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TOP 1000 REZENSENTam 25. Februar 2014
Nach einem ausgiebigem Test kann ich eine klare Kaufempfehlung für die Canon Eos 70D aussprechen.

### AUTOFOKUS ###
Vorweg möchte ich betonen, dass mein Modell perfekt fokussiert, und zwar sowohl im Live View Modus als auch bei Benutzung des optischen Suchers. Ich habe es ausführlich mit dem 50mm f/1.4 von Canon getestet, aber auch mit dem 70-200mm f/2.8L IS II USM und auch mit dem Kit-Objektiv 18-55 f/3.5-5.6 STM.
Während das Kit-Objektiv und das 70-200mm f/2.8L IS II USM sofort auf allen Fokuspunkten sowohl im Live View als auch im Sucherbetrieb hervorragende Treffsicherheit bewiesen, musste ich das 50mm f/1.4 ein bisschen nachjustieren. Das geht ganz einfach über das Kameramenü: im vorletzten Menü kann man Feineinstellungen für den Autofokus vornehmen. Dort gibt es unter der Funktion Nr. 13 die AF-Feinabstimmung. Dazu habe ich die Kamera auf ein Stativ gesetzt, und in einem flachen Winkel auf einen Zollstock fotografiert. Zunächst konnte ich einen leichten Frontfokus feststellen, doch mit einem Feinabstimmungswert von +11 war der Fokus genau da, wo er sein sollte. Und zwar sowohl mit dem Sucher als auch per Live View.

Danach habe ich hunderte von Fotos mit dem 50mm f/1.4 gemacht (sowohl per Sucher als auch per Live View) und versucht, irgendwelche Unschärfen und Fokusprobleme zu finden. Drinnen bei schlechtem Licht und verschiedenen Distanzen, dann draußen im Garten… und der Fokus lag wirklich immer da, wo er sein sollte. Genau wie bei meiner 5D Mark III, mit der ich sonst fotografiere. Ich habe alle Fokuspunkte der 70D auf diese Weise immer und immer wieder durchprobiert, doch die Bilder werden bei mir im Fokuspunkt immer scharf, auch beim Sucherbetrieb.

Insofern kann ich zumindest für mein Kameramodell und das 50mm f/1.4 zum Glück keine Probleme mit dem Autofokus beim Fotografieren feststellen.
Ich bin froh, diesbezüglich bei meiner Konfiguration Entwarnung geben zu können.

Die 70D verfügt ja bekanntlich über den Dual Pixel Autofocus, der auch im Live View Modus ein Fokussieren erlaubt, das man so von Camcordern und auch von spiegellosen Digitalkameras kennt. Und tatsächlich: Der Fokus wird im Live View schnell getroffen und kann sowohl per Tastendruck als auch per Touchscreen auf bestimmte Objekte gelenkt werden.
Für den Videodreh ist das super, aber auch das Fotografieren macht nun im Live View endlich Spaß. Sehr schön ist auch die Möglichkeit, digital den Fokusbereich heranzuzoomen und so genau sehen zu können, ob alles scharf ist. Das ist nichts Neues, aber trotzdem gut. Meine Familienmitglieder sind nicht so fotografisch begeistert wie ich, und sie lieben die Nutzung des Live View. Ich selbst nehme lieber den Sucher, außer wenn ich mal besondere Perspektiven brauche: Ein Gänseblümchen auf einer vom Morgentau nassen Wiese von der Seite mit Live View und Klappdisplay zu fotografieren ist wesentlich angenehmer als sich auf dem Bauch auf die Wiese zu legen und durch den Sucher zu schielen :-).

Nun zum Eigentlichen: Die 70D ist eine ganz hervorragende Kamera für fast alle Lebenslagen. Der Reihe nach:

### ERGONOMIE ###
Die Kamera liegt (für meine normalgroßen Männerhände) gut in der Hand. Man kann sie auch mit mittelgroßen Objektiven wie dem 24-105mm f/4, das ich spaßeshalber auch erfolgreich auf der 70D getestet habe, gut mit einer Hand halten. Wenn man dann abdrückt, sollte natürlich die zweite Hand zur Stabilisierung dazu kommen, aber ich finde es immer wichtig, dass die Kamera sicher in einer Hand liegen und gehalten werden kann.
Sehr gut gelöst ist auch die Anordnung der Bedienelemente. Ich verwende den "Back Button Focus" (einstellbar im Menü), so dass ich mit dem Daumen die AF-ON Taste auf der Rückseite drücken kann und so fokussieren kann. Die Taste ist genau da, wo sie auch auf der 5D Mark III und auf der 6D sitzt, nämlich exakt an dem Punkt, wo sich der Daumen befindet.

Super finde ich auch die oberen Bedienelemente, insbes. die Taste für die ISO-Einstellung, die man leicht mit dem Zeigefinger erreicht, ohne hinzusehen.

Der ausklappbare Touchscreen ist einfach toll. Ich dachte nie, dass ich gerne auf dem Display herumpatschen würde, weil ich mit der 5D Mark III und der 6D auch ohne Touchscreen durch die Menüs sausen kann, aber es gibt Fälle, da ist es einfach praktisch. So zum Beispiel bei der Konfiguration der WLAN-Verbindung. Wer ein langes Passwort schon mal ohne Touchscreen eingeben musste, weiß, wovon ich rede. Auch im Wiedergabe-Modus ist der Touchscreen sehr angenehm. Man kann blättern, zoomen, markieren… alles top.

### Bildqualität ###
Die Bildqualität hängt natürlich sehr vom Objektiv ab. Wer gerne in dunklen Innenräumen fotografiert, sollte sich unbedingt ein Objektiv mit einer maximalen Blende von 1.4 oder 1.8 zulegen, um nicht mit den ISO-Werten jenseits von 6400 landen zu müssen. Denn dort ist das Bildrauschen schon deutlich. Ich bin verwöhnt von den Vollformatkameras, die beim Rauschverhalten die Nase deutlich vorn haben. Doch ich bin positiv überrascht vom guten Bild der 70D auch bei ISO 1600 und 3200.
In der 70D ist ein neuer Sensor verwendet worden, der auf jeden Fall einen Fortschritt zum seit Jahren eingesetzten 18-Megapixelsensor ist, den man z.B. in der 600D, 650D und 700D findet.

### WLAN ###
Ohne auf jede einzelne Kamerafunktion nun einzugehen, greife ich mir einen besonderen Punkt heraus: die WLAN-Möglichkeit. Ich finde sie perfekt gelöst. Es ist sowohl möglich, die Kamera in ein bestehendes Netzwerk zu integrieren und dann die Fotos z.B. zu einem in diesem Netzwerk befindlichen Drucker (ich habe z.B. den Canon Selphy mit WLAN-Funktion) zu schicken, als auch die Fotos direkt auf dem iPad oder einem Android-Gerät zu betrachten. Die Kamera lässt sich per App fernsteuern, und zwar inklusive Live View Vorschau auf dem Tablet bzw. Telefon.
Die 70D kann aber auch ihr eigenes kleines Netzwerk erschaffen, in das man sich dann unterwegs per iPad, iPhone oder Android-Gerät einbuchen kann. Das funktioniert absolut einwandfrei sowohl auf meinem Nexus 7 als auch auf unserem iPad.

### Akkulaufzeit ###
WLAN und Live View sind Akkufresser. Ansonsten halten die Akkus viele hundert Aufnahmen durch, vor allem, wenn das WLAN ausgeschaltet ist.

