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66 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film!
Als geborener "Wessi" aus dem tiefsten Bayerischen Wald war ich wirklich sehr gespannt auf diesen Film.
Und: Meine von der Trailer-Werbung geweckten Erwartungen wurden noch bei weitem übertroffen!!!!
Im Jahr 1989, kurz bevor sich die historischen Ereignisse in Deutschland endgütlig überschlagen, fällt die überzeugte Sozialistin und...
Veröffentlicht am 7. August 2003 von finko13

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gähnkrampfgefahr
Aus Deutschland kommen selten hochwertige Filme, und wenn mal einer so wie "Good Bye Lenin" hochgejubelt wird, ist das auch noch lange keine Garantie dafür, dass der Film wirklich außergewöhnlich gut ist. Ich fand ihn uninteressant, massenkompatibel und mit den typisch kleinkarierten deutschen Gesichtern übersät.
Veröffentlicht am 6. November 2007 von Hugo Humpelbein


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66 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film!, 7. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
Als geborener "Wessi" aus dem tiefsten Bayerischen Wald war ich wirklich sehr gespannt auf diesen Film.
Und: Meine von der Trailer-Werbung geweckten Erwartungen wurden noch bei weitem übertroffen!!!!
Im Jahr 1989, kurz bevor sich die historischen Ereignisse in Deutschland endgütlig überschlagen, fällt die überzeugte Sozialistin und Mutter (Katrin Saß) von Alexander Kerner (glänzend gespielt von Daniel Brühl)nach einem Unfall in ein langes Koma.
Erst kurze Zeit vor der Wiedervereinigung kommt sie wieder zu sich. Der behandelnde Arzt macht den Angehörigen klar, dass sie wohl nicht mehr allzulange leben wird und empfiehlt deshalb, jegliche Aufregungen zu vermeiden. Daniel beschliesst darauf kurzerhand, die DDR für seine Mutter weiter existieren zu lassen, was sich jedoch mit zunehmender Genesung der Mutter als immer schwieriger erweist.....
Nach der Werbung hatte ich eigentlich den Eindruck, dass es sich hier um eine reine Komödie handeln würde, doch das ist nicht der Fall!
Dieser Film bietet zwar jede Menge "schwarzen Humor" aber auch den ein oder anderen -berechtigten- Seitenhieb auf den oft so selbstgefälligen "Goldenen Westen"(Helmut Kohl lässt grüssen)! Höhepunkte des Filmes sind die Szenen, in denen Alexander zusammen mit einem Freund DDR-Nachrichten auf Video aufnimmt und dann als "Aktuelle Kamera" bei seiner Mutter über dem Bildschirm flimmern lässt. Dabei werden einfach historische Fakten verdreht, um der Mutter zu helfen (wirklich rührend!)So flüchten z.B. nach Berichten dieses selbstproduzierten DDR-Fernsehens tausende von Westbürgern in den Osten, weil sie den Kapitalismus nicht mehr ertragen. Nach diesem Bericht versteht die Mutter auch, warum auf den Strassen soviele BMW und andere "Westautos" unterwegs sind. Köstlich. Das muss man einfach gesehen haben!
Darüber hinaus ist dieser Streifen auch bis in die kleinsten Nebenrollen ideal besetzt.
Der Film zeigt aber auch eines ganz deutlich auf:
Die Wiedervereinigung war zwar richtig (auch ich hatte damals mit 24 Jahren mehr als nur einmal dieses unbeschreibliche "Gänsehautfeeling"), sie kam aber - für beide Seiten - viel zu schnell und unüberlegt! Dabei gab es auch viele warnende Worte, die in der allgemeinen Euphorie allerdings fast kein Gehör fanden.
Der Westen diktierte seine Bedingungen und der Osten musste sich in sein Schicksal fügen - und das obwohl ja diese "sanfte Revolution" ohne die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger der DDR niemals möglich gewesen wäre.
Heute müssen wir leider alle dafür die Rechnung bezahlen! Denn viele Probleme (vor allem in unseren Sozialsystemen), stehen in einem direkten Zusammenhang mit dieser sehr emotional geprägten und unausgegorenen politischen "Blitzlösung".
Fazit: "Good Bye Lenin!" ist für mich einer der besten deutschen Filme aller Zeiten. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Nostalgie-Trip, wenn ich die DVD endlich in meinen Händen halte!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
Filme sind immer auch Fiktion, Charaktere und Handlungen werden überzeichnet dargestellt, um etwas bestimmtes auszudrücken.
