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am 2. September 2013
Mit einem bombastischen Mix aus allen möglichen Metal-Genres hatte sich Turisas seinerzeit einen Namen machen können und sich einen festen Platz unter den Leading Metal Acts gesichert. Seit den ersten beiden Alben gehörte die finnische Truppe zu meinen absoluten Favoriten und auch das etwas schwächelnde, aber dennoch weit überdurchschnittliche, letzte Album konnte die Band nicht von ihrem uneigeschränkten Triple-A Rating abbringen.
Dementsprechend war es natürlich erfreulich, dass die Truppe um "Warlord" Nygard diesmal nicht wieder eine halbe Ewigkeit bis zum neuen Longplayer verstreichen ließ. Bedenklich stimmte mich alerdings die Vorankündigung, die Band wolle mit ihrer Musik einen "organischeren" Sound anpeilen. Solche Aussagen fasse ich immer erstmal skeptisch auf. Denn üblicher weise bedeutet es, wenn eine Band im Vorfeld versucht, eine neue Richtung zu rechtfertigen, dass sie nun mit weniger Geld als vorher auskommen muss, oder dass ein Major-Label ihr die Zügel aus der Hand genommen hat. Beides bekommt dem Schaffen des jeweiligen Künstlers in der Regel weniger gut. Aber "organisch" klingt für mich nach "biologisch abbaubar" und was das für Metal bedeuten sollte, hätte ich mir in meinen schlimmsten Fieberträumen nicht ausmalen können. Nicht weniger bedenklich stimmte mich auch im Vorfeld das untypische und merkwürdige Cover sowie der seltsam dümmliche Albumtitel.
Koste ich also mal, was einem die finnischen Schlachtenbummler hier auftischen.

ERSTE DOSIS:
Der erste Track fängt vielversprechend an, der Turisas typische Sound ist unverkennbar. "Its all for your own good" kommt allerdings nicht so richtig un die Pötte. Der Song bleibt auf der Bremse, die Vocals sind mehr gesprochen, als gesungen und die Choräle erreichen nicht den gewohnten Bombast. Extrem bedenklich sind allerding die Texte! In den Lyrics wird die Lebensberater-Marotte des letzten Albums weitergeführt. Warlord Nygard motiviert uns hier dazu, unsere inneren mentalen Mauern einzureißen um uns endlich den Herausforderungen des Alltags zu stellen. Und wie der Titel schon sagt, er möchte dabei nur unser Bestes. Das tut doch mal richtig gut, die volle Dosis "Chakkaa!" in einem Metal-Song, das hat die Welt (mal wieder) gebraucht. Und wer könnte einem besser Selbstbewusstsein mit dem Zaunpfahl einprügeln als
Wikinger-begeisterte Rock-Finnen?

ZWEITE DOSIS:
Und damit wir uns richtig wohlfühlen, geht der Life-Coaching-Kurs hier gleich weiter. Auch hier geht es ums Ausbrechen aus gewohnten Bahnen und darum, dass man lieber seine spontanen Entscheidungen schnell treffen sollte, denn "Ten more Miles" weiter könnten wir es schon bereuen. Die Melodie und der Sound würden eigentlich in Ordnung gehen, wenn der Song selber nicht wieder so ein Kind-geh-doch-mal-an-die-frische-Luft-Gesabbel wäre. Damit wir uns aber gut fühlen, versichert uns Turisas, dass sie immer für uns da sind, uns beistehen und uns durch die schweren Zeiten helfen. "Turisas! You can count on us!", ein Selbstbeweiräucherungssong der Seelentröster Turisas. Dazu präsentiert
uns die Band in den Strophen Beispiele von Loosern die ihren Hintern nicht hochkriegen und sich in Ausflüchten und Ausreden verkriechen. Wenn man nicht zuhört, geht der Song durchaus in Ordnung. Aber wenn nur diese unnötigen Aufrappelpredigten nicht wären...

