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Kundenrezensionen

23
4,7 von 5 Sternen
The Wild Hunt
Format: Audio CDÄndern
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am 24. August 2013
Mit erhabenen, düsteren Melodien leitet "Night Vision" das neue Watain Album ein, welches nahtlos in den ersten richtigen Song "De Profundis" überleitet - ein zunächst typischer Watain Song, mit einem interessanten Echo Effekt auf den Vocals. Im Laufe des Songs fallen dann aber noch weitere Überraschungen auf, die auch den Rest des Albums kennzeichnen sollen - Watain zeigen sich auf "The Wild Hunt" unglaublich experimentierfreudig, was ihrer Musik unglaublich gut zu Gesicht steht. Klar, es sind immer noch Watain aber eine Weiterentwicklung im Songwriting ist deutlich erkennbar. Es finden sich zahlreiche schleppende Midtempopassagen, vielfältige Gesangsstile, die Songs sind deutlich vielseitiger geworden und haben einen gewissen psychedelischen Touch. Aggressionsausbrüche in der Musik werden akzentuierter eingesetzt als zuvor. Einzelne Songs besonders hervorzuheben fällt schwer, das Album sollte am besten im Ganzen gehört werden, Schwächen sind für mich nicht auszumachen. Dank der enormen Vielseitigkeit wird das Album auch so schnell nicht langweilig, es sind immer wieder neue Details zu entdecken. Ein paar Songs sind meiner Meinung nach aber besonders erwähnenswert: Etwa das sich stetig steigernde und extrem vielseitige "The Child Must Die", sowie das ruhige und atmosphärische "They Rode On", ein Song den man wohl eher von einer Okkult Rock Band wie The Devil's Blood erwarten würde und nicht von einer Black Metal Band. Gerade deshalb aber ein besonders einzigartiger Titel. Auch "Outlaw" gehört noch zu meinen besonderen Favoriten auf dem Album - ein Song den ich mir besonders live sehr gut vorstellen kann und der wieder sehr schwer zu kategorisieren ist, besonders die "Voodoo-Melodie" zu Beginn und Ende hat es mir dabei sehr angetan.

"Ist das jetzt noch Black Metal?" - die Antwort muss jeder eigentlich selbst finden. "The Wild Hunt" entspringt zwar deutlich dem Black Metal aber scheut sich nicht davor zahlreiche andere Einflüsse in sich aufzunehmen, was so manchem Die-Hard Fan übel aufstoßen könnte, mir persönlich aber sehr gut gefällt. Und eigentlich ist es mir auch egal was für ein Genre das nun ist, denn die Musik steht auf diesem Album für sich. Konservative Black Metaller sollten am besten erst einmal Probehören. Freunde von anspruchsvollem, düstererem Metal, die sich nicht um Genre-Schubladen kümmern sollten "The Wild Hunt" jedoch auf jeden Fall eine Chance geben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 9. September 2013
An WATAIN werden sich, sicherlich von der Band alles andere als unbeabsichtigt, wohl immer die Geister scheiden - und in Vielem muss man feststellen, dass WATAIN einfach "ein Fall für sich sind" und nach eigenen Regeln funktionieren, zumindest, was den Außenauftritt der Band angeht. Mit THE WILD HUNT erschien nur das Album, welches sicherlich viele Hörer seit Jahren haben kommen sehen - WATAIN haben sich deutlich hörbar weiterentwickelt und verändert, und sind in vielem eingängiger und melodischer geworden.

Normalerweise sind ja solche Alben von ehemals eher heftigen Metal-Bands genau die Werke, mit denen sie die meisten alten Fans verlieren und die in der Rückschau entweder als großer Fehltritt oder aber als der finale Abgesang alter Helden bezeichnet werden. Sicherlich gibt es ein paar lobenswerte Ausnahmen (so haben z.B. die stilistisch anders gelagerten Immortal mit "At The Heart Of Winter" ein meiner Ansicht nach zwar eingängiges, aber grandioses und einfach sehr stimmiges Album abgeliefert), aber die oben beschriebene Dynamik dürfte ja den meisten Hörern gut bekannt sein.

