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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein neues meisterwerk
Der Veröffentlichungstakt von Nick Cave in den letzten Jahren ist schon fast unheimlich. Knappe 18 Monate nach *Nocturama* erscheint dieses doppelte Opus, und das erste der Bad Seeds ohne Blixa Bargeld. Hmm, damit kann man gut leben, wenn ein solches Werk dabei heraus kommt. Herr Cave tobt sich aus, um dann alles ruhig ausklingen zu lassen.
Der erste Teil...
Veröffentlicht am 16. März 2006 von frenchquarter

versus
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein DTS 96/24 auf DVD (Remaster 2012)
Achtung - die DVD enthält nicht wie die bisherigen Remaster eine DTS 96/24 - Spur (nur 48 kHz). Alle die auf einen audiophilen Datenträger gehofft haben, werden bitter enttäuscht. Ich verstehe nicht, was sich EMI dabei denkt.

Die Musik auf den Doppelalbum ist natürlich Klasse - aber für mich war DTS 96/24 kaufentscheidend.
Deshalb...
Veröffentlicht am 31. Juli 2012 von Tom T


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein neues meisterwerk, 16. März 2006
Der Veröffentlichungstakt von Nick Cave in den letzten Jahren ist schon fast unheimlich. Knappe 18 Monate nach *Nocturama* erscheint dieses doppelte Opus, und das erste der Bad Seeds ohne Blixa Bargeld. Hmm, damit kann man gut leben, wenn ein solches Werk dabei heraus kommt. Herr Cave tobt sich aus, um dann alles ruhig ausklingen zu lassen.
Der erste Teil *Abattoir Blues* fegt einem gleich mit dem Opener *Get ready…* um die Ohren und lässt einmal weniger Zweifel aufkommen, woher Nick Cave die meisten seiner Inspirationen nimmt. Diese erste CD ist einfach brilliant, und dürfte eigentlich die zufrieden stellen, die immer wieder bemängeln, dass er in den letzten Jahren zu ruhig geworden ist. *Nature Boy* ist ein perfekter Popsong, und da soll der Rest der Welt ruhig meckern. Ich wäre froh, wenn sich in den Charts solche Popsongs befinden würden. Nick Cave ist einfach zu vielfältig, als das er sich nur in eine Schublade pressen lassen würde.
Mit *Lyre of Orpheus* wird er im zweiten Teil deutlich ruhiger, aber das tut der Qualität seiner Lieder keinen Abbruch. Hier möchte ich besonders *Easy Money* hervorheben, dass sich so langsam in die Hörgänge dreht und dann nicht mehr hinauswill. Und danach geht es mit *Supernaturally* krachiger weiter, dieser Song hätte gut auf den ersten Teil gepasst.
Deutlich auffallend an diesem Album ist auch mal wieder sein Hang zu Gospelähnlichen Songs, und überhaupt ist der Glauben wieder sehr vordergründig geraten. Aber dafür ist er ja bekannt. Nun kann die geneigte Hörerschaft rätseln, wie sein nächstes Album ausfallen wird. Ich für meinen Teil wage keine Prognose, außer, dass es wieder ein Kracher werden wird. Der Name Nick Cave bürgt einfach für Qualität.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ausrufezeichen, 19. September 2004
Von 
Nach dem eher durchwachsenem "Nocturama" sind NC&TBS hier wieder absolut auf der Höhe. Auf diesem Doppelalbum spiegelt sich die unglaubliche Schaffenskraft von Nick Cave wider. All seine stilistischen Elemente aus den letzten 25 Jahren werden hier in einem Meisterwerk (O-Ton Nick Cave & Mick Harvey) zementiert. Es ist alles "Cave"isch mit einer Ausnahme, und dies zeigt seine Innovationsfähigkeit: der wunderbare Chorgesang in den Songs stellt eine unaufdringliche und gerade deshalb ungemein große Bereicherung des Doppelalbums dar.
Zunächst AB mit seinen treibenden Rocksongs, die z.T. gospelhaft wirken ("Get ready for love"), schon fast funkige Elemente besitzen ("Cannibal's hymn") oder gar jazzig angehaucht sind ("There she goes my beautiful world" - wie Louis Tillett Ende der 80er). Dazu natürlich dreckiger Großstadt-Blues ("Hiding all away"- erinnert an Frühzeiten, letztmalig gehört in "O'Malley's bar" auf "Murder ballads") und Blues in seiner tief-düsteren Version ("Abattoir blues"). In dieser rauen Welt ist auch ein Popsong ("Nature boy") sehr gut zu ertragen. Dazu eine folkige Hommage an Johnny Cash ("Let the bells ring") ein nahezu parodistischer Song auf Blixa Bargeld ("Fabel of the brown ape" - man beachte das Gitarrenspiel & die EN-typischen Auf und Ab's). Schließlich eine erhabener Modern-Gospel-Song ("Messiah ward") als Krönung.

