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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Kind richtig leben lassen
Der Buchtitel ist hier schon fast selbst erklärend. Es geht also um Eltern, die ständig wie Beobachtungsdrohnen über ihren Kindern schweben. Das Bild vom "Hubschrauber" wird hier sogar noch unterteilt und für jede Art davon gibt es im Buch Beispiele:

RETTUNGSHUBSCHRAUBER
Berichtet wird hier etwa über Eltern, die ihre Kinder ohne...
Vor 20 Monaten von Falk Müller veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Belangloses Sammelsurium ohne wirkliche Analyse
Ein Sammelsurium von Momentaufnahmen, mit einem zugkräftigen Titel veröffentlicht. Nichts Neues unter der Sonne, der bunte Themengarten wird einmal umgepflügt, vom Frühförderwahnsinn bis zum Langzeitstillen jedes auch abseitige Thema gestreift. Was mir fehlt: der rote Faden und eine schlüssige Reflexion und ein analytischer Rahmen. Kommt...
Vor 3 Monaten von TomTom veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Belangloses Sammelsurium ohne wirkliche Analyse, 15. Januar 2015
Ein Sammelsurium von Momentaufnahmen, mit einem zugkräftigen Titel veröffentlicht. Nichts Neues unter der Sonne, der bunte Themengarten wird einmal umgepflügt, vom Frühförderwahnsinn bis zum Langzeitstillen jedes auch abseitige Thema gestreift. Was mir fehlt: der rote Faden und eine schlüssige Reflexion und ein analytischer Rahmen. Kommt über anekdotenhafte Episoden, garniert mit Studienzitaten nicht raus. Als Eltern kennt man den ein oder anderen schrägen Vogel, der oder die durch langatmige Diskussionen jeden Elternabend sprengt, aber es sind doch meist nur Randerscheinungen. Was Kraus völlig unterschlägt in seinem "früher war doch alles besser, bodenständiger, vernünftiger" ist eine Einordunung, wie es überhaupt zu bestimmtem Elternverhalten kommt und da spielt auch der gewandelte Schulrahmen eine gewaltige Rolle mit - denn auch die Schule ist schon lange nicht mehr bodenständig und vernünftig. Kein Wort zum Präsentations-Irrsinn, Gruppenarbeitszwang, grottenschlechten Aufschrieben, sofern es sie überhaupt noch gibt, Unterricht, der in vielen Fächern aus über 100 kopierten Blättern pro Schüler und Jahr besteht und und und....wie wäre es denn mal mit einer kritischen Bestandaufnahme der katastrophalen Lehrerausbildung (gerade in Bayern!) und den unzähligen missglücken Unterrichts"reformen". Viele Schüler erleben seit Jahren Chaos pur. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Generationen heute nicht mehr so einfach in den Arbeitsmarkt einklinken können wie zu den "guten alten" Zeiten, die Kraus beschwört. Das, was in den 60,70 und 80er Jahren an Schulleistung gereicht hat um einen Ausbildungsplatz oder einen gut bezahlten Job zu bekommen würde heute für fast gar nichts mehr reichen. Mit z.B. derartig rudimentären Englischkenntnissen wie Minister Schäuble würde man heute nicht mal mehr als Azubi genommen werden und das ist nicht übertrieben. Dazu finden sich bei Kraus keinerlei Hinweise, gewandelte Anforderungen, auch globale, auf die Eltern reagieren. Und das Systemchaos, das seit vielen Jahren an den Schulen existiert, nach x übereilten und schlampigen Reformen. Seinen eigenen Berufsstand könnte er auch mal etwas kritischer hinterfragen, da gibt es leider auch einiges an Schatten und nicht viel Licht.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Kind richtig leben lassen, 31. August 2013
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Der Buchtitel ist hier schon fast selbst erklärend. Es geht also um Eltern, die ständig wie Beobachtungsdrohnen über ihren Kindern schweben. Das Bild vom "Hubschrauber" wird hier sogar noch unterteilt und für jede Art davon gibt es im Buch Beispiele:

RETTUNGSHUBSCHRAUBER
Berichtet wird hier etwa über Eltern, die ihre Kinder ohne genaue Kenntnis der Umstände in einer Klasse die Diagnose "Mobbingopfer" ausstellen und Schulunlust, schlechte Noten oder eigenwilliges Verhalten der Kinder damit rechtfertigen.

