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Kundenrezensionen

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein wundervolles Album hat ein würdiges Reissue bekommen.

Zum Album selber: Dickie Betts mit all time Klassikern wie Jessica, Ramblin Man (mit Les Dudek) und Southbound. Gregg Allman hat vorher und nachher nie schöner gesungen --> z.B. auf dem tollen Opener Wasted words oder auf den wunderbaren Blues Nummern Come and go blues und Jelly Jelly. Dazu der junge Chuck Leavell am Piano mit wunderbaren Einlagen.

Es war bekannterweise eine schwierige Phase für die Allmans. Bruder Duane verunglückt, der Original Bassist Berry Oakley auf fast identische tragische Weise umgekommen. Auch wenn das darauffolgende Album (win lose or draw) zu meinen absoluten Favoriten zählt, dies ist das herausragende Album der ABB. Unglaublich harmonisch eingespielt (ironisch weil sich die Band danach aus verschiedenen Gründen total zerstritt).

Die Bonus CD ist mit Outtakes und Rehearsals absolut hörenswert, aber der Knüller ist das Live Konzert der Deluxe Edition. Spitzen Sound, Spielfreude und künstlerische Glanzleistung. Und dazu muss man anmerken in einer ungewöhnlichen Konstellation von 2 Schlagzeugern, Bassist, Gitarrist und 2 Keyboardern (Orgel und Klavier).

Und als Krönung des ganzen kommt das Ganze in einer liebevollen Ausgabe mit vielen Fotos und randvollem Booklet. Daran können sich einige Boxsets ein Beispiel nehmen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2015
Es ist eine (meine) Schande, aber ich habe erst vor wenigen Monaten begonnen, mich ernsthafter mit den Werken der Allman Brothers Band zu beschäftigen - obgleich ich als Kind der späten 60er natürlich von den Allman Brothers gehört hatte, und ich spätestens seit seinem Auftritt mit Gov't Mule bei der Bonner Classic Rock-Nacht im heißen Sommer 2013 ein echter Warren Haynes-Fan bin.

BROTHERS AND SISTERS, die fünfte Veröffentlichung der Allman Brothers Band aus dem Jahr 1973, fällt zunächst durch sein schlichtes und anrührendes Cover auf - der kleine blonde Junge mit dem für die Zeit typischen verlängerten Prinz Eisenherz-Haarschnitt, dem rostbraunen Pulli und der Cordhose könnte ich selbst sein, versunken in die Untersuchung des frühherbstlichen Laubes auf einem Spiel- oder Sportplatz in der Provinz, in einer Zeit, die keine Smartphones, kein "social media" und keine sündteuren Markenklamotten für Kleinkinder kannte, keine dreizylindrigen Kraftwerge mit 150 PS, keine CDs, DVDs, BluRays und Downloads, keine E-Bikes und Billigflüge in alle Welt - eine Zeit, die so beschrieben fast schon idyllisch wirkt (zumindest wenn man älter als 25 Jahre ist), und die doch auch ihre Brüche und ihren Wahn hatte, Wettrüsten, Ölkrisen, Vietnam, Heroin und Spießigkeit, immer noch und immer wieder "Muff unter den Talaren", und die "Frau am Steuer" wurde aus der Stammtischperspektive mit größtem Mißtrauen betrachtet, von "Emanzipation" mal ganz zu schweigen...

In diesem Spannungsfeld zwischen familiärer Privatheit und aktiver Revolution, zwischen Pseudo-Jugendlichkeit à la schwedischem Möbelhaus und Aussteigerfreiheit, zwischen traditionellen Formen und modernen Ansprüchen steht die Musik der Allman Brothers mit BROTHERS AND SISTERS. Southern Rock ist das Schlagwort, obwohl ich kaum glaube, dass man diese eklektische und doch wie am Baum gewachsene Mischung aus Country, Blues, Rock und sogar Jazz damals schon so genannt hätte.

