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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir verbrennen Montag Moliere, Dienstag Dostojewski,, 28. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 [Blu-ray] (Blu-ray)
Mittwoch Thomas Mann, Freitag Faulkner, Samstag und Sonntag Schopenhauer und Sartre

MASTERPIECES OF CINEMA - Collection No. 07 - "FAHRENHEIT 451" - the temperature at which book paper catches fire and burns

Bild 1.85:1 hervorragend / Ton deutsch bzw. englisch jeweils DTS-HD Master Audio 2.0 hervorragend

Herr Montag (Oskar Werner) verbrennt Bücher, so will es das Gesetz. Sein Chef begründet das wie folgt: Bücher machen die Leute unglücklich - ohne Lesestoff macht man die Menschen gleich. Wenn der Flammenwerfer mal schweigt, dann bringt Montag dem Nachwuchs bei, wie man die Bücher am besten aufspürt. Montags Gattin Linda (Julie Christie mit langen Haaren) hängt den ganzen Tag vor der Glotze, so mag es das Gesetz. Die Ehe wird eher neben- als miteinander geführt. Eines Tages wird Montag von einer Dame (Julie Christie mit kurzem Haarschnitt) in ein Gespräch verwickelt, welches mit der Frage an ihn mündet: Sind Sie glücklich? Beim nächsten Einsatz läßt Montag ein Buch mitgehen und versteckt es im Eigenheim, um es während der Nacht zu lesen. Mit der Lektüre kommt das Zeitgefühl wieder, denn Montag wußte nicht mal mehr, wie viele Jahre er schon in seinem Beruf tätig ist. In der Feuerwache muß Montag nun die Wendeltreppe nehmen, weil er als Leseratte die Fähigkeit verloren hat, die Stange nach oben zu rutschen.

Ich habe den Film jetzt schon zum dritten Mal erworben. 2003 die US-DVD (dank NTSC-fähigem Multi-Code-Player), dann 2004 die DVD und jetzt die Blu-ray. Als ich den Film jetzt wieder angeschaut habe, ist mir folgendes aufgefallen: Die Leute in der Schwebebahn. Eine junge Frau haucht die Scheibe an und gibt dieser dann ein verträumtes Busserl. Ein junger Mann hängt mit vertäumtem Blick herum und eine Dame streicht mit der Hand verträumt über die Kleidung. Diese Leute haben gleichartige Sehnsüchte - interessanterweise habe ich diesem Umstand früher keine Bedeutung zugemessen.

In die Blu-ray-Verpackung ist ein ca. zehnseitiges Booklet integriert, das ist gut gelungen. Das Interview mit Ray Bradbury, das wir schon von den obgenannten DVDs kennen, wurde dankenderweise mit Untertiteln versehen.

Fazit: Vergönnen Sie sich und Ihrem Video-Regal dieses Schmuckstück.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandaktuell, 26. Januar 2014
Von 
Highlightzone - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Feuerwehrmann Guy Montag kann es gar nicht fassen, als er erfährt, dass sein Arbeitgeber einst dafür zuständig war Brände zu löschen. Heute (bzw. in einer zukünftigen Welt) ist die Feuerwehr dafür zuständig Bücher zu verbrennen, damit die Menschen nicht feststellen, dass es Alternativen zum Fernsehgucken gibt. Diese uns nicht völlig fremde Zukunft schilderte Ray Bradbury bereits 1951 in seinem ersten (echten) Roman “Fahrenheit 451“ (das ist jene Temperatur bei der Papier anfängt zu brennen).

1966 drehte François Truffaut mit “Fahrenheit 451“ seinem einzigen englischsprachigen Film. Das Drehbuch blieb zwar – abgesehen von ein paar merkwürdigen Änderungen wie der Doppelrolle von Julie Christie recht nah an der literarischen Vorlage. Doch die Bilder eines Oldtimer-Feuerwehrautos, das durch eine eher gemütliche bürgerliche Vorstadt braust, sind ganz sicher nicht jene die sich im Kopfe des Leser bei der Lektüre von “Fahrenheit 451“ aufbauen. Witzigerweise handelt das Buch auch davon wie Filme - aber auch Comics! – dafür sorgen, dass Bücher immer unwichtiger werden. Truffauts Film zeigt eine Tageszeitung, die nur aus Comics ohne Worte besteht und eins der verbrannten Bücher ist eine Ausgabe von “Mad“.

