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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tillys Horror
Cover:
Das Cover passt zum Inhalt des Buches. Es zeigt einige Möglichkeiten auf, wo das Grauen, der Horror oder auch der Wahnsinn auf den Menschen warten kann. Düster und dunkel passt es sich den Schauplätzen einzelner Geschichten an und macht durchaus neugierig auf mehr.

Meinung:

Zu allererst: Vielen Dank an Jürgen Eglseer...
Vor 11 Monaten von Inflagrantibooks veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Horror
Schon ziemlich brutale und kranke Geschichten.
Meiner Meinung nach die beste Geschichte von Thorsten Scheib. Ohne viel Blut und Schockelemente doch durchaus denkbares Szenario.
Vor 6 Monaten von Riedel Thomas veröffentlicht


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tillys Horror, 22. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Cover:
Das Cover passt zum Inhalt des Buches. Es zeigt einige Möglichkeiten auf, wo das Grauen, der Horror oder auch der Wahnsinn auf den Menschen warten kann. Düster und dunkel passt es sich den Schauplätzen einzelner Geschichten an und macht durchaus neugierig auf mehr.

Meinung:

Zu allererst: Vielen Dank an Jürgen Eglseer für das Rezensions-Exemplar.
Ich liebe gute Horrorgeschichten. Ob es das subtile, schleichende Grauen ist oder der gute alte klassische Horror ist mir vollkommen egal. Nun ja, wenn Zombies darin vorkommen, ist es mir am liebsten, aber sicherlich kein muss. Als ich mein Rezensions-Exemplar bekam, wusste ich nicht, was mich zwischen den einzelnen Seiten für Horror und Grauen erwartet. Natürlich hatte ich meine Erwartungen und ja, ich wollte geschockt werden. In diesem Werk findet man 27 Geschichten, die von Inhalt, Horror-Faktor, Idee und Umsetzung nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Kreativität der einzelnen Autoren sei hier besonders erwähnt, denn mitunter hat mich wohl mehr geschockt, auf was für gruselige Gedanken Autoren kommen können, als der Inhalt der Geschichten. Von kaltblütigen Psychopaten über mystische, hungrige Wesen bis hin zur klassischen Gruselhausgeschichte ist alles vertreten und jeder, der diese Anthologie in den Händen hält, wird seinen bevorzugten Horror finden können.

Es muss aber erwähnt werden, dass zartbesaitete Leser die Finger davon lassen sollten. Einige Geschichten haben es wirklich in sich und manche sind sehr blutlastig. Wenn man das Gesamtkonzept betrachtet hat man gute, solide Horrorgeschichten die nichts missen lassen. Stilistisch merkt man den Autoren ihr Können an, darüber muss auch gar nicht diskutiert werden, Fehler sind mir nur ein paar ins Auge gesprungen. Die Mehrheit der vertretenen Autoren schafft es ohne Probleme den Leser in ihre Geschichte zu ziehen und eine Gänsehaut zu erzeugen, die noch lange anhält. Ich würde außerdem nicht empfehlen, diese Anthologie abends zu lesen, kurz bevor man ins Bett geht, denn dann sind düstere Horror-Schattenbilder vorprogrammiert. Gerade bei Horrorgeschichten kommt es auf das richtige Maß an Informationen an, damit der Leser sich sein eigenes Grauen erschaffen kann. Zu viele Beschreibungen können höchstens Ekel hervorrufen, machen aber dem Grauen schnell ein Ende. Ich finde, genau das haben die meisten der Autoren wunderbar hinbekommen. Sie ließen mir als Leser genug Freiraum, um die mir gegeben Informationen so zu verarbeiten, wie mein Kopfkino es für richtig hielt.

Nun ist es aber so, das die Geschmäcker verschieden sind und nicht jedem alles gefällt. So ging es mir auch. Nachfolgend werde ich zu einigen Geschichten noch ein paar Worte sagen. Nicht zu allen, das würde den Rahmen sprengen. Davor muss ich aber noch etwas erwähnen. Ich habe noch nie so einzigartige und einfallsreiche Autorenvorstellungen gelesen. An manchen Stellen waren sie sogar gruseliger als die Geschichte selbst. An dieser Stelle also ein großes Lob an Carmen Weinand, für ihre schockierenden Kurzbiografien vor den Geschichten. Nun aber zu den Kurzgeschichten:

3.Carmen Weinand „Rage“
Die Idee und die Umsetzung dieser Geschichte sind klasse. Wer kennt solche Momente, Tage, Wochen nicht, in denen man von allem und jedem genervt ist und nur noch seine Ruhe will. Dass dieses Gefühl keinen natürlichen Ursprung hat und am Ende solche Ausmaße annimmt, gleicht wirklich einer Horrorvorstellung und ließ mich als Leser am Ende doch erst einmal Schlucken. Die kleinen Info-Päckchen zu dem „Es“ sind sehr gut platziert. Sie verraten nicht zu viel und lassen meiner Fantasie vollkommen freie Bahn. Die Geschichte beginnt als leichter Wind und steigert sich dann in einen Tornado aus Horror und Blut. Die „ruhige“ Schreibweise macht das alles noch viel schlimmer. Hier hat man eine wirklich horrormäßige Geschichte, deren Ende der Blutstropfen auf dem Gruselfaktor ist.