THE WILD HUNT zeigt allerdings, dass sich eine Band auch deutlich entwickeln kann, ohne ihre Wurzeln zu verlieren - denn nach anfänglicher Skepsis mehreren Durchläufen wurde mir klar, dass dies ein lupenreines WATAIN-Album ist und die gesamten Trademarks, die diese (auch wegen ihrer Popularität) kontroverse Truppe auszeichneten, enthalten sind. Das schwer greifbare Element, welches die Kompositionen von WATAIN besonders macht, dieses fast barocke, welches sich immer wieder mit rohen Ausbrüchen vermischt und abwechselt, die ruhigen und sakralen Passagen, die Ohrwurmmmelodien, all dies ist nichts, was WATAIN erst auf THE WILD HUNT auffahren, sonders etwas, was ihrem Sound schon immer zu eigen war. THE WILD HUNT erweitert diese Merkmale lediglich, aber das Endresultat klingt für mich imemr noch unverkennbar nach WATAIN... und facettenreich (aber in sich immer wieder schlüssig) war der Sound der Herren ja ohnehin stets. Sicherlich: fast baladeske Songs wie "They Rode On" mögen den ein oder anderen irritieren - aber ich finde, dass auch dieses Stück in den Kosmos von WATAIN passt.

Im Endeffekt wurde mir nach einigen Durchläufen klar, dass THE WILD HUNT einfach ein sehr schlüssiges Album geworden ist und schlichtweg den "Spirit" von WATAIN gut wiedergibt - besser, als wenn die Band krampfhaft "Sworn To The Dark Part II" abgeliefert hätte. WATAIN ließen sich nie so ganz in ein Schema pressen - während viele Black Metal Bands gerne ehemalige Legenden redlich kopieren und strickt nach "Schema F" agieren waren WATAIN immer ein bisschen anders als der Rest... vielleicht gar nicht so sehr musikalisch, sondern von ihrer gesamten Wirkung. Der besondere Pfiff an WATAIN war und ist für meine Begriffe immer etwas schwer greifbar, und hier hat auch THE WILD HUNT seinen Platz: denn dieses Album ist, wenn es auch definitiv eingängiger, melodischer und nicht so vordergründig aggressiv die Vorgänger "Sworn To The Dark" und "Lawless Darkness" ist, immer noch unverkennbar WATAIN.

THE WILD HUNT brauchte bei mir etwas Zeit, um wirklich zu zünden, aber ich muss mittlerweile feststellen: ein sehr starkes Album, bei welchem man laufend neue Ideen entdeckt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. August 2013
Sie ist kein zweites "Lawless Darkness" oder "Sworn To The Dark", die neue Watain.
Eine völlige Neuentwicklung also? Nein, auch das nicht.
Dennoch überraschen Watain auf dem neuen Album immer wieder, und nicht jedem Hörer wird dies gefallen.
Auch ich war nach dem ersten Hördurchgang sehr zwiegespalten.
Nach einem verträumten, instrumentalen Intro, daß zum Ende hin noch einen lauteren, an Dissection erinnernden Ausbruch hat, starten die Jungs mit De Profundis zunächst noch nicht so ungewohnt ins Album. Ein schneller Black Metal Kracher, der es in sich hat und mit schrägen Melodien und einer düsteren Atmosphäre aufwartet, die ihresgleichen suchen.
Black Flames March walzt im gemäßigteren Tempo mit Doublebassattacken über den Hörer hinweg, gefolgt vom etwas vertrackten All That May Bleed. Bis hierhin klingt das Album, als hätte man nahtlos an den Vorgänger angeknüpft, interessanter Black Metal, der typisch nach Watain klingt, interessanter als der Einheitsbrei der Black Metal Masse, die abseits von Tremolomelodien und Blastbeats nicht allzuviel zu kennen scheint, variabel in Rhytmik und Riffing, und auch Anleihen aus Thrash und Heavy Metal nicht abgeneigt.