Wer bisher mit Truffauts teilweise etwas seltsamen Film nicht allzu viel anfangen konnte, wird dies nach der Sichtung der Extras auf der Blu-ray-Edition von “Fahrenheit 451“ vielleicht etwas anders sehen. Der Franzose Laurent Bouzereau, der schon für die DVDs von zahlreichen Hitchcock-Filmen hochinteressantes Bonusmaterial zusammengestellt hat, liefert auch hier aufschlussreiche Dokumentationen zur Entstehungsgeschichte des Filmes. Dieser entstand parallel zur Veröffentlichung von Truffauts Buch "Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?" Bemerkenswert ist auch, dass Truffaut den Komponisten Bernard Herrmann für seinen Film verpflichtet hatte, der zuvor die wichtigsten Hitchcock-Filme vertonte und gerade vom Suspense-Meisterregisseur - nachdem er zuvor noch den Soundtrack zu "Marnie" schrieb - die Kündigung erhalten hatte.

Bouzereau weist in seinem Bonusmaterial auf viele interessante formale Aspekte des Filme hin. Er dokumentiert durch Interviews aber auch die Schwierigkeiten, die Truffaut während der Dreharbeiten mit seinem mittlerweile in Hollywood zu Starruhm gekommenen Hauptdarsteller Oskar Werner hatte, mit dem er zuvor bei “Jules und Jim“ so harmonisch zusammenarbeitete. Eine Klasse für sich ist zudem noch das Interview mit dem 2012 verstorbenen Ray Bradbury. Dieser erzählt davon, wie er Anfang der Fünfziger Jahre sein Buch “Fahrenheit 451“ zu Papier brachte, obwohl er keine Schreibmaschine besaß. Er lieh sich diese für 10 Cent die Stunde in der Bibliothek der University of California in Los Angeles aus und es kostete ihm daher knapp 10 Dollar das Buch zu verfassen.