5.Daniela Herbst „Letzter Gedanke München“
Als Zombie-Fan schlechthin kann ich zu dieser Geschichte wohl keine neutrale Meinung verfassen. Die aufbauende Spannung, gepaart mit der momentanen Unwissenheit des Protagonisten gipfelt in einer Verzweiflungstat, die dem Horror mehr Ausmaß gibt, als es die herumlaufenden Toten alleine gekonnt hätten. Es sind eher die Gedanken, die Gefühlswelt die einem dem Atem stocken lassen.

6.Des Romero „Katharsis“
Während des Lesens habe ich gedanklich dem Protagonisten immer wieder zugerufen: „Nein! Geh da nicht rein!“ Es war wie in diesen klassischen Horrorhaus-Filmen, wo das junge, hübsche Mädchen die dunkle Treppe hochgeht, anstatt raus zu rennen und man als Zuschauer nur die Augen verdrehen kann. Aber nicht bei dieser Geschichte. Denn das Ende ist so überraschend und der Autor hat wirklich gekonnt darauf hingearbeitet. Kleine Informationsbrocken halten die Spannung aufrecht. Hinter jeder Ecke vermutet man den Horror, der aber ganz anders in Erscheinung tritt, als ich vermutet hatte. Und meine Vermutungen waren wirklich breit gefächert. Im Nachhinein gesehen waren es gerade die klassischen Horrormittel, gepaart mit ein bisschen Mystik, die dieser Geschichte ihren Gruselfaktor gaben.

8.Guido Ahner „Nyxie Zombie”
Und wieder wird meine objektive Meinung auf die Probe gestellt. Während dem lesen sind mir zwei Tippfehler ins Auge gesprungen. Allerdings bin ich bereit, dieses Auge zuzudrücken, denn die Geschichte hat es wirklich in sich. Ich habe schon eine ganze Menge Zombie-Geschichten gelesen, aber dieser Ansatz des „Weshalb“ und die Darstellung finde ich erfrischend neu. Worin aber zeitgleich auch der Horror liegt. Denkende Zombies, die „normal“ unter der Bevölkerung leben, die Zombie-Mutation aber dennoch durch den Biss verbreiten. Wenn das keine Horrorvorstellung ist, dann weiß ich auch nicht. Das rationale, kühle Denken der zombiefizierten Protagonistin, der kranke Wahnsinn des Arztes und die typische Blindheit der Menschen gegenüber großen Problemen, das ist der Stoff aus dem der Horror gekrochen kommt und sich in dieser Geschichte einnistet. Am Anfang hatte ich zwar etwas Probleme, mich in die Geschichte einzufinden, aber der flüssige Schreibstil, der ohne überflüssige Phrasen auskommt, hat dem schnell entgegengewirkt. („Unter dem Bordstein der Würde krauchend und wimmernd.“ Wenn ich einen einzelnen Satz auf die erste Stufe des Treppchens stellen müsste, wäre es dieser!)

9.Alexander Ater (John Aysa) „Das Haus der untergehenden Sonne”
Diese Geschichte ist so klischeebehaftet, dass es schon wieder gut ist. Und da das mit Sicherheit gewollt ist, ist es sogar noch besser. Ich kann mit guten Gewissen sagen, dass diese Geschichte der Horrorklassiker schlechthin ist. Wem obszöne Aussprache nichts ausmacht und widerliche Bilder im Kopfkino auch nicht stören, kommt hier voll auf seine Kosten. Ein wirklich bildhafter Schreibstil trifft auf Horrorfilm-Flair, das ganze gepaart mit einem Ende, bei dem der Leser lieber auf seine Fantasie verzichten sollte. Wäre diese Geschichte ein Film, würde sie wohl zu jedem Horrorfilm-Abend als Erstes auf der Liste stehen, und als Letztes um Punkt Mitternacht geschaut werden … nicht das diese Geschichte noch extra Gruseleffekte nötig hätte.

11.Kristina Lohfeldt „Der letzte Märchenprinz“
Horror trifft Märchen! Ein märchenhafter Schreibstil lässt den Leser in Bildern versinken. Sofort findet man sich in der Geschichte wieder und betrachtet das Geschehen direkt neben der Protagonistin stehend. Der Horror kommt durch zweideutig gewählte Szenen schleichend an, die Autorin verwirrt gekonnt den Leser und am Ende keucht man vor Entsetzen auf. Ein Ende, das überrascht und ein Schreibstil, der mitreißt. Fantastisch!

13.Marc Hartkamp „Blacklight“
In der Kürze liegt die Würze, oder wie in diesem Fall der Horror. Ich hatte Albträume nach dem Lesen und beäuge meine Taschenlampe auch jetzt noch mit Misstrauen. Klasse geschrieben. Mit wenigen, gut gewählten Worten erzeugt der Autor ein Gruselgefühl in der Brust des Lesers, man spürt fremde Blicke im Nacken und die Gänsehaut will nicht weichen. Davon können sich andere noch eine Scheibe abschneiden!

20.Sönke Hansen „House Of The Rising Sun“
Wer kein Blut „sehen“ kann, sollte vom lesen dieser Geschichte absehen, denn der Autor hat damit nicht gespart. Hier wird auf ein langes Vorspiel verzichtet und nach einer kurzen Charakteren-Einführung kommt die Geschichte gleich zum Punkt, um sich dann ausführlich und sehr detailgetreu ihrem Höhepunkt zu widmen. Der nackte Horror in seiner blutigsten Form, mit allem, was im Inneren des Körpers zu finden ist. Klasse!

