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TOP 1000 REZENSENTam 28. September 2013
Wenngleich ich das grob umrissene Genre sehr gerne mag, so ist Tomte bisher ein wenig an mir vorbeigegangen. Vor einiger Zeit habe ich aber das erste Soloalbum von Thees Uhlmann für mich entdeckt – mit den Texten hat er sich gleich recht weit nach oben auf der Liste meiner Lieblingstexter gespielt (unerreicht bleibt allerdings »Clickclickdecker«). Wie schön, dass gerade jetzt sein zweites Soloalbum kommt. Leider kann es sich nicht wirklich mit dem ersten messen.

Mit einem Umfang von gerade einmal elf Liedern ist das Album mit Sicherheit nicht überfrachtet; die reine Quantität ist allerdings nicht wirklich wichtig, sofern der Inhalt stimmt. Das Album #2 ist kein schlechtes, es widmet sich nach wie vor schönen und interessanten Momentaufnahmen, liefert atmosphärische Bilder in einem ausdrucksstarken Textkleidchen. ABER ... es kann in all diesen Punkten bei weitem nicht mit dem Vorgänger mithalten. Die Texte sind - auch hinsichtlich Schema und Aufbau - weniger stark, weniger genial, weniger berührend, weniger verzaubernd, weniger - vielleicht ist das das Schlimmste? - inspiriert. Musikalisch fehlen mir hier die Ecken und Kanten. Alles wirkt recht glatt, eingängig und etwas poppiger.

Somit bleibt ein Album, das man gut hören kann, das aber zumindest mich deutlich weniger begeistert als der Vorgänger.
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am 12. September 2013
Rezensionen sind ja notgedrungen persönlich, da es schwerlich objektive Eindrücke beim Hören von Musik geben kann, zumindest was das Prädikat gut oder schlecht angeht. Daher wird auch hier kein Anspruch angemeldet, dieses Album objektiv bewerten zu können. Und wie ist es dann subjektiv?

Soloalbum Nummer eins zeigte sich in der Produktion schon wesentlich glatter, durchaus poppiger als die zuvor bekannten Tomteveröffentlichungen. Aber trotzdem wusste das Album nicht nur, aber grade auch wegen seiner teilweise starken Texte noch zu überzeugen. Und genau dieser Faktor fällt beim Album #2 weg. Uhlmann war stets bekannt für seine Stärke Gefühle, Stimmungen und Emotionen zu transportieren. Die Texte auf #2 vermögen das allesamt nicht mehr zu tun. Wie auch? Es werden Äußerlichkeiten beschrieben, die jeder mehr oder weniger kennt, die Texte werden dadurch aber nicht interessanter, sondern langweilig. Uhlmann beschränkt sich darauf Alltägliches zu beschreiben, als den alltäglichen Wahnsinn feinsinnig aufzugreifen, wie er es bisher so gut verstand.

Der Zug der Zugvögel, Tanker die vor Anker gehen (wirklich?) und Schafe ohne Hirten sind weder Sprachbilder, die geeignet sind Begeisterung hervozurufen, noch reichen sie lyrisch an alte Texte von Uhlmann oder gar Tomte heran. Schade, denn das Gespür für Themen ist Thees Uhlmann nicht verloren gegangen, aber die Vermittlung, die Darstellung ist uninspiriert wie nie.

Vielleicht liegt es auch daran, dass das Album nicht nur äußerlich ein ziemlicher Abklatsch von Soloalbum 1 geworden ist. Die rote #2 scheint die einzig relevante Nachricht zu sein, die das Cover vermitteln kann. Sonst nur grau in grau und das gilt leider auch für die Musik. Ein wenig mehr Zeit hätte hier vielleicht noch einiges bewirken können. So ist diese Veröffentlichung einfach nur enttäuschend. Wie passend (oder verwunderlich?), dass dies wohl das kommerziell erfolgreichste werden wird.

Hier eine Melodie zum Mitsummen, da eine kurze Textzeile zum Innehalten, aber beim zweiten Hören ist auch das verpufft, sodass dieses Album bestimmt keinen Platz im Regal für die Ewigkeit finden wird.
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am 8. Dezember 2013
Thees Uhlmann. Der Mann vor Tomte. Der Mann, der mit dem schier endlosen Titel "Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf" aus dem ersten Soloalbum einen Radiohit gelandet hat. Der Mann, der dem FC St. Pauli eine Hymne auf den sagenumwobenen Leib schrieb.