Bonusmaterial der Masterpieces of Cinema Collection Blu-ray:
Audiokommentar mit Julie Christie, ohne deutsche Untertitel
Making of von Laurent Bouzereau (44:31 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln
Interview mit Ray Bradbury (11:28 min)
Featurette zur Musik (16:42 min)
Zeitgenössische Interviews mit Julie Christie (2:46 min) und François Truffaut (15:05 min)
Englischer Trailer (2:38 min)
Französischer Trailer (0:59 min)
Bildergalerie (9:03 min)
Booklet
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Achtung: Digital Noise Reduction!, 4. Oktober 2013
Von 
Lars Sandell (Sweden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 [Blu-ray] (Blu-ray)
I'm sorry that I cannot write in German, but I would like to warn all potential customers who are sensitive to DNR, that this Blu-ray has unfortunately been treated to lots of it. Everyone and everything look waxy and "scrubbed". The image is free of dirt and scratches, the colors are good and the sound is fine, but - alas - the disc as a whole is a disappointment thanks to excessive DNR. Too bad!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Papier brennt..., 30. September 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
In einem Staat in der Zukunft ist es ein schweres Verbrechen, Bücher zu besitzen oder zu lesen.
Die Bücher gelten bei der Obrigkeit als Hauptgrund für ein nicht systemkonformes Denken und Handeln, bei dem man bestrebt ist, möglichst eine Gleichschaltung aller Menschen zu erreichen.
Trotzdem ist für gute Unterhaltung gesorgt. Es gibt Pillen für alle Bedürfnisse und jeder gut sortierte Haushalt hat eine Videowand, denn im TV läuft in Dauerschleife die Sendung über die Familie, moderiert von einer netten Cousine (Gillian Lewis).
Montag (Oskar Werner) ist aufstrebender Feuerwehrmann mit Ambitionen zum Aufstieg.
Während seine hübsche Frau Linda (Julie Christie) zuhause ständig vor der Glotze hockt und sich nicht mehr an vergangene schöne Zeiten mit ihrem Mann erinnern kann, jagt ihr Gatte mit Begeisterung Bürger, die Bücher besitzen.
Sein Eifer macht Eindruck beim Captain (Cyril Cusack), lediglich sein Kollege Fabian (Anton Diffring) missgönnt ihm den beruflichen Erfolg.
Der Job bei der Feuerwehr ist vielseitig und interessant, die Bücher werden noch an Ort und Stelle verbrannt.
Auf den Helmen und Uniformen der Feuerwehr steht die Zahl 451, denn bei dieser Fahrenheit-Temperatur fängt Papier Feuer die Bücher entzünden. Außerdem tragen die Uniformen einen Salamander auf der rechten Schulter, ein Tier, von dem es in Legenden heißt, es könne im Feuer leben.
Dementsprechend flösst der Feuerwehrmann bei der Bevölkerung Respekt wenn nicht sogar Angst aus.
In der Schwebebahn lernt Montag die junge Clarissa (ebenfalls Julie Christie) kennen, die seiner Frau ähnlich sieht und die in Montag eine Kehrwende auslöst. Er beginnt sich dafür zu interessieren, warum die Bücher so gefährlich sein sollen, dass man sie verbrennen muss.
Die staatliche Erklärung, dass diese zu selbstständigem und somit gefährlichem Denken anregen, was unweigerlich zu einem anti-sozialemn Verhalten führe und so die Gesellschaft destabilisiere, reicht ihm nicht mehr. Er beginnt heimlich in seinem Haus zu lesen...
Francois Truffauts "Fahrenheit 451" ist einer meiner 60er Jahre Lieblingsfilme, der Film entstand nach dem gleichnamigen dystopischen Roman von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953.
Die Musik stammt von Bernard Herrmann, für die großartige Kameraarbeit zeichnet Nicholas Roeg verantwortlich.
Dabei wird ein sehr interessantes Zukunftsszenario entworfen mit einem immer gleichgültigeren Menschen entworfen, der keine Lust auf Denken hat, gleichzeitig ist der Film auch eine Hommage an die Literatur.
Interessanterweise kann man in "Fahrenheit 451" auch wieder viel von Hitchcock entdecken, der Film ist sicherlich neben Hitchcocks "Die Vögel" einer dieser merkwürdigen, sonderbaren und verschrobenen Meisterwerke, die eigentlich in jeder Einstellung überzeugen.
Besonders ergreifend die Szene, als eine riesige Bibliothek mit vielen seltenen Kostbarkeiten samt Besitzerin und Buchnärrin (Bee Duffell) abgefackelt wird.
Oder auch die an "Vertigo" angelehnte Szene, als Clarissa den Schulkorridor entlang läuft und der kleine Schüler (Mark Lester) angstvoll vor ihr flüchtet.