25.Torsten Scheib „Illusionen“
Für mich war das die beste Geschichte der ganzen Anthologie. Schreibstil, Idee und Umsetzung haben mich von Anfang an überzeugt. Bis fast zum Schluss habe ich gerätselt, was in dieser Welt passiert ist. Der Autor nahm mich als Leser mit auf eine Reise in den menschlichen Wahnsinn und lässt Informationen nur über die Gedankenwelt des Protagonisten einfließen. Dieses aber so gezielt, dass man als Leser gar nicht mitbekommt, wie einem die Information ins Kopfkino gesetzt wird. Fantastischer Spannungsbogen, der bis zum Ende hin straff gespannt ist. Es war mir eine Freude, diese Geschichte lesen zu dürfen! Allein diese Geschichte würde von mir 5/5 Punkten bekommen.

Das waren die Geschichten, die mir besonders gut gefallen haben. Alle die, die ich nicht erwähnt habe, sind ebenfalls gut geschrieben. Solide Horrorgeschichten mit Grusel, ob subtil oder offensichtlich. Und nur weil sie mich nicht „geschockt“ haben, heißt das nicht, dass andere Leser von ihnen nicht geschockt sind. Vielleicht habe ich für einige Geschichten doch schon zu viele Zombie-Romane gelesen, um mich mich vom Horror beeindrucken zu lassen. Nun will ich aber auch noch zu den Geschichten etwas schreiben, die mir nicht zugesagt haben:

2.Melchior v. Wahnstein „Illumination“
Das man Horror als solchen verschieden interpretieren kann ist mir klar. Allerdings habe ich hier den Horror, den Grusel oder was auch immer vergeblich gesucht und auch nach ein paar Tagen von „drüber nachdenken“, hat er sich mir nicht offenbart. Es ist ein grauenvoller Gedanke, dass man für irgendetwas sich selbst aufgeben muss. Die Magie in der Geschichte kann da durchaus als Metapher für alles andere gewertet werden, bei dem man einen Teil von sich Opfern muss. Aber dennoch … Horrormäßig geschockt hat mich hier eigentlich nur mein Kopfkino, als es Bilder zu den Taten des Protagonisten ausgespuckt hat.

4.Constantin Dupien „Meteoritenfeuer“
Weder Inhalt noch Umsetzung konnten mich gänzlich überzeugen und auch der Schreibstil war eher eigen. Der auf einen Stützpunkt abgeschobene, alternde Soldat macht anfänglich noch neugierig und man fragt sich, wie einem der Horror hier wohl serviert wird. Auch wenn mittendrin die Neugierde eher in Skepsis gewichen ist, schiebt man es als Leser eher auf den aufkommenden Wahnsinn des Soldaten und liest gespannt weiter. Das Ende … nun ja … ist ebenfalls eigen. Ich mag unerwartete Wendungen oder offene Enden mit Interpretationsmöglichkeiten und der Überraschungseffekt ist auch ein gern gesehener Gast, aber dieses Ende lässt mich doch meine aufrechterhaltene Neugierde vollends verlieren. Ich weiß nicht ob in Ermangelung eines alternativen Endes auf ein solch müdes Klischee gegriffen wurde oder ob mir nur der schwarze Humor entgangen ist, der sich vielleicht noch zwischen den Zeilen versteckt.

10.Karin Reddemann „Die Schwarzen hinter dem Vorhang“
Das ist die seltsamste Geschichte in dieser Sammlung. Ich blieb verwirrt zurück und wusste auch nach dem dritten Lesen nicht, was die Autorin mir als Leser sagen wollte. Mir ist nicht klar, um was sich der Kontext dreht oder wo der Kernpunkt der Aussage steckt. Wenn es denn eine gibt, denn auch diese habe ich nicht gefunden. Für aufklärende Informationen bin ich offen.

Fazit:
Abschließend lässt sich nicht viel mehr sagen, ohne in Wiederholungen zu verfallen. Ich kann diese Sammlung von Horrorgeschichten jedem empfehlen, der für die verschiedenen Sub-Genres des Horror offen ist und sich auch an literweise Blut nicht stört. Mordende Psychopathen, wütende Werwölfe oder sexhungrige Dämonen, ein wahrer Fan des Horror kommt mit Sicherheit auf seine Kosten. Aber ich wiederhole noch einmal meine Warnung: Lest die Geschichten nicht abends, ihr könnt nicht wissen, was alles durch euer Fenster in das Zimmer geschwebt kommt. Und einmal horrorinfiziert kommt man nicht wieder davon los.

Da ich keine halben Punkte vergeben darf böser Blick zu Jack gibt es an dieser Stelle von mir 5/5 In Flagranti-Marken.

Tilly J.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die deutsche Horror-Literatur braucht sich nicht zu verstecken, 6. November 2013
26 Autoren wollen in dieser von Doc Nachtstrom im Amrûn Verlag herausgegebenen Anthologie zeigen, dass sich das Label Made in Germany (oder Austria, schließlich ist nicht nur der Herausgeber Österreicher) im Segment Horror-Literatur nicht vor einem internationalen Vergleich scheuen brauch. Bei 26 Autoren muss von vorne herein klar sein, dass es kaum möglich ist, einen gleich hohen Standard zu gewährleisten. Darum will ich mich kurz zu jeder Story äußern, also meinen subjektiven Eindruck zu jeder Kurzgeschichte darlegen und am Ende, wenn ich nach 26 kurzen Statements noch Lust habe, den Versuch einer Gesamteinordnung wagen.