MIt dem siebeneinhalbminütigem instrumental "Jessica" liefert BROTHERS AND SISTERS sogar einen veritablen Ohrwurm, der u.a. auch zum Jingle der populären britischen Motorsendung "Top Gear" verarbeitet wurde (und meiner Erinnerung nach auch von deutschen Radiostationen in den 80ern gerne im Jingle-Bereich eingesetzt wurde).

Die sieben Songs des für heutige Gewohnheiten sehr kurzen (knapp 40 Minuten), an den Möglichkeiten der LP ausgerichteten Albums sind bei aller Solidität doch voller Facetten und leuchtender Melodien, die sehr klar machen, dass die einfachen Strukturen des "Southern Rock" sehr kunstvoll be- und verarbeitet werden können - sofern sich meisterhafte Musiker dieser Strukturen annehmen.

Darin liegt vermutlich ein Teil der Magie, die dieses Album bis heute verströmt - obwohl die für den Sound der Allman Brothers so wichtigen Duane Allman und Berry Oakley verstorben waren, zeigten die Allman Brothers mit Family & Friends, dass sie Willen und Kraft zum Weitermachen hatten - wenn auch das inner sleeve photo, das die Bandmitglieder und Roadies mit Frauen, Freundinnen und Kindern zeigt, eine Verbundenheit und Zuversicht zur Schau stellt, die tatsächlich nicht (mehr) vorhanden war.

Nach dem legendären EAT A PEACH markiert BROTHERS ANS SISTERS sozusagen das Ende der "klassischen" Allman-Phase.
Wer die Musik heute hört, ist von der schieren kompositorischen Qualität, den eingängigen und doch nicht geschmäcklerischen Tonläufen und der in den musikalischen Traditionen der (südlichen) USA verhafteten, aber eben nicht erstarrten Kreativität und Komplexität begeistert.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. September 2005
Wie sollte es nach "Eat A Peach" für die Allman Brothers weitergehen. Duane Allman, der Gitarren-Gott, hatte sich in den Olymp abgesetzt. Unersetzlich wie er war, blieb sein Platz frei und Dickey Betts übernahm alle Gitarrenparts. Duane's Slide fehlt an allen Ecken und Enden. Stattdessen gibt es mit New-Member Chuck Leavall Keyboards satt. Auffällig ist der Wechsel der Band von langen (LSD-)Jams zu kompakteren Songs.
"Brothers And Sisters" ist m.E. die letzte wirklich starke Scheibe der ersten Phase der Allman Brothers. Lady Whiskey und Sister "H" übernahmen successive das Kommando und das Drama nahm seinen Lauf ..... "Jessica" ist das absolute Highlight, hier hat Duane im Himmel mitgejammt! Völlig zurecht ist dieser Song bis heute im Live-Set - ein echter Klassiker! "Jelly, Jelly" ist ein wunderbarer Slow-Blues mit Chuck's tollem Piano. "Southbound" ein druckvoll-treibender Song ganz im alten Stil, nur viel kompakter. "Come And Go Blues" ist geradezu episch, wiederum mit starken Piano-Einlagen. "Pony Boy" ist mein Geheimtip, ein schöner Country & Western wie auch "Ramblin' Man" mit Dickey's schnarrendem Gesang. Einzig der Opener "Wasted Words" fällt etwas ab.
"Brothers And Sisters" ist alles im allem ein sehr ordentliches Werk, wenn auch eine heimlich verdrückte Träne Duane Allman gewidmet ist. Danach ging es leider (drogenbedingt) steil bergab mit den Allman Brothers, logischerweise mit dem Split endend. Seit der Reunion 1989 sind sie wieder eine ganz heiße Nummer!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2013
SUPER Deluxe!
Über dieses Album muss man nichts mehr schreiben. Die Klangsteigerung ist deutlich zu hören. CD 2 ist sehr interessant und erstaunlich gut. - Aber der Hammer ist das SUPER Konzert auf CD 3 und 4! Einfach toll, mit vielen Überraschungen! 5 ***** für diese wirklich SUPER Deluxe Edition! Auch die Verpackung und Aufmachung ist einmalig gut. - Hoffentlich werden noch viele ABB-Alben so wie dieses veröffentlich...!
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Trotz des damaligen Verlustes ihres Masterminds Duane Allman gab die Band 1973 noch mal richtig Gas. Dicky Betts war nun der Haupt-Songschreiber auf dieser wundervollen Scheibe, die die beiden Klassiker "Jessica" und "Ramblin Man" enthält.
Sehr abwechslungsreich und meiner Meinung nach ohne Schwachpunkt kann man die
Scheibe getrost durchlaufen lassen.
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am 27. Juli 2014
Leider bekommt man das o.g. 4 Cd-Set nur als superteueren Japan-Import. Als Download bei amazon aber sehr günstig. Das Winterland - Konzert ist das beste Live - Material, welches ich von ABB kenne. Schlägt auch um Längen das Fillmore - Konzert.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hut ab! Vier CDs zu einem absolut angemessenen Preis in einer zwar nicht praktischen aber schönen Verpackung.
Die Verpackung ist unpraktisch, weil ...
- sie nicht ins CD-Regal passt und für die Box-Sets zu unscheinbar ist
- die CDs nur mit Mühe aus den Einschüben rauswollen (ist im Zeitalter des Rippens fast egal, weil die CDs wahrscheinlich nur ein einziges Mal angefasst werden.
- bei Booklet vorprogrammiert ist, dass es irgendwann auseinanderreißt.