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75 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Temperatur bei der Papier anfängt zu brennen - 451, 18. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Film:
Der Film startet ungewöhnlich, die Namen der Beteiligten werden nämlich nicht als Text eingeblendet sondern vorgesprochen. Dies nicht ohne Grund, denn es geht in diesem 1966 entstandenen Streifen ums Lesen, um Bildung und um anspruchsvolle Unterhaltung. Gleichzeitig sieht man Dachantennen als Zeichen für hirnlose Unterhaltung. Jedenfalls in der Zukunft ist es verboten Bücher zu besitzen und deshalb gibt es die Feuerwehr. Diese verbrennt Bücher, weil es Gesetz ist und weil diese dazu führen dass Menschen unglücklich sind, falsch aufgeklärt werden, sich identifizieren und über andere stellen, schlichtweg mit sinnlosem Geschreibsel ihre Zeit vergeuden. Einer der Feuerwehrmänner wird durch eine Nachbarin aber neugierig und fängt an heimlich Bücher beiseite zu schaffen um diese nachts zu lesen. Das Treiben bleibt nicht unbemerkt, nicht von seiner Frau und auch nicht von Kollegen.
Mich hat dieser Streifen schon immer fasziniert. Francois Truffaut und sehr gute Schauspieler (dazu zähle ich vor allem auch den Feuerwehrkommandanten), die eine tiefsinnige und sogar spannende Geschichte zu erzählen haben. Ist es gar ein Kultfilm? Jedenfalls 10x besser als als dieser hirnlose Mist, der uns sonst vorgesetzt wird, wobei wir wieder beim Thema wären.
Bild:
Der Streifen ist nahezu 40 Jahre alt und das merkt man ihm eigentlich nicht unbedingt an. Die Farben sind gut, besonders das Rot der Feuerwehr sticht heraus. Filmbeschädigungen gibt’s, hauptsächlich aber nur kleine, insbesondere kleine weiße Blitze sieht man häufig. Es ist aber nicht dramatisch. Die Schärfe schwankt, mal ist sie wirklich gut, dann wieder weniger. Die Daten sind anamorph abgelegt, das Format beträgt 1:1,85. Ich geb mal die Note „befriedigend+“.
Ton:
Gibt’s in deutsch, französisch und englisch, jeweils Mono. Ich habe die deutsche Spur und teilweise die englische gehört. Sie erscheinen mir gleichwertig, gut verständlich, ohne rauschen aber halt auch ohne Räumlichkeit. Keine Frage, ein besserer Sound hätte mir schon gefallen können, wenn z.B. die rasanten Feuerwehrautofahrten von tiefen Streichern eindrucksvoll begleitet worden wären. Ich geb mal die Note „ausreichend+“.
Extras:
Ich denke der Film ist unter einer älteren Käuferschicht eher bekannt. Wer den im Kino gesehen hat, muß heute schon über 50 sein. Ob’s ein Blockbuster war, ich bezweifel es. Jedenfalls ist es anspruchsvolles europäisches Kino und das hat Extras verdient. Was hier aber Universal abliefert übertraff meine Erwartungen. Einen Audiokommentar der Hauptdarstellerin (Doppelrolle), ein Making Of, Extras für die Musik, für die Story, eine Fotogalerie und die Orginal-Anfangssequenz. Ganz klar ein „sehr gut“. Halt Stopp, leider keine Untertitel, dann nur ein "gut".
Fazit:
In Anbetracht des recht günstigen Preises ist diese VÖ nur als wirklich gut zu bezeichnen. Man hat meiner Meinung nach diesen Film ordentlich auf DVD umgesetzt, wenn man das Alter bedenkt. Ein „Herr der Ringe“ sieht und klingt natürlich ganz anders. Es hätte aber auch deutlich schlechter sein können. Empfehlung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigenwilliger und treffsicherer Film in guter Qualität, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
François Truffauts Verfilmung von Ray Bradbury's Dystopie über eine bücherfeindliche Gesellschaft, in der die totalitäre Kontrolle scheinbar nicht von einem diktatorischen Regime, sondern von der Allgegenwart der Medien herrührt, ist so eigenwillig wie treffsicher. Zwar weicht der Film in vielen Details von der Romanvorlage ab und zeichnet auf den ersten Blick ein fast zu idyllisches Bild von Bradbury's kalter, mechanisierter Gesellschaft, in dem einige der grausamen Details des Buches (z.B. der Mechanische Hund) ausgeblendet sind und zwischenmenschliche Wärme zumindest noch in Ansätzen vorhanden ist, während sie bei Bradbury vollkommen durch reibungsloses Funktionieren alltäglicher Abläufe, sorgfältig aufeinander abgestimmte Drogen und die alles übertönende Omnipräsenz der Unterhaltungsmedien ersetzt worden ist. Nicht zuletzt unterstreicht die Figur der Clarisse (die im Film deutlich erwachsener und sexualisierter auftritt als im Buch), dass Truffaut den literarischen Stoff von Bradbury's Roman zu einer ganz eigenen Geschichte verarbeitet.

