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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschende Tiefe und nicht nur Technik, 27. April 2014
Rezension bezieht sich auf: In a Mirror Darkly (Audio CD)
MEKONG DELTA ... vor einem Vierteljahrhundert noch eine richtig aufregende Sache - geheimnisvoll und wegbereitend für anspruchsvollen und dennoch harten Prog-Metal, der sich nicht zu schade war, Thrash-Elemente und Ähnliches zu verwursten. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen. Ganz andere Extreme sind bereits ausgelotet, und selbst der emotional oft flache Metalcore für ADHS-Kindergeburtstage weist durch die Bank Musiker auf, die ein Break sauber durchzählen können und ordentlich geübt haben. Einfach nur komplexe Musik zu schreiben und gut spielen zu können ist heute ein Ding, was einen nicht zwangsläufig zum King macht.

Was MEKONG DELTA aber ausmacht, ist die Tatsache, dass bei MEKONG DELTA immer MEKONG DELTA drinsteckt. Und bisher keine Band klingt wie sie. So etwas kann natürlich schnell zum Bumerang werden, gerade in der heutigen Phase, in der die Band nach ihrer Wiederbelebung eigentlich beinahe reger geworden ist als in ihrer Anfangszeit. Man könnte ermüden, wenn sich eine Band so eng in ihren Trademarks bewegt. Und ich muss gestehen, dass ich mich ein bisschen dabei ertappt habe, hin und wieder ein "Wie immer ..." im Kopf zu haben, wenn ich diese Scheibe gehört habe. Das ruhige, akustische Intro, der bombastische Opener danach ... nun, es wäre nicht das erste Mal, dass ein MEKONG DELTA-Album diesem Schema folgt. Dass die jazz-thrashige 'Ouverture' dabei noch das James Bond Thema einbaut, macht das Déjà-vu nicht unbedingt geringer. Wie immer darf man sich auf versetzte Rhythmik und scheinbar endlos verschachtelte Achtelläufe freuen. In der Neuzeit sind die Produktionen von MEKONG DELTA auch zuverlässig ordentlich, so dass man darüber eigentlich kein Wort mehr verlieren muss. Die gute Mischung aus Transparenz und Druck, die bei diesem komplexen Material immer eine Herausforderung um den besten Kompromiss ist, möchte ich aber dennoch lobend erwähnen. Viel besser kann man diese Musik nicht mischen - die traditionell-thrashige Härte wird bewahrt, man ermüdet nicht und von der Hi-Hat bis zum Bass steht alles gleichberechtigt sauber in vorderster Front. Anstrengender war bei MEKONG DELTA eigentlich meistens das ziemlich formelle Songwriting, welches beinahe maschinellen Mustern folgt. Wenn ein Titel 'The Armageddon Machine' heißt, dann könnte das ein Stilmittel sein, aber auch heute bleiben sie diesen Ansätzen treu, wie z. B. in 'Inside The Outside Of The Outside' oder in 'Hindsight Bias', welches stilistisch schon auf der alten "Dances Of Death" hätte stehen können. Der Fremdkörper war damals immer die Melodie, wenn z. B. Gesangslinien erzwungen über diesen Konstruktionen etwas Nachvollziehbares erzeugen sollten. Und das ist der Punkt, der mir auf "In A Mirror Darkly" auffällt und der das Album trotz aller Trademarks dennoch frisch klingen lässt: es findet etwas wie ein Wandel der Schwerpunkte statt. Denn MEKONG DELTA gelingt es auf dem aktuellen Album so gut wie noch nie, glaubwürdige Dramatik, Vielschichtigkeit und eine überraschend starke Düsterheit in ihre Songs zu packen. Es ist gar so, dass dies so gut funktioniert, dass mittlerweile die technisch-strengen Songparts eher zum Fremdkörper werden und der äußerst klassisch angehauchte Bombast die absoluten Höhepunkte setzt.

Ohne diesen Wandel hätte ich in der Tat überlegen müssen, ob man "In A Mirror Darkly" zwingend neben die "Wanderer..."-Scheibe ins Regal stellen muss. Aber schon nach wenigen Durchläufen ist man gepackt von der noch reiferen Balance zwischen Thrash, Technik und der Essenz ernster Klassik im harten Soundgewand. Und das, ohne seine Identität aufzugeben! Ich bin seitdem am Grübeln, welches der beiden Alben für mich das bessere ist. Anspieltipp: 'Janus'.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch der Sound stimmt., 26. April 2014
Rezension bezieht sich auf: In a Mirror Darkly (Audio CD)
Die hohe Qualität der Musik von Mekong Delta ist beinahe unstreitbar. Nach vielen Alben mögen hier und da bekannte Rezepturen erkennbar sein. Doch die Musik von Mekong Delta fließt. Alte und neue Ideen werden weiter entwickelt, treiben an neue Ufer und werden wieder zurück gespült. Mündet der Fluss in ein Meer oder verebt er in einer Wüstniss, egal.

Leider hat die klangtechnische Prodkuktion mancher Alben den Genuss ordentlich verdorben. Der Versuch ein fetteres Klangbild auf Kosten der Ortbarkeit der Instrumente ist oftmals gescheitert. Ohne dabei den vermeintlich erwünschten Klang angesagter Top-Acts nahe zu kommen. Bei den vielschichtigen Arrangements von Mekong Delta keine wirkliche Überraschung. Lieber ein kleines aber feines Kammerorchester als eine aufgeblähte Opernlandschaft mit fetten Kajalstift.