### FAZIT ###
Wer eine vernünftige WLAN-Umsetzung sucht, ist mit der 70D oder der 6D derzeit am besten bedient.
Die 6D ist für Aufnahmen im schlechten Licht die bessere Wahl, wenn es um das Rauschverhalten geht. Dafür hat die 70D das bessere Autofokus-System, insbes. mehr Kreuzsensoren (die auch gut funktionieren). Andererseits ist das zentrale Fokuspunkt der 6D ein Super-Cross-Type-Punkt, der auf bei ganz schlechtem Licht immer noch fokussiert (besser als die 70D).
Für Sportaufnahmen ist die 70D super.
Für Familienfotos und Freizeitspaß ebenso.

Als Kit empfehle ich das mit dem 18-135mm STM Objektiv. Mit dem 18-55mm ist man schon ziemlich eingeschränkt, und gerade im Urlaub will jedenfalls ich nicht ständig Objektive wechseln müssen. Deshalb habe ich mir das 18-135mm jetzt noch nachbestellt und werde das 18-55 dann wohl verkaufen.

Zwei Kritikpunkte habe ich aber: Zum einen stört mich an der Kamera der Geruch - irgendwie ist das Gerät wohl noch nicht so ganz ausgedünstet. Es riecht nach Plastik/Gummi, und der Geruch geht auch auf die Hände über. Ich hoffe, dass sich das noch legt.
Zum anderen hätte ich mir zwei Speicherkartenplätze gewünscht, um ein Backup in der Kamera machen zu können.

Fragen beantworte ich gerne über die Kommentarfunktion.

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34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Dezember 2014
Ich war bereits Anfang 2014 fast bereit diese Kamera als Ersatz für meine EOS 550d zu kaufen. Die funktioniert zwar noch, aber die verschiedenen Griffgummierungen lösen sich auf. Gereizt hat mich an der EOS 70d die höhere Reihenbildgeschwindigkeit, die kürzere einstellbare Belichtungszeit, das dreh- und schwenkbare Touch-Display, die Belichtungsreihenfunktion mit 5 oder sogar 7 Aufnahmen, der Wetterschutz bei Verwendung entsprechender Objektive und der Video-taugliche Live-AF. Letztlich sind das viele Pluspunkte trotz derer ich gezögert habe, weil ein AF-Problem mit dem mittleren Sensor im Netz thematisiert wurde. Ich besitze ein 1,4er und mehrere 2,8er-Objektive und wäre von dem genannten AF-Problem massiv betroffen gewesen. Als nun bei mittlerweile deutlich gesunkenem Preis die EOS 70d in Verbindung mit der aktuellen Cashback-Aktion noch günstiger sein sollte, habe ich mich entschlossen selbst Tests beim Händler vor Ort durchzuführen. Ich durfte zwei Vorführmodelle und die original verpackte Kamera testen, die ich letztlich gekauft habe. Keine wies den AF-Fehler auf, der bei ausschließlicher Nutzung des mittleren AF-Feldes in Verbindung mit Objektiven hoher Lichtstärke auftreten soll.

Möglicherweise wurde der Fehler kommentarlos von Canon bei neueren Exemplaren behoben. Leider ist aber auch zu vermuten, dass wenige schlechte Exemplare im Kreislauf des Versendens, Rücksendens und wieder Versendens mehrfach negativ aufgefallen sind. Möglicherweise haben die nachvollziehbaren Berichte über Fehlfunktionen bei anderen Anwendern zu Überempfindlichkeit geführt. Ich kann jedenfalls bei den drei EOS 70d die ich testen konnte keine Fehlfunktion feststellen.

Einleitend nannte ich bereit einige Punkte, die mich zur Kaufentscheidung geführt haben. Nachträglich sind weitere positive Punkte zu nennen, die ich sehr praktisch finde. Dazu zählt, das in den Sucher einblendbare Gitter und das Wasserwagensymbol. Letzteres hätte etwas dominanter sein dürfen. Auch die HDR-Funktion ist eine nette Beigabe, wenn auch die Ergebnisse nicht mit den selbst verrechneten Reihenaufnahmen vergleichbar sind. Und außerdem ist die Masterfunktion des internen Blitz sehr schön, um ohne weiteren Aufwand meinen Speed-Lite 430EX II als Slave einzusetzen.

Auch die kaufentscheidenden Eigenschaften offenbaren in der Praxis weitere positive Begleiterscheinungen. Das dreh- und schwenkbare Display interessierte mich in erster Linie wegen der besseren Kontrolle der bodennahen Perspektive bei Makroaufnahmen oder die Touch-Funktion um schneller Einstellungen vorzunehmen. Darüber hinaus lässt sich aber das Display in eine Position drehen, dass es vor mechanischen Einflüssen geschützt ist. Die Touch-Fähigkeit erlaubt das Setzen des Fokuspunktes während der Videoaufnahme sowie das Zoomen und Blättern im Wiedergabemodus. Natürlich gibt es für mehr Geld hochwertigere Kameras, aber keine leistungsfähigere, die solch ein funktionales Display hat.

Schade nur, dass Canon immer wieder die eine oder andere Funktion bei den verschiedenen Modellen weglässt. Denn ich besitze auch eine EOS 6d und setze dort den integrierten GPS-Empfänger auf kleineren Touren regelmäßig ein. Der hätte auch gerne in der EOS 70d vorhanden sein dürfen, um ihre universelle Reisetauglichkeit zu erhöhen.

Warum kauft man sich eine 70d, wenn man schon eine 6d hat? Einige Punkte nannte ich bereits. Sie ist schneller, der Funktionsumfang ist größer und das Dreh-/Klapp-Display ist für bodennahe Makroaufnahmen eine enorme Hilfe. Die vorhandenen APS-C-Objektive sind mir zu schade, um sie unter Preis weiterzuverkaufen, und jeder Crop-Sensor ist am Supertele effektiver als die Nutzung eines Telekonverters am Vollformat. Die 6D bleibt auch weiter mein Low-Light-Spezialist und bietet mehr Freistellungspotential.

Ich bin mit dem Kauf der EOS 70d sehr zufrieden und finde es sehr schade, dass ich auf Grund der o.g. Problemdarstellungen des mittleren AF-Sensors im Netz, so lange mit dem Kauf gezögert habe.
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173 von 180 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 8. Oktober 2014
Ich bin im Dez. 2013 von der 500D auf die 70D aufgestiegen. (die 500D nutze ich auch noch)
Nach fast einem Jahr Nutzung möchte ich hier kurz meine Erfahrungen preisgeben ohne ins Detail über die einzelnen Funktionen zu gehen, das haben andere Rezensenten schon gemacht. Außerdem ist das Internet voll von Berichten. (z.B. Traumflieger)

Zunächst habe ich mein bereits vorhandenes Canon 17-85 USM zum testen genommen. Das hatte ich an der 500D als Immerdrauf. Diese Kombi war schon gut, an der 70D bin ich restlos begeistert. Zum Filmen nur bedingt geeignet, der USM ist rasend schnell jedoch nicht ganz ohne Geräusche.

Deshalb habe ich mir das 18-135 STM dazu spendiert. Einerseits wegen des quasi unhörbaren AF, anderseits wegen der längeren Brennweite. Auch nicht schlecht, zum filmen sicher die erste Wahl an der 70D. Beim Fotografieren durch den Sucher ist aber nicht jeder Schuss ein Treffer. (das Canon 17-85 USM ist da sicherer) Keine Ahnung, ist es der AF oder der Stabi der nicht immer will? Wohlgemerkt, die Ausschussrate an diesem Objektiv ist auch nicht hoch, aber höher als beim 17-85 USM. Vielleicht habe ich auch nur ein Montagsteil erwischt.
Hier soll die Kamera bewertet werden, nicht das Objektiv. Wollte es nur erwähnen, da das 18-135 STM auch als KIT zur 70D angeboten wird.

