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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Gegenwartsanalyse vom einstigen Trashregiesseur
INHALT:

Jim Baxford hat's schwer:Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hat eine kranke Frau, Schulden, Hypotheken. Seine Ersparnisse lösen sich im Zuge der Finanzkrise in Nichts auf, die Krankenversicherung will die weitere Behandlung seiner kranken Frau nicht mehr bezahlen, ein Anwalt knöpft ihm $ 10.000,- ab, ohne eine Gegenleistung zu bringen...
Vor 5 Monaten von Armin Traeger veröffentlicht

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Null Prozent Gnaden-Bonus für die Bankster
Jim ist Ex-Soldat und arbeitet als Security/Wachmann für eine Geldtransport-Firma. Seine Frau ist an Krebs erkrankt und muss sich nach einer Operation einer teuren Hormon-Therapie unterziehen. Plötzlich scheint sich alles gegen das Paar verschworen zu haben. Die Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten der Hormon-Therapie nicht mehr, worauf Jim...
Vor 10 Monaten von Wanda Skudnik veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Gegenwartsanalyse vom einstigen Trashregiesseur, 18. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
INHALT:

Jim Baxford hat's schwer:Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hat eine kranke Frau, Schulden, Hypotheken. Seine Ersparnisse lösen sich im Zuge der Finanzkrise in Nichts auf, die Krankenversicherung will die weitere Behandlung seiner kranken Frau nicht mehr bezahlen, ein Anwalt knöpft ihm $ 10.000,- ab, ohne eine Gegenleistung zu bringen. Sein Gehalt wird gepfändet, er verliert Job und Krankenversicherung. Als auch noch seine Frau Selbstmord begeht, ist das Maß voll ...

KRITIK:

‚Assault On Wall Street’ steht auf dem DVD-Cover - ‚Bailout - The Age Of Greed’ im Vorspann des Films und das ist auch der treffendere Titel, denn während der Titel ‚Assault On Wall Street’ samt dem martialischen Coverbild einen weiteren geistlosen Actionfilm suggerieren, entpuppt sich ‚Bailout - The Age Of Greed’ als genial-mutige Gegenwartsanalyse, mit der Uwe Boll nach ‚Rampage’ einen weiteren Film zu einem aktuellen Thema produziert hat:

‚Bailout - The Age Of Greed’ wirkt, als hätte sich der einstige Trashfilmer Uwe Boll mit Michael Moore und Oliver Stone zusammen getan, um ein intelligentes (Action-)Drama zur Finanzkrise zu produzieren. Man mag Uwe Boll vorwerfen, dass er in der Vergangenheit mit seinen auf populären Computerspielen basierenden Filmen das schnelle Geld machen wollte, aber seine Filme zeugten auch davon, dass es sich bei Uwe Boll zumindest um einen Filmemacher handelt, der nicht nur sein Filmhandwerk beherrscht, sondern auch ein Händchen für Finanzen und Investitionen hat, einer, der weiß, woher das Geld kommt und wohin es fließt, einer, der nicht einen dreistelligen Millionenbetrag sinnlos für einen einzigen Film verballert. Sein schlechter Ruf gründet sich daher wohl nur darauf, dass einige seiner Filme auf Computerspielen basierten. Seltsam jedoch, dass andere Filmemacher, die schlimmeren Schrott produziert haben, von den Filmkritikern mit umfangreichen Artikeln hofiert werden …
Zugegeben:Ein paar seiner Filme finde ich auch furchtbar:’Far Cry’ hatte kaum etwas mit der Spielevorlage gemeinsam und dann noch dieser Til Schweiger in der Hauptrolle. Aber Talent erkennen ließen Uwe Bolls Filme durchaus. Und welcher Filmemacher fordert schon seine Kritiker zu einem Boxkampf heraus?! Und seien wir ehrlich:Die deutschen Regiesseure der Gegenwart, die es nach Hollywood geschafft haben, sind auch nicht gerade für intellektuelle Filme bekannt:Roland Emmerich? ‚Independence Day 2’? Als wäre der erste nicht schlimm genug gewesen … Und Wolfgang Petersens ‚Air Force One’ war auch nicht gerade die anspruchsvolle Sternstunde der 1990er gewesen. Und in Deutschland selbst? ‚Der Schuh des Manitu’? … Überhaupt sind viele der modernen MegaBlockbuster wenig anspruchsvoll geraten:Filme … die auf Spielzeug basieren? Das war noch vor 30 Jahren ein klarer Fall für schnell produzierte Zeichentrickserien fürs Kinder-TV, heute werden dafür dreistellige Millionenbudgets verpulvert … und es ist auch nicht so, dass Uwe Boll der einzige wäre, der auf populären Videospielen basierende Filme gedreht hätte … also warum haben sich diverse Kritiker und Kleingeister auf Uwe Boll eingeschossen?

