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Kundenrezensionen

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am 24. September 2013
Nach dem ersten Durchlauf war ich auch skeptisch. Nur ein Song, der einen direkt packt: The Enemy Inside. Nach mehreren Durchläufen hat sich dieser Eindruck jedoch fundamental geändert: Dream Theater legen mehr Wert auf die Songs als auf dem vorherigen Album. Auch auf Experimente wie Muse-Einschlag oder Thrash wird hier verzicht (passt bei DT einfach nicht (und ich steh sehr auf Thrash!)). Es wird weniger gefrickelt, dafür zünden die Gesangsmelodien mehr. Anspruchsvoll ist das Ganze genug. Tolles Album, dass ich von vorne bis hinten uneingeschränkt empfehlen kann. Gute Musik muss nicht jedes Mal neu erfunden werden!
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am 2. Dezember 2013
Wieder ein mehr als ein gelungenes Studio Album der Prog Metal Band, das jedoch auch kleine Schwächen aufweist.

Die New Yorker Progressive Metal Band Dream Theater veröffentlichte am 20.09.2013 ihr 13. Studio Album „Dream Theater“ im Roadrunner/ Warner Label. Es ist erhältlich als CD, LP und Download.

Das Album Cover ist schlicht und dunkel gehalten, in der Mitte befindet sich das Logo der Band vor einer Silhouette der Erdkugel, was zu dem, für eine sonst experimentelle Band, unkreativen Album Namen passt. Dies wird jedoch durch das sehr umfassende Booklet ausgeglichen.
Auf dem Album sind neun Songs, der Erste „False Awakening Suite“ ist ein aus drei Teilen bestehendes Intro: Sleep Paralysis, 
Night Terrors, Lucid Dream. Der Sound ist wie von Dream Theater gewöhnt episch und stimmt einen auf die folgende Stunde Progressive Metal vor. Das einzige was man kritisieren könnte, ist der etwas zu künstlich klingende Streichersound von Jordan Rudess.
Es folgt das schon vorab veröffentliche „The Enemy Inside“, welches schon fast Radio tauglich ist, es bleibt offen, ob das nun gut oder schlecht ist. Aber in diesem Song wird auf jeden Fall die größte Schwäche des Albums deutlich: Das Schlagzeug!
Natürlich spielt Mangini einwandfrei und ist auch ein guter Nachfolger für den – im Sound aggressiveren – Portnoy, aber dort liegt auch nicht das Problem, sondern im Schlagzeug Mix.
Im Mix tauchen immer wieder Ungereimtheiten auf und vor allem der Sound der Snare. So möchte man wissen, was aus dem früheren ausgeglichen fetten Mix geworden ist, der noch bei „A Dramatic Turn of Events“ herrschte.
Die nächsten sechs Songs sind im typischen Dream Theater Stil, nur das „The Looking Glass“ (4.53 min) und „Along For The Ride“ (4.45 min) im Vergleich zu älteren Songs doch recht kurz ausfallen.
Aber dafür ist der letzte Song „Illumination Theory“ mit 22 Minuten wieder ein Meisterwerk für sich, in welchem Petrucci wieder ganze Arbeit geleistet hat und durch ruhige Streicherthemen sowie auch puren Metal Klang führt. Purer Progressiver Sound!

Fazit: Das Album „Dream Theater“ ist ohne Diskussion wieder voll mit den typischen Dream Theater Sound. Hat aber teilweise kleine klanglische Schwächen im Mix, die nur beim genauen hinhören auffallen. Somit kann man sagen das „Dream Theater“ wieder ein gelungenes Album ist und mehr als kaufens- und hörenswert ist.
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am 20. September 2013
Dream Theater sind die eine große musikalische Liebe meines Lebens. 1997 lernte ich die Band kennen, als 14-jähriger von Schlagzeug und Gitarre begeisterter Teeny konnte ich nicht fassen, was ich da hörte und auf was für einem Lichtjahre weit entfernten Niveau-Stern Dream Theater strahlten. Besonders John Petrucci (Gitarre) und Mike Portnoy (Drums) entwickelten sich zu meinen musikalischen Idolen und Leitfiguren, was sich über die vielen Jahre immer gehalten hat, auch wenn andere Trends und Einflüsse kamen und gingen.
Mit dem Bruch zwischen Mike Portnoy und der Band Anno 2010 zerbrach für mich, als eigentlich erwachsenen Mann, der über so etwas stehen müsste, eine musikalische und ideelle Welt, ein ganzes musikalisches Lebensgefühl. Natürlich blieb ich weiterhin bei DT am Ball und kaufte mir, genauso wie all die Male vorher, „A Dramatic Turn of events“ am Erscheinungstag und gab dem Album eine Chance.