DIE KAMERA:

Ist wirklich die eierlegende Wollmilchsau, was die Funktionen betrifft. Da ist sie einigen höherklassigen Canons ebenbürtig oder sogar überlegen. Sehr schnell. Die Bedienung ist dank gut angeordneter Knöpfe und Räder und nicht zuletzt des hervorragenden Touchscreens schnell zu begreifen. Über den Touchscreen sind fast alle Funktionen erreichbar, was die vorhandenen Einstellknöpfe fast überflüssig macht. Trotz wesentlich mehr Funktionen gegenüber der 500D leichter zu händeln. Das Menü ist ähnlich der 500D bietet aber sogar in einigen Punkten eine Hilfe an. Das kannte ich so an der 500D nicht.
Drahtloses Blitzen, auch Blitzgruppen an der Kamera einstellbar. Ist aber kein Funkblitz, wird über den Internen optisch übertragen. (Speedlite oder andere geeignete Blitze)

HDR:

Die 70D hat auch ein Kamerainternes HDR an Bord.
HDR Gegenlicht (RAW, JPG),
"normales" HDR" (nur bei JPG!), drei Bilder in Folge werden von der Kamera verrechnet. Spreizung: Auto, +1, +2, +3 wählbar.
Wer es noch besser will: *DSLR CONTROLLER (mit WIFI oder über OTG- Kabel mit Android Geräten) hat noch bessere Möglichkeiten, muss aber mit externer Software verrechnet werden.

DIE WIFI FUNKTION:

macht das Paket richtig rund. Nicht nur drahtlose Datenübertragung, sondern auch Steuerung von Tablet oder Smartphone möglich. Mit der (Android APP) *DSLR CONTROLLER kann die Kamera nicht nur gesteuert werden, sondern fügt weitere interessante Möglichkeiten hinzu. HDR, Focus Stacking, Zeitraffer usw.

DER AKKU:

hält lange durch. Wer noch einen vollen Zweitakku in der Tasche hat benötigt nicht zwingend einen Batteriegriff. (wer nur mit LV arbeitet: da wird es anders sein, aktives WIFI benötigt auch Strom!)

ERGONOMIE:

Gut ausgeformter, ausbalancierter Body, liegt gut in der Hand. Passt sehr gut zum Eigengewicht der Kamera, samt normalen Objektiven. (keine Meterlangen Objektive) Die Daumenmulde könnte vielleicht etwas tiefer sein. Für meine Hand jedenfalls. Programmwahl, Menü und Infotaste braucht man nicht im aktiven Einsatz (die liegen links vom Sucher), alle anderen Knöpfe und Rädchen sind mit der rechten Hand gut erreichbar.

DAS WICHTIGSTE:

Wenn man alles richtig macht, super glockenklare Bilder! Genau das wollen wir, dafür geben wir auch das Geld aus.

DER KNACKPUNKT:

Es wird beschrieben das der AF im MITTLEREN Sensor durch die Suche bei lichtstarken Linsen schwächelt.
Kann überlesen werden!
Leider konnte ich da nur mit meinem einzigen lichtstarken Objektiv testen: dem Canon EF 50mm 1:1.8 II. Und das ist von hause aus eine schlechte Linse. Hier trifft die 70D bei schlechterem Licht bei f 1,8 fast nie. Auch nicht mit den anderen Messfeldern. Nur bei gutem Licht (sonniger Tag) im LV ein akzeptables Ergebnis. Hier kommt die 500D (auch nur ca. 50 %) besser zurecht. Wollte das nur erwähnt haben, wer die 70D schon hat oder kaufen will und mit dem Canon EF 50mm 1:1.8 II liebäugelt: nein besser nicht. Mit dieser Linse kann ich das Problem weder bestätigen aber auch nicht entkräften. Also ist dieser Abschnitt in punkto AF-Schwäche der 70D meinerseits nicht sehr hilfreich.

DIE 70D ALS EINSTEIGERMODELL?

JEIN! Prinzipiell finde ich die Kamera dank der zwei Wählräder und des Touchscreens leichter zu bedienen als eine drei oder vierstellige EOS. Ein blutiger Neuling wird von den vielen Möglichkeiten der 70D aber schnell erschlagen. Oft führt so was dazu, das man schnell die Lust verliert oder gar kapituliert. Solche Kameras finden wir dann bei Ebay wieder.

Wer nur mit Automatik oder Motivprogrammen fotografiert kann das auch mit preiswerteren Klassen haben. Die sind auch gut! Manuelles Fotografieren will gelernt sein. Dazu sind genau die Einsteigermodelle bestens geeignet. Dann heißt es erst mal: üben, üben, üben!
Das gesparte Geld lieber in Zubehör investieren. Ich empfehle einen externen Blitz (z.B das Canon Speedlite 430 EX II), der Interne ist eher eine Notleuchte. Oder ein gescheites Objektiv. Wenn man glaubt die Kamera zu beherrschen und der Virus ausgebrochen ist, bleibt immer noch die Option aufzusteigen. Das Zubehör kann man ja weiternutzen.
Im Gegensatz zu Objektiven sind die Kamerabodys nicht sehr Wertstabil. Die 70D ist auch noch nicht lange auf dem Markt, aber schon billiger zu haben als noch vor einem Jahr.
Ich habe einige analoge SLR Kameras. War alles auch mal gut, damit habe ich gelernt, aber die Entwicklung geht halt weiter, analog ist out. Meine erste (Einsteiger D-SLR) war die 500D. Mit Der habe ich neues Blut geleckt und bin nun auf die 70D gekommen. Ich kann mich dennoch nicht von der 500D trennen.

SOFTWARE:

EOS Solutions Disk:
Quelle: Canon.de
Die folgenden Anwendungen sind im Paket enthalten.
Digital Photo Professional 3.14.40
EOS Utility 2.14.10
EOS Lens Registration Tool 1.1.0
EOS Web Service Registration Tool 1.0.1
EOS Sample Music
Picture Style Editor 1.14.20
Photostitch 3.2.7
ImageBrowser EX (Die aktuelle Version wird über das Internet installiert.)

HANDBUCH:

Das ausführliche Handbuch in liegt gedruckter Form in vier Sprachen bei.
Tipp:
Das noch wesentlich detailiertere Online Handbuch gibt es bei Canon zum download. (.pdf)
Hier können noch Unentschlossene die zahlreichen Funktionen der 70D vorab erkunden.

MEIN FAZIT:

Ich habe mit dem Teil (70D) intensiv getestet, probiert, geknipst, verglichen und manchmal auch richtig fotografiert. ;o) Nicht nur mit den hier erwähnten Objektiven. Ich entdecke immer wieder neue Möglichkeiten, ich bin noch nicht fertig damit.
Selbstverständlich habe ich keine Laborbedingungen!
Ich liebe dieses Teil und meine Ambitionen irgendwann einmal in das Vollformat zu wechseln haben sich um Jahre verschoben. Wäre noch einmal sauteuer und ich sehe hier keinen Mehrgewinn. Vielleicht ist es meine letzte Kamera, ich bin 50 und kein Profi. Dann lieber noch einmal in Objektive investieren. Man kann die Kamera wirklich als semiprofessionell bezeichnen.

