und einen neuen zum nutzen.
Unter dem freigewordenen Ingenieursfeld auf dem Spielplan sehen die Spieler jetzt, wie viele Runden noch gespielt werden.

Spielende
Sind alle Ingenieure vom Spielplan verschwunden, endet auch das Spiel. Die Spieler bekommen jetzt noch für zwei Dinge Punkte:

1. Wenn sie während des Spiels den runden Fragezeichenmarker mit den beiden Karten darauf benutzt haben, so konnten sie sich eine Spielendekarte aussuchen, die zu ihrer Strategie passt. Diese Punkte dürfen sie sich jetzt entsprechend gutschreiben.

Was gibt es da für Karten?
Hier ein paar Beispiele:
- Sich einfach 15 Punkte gutschreiben.
- Sich so viele Punkte gutschreiben, wie die Loks insgesamt wert sind.
- Für jeden runden Fragezeichenmarker 7 Punkte.
- Jedes schwarze Gleis ist so viel wert, wie der Feldwert, auf dem das Gleis am Schluss steht.
- Jeder Ingenieur bringt 6 Punkte
- Jede Strecke, die bis zum Ende gebaut wurde, bringt noch einmal 10 Punkte.
- usw.

2. Jetzt wird noch die Mehrheit bei den Ingenieuren ermittelt.

Der Spieler, der die meisten Ingenieure hat, bekommt 40 Punkte extra. Der mit den zweitmeisten 20 Punkte, alle anderen nichts.
Bei Ingenieurs-Gleichstand gewinnt der Spieler die Wertung, dessen Ingenieur den höchsten Wert hat (rundes Feld auf jedem Ingenieur).

Wer jetzt am meisten Siegpunkte erspielt hat, ist der Gewinner des Spiels.

Ich konnte hier nicht alle Effekte der Karten und Plättchen beschreiben, aber ich denke ihr habt einen Eindruck bekommen.
Die ganzen Effekte sind auf den hinteren Seiten 22 bis 24 der Anleitung genau beschrieben.

Kleines Fazit
Russian Railroads ist ein geniales Spiel, dass keine schweren Regeln hat, aber den Spielern trotzdem eine Menge Aktionen bietet. Jeder Spieler muss sich für eine Strategie entscheiden, denn alles zu bauen geht nicht. Wo legt man also seinen Fokus drauf, welche Aktion wähle ich bevor ein anderer es tut? Uns hat dieses Spiel wirklich sehr viel Freude bereitet.
Ein besonderes Lob möchte ich auch für die wundervolle Anleitung aussprechen.
Der Text ist schön groß geschrieben und mit vielen Beispielen versehen. Sobald man sich fragt: "Aber wie ist dann das?" findet man die Antwort sofort im nächsten Satz. Da bleiben keine Fragen offen.
Für Vielspieler eine absolute Kaufempfehlung.
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Hans im Glück 48238 - Russian Railroads, Strategiespiel
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