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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitchcock's 50.: Ein Spionagethriller mit Heimatfilmidylleelementen!
Was konnte Hitchcock zu jenem Zeitpunkt, als er an "Der zerissene Vorhang" arbeitete eigentlich noch misslingen? Richtig: gar nichts!
Längst schon war Mr. Hitchcock größer als alle Zweifel an ihm. Selbst das Thema "Spionage" war für den Meisterregisseur kein Neuland mehr, hatte er doch schon mit "Der unsichtbare Dritte" (bzw. "North by...
Veröffentlicht am 16. November 2008 von Michael Krautschneider

versus
5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer nicht zuviel erwartet, wird belohnt.
"Der zerrissene Vorhang" ist einer der umstrittensten Filme Alfred Hitchcocks. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, er ist sicherlich kein Meisterwerk. Stattdessen erwarten den Zuschauer eine unglaubwürdige Handlung, plot holes, Anschlussfehler an jeder Ecke und historische Ungenauigkeiten im Überfluss. Manchmal ist der Film tatsächlich unfreiwillig komisch,...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2008 von Andreas Thum


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitchcock's 50.: Ein Spionagethriller mit Heimatfilmidylleelementen!, 16. November 2008
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Was konnte Hitchcock zu jenem Zeitpunkt, als er an "Der zerissene Vorhang" arbeitete eigentlich noch misslingen? Richtig: gar nichts!
Längst schon war Mr. Hitchcock größer als alle Zweifel an ihm. Selbst das Thema "Spionage" war für den Meisterregisseur kein Neuland mehr, hatte er doch schon mit "Der unsichtbare Dritte" (bzw. "North by northwest") Filmgeschichte in diesem Genre geschrieben oder vielmehr noch dieses Genre revolutioniert, räumte er doch gleichzeitig mit allen Noir-angehauchten Thrillern seiner Zeit auf...

Nun aber zu diesem Streifen. Auch hier hat Hitchcock nicht gerade die (auf den ersten Blick) unheimlichsten Drehorte aufgesucht: ein ruhiger, abgelegener Bauernhof, das farbenfrohe Kopenhagen bei Tag, ebenso Berlin und schließlich noch ein belebtes Universitätsgebäude sowie einen schwedischen Hafen... Das Einzige, wenn überhaupt, was uns diese Orte unheimlich erscheinen lassen könnte, ist die Tatsache, dass sie sich (teilweise) hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang befinden. Genau darum geht es in Hitchcocks (wieder einmal) hervorragend gedrehten und gespielten Dreifach-"Agenten"-Thriller auch, obwohl es sich beim Agenten, streng genommen, eigentlich um einen Wissenschaftler handelt, der zunächst nach Ost-Berlin geht, um dort einen amerikanischen Überläufer zu mimen, ehe sich herausstellt, dass er sich dort nur Informationen für die Fertigstellung seiner Formel (natürlich zu nichts Geringerem als zur Rettung der Welt) von einem renommierten Ostwissenschaftler holen will, um sämtliche Atomwaffen funktionsuntüchtig zu machen...
Die Story beginnt recht idyllisch, als ob es eine durchschnittlich-unterhaltsame US-Komödie bzw. Spielfilm wäre. Dann plötzlich nimmt der Film seine 1. Wendung, als der Wissenschaftler im Osten Fuß fasst. (Anfangs glaubt man als Zuseher wirklich daran, dass er den Glauben an die westlichen Werte verloren hat, was ihn - das hat Hitchcock geschickt gemacht - natürlich viel sympathischer macht, als wenn er schlichtweg der makellose amerikanische Superagent wäre.)
Die zweite eigentliche große Wende erfolgt dann auf einer kleinen Farm, irgendwo in Deutschland, als sich der Wissenschaftler (mit Hilfe einer schlagkräftigen Bäuerin, die einer Geheimorganisation angehört) eines Stasi-Beamten entledigt. Hitchcock hat detaillierte, blutige Nahkampfszenen in einer an sich völlig harmlosen Landküchenatmosphäre (am hellichten Tag!) eingefangen und damit bewiesen, dass Thriller - gerade wenn sie den banalen Alltag als gefährlich und unvorhersehbar darstellen - zu besonderen "Schockern" werden können...
Jedenfalls ist es das (zumindest glaube ich das), was auch diesen Hitchcock-Streifen zu etwas Besonderem macht.