Dennoch ein Stern weg! Die Informationspolitik von Canon ist gelinde gesagt nicht nur schlecht, sondern quasi gar nicht vorhanden. Hier wird nicht nur geschwiegen sondern tot geschwiegen, eine Stellungnahme von Canon bezüglich der AF-Schwäche bei lichtstarken Objektiven an der 70D habe ich noch nicht gefunden. Die Foren sind voll von dem Thema, auch TF hat noch nichts. Schade.

Hilfreich? Wenn ja, dann bitte Klick ;o) ,Danke
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214 von 229 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich hatte die 70D bereits Ende September mein Eigen nennen dürfen und war sofort begeistert (komme von dem NEX-System; die 70D ist meine erste Canon).

Zu Anfang hatte ich "nur" zwei Objektive: Das Sigma 17-70 C (2.8 bei 17mm) und das Sigma 10-20 (4.0 bei 10mm). Die Bilder waren allesamt super. Der Fokus saß meistens zu 100 %.

Ende Oktober bekam ich aus den USA das EF 50mm 1.4 USM mitgebracht. Schon bei den ersten Fotos wunderte ich mich, dass ich einen "Unscharf-Ausschuss" von etwa 80 Prozent hatte. Als erstes dachte ich, es läge an dem fehlenden Bildstabi, was sich evtl. sogar bei schnellen Verschlusszeiten bemerkbar machen könnte. Dann las ich im Internet, dass bei solch Lichtstarken Objektiven erst ab Blende 2.0 ordentliche Ergebnisse zu erwarten sind. Instinktiv fragte ich mich, wo denn dann der Sinn hinter Lichtstarken Objektiven stecken sollte. Mir ist schon klar, dass die Empfindlichkeit bei Offenblende zunimmt, aber 80% Ausschuss??? Ich bin Anfang 30 und zittere (noch) nicht so sehr. Bei weiteren Recherchen stoß ich dann auf das auch hier oft erwähnte AF-Problem, das zu 100% Prozent auf mich passte, da ich ca. 90% der Fotos über den mittleren AF-Punkt per Sucher fokussiere.
Bewaffnet mit Stativ und Kabelauslöser begann ich mit meinen Tests. Ergebnis war, dass ich bei meinen Lichtstarken Objektiven (dem EF 50mm 1.4 sowie dem mittlerweile hinzu gekommenen Tamron SP 90mm 2.8) genau die hier und in diversen Foren beschriebenen Probleme habe: Mittlerer AF-Punkt -> unscharf, gleiches Bild mittels LiveView -> Ultra-Scharf, anderer AF-Punkt -> besser, aber nur die ganz äußeren kommen an die Schärfe des LiveView heran. Dies zieht sich über alle getesteten Distanzen (ca. 2m, 4m und 6m). Wie kann es sein, dass ein be***issener LiveView-AF - auch, wenn er noch so gut ist - bessere Ergebnisse liefert, als die Standard-Fokussiermethode über den Sucher? Warum soll ich mir eine Spiegelreflex holen, wenn ich nur im LiveView wirklich brauchbare Ergebnisse erzielen kann - zumindest bei Blenden von 1.4 - ca. 6.0???

Die Tipps bezüglich Feinjustierung der Objektive habe ich natürlich auch versucht (beim 50er habe ich nun schon ein paarmal gelesen, man solle auf +13 stellen)... ohne Erfolg.

Am bittersten ist jedoch, dass die - offenbar vielen "Einzelfälle" - von Canon im Regen stehen gelassen werden. Es gibt kein offizielles Statement von Canon, geschweige denn brauchbare Lösungsansätze. Erinnert mich ein wenig an das Totschweigen des blue pulse of death von Sony bei der PS4 (auch hierbei war ich übrigens einer der "glücklichen"). Dieses Herangehen an offensichtliche Probleme ist ja evtl. ein regionales Phänomen.

Ich habe die Cam jedenfalls zur Reparatur gegeben... mal sehen, was zurück kommt. Evtl. wird die Beurteilung dann noch angepasst.

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Update1:
Ich habe zwecks Veranschaulichung mal ein paar Bilder hochgeladen... die, mit dem Hulk ;-)
Die Bilder sind Screenshots aus Apple Aperture. Wenn man sich hier die Fokuspunkte anzeigen lässt werden die aktiven rot hervorgehoben (ausser, es gibt nur einen möglichen Kandidaten; daher bei LiveView "nur" weiss markiert). Es handelt sich also nicht um reale Abbildungen des Suchers und daher auch nicht um Fehlfokussierungen, die Canon ebenfalls rot anzeigt. Alle Bilder waren natürlich (zumindest laut Kamera) korrekt fokussiert.

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Update 2 nach Reparatur:
OK, die Cam ist zurück aus der Reparatur (über den Händler eingeschickt)... hat ca. eine Woche gedauert. Bei der Abholung sagte mir der nette Servicemitarbeiter, dass Canon vermerkt hat, dass kein Fehler festzustellen war. Mein erster Gedanke: "What???", mein zweiter Gedanke: "Cool bleiben, zeige es den Kolleginnen und Kollegen vom Service doch einfach am lebenden Beispiel." Mir wurde ein Akku, eine Speicherkarte, das 1,8er Canon und ein Prospekt des Händlers als Motiv zur Verfügung gestellt. Wir haben bestimmt 20 Fotos gemäß meinen vorherigen Tests gemacht. Ergebnis: Alle (wirklich alle) Bilder - sei es über LiveView oder den mittleren oder einen der anderen Fokus-Punkte waren scharf!

Mein dritter Gedanke: "Gottverdammter Vorführeffekt!"

Also habe ich die Cam eingepackt und zum weiteren Testen mit nach Hause genommen. Was mir im Laden nicht aufgefallen war: Alle meine Menü-Einstellungen waren zurückgesetzt. Da die Firmwareversion augenscheinlich noch die gleich ist, kommen hier meiner Meinung nach nur zwei Optionen in Frage: Entweder wurde die Cam einfach nur auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt oder (das glaube ich eher) die Firmware wurde neu drauf gespielt. Eine dritte Option wäre, dass es sich um eine (aufgrund des Fehlers experimentelle?) Firmware handelt, deren Versionsnummer nicht hochgesetzt wurde - ein Schelm, wer hierbei böses denkt ;-)

Die ersten Versuche wurden mit dem Tamron SP 90mm 2.8 durchgeführt. Ergebnis: Alles Scharf. Unfassbar!

Die zweiten Versuche habe ich dann mit dem EF 50mm 1.4 durchgeführt, bei dem damals die Probleme am krassesten zu sehen waren. Und siehe da: Mittlerer Fokus-Punkt -> Fokus - wie gewohnt - voll daneben; LiveView -> wie gewohnt top!
ABER - und jetzt wurde es mysteriös - auch auf allen anderen Fokus-Punkten war die gleiche Fehlfokussierung vorhanden (hier war ja vorher alles scharf). "OK", dachte ich mir. "Jetzt kannst du nochmal die Tipps bezüglich der AF-Feinjustierung im Menü der Cam ausprobieren". Gemacht, getan... Alle Fotos kommen nun an die Schärfe des LiveView heran. Ich konnte es nicht glauben, habe mir den Nachmittag frei genommen und bin zwei Stunden durch die Gegend gezogen, um die Cam in Verbindung mit dem 50er "in der Realität" zu Testen. Bei allen gemachten Bilder verhielt es sich nun anders herum; keine 80 Prozent Ausschuss, sondern 10 bis max. 15 % Ausschuss (was ich bei über 200 Bildern OK finde bzw. vermute, dass das Problem hierbei eher hinter der Kamera war). Drei Beispielbilder habe ich mal hochgeladen (die landende Möwe, das deutsche Eck und die Ankerkette).