VERDAUUNGSPAUSE:
Nach so zwei harten Dosen an gutgemeinter Lebensberatung können wir hier erst mal friedlich wegknacken. "Piece by Piece" ist überraschenderweise ein Song über "Peace". Es rattert also sinnlose und unzusammenhängende Phrasen und Worthülsen über Frieden/Bedrohung/Freiheit oder sonstwas am laufenden Band. Melodisch im Mittelfeld, präsentiert das Stück Dadaismus im Reinformat!
Was uns der Warlord hier mitteilen möchte wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.

DIE BESSERUNG:
Die Pillen und die Ruhephase haben anscheinend gewirkt. Mit "Into the Free" geht es jetzt tatsächlich endlich so los, wie man es von Turisas gewohnt ist. Der Song über einen Inhaftierten der seinen Weg zurück in die Freiheit findet fährt Turisas' alte Tugenden auf. Starke Melodien und kräftige Chöre. Ein klein wenig Westernfeeling zwischendurch schadet dem Song nicht. Obwohl er nicht zu den Glanzleistungen der Band zählt, greife ich mal soweit vor, ihn bereits als den einsamen Höhepunkt dieses Albums zu bezeichnen.

DIE NEBENWIRKUNGEN:
Jetzt schlägts Dreizehn. Dachten wir eben noch, die Turisas-Kur würde endlich zu alter Größe zurückfindet, trifft uns nun das totale Delirium in Form von "Run, Bhang-Eater, Run!"! Quasi-Instrumetals wie dieses haben die Finnen schon auf ihren Vorgänger-Scheiben gehabt. Flotte Melodien, ein wenig Humpa und Folklore, hier und da eine einsam eingeworfene Textzeile, abgerundet mit den üblichen Fanfaren. Dieses orientalische Gedudel hat allerdings eher was von einem Stummfilm auf Speed. Anscheinend handelt diese Drogenvision irgendwie von einem Typen der von den Wachen des Sultans verfolgt wird, offenbar hat es was mit dessen Harem zu tun. Fragt nicht.
Das Ganze klingt wie "Marx Brothers im Orient", ist so grotesk wie absonderlich und hört sich eher nach einem netten Scherz an, der leider nach hinten losgegangen ist.

DIE SCHLIMMEN NEBENWIRKUNGEN:
Wenn das jetzt mal ein Ausrutscher gewesen wäre, oder ein Experiment, aber nein, mit "Greek Fire" wird alles noch viel schlimmer. Nach reiflicher Überlegung bin ich sicher, hier nicht nur den schlechtesten Turisas-Song überhaupt vor mir zu haben, sondern einen der nervtötendsten Songs in der Geschichte des Metal schlechthin.Er besteht ausschließlich aus langsamen Passagen die abwechselnd
entweder
abgehackte
Wortfetzen
bieten
oder
gaaaaaaaaaaaaaanz, laaaaaaaaaaaaangezooooooooogeneeeeeeeeeeee,
Wööööööööörteeeeeeeeeeer.
Das Geschrammel dazu kann zudem nicht den Hauch einer Melodie aufweisen.
Das ging mir beim ersten Hören schon tierisch auf den Zeiger, danach wurds nur noch schlimmer.

DAS AUSKLINGEN:
Eine kurze Pause vom Wahnsinn bietet uns "The Days passed". Ein bisschen Herzschmerz, ein wenig Wehmut, ein langweiliger Song über belanglose Themen. Nach den beiden Tracks zuvor geradezu eine Wohltat.

DER RÜCKFALL:
EIn munteres Sauflied sollte es wohl werden, aber das Ding ist nur peinlich. Hier werden anscheinend die Ereignisse thematisiert, an die sich der Texter mal nach einem durchsoffenen Abend erinnert. Alkohol, Schlägerei, Frau ohne Schuhe. Soweit, so gut oder? Irgendwie schräg, nett gemeint, aber andere Bands wissen 100mal mehr, wie man Saufhymnen schreibt. Und singt. Turisas, lass die Finger vom Schnaps! "No good Story ever starts with drinking tea", aber Promille ist anscheinend auch kein Garant für mitreißende Partysongs.

