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Kundenrezensionen

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am 13. Januar 2014
Max Tegmark ist Theoretischer Physiker und Kosmologe, arbeitet am 'Foundational Questions Institute', und hat in den letzten Jahren einige Preprints auf arXiv zu einem Thema veröffentlicht (The Mathematical Universe (2007), Kurzfassung: Shut up and calculate), das Eugene Wigner als die 'Unbegründete Effektivität der Mathematik in den Naturwissenschaften' nannte. Die dort entwickelten Ideen werden in den vorliegenden Buch nun systematisch entwickelt, und einem breiteren Publikum vorgestellt. Der Ursprung dieser Ideen geht weit zurück, man könnte bei den Pythagoreern beginnen, aber auf jeden Fall ist Galileo Galilei zu nennen, der das Buch der Natur, als in der Sprache der Mathematik verfasst beschrieb. Ein schöne historische Übersicht findet sich auch bei Mario Livio: „Ist Gott ein Mathematiker“. Aber Tegmark geht mit seinen Ideen weit über ähnliche Ansätze hinaus, für ihn ist Mathematik nicht nur eine faszinierende/ nützliche Methode, um Realität zu beschreiben, für ihn IST Mathematik Realität.

Die ersten Kapitel des Buches sind somit einer eingehenderen Bestimmung dessen gewidmet, was im wissenschaftlichen Sprachgebrauch als physikalische Realität bezeichnet wird; das geht einher mit einer Art Bestandsaufnahme, was, sowohl in kosmischen als auch mikroskopischen Dimensionen, diese physikalische Realität ausmacht, und von welchen Dimensionen da die Rede ist. Dabei gehen auch etliche persönliche Erzählungen des Autor ein, der u.a. jahrelang mit der Datenanalyse der kosmischen Hintergrundstrahlung beschäftigt war; gerade diese Hintergrundstrahlung erwies sich als ein Präzisionsinstrument zur 'Vermessung' des Kosmos.

Moderne physikalische Theorien geben auf verschieden Ebenen Anlass, über die unmittelbar erfahrbare Realität hinaus, sogenannte Multiversen ins Spiel zu bringen; der Autor führt ein Kategorisierung dieser Begriffe --in zunächst drei Ebenen -- ein: Level I Multiversen stellen einfach Inseln im Universum dar, die soweit entfernt sind, dass sie seit dem Urknall keinen wechselseitigen Kontakt haben, Level II Multiversen sind dank der ungehinderten Inflation getrennte Bereich, die unterschiedliche (effektive) physikalische Gesetze haben können, Level III Multiversen ergeben sich schließlich aus der Everettschen Interpretation der Quantenmechanik.

Nach diesen 'einleitenden Bemerkungen', die wie der Autor anmerkt noch mehr oder minder dem Mainstream der Theoretischen Physik folgen, kommt er auf sein eigentliches Anliegen zu sprechen, der – wie eingangs schon erwähnt – seltsamen Wirksamkeit mathematischer Beschreibungen bei der Formulierung physikalischer Theorien. Tegmark spannt seinen Argumentationsbogen wie folgt: ausgehen von der 'External Reality Hypothesis', einer Hypothese, der die meisten Physiker ohne weiteres zustimmen werden, ist ein großer Teil der Bemühung der Theoretischen Physik der letzten 25 Jahre, der Suche nach der 'Theory of Everything' (ToE) gewidmet; eine solche Theorie – weil all umfassend – dürfte also keinerlei 'willkürliches Beiwerk' (wie Konstanten, die per Messung bestimmt werden) enthalten, somit – mit Tegmarks Worten – wäre eine ToE nichts weiter als eine mathematische Struktur; und das ist, was der Autor als 'Mathematical Universe Hypothesis' (MUH) bezeichnet – diese Struktur IST dann die Realität. Bleibt noch die Frage: welche mathematische Struktur sollte diese Ehre genießen? --und in multiversaler Demokratie folgert der Autor: ALLE; es wird ein Multiversum Level IV eingeführt, das allen mathematischen Strukturen gleichermaßen Realität gewährt.

Hier darf einmal kurz die Position des Advocatus Diaboli eingenommen werden: könnte es sein, dass – nach Ausdehnung über vier Ebenen hinweg – der Realitätsbegriff einfach soweit ausgedünnt wurde, dass unter dieser Art der 'Realität' in der Tat nicht mehr übrig blieb als z.B. ein Axiomsystem für Vektorräume? Der Autor muss sich dann tatsächlich sehr mühen, um mittels Ketten von 'Observer Moments' dass einzufangen, was man üblicherweise als das untrügliche Gefühl der unaufhaltsam vergehenden Zeit kennt; das gelingt dann auch nicht sehr überzeugend. Bleibt also die Erklärung des Mathematisierungs- Problems eine scheinbare?