Und doch bleibt Truffauts Film den Themen des Buches treu: An die Stelle der teilweise explizit visualisierten Grausamnkeit im Buch treten subtile Anspielungen, Szenen hinter Milchglas und um die Ecke herum aufgenommen, welche beinahe klinisch sauber und ordentlich inszeniert sind und darum nicht weniger intensiv wirken als das Buch und damit der Hauptbotschaft von "Fahrenheit 451" in jedem Augenblick treu bleiben: den unheimlichen und unheilvollen Konsequenzen für eine Gesellschaft, welche den Köpfen der Menschen die Bücher und damit auch der Gebrauch der eigenen Vorstellungskraft verbietet. Die oberflächlich saubere und unterschwellig brodelnde Stimmung in der Gesellschaft erhält ihre Intensität nicht zuletzt durch die hervorragende, vielschichtige Schauspielerleistung der Hauptdarsteller (Oskar Werner, welcher der Figur Montags ein ganz eigenes, stilles Gesicht mit Tiefe verleiht, und Julie Christie, welche die beiden Figuren der Mildred/Linda und Clarisse mit Temperament und Leben füllt)

Die DVD ist filmisch vollkommen in Ordnung - behält jedoch die Farb- und Konturenqualität, welche die 70er Jahre kennzeichnet. Synchronisation und Untertitel funktionieren gut, und das Bonusmaterial bietet vielfältige und interessante Einblicke in die Ansichten Truffauts und Bradburys, die hinter der Geschichte stehen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen vorbildlich, 23. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Geschichte dieses Streifens dürfte bekannt sein, daher bin ich mal so dreist und kopiere den offiziellen Pressetext hier rein. "Francois Truffaut prophezeit in "Fahrenheit 451" eine Welt, in der kein gedrucktes Wort mehr existiert. Feuerwehreinheiten überwachen Verdächtige, stöbern verbotene Buchbesitzer auf und zerstören jedes bedruckte Papier. Zu einer dieser gehaßten Einheiten gehört auch Montag, der seine Arbeit liebt und seit 5 Jahren nie eine Frage gestellt hat. Da lernt er eines Tages Clarisse kennen, und plötzlich kommt ihm seine Ehefrau Linda, die ihre Tage mit Tabletten- und Fernsehkonsum verbringt, entsetzlich langweilig vor. Heimlich entflieht er dieser kontrollierten Welt und beginnt nachts zu lesen, obgleich er weiß, daß dies tödliche Konsequenzen haben kann..."

Das trifft es nämlich wirklich auch haargenau, aber ich denke es gibt wohl keinen Cineasten, der diesen Streifen nicht kennt. Ich bin wahrlich kein Truffaut-Fan, weil mir seine Geschichten meistens zu konstruiert und seine Filme in meinen Augen schlichtweg langweilig sind, daher halte ich FAHRENHEIT 451 auch für eines seiner besten Werke.

Alleine die Idee keinen Vorspann ablaufen zu lassen, sondern die Schauspieler und Verantwortlichen nur aufzusagen (weil ja nichts geschriebenes mehr erlaubt ist), ist ein genialer Schachzug. Das wir alle irgendwann mal Flachbildschirme im Haus stehen haben, hätte sicherlich 1966 niemand gedacht, es wird in dem Film aber gezeigt.

Und natürlich der Abschluss, in dem Bücher auswendig gelernt werden um sie weiterzugeben ist eine tolle Idee und wurde sehr schön stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Das Bild der Blu Ray entspricht der einer guten DVD. Immerhin ist der Streifen ja auch schon fast 50 Jahre alt. Der Ton ist passend aber eben nicht überragend, was sicherlich auch keiner verlangt. Enorme Mühe gab man sich im Hause KOCH wieder bei der wirklich schönen Gestaltung des Booklets, das in einem edlen Umschlag integriert ist. Dazu hat man wirklich unglaubliche Extras ausgegraben unter anderem Interviews mit der jungen Julie Christie, die damals ja noch kein Mensch kannte und die erst danach zum Weltstar avancierte.

