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Kundenrezensionen

61
4,5 von 5 Sternen
AM (Jewel Case)
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 6. September 2013
Das verspricht ein sehr spannender Herbst zu werden. Eine Vielzahl von Bands, die vor ziemlich genau zehn Jahren die Musikwelt durcheinander wirbelten, gehen in ihr zweites Jahrzehnt. UND beglücken den geneigten Indierockhörer fast zeitgleich mit Neuveröffentlichungen im August und September. Bloc Party mit der EP „The Nextwave Session“ haben den Anfang gemacht, Franz Ferdinand letzte Woche und jetzt Arctic Monkeys.

Allerdings sind die Ansätze unterschiedlich, während Bloc Party und Franz Ferdinand die Zeit zurück drehen und zum Stil ihrer Debütalbum zurückgehen (in beiden Fällen übrigens sehr gelungen) setzen die Arctic Monkeys ihre Entwicklung fort. Album 5 ist düster und aufheizend geworden, voller unheilvoller aber auch aufregender Beats. Am deutlichsten wird das vielleicht in ARABELLE, das sich anhört wie ein Hip Hop Remix eines Led Zepplin Klassikers. Es gibt keine Grenzen und Schubladen auf ‚AM‘, es gibt Pop, es gibt Glam (der herrlich gelungene I WANT IT ALL) und es Verbeugungen vor den Großen der Rockmusik: vor Lennon (NO. 1 PARTY ANTHEM) und Velvet Underground (MAD SOUNDS) sowie mit freundlicher Unterstützung von Josh Homme auch vor den Stones, ONE FOR THE ROAD borgt sich die „who whoos“ von ‚Sympathy for the Devil‘ aus

Alex Turners Texte sind immer noch bedrohlich, ätzend und scharf, und gleichzeitig komplex in ihren Details und Bildern. Trotz der musikalischen Irrungen und Wendungen macht gerade dieser Eklektizismus ‚AM‘ zu einem sehr belebenden Stück Musik. Das Album setzt setzte die stylistische Entwicklung und Kursänderung von ‚Humbug‘ und ‚Suck it and See‘ konsequent fort. Es lässt einen aufgeregt und gehetzt zurück, Zeit zum Durchatmen gibt es nicht. Vielleicht ist eine Textzeile aus NO 1 PARTY ANHTEM eigentlich Message: “I just want you to do me no good.”
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Da hat sich natürlich auch optisch einiges getan bei den Jungs aus Sheffield, die ja jetzt eigentlich Männer sind. 2006, die Zeit also von „I Bet You Look Good..“, trug man noch Kapuzenhoodies, Chucks und blasse Pilzkopfgesichter und von Coolness und Lässigkeit war man noch weit entfernt. Heute, vier Platten später, muß es feiner Zwirn sein, Alex Turner gibt mit ernstem Blick, Ray Ban und Schmalztolle das Model für die Titelseite, man ist jetzt wer und weiß das auch. Und das liegt vornehmlich daran, dass die Arctic Monkeys nach über zehn Jahren Bandgeschichte das haben, wonach sich viele Bands schon wieder sehnen: nämlich Relevanz.

Beim letzten Album „Suck It And See“ konnte man ja durchaus den Eindruck gewinnen, das Quartett stecke noch mitten drin im Findungsprozeß, der Sound sollte sich ändern, unklar war allein noch das „wie“. Nun, mit „AM“ scheinen sie ihren Wunschvorstellungen etwas näher gekommen zu sein – der elektrische Bluesrock hat wohl das Rennen gemacht und so stehen gleich zu Beginn des Albums fünf Stücke, die man ohne weiteres auch auf der neuen Queens Of The Stone Age hätte unterbringen können. Was wiederum kein so großes Wunder ist, stand doch schon beim Vorgänger Buddie Josh Homme auf der Gästeliste, ebenso durfte sich Turner auf besagtem „...Like Clockwork“ austoben.

Es stampft und röhrt und dengelt also gewaltig am Start, „Do I Wanna Know?“, „R U Mine?“ bis hin zu „Arabella“ sind satte, kantige Vorwärtsnummern. Auffällig: Ab der Mitte schleichen sich die ersten gutgelaunten „Schuwab-Schuwab“-Chöre dazwischen, Turner gönnt sich eine Verschnaufpause (No. 1 Party Anthem) und für die nächsten drei Songs wird die zuvor ausgegebene Richtung kurzzeitig unterlaufen. „Mad Sounds“ schunkelt zur 60’s-Orgel, für „Fireside“ dürfen die Drums auch gern mal synthetisch pluckern und zur Frage Nummer drei des Albums „Why’d You Call Me...?“ federn und glitzern die Gitarren ungewohnt poppig.