TRANSPORTHUBSCHRAUBER
Stichwort Schulweg - ein Kapitel für sich. Die Grenzen zwischen Vorsicht und Panik scheinen bei einigen Eltern zu verschwimmen. Der Autor berichtet von Eltern, die sich weigern, das eigene Kind mit dem Bus zu Skikurs mitfahren zu lassen und darauf bestehen, es selbst mit dem eigenen Auto hinzubringen. Begründung: Bei einem Busunfall gebe es immer gleich viele Tote.

KAMPFHUBSCHRAUBER
Als Beispiel wird im Buch angeführt ein Vater, der aggressiv-polternd persönlich vom Schulleiter erklärt haben möchte, warum sich sein Sohn beim Sport verletzte, der Sportlehrer das nicht zu verhindern wusste und der Vater sich natürlich rechtliche Schritte vorbehält.

Fazit: Manches ist im Buch vielleicht etwas überzeichnet. Aber das Grundanliegen ist nach meiner Ansicht richtig und wichtig: zu zeigen, dass die gut gemeinte, aber übertriebene Förderung von Kindern diesen jeglichen Freiraum zur Entwicklung nimmt, und damit die Fähigkeit, die Zukunft als Jugendlicher und Erwachsener selbst zu bewältigen und zu gestalten. Dazu abschließend noch ein schönes Zitat des polnischen Pädagogen Korczak aus dem Buch: "Aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entziehen wir es dem Leben. Um seinen Tod zu verhindern, lassen wir es nicht richtig leben."
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Denkanstösse, 21. August 2013
Das neue Buch von Josef Kraus beeindruckt durch die Fülle an Praxisbeispielen, mit denen seine provokanten Thesen untermauert werden.
Dabei hält er sich weit entfernt von einem pauschalen Elternbashing, macht aber nachvollziehbar klar, wie inzwischen
in Deutschlands Elternhäusern Überbehütung einerseits und Vernachlässigung von Kindern andererseits auseinanderklaffen, aber jeweils eigene Belastungen für deren
künftige Entwicklung produzieren.
Was in unserer Gesellschaft neu ist, ist einerseits die Möglichkeit vieler Eltern, ihren Kindern alles abzunehmen und sie rundum
zu versorgen, auf der anderen Seite aber auch eine Generation von Kids, die dies gerne alzeptiert und sich weitab früherer Generationenkonflikte
bereitwillig in die elterliche Hängematte fallen lässt.
Da das rauhe Leben nach Elternhaus und Schule sich aber nicht geändert hat, entsteht ein "ontologischer Riss", ein Praxisschock, mit dem
viele Jugendliche durchaus zurechtkommen, viele aber eben auch nicht, wie u.a. steigende Studienabbrecherquoten zeigen.
Josef Kraus' Rat an die Eltern: Rechtzeitig loszulassen, auch wenn es innerlich weh tut.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Helikopter-Eltern" sollten alle Eltern lesen..., 8. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Helikopter-Eltern: Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung (Kindle Edition)
Die "Helikopter-Eltern", das neue Buch von Josef Kraus ist ein Muss gerade für junge Eltern. Kraus gelingt es, seine Leser auf einen spannenden Ritt durch die aktuellen Trends moderner Erziehungs- und Fördertrends mitzunehmen. In seiner humorvollen Art spart er dabei nicht an Offenheit und ehrlichen Worten. So manchem amtierenden Schulpolitiker wird das neue Buch, das schon beinahe eine Streitschrift ist, nicht gefallen. Denn die Kritik von Josef Kraus richtet sich weniger gegen die überforderten "Helikopter-Eltern", als gegen die "moderne" Schulpolitik und -pädagogik, die nach Kraus längst ebenfalls auf dem Verwöhntrip angekommen sind.