Arthur Gordon Wolf: Das Engels-Fresko
Vier relativ erfolglose Modells kriegen unverhofft einen Job bei einem exzentrischen reichen Mann, der Engelbilder sammelt. Ein guter Einstieg in die Anthologie. Wolf erfindet mit dieser Geschichte zwar das Rad nicht neu, liefert aber gute Unterhaltung auf sprachlich hohem Niveau ab. Aber das habe ich von ihm eigentlich nicht anders erwartet.

Melchior von Wahnstein: Illumination
Melchior von Wahnstein. Solch ein Pseudonym kann sich eigentlich nur ein Österreicher ausdenken. Ich gebe zu, dass mir der Name im Inhaltsverzeichnis zum ersten Mal über den Weg gelaufen ist und ich gebe zu, ob des obskuren Namens war ich auf das Schlimmste gefasst. Aber wie es so oft der Fall ist, wenn man mit gar keinen Erwartungen an eine Geschichte herangeht, wurde ich sehr überrascht. „Illumination“ ist der innere Monolog eines Mannes, der alleine in einer Kammer zum Großmeister eines nicht näher genannten Ordens initiiert werden soll. Sein einziger Zimmergenosse ist ein Totenschädel. Wie sich der Wahnsinn des Erzählers von Seite zu Seite steigert und wie Wahnstein es ihn erzählen lässt, ist einfach nur beklemmend. Großes Kino.

Carmen Weinand: Rage
Carmen Weinand dürfte dem geneigten Leser vor allem wegen ihres Blogs „Horror and more“ bekannt sein. Hier wagt sie sich nun erstmals auf die andere Seite und veröffentlicht selbst eine Kurzgeschichte (mittlerweile ist ein kleiner Sammelband mit dem Titel IN DIR mit drei Geschichten ebenfalls bei Amrûn erschienen). Die Story „Rage“ handelt von einer Frau, die plötzlich auf dem Weg zur Arbeit ausrastet und mehr oder weniger Amok läuft. Der Grund ihrer Taten ist aber kein „normaler“. Der Plot ist zugegebenermaßen nicht sonderlich originell. Geschichten dieser Art gibt es wohl zuhauf. Was diese Geschichte interessant macht, ist die Sprache. Besonders die Dialoge sind sehr authentisch geschrieben, so spricht man wirklich miteinander. Ich freue mich schon, mehr von Frau Weinand lesen zu dürfen. Wo wir gerade bei ihrer Geschichte sind, will ich noch erwähnen, dass die sie auch die Autorenporträt in dieser Anthologie dazu gesteuert hat. Diese wirken mir aber teilweise zu bemüht. Die Texte sollen auf Teufel komm raus witzig oder amüsant sein. Das merkt man ihnen an und dadurch sie sind es größtenteils nicht. Vielleicht mag ich es, was Autorenporträts angeht, eher klassisch. Diese haben mir nicht gefallen und passen auch durch die versuchte humorige Art nicht zum Rest der Anthologie.

Constantin Dupien: Meteoritenfeuer
Dupien war mir vor den Legionen durch den von ihm herausgegebenen Band SARTURIA MACABRE bekannt, zu dem er auch zwei Geschichten dazu steuerte. In der Story „Meteoritenfeuer“ gerät ein schon so recht unsympathischer Army-Colonel bei einem Alien-Angriff vollends außer Kontrolle. Die erste Geschichte, die mich nicht überzeugen konnte. Das Ganze wird irgendwie dahingeschludert und ein bisschen lieblos ausgeführt, so als müsste der Autor kurz vor Redaktionsschluss noch etwas abliefern. Auch der Twist am Ende kann die Story nicht mehr rausreißen.

Daniela Herbst: Letzter Gedanke München
Wieder etwas von einer mir unbekannten Autorin. Die Geschichte handelt von einer Zombieinvasion in München. Was soll ich groß dazu schreiben. Eine 08/15-Zombie-Story, die ich so oder so ähnlich schon zu oft gelesen habe, als dass ich noch Gefallen daran finden könnte. Ein bisschen origineller sollte ein solch abgelutschtes Thema schon verpackt sein.

Des Romero: Katharsis
Des Romero, Schöpfer der Romanserie HÖLLENJÄGER, bietet mit „Katharsis“ eine sehr gute Grundidee. Ein Vater nimmt seine Tochter mit zur Arbeit. Er ist Gerichtsmediziner. Auch was sich daraus dann noch überraschendes entwickelt, bietet Stoff für eine gute Geschichte. Leider schafft es Romero diesen guten Ansatz mit Atmosphäre zu füllen, so dass am Ende leider nur eine durchschnittliche Geschichte herauskommt.

Werner Skibar (Charly Blood): Bittere Früchte
Und wieder ein österreichischer Autor. Zu dieser Geschichte kann ich fast das gleiche schreiben wie zu der Des-Romero-Story. Ein Wiener Sandler (Penner) isst die falschen Früchte auf dem Naschmarkt und die Folgen bekommen ihm gar nicht gut. Auch hier fehlt das gewisse Etwas, das die Geschichte über den Durchschnitt hinausheben würde. So bleibt nach dem Lesen das Gefühl, dass nicht alles aus der Idee raus geholt wurde.