DAS ERWACHEN:
Der Horrortrip nähert sich seinem Ende, der Schrecken verzieht mit einer vagen Erinnerung an den Western von Gestern. Worum es in diesem Song genau geht, weiß niemand. Aber er klingt nach Spaghetti und jemand reitet zusammen. Denn Rest dazwischen hat man auch noch mit Satzschnipseln irgendwie gefüllt bekommen und mit diesem mittelmäßigen, möchte-gern-epischem Track habe ich die schwer verdauliche Rosskur endlich hinter mir.

DIE DIAGNOSE:
Ich finde noch immer die ersten beiden Alben genial, auch das dritte ist noch sehr gut, aber das hier ist gelinde gesagt, himmelschreiender Blödsinn. Ganz ehrlich Nygard, was hast DU da geraucht?!? So einen Unfug singt man doch nicht noch wirklich?! Gut, anscheinend wollte man sich ein wenig von der Vergangenheit lösen, schließlich taucht hier erstmals nicht ein einziger Wikinger auf dem Album auf. Aber das heißt doch nicht, dass man gleich so einen Mumpitz vermusizieren muss! Bei den Texten hab ich im besten Fall keine Ahnung worum es eigentlich genau gehen soll und im Regelfall schlage ich die Hände überm Kopf zusammen. Manchmal hilft gar nur ein Hechtsprung zu Skiptaste. Zugegeben, Metaller waren noch nie die hochtrabenden Lyriker, aber was dabei rauskommt, wenn sie glauben, sie wärens doch, hört man hier.
Auch der Sound hat die personellen Umwandlungen nicht gut verkraftet. Der Original Turisas Sound kommt zugegebenermaßen hier und da mal durch, aber die Songs pendeln zwischen Geht so, Erträglich und Katastrophe.
Ein einziges gutes Stück, 4 mal Mittelmaß und ganze 4 Rohrkrepierer sind unterm Strich einfach zu wenig für eine Band wie Turisas.

DIE AUSSICHT:
Kleiner Tip: Über Harald III gibts noch mehr zu besingen, nur so am Rande.
Sollte das nächste Turisas Album wieder so ein Freak-Metal sein, lasse ich in Zukunft lieber die Finger davon. Es muss nicht immer Mittelalter und es muss auch nicht immer der tausendste Wikinger sein. Aber eine ganze CD mit sinnfreien und zusammenhanglosen Liedtexten die sich wie eine schlechte Browserübersetzung lesen, benötigt zumindest wieder etwas mehr Wumms im Sound. Mal ganz ehrlich, würde Turisas der finnische Kriegsgott wirklich existieren, was würde er von diesem Album halten?
Frag dich das mal Nygard und bis dahin legst du deinen Warlord Titel mal zur Seite in das Kästchen mit den Homöopathiewässerchen und den Hare-Krishna-Büchern und nennst dich fortan erstmal ausschließlich Wellness-Coach.

DIE AUSBEUTE:
Eins von fünf schwindeligen Drachenbooten für "Into the Free". Mehr ist beim bestem Willen nicht drin für eine CD die ich eigentlich gar nicht mehr hören mag.
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am 1. Oktober 2013
Über Geschmack lässt sich streiten .... oder auch eben nicht.
Ich verfolge die Geschichte und Entwicklung von Turisas seit meinem ersten Konzertbesuch bei ihnen, im Jahr 2005 - und war damals sofort hingerissen von der Musik. Treu ergeben besuchte ich viele Konzerte, wartete brav das Erscheinen der neuen Alben ab. Das erste war Bombe, das zweite schlug es noch um Längen. Das dritte war für mich persönlich noch gut, aber schon ein Rückschritt.
Was sie aber hier gemacht haben, kann ich nicht nachvollziehen. Seinem Stil treu zu bleiben mag für viele Stillstand bedeuten, aber es klappt bei vielen Bands erstaunlich gut. Turisas war es offensichtlich nicht genug.
Ich habe mir das Album mittlerweile ein paar Mal angehört und es ist nicht mehr so katastrophal wie am Anfang. Dennoch bin ich enttäuscht. Es ist für mich einfach nicht mehr TURISAS. Seltsame Punk-Screams, Frauengestöhne und hochgedrehte Micky Maus-Stimmen sind für mich schon grenzwertig. Die Texte fand ich noch grenzwertiger.
Grundsätzlich bin ich davon überzeugt dass das Album weder auf meinem mp3-Player, noch in meiner Anlage in Auto oder Wohnung dauerhaft Platz finden wird. Was mir fehlt, ist das Gefühl, dass mir die anderen Alben gegeben haben, aufzuspringen und in ein Abenteuer zu ziehen (wenn ihr versteht was ich meine).