Für junge Eltern bietet das Buch eine Fülle wertvoller Informationen, ohne deshalb in seiner guten Lesbarkeit eingeschränkt zu sein. Mit den "Helikopter-Eltern" ermöglicht Kraus es Eltern, vermeintlich moderne Gesellschafts- und Erziehungstrends kritisch zu reflektieren. So kann das Buch gerade für junge Eltern eine Motivation darstellen, sich der Verantwortung des Elternseins in einer Leichtigkeit zu stellen, die im allgemeinen Förderwahn so leicht verloren geht.

Kraus widmet sich in den "Helikopter-Eltern" aber auch den aktuellen schulpolitischen Tendenzen und Entwicklungen, wie z. B. der Abschaffung des Sitzenbleibens oder der Frage nach differenzierten Schulangeboten, bis hin zum neuesten goldenen Kalb der Schulpolitik, der sog. "Kompetenzorientierung" und der Debatte um die "Bildungsgerechtigkeit". Die fundierte Botschaft von Kraus ist klar: Ein Appell für eine Renaissance des konkreten Wissens. Chancen sind, wie Kraus betont, Chancen und keine Vollkasko-Garantie, zu Erfolgsaussichten werden sie erst durch eigene Anstrengung. Kraus betont deshalb zu Recht, dass mit der in vielen Bundesländern derzeit gepriesenen "Kompetenz"-Pädagogik geradezu eine Verarmung von Bildung droht.

Das fundierte Fazit der "Helikopter-Eltern": Eltern sollten sich weder vom allgemeinen Förderwahn noch von schulpolitischer Propaganda unter Druck setzen lassen. Was zählt, sind die Leichtigkeit und der Mut zur Erziehung, zu klaren Regeln und gegebenenfalls auch einmal zu einem klaren "Nein", am Ende aber auch vor allem auch der Mut, dem eigenen Kind Leistung und Verantwortung zuzutrauen.

Kraus belegt anschaulich, dass der sog. Schulstress in Deutschland eher ein vermeintlicher und nur gefühlter ist, und dass Schüler, die täglich mehrere Stunden vor dem Fernseher oder an ihrem PC oder Smartphone hängen, zwar vielleicht überfordert sind, aber nicht durch die Schule, sondern durch ihre Freizeitaktivitäten.