Bin jetzt zwar total begeistert von der Kamera, kann aber trotzdem nicht mehr als 3 Sterne geben, da ich zum einen trotz der aktuellen Situation ein ungutes Gefühl habe und zweitens immer noch mit der Informationspolitik von Canon unzufrieden bin... mir kann keiner erzählen, dass die an der Cam keinen Fehler gefunden haben wollen bzw. nichts dran gemacht haben.
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am 29. März 2014
Offensichtlich hatten wir das große Glück, ein mängelfreies Exemplar zu erwischen. Zumindest hoffe ich dies, da unser lichtstärkstes Objektiv das 135mm ist und wir auch eines der Sorgenkinder, nämlich das L-Makro-Objektiv, besitzen und der Fokus stets "perfekt" saß.
Bemerkenswert finde ich in diesem Zusammenhang den teils herablassenden Ton gegenüber weniger glücklichen Käufern - so fragte ich in "dem" Photofachgeschäft Münchens nach und meine Bedenken wurden mit der Aussage "im Internet darf ja jeder schreiben" abgetan.

Diese bemerkenswerte Kamera hat nun einen irreparablen Imageschaden, den sie nicht verdient.
Ich würde ihr eine der 1000D vergleichbare Sonderstellung einräumen. Wie unser Vorgängermodell auch wurde die 70D mit Funktionen und Technik anderer - und mit der 7D teils "höherklassiger" - Modelle zu einer Art best of ausgestattet.
Kurzum: Das Preis/Leistungs Verhältnis ist bestechend.

Wie schon angeklungen sein dürfte erfolgte unser Upgrade von der 1000D aus. Und so wende ich mich auch tendenziell an diejenigen Interessenten, welche selbst ein Upgrade überlegen.
Bei unseren begrenzten finanziellen Mitteln kam eine Vollformatkamera nicht in Frage, weil die für die Tierphotographie benötigten Teleobjektive schlicht außerhalb unserer Möglichkeiten liegen und ein gewöhnliches Zoom bis 500mm nicht meinen Vorstellungen entsprechen kann.

Zwischenzeitlich gedachte ich das Erscheinen einer 7D II abzuwarten - auch um Zeit zum sparen zu gewinnen.
Und genau in all diese Überlegungen hinein platzte nun dieses Modell.

Der Autofokus mit 19 Kreuzsensoren arbeitet sehr schnell und präzise. Angenehm ist die Möglichkeit mehrere AF-Felder zu gruppieren (die neun mittleren oder vier am Rand). Einen Falken bei einer Flugshow im Sucher zu behalten ist schon schwer genug - das mittlere AF-Feld stets auf ihn zentriert zu halten kostete höchste Konzentration. Und überließ man der Kamera gänzlich die Wahl, so fokussierte sie sicherlich alles nur nicht das gewünschte.
Sollte der Autofokus einmal nicht greifen, so hatte ich bislang den Kummer, daß die Kamera unausgesetzt weiter suchte. In den Custom-Funktionen läßt sich nun einstellen, daß sie bei "unmöglicherer Fokussierung" abbricht und mir somit die Möglichkeit des manuellen Eingriffs erlaubt ohne daß ich den Autofokus am Objektiv abschalten müßte.
Die Feinjustierung von Objektiven hätte ich als Selbsverständlichkeit erachtet. Mir ist nach wie vor unbegreiflich, warum eine so wichtige Funktion an der 1000D nicht verfügbar war. Zwar war nur unser Makroobjektiv von einem Backfokus betroffen und der Autofokus war für ruhende Motive ohnehin meist irrelevant; nicht so hingegen wenn man etwa ein Taubenschwänzchen einzufangen gedenkt.
Ein weiterer Pluspunkt der 70D ist der relativ große Sucher, durch welchen es mir zum ersten Mal gelingt, die Schärfe auch ohne Liveview zu kontrollieren.
Einziger Malus gegenüber unserem früheren Modell: Zwar werden die aktiven AF-Felder extra im Sucher eingeblendet, sind also gegenüber vorher nicht mehr eingeätzt und "verstellen" den Blick durch den Sucher nicht länger, aber wenn der Autofokus greift, so gibt es keine so klare visuelle Rückmeldung mehr. An der 1000D blinkte im entsprechenden AF-Feld kurz ein roter Punkt auf; jetzt hat man nur die grüne Leuchte rechts unten ganz im Eck oder ein Piepsen, das ich gleich am ersten Tag abstellte - und nicht allein um die Nerven Umstehender zu schonen ;-)

Einer der wichtigsten Punkte neben einem leistungsfähigeren Autofokussystem für eine Abkehr von der 1000D war für mich der ISO-Bereich.
Aufnahmen im Aquarium mit Blitzlicht verbieten sich für mich von selbst. Mit ISO 1600 richtet man aber selbst mit Blende 2.8 nichts aus. Mit ISO 6400 und Offenblende bin ich nun imstande auch einen Hai zu photographieren.
Und damit zum heiklen Bildrauschen. Dieses ist dann unverkennbar und macht Aufnahmen mit dunklen Flächen unansehnlich. Um den Preis der stark reduzierten Schärfe respektive Detailzeichnung kann man dieses jedoch nachträglich vom PC gut unterdrücken lassen und man erhält immerhin sehr ansprechende Schnappschüsse.
Viel wichtiger aber ist die Möglichkeit sorglos bis ISO 800 photographieren zu können.

Eine weitere Funktion, die sich bei mir großer Beliebtheit erfreut, ist die Reihenaufnahme, die ihrem Namen nun auch endlich gerecht wird.
Ich habe nur den Vergleich zur 1000D, mit ihr aber waren Aufnahmen als RAW nur im gefühlten Sekundentakt möglich, wozu ich keine eigene Funktion benötigt hätte, und als JPEG eventuell die versprochenen drei pro Sekunde.
Für mich sind RAW Dateien (neben anderen Vorteilen) "komfortabler", weil ich Farbstichen und von meiner Vorstellung abweichenden Belichtungen besser beikomme.
Spaßeshalber habe ich mit der 70D eine Reihenaufnahme von einem Sekundenzeiger gemacht. Während 13 Bildern ist er gerade mal zwei Striche weit gekommen, das 14. Bild war dann schon etwas verzögert - aber alle in RAW.
Und wenn man einmal die hohe Geschwindigkeit gar nicht benötigt/wünscht, läßt sich die Reihenaufnahme auch mit (vermutlich) halber Geschwindigkeit betreiben.

Daß Dynamik und Farbwiedergabe der 70D einen Meilenstein - Gott sei Dank keinen Quantensprung - gegenüber der 1000D darstellen ist angesichts des Alters zweiterer nicht verwunderlich und ich kann sie daher natürlich nicht objektiv beurteilen. Nur soviel sei gesagt: ich war von den Aufnahmen badender Elefanten und Seelöwen begeistert - sonst überstrahlte für gewöhnlich die Umgebung oder die Haut soff in konturlosem Schatten ab.

WLAN, Videoaufzeichnung und Touch-Display sind für mich nette Spielereien. An letzteres "gewöhnt" man sich allerdings erstaunlich schnell, sodaß ich es vermutlich bald gar nicht mehr missen möchte. Die Arretierung des Moduswahlrades ist mir sehr angenehm, weil sich mir beim schnellen Griff gerne einmal das Programm Av verstellte.
Bei aller Begeisterung vermisse aber auch ich eine Zugriffstaste für den Weißabgleich. Kein allzu gravierender Mangel immerhin...