So harmlos der Film beginnt, so harmlos endet er auch - sieht man sich den Zwischenteil nicht an, so könnte man meinen, Zuseher einer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung zu sein!

Was darüber hinaus noch gelungen ist, ist den Alltag der Menschen in der DDR als bedrückend und unfrei darzustellen und ich glaube, dass Hitchcock der erste war, dem das auf solch authentische Weise gelungen ist. Weder stellt er die DDR-Diktatur als dunkles, offensichtlich-bedrohendes Monster dar, noch sympathisiert er mit den kommunistischen Machthabern. Er zeigt den Überwachungsstaat als gut funktionierendes System, das vor allem auf der Treue und dem Fleiß seiner Untertanen (also der gemeinen Bevölkerung) beruht. Auch in dieser Hinsicht ist "Der zerrissene Vorhang" also ein Meilenstein...

Grundsätzlich ist es schwer, diesen Film mit anderen Hitchcock-Klassikern zu vergleichen. Allerdings verstehe ich diejenigen, die harte Kritik an diesem Streifen üben nicht, wenn ich ehrlich bin!

Für mich persönlich ist es nicht Hitchcocks größter Film, aber insgesamt doch ein weiteres Meisterwerk, dass zurecht seinen Platz in der Hitchcock-Sammelreihe eingenommen hat!!

Kurzum: 5 STERNE!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das üble Geschäft der Spionage, 18. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Mitten im kaltem Krieg wagt sich ein Wissenschaftler auf eigene Faust hinter den Eisernen Vorhang in der naiv-arroganten Annahme, er könne, wenn er das gefunden habe, was er suche, wieder entkommen. Zu spät bemerkt er, dass Spionage ein dreckigens Geschäft ist. Unvorbereitet stoplert er in ein Wagnis, im dem andere ihre Köpfe hinhalten müssen, um seine Haut zu retten. 'Der zerrissene Vorhang' gehört damit zu den Spionagethrillern Hitchcocks. Vorgänger dieses Films wie Die 39 Stufen - The 39 Steps waren Film Noir, andere wie Der Mann, der zuviel wusste sind eher dem Melodram zuzurechnen. 'Der zerissene Vorhang' hebt sich ab, indem er die dunklen Seiten Spionagegeschäfts darstellt. Und diese sind nicht schwarz, sie sind nicht dramatisch sondern dégoutant. Höhepunkt ist der Mord an einem deutschen Agenten, der sich qualvoll in die Länge zieht. Hitchcock wollte zeigen, dass ein Mensch schwer zu töten ist, und dies ist ihm sicher gelungen. Aufgelockert wird die Handlung, wie bei Hitchcock üblich, durch Situationskomik und verquere Charaktere. Der völlig überzeichnete Professor Lindt (Ludwig Donath) oder die pathetische exilierte polnische Gräfin Kuchinska (Lila Kedrova) könnten deutschen Komödien entnommen sein. Überhaupt spielt das Deutsche oder der Deutsche Charakter, wahrgenomen aus amerikanischer Sicht, eine bedeutende Rolle in diesem Film: Dieser Thriller bewegt sich nicht im luftleeren Raum internationaler Spionageringe sondern mitten im Volk, dem der Regisseur auch sehr genau auf's Maul schaut. Diese Erdung des Films in Landeskolorit wird jedoch durch die Überzeichnungen zum Teil zu sehr ins Lächerliche gewendet. Der wirklichen Welt hinter dem Eisernen Vorhang wird Hitchcock damit nicht gerecht.