Nun hat er sein zweites Soloalbum, schlicht "#2" betitelt, unter die Leute geworfen. Und wer sich am Erstling des jungen Mannes aus Hemmoor schon nicht satt hören konnte, wird am Zweitwerk seine Freude haben. Das große Plus von Thees Uhlmann ist seine Authentizität. Hinzu kommt die Gabe, bewegende Geschichten aus dem Alltag oder auch faszinierende Zukunftsvisionen in packende, bildhafte Sprache zu wickeln und das Paket anschaulich ins Schaufenster zu stellen. Auch wenn "Im Sommer nach dem Krieg" von der fiktiven Situation eines Krieges innerhalb der deutschen Grenzen handelt, ist es doch ein unheimlich realistisches Szenario, welches Thees Uhlmann hier entwirft. Und die Träume der Menschen, die hier beschrieben werden, sind greifbar nahe.
Musikalisch bleibt der Tomte-Frontmann der Linie seines Solodebuts weitestgehend treu - was in keine Weise negativ zu bewerten ist. Erdiger, natürlicher Sound, teils rockend, teils balladesk - immer mit den Füßen auf den Boden, und manchmal mit dem Kopf in den Wolken. Nicht pathosfrei, aber darum so hörenswert. Der unverbesserliche Optimist scheint immer wieder durch, auch wenn die Geschichten hinter "Weisse Knöchel" oder "Ich gebe auf mein Licht" beispielsweise eher realistisch und ein Stück weit resignierend daherkommen. Auch "Zerschmettert in Stücke (Im Frieden der Nacht)" kokettiert mit einem ernüchternden Realismus. "Der Fluss und das Meer" ist eine bewegende Ode an die Heimat, "Kaffee & Wein" ein akustisches Schauspiel, sehr bewegend.

Es bleibt abzuwarten, ob Thees Uhlmann das Niveau seiner beiden Soloalben weiter halten kann - ich hoffe es für ihn und wünsche es mir sehnlichst! Dieser Mann ist wundervoll sympathisch und geerdet, die Musik ist herrlich ehrlich und voller Herz. Mache er so weiter, herr Uhlmann - ich bin entzückt.
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am 5. August 2014
Was soll man dazu sagen? Es ist Thees! Thees war mal Tomte und Tomte war wunderbar <3 Die Thees-Solo-Sachen haben trotzdem ihren ganz eigenen Sound. Den gewissen Schwung bringt der grandiose Tobias Kuhn mit, der in der Band Gitarre spielt und auch die Back-Vocals singt. Im Studio hat er beim Album auch kräftig mitgemischt. Das merkt man einfach. Sowohl auf der Platte, als auch bei einem Konzert.
Thees bleibt trotz erfolgreicher Solokarriere bodenständig und "der nette Junge von nebenan".
Die Songs erzählen vom Leben, der Liebe... das Übliche halt, aber schön verpackt in tolle Zeilen und mitreißendem Sound. Ich finde dieses Album ein bisschen "düsterer" als das erste. Mein Favorit ist "Es brennt".
Bei dem zweiten Live-Gig in Hamburg (der erste ist ja auf der zweiten CD mit drauf) war ich auch anwesend und die Stimmung, die auf der CD rüberkommt, beschreibt auch sehr gut mein Konzerterlebnis. Thees' Konzerte sind einfach immer einen Besuch wert. Daher gibt es hier nicht nur eine CD-Empfehlung, sondern auch den Tipp, sich das mal live zu geben. Denn das ist noch mal 6896896 % besser wie auf Platte. Über die DVD kann ich übrigens gar nichts sagen, weil ich sie bis heute noch nicht angeschaut habe :D vielleicht hole ich es gleich mal nach.
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am 18. Oktober 2013
Für Thees Uhlmann dürfte eigentlich auch der Satz gelten: Man liebt oder hasst ihn. Zu eintönig sein Gesang, zu eintönig die musikalischen Outputs. Zumindest auf Albumlänge. Das erste Solo-Album habe ich noch als sehr erfrischend altbackenen Springsteen-Rock mit `ner ordentlichen Brise Indierock empfunden. Der Nachfolger ist musikalisch der gleiche Abklatsch. Nur sind die zuvor gefundenen Pfade nun zu sehr ausgetreten. Zumal auch noch die Texte belangloser sind. Immer die selben Gesangsharmonien geht für mich auf 2 Alben gar nicht. Alles genauso, nur halt ein Ticken schlechter. Als wären die Songs von der ersten Session übrig geblieben. Lediglich "Zerschmettert In Stücke" bricht mal aus dem üblichen Schema aus. Braucht man das wirklich? Ich auf jeden Fall nicht. Schade.
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am 10. Dezember 2013
Grandiose Platte von dem grandiosesten Thees! Wenn ein von mir geschätzter Künstler oder eine von mir geschätzte Künstlerin 1. was allein versucht (Bandextern quasi), dann ist das schon mal aufregend, und wenn er oder sie es dann 2. einfach nochmal macht! dann mischen sich immer die Gefühle der freudigen, euphorischen, entzückten Erwartung und der Angst davor enttäuscht zu werden in mir. Im Falle Thees überwiegen glücklicherweise jedes Mal Freude, Entzücken und Euphorie. Auch dieses Mal. Die Platte brennt, Thees brennt, Bremen brannte, ich brenne, alle brennen.
Thees erzählt Geschichten, malt Bilder, befiehlt zu tanzen, zu singen und zu springen. Wenn ich Thees' Songs höre, bin ich hinterher immer ein bisschen glücklicher als vorher und das ist was ganz schön Gutes! Und nun erwarte ich freudig #3 und natürlich das Hurricane 2014!
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am 11. Dezember 2013
Eines vorweg...
Tolles Album.
Ich kann die 1 Stern-Bewertungen nicht nachvollziehen.