Mir ist bewußt, daß meine Rezension "seitlastig" ist, aber ich wollte nicht alles gesagte zu Haptik etc. wiederkäuen, sondern Upgrade-Willigen einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der 70D - gerade mit Schwerpunkt auf Tier- bzw. Zoophotographie - vermitteln.
Tatsächlich sehe ich die 70D unter den aktuellen Canon EOS Modellen als herausstechend an, ähnlich wie dereinst die 1000D. Sie bietet vollgestopft mit großartiger Technik verschiedenster anderer Modelle ein Preis/Leistungsverhältnis, das seinesgleichen sucht, und bekommt daher von mir eine klare Kaufempfehlung.

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Update 10.8.2014

Vielen Dank erst einmal für die vielen positiven Wertungen!

Heute habe ich eine weitere Funktion für mich entdeckt, deren Umsetzung kaum Wünsche offen läßt: die Fernsteuerung der 70D
Die Problematik ist rasch skizziert. Auf unserem nicht sonderlich großen Balkon wachsen in einem wandnahen Eck Sonnenblumen und zum erstenmal seit etlichen Jahren haben wir steten Besuch von Stieglitzen. Diese Vögel nun sind so scheu wie hübsch, was es zum einen attraktiv macht sie zu photographieren - und zum anderen scheußlich schwer.
Nun ist die Fernauslösung einer Kamera sicher ein alter Hut; das für mich allerdings so überraschende war die Möglichkeit, via Fernsteuerung im Liveview manuell (!) fokussieren zu können.
Das Programm EOS Utility bietet drei Stufen der Fokusänderung (grob, mittel, fein für näher bzw. ferner) an, sodaß man die Schärfe tatsächlich punktgenau justieren kann. Und so gelangen uns endlich Photos von unseren hochgeschätzten Gästen!

Ursprünglich wollte ich die WLAN-Fähigkeit nutzen, las dann jedoch in der Bedienungsanleitung, daß Bewegungen möglicherweise nur ruckelnd im Liveview dargestellt würden. Ich bin daher konservativ - sprich: wired - geblieben und hatte eine tadellose Bildübertragung. Demnächst werde ich ein noch längeres Kabel (~3m) nachrüsten...
Sollte jemand hingegen nicht abgeschreckt worden sein von der sehr "technischen" Verbindung über WLAN mit PC/Smartphone und gute Erfahrungen mit der Fernsteuerung (insbesondere der Bildübertragung) gemacht haben, so würde ich mich sehr über einen diesbezüglichen Kommentar freuen ;-)

Achja... kaum Wünsche offen lassen... wenn man aus der 100% Ansicht heraus ein Photo schießt, so wäre es schön gewesen, auch wieder in die 100% Ansicht (anstelle des Vollbildes) zurückzukehren - besonders wenn man einen weiten Winkel vorwählt für einen späteren Crop...

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Update 12.9.2014

Leider scheint Canon Probleme mit dem Autofokus bis zur nächsten Modellreihe aussitzen zu wollen...
Wenn er denn ordentlich arbeitet so wie bei uns, dann allerdings ist er wirklich der Hammer!
Auf eine ernstliche Probe wird er ja nur bei schnellen Bewegungen gestellt - und bei ruhenden Motiven traue ich immer noch meinem Auge mehr und greife im Zweifelsfalle ein. Neulich aber in der Fröttmaninger Heide wollte ich Libellen photographieren und nahm schließlich auch eine große im Fluge aufs Korn - Abstand 60~70cm. In so einer Situation ist ein schneller und zuverlässiger Autofokus natürlich unerlässlich. Und tatsächlich gelang mir ein (wirklich) scharfes Photo mit dem 100er Makro und der AI Servo Einstellung - unter 20 Bildern für den Papierkorb (leichte Unschärfe oder Hintergrund fokussiert).
Für einen Profi bei Sportveranstaltungen womöglich eine inakzeptabel schlechte Ausbeute, aber für einen Amateur mit reichlich Gelegenheiten zum neuerlichen Versuch eine großartige Leistung, wie ich sie von unserem Einstiegsmodell her nicht für möglich gehalten hätte.

Viel Spaß und immer Gut-Licht!

LG Roman
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2015
Zunächst gleich ein Wort zum Autofokusproblem. Ich habe die Kamera im Juli 2014 beim Mediamarkt gekauft und bei zwei Urlauben mit jeweils ca. 1000 Fotos ausgiebig getestet. Während bei meinem ersten Urlaub in Irland fast alle Aufnahmen scharf waren, hatte ich bei meinem zweiten Urlaub in Ecuador ein paar Monate später große Probleme. Fast jedes 3. Foto war unscharf. Auf diesen Fotos war nichts scharf (d.h. es wurde nicht etwa das falsche Objekt fokussiert). Verwackelt waren sie auch nicht bei Belichtungszeiten über 1/400. Ich habe dann ganz oft Mehrfachaufnahmen gemacht oder manuell fokussiert und viele unscharfe Fotos gleich gelöscht. Blöd ist nur, wenn man Schnappschüsse macht oder bei -10 auf einem Berggipfel steht und keine Zeit hat jede Aufnahme zu kontrollieren. Man erkennt die Unschärfe im Display auch nur, wenn man in jedes Bild hineinzoomt.

Ich habe die Kamera dann in der Laden zurückgebracht, der Verkäufer hat einige Aufnahmen gemacht und konnte das Problem sofort nachstellen. Fast jede 3. Aufnahme im Laden war unscharf. Ich habe die Kamera auf seine Empfehlung in den Service gegeben und ca. 3 Wochen später zurückbekommen. Canon vermerkte, dass der Defekt behoben wurde ohne weitere Erläuterungen. Nun funktioniert der Autofokus wirklich einwandfrei. Was genau repariert wurde, kann ich nicht sagen.

Ich schätze die Kamera trotz dieses Ärgers sehr. Hervorheben möchte ich insbesondere die WLAN-Funktion und den Touch-Screen. Die WLAN-Funktion ist zwar etwas kompliziert einzurichten, aber man kann die Fotos dann sehr schnell auf dem Handy anschauen, herunterladen und gleich teilen. Der Touch-Screen erleichtert die Bedienung enorm gerade am Anfang, wenn man mit den vielen Tasten noch nicht vertraut ist. Mit der Q(uick)-Taste kann man so alle wichtigen Einstellungen schnell am Touch-Screen verändern.

Noch ein Wort im Vergleich zu Systemkameras: Ich schätze das Fotografieren durch den Sucher und das schnelle stufenlose Zoomen direkt durch das Drehen des Objektivs sehr. Ich bin der Meinung, dass man mit einer SLR einfach mehr Möglichkeiten hat. Einziger Nachteil ist das hohe Gewicht, was auf Bergtouren schon etwas unangenehm sein kann.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2014
Ich besitze die 70D jetzt seit 6 Wochen und konnte bisher ca. 1000 Bilder mit Ihr machen.
Ich verwende die Kamera semi-professionell, hauptsächlich für Landschafts- und Architektur-Aufnahmen.

Neben der 70D, welche die 40D ablöst, benutze ich noch einen betagte 450D sowie, ab und dann, eine 5D Mark II, welche allerdings nicht in meinem Besitz ist.

Würde ich die Kamera jetzt kaufen wollen, und zuvor die Amazon-Bewertungen lesen, würde ich wohl erschrocken auf ein anderes Modell ausweichen. Nur gut das ich das nicht getan habe. Zwar gabs Anfang Dezember auch schon ein paar negative Bewertungen, allerdings nicht so viel wie jetzt.