Dann LOO: Ein Album, was wesentlich leichter daherkommt. Zwar ein düster-bluesiges Intro ("The lyre of Orpheus"), aber dann wird es schon folkig mit Flöten-Kakophonien ("Breathless"). Eine schöne, sprech-gesang-lastige Liebeshymne ("Babe, you turn me on")wechselt sich ab mit psychodelisch angehauchten ("Spell") und flehend-gospelhaften ("Carry me") Liedern. Dazu ein schneller jazziger Blues-Rock ("Supernaturally" - hier höre ich seine Bewunderung für Nina Simone/"Sinnerman") und ein unglaublich schön-melancholischer Song ("O'Children"). Und dann "Easy money": ein melancholischer Song, voller Sehnsucht, aber auch irgendwie völlig desillusionorisch. Ich gehe in die Knie und weine vor der Erhabenheit und Schönheit dieses Liedes. Die Genialität liegt häufig in der Einfachheit.

Nick Cave muß man einfach in Auge behalten (als nächstes ein reines Gospel-Album - wäre nicht so schlecht). Er hebt sich einfach wohltuend vom Einheitsbrei ab. Mit AB/LOO hat ein Ausrufezeichen gesetzt, was nicht nur seine Fans begeistern sollte.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Album!!!!, 21. September 2004
Mit Abbatoir Blues & The Lyre of Orpheus ist Nick Cave wiedereinmal ein ausgezeichnetes Album gelungen.
Der Sound ist wie gewohnt einzigartig, und alle Cave Fans werden gleich beim ersten Reinhören darüber erfreut sein, dass sich Nick und seine Bad Seeds stets weiterentwickeln und niemals ein Album auf den Markt bringen, das einer vorhergehenden Scheibe stark ähnelt. Schon allein deswegen lohnt sich der Kauf von Abattoir Blues & The Lyre of Orpheus.
Die Stücke sind über weite Teile weniger melancholisch als die der letzten Platten, aber nicht minder schön anzuhören. Manche vermitteln sogar richtig gute Laune. Vor allem die Idee mit einem Gospel-Chor zu arbeiten, hat sich gelohnt.
Die Cd ist aber auch mit einigen schönen Balladen ausgestattet, die nur so vor Poesie und Gefühlskraft strotzen.
So mancher bekritelte, dass sich Nick Cave immer mehr zum Mainstreamkünstler entwickeln würde. Dem kann ich persönlich sehr wenig abgewinnen. Für mich ist Nick Cave noch immer ein heller Fixstern der Kreativität auf einem Pophimmel, der immer mehr von musikalischem Schrott verdunkelt wird. Diese Stellung untermauert er mit seinem neuen Album einmal mehr.
Für Fans ist diese Cd sowieso ein Pflichtkauf.
Alle anderen werden bestimmt nicht enttäuscht zurückgelassen von Nick Cave's vielschichtiger Musik, die ausgestattet mit poetischen Texten und einer gehörigen Portion Kreativität, wahrlich keine Wünsche offen lässt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geniestreich, 11. Oktober 2004
Von 
Schon beim Auspacken der CDs kriegt man leuchtende Augen:ein wunderschöner,edler Pappschuber,der beide, jeweils einzeln verpackte, Scheiben und ein 24(!)-seitiges Booklet inklusive aller Songtexte enthält. Nick Caves Texte sind lyrisch, teils verschlüsselt und gehen oftmals tief zu Herzen. Das erste Album, "Abattoir Blues" klingt heiterer, rockiger, optimistisch. "The Lyre of Orpheus" hingegen ist balladesker, finsterer und rührend. Über die 17 Songperlen selbst kann man schwer etwas sagen. Jede klingt einzigartig und hat ihre eigenen, speziellen Reize. Meine Favoriten sind das umwerfende, für Nick Caves Verhältnisse unheimlich fröhliche "Nature Boy", die herrliche Schauermär "The Lyre of Orpheus", das eindringliche und verstörende "Babe, you turn me on", das tieftraurige "Easy Money" und das geniale Schlußkapitel "Children". Für mich das zweifellos beste (Doppel-)Album des Jahres. Jeder, der was auf seine Plattensammlung hält, sollte sich dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als befürchtet, 20. September 2004
Ich hatte etwas Angst. Nach NOCTURAMA war ich nicht ganz so begeistert. Für mich sind die besten immer noch "MURDER BALLADS"
und "NO MORE SHALL WE PART". Auch wenn letztere als zu düster bezeichnet wird. Jetzt zur neuen CD. "Abbatoir Blues" hat einige akustische Perlen drauf. Anspieltipps: CANNIBAL'S HYMN; HIDING ALL AWAY und FABLE OFT THE BROWN APE. Auf der anderen CD Orpheus fielen mir sehr positiv auf: THE LYRE OF ORPHEUS und SUPERNATURALLY. Seine sanften Töne sind mir diesmal insgesamt zu.. banal, zumindest musikalisch. Die düstere Stimmung fehlt mir da sehr. Wenn ich da an INTO MY ARMS denke.. oder DARKER WITH THE DAY.. Was leider noch fehlt ist so ein richtiger Paukenschlag wie O'MALLEY'S BAR oder THE CURSE OF MILLHAVEN oder BABE I'M ON FIRE. Aber insgesamt bin ich froh und nicht enttäuscht von der CD. Mit etwas mehr Stil aus seinen alten Tagen wäre sie 5 Sterne wert. Viel Spaß beim Hören.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Rebellentruppe hat sich - freiwillig - angepasst..., 21. Januar 2005