Zur Handlung: Zu Beginn des Films erfährt Professor Michael Armstrong (Paul Newman), dass sein Plan, hinter den Eiseren Vorhang vorzudringen, in Erfüllung gehen wird. Seine Assistentin und Verlobte Sarah Sherman (Julie Andrews) lässt er im Dunklen, doch als sie feststellt, dass Armstrong nicht mit offenen Karten spielt, handelt sie selbst: Sehr zu Armstromgs Überraschung sitzt sie im selben Flugzeug nach Ostberlin wie er. Dort wird er als Held empfangen, denn er verkauft sich als Wissenschaftler, dem die Sache der Forschung wichtiger ist als sein Land. Sherman ist erschüttert, doch entschliesst sie sich, an Armstrongs Seite zu bleiben. Binnen kurzem kommen sie nach Leipzig, wo Armstrong sich der Elite der Ostdeutschen Physiker stellt. Unter diesen interessiert ihn aber nur einer: Professor Lindt, der ein Problem gelöst hat, am dem sich Armstrong die Zähne ausbiss. Zu diesem Zeitpunkt ist aus dem Spiel, als das sich Armstrong sein Unternehmen vorgestellt haben mag, längst todernst geworden: Sein Schatten, der Agent Gromek, hat Armstrong just in dem Moment aufgespürt, als dieser Kontakt zu seinen zukünftigen Fluchthelfern aufgenommen hatte. Gromek muss sterben, und Armstrong wird zum Mörder. Doch in Leipzig ist er wieder unerschüttert. Er gelangt an das Geheimnis, doch dann müssen er und Sherman fliehen. Alles ist vorbereitet, doch ist der Vorsprung vor den Verfolgern minim. Es kommt zum Rennen auf Leben und Tod, bei dem Armstrong und Sherman nur noch Statisten der Fluchthelfer sind.