Schade. Es bleibt nur zu hoffen, dass es beim nächsten wieder besser wird.
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am 17. September 2013
Ich möchte mit meinen folgenden Worten meine Faszination für Turisas ausdrücken, wie ich sie kennen gelernt habe und was ich von ihrem neuen Album halte. Mithilfe einiger Erläuterungen zu ihren vergangenen Alben möchte ich deutlich machen, warum mich Turisas2013 so sehr enttäuscht hat.

Zwar war es stets so, dass diese Finnen mich relativ lange haben warten lassen, doch hat sich das Warten immer gelohnt. Battle Metal hat das Niveau schon recht hoch angelegt. Ein Album, welches mich immer wieder in ein Abenteuer versetzt. Die epischen Klänge, das Gefühl des Kampfes auf einem Schlachtfeld, Blut, Schwerter und Krieger stets vor meinem Auge.

The Varangian Way hat das dann drei Jahre später noch getoppt. Besonders die letzten drei Lieder des Albums (Five Hundred and One, The Dnieper Rapids, Miklagard Overture) haben mir ein so heroisches Gefühl gegeben, welches mir keine andere Band jemals zuvor verlieh.

Es verstrichen weitere 4 lange Jahre in denen ich auf ein neues Turisas Album warten musste. Doch das Album Stand Up and Fight macht die Dauer der Warterei mehr als wieder wett. Besonders Songs wie The Great Escape, Fear The Fear und besonders End of an Empire (welches meiner Meinung nach das genialste, epischste und schönste Lied ist, welches meine Ohren jemals vernehmen durften aufgrund des Reimschemas und der Melodie, welche mit dem Text perfekt harmonisiert), versetzen mich immer wieder in eine Welt, in der ich auf großen Schiffen über große Gewässer segle, in der ich riesige Festungen angreife und der Kampf erst vorbei ist, wenn die Festung gefallen ist und der König gestürzt wurde.

Und zwei Jahre später... Als ich davon gehört habe, dass ein neues Turisas Album auf den Markt kommt, habe ich mich sehr gefreut. Ich war übrigends bei dem Titel des Albums sofort skeptisch. Turisas2013... Ich dachte mir sofort so etwas in der Art wie, ob denen nichts besseres eingefallen sei. Dennoch kaufte ich mir das Album mit voller Vorfreude. Als ich dann die Namen der Tracks sah, ging meine Freude etwas den Bach runter. Trotzdem, es war immernoch Turisas und immernoch voller Freude und mit gewissen Erwartungen legte ich die CD ein. Ich war froh, als die Lieder dann endlich alle durch waren. All die Gefühle, welche ich bezogen auf die vorherigen Alben beschrieben habe, kamen nicht einmal im geringen Maße auf. Ich war einfach nur genervt von diversen Passagen, komischen Texten und von den an manchen Stellen gezwungene epische Stimmung, welche ihre Wirkung bei mir absolut verfehlte. Ich möchte nicht auf die Lieder einzeln eingehen, weil sie mir alle nicht gefallen haben. Ich frage mich einfach nur warum Turisas so eine geniale und künstlerische Meisterarbeit wie sie zuvor stets geleistet haben mit Hilfe ihres Konzeptes nun verwerfen und so einen, für meinen Geschmack auf Turisas bezogen, Schrott produzieren. Ich kann es mir nur schwer vorstellen, dass sie die Arbeit an diesem Album als befreiend empfanden. Mir klingt es eher nach Spelunken, viel Alkohol, und einer undurchdachten schnellen Produktion. Klar, Bands entwickeln sich mit den Jahren, doch finde ich, dass das Wort Entwicklung hier fehl am Platze ist. Verschlechtern passt wohl eher. Bitte Turisas, zurück zum alten Konzept. So kenne ich die Band, so liebe ich die Band und so möchte ich sie wieder hören.

