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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es war einmal... jenseits jeder Genredefinition irgendwo im Post-Hardcore, 6. September 2013
Von 
Etheriel "ART IS RESISTANCE" (Dinslaken) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eros/Anteros (Audio CD)
Hardcore trifft Doom Metal trifft Black Metal trifft Post-Hardcore, trifft Shoegaze, trifft, trifft...
Ach, vergessen wir das, in erster Line bewegen sich Oathbreaker im Post-Hardcore. Oathbreaker kommen aus Belgien Eros/Anteros ist das zweite Glanzstück jener Band die sich jenseits jedweder Genreschranke, fernab von Gut und Böse einen Namen machen. Die zierliche Caro Tanghe brüllt, keift, spricht und singt, sie flüstert und schreit Verzweiflung und Wut in die Welt. Wenn das ganze nicht derweil einen tief düsteren Anstrich bekommen hätte, der spätestens mit Black Metal Gebolze in No Rest for the Weary beginnt und erst nach dem letzten und Post-Metal-lastigen Elf Minuten langen Stück Clair Obscure verebbt, würde das Label Screamo vielleicht passen(Der Ursprüngliche nicht die MTV-Fraktion!).
Denn Emotionalität und Hardcore sowie das übliche schnell-langsam und laut-leise Spiel sind wesentlicher Bestandteil der Musik. Doch Oathbreaker spielen gelegentlich mit Mathcoreelementen aber mehr noch mit Shoegaze, Post-Metal(the Abyss..., Agathe, Clair Obscure) und Black Metal(Nomads, No Rest, Upheaval).
Hell kreischend zittrige Gitarren, Blastbeats und Kreischgesang mahnen u.a. den Black Metal an, schwer deprimierte Phasen mit Bandchören und Wutausbrüchen den Post-Metal, Shoegaze dagegen ist besonders in übersteuerten und brummeligen Phasen, die sich auch mal über ganze Stücke erstrecken(man beachte allein den Opener) können allgegenwärtig.

Stücke herauszuheben fällt mir schwer, bemerkenswert ist, dass es einem nicht leicht gemacht wird, nach einem elegischen Intro mit flämischen Gedichtsvortrag wird man erstmal durch drei harte Songs geprügelt die irgendwo zwischen Black Metal(Keifgesang/Zittergitarre/Blastbeats) und Mathcore(Rhytmuswechsel/Harmoniebrüche) hin und her pendeln.
Alle drei Stücke sind großartig wenn man einmal drin ist aber für einen Albumeinstieg sind sie eine Hürde.

Daher versuche ich mal danach ein paar Songs herauszustellen:
The Abyss Looks into me ist ein gekonntes Stück neun Minuten groovender Doom mit einer unnachahmlich gelungenen Gesangsdarbietung über alle Facetten von Singen(mal ätherisch wie Jane Siberry, mal bitter wie Courtney Love), Sprechen und Schreien. Dagegen pendelt Condor Tounge gekonnt zwischen treibender Schreiarie und harmonischem Gehämmer, hier, mehr noch als in den anderen Titeln erinnern Oathbreaker an Refused in ihren wütendsten Augenblicken. Im doomigen Offer aan de leegte greifen Übersteuerungen und Bandchöre ein, Erinnerungen an frühe EyeHateGod oder Neurosis sind nicht von ungefähr. In Agathe pendelt die gesamte Band zwischen Harmonischem Spiel und Disharmonischen Ausbrüchen...

Und so geht es anhaltend weiter das stetige stets düster gehaltene Wechselbad, macht das Konzeptalbum über unerwiderte Liebe zu einem grandiosem Erlebnis, das Härte besonders durch die Ruhephasen gewinnt. Eros/Anteros lotet die Möglichkeiten des Hardcores neu aus und leutet eine Reihe von Veröffentlichungen im Hardcore ein die vielleicht eine Frischzellenkur für das Genre bedeuten kann.
Während ich aber von Is Survived By von Touche Amore und Fever Hunting von Modern Life is War nicht ganz so viel Düsternis und keinen Crossover mit Extreme Metal Versatzstücken erwarte, sondern eher eine schlichte Verjüngung und Wiederbelebung des Hardcores, ist Eros/Anteros vielleicht die derzeitige Antwort auf die Frage was im Post-Hardcore derzeit noch möglich sein kann. Besonders in dieser Frage kann man der Band hier die kreative Sprengkraft früher Neurosis oder später Refused zugestehen. Ich frage mich wie lange es wohl dauern wird bis diese Scheibe sodann die gebührende Geltung erhält oder in Vergessenheit gerät.
Grandios, in 10 Jahren vielleicht ein Klassiker.
Verdiente Fünf Sterne.
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4.0 von 5 Sternen ............., 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eros/Anteros (Audio CD)
....in belgien entwickelt sich wohl so langsam eine ungemein starke szene, überstrahlt durch die grandiosen amenra...in ähnlichen bereichen bewegen sich auch oathbreaker..dass sie auf dem gleichen label wie deafheaven veröffentlichen darf als weiterer anhaltspunkt gesehen werden..als basis dient hardcore..nur dass jetzt alles dazugenommem wird was toll ist..doom (man höre "offer aan de leegte", welches amenra auch nicht besser hinbekommen hätten), blackmetal, noise und und und..durch die weiblichen stimmen berühren sie auch die swans gefilde, vor allem da sind sie sehr eigen...
sehr starkes, tolles werk...
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Eros|Anteros
Eros|Anteros von Oathbreaker
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