'Der zerrissene Vorhang' ist ein unterhaltsamer Spionagethriller, der jedoch in mancherlei Hinsicht unausgewogen wirkt. Da ist zum einen der grosse Kontrast zwischen den verschiedenen Schauspielertypen. Newman und Andrews repräsentieren grosses Kino, ihre deutschen Gegenspieler und die kleinen Charaktere scheinen jedoch eher der Burleske entnommen zu sein. Störend auch die wenig realistische Darstellung des Lebens hinter dem Eisernen Vorhang. Unplausibel schliesslich die beachtliche Fluchtorganisation, die Armstrong wieder zurück in die Freiheit bringt. Blendet man solche Einwände jedoch aus, bleibt immer noch ein unterhaltsamer, manchmal auch spannender Thriller von typisch Hitchcockscher Art.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitch as Hitch can, 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Als sich der US-amerikanische Atomphysiker Michael Armstrong über Stockholm in die DDR absetzt, entscheidet sich seine Verlobte und Assistentin Sarah Sherman spontan, ihm zu folgen. Zwar mißbilligt sie sein Vorhaben und seinen Verrat, auf der anderen Seite liebt sie ihn zu sehr, um ihn alleine gehen zu lassen. Sie weiß allerdings nicht, daß Armstrong nur vorgibt, in den Osten zu emigrieren, um mit einem DDR-Wissenschaftler ins Gespräch zu kommen, dessen Forschungsergebnisse für die USA und Armstrongs persönliches wissenschaftliches Fortkommen von immenser Bedeutung sind. Nachdem Armstrong einen östlichen Geheimdienstler getötet hat, müssen er und Sherman überstürzt in den Westen fliehen.
Hitchcock teilt diesen Film in 3 Akte ein, der erste wird vor allem aus Sarah Shermans Perspektive erzählt, der zweite aus Michael Armstrongs, der dritte verfolgt deren gemeinsame Flucht. Für Hitchcock typisch ist die Undurchschaubarkeit der Handlung: Michael Armstrongs Rolle ist nicht klar, scheinbare Nebenfiguren gewinnen an Bedeutung, und eigentlich kann man erst sagen, worum es in dem Film genau geht, nachdem man ihn gesehen hat.
Für deutsche Zuschauer ist der Film einerseits ein zeitgeschichtliches Dokument, die gefährliche weltpolitische Situation, in der die beiden Supermächte einander an der Berliner Mauer belauerten wie die Schlange und das Mungo, dieses Leben auf dem Pulverfaß wird sehr genau und in eiseskalten Bildern eingefangen. Jeder weiß, daß eine falsche Bewegung oder Äußerung für ihn tödlich sein kann.
Zum anderen wird der deutsche Zuschauer sich freuen zu erfahren, daß Hitchcock mit Schauspielern wie Hansjörg Felmy, Günter Strack und Wolfgang Kieling gearbeitet hat, die hier keine unbedeutenden Rollen haben.
Die DVD bietet den Film in bestmöglicher Qualität und mit einem guten "Making-Off" als Bonusmaterial. Ich war hochzufrieden, deswegen gibt's die volle Punktzahl fürs Produkt.
Ach ja: Julie Andrews singt nicht. Danke, Alfred!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Spätwerk von Alfred Hitchcock, 15. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Bei diesem Film von 1966 handelt es sich um ein Spätwerk des Meisterregisseurs Hitchcock, der mit seinen Filmen seit den 30er Jahren Millionen in seinen Bann zog. Spät heisst eigentlich auch reifer: Hier ist das allerdings nicht so, denn der Streifen zählt zu den schwächsten Filmen des großen Regisseurs. Schuld daran ist u.a. das etwas wirre Skript. Die Handlung beginnt auf einem norwegischen Kreuzfahrtschiff, auf dem temporär die Heizung ausfällt, und führt über Kopenhagen nach Ostberlin und Leipzig und endet in Schweden. Ganz im Gegensatz zum Drehbuch stehen die hervorragenden Schauspieler. An der Spitze Paul Newman (sieht klasse aus) und Julie Andrews (wird oft mit Weichzeichner fotografiert) und eine ganze Riege deutscher Topschauspieler wie Hansjörg Felmy als Stasioberst, Wolfgang Kieling, Günter Strack und Ludwig Donath. Professor Armstrong (Paul Newman) gibt sich als amerikanischer Raketenforscher aus, begleitet von seiner Verlobten und Assistentin (Julie Andrews). Wäre nicht eine Nachricht im Hotel in Kopenhagen versehentlich der Assistentin übergeben worden, hätte Prof. Armstrong den Flug nach Ostberlin allein antreten können. So musste er seine Verlobte als Mitreisende akzeptieren. Von Ostberlin geht es dann nach Leizig zu einem wissenschaftlichen Kongress, wo Prof. Armstrong den Geheimnissen der russisch/deutschen Raketenabwehr auf die Spur kommen will und schließlich auf abenteuerliche Weise zurück nach Berlin und schließlich mit dem Schiff nach Schweden.Eine tschechische Primaballerina versucht das noch in letzter Minute zu verhindern, aber vergebens. Wie gesagt: Sehr gute Schauspieler, ein schwaches Drehbuch und eine etwas schlampige Regieleistung von Alfred Hitchcock, wobei jedoch die typischen Hitchcockmerkmale auch hier weitgehend erhalten bleiben. Dieser Film ist eigentlich nur Fans von Paul Newman und Alfred Hitchcock zu empfehlen (bei letzterem mit den genannten Einschränkungen).
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5.0 von 5 Sternen Erstklassige Blu-Ray-Umsetzung !!!, 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang [Blu-ray] (Blu-ray)
Hitchcocks Alterswerk wird bekanntlich kontrovers diskutiert. Inhaltlich möchte ich mich hier nicht daran beteiligen, sondern lediglich die Qualität der am 05.09.2013 erschienenen BluRay-Version bewerten: Diese ist für meine Begriffe erstklassig. Natürlich handelt es sich um einen mittlerweile historischen Film; das Filmkorn ist stellenweise deutlich erkennbar, die Farben mitunter sehr kräftig (aber immer noch weit davon entfernt, unnatürlich zu sein), und hier sieht man sicher noch deutlicher als in anderen Werken, dass Hitchcock überwiegend im Studio und mit Kulissen arbeitete. Gerade diese bewußt eingesetzte Künstlichkeit war aber ein Markenzeichen des Altmeisters, der zu keiner Zeit im Sinn hatte, möglichst authentisch zu dokumentieren, sondern dem es darum ging, eine Kunstwelt zu erschaffen. Ich rate dazu, sich nicht von anderslautenden Kritiken irritieren zu lassen, die sich etwa am genannten Filmkorn stören, sondern sich ein eigenes Urteil zu bilden. Optisch besser habe ich "Torn Curtain" noch nie gesehen. Die zusätzliche Dokumentation hebt sich weitgehend angenehm von üblichen Beweihräucherungsorgien ab.
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5.0 von 5 Sternen Spitze, Spitze, 30. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang [Blu-ray] (Blu-ray)
Einwandfreie Bild und Ton Qualität.
Ein echter Klassiker. Alle Originalszenen sind vorhanden.
Diesen Film muss man gesehen haben.
Sehr zu empfehlen......
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwar nicht der beliebteste Hitchcock-Film, aber dennoch ein Meisterwerk im Genre der Spionagethriller!, 12. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Sicherlich werden einige behaupten, dass die beiden Hauptdarsteller PAUL NEWMAN und JULIE ANDREWS überhaupt nicht in Alfred Hitchcocks lange Liste von Lieblingsschauspielern passen, aber die Zeiten haben sich (leider) geändert! CARY GRANT, GRACE KELLY, JAMES STEWART, INGRID BERGMAN, GREGORY PECK und wie sie alle heißen waren auf jedenfall DIE typischen Hitchcock-Akteure, welche von den Fans in DER ZERRISSENE VORHANG verzweifelt gesucht werden! Außerdem wurde Hitchcock vorgeworfen, dass seine Sets zu künstlich und seine Drehweise zu surreal sei! Aber macht nicht DAS einen guten Hitchcock-Film aus? Wirkt MARTIN BALSAMs Fall von den Stiegen in PSYCHO nicht extrem gestellt? Ganz genau, und deswegen verdient auch DER ZERRISSENE VORHANG, der vom Kalten Krieg handelt, eine Würdigung! Er stellt die damals sehr düstere Zeit nicht realistisch dar, sondern er zeigt dem Zuschauer Metaphern sowie Menschen, die mit den Problemen jener Krisensituation in Verbindung stehen!