Fazit: Ich bin und bleibe ein großer Turisas Fan. Battle Metal, The Varangian Way und Stand Up and Fight werden bei mir auf und ab gespielt und gefeiert. Doch Turisas2013 landet im Regal und verstaubt. Ich kann dieses Album absolut nicht empfehlen.
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am 28. August 2013
Was haben sich die Mannen aus Finnland da nur gedacht?

Zugegeben, der Titel ist ja schon was merkwürdig, klingt eher wie ein Projektname, aber nun gut, dass ist ja nun das kleinste Problem und bringt auch irgendwie was Abwechslung in die "Landschaft" ;-)

Das letzte Album "Stand Up And Fight" erschien 2011, davor ließ sich die Band wesentlich mehr Zeit für neue Silberlinge und meine Frage ist nun:

War Turisas zu voreilig?

Ich sprech jetzt einfachmal ganz unverblümt aus, was ich denke: Diese Scheibe ist weichgespühlter sche**... Mist!

Das Vorgänger Album konnte mich schon nicht wirklich überzeigen, aber das klingt ja nun eher wie Pop- Rock und nicht wie Heavy Metal!

Ich wollte vorurteilsfrei an die Sache ran gehen, doch konnte ich mich nicht zurück halten und hörte in einen einzigen Song im Stream rein und war schon nicht angetan, doch beruhte meine Entscheidung bei dem Kauf auf einem einfachen Prinzip:

Es ist nur ein Song, mal abwarten, was der Rest bringt...

Nun... der Rest bringt nichts!

Ich bin von dem Album enttäuscht, den Kauf beräue ich natürlich nicht, denn als Fan kauft man die Alben seiner Bands, wie das Feedback aussieht, ist dann nochmal was anderes, außerdem... als Jänger und Sammler und dann auch noch ein Schnäppchen als Vinyl...

Aber nichts destotrotz, würde ich nicht zu dem Album raten, erst recht jene, die große Fans der ersten beiden Scheiben sind.

Einen einzigen Pluspunkt kann ich jedoch vergeben:

Die Band hat an sich gearbeitet und sich entwickelt, dass ist gut, meiner Meinung nach war die Entwicklung ein Fehltritt, aber das ist

a) Subjektiv (!) und

b) kann das ja beim nächsten Album wieder anders aussehen.

Wenn ihr euch nicht entmutigen lassen wollt, greift zu, aber mein Ding ist es nicht... mal gucken was die Zukunft bringt.
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am 29. August 2013
leider nun auch in Finnland.
Was für eine Enttäuschung...
Da wartet man Sehnsüchtig auf das nächste Album und dann das.
Seit ihrem ersten Album "Battle Metal" war eine kontinuierliche Steigerung ihres Schaffen zu verzeichnen. Welches in "Stand Up and Fight" ihren Höhepunkt erreicht hat. Klar kann man nicht erwarten, dass es immer besser werden soll... aber das ist ja mal ein "Abrutscher" in die tiefsten Abgründe ihrer Kariere.
Die tollen Wikingerballaden, die genialen Orchestereinlagen wo sind sie auf dieser CD???
Wo bleibt meine Gänsehaut beim hören dieser Musik???
Ich warte und hoffe also, dass Turisas beim nächsten Mal ihren "Varangian Way" wieder finden.
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am 1. Oktober 2013
Mit Spannung habe ich auf das Erscheinen gewartet. Endlich wieder was neues, Viking-Metal, so wie ich ihn mag...Was kam? Das Gegenteil.
Ich kann mich, wirklich nur den Vorschreibern anschließen...deshalb mache ich meine Bewertung eher kurz und vergebe entsprechend Schulnoten (ich muss jedoch anmerken, dass ich nicht den Text als solches bewerte, sondern nur, wie sich der Song für mich hören lässt):

Track 1: 3-
Track 2: 3+
Track 3: 3
Track 4: 2-
Track 5: 6 (hier MUSS ich es anmerken: die stöhnende Frau nervt ungemein und ich schaffe es nicht, darüber "hinwegzuhören")
Track 6: 3+
Track 7: 2-
Track 8: 5 (was soll hier bitte schön, die Mickey-Maus Stimmen Taste???)
Track 9: 2

Alles in allem hört es sich nicht nach den "Turisas" an, die ich bei den letzten beiden Alben kennengelernt habe.