Fazit: Wie immer liefert KOCH tadellose Arbeit ab. Das Bild ist gut restauriert, die Verpackung mehr als ansprechend und die Extras erfreuen. Noch dazu für einen fairen Preis. (videotie.de)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allerehren zu empfehlen - ein klasse Film, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Kenne das Werk schon ziemlich gut. Die Zusatzinfos bzw. -dokus zu den wichtigsten "Machern" dieses Werks ergänzen das Werk noch um ein Beträchtliches.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Realismus, 6. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (DVD)
Diesen Truffaut - Film nach einem Bradbury-roman kann man unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten--und auch zu unterschiedlichen Bewertungsergebnissen kommen.
Ich setze den Focus hier mal auf die Tatsache, daß es sich um einen englischsprachigen Film eines nicht sprachbegabten Regisseurs aus Frankreich handelt. Im Begleitmaterial finden sich einige Anekdoten dazu. Da der Film zu dem auch in Englisch und ggf. auch mit vernünftig übersetzten Untertiteln ( ! ) zu sehen ist, lohnt es sich, diese DVD zu erwerben.

Truffaut konnte nur wenige Worte sprechen und hat diesen Makel auch gerne mal Öffentlich zur Schau gestellt , so z.B. ein Unmöglicher Versuch eines Jungen Mannes in einem Vorangegangenen Werk, das Wort " The Beach " richtig auszusprechen. Es kam immer wieder " The Bitch " über dessen Lippen. Aus diesem Wortwitz heraus ging man mein bei Universal wohl das Risiko ein, den Stoff mit Truffaut zu verfilmen. Zu mal dieser auch den selbe Sprachlehrer hatte wie Woody Allen, der zeitgleich etwas Französisch erlernte.

Francois Truffaut nutzte die Freundschaft zu Helen Scott, mit der er schon seine eigenartige Zusammenarbeit mit Hitchcock zu konvertieren pflegte, um sich verständlich zu machen. Schwierig wird die Zusammenarbeit mit Bernhard Hermann gewesen sein, der seinen Part kompromisslos durchzog und dem Film so insbesondere in Verbindung mit der Ausstattung und auch der eigenwilligen Kameraarbeit von Nicholas Roeg diesem Film eine durchaus Zeitlose Note mit gab. In Verbindung mit dem Textmaterial eine phantastische und realistische Betrachtung Totalitärer Systeme. Das Begleitmaterial ist für meinen Geschmack sehr gut; es ist insgesamt betrachtet nicht einfach, einem 35 Jahre alten Film ( die DVD-bearbeitung ist von etwa 2002 ) ein gutes making of zu verpassen.

Ich kann nur jedem empfehlen, der diesen Film sich vielleicht auf deutsch im TV angeschaut hat, diesen noch mal im original zu sehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als das Buch verboten wurde, 3. Dezember 2013
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Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 [Blu-ray] (Blu-ray)
Fahrenheit 451 ist ein sehr gut gedrehter Sience Fiction Film aus dem Jahre 1966. Er handelt von der völligen Unterdrückung des Menschen durch ein totalitäres Regime. Die Vorlage zum Drehbuch lieferte Ray Bradbury mit seinem gleichnamigen Roman.
Dieses Werk ist ein filmischer Leckerbissen, auch wegen des schwierigen aber exzellenten und wunderbaren Oscar Werner und auch wegen der wunderbaren Julie Christie, diesmal sogar in einer Doppelrolle. Regie führte Francois Truffaut. Die Freundschaft zwischen Truffaut und Werner ging mit diesem Film in brüche.
Das Bild und der Ton sind gut, an den Extras wurde nicht gespart. Für Cineasten ein Muß.
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Fahrenheit 451 [Blu-ray] von Ray Bradbury (Blu-ray - 2013)
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