‚Bailout - The Age Of Greed’ zeigt, dass Uwe Boll besser sein kann als sein Ruf:

‚Bailout - The Age Of Greed’ nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Story, inmitten deren Drehbuchautor und Regiesseur Uwe Boll die von seinen Filmen bereits gewohnten Genredarsteller inszeniert hat und in diesem Film auch zeigt, dass er es versteht, die richtigen Darsteller auszusuchen:Dominic Purcell als gebeutelter Anti-Held Jim Baxford wirkt tatsächlich wie der typisch amerikanische Malocher, wurde in manchen Szenen bei ihm offenbar auf Maske, Schminke und Puder verzichtet, was die Wirkung noch verstärkt. Mir wäre zwar Ray Stevenson oder Ray Winstone in der Rolle lieber gewesen, aber Dominic Purcell ist auf jeden Fall besser in dieser Rolle als irgendein teurer egomanischer Star oder jugendlich unsympathisch-sympathische Gesichtsvermieter. Und wenn Jim Baxford nach dem Selbstmord seiner Frau ganz allein in seiner Wohnung sitzt, die Spurensicherung das Haus verlassen hat und alle Geräusche plötzlich verstummen, erweist sich Uwe Boll als Filmemacher, der auch stille Szenen zu inszenieren weiß, ein Meister auch der leisen Töne - man vergleiche diese Szene nur mal mit der ähnlichen Sterbeszene am Ende von ‚Casino Royale’, die total steril und emotionslos rüber kommt ...

Und während die modernen Krimis und Action- und Abenteuerfilme samt ihren Superhelden, Geheimagenten, Zauberern und Piraten meist keine klaren Feindbilder mehr zu liefern den Mumm haben, macht Uwe Boll mit ‚Bailout - The Age Of Greed’ genau bewusst, wer die neuen Feinde und Schurken sind und wo diese sitzen, und dies mit einer Klarheit, die sonst nur linkspolitischen Publikationen zu entnehmen ist. Während in modernen Krimiserien oder Filmreihen wie der ‚James Bond’-Filmen ein reichlich blauäugiges Vertrauen in staatliche Institutionen propagiert wird, derweil in der Realität derlei staatliche Einrichtungen ihre Bürger ausspioniert, hinterfragt und kritisiert ‚Bailout - The Age Of Greed’ eben diese Staatsorgane.

So ändern sich die Zeiten:Waren die Typen, die Ende der 1980er in ‚Stirb langsam’ den Nakatomi Tower besetzten, um sich mit einem dicken Packen Schuldverschreibungen davonzumachen, die Schurken, so wären sie heute nach der Finanzkrise wohl die neuen Helden.

‚Bailout - The Age Of Greed’ zeigt die Folgen der Finanzkrise für die kleinen Leute, und wie nutzlos Gesetze und Bestimmungen geworden sind. Schnell wird klar, dass richtig, gerecht und legal nicht immer das gleiche sind. Ist der Film in den ersten zwei Dritteln ein emotionales, psychologisch-menschliches Drama, so haut Regiesseur Uwe Boll im letzten Drittel gekonnt, aber nicht plakativ, in die Tasten der Klaviatur des modernen Actionfilms, mit Elementen des Vigilantenkrimis und des klassischen Western:Der einsame Held, der in eine Stadt geritten kommt, die von Banditen/Bankern terrorisiert wird, die Schurken erledigt und in den Sonnenuntergang davon reitet! Bis dahin zeigt der Film deutlich, wie die Verantwortlichen aus der Finanzwelt, Wirtschaft und Politik durch Manipulation und Desinformation die Kontrolle behalten und am Ruder bleiben. Wenn der Anti-Held Jim Baxford dann zum Showdown schreitet, erinnert das an den Schluss von Martin Scorseses Kultfilm ‚Taxi Driver’ … mit ebenso offenem Ende!
Regiesseur Uwe Boll kommt auch jenen zuvor, die kritisieren, dass Gewalt keine Lösung sein kann:In einer Szene wird kurz eine Radiosendung eingespielt, in der eben über die Morde an den Bankern und Finanzleuten berichtet wird und in der sich anrufende Zuhörer zu Wort melden können. Als jedoch ein Anrufer klare Sympathie für den Mörder, also Jim Baxford, äußert, wird dieser Hörer sofort vom Moderator der Sendung aus der Leitung geworfen. Die Meinungsfreiheit ist eben auch im Land of the Free nicht mehr das, was sie einst war. Durch diese kleine Szene wird aber auch schnell klar, dass die Frage, ob Gewalt eine Lösung ist, weniger wichtig ist als die Frage, ob die Mehrheit der Bürger Gewalt gegen die Schuldigen und Verursacher der Finanz- und Wirtschaftskrise gutheißen würde … wahrlich:Gar nicht mehr so trashig, dieser Uwe Boll, sondern eher analytisch, kompetent, nachdenklich, intelligent!