Bis zuletzt allerdings war das ECHTE Dream Theater für mich an dem Tag gestorben, an dem MP’s Ausstieg publik wurde. Für mich, als sehr loyalen Fan und Nostalgiker, sitzt Mike Mangini schlicht und ergreifend auf dem Stuhl, der nur Mike Portnoy gehört – so kindisch dieses Denken auch sein mag. Dabei ist zu jeder Sekunde klar, dass Mangini ein Virtuose ist, der – wenn man schon einen Ersatz für MP sucht – ein mehr als würdiger Vertreter ist.

Trotzdem waren meine Erwartungen an das Album „Dream Theater“ eher gedämpft. Vorbei die Zeiten von früher, als ich schon Wochen vor dem Release eines neuen DT Albums aufgeregt war und es nicht abwarten konnte. Dann jedoch sah ich beiläufig, dass man sich auf rollingstone.com völlig legal das ganze Album anhören konnte… und das Tat ich… wieder und wieder und wieder.

Dream Theater haben es tatsächlich geschafft, das alte Feuer nochmal anzuheizen. Wie schon einer meiner Vorredner treffend bemerkt hat, wird man auf diesem Album kaum völlig „neues“ finden können, allerdings werden die alten Pfade durchaus ansprechend beschritten. Dream Theater suchen wieder mal den Spagat zwischen Epischen Bombast Songs, technisch verwinkelten Progressive Ausführungen mit den traditionellen komplexen Time Signatures aber auch melodischen und eingängigen Songs, die nur durch die gewohnte technische Finesse gewürzt werden. Dieses Konzept ist gut, und es geht auf diesem Album auch wieder wesentlich besser auf, als auf ADTOE, das mir persönlich wirklich viel zu steril und „clean“ daherkam. Wenn ich mir eine CD mit meinen persönlichen DT Lieblings-Songs zusammenstellen würde, würde es wohl kein Song von ADTOE auf diese Sammlung schaffen… Bei „Dream Theater“ sieht das etwas anders aus.

Besonders hervorheben möchte ich hier insbesondere 3 Songs:

1.) „The Looking Glass“ ist ein stark Rush inspirierter, positiver Uptempo Song mit einem flotten Beat und einer eingängigen Melodie und Struktur. Besonders James Labrie, dem ich im Gegensatz zu vielen Die Hard Fans von Anfang an die Stange halte glänzt hier, glänzt hier, da diese Art frischer Uptempo Rock meiner Meinung nach auf den Leib geschnitten ist. Highlight dieses Songs ist für mich die melodische und positiv „seichte“ Bridge, die dann den perfekten Bogen zurück in das Dynamische Hauptriff findet. Dieser Song hätte auch auf Awake sein können, erinnert mit seiner frischen Art leicht an „Innocence Faded“.

2.) „The Bigger Picture“ ist eine epische Proghymne, beschränkt sich aber nicht auf die Bombast Elemente, sondern nimmt abwechslungsreiche Wege zum Ziel. Der Refrain ist sehr eingängig, während die Strophe Butter-weich daherkommt. Dieser Song erinnert mich an die Era rund um Octavarium und ich denke, dass der Song besonders live sein volles Potential entfalten wird.

3.) „Illumination Theory“ hat bei mir etwas erreicht, was ich schon seit vielen Jahren nicht mehr erlebt habe: Ich musste mir diese eine magische orchestrale Passage ab 08:40 Minuten einfach immer und immer wieder hören. Wie ich mir sagen ließ, ist dieses Stück stark an ein klassisches Werk angelehnt, dass ich zu meiner Überraschung jedoch nicht kenne. Das nimmt dem ganzen jedoch nicht den Reiz. Dieser „Song“ ist das, was wohl jeder klassische DT Fan als die Königsdisziplin der Band ansieht – eine über 20 Minütige musikalische Reise durch mehrere „Kapitel“, die am Ende ein großes, bombastisches musikalisches Epos ergeben, in dem man sich verlieren kann. „A Change of Seasons“ hat es 1995 vorgemacht. Seitdem haben Dream Theater immer wieder zu diesem Mittel gegriffen, und dabei mit Werken wie „Six Degrees of inner Turbulence“ oder „Octavarium“ echte Meilensteine gesetzt. “Illumination Theory“ hat alles, um sich in diese Hall Of Fame einzugliedern.