Nun zur DVD: Für den Hitchcock-Fan und Sammler bietet diese DVD besonders interessantes Bonusmaterial wie Making Of, geschnittene Musikpassagen Trailer und so weiter! Das heißt, dass sich die 5 Bewertungspunkte aus 3 Sternen für den Film selbst und 2 Sternen für die Aufmachung der DVD zusammensetzen! Apropos DVD: Im Hauptmenü sollte man nicht gleich auf "Film abspielen" drücken, sondern ein wenig warten, um die Melodie des ALFRED HITCHCOCK THEMAs, das Hitch bei seiner Fernsehserie immer verwendete, zu hören! Sie klingt besonders witzig und passt zu Hitchcock wie die Faust aufs Auge!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 8. Oktober 2011
Von 
Flanigan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Ich kann nicht verstehen, warum manche Zuschauer den "Zerrissenen Vorhang" als schlechtestes Werk Hitchcocks bezeichnen. Der Film ist spannend, weist visuell eindringliche Bilder auf, überzeugt mMn auf der ganzen Linie durch seine Schauspieler, und seine Handlung ist durchaus "erträglich". LOL

Hitchcock spielt hier mit deutscher Schauspielerriege, die durchweg zu überzeugen weiß: Der Blick von Günter Strack, als Julie Andrews ihm leichthin erzählt, dass sie mit Paul Newman verlobt ist. Die Ermordung Gromeks. Die "Schritte" im Musemum. Das Entlocken der Formel. Die Reise in dem Bus mit all ihren lustigen und spannenden Momenten. Die Bedrängnis, als Julie Andrews die Ergebnisse der Forschung preisgeben soll. Die Szene, als Paul Newman ihr seine wahren Absichten enthüllt. All dies sind Sequenzen, die ihresgleichen in der Filmgeschichte suchen. Sie überzeugen durch kräftige Farben, opulente Bilder, Spannung und tiefgehender Bedeutung.