Ich war nicht wirklich überrascht, denn eine derartige Entwicklung hatte ja bereits der charismatisch eher einschläfernde Vorläufer "Nocturama" vorhergesagt - demnach war es also kein wirklicher Schock, das plötzlich so medientaugliche und stilgemixte "AB/TLOO" zu hören.
Ja, ich mag die Platten beide gerne, auf "Abattoir Blues" hört man in Stücken wie "Get ready for love", "Hiding all away" oder "There she goes, my beautiful world" wirklich guten Rock, an dem es nichts auszusetzen gibt. "The Lyre of Orpheus" hat wunderschönes zu bieten, z.B. "Easy Money", das Zeug zum echten Klassiker hat, oder die geniale Gospelhymne "O Children" - das Album durch und durch zu kritisieren wäre wirklich falsch.
Nur hat man - besonders als eingefleischter Cave-Hörer - das Gefühl, dass die Bad Seeds durch eine Presse gedrückt wurden, die dafür gesorgt hat, dass die ehemals rebellische Band endlich medientauglich und für-jeden-hörbar gemacht wurde. Eigentlich schade, besonders weil auch Blixa Bargelds Abgang der Qualität der Truppe keinesfalls geschadet hat, und sich Nicks jaulender Bass nach wie vor durch sämtliche Gehörgänge windet.
Die Platte ist für bestimmt jedermann sehr angenehm anzuhören und hat auch die Fähigkeit, im Hintergrund dahinzuplätschern - wahrscheinlich ist aber auch das genau ihr Fehler, wegen dem ich - trotz teilweise großartiger Songs! - keine volle Sternzahl geben kann.
Aber jeder muss sich weiterentwickeln, und deshalb möchte ich "Abattoir Blues/The Lyre of Orpheus" wirklich nicht in ein schlechtes Licht rücken.
Ein letztes:
Für jemanden, der sich mal wieder was nettes anschaffen möchte, eine Überlegung wert.
Für jemanden, der sich mal was von Nick Cave & The bad Seeds anschaffen möchte, empfehle ich die älteren Sachen (z.B. Let Love in, Murder Ballads, Henry's Dream...), weil sie noch mehr seinem Stil entsprechen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios! Der Stoff, aus dem Klassiker sind!, 23. September 2004
Von Ein Kunde
Bisher war mein Favorit von Nick Cave NO MORE SHALL WE PART, aber das könnte sich nun durchaus ändern, denn diese Doppel - CD ist zweifellos ein Meisterwerk. Cave lässt keine Facette musikalischen Könnens aus. Die Songs sind grandios arrangiert, decken alle Gefühlslagen. Man hört den Liedern die Freude am Musizieren an. Keines der Lieder ist Füllmaterial und jedes einzelne besser als die auf dem enttäuschenden Vorgänger NOCTURAMA. Die Aufteilung auf zwei CDs macht Sinn, trotzdem sollte man das Album als Ganzes betrachten.
Anspieltipp (und wahrscheinlich einer der besten Cave Songs überhaupt ;-): Babe, you turn me on.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grosse Musik, 28. September 2004
Von Ein Kunde
Er ist doch der Grösste. Das neue Album hat eine Intensität, die mir auf den letzten Alben gefehlt hat. Diese Intensität liegt in allem, was Cave bringt, in den wilden, witzigen, ernsten, komplexen, sanften und einfachen Aspekten seiner Songs. Gerade die wunderschöne einfache Melodie einiger Songs überrascht und trifft einen unvermittelt und schier körperlich. Und dennoch geht Nick Caves Humor nie verloren: auch wenn ein Song "nur schön" scheint, so sind immer irgendwelche kleine Schrägheiten eingebaut, die einen nicht im Gefühl versinken lassen, sondern einen auch grinsen lassen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hymnen der Popmusik - aber der Kopierschutz, 11. August 2006
Auf zwei CDs finden sich Songs mit durchweg hymnischen Zügen. Großes Kompliment, die Lieder kamen mir seltsam vertraut vor, als wären sie bereits in meinem Kopf gewesen und Nick Cave hat sie zum Klingen gebracht. Es gibt, nach meiner Meinung, kaum Schwächen, vielleicht ist das eine oder andere Lied ZU vertraut und von den Harmonien "logisch". Aber dennoch absolut empfehlenswert, 5 Sterne für die CDs, die Lieder und das Booklet.