Natürlich stehen bei einer Band wie Dream Theater die Akteure und deren Handwerk weiter im Vordergrund als bei anderen Bands. Auch wenn diese „Solo-Sucht“ bei mir, gemäß dem natürlich Lauf der Dinge, etwas nachgelassen hat… ein gutes neues Petrucci Solo lässt mir immer noch die Nackhaare zu Berge stehen. Auch hier muss ich allerdings beobachten, dass ich nicht mehr so paralysiert bin, wie ich es damals, Anno 1997 von dem war, was JP sowohl auf den Alben, als auch Live auf der Gitarre geboten hat. Petrucci gehört für mich, auch wenn er immer noch DAS musikalische Idol für mich ist, zu den Gitarristen, denen ihr Drang, immer innovativer und moderner zu werden, nicht gut getan haben. Der rauhe, wilde, spektakuläre und fauchende Petrucci der 90er ist meines Erachtens irgendwie in dem Perpetuo Mobile aus neuen, immer fetteren Gitarren Sounds und Effekten in bisschen in seinem eigenen Soundbrei untergegangen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich die einsame Meinung vertrete, dass Petrucci sich mit dem Wechsel zu Music Man keinen Gefallen getan hat. Den John Petrucci, der 1993 „Live in Japan“ und „Live at the Marquee“ gespielt hat, oder der im Video zu “Lie” Anno 1995 mit der schwarzen Ibanez 7-string in einem Offenen Cabrio eines der Soli seines Lebens spielte, höre ich wesentlich lieber als den heutigen.

James Labrie hat sich meiner Meinung nach ebenfalls nicht weiterentwickelt, er macht „sein Ding“ und das ist für mich die einzig echte und passende Stimme von Dream Theater. Seinen Stil, geprägt von teilweise sehr hohem Gesang und starkem Vibrato kann nicht jeder ertragen… ich bin damit groß geworden und finde ihn absolut brillant.

John Myung ist als Bassist nicht ganz so weit im Focus wie die übrigen Akteure, schafft es aber auf diesem Album etwas mehr als vorher, sich ins Spotlight zu bewegen. Seine Bass-Sounds sind knackig und omni-präsent, ohne sich dabei unangebracht in den Vordergrund zu spielen.

Etwas härter ins Gericht gehen muss ich mit Jordan Rudess, der seit 1998 die Keyboards bei Dream Theater beherrscht. In der „Scenes From A Memory“ Era hat mich JR überwältigt. Seine Lead Sound Soli, sein unglaublich perliges und verträumtes Piano Spiel und seine 70s Einflüsse waren und sind für mich der absolute Standard für einen Rock Keyboarder. Dann allerdings, ich würde sagen ab den Octavarium Tagen gegen 2006 hat Rudess eine Wandlung genommen, die mir nicht gefällt. Immer wichtiger wurde es anscheinend, die Töne auf eine ungewöhnliche Weise zu erzeugen. Es wurde und wird für meinen Geschmack mehr der Sound an sich zelebriert, als dass er im Sinne eines musikalisch hochwertigen und ansprechenden Solos eingesetzt wird. Jordans ausufernde Solo Shows, bei denen er mit einem Umhänge Keyboard auf die Front der Bühne läuft und mit verzerrtem Gesicht immer dieselben Töne in schneller Reihenfolge, mit einem eiernden, abgespaceten Sound nudelt sprechen mich gar nicht an. Zum Glück kommt das auf „Dream Theater“ eigentlich nicht vor, aber ich finde es dennoch schade, dass Rudess mit den immer gleichen Solo und auch Hintergrund Sounds um die Ecke kommt. Besonders das Keyboard Solo von „Along for the Ride“ ist so ein Beispiel. JR verwendet hier den Solo Sound von „Beneath the Surface“. Bei diesem Song war der Solo Sound ein A-ha Erlebnis, bei dem man die Augenbrauen hochzog, weil es so neu und charakteristisch klang. Aber den selben Sound und denselben Solo Stil auf dem nächsten Album noch mal zu bringen? Dies bezieht sich auch auf seine Streichersounds. Mit seinem Arrangement in der oben angesprochenen Orchestral Passage in „Illuminationn Theory“ macht Rudess das allerdings wett und hat damit bei mir auf Jahre neuen Kredit.