Wer die Musik von Thees mag wird auch dieses tolle Digipack mögen.

Ich mag seine Art und seine Musik.
Ich bin jetzt kein Fan aber ich höre es mir gerne an.
Deutsche Musik die wirklich Jahrelang Spaß machen kann.

Ganz klar 5 Sterne.
1 Stern ist einfach nur unfair wie ich finde.

Ich versteh irgendwie nicht wieso man sich ein Album von Ihm kauft wenn man ihn nicht mag.

Ich kauf mir ja auch nicht zb. die Bravohits obwohl ich weiss das ich die Musik nicht höre und Bewerte dann die Bravohits mit einem Stern...

Danke Thees für dieses tolle Album.
Ich hoffe da kommt noch mehr.
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am 13. Dezember 2013
... geht die musikalische Reise von Thees Uhlmann. Während Uhlmann auf seinem Debutalbum als Opener die Lachse ziehen ließ, lässt er auf #2 die Vögel in den Süden fliegen. Ganz sicher kein Zufall. Zudem, für mich als Rezensenten, auch ein passender Einstieg, denn: Ich halte #2 weder für einen musikalischen Vor- noch Rückschritt für Uhlmann. Der Norddeutsche Junge, der mittlerweile in Berlin lebt, hat schon einiges in seinem Musikerleben auf die Beine gestellt. Er war das Herz der wunderbaren Tomte und sein Label Hotel Van Cleef halte ich noch immer für eine der besten deuschen Plattenschmieden überhaupt. Jetzt ist Uhlmann allein unterwegs. Seine Konzerte sind begehrt, da zeigt Uhlmann, dass er eine echte "Live-Rampensau- ist. Jeder Euro für die Eintrittskarte ist dabei sehr gut angelegtes Geld. Auf den Studioalben kommt "dieser Thees Uhlmann" nicht ganz so gut rüber, aber die 11 Songs auf #2 sind gute deutsche Poprockmusik, die ordentlich produziert wurde und ein paar Höhen aber auch Tiefen aufweisen.