Guido Ahner: Nyxie Zombie
Die zweite Zombie-Geschichte der Anthologie. Diesmal aber eine eher unkonventionelle. Eine alkoholkranke Theaterregisseurin, die auch eine Laientheatergruppe im Fußball trainiert wird durch ein medizinisches Experiment zum Zombie. Das liest sich jetzt nicht nur absurd, das ist es auch. Leider überfrachtet Ahner die Story etwas zu sehr mit metaphorisch-gesellschaftskritischen Anspielungen. Weniger wäre hier mehr gewesen. Trotzdem habe ich den Autor auf die Liste der zu beobachtenden Autoren gesetzt. Ich mag solch absurde Sachen einfach.

John Aysa (Alexander Ater): Das Haus der untergehenden Sonne
Sechs Freunde wollen einen Tag auf dem Anwesen des Onkels von einem der sechs verbringen. In bester Slasher-Manier muss dann einer nach dem anderen dran glauben. Viel Gore, viel Sex und viele Anspielungen auf mehr oder weniger bekannte Filme. Eine gute Geschichte, die Lust auf mehr Geschichten des Autors macht (mittlerweile ist schon ein bisschen was von Aysa im mkrug Verlag erschienen). Einziges Manko ist die etwas aufgesetzt wirkende sexuelle Obszönität, die die Handlung nicht weiterbringt und nur auf Effekt hin konstruiert ist.

Karin Reddemann: Die Schwarzen hinter dem Vorhang
Diese Geschichte bietet einen schönen Kontrast zur vorhergehenden und zeigt die Bandbreite der Anthologie auf. Vier Menschen in einem Haus erzählen sich gegenseitig ihre Träume und irgendwie fürchten sie sich vor den Schwarzen hinter dem Vorhang, wer auch immer die sind. Eine surreale Geschichte, die viel Interpretationsspielraum lässt. Zuerst war ich etwas ratlos. Eine Geschichte die zum zweiten oder vielleicht auch dritten Lesen anregt, wenn man sich darauf einlässt. Bestimmt nicht jedermanns Sache, aber mir hat es gefallen.

Kristina Lohfeldt: Der letzte Märchenprinz
„Der letzte Märchenprinz“ ist mehr oder weniger eine Neuinterpretation eines bekannten deutschen Märchens. Das Ganze ist nett gemacht, aber nichts Weltbewegendes.

Marc Gore: The Chick and the Wolfman
Gores Storyband THE TERROR COMPILATION habe ich schon besprochen. Der kam zwar nicht besonders gut weg, aber im Gegensatz zu dieser Geschichte hier, war jede einzelne Geschichte aus THE TERROR COMPILATION um Längen besser. Ein Paar, er ist übrigens ein Werwolf, hat im amerikanischen Süden eine Bank überfallen. Auf der Flucht wird das Mädchen (the Chick) von einem Motelbesitzer, einer Rockerbande und einem Deputy sexuell belästigt oder gar vergewaltigt (innerhalb von 24 Stunden). Oh Mann, das hört sich nicht nur hanebüchen an: Das ist es auch. Hier gibt es plakative Gewalt nur um der Gewalt willen. Ich hab nichts gegen Gewalt in der Literatur, ich bin ja nicht umsonst ein Horror-Fan, aber die Gewalt sollte in die Handlung eingebettet sein. Nicht umgekehrt. Noch dazu ist die Story stilistisch eher simpel gestrickt.

Marc Hartkamp: Blacklight
Ein Parapsychologe kann mit einer von ihm entwickelten Schwarzlicht-Taschenlampe Wesen aus dem Jenseits erkennen. Eine kurze, überraschungsarme Geschichte, die aber ganz gut unterhält

Michael Sonntag: Die Rotkäppchenfalle / Stadt ohne Sheriff
Michael Sonntag liefert hier zwei Miniaturen ab. „Die Rotkäppchenfalle“ ist eine Umkehrung des altbekannten Märchens und „Stadt ohne Sheriff“ ist ein Weird Western. Beide Stories sind okay, aber solch kurze Geschichten müssen für mich etwas Beeindruckendes haben, um im Gedächtnis haften zu bleiben. Und beeindruckend sind die Stories leider nicht.

Moe Teratos: Die Rache
„Die Rache“ ist eine Rape & Revenge-Story, die mitten in Duisburg spielt. Geschichten, die im Ruhrgebiet spielen, haben es bei mir immer ein bisschen leichter. Aber diese Geschichte würde mir auch gefallen, wenn sie woanders spielte. Die Beweggründe der Protagonistin und Ich-Erzählerin werden plausibel dargestellt, wie sie sich an ihren Peinigern rächt, ist verdammt fies und zum Schluss gibt es noch eine überraschende Wendung. Ein Highlight des Bandes.

Rona Walter: Error
Und weiter geht es mit beeindruckenden Geschichten von einer Dame. Rona Walter hat mit dem Roman KALTGESCHMINKT ein mehr als beachtenswertes Debüt abgeliefert. In ihrer Geschichte „Error“ foltert ein männlicher Ich-Erzähler seinen Chef. Während er das tut, legt er seinem Opfer und dem Leser seine spezielle Philosophie dar und entschuldigt seine Taten mit dem schlechten Zustand der Welt. Das ist vor allem sprachlich auf hohem Niveau. Ich oute mich hiermit als Rona-Walter-Fan.