Um das Gelaber kurz zu machen. Alles Instrumente sind gut ortbar und haben ihren eigenen Platz im Mix. Der Klang bleibt schön rauh, der Gitarrensound besitzt Character (ein kleines Wunder im momentanen Einheitsbrei der Mitbewerber) Samples bleiben im Hintergrund. Die Musik nicht der Sound steht im Mittelpunkt.
Es macht einfach Spass dieser Platte zu lauschen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen keine Überraschungen, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: In a Mirror Darkly (Audio CD)
Das vorliegende Werk mit 5 Sternen zu bewerten, halte ich für übertrieben - wo bleibt da die Luft nach oben für die Meilensteine und Klassiker der Band? Zweifellos bewegt sich das Songmaterial auf hohem Niveau was insbesondere die technischen Qualitäten der Musiker betrifft. Das Songwriting läßt aber (für mich) Wünsche offen und ich kann keinen "Übersong" ausmachen. Ich verfolge die Entwicklung der Band seit dem Debut, muß aber - obwohl ich auch die neuen Scheiben genieße - feststellen, daß mich kein anderes Album so überzeugt hat wie damals "The Music of Erich Zann" (leider jämmerlicher Sound) und "Dances of Death". Selbst "Kaleidoscope" würde ich den Vorzug vor "In a Mirror Darkly" geben. Als Sammler stelle ich mir das Teil zwar gern ins Regal, habe aber den Verdacht, daß es den Weg in den Player seltener als alle anderen Werke finden wird. Knappe 4 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Amtlich..., 10. Juli 2014
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Rezension bezieht sich auf: In a Mirror Darkly (Audio CD)
...aber nicht so wegtragend wie der Vorgänger. Die Besetzung ist nach wie vor die beste aller Zeiten, die Kompositionen sind wieder etwas mehr Mekong Delta, wie man sie kennt. "Wanderer On The Edge Of Time" war die ultimative positive Überraschung, hier kann das aktuelle Album nicht ganz mithalten. Dennoch sehr gut, und für Einsteiger sowieso zu empfehlen!
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5.0 von 5 Sternen Eines der drei besten Mekong Delta-Alben überhaupt!, 29. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In a Mirror Darkly (Audio CD)
Spricht man über Progressive Metal, so fallen schnell und ganz selbstverständlich Namen wie WatchTower, Dream Theater, Fates Warning oder auch Zero Hour, Psychotic Waltz, Power Of Omens und gerne auch mal Anacrusis. Seltsamerweise taucht in fast keiner Aufzählung der Bandname MEKONG DELTA auf. Ob das nun mit dem berühmten Propheten im eigenen Lande zu tun hat oder schlichtweg dem Übersehen großartiger Klassiker wie "Dances Of Death", "The Music Of Erich Zann" oder dem vor vier Jahren veröffentlichten, fantastischen "Wanderer On The Edge Of Time" vermag ich nicht zu sagen. Eines ist jedoch klar: Das lange angekündigte und mehrmals verschobene neue Album gehört zu den ganz großen progressiven Werken der letzten Jahre und, ich nehme es vorweg, wer 2013 beim genialen Memento Waltz-Erstling ausgeflippt ist vor Begeisterung, muss dies zwangsläufig auch bei "In A Mirror Darkly" tun.

Versehen mit einer brillianten, glasklaren Produktion knallt einem die Mannschaft von Mastermind Ralph Hubert zu Beginn zwei insgesamt siebeneinhalb Minuten lange Instrumentalabfahrten vor den Latz, die direkt deutlich machen, dass es stilistisch genauso weitergeht wie auf dem "Wanderer": Deutlich klassikbeeinflusst, immer vertrackt bis aufs Äußerste, ohne jedoch den roten Faden des Songs zu vernachlässigen.

"The Armageddon Machine", das erste Stück mit Gesang von Martin LeMar, beginnt anschließend mit einem herrlich vertrackten Rhythmusfeuerwerk, aus dem sich dennoch einschmeichelnde Melodien hervortun, die tatsächlich ohrwurmigen Choruscharakter haben. Trotzdem: Breaklastiger als bei diesem Sahnestück waren WatchTower in ihrer Hochphase im übrigen auch nicht.
"The Silver In God's Eye" nimmt dann den Vertracktheitsgrad deutlich heraus und dreht stattdessen die Athmosphäre in eine etwas düstere Richtung. Ungewöhnlicher Track, der zuerst gar nicht zünden mag, den man aber nach wenigen Hördurchgängen nicht mehr missen möchte.

"Janus" ist dann wieder verschachtelter, dezent thrashlastiger Progressive Metal der Extraklasse, versehen mit fantastischen Melodylines, die ein Großteil der Konkurrenz heute leider einfach vergisst, aufzunehmen.
Und so geht weiter auf diesem Album, dass außer einem verbesserungswürdigen Coverartwork keine Schwachpunkte offenbart. "Inside The Outside Of The Inside" ist nicht nur der bisherige Songtitel des Jahres, sondern auch ein Instrumental, welches in dieser Klasse selbst Dream Theater nicht mehr schreiben. Die beiden abschließenden "Hindsight Bias" und "Mutant Messiah" stehen dann wieder ganz in der Tradition des Albumhighlights "Janus" und zeigen abermals, welch großartige, komplett unterbewertete Band sich seit 1987 (!) die Beine ausreißt, um selbige hier auf den Boden zu bekommen.
Mit "In A Mirror Darkly" MUSS es doch mal klappen!
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In a Mirror Darkly
In a Mirror Darkly von Mekong Delta (Audio CD - 2014)
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