Aber nun kommt der erste Schock: The Child Must Die hat wohl schon im Vorfeld viele Fans abgeschreckt, und tatsächlich wirkt der Song für Watain-Verhältnisse fast "poppig": Beginnend mit einer Melodie, die fast an In Flames denken lässt und eher einfachem Aufbau von Strophe und Refrain scheint dieser Song für die Band eine ähnliche Entwicklung darzustellen, wie der Stil von "Reinkaos" seinerzeit für Dissection - nur, daß Watain auch diesem Song trotz allem eine Black Metal Note verleihen. Irgendwo in der Mitte leitet ein fieser Break dann etwas böseres Riffing ein, bevor man den Song mit dem Refrain und einem Outro ausklingen lässt.
Die wirkliche Überraschung erwartet den Hörer dann in Form von They Rode On. Die Jungs haben damit ihre erste Ballade geschrieben. Und während alle Welt den Song in den Himmel lobt und die true Black Metal Gemeinde Gift und Galle spuckt, bin ich hin und her gerissen. Etwas derartiges hätte ich von Watain weder erwartet noch gewünscht. Und Balladen haben andere Bands bereits um Längen besser geschrieben. Aber dennoch verbreitet der Song, wenn man den ersten Schock überwunden hat, eine wunderschön melancholische Atmosphäre, fügt sich durchaus passend ins Gesamtkonzept ein, er funktioniert! Und obendrein verdienen Watain ein dickes Lob, daß sie auf die engstirnigen "Regeln" ihrer Szene einen Dreck geben, und mal eben einfach machen, was sie wollen.
Mit Sleepless Evil folgt dann der Ausgleich: Der Song ballert ordentlich thrashig los und rüttelt den Hörer erstmal wach, bevor er in einen atmosphärischeren, aber nur leicht gemäßigteren Black Metal Kracher umschlägt.
Aber wenn der Hörer hier aufatmet, weil sich die Band wieder auf ihre Bösartigkeit rückbesinnt und ihm alles um die Ohren haut, was geht, kommt mit dem Titeltrack die nächste Überraschung: Düster, schleppend, melancholisch aber dennoch bedrohlich erinnert der Song mich ein wenig an die langsamen Stücke von Hypocrisy, wie etwa "Death Row - No Regrets", wohl wegen der Atmosphäre und der dunklen Männerchöre. Auch dieser Track braucht wegen seiner Ungewohntheit eine Weile, bis er sich dem Hörer erschließt - zumindest wenn man wie ich etwas völlig anderes erwartet hat.
Buschtrommeln-artig anmutende Drumrhytmen und an Voodoo-Rituale denken lassende Chöre leiten dann Outlaw ein - für mich eines der Highlights des Albums. Nach dem sehr geilen Intro packt die Band wieder den Thrash-Hammer aus und walzt alles nieder, aber nicht ohne dabei für ihre typisch schaurig-düstere Atmosphäre zu sorgen.
Das Instrumental Ignem Veni Mittere erinnert wiederum sehr an Dissection und führt zum Abschluss des Albums: Holocaust Dawn könnte so auch wieder auf einem der Vorgänger stehen, düster-atmosphärisch, eher im Midtempo gehalten, viele Moll-Akkorde, typisch Watain.
Die Limited Edition wartet im Anschluss dann nach einer knapp dreiminütigen Pause noch mit einer Neuauflage von When Stars No More Shine vom ersten Demo auf - nicht unbedingt schlecht und für Fans der ersten Stunde sicher eine nette Zugabe. Für mich aber zeigt sich darin erst die Weiterentwicklung der Band - denn mit dem, was die Jungs seit Casus Luciferi oder spätestens Sworn To The Dark abgeliefert haben, kann dieser Standard-Tremolo-Melodieriff-Song nicht mehr mithalten. Klingt eher nach Taake als nach dem, was ich an dieser Band so mag.

Nach mehreren Hördurchgängen finde ich die neue Scheibe mittlerweile ziemlich gelungen. Watain überraschen den Hörer, und haben sich irgendwo auch weiterentwickelt.