Und hier geht es weder um Ostalgie, noch geht es um eine humorvolle Verklärung der DDR-Geschichte. In meinen Augen geht es um die Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter, und dem Traum vieler Menschen (ob aus Ost- oder Westdeutschland) nach einer besseren Gesellschaft. Das hat dieser Film in einmaliger Art und Weise hinbekommen. Hier wird weder der totalitäre Charakter der DDR verklärt, was ja der Anfang des Films sowie einige weitere Szenen (an der Datsche) eindrucksvoll zeigen, noch wird pauschal auf den DDR-Bürgern rumgehackt. Hier wird eben auch gezeigt, dass man auch als SED-Mitglied durchaus mit all den Idealen die dort mitschwingen, auch kritisch sein konnte.
Vor allem gehts doch aber um die Familie. Und das macht den Film so besonders. Mit diesem gesellschaftlichen Hintergrund noch so verschiedene persönliche Ebenen innerhalb der Familie zu erzählen, fand ich schon toll. Ganz davon abgesehen, war eben genau dieses familiäre Zusammenleben für einen Ex-DDR-Bürger gut nachzuvollziehen, genau wie die ab und zu lustigen Momente im Film, auch wenn ich den Film ganz sicher nicht als Komödie bezeichnen würde. Es war dennoch erfrischend, wie der Humor eingesetzt wurde, um die Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit der DDR und deren Menschen zu zeigen. Und trotzdem war es auch ein Plädoyer für eine bessere Gesellschaft, völlig unabhängig von dem Ost/West-Geschwafel.
Der Film ist kein Ost-Film. Er erinnert höchstens an ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte und das auf sehr intelligente Art und Weise. Ich war begeistert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz viel Emotion und dennoch viel Witz, 12. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
Für jeden Ossi ist der Film ein wahres Schmankerl. Ich finde die Idee wunderbar, die DDR weiterleben zu lassen und hab mich köstlichst amüsiert, wie sehr sich der Protagonist über eine Packung Mocca fix Gold freute, während der Rest der Leute dem Kommunismus den Rücken kehrt. Die Handlung ist weder flach noch kitschig...und auch wenn das Thema an sich diskutiert werden kann, ist es doch sehr schön zu sehen, wie der ein oder andere vielleicht tatsächlich versucht hat, Ideale zu erhalten und nicht untätig war. Der Witz ist ganz eng gepaart mit vielen Emotionen, die mich sehr rührten. Wunderbarer Film!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausgezeichnet, 10. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
Bevor ich diesen Film gesehen habe, wusste ich fast nichts davon - ich habe ihn nur gesehen, weil eine Freundin davon gehört hatte und ihn mit mir sehen wollte. Ich bin also mit überhaupt keine vorgefasste Meinung dazu ins Kino gegangen - und mit Erstaunen wieder rausgekommen. Dieser Film ist einfach der beste, den ich in den letzten Monaten gesehen habe.
Auf dem einfachsten Niveau erzählt die Handlung die anrührende Geschichte eines Sohnes und einer Tochter, die ihre Mutter in Unkenntnis lassen müssen, damit sie am Leben bleibt. Obwohl er eine Komödie sein soll, konzentriert er sich hauptsächlich auf die Rührseligkeit dieser Geschichte, und die Darsteller vermitteln das mit echter Kunstfertigkeit, damit ich mich fast als Teil dieser Geschichte fühlte. Wenn Sie etwas von Einfühlungsvermögen oder Emotion haben, garantiere ich, dass Sie dieser Film anrühren wird, und dass Sie ihn immer wieder werden sehen wollen.
Er ist kein politischer Film, und im Grunde genommen ist die Wende nur das Mittel für diese Geschichte. Er macht trotzdem ein paar wichtige Kommentare über die DDR-Zeit und über die Wende. Als Engländer habe ich selber die Wendezeit nicht erlebt, aber ich glaube, dass Good Bye Lenin mir einen Blick gegeben hat "von innen". Er hat mir eine Ahnung der Unsicherheit und der Fühlung geboten, das Leben umgeworfen zu haben. Wenn die Wirklichkeit Alex' DDR mehr geähnelt hätte, wären diese Fühlungen vielleicht nicht nötig gewesen.
KAUFEN SIE IHN!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiheit und ihr Preis, zu bezahlen gleich., 5. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
Wohl sehr selten wurden Menschen schneller und totaler damit konfrontiert, dass Heimat schwindet, zwischen den Fingern verrinnt und alles Vertraute wegbricht um einer unbekannten neuen Welt Platz zu machen. Als ob man im Sputnik von der Erde auf den Mars geschossen wird. Auch als Westbürger kann man das nachfühlen, selbst wenn man vielleicht in jüngeren Jahren eher dachte "was wollen die denn, ist doch jetzt alles viel besser?". Bananen, Jeans und freie Wahlen sind toll, der Verlust des Bodens unter den Füßen wahrscheinlich aber auch ein respektabler Preis dafür - gleich ob in Ostmark oder in Westmark.