Weiterentwicklung kann etwas gutes sein, aber hier ging es definitiv nach hinten los.
Zu weich, zu wenig bombastisch, zu normal und manchmal schmerzt es geradezu in den Ohren.
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am 17. Februar 2014
Hätte ich mir noch vor ein paar Jahren Turisas mit Stolz auf die Kutte geheftet, würde ich mich jetzt schämen, die Band auch nur unter meinen Lieblingsbands zu erwähnen.
Was die Finnen hier abgeliefert haben, ist einfach nur eine Frechheit. Das fängt bei dem komplett uninspirierten, langweiligen Albumtitel und Cover-Artwork an, und hört auf bei der Musik, die selbst dann nicht erträglicher wird, wenn man die CD zum zehnten Mal nach Anknüpfungspunkten, beziehungsweise dem "kleinsten Gemeinsamen Nenner" durchsucht.
Die Songs bleiben allesamt farblos, langweilig, monoton und sind von der virtuosen Spielweise und den epischen Kompositionen der ersten beiden Alben nicht nur "ten more miles", sondern mindestens zehntausend Meilen weit entfernt.
Mag sein, dass ich der Band damit unrecht tue, aber für mich klingt dieses Album nicht so, als hätte man monatelang an einer Weiterentwicklung des eigenen Sounds getüftelt, sondern als ob die Band in einem Haufen aus leeren Bierdosen und nackten Groupies liegend gewettet hätte, welchen Schrott die Fans noch kaufen würden, wenn Turisas drauf steht.

Ich denke, dem guten Warlord und seinen Mannen ist der Ruhm derart zu Kopf gestiegen, dass sie meinen, alles was sie anfassen, würde automatisch zu Gold. Solche koks-schwangeren Allmachts-Allüren sollte man - gerade als Fan der ersten Stunde - auf keinen Fall unterstützen. 0 Punkte!
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am 12. Mai 2014
Habe mir das album geholt, weil ich turisas seh mag und es im Angebot war.
wusste vorher schon, dass es dem Trend Turisas folgt und schächer ist.

Klingt nach Turisas daher würde ich es echten Fans empfehlen oder es sich vorher durchgehört zu haben (youtube oder so).