Anders als bei „Suck It...“ fangen die Monkeys aber „AM“ vor Toresschluß wieder ein – Favorit „Knee Socks“ mit fabelhafter Bridge wünscht man sich auf der Bühne zusammen mit Beyonce, der Song ist zweifellos der sehnsüchtig erwartete Volltreffer, den man sich, in guter Tradition, von der Band wünschen durfte. Und der in dem grundsoliden Rahmenprogramm den Unterschied macht, den – das hatten wir schon – das Gros der Mitbewerber eben nicht zustande bringt. Und wenn Turner sich am Ende zum Staubsauger der Herzen ausruft („I wanna be your vacuum cleaner, breathing in your dust“, I Wanna Be Yours), verzeiht man ihm dies gern, man sollte es ja mit der Coolness auch nicht übertreiben. Nach den Babyshambles in der Woche zuvor gilt jedenfalls einmal mehr: Britannia rules! mapambulo:blog
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. September 2013
Da ist sie endlich, die neue Platte der Arctic Monkeys. Wie hoch waren die Erwartungen, denn diese Jungs haben ja schon mit den vorherigen Alben solch hohe Maßstäbe an sich selbst gesetzt, dass es eigentlich immer schwieriger sein muss dies ein weiteres Mal zu toppen.

Mit AM ist Ihnen aber ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere geglückt. Alles in allem überzeugt das Album schon beim ersten Hören und wird natürlich von Mal zu Mal schöner, weil man die richtigen Juwelen erst nach merhmaligem Hören herauskristallisiert.

Der Stil hat sich natürlich leicht verändert, wie das bei den Arctic Monkeys aber von Album zu Album immer schon war. Nicht nur das schwarze Cover, sondern auch die tieferen, basslastigeren Songs tragen zu einer düsteren Stimmung bei, die meines Erachtens aber sehr gut zur Band passt. Wie Josh Homme ja schon gesagt hatte: Ein sexy Album für nach Mitternacht. Besser hätte man nicht sagen können.

Der Einsteiger "Do I Wanna Know?" finde ich spitze gewählt und hat auch bei den letzten Konzerten (unter anderem am Southside im Juni) perfekt für die Eröffnung der Show gepasst. Die Texte sind wie immer einfach nur herrlich zu lesen und zu analysieren. Man findet sich, meine Meinung, oft selbst in den Texten und mal ganz ehrlich unter Männern: Wer hat beim Song "Why'd You Only Call Me When You're High?" kein Déjà-vu ;)

Ein weiteres Mal ein fünf Sterne Album hingebrettert, ganz große Klasse!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2014
Ich bin wirklich ein großer Fan der Arctic Monkeys , daher darf ich natürlich die Vorgängeralben auch mein eigen nennen.
Ich hatte wirklich zugegeben hohe Ansprüche an das Album und wie soll ich sagen ich wurde nicht enttäuscht sondern geflasht.
Nach den ersten 4 Songs dachte ich wirklich nicht das sie dieses hohe musikalische Niveau das ganze Album über halten können........ konnten sie doch ;) !
In diesem Sinne ... dieses Album ist zwar erst gute 9 Monate alt aber ich kann ihre folgenden Werke kaum erwarten !
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2013
Ich muss zugeben - es dauerte einige Durchläufe bis ich wirklich alle Songs verinnerlichte, aber das Album wuchs mit jedem Mal! Es gibt eigentlich keine "Skip-Nummern". Also: Geduld haben, auch wenn es beim ersten Mal hören noch nicht so vielversprechend klingt, dran bleiben lohnt sich!
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am 7. Oktober 2013
Wie bei Humbug musste ich dieses Album erst hassen um eine Faszination zu entwickeln, Ich weiß nicht warum das so ist, Alle Tracks sind sauber gespielt in alter Manier, dennoch muss ich sagen dass die Richtung in die sich die Arctic Monkeys entwickelt haben, nicht ganz meine Schiene entspricht und ich deshalb die Fronten entgegen stelle alte Monkeys neue Monkeys, Es gefällt mir dennoch deutlich besser als die Auskopplung Suck It And See, die mir überhaupt nicht zugesagt hat.

Ich gewöhne mich nach 2 Monaten hören langsam an die Songs und muss sagen das die erste Bewertung am Release Termin sehr hämisch wahr und ich unbedingt eine erneute Rezension schreiben wollte.