Einige Lieder der CDs hörte ich als Raubkopie und war so begeistert, dass ich mir das Original-Produkt kaufte. Voller Freude wollte ich die Musik recht ungestört beim Autofahren genießen, aber welche Enttäuschung, als ich in meinem Auto die Raub-CD durch die Original-CD ersetzte: Der Kopierschutz verhinderte ein Abspielen!

Eigentlich ist das doch ein Witz: Der (unwirksame!) Kopierschutz verhindert zwar keine Raub-Kopie, er macht es jedoch unmöglich, dass man eine gekaufte Original-CD dort, wo man es mag, abspielen kann. Daher Abwertung um einen Punkt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sorry, Nick!, 3. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, es ist an der Zeit, diesem Künstler mit Worten im Überschwang zu huldigen. Hat er mir mit diesem -aus meiner Sicht bisherigen- Meisterwerk doch vor Augen geführt, wie schändlich ich von Zeit zu Zeit meine eigenen Prinzipien missachte, nämlich ein Urteil erst nach mehreren Durchläufen abzugeben, um doch die so seltenen, wahren Schönheiten zu entdecken.

Da es ja Künstler gibt, von denen ich ohne weitere Prüfung sowieso alles kaufe, und Nick Cave ist davon locker in den Top Ten, habe ich mir natürlich ganz schnell diese Doppel CD (deren Lieder aber auch fast auf eine CD gepasst hätten) gekrallt und mal gelauscht, um -naja- dann doch nicht so berauscht zu sein wie erhofft. Also ab ins Regal und mit Missachtung gestraft. Bis auf Weiteres. Ist halt manchmal so bei mir...

Irgendwann gab es die zweite Chance, die dritte, 4te und nach dem 5ten oder 6ten Durchlauf kam Schlag um Schlag die brutale Erkenntnis, dass ich mich fürchterlich getäuscht hatte. Jedes der Lieder wuchs mit jedem Durchlauf, die Vielseitigkeit auf diesem Doppelalbum ist für Nick Cave Verhältnisse Bahn brechend und das alles strahlt eine frühlingshafte Leichtigkeit aus, die auch ich ihm nicht zugetraut hätte. Von Pop zu reden, finde ich in diesem Zusammenhang leicht übertrieben. Ich hasse Pop! Und im deutschen Radio läuft Nick Cave, wenn überhaupt, allerfrühestens ab 11 Uhr nachts. Ich hasse Radio!

Heute kann, nein, muss ich sagen, dass dies sein bester Release ist. Aber natürlich nicht mit großem Abstand, denn das ist bei einem Künstler, der fast ausschließlich hervorragende Alben macht, gar nicht möglich. Und fast alle Cave Alben haben es verdient, nicht im Schatten dieses Meisterwerks zu darben.

Vielleicht etwas schwierig für Cave-Neulinge, aber für etwas Geduldigere wie mich dann doch sehr zu empfehlen.

Auf alle Fälle hat mich diese CD animiert, doch mal alles zu rippen, was ich von ihm zu Hause so rum stehen habe. Verdammt viel, was war ich überrascht. Und so habe ich mir eine mp3-CD mit meinen 127 Cave-Favourites zusammengestellt. Eigentlich waren es noch mehr, aber ich musste streichen. Ein Drama! Gibt es mehr als eine Handvoll Künstler, die von sich behaupten können, mehr als 127 traumhafte Songs geschrieben zu haben? Ich sage: Nein! Und ich sage: Geduldet euch und ihr werdet erfahren, was wahre auditive Schönheit ist. Und zwar ziemlich schnell. Nicht so wie ich...
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Abattoir Blues / The Lyre of Orpheus [Explicit]
Abattoir Blues / The Lyre of Orpheus [Explicit] von Nick Cave And The Bad Seeds
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