Für die Verpackung gibt es aber nur maximal soviel Abzug, wie es für Gestaltung, Repertoire und Klang auf die 5 Sterne obendrauf geben müsste.

Sowohl die Demos und Outtakes auf CD2 als auch die Live-Aufnahmen auf CD3 und CD4 zeigen eindrucksvoll, wie kreativ sich die Band aus den Schocks nach dem Ableben von Duane Allman und Berry Oakley gelöst hat. Gerade die von den Fillmore-Konzerten in unterschiedlichen Varianten wohlbekannten Stücke bekommen durch das Zusammenspiel von Dickey Betts, Chuck Leavell und Gregg Allman einen eigenen Charakter - und Betts schafft es beeindruckend, jedem Eindruck er wolle bei Duane Allman abkupfern zu vermeiden.

Alle vier CDs werde ich noch lange Zeit häufig hören!
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am 18. Mai 2014
Ich bin immer auf der Such nach CD's, die durchgängig Spaß machen. Die CD "Brothers and Sisters" von der Allman Brothers Band fällt in diese Kategorie.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2013
eines meiner absoluten Lieblingsalben aus den 70ern in einer üppigen Version mit viel Livematerial, das teilweise allerdings schon vom '"Wipe the Windows..."- Album bekannt ist, und schönen Bildern aus der vielleicht besten Phase der Band
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juli 2013
Man sollte vorsichtig sein wenn nach 40 Jahren ein Stück Musikgeschichte neu remastered wird. Das Remaster des Originalalbum ist IMHO auch im vorliegenden Fall nicht gelungen. Kommt etwas flau daher. Die MFSL Version ist da eindeutig besser. Die Capricorn Erstpressung zum Vergleich habe ich leider nicht. Die Erstpressungen sind aber oft die "besseren" Master.
Die Rehearsals, Jams und Outtakes sind eher für die Hardcore Fans von Interesse.
Als Zugabe gibt es das Winterlandkonzert von 1973! Das ist ganz klar der Mehrwert. ABB ist sowieso eher eine Liveband.
Die Edition klotzt nicht mit einer sinnlos großen Box mit viel Pappe. Eine ansprechende Klappbox mit einem ausreichendem Booklet, und soweit vernünftig verarbeitet.
Für die "HighEnder" unter den ABB-Fans noch ein Tip, HDtracks hat die Edition als HighRes Version in 96kHz/24bit im Angebot.
Habe ich schon gehört und ist in soweit zu empfehlen als dass die bessere Durchzeichnung des Klangbildes das flaue Mastering etwas abmildert.
Also wer das Album noch nicht hat durchaus empfehlenswert, wer Hardcore Fan ist, ran an das Album wegen des Winterland Konzertes, und "HighEnder" werden auch bedient, allerdings leider nicht von Amazon.
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