Hatte Uwe Boll bereits in ‚Postal’ die tragischen Ereignisse zu Beginn des 21. Jahrhunderts aufs Korn genommen, so präsentiert er in ‚Bailout - The Age Of Greed’ das gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzsystem, an dem zwar alle zwangsläufig teilhaben, das jedoch nur wenige Gewinner und viele Verlierer hervor bringt. In deutlichen Szenen und Aussagen macht ‚Bailout - The Age Of Greed’ klar, dass das Problem nicht nur in den wenigen Profiteuren liegt, sondern in all jenen, die einfach nur ihren Job machen und ihre Pflicht tun (Was schon nach dem WWII keine wirklich gelungene Ausrede war):Ob Broker, Investmentbanker, Jurist, Sekretärin, Gerichtsvollzieher, selbst der Radiomoderator, der unbequeme Anrufer einfach abwürgt - alle tragen sie mit dazu bei, dass die Lebensqualität stetig abnimmt und die Demokratie ausgehöhlt wird. Und wenn der von John Heard gespielt Broker am Ende des Films einen kurzen Vortrag zum American Way of Life und zum Modell des amerikanischen Helden hält, erweist sich Uwe Boll auch als gewissenhafter Beobachter:Filmemacher Wim Wenders beschäftigt sich in seinen Filmen mit amerikanischen Mythen und Legenden, Uwe Boll beschäftigt sich mit der Gegenwart. Und wenn man sich mal ansieht, was alles im deutschen TV zur Prime Time an deutschen Produktionen gesendet wird, dürfte klar sein, dass Uwe Boll eindeutig zu den Talentierteren gehört!

Während viel zu viele andere Filmemacher geistlosen Mainstream und hohle Ablenkungsverblödung produzieren, zeigt ‚Bailout - The Age Of Greed’, wozu modernes Kino fähig sein kann … das Ende des Films lässt eine Fortsetzung (erh)offen …

Und ich höre mir selten irgendwelche Audiokommentare an … aber die von Uwe Boll sind einfach die besten und authentischsten:
Auch im Audiokommentar zu ‚Bailout - The Age Of Greed’ zieht Uwe Boll in gewohnter Bissigkeit vom Leder, auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, dass er vor Müdigkeit gleich umkippt, aber gerade das macht Uwe Boll und seine Audiokommentare so sympathisch. Und in einer zeit, in der viel zu viele Filmschaffende, Promis und VIPs kaum etwas von sich geben, ohne nicht vorher einen PR-Agenten konsultiert zu haben, hat Uwe Boll auch den Mut, nicht immer sympathisch zu wirken, und ist gerade dadurch ein vorbildliches Leuchtfeuer der Meinungsfreiheit!

Bei vielen Audiokommentaren anderer Filme habe ich oft den Eindruck, die Sprecher lesen die Kommentare vom Blatt ab, dazu noch all diese unkritischen Lobhudeleien. Zugegeben:Auch Uwe Boll findet für manche Leute lobende Worte, viele andere bekommen jedoch eine volle Breitseite, wobei er auch stets Einblicke gibt in das (mangelnde) Schauspieltalent diverser Stars und Sternchen.
Und Uwe Boll erweist sich nicht nur als bodenständiger Beobachter einer aus den Fugen geratenen Finanzwelt, sondern wagt auch auszusprechen, was viele Bürger denken. Derart deutliche, drastische Worte, wie sie Uwe Boll in diesem Audiokommentar vom Stapel lässt, wünsche ich mir von unseren Medien und unseren leider oft rückgratlosen Politikern. Aber nicht nur die Finanzwelt kriegt im Film und im Audiokommentar ihr Fett weg, auch an der modernen Filmindustrie und deren Veröffentlichungspolitik lässt Uwe Boll kein gutes Haar – und wer schon einmal aufmerksam verfolgt hat, welche hohle Großproduktionen und Popcorn-Spektakel wochenlang die Kinos blockieren und von oberflächlichen Printmedien mit seitenlangen Artikeln bedacht werden, während anspruchsvollere Produktionen kaum Beachtung finden, weiß, wie wahr Uwe Bolls Ausführungen sind. Wenn er berichtet, wie viele Schauspieler und Stars der ersten Reihe die Hauptrolle in ‚Bailout - The Age Of Greed’ abgelehnt haben, sagt dies viel aus über den aktuellen Zustand von Hollywood aus.
Einige Aussagen in seinem Audiokommentar wirken jedoch auch überzogen:Dass ein solch günstig produzierter Film wie ‚Bailout - The Age Of Greed’ bei einer weltweiten DVD- und TV-Auswertung keinen Gewinn erwirtschaften soll, erscheint doch eher unwahrscheinlich, denn nach Abschluss der Dreharbeiten dürfte ein Film doch irgendwann schon fast zwangsweise Profit erwirtschaften, schließlich wird ein Film nicht nur einmal auf DVD veröffentlicht und auch nicht bloß einmal im Fernsehen gezeigt, sondern meist mehrmals! Und dass diverse unabhängige Filmproduzenten innerhalb der nächsten Jahre vom Markt verschwinden werden … ist uns Zuschauern und Konsumenten echt nicht zu wünschen! Aber wie schon erwähnt:Uwe Boll ist ein fähiger Beobachter und Analyst …

Uwe Boll ist leider mindestens 20 Jahre zu spät auf der Bildfläche erschienen, wirkt wie ein Filmemacher aus einer anderen Zeit, denn er steht in der Tradition solcher Filmemacher wie Roger Corman, Russ Meyer, Andy Sidaris oder auch deutscher Regiesseure wie Alfred Vohrer. Und während andere ehemalige Werbefilmer nur wissen, wie man möglichst ästhetisch-sterile Hochglanzbilder zustandebringt, versteht Uwe Boll eben auch etwas von Dramaturgie, Spannung, Inszenierung.