Dennoch vergebe ich nur vier Sterne, denn mit den beiden Vorgängern kann sich das Album für mich (zumindest noch nicht) ganz messen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2013
Pünktlich zum Erscheinungstag erhielt ich dieses sehr wertig zusammengestellt Digibook und schon die ansprechende Aufmachung lässt dem Musik-Hörer das Herz aufgehen. Watain haben mit den Vorgänger-Alben schon Ihre Vorreiterrolle im Black-Metal zementiert und machen sich nun mit diesem Werk auf, breitere Zuhörerschichten im Heavy Metal anzusprechen, denn "The Wild Hunt" sprengt locker die gängigen Genregrenzen.
Nach dem majestätischen Intro "Night Visions" schießen die Schweden in gewohnter Manier aus allen Rohren, und setzen mit "De Profundis" die erste Duftmarke. Tightes, rasendes Schlagzeugspiel mündet in treibende Hooklines und erinnern noch stark an die alten Großtaten Watains.
Bei "Black Flames March" wird dann erstmals die neue Ausrichtung der Schweden deutlich, denn Erik singt relativ melodiös und der ganze Song wirkt fast schon theatralisch. Der Text stammt von dem der Band nahe stehenden ex-Dissection Klampfer Set Teitan. Schon länger bekannt ist der nächste Song "All that may bleed", und auch hier wird man zeitweise an den gesanglichen Ausdruck des wohlbekannten Hell-Albums "Human Remains" oder neuerer Primordial-Sachen erinnert.
Wir haben es danach mit "The Child must die" zu tun, durchgänging im Midtempo angesiedelt macht sich dieser Song auch in den Ohren weniger black-metal affiner Hörer breit und überzeugt vollstens. "They rode on" stellt eine tiefe Verneigung vor den Werken von Bathory dar, der erhabene, klare und wehmütige Gesang fesselt einen über acht Minuten und lässt diesen Song zu einem absoluten Höhepunkt dieses Albums werden. Zum Ende hin wird dem Ganzen mit den schönen Vocals von Anna Norberg die musikalische Krone aufgesetzt - geil! "Sleepless Evil" holt einen dann wieder sicher aus Nordland zurück und versohlt nach alter Manier musikalisch den Hosenboden!
Grandios wird es danach mit dem Titeltrack, welcher abermals Quortons-Erbe würdig zitiert und möglicherweise einen neuen Meilenstein im epischen Viking-Metal darstellt. "Outlaw" orientiert sich in der textlichen Ausrichtung an den letzten Eingeborenen, und bringt einen weiteren interessanten Farbtupfer auf das Album. "Ignem veni mittere" lässt instrumental ein wenig ausschnaufen, ehe es mit dem Watain-klassischen "Holocaust dawn" auf die offizielle Zielgerade geht. Dieser Song ist zunächst typisch beginnend, hält aber in der Mitte ungeahnte Facetten der Band bereit, um schließlich als Hochgeschwindigkeitsgeschoss zu enden. Auf dem Digi-Pack befindet sich dann nach einigem Warten ein empfehlenswerter Bonus Track", "When stars no more shine" stammt ursprünglich von einem alten Watain-Demo von 1998 und erfreut mit herrlicher Rohkost zum Abschluss.
Man muß nicht unbedingt ein absoluter Schwarzheimer sein, um dieses Album für sich zu entdecken, denn Watain bearbeiten auf "The Wild Hunt" neben Altbekanntem auch ganz neue Genrefelder. In einem perfekten Soundgewand aufbereitet ( ex-Band Mitglied Torje Stjerna zeichnet wie auf den letzten Alben für den Sound verantwortlich ) stellt "The Wild Hunt" definitiv einen neuen Abschnitt in der Geschichte von Watain dar und markiert sicherlich ein metallisches Highlight in 2013.
Für die Zielgruppe ist diese Scheibe selbstredend Pflichtveranstaltung, grundsätzlich sollte dieses Album aber auch dem gemeinen Metaller ordentlich Freude und eine schaurig schöne Gänsehaut unter der Kutte bereiten. Extreme Musik wie Black Metal mit einer derartigen Präzision und musikalischen Qualität zu schaffen, ist hohe Kunst und lässt Watain als eine ganz besondere Band in der Metal-Szene erwachsen. Geile Sache!