Sean Beckz: Der Tätowierer
Sean Beckz, der als Self-Publisher schon einige Kurzgeschichtenbände veröffentlicht hat, liefert uns die dritte Geschichte, die mehr oder weniger ein Folterszenario im Mittelpunkt hat. Wieder in der ersten Person geschrieben beschreibt ein erfolgreicher Geschäftsmann (Anwalt), wie er seinem neuen Hobby, dem Tätowieren, frönt. Das Fiese ist, das die junge Frau, die er als Objekt seiner Kunst benutzt, es alles andere als freiwillig über sich ergehen lässt. Eine gute Erzählung, die das Pech hat, gegenüber den beiden vorherigen Geschichten mit einem ähnlichen Thema etwas abzufallen. Ein anderer Standort im Buch wäre hier angebracht gewesen.

Sönke Hansen: House of the Rising Sun
“House of the Rising Sun” bietet Action pur. Ein Raubüberfall auf ein Einkaufszentrum läuft aus dem Ruder, da sich der Besitzer und die weiblichen Angestellten allesamt als Dämonen entpuppen. Eine sehr gute, temporeiche Story, die nach einer Verfilmung schreit, wird uns von Hansen präsentiert.

Stefanie Maucher: Haut
Die Autorin der Romane FRANKLIN GOTHIC MEDIUM und FIDA bietet uns erneut eine Foltergeschichte. Im Gegensatz zu den bisherigen Erzählungen der Art ist diese aus der Perspektive des Gefolterten geschrieben. Auch hier gibt es nicht viel zu kritisieren, der Ich-Erzähler kommt ziemlich unsympathisch und uneinsichtig daher und Frau Maucher erzählt eindrucksvoll von seinen Qualen.

Thomas Backus: Frischfleisch
Ein Neuankömmling im Knast wird unter der Dusche von alteingesessenen Häftlingen vergewaltigt. Was seine Peiniger nicht wissen, ist das er ein dunkles Geheimnis in sich trägt. Thomas Backus bedient sich hier zwar einer Menge Knast- und Horror-Klischees, aber am Ende kommt eine unterhaltsame, wenn auch nicht besonders originelle Geschichte heraus.

Tim Svart: Musik der Finsternis
Tim Svart steuert seine für den Vincent Preis 2012 nominierte Kurzgeschichte „Musik der Finsternis“ zu den Horror-Legionen bei. Ein Student verfällt dem Geigenspiel, der über ihm wohnenden Studentin. Als sie ihn eines Nachts in sein Zimmer bittet, erfährt er den Ursprung ihres Spiels. Eine Story mit einem deutlichen Locecraft-Touch, die durch die erzeugte mysteriöse Stimmung zu überzeugen weiß.

Tony Lucifer (Doc Nachtstrom): Ave Anus
Der Titel sagt schon, in welche Richtung die Story des Herausgebers der Anthologie geht. Ein Ministrant wird in einer Kirche zu einem Mitglied einer dämonischen Sekte gemacht. Der Initiationsritus ist, sagen wir mal, für den Arsch. Eine auf eklige Effekte setzende Kurzgeschichte, die zwar ein bisschen stimmungslos ist, aber der ich eine gewisse Originalität nicht absprechen kann.

Torsten Scheib: Illusionen
Alleine diese Erzählung rechtfertigt schon die Anschaffung dieser Anthologie. Nach einem nicht näher benannten Atomunglück versucht der Ich-Erzähler das Geschehene zu verdrängen. Die beiläufig eingestreuten, immer deutlicher werdenden Hinweise auf die reale Situation erzeugen eine Intensivität, wie sie verstörender nicht sein kann. Scheib liefert eine fulminante Variante eines bekannten Themas und damit eine der besten Kurzgeschichten des Jahres.

Vincent Voss: Folge der Stimme aus dem Anus Praeter
Nach Tony Lucifer beschert uns auch Vincent Voss (172,3; FAULFLEISCH) eine Popo-Geschichte. Ein Altenpfleger muss das tun, was der Titel der Geschichte aussagt. Der künstliche Darmausgang eines Patienten spricht zu ihm und er leistet dem Folge, was dieser ihm aufträgt. Das hört sich nicht nur wahnsinnig originell an, das ist es auch. Leider vergisst Voss, ob seiner genialen Idee, die Handlung voranzutreiben, so dass nur eine mittelmäßige Geschichte herauskommt.

Xander Morus: Das Wrack der Zombies
Xander Morus ist einer der erfolgreichsten Self-Publisher des Genres. Seine Story „Das Wrack der Zombies“ liefert eine routiniert erzählte wenig originelle Zombiegeschichte, die sich gut lesen lässt, der aber das gewisse Etwas fehlt. Vier Leute suchen auf einem Schiffsfriedhof vor der Küste von West-Sahara einen Schatz, finden dort aber nur Zombies, die das tun, was Zombies halt so machen, wenn sie Menschen treffen.

Meryjaine Webster: Der Selbstversuch
Die abschließende Geschichte der Horror-Legionen ist eine kluge Erzählung, die geschickt mit dem Unterschied von Schein und Sein spielt. Die Ich-Erzählerin übertrifft durch ihre Taten ihren schon sehr perversen Partner noch an Perversität. Die Brutalität wird eher nebenbei erzählt und der Leser wird schön im Unklaren gelassen. Eine Autorin, die im Auge zu behalten, bestimmt lohnenswert ist.