Die Musik von John Addinson ist auch wirklich besser als die von Bernard Herrmann, die der DVD als Bonus beigefügt ist. Auch ein "Making-of" finden wir auf der DVD, in denen u. a. Hitchs Tochter Pat zu Wort kommt.

Für mich gibt es keine andere Entscheidung als 5 Sterne für ein Meisterwerk. Jedoch sollte man den Film nicht mit einem James-Bond-Kracher vergleichen wollen. Solche Art der Unterhaltung war nie Hitchs Absicht, und auch der "zerrissene Vorhang" tendiert ein eine völlig andere Richtung. Der "Hobby"-Spion, den wir alle, du und ich, sein könnten, in einer nahezu ausweglosen Situation - am Ende des Films ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass das Movie nicht enden sollte, ich wollte ihn immer weiter und weiter sehen.

Heute haben wir's ja einfach: Wenn er uns zu lang ist, brechen wir nach der Mitte ab und schauen am nächsten Tag weiter. So bekommt man keine "Überdosis" und keinen wehen Popo. Mein Tipp: Versucht den Film, aber nähert euch ihm in Hitchcock-Manier. Dann werdet ihr eure helle Freude daran haben.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Genre aus der Sicht des Meisters, 28. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
Vergleicht man diesen Film mit vielen zeitgenössischen Spionagefilmen, so fällt auf, das man einen spannenden Film auch ohne Effekte und eine Vielzahl von Explosionen machen kann. Hitchcock verstand es geschickt, seinen Stil auf das andere Genre zu übertragen.

Viele Szenen sind von erschreckender Authentizität und stellen meisterhaft dar, dass Spionage keine Hochglanz-Gewerbe sondern manchmal auch blutiges und brutales Handwerk ist - bei dem Menschen oft nur wenig zählen.

Dieser Film gehört in jede DVD-Sammlung
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer nicht zuviel erwartet, wird belohnt., 11. Oktober 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene Vorhang (DVD)
"Der zerrissene Vorhang" ist einer der umstrittensten Filme Alfred Hitchcocks. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, er ist sicherlich kein Meisterwerk. Stattdessen erwarten den Zuschauer eine unglaubwürdige Handlung, plot holes, Anschlussfehler an jeder Ecke und historische Ungenauigkeiten im Überfluss. Manchmal ist der Film tatsächlich unfreiwillig komisch, vor allem für deutsche Zuschauer, denn der Ort des Geschehens ist die DDR.

Trotzdem ist "Der zerrissene Vorhang" keineswegs schlecht. Man sollte nur nicht den Fehler begehen, ihn mit "Der unsichtbare Dritte" oder anderen Hitchcock-Klassikern zu vergleichen. Der Film hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und keine Sekunde gelangweilt. Und ist es nicht letztendlich das, was man sich von einem Thriller verspricht? Wer eine historisch korrekte Darstellung der Verhältnisse in der Deutschen Demokratischen Republik erwartet, wird vermutlich entsetzt sein. Wer dagegen einfach nur zwei Stunden spannende Unterhaltung ohne viel Tiefgang, Anspruch (und Logik) sucht, dem wird "Der zerrissene Vorhang" gefallen. Die Anschaffung der DVD lohnt sich vor allem wegen der englischen Tonspur, denn ein beachtlicher Teil des Dialogs wird auf Deutsch gesprochen und aich viele Darsteller sind Deutsche (darunter Hansjörg Felmy, Günter Strack, Wolfgang Kieling).

Alles in allem ein leicht trashiger B-Movie des besten Regisseurs der Welt und ein sympathisches, wenn auch etwas angestaubtes Filmdokument aus der Zeit des Kalten Krieges.
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