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5.0 von 5 Sternen Das Lesen der Schrift
Das anlässlich zum 50. Todestag von Paul Hindemith 2013 eingespielte Konzert kann man trotz starker unterschiedlicher Konkurrenz für sich genommen als gelungene Einspielung betrachten, doch das Prädikat Referenzeinspielung ist bislang noch nicht gefallen - zum Glück.

"Sinfonischen Metamorphosen"

Spieltechnisch auf hervorragendem...
Vor 4 Monaten von Rolf Blatzheim veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schön eingespielt aber leider schlecht aufgenommen
Auf einer guten Anlage leider kein echter Hörgenuss trotz der fantastischen Einspielung von Christoph Eschenbach. Leider kommt das viel zu oft vor.
Vor 6 Monaten von Nicolaus veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schön eingespielt aber leider schlecht aufgenommen, 21. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hindemith: Violinkonzert / Symphonic Metamorphosis / Konzertmusik op.50 (Audio CD)
Auf einer guten Anlage leider kein echter Hörgenuss trotz der fantastischen Einspielung von Christoph Eschenbach. Leider kommt das viel zu oft vor.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Lesen der Schrift, 2. Mai 2014
Von 
Rolf Blatzheim "Rolf Blatzheim" (Bonn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hindemith: Violinkonzert / Symphonic Metamorphosis / Konzertmusik op.50 (Audio CD)
Das anlässlich zum 50. Todestag von Paul Hindemith 2013 eingespielte Konzert kann man trotz starker unterschiedlicher Konkurrenz für sich genommen als gelungene Einspielung betrachten, doch das Prädikat Referenzeinspielung ist bislang noch nicht gefallen - zum Glück.

"Sinfonischen Metamorphosen"

Spieltechnisch auf hervorragendem Niveau, bei vollem, warmen, leicht trockenem Klang und guter Räumlichkeit im gleichen spirituellen Zugriff wie die später folgende "Konzertmusik Op. 50". Bei Eschenbach stehen rhythmische Agilität und prononcierte Klanggebung im Vordergrund, er ist mehr musikantisch als analytisch-sachlich. Es gibt so viele Einspielungen des Werks die sich gegenseitig kaum etwas nehmen, dass auch diese "Metamorphosen" als bestes und sympathisch zu nennendes 'Willkommen im Club' erscheinen. Diese Interpretation will gefallen - und sie gefällt.

"Violinkonzert"

Die Geigerin Midori hat - es liegt auf der Hand - Frank Peter Zimmermann als überragenden Counterpart. Hindemith selbst war ein erfahrener Geiger, der, obwohl er die Bratsche bevorzugte, abwechslungsreich und ansprechend für die Geige schrieb. Das "Violinkonzert" vereint genügend Lebendigkeit und Dramatik, um ein breiteres Publikum anzuziehen und der oft farbige Orchesterpart lehnt sich eng an den Innigkeit und Überschwang der "Sinfonischen Metamorphosen" an. Midori spielt ansprechend, musikalisch und innig, mit einer fabelhaften Kadenz. Aber Zimmermann ist engagierter, erfasst die Formbarkeit der Strukturen und den Kern anders. Diese Unterschiede sind keine qualitative Wertung, zumal Eschenbach selbst dem Orchesterpart mehr Energie und Impulse einsteuert, als in den beiden anderen Werken des Programms. Um es auf den Punkt zu bringen: Zimmermann haut ein paar Kerben mehr ins Holz und das wirkt überzeugend. Midori, das ist ein wunderschönes Panorama. Zimmermann, das ist zusätzlich Zoom mit perfektem Autofokus.

"Konzertmusik Opus 50 (Bostoner Sinfonie)"

Es gibt eine wesentlich zu nennende Behauptung, dass Interpreten die unterschiedlich vorgegebenen Tempovorschriften eines Komponisten ignorieren und deshalb alles innerhalb des musikalischen Flusses mit derselben Geschwindigkeit nehmen weil sie glauben, so der Architektonik des Werks am besten zu genügen. Tatsache ist auch, dass eine in verschieden vorgegebenen Tempi geschriebene Bewegung jene Architektur besitzt, die nur durch das Beachten der Absicht des Komponisten artikuliert werden kann. Ausdrücklich hat der erste Abschnitt der "Konzertmusik" zwei schnelle Teile, eine rhythmisch und melodisch komplizierte Öffnung und einen langsamen, fast streng zu nennenden Schluss. Architektonisch betrachtet ist es ein großes Gebäude mit einer hochdekorativen Fassade, die durch eine majestätische Kuppel gekrönt ist ... könnte man meinen. Die Teile sind proportional sehr sicher und schlüssig verbunden, aber der Charakter dieser Beziehung zueinander, die Gestalt des Ganzen, kann nur wahrgenommen werden, wenn die verschiedenen Tempi sinnfällig gewählt werden.

Eschenbach nimmt das Werk zügig, engagiert, aber entspannt. Der für den Hörer so wichtige Klang einer Aufnahme wird maßgeblich vom Aufnahmeort bestimmt (Hamburg / Laeiszhalle) und begünstigt hier einen leicht dumpfen, niemals scharfen, dafür warmen Ton, der den Blechbläsern zugutekommt und endlich die im Werk (1. Abschnitt) so trefflich behandelte Basstuba sehr präsent werden lässt. Die Durchhörbarkeit ist insgesamt recht gut, von einer hochorganisierten Studioproduktion jedoch noch etwas entfernt. Nach einiger Überlegung habe ich die BBC-Legends- Aufnahme eines Konzertmitschnitt vom November 1969 unter Carlo Maria Giulini als Parameter herangezogen - der Kontrast könnte nicht größer sein und sagt einiges über die Handhabbarkeit dieses Werkes trotz seiner Partiturvorschriften aus (Giulini Dirigiert Hindemith/Dvorak). Leider ist die Akustik der Royal-Festival-Hall nicht die beste, benachteiligt die Streichergruppen und dünnt die Farben leidlich aus. So entkernt bleiben nur Hindemith und Giulini übrig - das reicht.

Giulini, der Hindemith niemals im Studio eingespielt hat, weist in diesem modernen Werk dennoch sein konservatives Kunst-Ethos aus einzig Werke zu dirigieren, von deren alles überragender Qualität er felsenfest überzeugt war, mit denen er sich rückhaltlos identifizieren konnte. Da hatte er, am Pult ein Mann von strenger, dabei antivirtuoser, gänzlich sachbezogener Autorität, natürlich seine Grenzen. Wie er diese aber zu sprengen vermochte, wird in der Stretta des Schlussbogens mit den drei abfallenden Streichertutti, welche die Konzertmusik beschließen, deutlich. Das Ritardando geht bis an seine Sollbruchstelle, das ganzheitliche Espressivo ist nicht mehr steigerbar; wie im Brennglas fokussiert (ich kennen keine andere Aufnahme des Werks, in der das geschieht). Wo Eschenbach der nette Doorman ist, der beherzt, mit nur einem Kopfnicken an diesem Kulminationspunkt durchwinkt, bleibt Giulini die Autorität, mit der das Portal wuchtig ins Schloss fällt.
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