Ums kurz zu machen: Ich bin sehr zufrieden mit der Kamera. Die Fokusprobleme treten bei meiner zum Glück nicht auf.
Ich habe eine Illustre Auswahl an Objektiven zur Verfügung, vom WW bis zum Macro, vom der Lichstarken FB zum Super-Zoom.
Interessanterweise hab ich eher den Eindruck dass der normale AF schärfer und punktgenauer ist als der LV-Focus. Was konträr zu den meisten Beschwerden hier ist.
Die einzige Linse bei welcher ich in den Kameraeinstellungen einen leichten Back-Focus korrigieren musste, war das olle EF-50 1,8 II. Das macht aber auch bei anderen Bodys was es will.

Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung aus meiner Sicht:

Pros:

- Bildqalität, zwar die Canon typische leichte Farbüberzeichnung, aber Rauschverhalten traumhaft.
- Auto Focus schnell und zuverlässig.
- Live View endlich ausgereift.
- Gutes Touch-Display.
- Sehr gute Bedienbarkeit.
- Interner Blitz kann als Master verwendet werden.
- Kit Objektiv erstaunlich gut. (Im Vergleich zu den alten EF-S 18-55 Scherben...)
- schnelle Serienaufnahme.
- generell Funktionsumfang mit W-Lan, Motiv Programme, Schwenk-Display, etc.

Cons:

-kein Annäherungssensor zum ausschalten des Displays. Vermisse ich bei vielen hochwertigeren Canons...
-Gehäuse zwar gedichtet, aber komplett aus Kunststoff. Muss kein Nachteil sein, aber die D40 fühlt sich besser an.
-kein GPS an Board

Ansonsten gibts nicht viel zu kritisieren. Die Kamera macht sehr viel Spaß!

Ich bin froh das ich mich von negativen Bewertungen nicht hab abschrecken lassen.
Eine alternative zu der Kamera würde mir im Canon Lager kaum einfallen. Die dreistelligen halten deutlichen Abstand in der Bedienbarkeit,die 60D und die 7D sind etwas angegraut und können mit der Ausstattung kaum mithalten und der Rest ist schon Vollformat...

Ich würde sagen unter den Canon APS-Cs ist die 70D zur Zeit die Königin.
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232 von 255 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 21. November 2013
Lange habe ich zwischen Nikon D7100 und 70 D gependelt, bin bei der 70 D gelandet und bereue nichts.

Die Unterschiede in der Handhabung sind nun mal vorhanden, jeder Hersteller verfolgt seine gewachsene Struktur und hat seine Eigenheiten. Mir gefällt hier Canon besser, ist aber nicht kaufentscheidend. Gewöhnen kann man sich an beide Systeme.

Die 70D liegt sehr gut in der Hand, alle Bedienelemente prima erreichbar und sensibel zu steuern. Das Gehäuse macht einen sehr wertigen Eindruck, obwohl hier Kunststoff dominiert. Das obere Wählrad läuft satt, das untere ist trotz der kleinen Abmessungen auch von meinen großen Fingern gut und exakt zu bedienen.

Der Sucher ist hell und klar, ein Genuss auch für Brillenträger. Alle eingespielten Infos gut erkennbar. Dioptrien schnell einstellbar.

Das Wählrad für Programme ist übersichtlich (selten benutzte Unterprogramme werden am Display ausgewählt) und arretiert.

Display selber ist hell und hat eine schöne Auflösung, Touchfunktion ist extrem flüssig

Das Display ist sehr umfangreich schwenkbar, das kenne ich von der 650D und will es nicht mehr missen.

Die Auflösung/ Schärfe sollte nach Testberichten aufgrund des Tiefpassfilters schlechter sein als bei der D7100 - dem kann ich nach diversen Vergleichsfotos mit 18-135 STM und 18-105 nicht zustimmen, eher ist die Canon besser in der Schärfe. Und mir gefällt die leicht wärmere Farbanmutung der Canon besser - das ist natürlich Geschmackssache.

Schnell ist sie allemal, diese technischen Daten sind alle nachzulesen.

Ein großartiges Feature ist auch die Mehrfachbelichtung bei Aufnahmen ohne viel Licht (nicht HDR), hier gelingen Fotos aus der Hand in schwierigen Lichtbedingungen, das ist schon klasse (Kirchen, Museen etc.).

RAW Aufnahmen sind nicht mein Ding, ich kommen mit den JPEG Ergebnissen zurecht, daher hierzu keine Aussage.

Der Akku hält ewig, 600 bis 800 Aufnahmen mit ausgiebiger Kontrolle, zoomen und löschen am Display sind immer machbar.

Die WLAN-Funktion hielt ich am Anfang für ein unnötiges Gimmick, funktioniert mit meinem S3 und dem Galaxy Tablet hervorragend, ist hilfreich bei Analysen und Fernsteuerungen und will ich nicht mehr missen.

Video! Ja! Ohne Pumpen, ohne Ratsch und Knartzgeräusche vom Objektiv dank STM Technik. Hier macht Canon allen SLRs was vor - und wie. Es ist ein Genuss zu filmen, der Ton passt für den Hausgebrauch super, ansonsten muss ein externes Mikro angeschlossen werden. Die Qualität ist atemberaubend.

Einziger großer Minuspunkt: GPS ist nicht dabei, das ist schade - vor allem wo es jetzt bei der 5300D für einen ähnlichen Preis angeboten wird. Aber dafür nun kein Punktabzug.

Also zusammenfassend: Kaufempfehlung. Die Kamera macht Spaß und animiert zum Losgehen und fotografieren. Darum geht's ja schlussendlich. Die professionellen Pixelzähler mögen mir die emotionalen Ausführungen nachsehen, aber eine teure Kamera, die nicht begeistert, wollte ich nicht haben wollen.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Januar 2015
ich habe die Kamera jetzt zu Weihnachten 2014 bei Amazon gekauft, nachdem ich wegen der berichteten AF-Probleme lange Zeit unentschlossen war. Ich besitze 4 lichtstarke Festbrennweiten (28 1.8, 40 2.8, 50 1.8II und 85 1.8) und ein paar EF-S Zooms. Mit keinem der Objektive gibt es Probleme.
Versuchsaufbau: Stativ, Spiegelvorauslösung, mittleres AF-Feld über Sucher, Motiv ca. 7-8 Meter entfernt, Offenblende, 2 Sekunden Timer. Bis auf die objektivbedingten, unterschiedlich ausgeprägten leichten Unschärfen bei Offenblende kann ich bei keiner Linse das katastrophale Verhalten erkennen, das andere Käufer feststellen mußten. Selbst das zickige 50 1.8II bringt ein einwandfreies Ergebnis.
Mein Plan wäre gewesen, die Kamera bei Defekt einmal umzutauschen; wenn die Auffälligkeit bei der zweiten ebenfalls aufgetreten wäre: zurückschicken, Geld zurück und das Modell abhaken.
Nachdem ich nicht glaube, daß Amazon als defekt zurückgeschickte Kameras als Warehouse-Ware einfach wieder einstellt, sondern zu Canon retourniert, ist diese Vorgehensweise m.E. gut geeignet, den Hersteller immer wieder auf das Problem zu stoßen und schon aus Kostengründen dazu zu bewegen, die Sache aus der Welt zu schaffen - daß er das u.U. stillschweigend tut, kann ich nachvollziehen: eine großflächige Rückrufaktion wäre schon blamabel.