Das Album startet mit den Zugvögeln. Ein Synonym für den Aufbruch. Musikalisch wie im Leben. Es folgen -Die Bomben meiner Stadt-, das fast schon ein bisschen wie Neue Deutsche Welle klingt. -Im Sommer nach dem Krieg- punktet mit Uhlmanns Stärke: Minimale Instrumentierung mit starkem Text. Ein Klavier und ein starker Rhytmus tragen -Es brennt- vom Anfang zum Ende. Die Single-Auskopplung -Am 07. März- ist schlichtweg geile, deutsche Musik. Mit Abstand mein Lieblingssong auf #2 ist -Der Fluss und das Meer-. Ja; genau so hätte ich das gern. -Weiße Knöchel- schnappt sich textlich ein Thema, das ich so noch nie in einem deutschen Songtext gehört habe. Für den -Trommlermann- hat Thees Uhlmann ganz sicher Anleihen bei Seeed genommen. Ausdrucksstark kommt -Zerschmettert in Stücke- daher. Ein pathetisch schönes Lied. Das kleine, aber feine -Kaffee & Wein- gefällt mir ebenfalls sehr gut. Der Rausschmeißer -Ich gebe auf mein Licht-, angelehnt an das schöne Laterne-Lied, beendet eine CD, in die man sich erst einhören muss. Sie ist ganz sicher nicht die geniale Weiterentwicklung des Debutalbums, aber auch kein Abdriften ins musikalische Nichts. Im Gegenteil: Ich finde, Uhlmann hat das Niveau gehalten. #2 wird seine Fans finden und Uhlmanns Fangemeinde dürfte sich nach und nach erhöhen. Schauen wir mal...
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TOP 500 REZENSENTam 30. September 2013
Hat Thees Uhlmann Twitter für sich entdeckt? Das war mein erster Gedanke, als ich den Titel seines zweiten Solo – Albums erstmals gelesen habe.

#2 – nur zwei Zeichen braucht der ehemalige Frontmann der Band Tomte, der seit zwei Jahren die Solo-Pfade erfolgreich beschreitet, um einen Titel für sein neuestes Werk zu finden.

Sein erstes Album Thees Uhlmann ist innerhalb kürzester Zeit zu meinen Lieblings-Alben avanciert und hat auch heute noch einen festen Platz in meinen Playlists. Ob es Uhlmann gelungen ist, den Erfolg aus dem Jahr 2011 zu wiederholen?

Auf diese Frage kann ich mit einem eindeutigen und klaren Jein antworten. Denn #2 hat einige verdammt gute Stücke, allerdings auch einige Tracks, auf die ich gern verzichtet hätte, da die Songs so belanglos und ideenlos klingen.

Eine Stärke des Mannes aus Hemmoor ist seit jeher das Songwriting. Die Macht und Kraft der Worte und aneinandergereihten Sätze verstehen nur wenige Künstler so gut wie Thees Uhlmann.

Insbesondere in dieser Hinsicht enttäuscht #2 nicht. Die Themen der Lieder sind so vielfältig wie auch vielschichtig und bringen auf den ersten Blick krude klingende Konstruktionen und Wortpaare wie Kaffee & Wein, Weisse Knöchel und Ich gebe auf mein Licht als Songtitel hervor.

Auch musikalisch kann die zweite Solo-Platte überzeugen. Kräftige Musikstücke (wie die erste Single-Auskopplung Am 07. März (Hörprobe), Es brennt (Hörprobe) und der Opener Zugvögel) wechseln sich mit ruhigen Rhythmen wie Im Sommer nach dem Krieg (im übrigen textlich mein absoluter Lieblingslied und ein klarer Anspieltipp!) und Der Fluss und das Meer ab.

Wer es melancholisch mag, wird große Freude an Zerschmettert in Stücke (Im Frieden der Nacht) (Hörprobe) haben. Ein wunderbarer Song, der wie ganz wenige Tracks traurige Stimmung und Melancholie transportieren kann.

Allerdings gibt es auch Lieder wie Die Bomben meiner Stadt, deren tieferer Sinn sich mir nicht erschließt und die einfach textlich daneben sind. Zuerst dachte ich gleiches auch von “Kaffee & Wein”, doch melodisch fesselt mich dieses Stück nach mehrmaligem Hören auf eine ganz unbekannte Weise.