Trotz all dieser Einwände, ist das Buch eines der brillantesten Darstellung der Grenzen der modernen theoretischen Physik und ihrer Philosophie; der Autor scheut vor den großen Fragen nicht zurück, die 'working physicists' gern ignorieren, warum ist die Welt wie sie ist, warum sind ihre Gesetze so und nicht anders,..; niemand würde ernsthaft erwarten, hier die ultimative Frage nach 'Allem' und deren Antwort – wie der Autor gern selbst auf Douglas Adams anspielt – zu finden, aber die vorgetragen Ideen sind originell und faszinierend; das Buch ist so flüssig und spannend geschrieben, so dass man beim Lesen, – gleich einem D.A. – einfach in seinen Bann gezogen wird.

Allein die die beiden Hauptkapitel zur MUH fallen etwas ab, zudem verweist der Autor hier mehrfach bei Details lediglich auf seine anfangs erwähnten arXiv Preprints. Zwei weitere kleinere Schönheitsfehler sind zu bemerken, die zum Teil gut durchdachten illustrierenden Abbildungen sind lieblos – grau in grau – ausgeführt, Details geraten da schnell an die Grenzen des Beobachtbaren...; ferner ist die Bibliographie mager geraten, etwa werden, die im Text zitierten eigenen arXiv paper, hier nicht nochmals aufgeführt.
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am 25. Februar 2016
Kurz vorweg: Ich habe selber ein Grundstudium in Physik, sowie in Philosophie promoviert.

Das Buch von Tegmark ist naturwissenschaftlich durchaus brillant, an den kosmologischen Darstellungen gibt es nichts auszusetzen. Die Thesen vom Multiversum halte ich für plausibel und anschaulich beschrieben.

Nun ist es aber kein rein naturwissenschaftliches sondern ein wissenschaftsphilosophisches Werk und beim philosophischen Teil sieht es doch leider gänzlich anders aus.

So verwechselt der Autor permanent zwei Ebenen der Betrachtung:

* Epistemologisch: Es können alle Dinge im Kosmos mathematisch BESCHRIEBEN werden
* Ontologisch: Alle Dinge im Kosmos SIND mathematische Objekte

Leider scheint Tegmark beide Disziplinen nicht zu kennen, vermischt er sie doch ständig. So kann er folglich auch nicht klar argumentieren, warum aus der (richtigen) epistemologischen Feststellung auch die ontologische Aussage folgen sollte.

Ontologisch betrachtet vertritt der Autor dann auch (durchaus folgerichtig) einen platten Reduktionismus, der jegliche emergente Formen jenseits mathematisch-physikalischer Gebilde nihiliert.

Was heißt das laiehaft ausgedrückt?

Soziologie? Brauchen wir nicht, kann durch die Biologie erklärt werden. Biologie? Brauchen wir nicht, kann durch Chemie erklärt werden. Chemie? Brauchen wir nicht, kann durch Physik erklärt werden.

Dies ist philosophisch gesehen ein alter Hut. Heutzutage gibt es unten den akademischen Philosophen nur noch wenige, die einen solchen platten Reduktionismus vertreten.

Leider besitzt der Autor nicht die akademische Ausbildung, um seine eigenen Gedanken ideen- und philosophiegeschichtlich einzuordnen. Gegenargumente zum Reduktionismus werden daher nicht diskutiert. So bleibt das Ganze ein sehr langweiliges Selbstgespräch eines Hobby-Philosophen.
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am 14. Juli 2014
Max Tegmark seems to be an adherent of a new style in popular scientific american literature that rehearses in talking firstly about himself, the author (how great he is, of course, despite somme minor drubbing on his way). I frankly don't know why anyone should know all the little details of his scientific career.

Regarding the remaining content of this book, ie. a physico-philosophical statement about the ultimate nature of the world, Tegmark is committed to the not very new "kybernetic" conception that the world (that means: the whole universe) is ultimately an abstract, mathematical structure.and nothing more. Unfortunately he fails to explain the obvious difficulties of this idea, which goes back at least to the days Alan Turing: What, than, makes the world palpable, if it nothing more than math? Tegmark enthuses only about his own opinions without seriously engaging in the general discourse about this topic. A bit disappointing.
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am 14. April 2014
Auch für interessierte Laien sehr empfehlenswert, der Aufbau des Buches ist klar und strukturiert, alle gängigen und spekulative Universen-Theorien sind extrem anschaulich präsentiert. Für mich das beste populärwissenschaftliches Buch über Quantenphysik und Quantenmechanik seit langem, der sehr persönliche Schreibstil des Authors fesselt zusätzlich!
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am 23. Mai 2014
Die mathematische Basis des Universums nach dem Standard-Modell hat Tegmark gut dargestellt. Allerdings ist seine Beweisführung bei den Multiversen weniger mathematischer Natur sondern eher seiner spekulativen Phantasie geschuldet.