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am 18. November 2013
Höre selber im Bereich Metal/ Rock alles quer durch den Garten und lege mich da auch nur ungern fest...denn ist gibt einfach viel zu gute Musik in fast allen METAL-Bereichen. Allerdings tat ich mich mit BLACK METAL immer etwas schwer! Trotzdem bin ich der Meinung, dass THE WILD HUNT von WATAIN auch für nicht BLACK METAL Fans sehr interessant sein kann. Man muss es halt auf sich wirken lassen und sollte es nicht so nebenbei beim Autofahren hören. Klasse Musik!!!!!!!!!!!
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am 30. Mai 2014
Gespannt konnte man sein, auf den neuesten Watain Output, gab es doch im Vorfeld einige Aussagen der Band, dass es Änderungen bzw. neues, band-ungewöhnliches zu hören geben werde. Gleich im Voraus: Jeder der mit "Lawless Darkness" was anfangen konnte, wird auch vom neuesten Werk nicht enttäuscht sein, auch wenn diverse Songs gänzlich(!) untypisch daherkommen. Die Scheuklappen mal kurz beiseite zu legen kann zum Teil also durchaus nicht schaden…

Los geht’s mit dem sich langsam aufbauenden Intro "Nightvision", dass direkt an das Ende von "Waters of Ain" anknüpft, aber gegen Ende immer majestätischer wird. Was dann folgt, ist die pure schwarzmetallische Raserei – "De Profundis" fegt einfach alles weg, was sich in den Weg stellt. Nach dem Intro ein brutaler Schlag ins Gesicht. Irre (Thrash-)Riffs, giftigste Vocals, immer wieder durch stampfende Midtempo-Drums aufgelockert – heftiger Beginn. Die darauffolgenden Songs "Black flames March" (wieder mit stampfenden Drums) und "All that may bleed" kommen als typische Watain Kracher daher und hätten locker auf dem Vorgänger Album stehen können.
Fragte man sich bisher, wo denn nun die angekündigten "Änderungen" seien, so findet man die Antwort bei "The Child must die". Watain wagen sich heraus aus der Komfortzone und komponieren einen beinahe reinen Heavy Metal Track – im Watain Gewand versteht sich. Erik zügelt seine Stimme und die melodische Gitarrenarbeit tut ihr übriges, von der Band so nicht zu erwarten. Absoluter Anspieltipp! Als ob der Song nicht schon überraschend genug war setzen die Schweden mit "They rode on" noch einen drauf. Eine, nun ja, Ballade bei Watain? Gibt’s nicht!? Gibt’s doch! Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig – nicht der Track an sich, sondern, dass er von Watain stammt – weiß "They rode on" nach jedem Durchlauf mehr zu gefallen, bis er irgendwann nicht mehr aus dem Kopf geht. Vorbild waren hier wohl "Fade to black" oder auch "Nothing else matters" von Metallica und auch Bathory mag man heraushören (Gitarren). Anfangs langsam mit Akustikgitarren steigert sich der Song immer weiter bis zum großen Finale. Erik singt sich komplett clean (!) die Seele aus dem Leib und macht dabei einen grandiosen Job. Wer hätte das gedacht, dass hinter dem Frontgifter ein solch talentierter Sänger steckt?! Zum Ende und gleichzeitigen Höhepunkt erhält er dabei weibliche Unterstützung. Die fantastischen Lyrics runden das Ganze endgültig ab – schaurig schön. Wer sich jetzt in Sicherheit hat wiegen lassen, wird mit dem fiesen "Sleepless Evil" sein schwarzes (sic!) Wunder erleben und von den ballernden Drums und pfeilschnellen Riffs überrannt. Der darauffolgende Titel-Track ist eine tiefe Verbeugung vor den Watain-Faves Bathory. Mit derselben Erhabenheit ausgestattet, die auch die eben genannten Bathory ausstrahlen, ist "The wild hunt" ein wahrer Epos. Erik singt dabei wieder mit seiner cleanen Stimme, was Watain auch hier abermals gut zu Gesicht steht. Wahnsinns Song! "Outlaw" beginnt ungewöhnlich mit Tribal-Drums und Voodoo-Ritualgesängen, bevor der Track in den Vollgasmodus umschaltet. Zwischendurch gibt’s auflockernde Midtempo Parts und ein feines Solo. Der Track endet nach dem Höllenritt genau wie er begonnen hat mit Tribal-Rythmen und den Gesängen. Das Instrumental "Ignem Veni Mittere" bereitet den Hörer auf das abschließende "Holocaust Dawn" vor. Hier zeigen Watain nochmal die ganze Palette ihres Könnens. Von Midtempo bis ultraschnell, von melodisch bis rabiat werden alle Facetten der Musik von Watain abgedeckt. Zur Krönung gibt’s noch einen düsteren Walzerpart (!) mit Akkordeon, der den Song endgültig zu einem Highlight werden lässt.