Doch davon abgesehen ist #2 von Thees Uhlmann ein tolles Album, das zwar nicht an das Erstlingswerk heranreicht, aber viele Tracks mit Potenzial und Ohrwurm-Charakter bietet.
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am 26. September 2013
Eines Vorweg: Eigentlich macht Thees Uhlmann alles richtig und liefert einfach fast das selbe ab, was er schon mit dem
Debut-Album tat. Das ist gut. Es ist ein feines Pop-Album mit anstaendiger Produktion und catchy Songwriting. Letzteres
koennte allerdings zum Problem werden, denn von Zucker ist man schnell satt. Es kommt also ganz darauf an, was Thees Uhlmann
fuer einen Anspruch an seine Solo-Musik hat. Ich moechte vor allem einmal genauer auf das Songwriting eingehen. Kurz machen
kann man es mit dem `Reim dich auf Brot oder ich schlag dich tot`-Schema, hier wurde jede Zeile nochmal genau mit dem
2rhyme.ch-Tool bearbeitet auf dass es auch passt, Silbenrhythmus ist auch fehlerfrei, aber das waere auch bitter wenn ein
Mann, der seit ueber 20 Jahren Mucke macht, nicht einmal schnell einen Schlagertext runterreissen koennte.
Die Musik selbst bedient sich angesagten Mustern: Vier bis Fuenf aufgehende Akkorde (Vers in Dur, Refrain in Mol und umgekehrt),Streicher aus Pro-Tools und Cubase, so poppige, tragende Choere wie man sie seit ca. 2-3 Jahren aus der Werbung kennt, keine sperrige Half-Time Bridge oder andere Dissonanzen - Pop-Album Konzept eben, das soll ja nicht wehtun sondern entertainen. Nochmal schnell zu den Texten zurueck: Mit einem Auflist-Song wie "Am 7.Maerz", der fantastisch ist, war der Mann schon ziemlich faul, es muss sich, wie bereits erwaehnt, halt eben reimen und irgendwie verwustet man schon
die Wikipedia-Eintraege die man zu diesem Datum findet und baut zur richtigen, rhythmischen Betonung Fuellwoerter ein (...spielten "wirklich irgendwann mal" Tennis - tut man das heute denn nicht mehr?). Im Endeffekt ist es thematisch der selbe Song wie der mit den Lachsen vom ersten Album (Nostalgie/Melancholie, frueher war alles so ein bisschen besser auch wenn es heute nicht unbedingt bes******* ist). Den Song mit dem SPD-Politiker mag ich eigentlich schon, nur wird in diesem Moment klar: Deutsche Themen sind eben nicht so cool wie amerikanische - Singt Bruce Springsteen ueber amerikanische Politik, klingt das eben nach Bruce Springsteen, es klingt richtig. Thematisiert
ein deutscher Songwriter innerpolitische Themen, klingt es eben nach den Prinzen. Oder Klaus Lage. Oder von mir aus auch nach PUR. Das ist nicht schlimm, ueberhaupt nicht. Es ist eben einfach und man darf sich nicht beschweren wenn Thees Uhlmann irgendwann nicht mehr der Soundtrack fuer Chucks-tragende, frisch verliebte Jack Wolfskin-Yuppie-Paerchen ist, sondern auch mal die Hausfrauen-/maenner Szene bedient und vielleicht sogar bald laut zur Kehrwoche durch's Treppenhaus schallt.
Ein persoenliches Problem: Bei sperrigen, deutschen Texten wie der Mann das eben frueher bei Tomte gemacht hat, habe ich immer das Gefuehl gehabt, der Typ besitzt auf jeden Fall die noetige Portion Selbstironie, was er dann bspw. mit seinem Auftritt in der Radiosendung von Jan Boehmermann und Olli Schulz zur Promo-Tour dieses Albums vollkommen torpedierte. Da nahm er sich selbst und sein Produkt zweifellos zu ernst.
Fazit: "Nummer 2" oder "Hashtag Zwei" oder so von Thees Uhlmann ist ein sehr gutes Pop-Album mit eingaengigen Songs, keinen Experimenten und musikalisch sowie textlich leider nicht vom Nachhaltigkeits-Engel gekuesst, was heisst: In fuenf Jahren legen wir beim Griff in die Plattenkiste dann eher wieder die
"Kill 'em all" auf. Weil zeitlos.
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