Hoffentlich bleibt uns Uwe Boll in dieser Form erhalten – ich kann mir nur schwer vorstellen, dass er irgendwann Episoden für den ‚Tatort’ inszeniert oder irgendwelchen Wohlfühl-Schrott für die deutschen Privatsender dreht …
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und Boll kann es doch, 9. Oktober 2013
Von 
Marc Jozefiak "horror 1966" (Hildesheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
Und wieder einmal hat der äußerst umstrittene Uwe Boll zugeschlagen, wobei er mit "Assault on Wall Street" ein absolut gelungenes Rache-Drama auf den Zuschauer loslässt, in dem Hauptdarsteller Dominic Purcell zu einem Amoklauf ansetzt, der in vorliegendem Fall korrupte-und vollkommen skrupellose Wall Street Bänker das Leben kostet. Der auf der Rückseite des deutschen DVD-Covers angebrachte Vergleich "Wall Street trifft auf Rampage" sollte dabei jedoch nicht unbedingt auf die Goldwaage gelegt werden, denn im Bezug auf die vorhandene Härte und die Eskalation der Gewalt liegt hier ein eher ruhiger Vertreter seiner Art vor. Wer also ein wahres Feuerwerk an Schießereien und brutal in Szene gesetzter Tötungen erwartet wird eher eine kleine Enttäuschung erleben, doch insbesondere der Umstand, das Boll dieses Mal viel eher auf einen ruhigen, aber dennoch extrem intensiven Spannungsaufbau setzt, ist ihm meiner persönlichen Meinung nach sehr hoch anzurechnen. Natürlich gibt es jetzt auch wieder die typischen Boll-Gegner, die ihm gerade diesen Aspekt vorwerfen, doch mittlerweile müsste sich der gute Uwe daran gewöhnt haben, das er es im Prinzip niemandem recht machen kann.

Dabei handelt es sich hier um einen seiner mit Abstand besten Filme, in dem er auch durchaus erkennen lässt das er sehr wohl dazu in der Lage ist, eine äußerst interessante Thematik glaubwürdig in Szene zu setzen. Anhand der Erzählung eines Einzelschicksals bedient sich der Regisseur hier der Thematik der Finanzkrise in den USA, während der durch skrupellose Machenschaften diverser Wall Street Bänker unzählige Menschen um ihre Ersparnisse gebracht werden und dabei ihre gesamte Existenz verlieren. Wenn sich wie in vorliegendem Fall auch noch ein kranker Mensch das Leben nimmt, erhält die ganze Sache einen zusätzlich sehr bitteren-und tragischen Beigeschmack, der hier besonders gut zur Geltung kommt. Und so muss die Hauptfigur Jim Baxford (Dominic Purcell) nicht nur mit ansehen wie er die Behandlung seiner kranken Frau nicht mehr bezahlen kann, sondern er wird auch noch mit deren Freitod konfrontiert, was die in ihm aufkommende Wut zum überkochen bringt. Nun verhält es sich jedoch keinesfalls so, das sich in der Folge ein nahezu blinder Rachefeldzug gegen die verantwortlichen entwickelt, vielmehr besticht das Geschehen dadurch, das der Mann in seiner Trauer dennoch die Übersicht behält und methodisch seine Rache plant. Manch einer hätte sich jetzt wohl viel eher ein Szenario gewünscht, in dem es einmal mehr an überzogener Action nur so wimmelt, doch Uwe Boll hat stattdessen eine äußerst ruhige Erzählweise für seine Geschichte gewählt, was mir extrem gut gefallen hat.