AM kommt wie Humbug beim ersten Hören sehr schwer in Fahrt
könnte dennoch für flotte Indie Rocker ein Hörerlebnis sein. Auch wenn die Höhensprünge der Monkeys scheinbar erschöpft sind ist dieses Album eine Weiterentwicklung und so müssen auch
eingefleischte Fans von Whatever People Say I Am that's what I'm Not einsehen das die Monkeys bemüht sind ihren eigenen Stil zu finden, sie dennoch sich gegen die schnellen Gitarrenriffs entschieden haben, das ist in keinster Weise schlecht was die Band hier macht,

ich hoffe dennoch inständig das die Schnelligkeit und Energie der früheren Platten irgendwann wieder überwiegt.
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am 3. Januar 2015
Meiner Meinung nach ist dieses Album komplett anders als die anderen AM Alben, die ich bisweilen gehört habe. Nicht nur anders, sondern besser. Einige Songs sind extrem ausdrucksstark und werden von Mal zu Mal eindrucksvoller. Die gesamte Abmischung der Sounds und Instrumente als auch die Vocals sind eine fantastische Kombination.

Das Album enthält keinen schlechten Song. Am besten gefallen mir folgende sechs Titel, die allesamt hammer sind:

Why you only call me when you're high
I want it all
Do I wanna know
R u mine
Fireside
I wanna be yours

Es gibt gelegentlich Alben, deren Sound so speziell ist, dass er einen einfach umhaut und zwar ganz ohne besonders speziell zu sein. Es ist einfach ein perfektes Zusammenspiel von Tönen und Klängen, welche fast schon eine magische Wirkung zu haben scheinen. Dieses Album fällt für mich in diese Kategorie.
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angefixt vom Auftritt beim Hurricane (leider nur TV) musste ich diese Scheibe auf Vinyl haben.
schweres Vinyl: schon mal geil! auch sonst ein wertiger Gesamteindruck. Ich fahr ja momentan voll auf 60ies angehauchten Sound ab und meinen Nerv trifft diese Scheibe total. Ein Vergleich mit "whatever people say.." macht kein Sinn - diese Scheibe hier ist weit weniger hibbelig, dafür aber groovy und in der nach meinem Geschmack richtigen Stimmung für diesen Stil. Dass es sich Mr. Homme nicht hat nehmen lassen, dort mitzuwirken kann man ihm nicht verdenken (und ein wenig seinen Stempel hat er auch hier und da hinterlassen)
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am 10. November 2013
Die Monkeys haben das Punkelement der ersten beiden Alben gegen swingende, geradezu popige Rhytmen getauscht. Beim ersten Hören sehr ungewohnt, doch hat mich der Groove dieses Albums immer mehr gepackt. Mein Respekt gilt hier vor allem Alex Turner. Statt selbst verliebt wie manch andere Frontmänner seinen Egostreifen durchzuziehen, die Erkenntnis das zusätzliche Chorus-Vocals durchaus bereichernd sein können. Bin nun gespannt wie das Live umgesetzt wird. Ein Mix aus Pop und Punk, für mich bei dieser Band großartig und kein Frevel.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 6. September 2013
Es oll Menschen geben, die haben musikalisch bisher noch gar nichts von den Arctic Monkeys gehört. Glücklicherweise befindet sich diese kleine Gruppe in der Minderheit. Auf der anderen Seite ist es interessant zu hören, wie hier ein Mensch über das eröffnende Stück ' Do I Wanna Know? ' denkt. Er wird es langweilig finden, antriebslos und schnell wieder das Interesse an dem Stück verlieren. Diese Reihenfolge wird dabei absolut logisch sein, denn es gilt beinhae für das gesamte Werk ' AM ' der Arctic Monkeys: diese Band aus Sheffield muss man kennen, Ihre Diskographie und Ihre Philosophie eigene Wege zu bestreiten. Und genau deshalb ist ' Do I Wanna Know? ' für die mehrheitliche Seite der geniale Wegweiser zu den restlichen Stücken der fünften Platte. Auch hatte man bei den Vorgängern ' Humbug ' und ' Suck It And See ' schon den deutlichen Eindruck, dass die vier Herrschaften nicht nur geliebt sondern auch endlich ernst genommen werden wollten.