Highlight meiner meinung nach "no good story ever starts with drinkin tea"
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Anscheinend hatten Turisas bei ihrem vierten Album keinen Bock oder Zeit für ein ordentliches Cover oder Albumnamen gehabt! "Turisas 2013" ist dann auch nicht das was ich erwartet habe.
Die rot/schwarzen Mannen haben sich noch mehr den Filmsoundtracks zu gewandt, so dass ich mehr als einmal an "Star Wars" Scores von John Williams denken musste. Metal und krachende Riffs sind hier eher Nebensache. Auch der Gesang ist zum größten Teil klar und einfach zu brav. Manchmal sind die Finnen aber auch nervig! Wenn sie dauernd in einem Fragespiel (z.B.: Who's Gonna Bring You Through Heavy Days?") beim Song "Ten More Miles" als Antwort "Turisas" rufen. Teilweise erinnern die Lieder gar an alte Hits und sind es dann doch nicht. Die negative Krönung der Albums sind nervige Passagen wie beim skurril tönenden "Run - Bhang Eater, Run"! wo der Hörer mit einer flotten und penetranten Klarinette (!) gefoltert wird. Ansonsten ist das Lied nicht übel, aber Frauengestöhne, Klarinette kombiniert mit Passagen die an früheres Gebolze erinnern, machen das Lied zu einem Grauen.
"Turisas 2013" konnte bei mir nach sieben Durchläufen nicht wirklich zünden, da die Band einfach zu vieles will und keine klare Linie bei den Songs hat. Sehr schade.
Fazit: Teilweise hörbar!
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am 23. August 2013
Enttäuschung wird es geben hier und da. Und obwohl ich an das Album mit einer guten Portion Gutwill ranging, gibt es bei mir auch mehr als zwei Tracks, bei denen ich zwischen geringem und starkem Kopfschütteln schwanke. Dann aber finde ich wieder welche, die meinen Finger automatisch auf die Repeat-Taste wandern lassen, die richtig gut ins Ohr gehen. Ob es an einfachen Melodien liegt, an Nygards großartiger Stimme oder an soundtrackartigen Elementen, die an manchen Stellen klingen wie LES MISERABLES in der Heavy-Welt, mitsamt dollen Chören. Ich mag das. Und letzteres machte für mich auch frühere Alben der Band aus. Turisas 2013 unterscheidet sich trotzdem klar von den Vorgängeralben. Die große Geschichte drumherum fehlt. Das Album ist kein Konzeptalbum, man kann nicht mehr eintauchen und Krieger auf ihrem Weg verfolgen, nun man wandert von Liedchen zu Liedchen. Das fängt beim Albumcover an und geht bis Lied 9 so weiter. Textlich sorgt das für, wie ich finde, die größten Abstriche und oft leere und unreife Worthülsen, Einbußen an einer gewissen Größe. Während ich bisher seltsame Textpassagen auf die Gesamtgeschichte schieben konnte muss ich nun haltlos Dinge hören wie: "No time for bed, sleep when I m dead" oder "Who will be there, when the skies turn read? Turisas". Musikalisch bleiben sich Turisas im Großen und ganzen treu. Die Songs wirken nur etwas roher, ungeschliffener; Ollis Geigen gehen unter, soweit sie überhaupt vorkommen; das Gefühl, dass Nettas Akkordeon fehlt, stört und auch die Orchesteranteile wurden zurückgeschraubt.

FOR YOUR OWN GOOD
... stand schon lange als Vorveröffentlichung im Internet. Hat mir keine große Lust auf den Langspieler gemacht. Das rotierende Klavier passt nicht zu der Band. Der Refrain klingt wie schlechter Metal aus den 90ern (in der Zeit gab es auch viel guten) und auch nicht so, als hätte man ihn noch nie gehört. Das Lied hat für mich sehr wenig von Turisas, es könnte von einer x-beliebigen Power Metal-Band stammen. Einen gewissen Drive hat es immerhin.

TEN MORE MILES
Der Text, nun, unnötig. Während der Strophe veträgt sich Nygards Stimme nicht perfekt mit der cleanen Gitarre und beides wirkt, als ginge es schlurfend unter, was allerdings zum Inhalt der Strophen passt. Alles andere ist Turisas. Mitsamt dem großen Heldenchor, der voran zieht. Die Steigerung gegen Ende, das große Aufbäumen, ist Kino pur, Fäuste hoch vor der finalen Schlacht.

PIECE BY PIECE
Gefällt mir sehr gut. Erinnert an TAKE THE DAY von der Vorgängerscheibe mit dem beeindruckenden Wechsel von Nygards Growls und dem Männerchor im Refrain. Irgendwann in der Mitte kommt ein kleiner Keyboradeffekt daher, zum Glück extrem sparsam. Im C-Teil erinnert der Männerchor an den Gesängen von schwer arbeitenden Knechten in Musikals.

INTO THE FREE
Der Refrain besteht aus einer Whoohooho-Hymne, vorgetragen vom Chor. Ansonsten ist das Lied ein wenig rough, in der Strophe mit Barree-Gitarre, Schlagzeug und Bass. Ich muss zwangsläufig an Faith No Mores KING FOR A DAY denken, bei dem deren Produzent oder Hausmeister die Gitarre übernommen hatte, nachdem der Gitarrist ausgestiegen war. Insgesamt trotzdem gelungen.