Und so ist es vielleicht einer der Kernsätze des Buches, wenn Kraus es im Kapitel: "Kinder wollen und können etwas leisten" wie folgt auf den Punkt bringt: "Das Glück der Kinder hängt nicht davon ab, dass sie verwöhnt werden. ... Glück und stolz können erst nach der Investition von Sitzfleisch, Schweiß, Ausdauer und Beharrungsvermögen entstehen."
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Titel verspricht mehr als er hält, 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Helikoptereltern und Förderwahn werden in einen Topf geworfen und mit typisch bayerischen "früher war alles besser" Sätzen vermischt. Schade. Ein Feuerwerk von Fremdwörtern und zitierten Quellen machen das Buch jetzt auch nicht unbedingt besser. Dazu kommen sehr interessante Rückschlüsse, wie die, dass die Jugendarbeitslosigkeit geringer ist, wenn es ein dreigliedriges Schulsystem gibt. Da tut dann schon weh. Und keinerlei Kritik an der Praxis zu G8, und die gibt es wohl genug. Keinerlei Fehler macht der bayische Staat, alle Fehler liegen bei den Eltern.
Der Titel hat dann nur sehr weng mit dem Inhalt des Buches zu tun. Aber gerade die Problematik der "Helikoptereltern" wäre interessant gewesen zu beleuchten. Nicht nur Lehrer leiden darunter, auch Mitschüler werden Opfer, weil sie als Täter dargestellt werden, nur damit Helikoptereltern ihre Bestätigung und Berechtigung behalten. Aus meiner eigenen Erfahrung durchschauen viele Lehrer die Problematik gar nicht. Sie werden zu Werkzeug dieser Elternschaft gemacht, ohne dass sie es merken.
Trotzdem 2 Sterne, weil Förderwahn und Verwöhnung tatsächlich überhand nehmen und die Analyse dazu, verbunden mit der ehrlichen Wut, die man durchaus zwischen den Zeilen lesen kann, gut dargestellt werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Neues, 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nichts wirklich Neues, es trifft halt gerade den Nerv der Zeit im Leistungswahnsinn. Lesenwert für Laien und Eltern, die sich gerne selber in Büchern wiederfinden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension zu Helikoptereltern, 10. Oktober 2013
Die heutige Zeit bzw aktuell junge Generation ist gewillt ihren Nachwuchs zu fördern, das Angebot reicht heutzutage von musikalischer Frühsterziehung über pädagogisches Reiten und Englischkurse für 3 Jährige, nicht zu vergessen eine künstlerische Früherziehung - das Buch von Josef Kraus beschreibt diese Überförderungsmöglichkeit anhand von vielen Beispielen. Eine gutes Buch das den vernünftigen Menschenverstand bzgl. der Förderung wieder ins Gewissen ruft und dennoch auch das Wohl des Kindes im Fokus hat. Wirklich lesenswert wenn man sich ein umfassendes Bild bezüglich Erziehung machen möchte.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr anregend, streitbar und wichtig für alle, die mit Kindern leben oder arbeiten!, 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch sofort gekauft, weil ich Kraus in einer Talkshow gesehen habe und zum ersten Mal einem konservativen "Funktionär" in seinen Thesen absolut zugestimmt habe! Erschreckt wollte ich das verstehen! Im Kern kritisiert er zwei Varianten von Kontrolle über Kinder (Helikoptering):
a) Zu frühe und exzessive und somit verschlingende Förderung (führt u.a. zu Narzissmus der Kinder und ggf. Reaktanz und verhindert Lange Weile, soziale Wohlfühlkontakte, unstrukturierte Zeit, Kreativität)
b) Zu starke Überbehütung, Verwöhnung, d. h. Verhinderung von Autonomie (führt zu Selbstwertminderung, Angst, sich nichts zutrauen usw.)
Dagegen befürwortet er in konservativer Wertetradition Kontrolle über Kinder durch Grenzen setzen, Disziplinierung und Leistungsbereitschaft ähnlich wie die Autoren Bueb oder Winterhoff.
Hervorragend und äußerst anregend und unterhaltsam arbeit er heraus: Die Hybris der Neuroforscher und deren Vermarkter in der Pädagogik, den Narzissmus der Eltern (stellvertretend soll das Kind Träume erfüllen) und die soziologischen Hintergründe (wenig Kinder, viel zu verlieren usw.).
Welche pädagogische Philosophie offenbart Kraus? Kinder kann man nur bedingt "erziehen" (vs. Determinismus des Behaviorismus oder der Psychoanalyse) oder traumatisieren (Betonung der Resilienz!), d.h. sie sind wie sie sind (wohl aus genetischen Gründen), brauchen aber hinreichend genug Liebe und Disziplin/Grenzen. Er plädiert fürs durchbeißen beim Lernstoff, "dicke Bretter" bohren, auswendig lernen auf Seiten der Kinder und Lockerheit und Vertrauen in die Intuition auf Elternseite. So kritisiert er massiv die Ratgeberliteratur, Elternkurse/Kindertrainings ohne sich die Paradoxie zu vergebenwärtigen, dass er natürlich auch ein Zeigefingerautor ist.
An einzelnen Stellen hat er zu flach recherchiert - gerade im klinischen Bereich zeigt er einige Lücken und man merkt ihm an, dass er nicht mit psychisch gestörten Kindern arbeitet, bei denen "laufen lassen und Disziplin" mitnichten eine ausreichende Therapie darstellt. So übersah er, dass für das Elterntraining Triple P sehr viele Evaluationen vorliegen und er bagatellisiert, dass es massiv beeinträchtigende psychische Verhaltensauffälligkeiten und wirksame Behandlungsprogramme dafür gibt! Ob man der von ihm vielgelobten "Intuition" aller Eltern trauen darf, mag bezweifelt werden, wenn man sich vergegenwärtigt, dass 40% deutscher Eltern in Normalbevölkerungsstichproben unsichere Bindungsmuster (sensu John Bowlby's Bindungstheorie) zu ihren Kindern aufgebaut haben. Diese stellen einen Risikomarker für viele spätere Schwierigkeiten dar und beeinträchtigen die Lebensqualität (z. B. sich auf andere verlassen, anvertrauen bei Stress, sich selbst beruhigen können).
Ein weiterer Kritikpunkt für den ich einen Stern abziehe ist, dass er an vielen Stellen zu sehr aus dem Bauch heraus, also populär und nicht wissenschaftlich fundiert belegt. Er wollte zwar ein Buch für Laien schreiben, aber ich hätte mir z. B. viel mehr Belege bei den wagen Statements zu "verzogenen Einzelkindern" gewünscht oder im Bereich der Schulpolitik das Hinzuziehen der bahnbrechenden Meta-Meta-Analyse von John Hattie. Man merkt ihm einfach an, dass er sein Psychologiestudium in den 1960ern gemacht hat, wo Sigmund Freund und Alfred Adler noch eine Rolle gespielt haben und man Friedrich Nietzsche gelesen hat...
Kurz Kraus möchte die Zeit wieder in die 1960er Jahre zurückdrehen mit "humanistischer" Ausbildung, Respekt vor den Eltern und Lehrern, viel Bewegung draußen und Selbstdisziplin. In vielen Punkten kann man ihm nur zustimmen, die Kinder mehr zum spielen zu animieren als zu fördern, bewusste Interaktion zwischen Eltern und Kindern zu erleben. Vieles ist sehr nachdenkenswert wie der Punkt, dass der deutsche Schulstress nur ein vermeintlicher ist (im internationalen Vergleich) oder wir soviel Zeit wie nie für unsere Kinder haben.