Obwohl ich nur wenig zu den einzelnen Kurzgeschichten geschrieben habe, hat diese Rezension jetzt schon eine gewaltige Länge. Gratulation an alle, die bis hierhin durchgehalten haben. Was bleibt noch zu sagen: Bei 27 Stories von 26 Autoren kann man nicht erwarten, dass jede ein Volltreffer ist oder meinen persönlichen Geschmack trifft. Was ich zu dieser Anthologie aber sagen kann, dass ich schon überrascht war, wie viele dieser Stories qualitativ im oberen Bereich anzusiedeln sind. Die Reihenfolge ist in meinen Augen teilweise etwas unglücklich gewählt, aber das ändert ja nichts an den einzelnen Geschichten. Da hier hauptsächlich junge oder sagen wir mal noch nicht so etablierte Autoren handelt, mache ich mir keine Sorgen, um die nahe Zukunft des Genres in Deutschland. Durch die Veränderungen, die es im Moment durch die verlagsunabhängigen Selfpublisher, die auch in dieser Anthologie zahlreich vertreten sind, gibt, ist die deutsche Horrorliteratur ein wenig im Um-, vielleicht sogar im Aufbruch. Mal sehen, wie es in, sagen wir mal, fünf Jahren aussieht. Mit den Horror-Legionen geht es wohl weiter. Amrûn-Verleger Jürgen Eglseer hat für nächstes Jahr einen zweiten Teil angekündigt. Nächster Herausgeber wird Christian Sidjani.

Fazit: Umfangreiche und gute Anthologie, die einen erstklassigen Überblick über die „neue“ deutsche Horrorliteratur verschafft. Dieses Jahr scheint ein gutes Anthologien-Jahr zu werden. HORROR-LEGIONEN trägt sein Scherflein dazu bei.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für empfindliche Gemüter, 24. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Sicher gibt es noch viele Leser, die skeptisch gegenüber den Werken deutscher Mystery- und Horrorautoren sind, gerade wenn diese nur wenig oder noch kaum bekannt sind. Genau diesen Skeptikern rate ich, diese Anthologie zu lesen und sich von den vielfältigen Facetten dieser beiden Genres überzeugen zu lassen. Ich bin fest davon überzeugt, dass niemand "seinen" Lieblings-Grusel bzw.-Horror vermissen wird.

Gerade die ersten Stories überzeugten mich und ich war von deren guter Qualität zugegebenermaßen etwas überrascht. Aber wie es bei einer Anthologie so ist, nicht jede Geschichte mit jedem Thema muss dem Leser zwangsläufig gefallen und so ging es mir bei einigen Geschichten natürlich auch. Erstaunlich fand ich jedoch, dass der überwiegende Teil der Autoren ausnehmend gute Stories schreibt und mir nur wenige Fehler aufgefallen sind.

Erwähnen möchte ich auf jeden Fall noch die sehr fantasievollen Autorenvorstellungen von Carmen Weinand, die jeden Autor kurz in einer eigens für ihn geschriebenen kleinen Geschichte vorstellt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Wer offen ist für alle Arten von Mystery- und Horror, sei es nun Werwolfgeschichte, Magie oder reiner Splatter, der sollte auf jeden Fall zugreifen.

Für empfindliche Gemüter ist diese Anthologie allerdings in gar keinem Fall zu empfehlen. Einige Stories haben
es wirklich in sich.
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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Anthologie deutscher Horrorautoren, 3. Juli 2013
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Eines Tages hatte der gute Doc Nachstrom eine Idee. Warum sollten sich nicht mal verschiedene deutsche Autoren zusammenfinden und zeigen, dass auch aus Deutschland guter Horror kommen kann. Gesagt getan. Er machte etwas Werbung für sein Projekt und innerhalb kürzester Zeit hatten sich insgesamt 26 Autoren gefunden, die eine Geschichte beisteuern wollten. Aber es sollte ein ganz besonderes Buch und nicht nur eine gewöhnliche Anthologie werden. Also bot sich Carmen Weinand von Horror and More an zu allen Autoren eine Kurzbiografie zu schreiben, die vor den jeweiligen Geschichten veröffentlicht werden sollten. Und was Carmen da eingefallen ist, hat mich oft lauthals lachen lassen. Warum, müsst ihr aber schon selbst herausfinden. Sie hat in dieser Anthologie übrigens auch ihre erste Geschichte veröffentlicht, die ich einfach nur Genial fand. Auch ein Verleger, der sich des Projektes annahm war schnell gefunden. Jürgen Eglseer vom Amrûn-Verlag fand die Idee toll und kümmerte sich um Layout und Druck und allem was so dazu gehört.

