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Weihnachts-Oratorium (Ga)
Format: Audio CDÄndern
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TOP 500 REZENSENTam 16. Dezember 2013
John Eliot Gardiners Aufnahme des Weihnachtsoratoriums von 1987 lässt niemanden kalt - man liebt oder hasst sie. Kritiker werfen ihr extrem schnelle Tempi vor, mangelnde Feierlichkeit oder Frömmigkeit vor allem der Choräle.

Dem kann ich nur entgegnen, dass Gardiners Tempi zur Zeit des Erscheinens vor allem ungewohnt waren, inzwischen aber eher die Regel als die Ausnahme sind - gerade gestern durfte ich an einer Aufführung mitwirken, in der der Dirigent teilweise noch schnellere Tempi gewählt hatte. Auch andere Aufnahmen sind ähnlich flott (z. B. Otto,Herreweghe,Dijkstra, wenn sie auch meist die Choräle langsamer nehmen.

Die Charakterisierung der einzelnen Chorsätze ist hier auf die Spitze getrieben, wie es sicherlich nur in einer Studioaufnahme möglich ist - und mit einem absoluten Spitzenensemble wie dem Monteverdi Choir. Die Präzision und Homogenität dieses Chorklangs sind bis heute einzigartig. Die Begleitung der English Baroque Soloists steht dem in nichts nach.

Dazu kommt ein Solistenensemble, wie es nur wenige andere Aufnahmen zusammen bekommen haben:

Bei Anthony Rolfe Johnson als Evangelist mag man den leichten englischen Akzent kritisieren, als Interpret ist er der Prototyp der Nach-Schreier-Ära.

Nancy Argenta ist mit ihrer vibratolosen, leicht androgynen Stimme ein überzeugender Engel. Hans Peter Blochwitz singt die unglaublich virtuosen Tenorarien absolut souverän - ihn hätte ich mir auch als Evangelist sehr gut vorstellen können. Ein Glücksfall ist Olaf Bär, der die Basspartie ebenso ausdrucksvoll wie mühelos bewältigt.

Unübertroffen gut ist aber vor allem aber die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, die zum Zeitpunkt der Aufnahme noch am Anfang ihrer Weltkarriere stand, und die so wichtigen Altarien ebenso innig wie musikalisch spannend interpretiert.

Ich habe schon viele andere Aufnahmen ausprobiert und komme doch immer zu dieser zurück - die in dieser Ausgabe endlich auch einmal bezahlbar ist.

Als Alternative für alle, die die Choräle gerne etwas feierlicher haben möchten, im übrigen aber ähnliche Qualitäten suchen, fällt mir auf Anhieb eigentlich nur die Aufnahme unter Ralf Otto mit dem Concerto Köln, dem Vokalensemble Frankfurt (nicht ganz so gut wie die Engländer, aber auch sehr gut) und den Solisten Christoph Prégardien, Ruth Ziesak, Monica Groop und Klaus Mertens ein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Dezember 2014
Ich habe mehrere Aufnahme von Bach Weihnachtsoratorium, aber diese CD ist mein Favorit! Klingt wie in Bachs Zeit...
Feierlich und frisch!

Doppel-CD (nicht Box), aber es gibt dazu im Heft ein Foto über John Eliot Gardiner, Einführung Text in deutsch, englisch und französische Sprache und komplett Libretto auf deutsch und englisch!! Aufnahme stammt aus Januar 1987.

Anthony Rolfe Johnson (Evangelist-Tenor), Nancy Argenta (Sopran), Anne Sofie von Otter (Mezzosopran), Hans Peter Blochwitz (Tenor), Ruth Holton (Engel), Katie Pringle (Echo), Olaf Bär (Herodes-Bass)
The Monteverdi Choir
The English Baroque Solistis
John Eliot Gardiner

1.CD 1-2-3. Kantaten (73.01 Min.)
2.CD 4-5-6. Kantaten (67.03 Min.)
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2014
Für mich ist die CD leider ein Fehlkauf - vielleicht bin ich (alten) Hörgewohnheiten zu sehr verfallen? Ich halte mich seit meiner Kindheit an eine Einspielung des Weihnachtsoratorium mit dem Dresdner Kreuzchor unter Martin Flämig und vergleiche vermutlich zu sehr, doch diese Aufnahme ist für mich die Referenz schlechthin. Die Gardiner-Einspielung wiederum ist für mich von Manierismen geprägt, Sängerinnen und Sänger sind hauptsächlich mit Vibrato beschäftigt und das schwächste Element sind die Blechbläser - zumindest an schnell und kräftig zu blasenden Stellen. Während die alte DDR-Einspielung mit Dresdner Kreuzchor, Peter Schreier, Arleen Auger und Ludwig Güttler (Trompete) nur Theo Adam als Bass schwach aussehen lässt und ansonsten von Klarheit, Sauberkeit und Ausdrucksstärke und -fähigkeit geprägt ist, muss ich die Gardiner-Einspielung für mich ablehnen. Ob es dort nun anfänglich aufnahmetechnische oder handwerkliche Schwächen ("plärrende Bläser" - nein, es liegt nicht an meiner Anlage...; räumlicher Hall - schlechte Mikrofonplatzierungen?) sind, ist unwesentlich. Herrn Gardiner ist die Interpretation zuzuschreiben, die ich höflich mit "kurz und knackig" umschreibe. Vielleicht sollte weihnachtlichem Bombast entgegengewirkt werden, nur: sie klingt kurzatmig, diese Einspielung. Da auch Herr Gardiner umfangreich mit und in Bach-Werken unterwegs war und ist, so ist diese Art der Werkinterpretation sicherlich allein seiner Auffassung davon zuzuschreiben und glücklicherweise ist dieses Recht allen gemein (auch aktuell gibt es tempoorientiertere Versuche als mit der Dresdner Aufnahme praktiziert).
Der Kauf der CD war ein Versuch, meine Hörgewohnheiten aufzubrechen. Nun, ich bleibe auf der Suche. Die Gardiner-Aufnahme ist noch nicht das Ende - auch gut, denn sie facht eher die Neugier auf weitere Einspielungen anderer Künstler an.
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