Auf ' AM ' gelingt es Ihnen nun die verschiedenen Richtungen zu verknüpfen - die muskulösen Riffs aus dem meisterlichen Werk ' Humbug ' und den wehmütigen Pop aus ' Suck It And See '. In den neuen Songs verflechten die Arctic Monkeys diese goldenen Zutaten mit einer struppigen Energie und dem Schwerpunkt auf die Falsett-artigen Gesänge, deren Eintritt meist aus dem Hintergrund erfolgt. Derweilen bietet uns ' Do I Wanna Know? ' die bittersüße Zeile, "There’s this tune that I found/ That makes me think of you somehow/ And I play it on repeat/ Until I fall asleep", und während dazu die langsamen Gitarren durch die staubtrockenen Lüfte marschieren, platzt plötzlich in einem spielerischen Manöver das enganliegende Korsett und daraus hervor stürmt ein räuberischer Refrain, ein aufregender Weitblick und ein großspuriges Vertrauen in die eigene Überzeugungskraft. Im Jahr 2013 brauchen Alex Turner, Jamie Cook, Nick O'Malley und Matt Helders keine verschnörkelten Melodien um Ihre Genialität zu beweisen.

In der Einfachheit liegt die entfesselnde Kraft und weil die Ausnahmen auch hier die Regel bestätigen, schmeißen uns die vier im zweiten Stück ' R U Mine ' die schweren psychedelischen Rock-Gitarren-Riffs um den Schädel. ' R U Mine ' ist dabei ein richtig kleines Biest geworden und schickt uns direkt in die Wüste zu Josh Homme. Dort angekommen empfängt uns der Meister in gewohnt lässiger Manier und lässt im anschließenden Stück ' One For The Road ' teuflische Untertöne durch die Rhythmen strömen. Man wusste es schon bei ' Humbug ': die gemeinsame Zusammenarbeit mit Josh Homme war nach ' I Bet You Look Good on the Dancefloor ' das Beste, was den Arctic Monkeys bisher passieren konnte. Man nenne es eine schicksalhafte Begegnung. Bei ' Arabella ' hält erneut der minimalistische Faden die volle Aufmerksamkeit, die Melodien schleichen sich bis zur ersten Minute angstvoll in ein klassisches Rockgewand und entdecken auf einmal dort das typische John Cooper Clarke-ähnliche Wunder zwischen Witz und Wortspiel.

' I Want It All ' kann eigentlich an Coolness nicht überboten werden. Ein stampfender Glam-Rock-Song zu Falsett-Gesängen schüttet uns gegen Ende noch genial kreischende Riffs über den Körper und dann ist eine kurze Pause angesagt. ' No. 1 Party Anthem ' und ' Mad Sounds ' gehören zu den obligatorischen Balladen in jedem Album der Arctic Monkeys und während ' No. 1 Party Anthem ' mit Klavier-Untermalung noch ordentlich überzeugen kann, stellt uns ' Mad Sounds ' dann zu wässrige Brühe auf den Tisch. ' Fireside ' ist ein weiterer Höhepunkt auf ' AM ' und ein wirklich hinterhältiger Ohrwurm, der besonderes im zweiten Teil des Songs die Herzen zahlreich schmelzen lässt. Gleiches gilt auch für ' Why'd You Only Call Me When You're High? ', während ' Snap Out Of It ' die wohl spannendste Veränderung im Sound der Arctic Monkeys sein dürfte. "I get the feeling that I've left it too late, but snap out of it", singt Turner zu unscheinbaren Arrangements, einfachen Rhythmen und gleichmäßig dahintretenden Melodien - die auf den ersten Blick wenig Substanz vermitteln - sich aber in Kombination mit dem Klavier zu einer schwungvollen Rock'n'Roll Nummer erheben.

"Never stopped you letting me get hold of the sweet spot by the scruff of your knee socks”, heißt es im folgenden ' Knee Socks ' und dort erleben wir im Schlussakt neben den Zeilen, "You've got your lights on in the afternoon and the nights are drawn out long, and you're kissing to cut through the gloom with a cough-drop-coloured tongue.", auch Josh Home, der hier sein ganz eigenes Leid in die Strophen einfließen und einen Moment der Offenbarung aufblitzen lässt. ' I Wanna Be Yours ' ist am Ende das vorsichtige und eindringliche Funkeln, die suggestive Botschaft Ihrer stilistischen Inspirationen auf ' AM ' und eine wahrlich belebende Erfahrung. Das fünfte Werk hat sich ebenfalls zu etwas ganz Besonderem entwickelt (auch einem Josh Homme muss man dafür knieend danken) und so haben wir als Hörer für die nächsten Monate genug Zeit, dieses mühelose und zeitlose Krafpaket ausgiebig und in vollen Zügen zu genießen.
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