Ein äußerst stimulierendes Buch, das keinen Vater und keine Mutter oder an Pädagogik Interessierte kalt lassen kann!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eltern: (zu) viele pseudo-verkopft und katastrophenafin oder aber destruktiv uninteressiert, 1. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Josef Kraus weiß einfach, wovon er redet und und bringt es dezidiert auf den Punkt! Die Begründungen sind sauber und offensichtlich beobachtbar. Glauben diese beschriebenen Eltern - und es werden immer mehr - wirklich, dass sie durch die beschriebenen Verhaltensweisen ihre Kinder fördern? Kinder brauchen Freiraum und Freiheit zur eigenen Entfaltung - aber alles eingebunden in den Respekt gegenüber allen anderen Personen - egal ob jung oder alt! Wer nicht gerade den Starpianisten züchten will, lässt seinen Nachwuchs "einfach irgendwie mitlaufen". Die Jungen machen das schon - sie haben nicht uneingeschränkt im Mittelpunkt zu stehen! Insofern ist Krauses Buch (wieder einmal ) ein Appell an die (zunehmend schwindende) Vernunft!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 7. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helikopter-Eltern: Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung (Kindle Edition)
Dieses Buch sollte im Grunde jedes Elternpaar lesen ;), dann ersparen sie sich viele, viele andere Bücher!
Die Kindelversion, sollte allerdings noch etwas Günstiger sein.
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