Fazit: Watain schaffen es ausgetretene Pfade zu verlassen, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen oder an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die Songs sind, ich denke das kann man so sagen, entweder melodischer Natur oder eben unglaublich brutal. Die neuen Einflüsse, unter anderem der Clean Gesang, stehen der Band hervorragend und wurden perfekt in den typischen Sound integriert. Für Black Metal Puristen teilweise wohl eine Enttäuschung, für alle anderen die – wie eingangs erwähnt – ,die Scheuklappen weglegen, offenbart sich mit "The wild hunt" ein wahres extremmetallisches Meisterwerk, das einen nicht mehr loslässt.
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am 28. August 2013
So,
nachdem ich zurückgekehrt bin aus Uppsala/Schweden um mir gleich mal Watain in Verbindung mit dem neuen Album anzusehen kann ich nun mein Fazit ziehen.
Ich hatte es mir schon beinahe gedacht, dass Watain es nicht wagen würden, They rode on oder The Wild Hunt live zu spielen. Das sind beides phänomenale
Songs, doch nicht geeignet für diese Live-Feuershow/Hölle/Rituale.

Die Band startete mit De Profundis, dem Opener von The Wild Hunt. Was schon auf dem Album ein ziemlicher Schlag in die Fresse ist, wird nur überboten von der
Live-Version. Auch All that my bleed und Black Flames March wurden gespielt und auch diese beiden Songs reihen sich live nahtlos ein in die pechschwarze Liveperformance von
Watain. Noch ein abschließender Satz dazu, so sehr mir das Konzert gefallen hat, habe ich doch das Blut und den Geruch nach Tod vermisst. Das sortiert meiner Meinung nach nochmal
ein bisschen die Fanschicht aus, sodass nicht jeder, der nen Patronen-Grütel trägt und sich Black Metaller schimpft, dass mitmacht. Aber gut, vlt auf Tour dann wieder.

Zurück zum Album. Es is kein Lawless Darkness und erst recht kein Sworn to the Dark doch es raubt einem ebenso den Atem und nimmt einen mit auf die Reise wie die beiden Überalben davor.
Man muss sich nur darauf einlassen können. Man muss sich öffnen, auch in anderes Terrain vorzudringen, dass nicht vertraut wirkt, dass macht finde ich auch einen großen Reiz an diesem Album aus.
Man weiß nicht, was als nächstes passieren könnte, hört man es streng von vorn bis hinten. Damit trifft es der Titel des Albums pefekt, eine wilde Jagd, die gewohnt beginnt, unbekannte, bedrohliche Gebiete durchstreift und am Ende erfolgreich abgeschlossen wird mit Holocaust Dawn, der meiner Meinung nach beste Song des Albums.

Kaufen.
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am 28. August 2013
im August zu veröffentlichen ist schon frech, passt eher in den dunklen Herbst.
Ist ja fast schon wie Leichenfledderei am hellichten Tag, verdammt nahe am Bathory-Grab.
Eigentlich bin ich vorsichtig bei den blutjungen BlackMetalBands.
Da war die 3. oder wasweissichwievielte Blackmetalwelle schon durch, konnten die Watainleute noch nicht mal ihre Instrumente halten.
Aber hier geht es ja darum dieses eine Album zu beurteilen, und nicht die Bandgeschichte, obwohl sich diese auf "The wild hunt" ganz gut abbildet.