Ansonsten kann ich mich allen 5-Sterne-Bewertern hier nur anschließen: tolle Kamera.
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Dezember 2013
Seit gut einer Woche ist sie jetzt da, die 70D. Ich habe bisher mit der 60D fotografiert und immer nach einem zweiten Body gesucht. Dabei wollte ich gern wieder ein Klappdisplay und das sehr nützliche obere Display mit den Schnellwahltasten. Zweite 60D? Wenig originell, 7D: kein Klappdiaplay und schon ziemlich betagt, 700D: kein oberes Display. Dann wurde die 70D angekündigt und die kam mit einigen neuen Features, die ich mir schon immer gewünscht hatte. Ich habe also zunächst mal alle Testberichte gelesen und verfolgt, was hier passierte, als sie dann im Oktober hier verfügbar war. Die Rezensionen in den diversen Fachpublikationen haben mich überzeugt, aber das AF-Problem, von dem hier und in diversen Foren immer wieder berichtet wurde, haben mich eine Weile zögern lassen.

Um es vorweg zu nehmen, meine hat glücklicherweise kein Autofokus-Problem. Ich habe das aber durchaus ernst genommen und mit Bangen meine ersten Testfotos gemacht. Bei meiner sitzt der AF durch den Sucher und in LV mit allen 5 Objektiven, besonders aber mit dem 85/1,8. Es scheint inzwischen aber wohl gesichert, dass es Fertigungslose gibt, die ein ernsthaftes Problem mit dem AF haben und zwar nur mit lichtstarken Objektiven (2,8 und besser) und in Verbindung mit dem mittleren AF-Punkt (der ab 2,8 ein High Precision Sensor ist) und One Shot.

Aber jetzt zu meinen Erfahrungen zur Handhabung und den ersten 500 Fotos: Die geänderte Anordnung der verschiedenen Knöpfe gegenüber der 60D stört mich weniger als ich zunächst angenommen habe. Man gewöhnt sich schnell dran. Haptisch ist sie der 60D sehr ähnlich, mit etwas mehr Platz für den Daumen, weil der Q-Button (und ein paar andere) umgezogen sind. Auch das Sucherbild ist gefühlt unverändert, allerdings gibt es jetzt einige hilfreiche Einspiegelungen. Das Daumenrad ist etwas kleiner geworden, ist mir aber erst beim direkten Vergleich aufgefallen. Auch laufen die beiden Räder etwas geschmeidiger als bei der 60D.

Und das ist mir bisher besonders positiv aufgefallen:

++ Touchscreen, Klappdisplay und Stativ sind eine geniale Kombination (das habe ich vorher gar nicht gedacht, weil ich den Touchscreen eher für eine Spielerei gehalten habe). Darauf möchte ich aber schon jetzt gar nicht mehr verzichten.

++ Touchscreen zur Bedienung der Menüs usw. ist ebenfalle eine willkommenen Erleichterung der Arbeit. Besonders im Dunklen entfällt das meist lästige Suchen nach den Tasten.

++ Schneller LV Autofokus, der jetzt auch gleich weiß, in welche Richtung die Reise geht, also kein Pumpen mehr. Video habe ich bisher nicht versucht, kommt bei mir auch selten vor.

++ WLAN: Für mich auch wieder ein wichtiger Punkt, weil ich bei der Arbeit mit dem Stativ die Kamera jetzt fernbedienen und mit dem Tablet oder Smartphone fernauslösen kann. Allerdings ist die Konfigurierung des WLAN ziemlich umständlich, zumindest beim ersten Mal.

++ Belichtungsreihen bis zu 7 Aufnahmen. Das erfreut die HDR Fotografen. DAfür musste ich bei der 60D Magic Lantern installieren, was mir immer ein ungutes Gefühl gegeben hat.

+ Doppelbelichtungen bis zu 9 Aufnahmen, das bietet neues Kreativpotenzial.

+ Mikrojustierung für Objektive ist zurück in der zweistelligen Klasse, nachdem die 60 D das ja leider nicht mehr hatte.

+ Videoschalter jetzt nicht mehr im Wahlrad sondern kombiniert mit dem LV Knopf, was auch mehr Sinn macht.

+ Der unsinnige Anschlag beim Beriebsartenwahlrad ist entfallen, die Motivprogramme sind auf einer Stellung zusammengefasst und können dann im Display gewählt werden. Dadurch ist das WAhlrad jetzt nicht mehr so überladen und wirkt aufgräumter.

+ AF mit nun 19 Kreuzsensoren (von der 7D), die aber nicht mit allen Optiken funktionieren und erweiterten Wahlmöglichkeiten (Gruppen von AF Punkten). Der mittlere AF-Punkt ist ein X Sensor den auch auf Diagonalen empfindlich ist.

o Bildschärfe und Auflösung sind vergleichbar mit der 60D wenn man RAW zugrunde legt. JPG hab ich mir bisher nicht so genau angesehen. Die 2 Mpix mehr machen sich eigentlich gefühlt nicht bemerkbar (messtechnisch vielleicht schon).

o Rauschen: Bei Sensorgen.info findet man dazu gemessene Werte, die sich von denen der 60D praktisch nicht unterscheiden. Die Unterschiede bewegen sich im Bereich der Messgenauigkeit. Meine eigenen Tests mit Darkshots (Read Noise) zeigen aber eine dramatische Verbesserung im hohen ISO-Bereich. Das muss ich noch weiter untersuchen.

o HDR Modus intern: Kann bei Motiven mit hohem Kontrast helfen, aber ernsthafte HDR-Enthusiasten werden statt dessen die erweiterten Belichtungsreihen nutzen.

o Nachtaufnahmen ohne Stativ: Hier werden 4 Aufnahmen mit kurzer Belichtungszeit gemacht, die dann intern zu einem Bild verrechnet werden. Mag hilfreich sein, wenn man das Stativ vergessen hat.

Es gibt auch ein paar Punkte, die ich nicht so prickelnd finde.

- WLAN pairing ist unnötig kompliziert.

- Leider immer noch nur eine C-Stellung.

- Akkus von Drittanbietern werden nur unter Protest akzeptiert.

- Deutlich kürzere Batterielaufzeit als 60D (bei mir noch verstärkt durch häufigen Gebrauch von LV)

- Leider kein GPS

- Wasserwaage (+) nur für die Rollachse (-)

Für mich wiegen die Nachteile nicht besonders schwer, so dass ich gern alle 5 Sterne vergebe. Die Kamera macht einfach Spaß und man findet sich trotz ca. 700! Seiten Manual schnell zurecht, wenn man aus der CANON-Welt kommt. Denen, die das bekannte AF-Problem haben, wünsche ich eine schnelle Lösung ihres Problems durch CANON und dann auch endlich ungetrübten Spaß mit einer tollen Kamera.

** Für Interessierte noch ein paar technische Details. **

Die Full Well Kapazität der 70D ist mit 26.300 e-/pix gegenüber den 18MPix Kameras (24.800) trotz kleinerer Pixel leicht verbessert.

Da Read Noise bei niedrigem ISO fast identisch mit der 60D ist steigt der Dynamikbereich gegenüber der 60D damit geringfügig von 10.8 auf 10,9 Blendenstufen. Für die praktische Arbeit ist das aber belanglos.

Das Signal zu Rauschverhältnis (SNR) bei niedrigem Iso ist 44,2 dB gegenüber 43,9 dB für die 60D. Auch das bewegt sich im Bereich der Messgenauigkeit und ist für die BQ bedeutungslos.

PS am 30.12.13: Zum AF Problem gibt es bei dpreview einen sehr aufschlussreichen thread: [mal suchen nach "AF phenomenon on the 70D"]. Am besten alle Antworten lesen, da wird Einiges klarer.
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