Hier sind die Autoren in Alphabetischer Reihenfolge:
Arthur Gordon Wolf
Carmen Weinand
Constantin Dupien
Daniela Herbst
Des Romero
Doc Nachtstrom
Guido Ahner
John Aysa,
Karin Reddemann
Kristina Lohfeldt
Marc Gore
Marc Hartkamp
Melchior v.·. Wahnstein
Meryjaine Webster
Michael Sonntag
Moe Teratos
Rona Walter
Sean Beckz
Sönke Hansen
Stefanie Maucher
Tim Svart
Thomas Backus
Tony Lucifer
Torsten Scheib
Vincent Voss
Werner Skibar
Xander Morus

Viele der Autoren sind dem eifrigen Horrorleser bestimmt schon bekannt. So wie Stefanie Maucher mit ihren Büchern Fida, Kalte Berechnung und Franklin Gothik Medium, Rona Walter mit Kaltgeschminkt und dem eben erst erschienenen Gläsern . Oder auch Vincent Voss mit 172,3, Faulfleisch und Tötet John Bender. Oder Arthur Gordon Wolf mit seiner tollen Katzendämmerung, Die weissen Männer und anderen UMC-Novellen um nur mal 4 Beispiele zu nennen. Aber ob euch die Autoren jetzt bekannt sind oder nicht, sie haben alle eins gemeinsam: Sie haben unglaublich tolle Geschichten für diese Sammlung geschrieben. Und so unterschiedlich wie die Autoren sind auch ihre Wortschöpfungen. In den Horror Legionen ist wirklich alles enthalten was das Horrorgenre zu bieten hat.

Ich weiß, dass viele Leute der Kurzgeschichte nicht sehr viel abgewinnen können, aber diese Geschichten hier haben mich voll in ihren Bann geschlagen. Ich versank oftmals komplett in der Story und nahm nichts um mich herum mehr wahr. Und das schaffen nur sehr wenige Geschichten. Lediglich 2 Storys konnten mich nicht so begeistern, aber die Geschmäcker sind eben verschieden. Und was mir nicht so gut gefällt, haut vielleicht den Nächsten aus den Socken.

Mit Sicherheit werde ich diese tolle Sammlung immer wieder zur Hand nehmen um darin zu blättern und weil einige der Geschichten immer noch in mir nachklingen und mich beschäftigen vergebe ich volle 5 von 5 Punkten und eine ganz klare Leseempfehlung für alle Horrorfreunde mit stabilem Magen und dickem Fell. Alle anderen sollten vielleicht lieber was anderes lesen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humor: schwärzer als schwarz!, 17. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Für Leser, deren Humor so schwarz ist, dass sie sogar im Kohlenkeller einen Schatten werfen, genau das Richtige!
Es beginnt schon mit den äußerst phantasievollen Beschreibungen der einzelnen Autoren. Aber auch die einzelnen Stories sind ausnahmslos mit einer guten Portion Humor durchsetzt, so dass der Schrecken umso tiefer unter die Haut geht.

Offenbar wurde das Buch auch intensiv quergelesen und weitestgehend von Rechtschreibfehlern befreit (was durchaus keine Selbstverständlichkeit ist).

Aber lest es doch selbst!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Horrormäßig gute Storys deutscher Horror-Autoren, 7. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Die oben genannten Autoren aus dem Horror- und Mysteriebereich haben sich zusammengetan und eine Sammlung herausgebracht. Hier findet der Horrorfan 26 Geschichten, die von Splatter bis zur klassischen Gruselgeschichte den gesamten Horrorbereich abdeckt.

Carmen Weinand, die mit einer richtig guten Horrorgeschichte in dieser Sammlung vertreten ist, hat die Autoren in einer ganz eigenen Biografie vorgestellt, witzig und horrormäßig gut. Die Autoren werden zu Gottheiten und Dämonen und entsprechend vorgestellt. Sehr ungewöhnlich, aber eine tolle Idee!

Dem Horrorleser müssten die Namen der Autoren ein Begriff sein. Ihr werdet in dieser Sammlung ziemlich heftige Horrorstorys finden, entsprechend derb ist in den entsprechenden Geschichten die Sprache - das Böse nimmt ja auch kein Blatt vor den Mund. Die Geschichten sind ziemlich heftig. Leser, die nicht so viel Blut "lesen" können und Splatter nicht so ab können, sollten hier eher Abstand nehmen.

In manchen Geschichten geht es um Rache, eine Story hat mich etwas an Bonnie and Clyde - nur horrormäßig umgesetzt - erinnert, es gibt eine Geschichte mit Zombies, Werwölfe spielen eine Rolle, eine typische Geisterhaus-Geschichte, auch der Wahnsinn spielt natürlich eine Runde, lest einfach selbst. Ich denke, jeder Horrorfan wird hier etwas finden.

4/5 Sterne für diese horrormäßige Sammlung, die euch in euer Reich des Grauens entführen wird. Garantiert!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Horror, 31. Dezember 2013
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Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Schon ziemlich brutale und kranke Geschichten.
Meiner Meinung nach die beste Geschichte von Thorsten Scheib. Ohne viel Blut und Schockelemente doch durchaus denkbares Szenario.
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aussergewoenlicher Roman, 17. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Der Roman ist Super habe so was noch nicht Gelesen obwohl ich schon eine menge Horror gelesen habe!! Nix fuer schwache Nerven!!
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider ein Reinfall, 26. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Ich bin sonst eigentlich nicht sehr anspruchsvoll, was Bücher angeht, aber diese Kurzgeschichten sind grauenhaft. Nach etwa der Hälfte habe ich aufgegeben. Vielleicht verpase ich ja noch eine tolle Gechichte, aber das Risiko von noch mehr so langweiligen Geschichten ist mir zu groß. Noch nie habe ich mich so durch ein Buch gequält.
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2 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ingimaus, 28. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Horror-Legionen (Kindle Edition)
Über dieses Buch war ich mehr als enttäuscht. Hat mich mehr als gelangweilt. Ich war
froh, als ich es ausgelesen hatte. Hatte mir mehr erwartet!!!
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Horror-Legionen
Horror-Legionen von Michael Sonntag
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