Wirklichen Aktionismus bekommt der Zuschauer dabei erst in den letzten gut 20 Minuten des Filmes geboten, doch gestaltet sich die Zeit davor keinesfalls langatmig oder gar uninteressant. Viel eher das Gegenteil ist der Fall und man ist ehrlich gesagt phasenweise richtig erstaunt darüber, mit welchem Feingefühl der gute Mann hier ein richtig packendes Drama inszeniert, dessen Wirkung von Minute zu Minute immer intensiver erscheint und den Betrachter dabei fast magisch in seinen Bann zieht. Menschliche Emotionen wie pure Wut, Hass und totale Verzweiflung stehen im Vordergrund einer Geschichte, die einen größtenteils auch menschlich berührt. So kann man auch die Handlungen der Hauptfigur absolut nachvollziehen und auch wenn seine Taten vom gesetzlichen Standpunkt her sicherlich nicht zu rechtfertigen sind, so kann man sie doch menschlich absolut nachvollziehen. Wird man doch bei den hier gezeigten Machenschaften einiger Geschäftemacher selbst von grenzenloser Wut gepackt und möchte am liebsten selbst auf die Jagd nach den Verantwortlichen gehen, die ohne jeden Skrupel Existenzen zerstören, aber selbst dabei immer reicher werden. Dieser Punkt kommt insbesondere im finalen Showdown sehr gut zur Geltung und Herr Boll hat an dieser Stelle eine Variante gewählt, die eventuell nicht unbedingt glaubwürdig erscheint, das Ganze jedoch mit einer fast schon makaberen Note untermalt und absolut hervorragend in das gewonnene Gesamtbild passt. Der Dialog zwischen Baxford und dem Hauptverantwortlichen für sein Schicksal strotzt dabei vor unverhohlenem Zynismus und unterstreicht noch einmal den äußerst bitteren Beigeschmack, den der Film hinterlässt.

Uwe Boll hat bisher ganz sicher viel mehr schlechte als gute Filme auf den Weg gebracht, doch mit "Assault on Wall Street" ist ihm in meinen Augen ein richtig guter Wurf gelungen. Eine absolut gelungene Mischung aus Tragödie und Rache-Drama, die durch ihre ruhige Erzählweise extrem intensiv erscheint und den Zuschauer auf keinen Fall unberührt lässt. Ein sehr gut agierender Dominic Purcell kann dabei mit einer äußerst gelungenen-und glaubhaften Performance überzeugen und trägt die gesamte Chose fast im Alleingang. Die Entscheidung hier nicht mit brutaler und überzogener Gewalt zu agieren ist ein durchaus gelungener Schachzug des Regisseurs, erzeugt das Werk doch allein durch seine gelungene Gesamt-Inszenierung ein sehr hohes Maß an Intensität, ohne das man dabei auf explizite Gewaltdarstellungen zurückgreifen muss. Und so sollten selbst die größten Gegner des deutschen Regisseurs dazu hinreißen lassen diesem Werk eine Chance zu geben, da ihnen ansonsten ein wirklich gelungener Film durch die Lappen gehen könnte.

Fazit:

Bei aller auch zum größten Teil oft berechtigten Kritik an den Fähigkeiten eines Uwe Boll sollte man an dieser Stelle auch einmal ein dickes Lob aussprechen, denn "Assault on Wall Street" erzählt eine ungemein interessante Geschichte, die zudem auch sehr gut umgesetzt wurde. Ein emotional äußerst berührendes Schicksal wurde trotz eher ruhigen Tönen extrem intensiv untermalt und ergibt einen Gesamteindruck, den man letztendlich nur als sehr gut bezeichnen kann.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einer der wenigen soliden/guten Boll Filme...., 9. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Der neue Streifen von Uwe hat einen netten Ansatz/Geschichte...Mann verliert durch die Bänker nicht nur sein Geld,sondern im Prinzip sein ganzes Leben...um dann Rache an die Verursacher zu üben.. Was sich nach einem neuen "Rampage" anhört ist es nicht..Mehr Drama (3/4) garniert mit eine Prise Action...Und da ist mein erster kleiner Kritikpunkt..Etwas weniger Drama & ein wenig mehr Action hätten den Film noch ein wenig runder gemacht...Nicht das die ruhigen ca.70 Minuten schlecht wären (für Boll eigentlich ein Ritterschlag),aber es zieht sich ein wenig wie Kaugummi.. Dabei macht Dominic Purcell in der Hauptrolle eine recht gute Figur...Auch die Nebendarsteller machen einen soliden Job (Keith David,Michael Pare,Edward Furlong)..Ein kleines Manko sind auch die Extras der Blu-ray...Außer dem Kommentar von Uwe & Trailer nix...Aber der Kommentar von Uwe ist durchaus hörbar obwohl er sich schon leicht resigniert anhört(hoffe er macht noch etliche Filme..Ich mag seine Art,auch wenn 80 Prozent seiner Filme Schrott sind)...Bild wie Ton ist gut (nicht mehr & nicht weniger)..Nach Darfur,Rampage,Postal hat Boll es geschafft einen Film zu drehen der für seine Verhältnisse sehr gut geworden ist...Für Boll Fans ein
Blick wert & an alle Boll Gegner:Schaut ihn euch nicht an,da er für euch eh nur Schrott dreht (was ich ja bei vielen seiner Filme genauso sehe..Aber der ist gut).
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Null Prozent Gnaden-Bonus für die Bankster, 10. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
Jim ist Ex-Soldat und arbeitet als Security/Wachmann für eine Geldtransport-Firma. Seine Frau ist an Krebs erkrankt und muss sich nach einer Operation einer teuren Hormon-Therapie unterziehen. Plötzlich scheint sich alles gegen das Paar verschworen zu haben. Die Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten der Hormon-Therapie nicht mehr, worauf Jim die Kosten mit seiner Kreditkarte bezahlt. Gleichzeitig verdoppelt seine Bank die Hypotheken-Zinsen für sein neu gekauftes Häuschen. Als Jim seine Investment-Fonds, die als Altersvorsorge gekauft wurden, angreifen will, um die hohen Kosten für Arztrechnungen und Hypothekenzinsen zu bezahlen, stellt sich heraus, dass sein Finanzberater/Broker das Geld in eine "Geldanlage" gesteckt hat, die durch die Hypotheken-Krise nichts mehr wert ist. Aus lauter Verzweiflung und damit sie keine Last für ihn ist, nimmt sich Jim's Frau das Leben. Staatsanwalt und ein für teures Geld beauftragter Anwalt tun ebenfalls nichts gegen die Firma, die Jim's Geld in den Sand gesetzt hat. Schließlich verliert er auch noch seinen Job, da sein Brötchengeber keine Wachleute mit finanziellen Problemen beschäftigen darf. Als er einen der Verantwortlichen, mit dem er nur sprechen will, mehr aus Versehen als absichtlich tötet, entsteht in Jim der Plan, auch weitere Verantwortliche zur Strecke zu bringen. Er setzt dies zielstrebig um.