RUN BHANG-EATER, RUN!
Der Titel mag interessant klingen, das Lied selbst ist für mich eine Katastrophe. Bei seinem Anfang mit einem KLezmer-Jazz-artigen Gedudel hoffte ich noch auf ein großartiges Stück in der Tradition von IN THE COURT OF JARISLEIF. Dann war mir schlagartig das Gedudel zu dudelig. Und dann passierte nichts großartiges mehr, außer eines großen Tiefpunkts des gesamten Albums: Ewiges Stöhnen einer Frau (wollten sie damit etwa provozieren????)mitsamt 80er Saxophon. Im C-Teil weicht das Lied vom Gedudel ab, was es nicht besser macht. Und dann wird eine nicht nachvollziehbare Spannung aufgebaut wird, die dann endlich ausgefadet wird. Ich denke, ich werde das Lied sowieso nicht mehr bis zum Ende anhören. Spätestens beim Frauengestöhne muss die Skip-Taste herhalten.

GREEK FIRE
Ein Glück. Sie haben es mir einfach gemacht. Ich muss nach RUN BHANG-EATER, RUN einfach noch einmal auf Skip drücken und mir nicht merken, wo das nächste schwarze Schaf versteckt war. GREEK FIRE ist ein Kpfschmerzlied. Genauer, der Refrain, der aus nervigem unmelodiösem Rumgekreischegekotze besteht. Und die Strophe ist erneut nach dem KING FOR A DAY- Prinzip gehauen. Das Lied beginnt schon mit für Turisas untypischen Gitarren und dann wird Nygrads Stimme noch durch einen Filter gejagt... Ich lese mit Booklet, Jussi Wickström hat an dem Lied mitgeschrieben. Das hat er schon an FOR YOUR OWN GOOD gemacht. Liegt es etwa an ihm? Hatte er eine schwere Zeit?

THE DAYS PASSED
Wo ich beim Songschreiben bin: Ollis Geigen erklingen zwar kaum mehr auf der Scheibe oder so verzerrt, dass es auch Gitarren sein könnten, dafür tritt er hier als Mitsongschreiber auf. Die Hauptmelodie ist nichts megabesonderes, doch mag zu gefallen. Die Strophe hätte in die 80er passen können mit den zumindest nicht störenden Keyboard-Akkorden. Der Refrain ist schön gegrowlt. Insgesamt spiegelt das Lied gut das Album wieder: Auf eine weise ist es das alte Turisas, dann aber auch das Turisas 2013. Hier in einer angenehmen Mischung.

NO GOOD STORY EVER STARTS WITH DRINKING TEA
Ist das Turisas? Ja. Auf der Stand up and Fight gab es das großartige HUNTING PIRATES, das melodiös ein Piratenlied war. Die gesamte Songstruktur klingt eher nach Turisas als nach Alestorm, an die beim Hören des Lieder einige denken werden. Insgesamt ist es ein fröhliches Trinkerlied mit peinlichem Text, wie es sich für ein fröhliches Trinkerlied gehört. Gut, da gibt es irgendwann gegen Ende eine pepitchte Passage- geschenkt und pfuiii. Insgesamt stehe ich aber schmerzfrei auf sowas. Turisas ist nicht Tracy Chapman. Und beim Musikhören muss man nicht den kleinen Finger abspreizen und mit dem Zeigefinger die Oberlippe berühren.

WE RIDE TOGETHER
Am Anfang sehe ich Marty aus Zurück in die Zukunft aus dem Wilden Westen zurückkehren. Klingt der Sountrack ähnlich? Es entseht jedenfalls mehr das Cowboy- als das Viking-Feeling. Dann entwickelt sich das Lied Turisas-typisch zu einem Metal-Musical mit verschiedenen Parts, Chören, Fanfaren usw. Also erneut bezeichnend für Turisas 2013: Ein Quantensprung. Nach meiner Meinung hier gelungen wie in der Mehrzahl der Lieder dieser CD.

Die LIMITED EDITION kommt als Pappcover daher mit einem unnötigen Patch des Alumcovers.
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