Good bye Lenin arbeitet die historische deutsche Wendezeit einfach hervorragend auf, bietet komische und wehmütige Momente und verfällt nicht in den Fehler ein früheres Unfreiheits-Regime posthum rechtfertigen oder gar verherrlichen zu wollen. Es geht einfach nur um Menschen, denen die Geschichte ihr gewohntes Umfeld und ihre Lebenspläne nimmt um sie im Eilzugtempo in eine neue Zeitrechnung zu katapultieren, in der Gelerntes nicht mehr zählt und Vertrautes keinen Halt mehr bietet.

Was mir bei diesem deutschen Filmjuwel besonders gefällt ist die kongeniale Abstimmung der Filmmusik, die mittlerweile selbst zum Klassiker wurde. Good bye Lenin ist für mich DER Höhepunkt deutschen Filmschaffens und schenkt einer in dieser Form verschwundenen Gesellschaft - keinem Regime - eine schöne Erinnerung mit Bestand statt eines nur für Tauben interessanten Denkmals. Ein Muss für jeden Filmfreund!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend-scharfsinniger Film ohne falsche (N)Ostalgie., 21. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
In Zeiten der "Ostalgie" wusste ich nicht so recht, was ich von diesem Film erwarten sollte; trotzdem habe ich ihn mir, nachdem ich ihn im Kino leider versäumt hatte, auf DVD gekauft. Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht. Dieser Film ist einfach gut, intelligent und dabei spannend, ohne übertrieben action-lastig zu sein. Auch haben die "Macher" auf jede falsche Nostalgie oder Verherrlichung der Zeit unter dem sozialistischen Regime verzichtet. Der Film stellt die Dinge einfach so dar, wie sie waren: die Niederschlagung von Demonstranten vor dem Fall der DDR, darunter die Hauptfigur Alex; ebenso wie das Problem der Arbeitslosigkeit unter den ehemaligen "Helden der Arbeit" danach, und das Problem mit dem DDR-Geld, das man nach einer bestimmten Frist nicht mehr in die D-Mark umtauschen konnte, was Alex furchtbar frustriert nachdem sich seine Mutter zu spät erinnert, wo sie ihr Geld versteckt hat.
Obendrein ist die Musik wunderschön, und alles zusammen drückt dabei ganz schön auf die Tränendrüse... ein super Film. Wer etwas über die DDR lernen will, sollte auf die diversen Fernsehshows verzichten und sich lieber "Goodbye Lenin" ansehen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Sternstunde des deutschen Kinos, 3. Februar 2004
Geschichte, auch neuere, wird oft als langweilig aufgefasst. Wie man einen brisanten historischen Stoff jedoch anschaulich wiedergeben kann, zeigt Good Bye Lenin!
Es gab schon viele Filme, die sich mit der Ostalgie-Thematik auseinandersetzten. Doch viele gut gedachten Werke versinken entweder in stereotypen Schnulzen, oder gutgläubigen Klamauk, die die sozialistische Diktatur der DDR durch die rosarote Brille sehen.
Good Bye Lenin! geht einen anderen Weg. Warmherzig und witzig erzählt der Film die Geschichte einer Familie, deren Mutter die Wende im Koma verbrachte. Um sie zu schonen, muss jegliche Aufregung vermieden werden. Dies erweist sich als schwierig, denn immerhin hing die Mutter sehr an dem gerade gestürzten Staat. Also muss die DDR auf 79 qm weiterbestehen...
Dieser Film traf viele Deutsche tief in der Seele und bewegte ehemalige Ost- und Westbürger gleichermaßen. Auf internationalen Filmfestspielen wurde er regelmäßig ausgezeichnet und erlangte mittlerweile Kultstatus. Neben Deutschen und Französichen Filmpreis gab es auch eine Golden Globe-Nominierung für dieses Meisterwerk des deutschen Films. Wer sich auch nur etwas für das geschichtliche Umfeld interessiert, oder nicht überkitschte Familiendramen mag, der sollte oder muss diesen Film im Regal stehen haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Film zum Thema: "Wende in der DDR", 5. Februar 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diesen Film muss jede/ jeder gesehen haben, der zum einen Daniel Brühl Fan ist und zum anderen sich mit dem Thema "Mauerfall & Wende in der DDR" beschäftigt. Aber auch für alle anderen bietet GOOG BYE LENIN! eine hervorragende Unterhaltung. Übrigens, achtet auf die Musik. Diese von keinem geringeren als YANN TIERSEN (Amelie) eingespielt worden!!! Also noch ein Grund mehr, den Film zu schauen...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good Bye Lenin - Hello good Entertainment, 17. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Good Bye, Lenin! (DVD)
"Good Bye Lenin" ist die wohl mit Abstand beste deutsche Filmproduktion der letzten Zeit.