Soviele Musikstile die hier vereint sind, kann die Band doch niemals selbst gehört haben, also wo sollen da die Einflüsse herkommen...
Ist schon ein Kunststück in 60 Minuten Reinstahltradition und bissige Aggressivität zu verschachteln und noch genügend Platz zum schocken der eigenen DiehardFans zu finden.
Ich seh schon die tausenden heruntergeklappten Kinnladen, und das abwenden einiger alten "diehard" Fans.
Klangfarben wie ein Zusammenfluß von Blut und Pech, den Bogen gespannt vom zähfliessenden "They Rode on" und vom Titelsong (hätte man in der Art eher von Primordial vermutet) bis zum keifenden "Outlaw" (das ..huh... im Refrain wird wohl jetzt das Bandmarkenzeichen, wie einst das tiefe "uh" von TomG.Warrior oder das "wüähh" von Tom Angelripper.
Jedes Detail durchdacht und ausgefeilt, ohne die blasphemische Spontanität vermissen zu lassen.
Dieses Kunststück gelingt nur ganz wenigen. Selbst ne Portion "Humppaa" fließt im Mittelteil von "Holocaust Dawn" mit ein.
Warum es das limitierte Boxset einmal mit schwarzem Vinyl und mal in goldenem Vinyl gibt, muss mir bei Gelegenheit mal jemand von CenturyMedia erklären.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2013
Watain haben sich mit diesem Album selbst übertroffen und eines der stärksten Black Metal-Meisterwerke überhaupt geschaffen. Die dunkle Atmosphäre wird dabei weniger von den Blastbeats kreiert, als vielmehr von den schweren Midtempo-Riffs und den düsteren Gesangspassagen. Folgerichtig passt der Dark Folk-Titel "They Rode On" nahtlos in das Gesamtkonzept des Albums. Verschnaufpausen wird der Hörer hier keine finden, weil Watain immer für eine Überraschung gut sind. Auf Blastbeats folgen Midtempo-Sequenzen mit psychotischem Gesang (und einer irren Geige, siehe "Holocaust Dawn"), scheinbar ruhige Instrumentals entwickeln sich zu dissonanten Orgien, und was die Leadgitarre leistet, ist oftmals nicht mehr von dieser Welt-wie auch die okkulte Botschaft der Band.
Mit einmaligem Hören wird man "The Wild Hunt" jedenfalls nicht gerecht (Kopfhörer eignen sich dafür am besten), die Mühe lohnt sich aber, und ich vergebe dafür auch die 3 Minuten Leerlaufzeit im Hidden Track Nr. 12 dieser Limited Edition. Die exquisite Aufmachung im Booklet-Format kann ich ebenfalls nur empfehlen.
Fünf schwarze Sterne als Konsequenz, jetzt heißt es zugreifen!
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am 23. Januar 2015
Nachdem ich von Watain das erste mal um 2006 herum hörte, suchte ich die ersten Lieder im Netz und war stark angetan. Satans Hunger, Sworn to the dark, nur 2 der Titel die rauf und runter liefen. Irgendwann wollte ich mehr, nach der Lawless Darkness, von der ich ebenfalls schon begeistert war, kaufte ich mir dann die Wild Hunt, und ich muss sagen, selten hat mich eine Black Metal Band die für Rohheit und Härte bekannt ist, so bewegt. Nicht nur, dass wirklich jedes Lied ins Bein geht, einige gehen auch ins Mark und ins Herz, so ungewöhnlich wie das für dieses Genre vielleicht auch ist. Herausragend sind wirklich die Lieder 'They rode on' und 'The child must die' aber auch 'Outlaw' und'Holocaus Dawn' bringen Fans voll auf ihre Kosten.
Lawless Darkness und Swon to the Dark waren großartige Alben(Rabid death curse und Casus Luciferi sind auch sehr gut, aber mir nicht so eingegangen), aber The wild hunt ist definitiv eines der Alben, die man im Leben mindestens einmal gehört haben muss, wenn man meint, man hat Ahnung von Musik (richtiger Musik - Metal! ;) ) Besser noch als einmal hören ist kaufen und stolz wie Bolle sein Eigen nennen!
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