Für einen Uwe Boll-Film ist das Thema wirklich eher ernst und gründlich ausgearbeitet. Die Eskalation der finanziellen Situation des Paares wird deutlich gezeigt. Die Ehefrau ist schauspielerisch durchaus überzeugend. Um so mehr ist zu bedauern, dass Pucell als Wachmann Jim einfach nicht die emotionalen Reaktionen zeigen kann, die der verzweifelten Entwicklung angemessen wären. Mehr als einen stoischen düsteren Blick hat er nicht aufzubieten, wenn man von den Tränen bei der Ansprache des Pfarrers anlässlich der Beerdigung einmal absieht. Auch Eric Roberts als gieriger Anwalt macht im Film schauspielerisch keine besonders gute Figur. Die visuelle Gestaltung des Films ist sehr einfach, teilweise fernsehfilmartig und wirkt recht preiswert. Andererseits handelt der Film ein Thema ab, das am Beispiel dieses einen Paares ganz gut persönliche Folgen der Weltwirtschaftskrise von 2009 zeigt. Es ist ein erster Versuch Uwe Bolls, eine Art modernes Sozialdrama zu inszenieren. Und ich finde, dass es recht gut gelungen ist, wenn man ihm auch gewünscht hätte, bessere Schauspieler zur Verfügung zu haben.

Der finale Amok-Lauf, der im Parkhaus mit Gewehr mit Zielfernrohr beginnt und mit Handgranaten und Pistolen auf dem Trading-Floor eines Brokers endet, ist schnörkellos brutal umgesetzt und lässt etwas ungläubig auf die FSK 16 auf dem DVD-Cover blicken. Das offene Ende des Films ist auf eine Fortsetzung angelegt. Boll's Amoklauf-Film >Rampage< gefiel mir allerdings doch besser.