Die Geschichte - die "Wiederbelebung" der DDR auf 79qm - ist herrlich absurd und wird mit wunderschönen Bildern und Dialogen perfekt in Szene gesetzt. Ernst und (schwarzer) Humor halten sich dabei ausgeglichen die Waage und die Schauspieler sind absolute Klasse - Daher macht es schlicht und einfach nur Spaß sich diesen Film anzusehen.
Die DVD selbst ist auch Mal wirklich einfallsreich gestaltet. Es gibt einen Teaser, Trailer, ein Mini-Making-Of, Audiokommentare, eine Zeittafel, Biographien und den "Interkosmus": Wählt man diesen Modus, erscheinen während des Films kleine rote Sterne, und man kann sich zusätzliche Informationen zu DDR, dem Film, kleine Outtakes, etc. abrufen. Wird mit der Zeit zwar etwas anstrengend, ist aber auf jeden Fall originell und informativ.
Alles in allem ist "Good Bye Lenin" also nur zu empfehlen, so muß richtig gutes Kino aussehen!!!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lenin Exquisit, 8. März 2004
Von Ein Kunde
"Na bitte!" wird sich der ein oder andere sagen: "der Kapitalismus siegt nun also auch bei "Good Bye, Lenin!" Erst eine "normale" DVD und nun, nur ein paar Monate später, eine 3 Disc Deluxe Edition. Könnte man meinen, stimmt aber nicht ganz. Die feinen Unterschiede beginnen schon im Untertitel: Es handelt sich nicht um eine „Deluxe-", sondern um eine "Exquisit-Ausgabe", und das macht sich rasch bemerkbar.
Beginnen wir mit einem Blick auf das, Verzeihung, die Making Ofs. Es sind nämlich drei. Wer schon immer wissen wollte, wie die Spezial Effekte in den Film kommen, der bekommt einen interessanten Einblick im "Making of the Special Effects - Lenin lernt fliegen". Im "Making of the Music" kann man Yann Tiersen dabei zusehen, wie er gleichzeitig Kette raucht, wunderbar Klavier spielt und "J'adore le cinema" nuschelt. Und dann ist da natürlich noch das, naja, "normale" Making Of des Films mit dem Titel: "Der Schmerz geht, der Film bleibt". Der Name ist Programm und lässt erahnen, dass es hier nicht um ein Hollywood "Making-this-movie-was-the-best-experience-I've-ever-had" Gewäsch handelt. In einem mit Interviews angereicherten Drehtagebuch, berichten die Beteiligten sehr ehrlich über Höhen und Tiefen einer ungewöhnlichen Filmproduktion. Lustig, traurig, spannend und lehrreich. Kleiner Tip des Produzenten: Trabbis kaufen ist manchmal billiger als Trabbis mieten. Auch die Schauspieler haben einiges loszuwerden: Alexander Beyers begibt sich in der Garderobe auf Sinnsuche und Daniel Brühl hat gute Vorschläge fürs Catering...
Man könnte meinen, das wäre schon eine ganze Menge, aber die X Filme & - Verleih Crew hat noch tiefer in die Schatzkiste gegriffen.
Mit "Genau so war's" gibt es eine interessante Dokumentation über die Recherche zum Film. Und obendrauf gibt es noch die Spiegel TV Doku "Herbstgeschichte '89". (Habe ich mir bisher noch nicht angesehen, aber Spiegel TV geht doch eigentlich immer!)
Deleted Scenes sind ja bekanntlich Szenen, die zwar gedreht worden sind und im Script standen, aber im fertigen Film dann doch nicht vorkommen. In einem witzigen Gespräch erklären Wolfgang Becker und sein X Filme Kollege Tom Tykwer warum bei Good Bye, Lenin! nun doch nicht drei Stunden lang ist und sinnieren auch gleich noch über die Notwendigkeit des "Killing Darlings" und über knöcheltiefes "Kürzungsblut auf dem Boden des Schneideraums" - Filmstudenten aufgepasst!
Darüber hinaus gibt es noch eine Foto-Galerie und einen DVD-Rom Part mit einigen Goodies für Fans und Neugierige. Ach ja, beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass Regisseur Becker die Produktion der Exquisit Ausgabe höchst-selbst überwacht hat - ein besonderer Film erhält eben eine besondere Behandlung. Das Medium DVD darf zeigen was es kann, und sogar die Verpackung ist geschmackvoll bis auf die letzte Bookletseite (besonders die sollte man beachten!). Da ist soviel gutes drauf, man wird gar nicht fertig mit dem Lob. Ansehen lohnt auf alle Fälle!
FAZIT: Auch wenn es zunächst einen anderen Anschein haben sollte, so zeigt sich am Ende doch: Lenin-Qualität überholt Marketing-Kapitalimus - und Coca-Cola ist ein sozialistisches Getränk.
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