So beginnt er das Kapitel: "The Level IV Multivers" auf Seite 319 mit dem Satz: "Why I believe in the Level IV Multiverse"
Viele seiner Equations = Gleichungen, die er als Basis seiner weiteren Schlussfolgerungen zum Beweis der Existenz von Multiversen heranzieht, bestehen aus zu vielen Unbekannten.

Er glaubt es, und bringt dabei einige interessante Hypothesen in die Diskussion.
ch denke Professor Edward Witten liegt schon richtig, wenn er dem Autor konzediert: Leser mit verschiedenem Hintergrund werden Spaß bei der Lektüre haben. Fast jeder wird irgendwas dabei lernen, manches zum Grübeln aber auch vieles, was der Leser zurückweisen wird.
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am 17. Dezember 2014
Das Buch habe ich, was bei den sperrigen Inhalten nicht verwunderlich ist, nicht in einem Stück gelesen. Trotzdem fiel es mir phasenweise schwer, es aus der Hand zu legen.
Im Kern scheint mir M. Tegmarks These vom "Mathematischen Universum" auf eine Methode der Beziehungen hinauszulaufen, die eine realistische Philosophie begründet, wie es beispielsweise J. F. Herbart getan hat.
Die Debatte, die meiner Meinung nach hier berührt wird, ist die um den richtigen Einsatz von "Maschinenintelligenz". Jenseits von Horrorszenarien und Utopien ist es wichtig zu erkunden, welche Auswirkungen der Einsatz von Computern bis jetzt auf Gesellschaften weltweit hatte und welche er in Zukunft haben wird.
Lesenswert!
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am 11. Oktober 2014
Gleich zu Beginn sei angemerkt: ich habe bisher erst etwa 1/6 des Buches gelesen.

Max Tegmark pflegt einen persönlichen und unterhalsamen Schreibstil, der nie Langeweile aufkommen lässt. Auch wenn der Titel vielleicht glauben lässt, dass das Buch sich vorwiegend um Mathematik dreht, so ist dem keineswegs so. Klar, Kosmologie ohne Mathe ist wie ein Auto ohne Räder, aber Max Tegmark bringt es fertig, diese Bedeutung der Mathematik in Physik und Kosmologie zu veranschaulichen, ohne sich in Details zu verlieren, die dem Laien unvertändlich sind. Er gibt einen Einblick in die wissenschaftlichen Arbeitsmethoden und zeigt die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit in der Forschung.

Alle beschriebenen Phänomene sind verständlich dargelegt. Im Gegensatz zu so manchem anderen Buch zum Thema habe ich kaum Abschnitte mehrmals lesen müssen, um sicher zu gehen, dass ich alles verstanden habe. Aber vielleicht kommen die schwindelerregenden Kapitel ja erst noch?

Ich habe schon einige Veröffentlichungen zum Thema Kosmologie gelesen, aber dieses Buch gehört ohne Zweifel zu dem Besten, was ich in dieser Hinsicht gesehen habe. Ich freue mich auf die weitere Lektüre!
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am 13. September 2014
Er Beschreibt anschaulich und mit viel Hintergrundwissen die Geschichte der Quantenphysik und leitet damit in die zentralen Konzepte des Buches ein. Erhellend und Einleuchtend ist die Vorstellung von Hugh Everett's Multiversen Interpretation, die dem Beobachter von Quanteneffekten verständlich macht, dass er nicht allein ist. Die Schwierigkeiten von Schrödingers Wellenfunktion löst er auf. Die Rolle des Beobachters von Schrödingers Katze ist nun nicht mehr entscheidend.
Teilweise ist es etwas unübersichtlich und anstrengend mit vielen Rückbezügen auf vorherige Kapitel.
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am 16. Januar 2015
Das erste Buch über das Universum, das eine ganz andere Darstellung bringt: Wie und welche mathematischen Theorien hinter den astrophysikalischen Vorgängen stehen. Das ist eine neue und erfrischende Sicht auf diese Welt und wäre in anderen Wissenschafts-bereichen auch nicht fehl am Platz. Ich kann das Buch nur jedem Interessierten empfehlen, ein bisschen Zähigkeit beim Lesen muss aber sein. Das ist kein Liebesroman für so nebenher, sondern eine Fundgrube an Wissen, und das bedeutet eben: lohnende "Arbeit".
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. August 2014
At the beginning, this is like most of these popular science books I have read: it recounts the present status of physical knowledge as most scientists seems to agree upon.
It then explores, what the accepted equations of physics may accept - in the sense that what is presented does not contradict these equations. This may contradict common sense - but as the author points out, this has no relevance!
I had more problems with these two questions:
- not all solutions to mathematical equations represent physical reality, at least this is true for simple equations...
- are our basic equations (Einstein, Schroedinger) really basic?
Of course, with the assumption made by the author, the replies to the a.m. questions is affirmative by definition!

All in all, abook worth reading!
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