Populismus bemerkt man in diesem Film bei vielem, was mit Geldanlage und Finanzen zu tun hat. Es ist schließlich nicht alleine die Schuld der Banken, dass Jim ein Haus so finanziert, dass er einen initial sehr niedrigen Hypotheken-Zinssatz hat, der nicht festgeschrieben ist und unweigerlich steigen muss (auch wenn die Banken dies sicherlich so geplant hatten, um später die Häuser aus Zwangsversteigerungen wieder zurück zu bekommen und die Schuldner darüber hinaus noch in die Schuldknechtschaft zu bringen). Jim verliert in diesem Film nicht nur seine 70.000 Dollar, die in den Investmentfonds investiert sind, sondern er hat plötzlich auch noch eine Nachschusspflicht in Höhe von 60.000 Dollar. Das gibt es aber nur bei wenigen Geldanlagen. In Frage kämen für eine derartige Nachschusspflicht CFDs, Futures, Margin-Accounts (zur Spekulation in Aktien oder Bonds) oder generell die Direkt-Investition in amerikanische Bank-Aktien. In wiefern da die Synchronisations-Studios einfach schlecht gearbeitet haben und keine Ahnung von den zugrunde liegenden Sachverhalten hatten, kann ich nicht sagen. Tatsache ist aber, dass alle diese "Geldanlagen", die zu Nachschusspflicht führen können, von vorne herein tatsächlich hochspekulativer Natur sind, weil mit wenig Eigenkapital und viel Kredit/Hebelwirkung gearbeitet wird. Im Hintergrund des Films sehen die Menschen laufend Nachrichten, die mit der Finanzkrise des Jahres 2009 zu tun haben. Ich muss sagen, dass diese Berichte sehr gut hervorheben, dass vieles, was mit der "Bankenrettung" zu tun hat, sehr nach kriminellen Mauscheleien aussieht, hinter denen auch die Regierungen standen, die die Interessen einer Plutokratie vertraten. Man könnte jetzt sagen, dass Uwe Boll hier dem Volk nach dem Mund redet, das eigentlich eine Bestrafung der Schuldigen fordert, die es nie gegeben hat. Insofern wundert es mich sowieso, dass nicht viel mehr Leute, die finanziell ruiniert wurden, zur Selbstjustiz gegriffen haben, weil sie nichts mehr zu verlieren hatten. Der Film bietet somit die Möglichkeit, seiner Wut über "die Reichen" oder "die Bankster" einmal ein Ventil zu bieten, um Dampf abzulassen. Es machte mir tatsächlich Spaß, zuzusehen, wie diese Finanzbetrüger abgeknallt werden (wenn ich auch die meiste Zeit pflichtgemäß sehr betroffen war, weil Gewalt ja böse ist ;-)). Und nun: Waidmanns Heil!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Massaker im Bankenviertel..., 6. November 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
Wie wäre es mit einer weiteren Empfehlung für die nächste Uwe Boll Retrospektive ? Immerhin kann der 1965 geborene deutsche Regisseur inzwischen auf zahlreiche Gurken in seiner Filmographie zurückgreifen und gilt itatsächlich als "Deutsche Antwort auf Ed Wood" oder "Son of Ed Wood". Diesen zweifelhaften Ruf dürfte er sich vor allem deshalb erspielt haben, weil er zwischen 2003 und 2008 hauptsächlich trashige Videogames verfilmte und dann noch 2009 als Höhepunkt für seinen unfreiwillig komischen Ritterfilm "Schwerter des Königs" die goldene Himbeere erhielt. Dabei gibts aber auch Lichtblicke...zumindest ist sein "Siegburg" sicherlich kein schlechter Film, aber allerdings enorm bedrückend und hoffnungslos geraten. "Dafour" hat ja auch nicht nur miese Kritiken erhalten und sein neuer "Assault on Wall Street" gilt sogar als sein Bester. Ok, das will jetzt nicht viel heißen...Im Original heißt der Streifen "Bailout: The Age of Greed" und erzählt die tragische Geschichte eines Opfers in Zeiten der weltweiten Finanzkrise, der amerikanischen Imobilienpleiten, in Zeiten von Gier. Boll nimmt uns mit auf eine Reise, die unaufhörlich nach unten geht. Erzählt wird die Story des Security Mitarbeiters Jim Baxford (Dominic Purcell), der einen guten Job hat, aber eine kranke Frau (Erin Karpluk), die derzeit mit ihrer Krebserkrankung zu kämpfen hat. Für die Gesundung braucht sie teure Hormonspritzen und Jim legt sein ganzes Geld an der Börse an, weil er seinem Broker vertraut.
Als eines Tages überraschend Rosies Krankenversicherung erklärt, dass die maximale Auszahlungssumme erreicht sei, beginnt der amerikansiche Traum zu zerbröckeln. Jim arbeitet hart, doch die hohen medizinischen Kosten seiner Frau kann er bald nicht mehr tragen. Dann verspekuliert sich der Bankberater, es kommt zur Katastrophe. Doch Jim wird sich am Ende an den gierigen Bankern rächen...
Der Film zeigt sehr ausführlich den Ruin einer Familie und trägt dabei vielleicht zu dick auf und arbietet mit vielen Klischeevorstellungen. Das Szenario könnte nicht auswegsloser sein, alles scheint auf Untergang getrimmt. Vielleicht ist dieser Part des Films irgendwie ermüdend, aber immerhin schafft Boll die Kurve von familiären Katastrophenfilm zur fiesen und widerlichen Abrechnung mit den Machenschaften der Banken, die auf Teufel komm raus nur ein Stichwort kennen: Verkaufen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Die letzten 20 Minuten des Films sind gut und rücken den Film sogar ein bissel in die Nähe einer kleinen Genreperle...wenn nur nicht diese lange Einleitung gewesen wäre voller Unglück und Leid.
Daher: Zwar kein Weltklassefilm, aber eine akzeptable Genrearbeiit, die mit einem Amoklauf als Finish sämtliche Register ziehen kann und mit dieser Sequenz beweist Boll, dass er auch besser als Ed Wood kann. Die Konsequenz des Films ist durch das Ende bitter und gallig und lässt den Zuschauer etwas ratlos zurück.
Zwischen 3 und 4 Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow, 26. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film hat mir richtig gut gefallen. Uwe Boll hat hier ganze Arbeit geleistet, sowohl beim Drehbuch, als auch bei Regie und Produktion. Klar ist das hier kein Blockbuster, aber ein kritischer Film über das amerikanische Finanzwesen und ein Film über das, was sich viele Menschen insgeheim wünschen...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packendes Drama., 21. Oktober 2013
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
Vorab: Da der Regisseur Uwe Boll heisst muss ich erstmal was dazu sagen.
Das allgemeine Boll-Bashing treibt ja seltsame Blüten so das man von Anfang an alle seine Filme schlecht redet....was aber nicht der Fall ist.
Rampage (in der Uncutfassung), Darfur,Tunnel Rats, Postal und nun auch Assault on Wall Street beweisen das Gegenteil.
Dazwischen liegen einige Filme die Ok sind und viele Gurken....aber alles schlecht zu reden ist einfach unfair wie ich finde.
Das ist meine Meinung.

Zum Film:
Jim Baxford ist Wachmann bei einem Geldtransportunternehmen.
Seine Frau Rosie ist in Behandlung da sie vor kurzem einen Gehirntumor hatte.
Darüber hinaus setzt gerade die große Finanzkrise ein.
Die Kosten für Rosie's Therapie treiben Jim an die Grenzen des machbaren aber er hat ja noch Geld angelegt.
Fatalerweise treibt die Bank ein falsches Spiel und Jim's Geld verpufft im nirgendwo.
Nun spitzt sich die Lage dramatisch zu und sein Leben entgleitet ihm.
Rosie gibt sich die Schuld an allem und fällt eine Entscheidung, Jim verliert den Job und wird darüber hinaus noch von Bankern und Brokern gedemütigt.
Das ist zuviel.....
Jim beschliesst sich an allen zu Rächen die mit seiner Misere zu tun hatten.

Assault on Wall Street ist wie ein Schlag in die Magengrube.
Man leidet förmlich mit wenn man sieht wie das Leben des Normalos Jim aus den Fugen gerät und was die Geldhaie mit ihm veranstalten.
Immer wenn man denkt es geht nicht mehr schlimmer schlägt das Schicksal oder ein Banker gnadenlos zu.
Sicherlich sind solche Selbstjustiz/Rachefilme immer mit Vorsicht zu geniessen aber Assault on Wall Street schafft es tatsächlich den Showdown am Ende in den Hintergrund zu drängen und als Drama zu überzeugen.
Ich gehe sogar soweit und sage: Es hätte das Ende nicht gebraucht um den Film am laufen zu halten.
War Rampage noch pure Gewalt und kam Roh und ungefiltert daher so kommt Assault on....wesentlich subtiler daher und baut sich langsam auf.
Die Dialoge sind hervorragend, die Story mitreissend und spannend, die Atmopshäre passend und die Darsteller agieren allesamt glaubhaft.
Mit von der Partie sind u.a.: Dominic Purcell, Erin Karpluk, Michael Pare, Edward Furlong, Keith David, Eric Roberts, John Heard, Lochlyn Munro und Clint Howard.
Neben Darfur wohl Boll's ergreifenster Film.
Gut...über das Ende kann man diskutieren aber der Rest ist klasse.
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4.0 von 5 Sternen Boll wird immer besser!, 28. Januar 2014
Von 
J. Freiknecht (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
Das ist jetzt der zweite Film von Uwe Boll, den ich tatsächlich gut fand. Zwar merkt man immer noch, dass ein wenig das Budget fehlt, doch das gleicht die Story locker aus. Es ist schwer, die Stärken des Films zu beschreiben, wenn man nicht die Handlung am Ende verrät, deswegen nur soviel: Alleine der Blick, den der Protagonist seinem Kollegen zuwirft kurz bevor der Film vorbei ist, ist genial gemacht und erzeugt unglaublich viel Gänsehaut! Allerdings muss man schon sagen, dass das Ende dem von Rampage sehr ähnelt! :) Macht mir aber persönlich nichts aus.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP TOP TOP, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street (DVD)
Ein unglaublich guter Film. Das leiden des Hauptakteurs und seiner Frau wird realistisch und brutal dargestellt. Ein perfekter Rachestreifen der bis auf das Ende realistisch erscheint. Bild und Ton sind ausgezeichnet. Boll wird immer besser!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neuer UWE BOLL fan !!!, 18. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Assault on Wall Street [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer Uwe Boll kennt, wird den Film lieben. TIPP: seine Audio Kommentare zum Film (set up)!!! seehr geil!!!
Jeder weiss ,dass Uwe den Nagel auf den Kopf trifft. Mit diesem Film verpasst er das, was schon längst hätte passieren solln. Die geldgierigen f***Banker,Investoren und Co. das Fadenkreuz auf die Stirn nageln! Man kann sich gut in den Charakter des Hauptdarstellers versetzen. (Mischung zwischen "Falling Down" und "Der grosse Crash"). Man sollte kein hochproduktieves Filmprodukt erwarten (UweBollStyle).Der Kernaussage stimmt! Der Uwe-Humor is unverkennbar! Wer sich bisschen mit Bankenpolitik anfeinden will und mit Selbstjustiz liebäugelt is hier gut beraten -->bitte zugreifen und nich vergessen--> audiosound uwe boll ;)
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Assault on Wall Street [Blu-ray]
Assault on Wall Street [Blu-ray] von Uwe Boll (Blu-ray - 2013)
EUR 9,99
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