… Und Mangini? Der wirbelt und drischt souverän auf die Drums und macht seien Sache gut. Das muss selbst der in die Jahre gekommene Fan-Boy, wie ich einer bin, offen zugeben. In reiner technischer Finesse ist Mangini wirklich in der Championsleague des aktuellen Drum Geschäfts… und dennoch so richtig packen und mitreißen kann er mich trotz seiner atemberaubenden Technik nur in wenigen Momenten. Zum einen, da sein Stil für mich zu mechanisch und zu steril ist. Ihm fehlt einfach das dreckige, rauhe Element, dass Mike Portnoy in jeden seiner Drumbeats gelegt hat, dieses nicht in Worte fassbare lebendige und atmende Spiel, bei dem man praktisch vor Augen hat, wie beim Schlag auf das Crash Becken eine leichte Staubschicht davon abfliegt…

Das Fazit zu diesem Album: Wirklich gut! Dream Theater sind seit fast 30 Jahren unterwegs, ich auch. Da ist es irgendwann kein Wunder, dass man nicht zum 12. Mal das Rad neu erfindet, zumal man heutzutage bei einem 2 stündigen Besuch auf Youtube locker 5 neue Bands täglich entdecken kann, die ebenfalls genial sind in dem was sie tun. Dennoch gebe ich nur 4 von 5 Punkten. Mitunter habe ich den Eindruck, dass DT sich und ihr tun schon ein wenig selbst zelebrieren – wie ein Weltklasse Sportler, der nichts mehr zu beweisen hat, und gar nicht mehr versucht, einen neuen Weltrekord aufzustellen, sondern lieber noch eine weitere Ehren-Runde durch das Stadion geht, um sich in der Menge zu baden und einfach die wohlverdienten Lohrbeeren für sein Schaffen zu ernten…

Carpe Diem,
JS
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am 27. Oktober 2013
Dream Theater zeigen auf diesem Album endlich wieder die gesamte Bandbreite ihres Könnens. Verzettelten sie sich unter Mike Portnoy zuletzt innerhalb von Krawallo-Brachial-Gedröhne ohne viel musikalische Tiefe, so besinnen sie sich jetzt wieder auf ihre wahren Qualitäten - ohne sich dabei zu kopieren. Und Mr Mangini lässt - bei allem Respekt vor Mr Portnoy - seine Vorgänger glatt vergessen. Bärenstarke CD!
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am 30. September 2013
... man muss sich schon etwas Zeit geben und sich auf das neue Werk von Dream Theater einlassen. Das geht nicht nach 3mal "Durchnudeln". Daher meine Rezension erst heute.

Allein der Start mit "False Awakening Suite" ist sensationell. Ich freue mich schon auf die Konzert-Eröffnung in einigen Monaten wenn die Heroen zu diesen Takten in die Deutschen Arenen einlaufen werden! Dramatisch und tragend als bitte Quentin Tarantino höchstpersönlich zu Tisch.

Danach mit "The Enemy Inside" ein Dream Theater Breitseite, die sich gewaschen hat und zu alten Höhenflügen alá "Pull Me Under" aufschließt. Kaum meint man, man hätte das Gewitter hinter sich, kommt nach 5 Minuten eine Gitarrensolo, das außer John Petrucci keiner hier einbauen würde, geschweige denn spielen könnte. Das Album hat bereits nach 10 Minuten den ersten Zenit erreicht, den andere Bands nur aus der Ferne erahnen können!

Es folgt mit "The Looking Glass" ein typischer Dream Theater mid-tempo Song auf hohem Niveau mit allem was dazu gehört... tolle Songstrukturen, treibende Rhythmusarbeit, kraftvoller Gesang. Leute, wer will sich hier beschweren? Wollt Ihr Euren Freundinnen nichts mehr von Dream Theater vorspielen können? "Enigma Machine" zeigt allen Proggern, wo der Hammer hängt.... nämlich oben im Majesty-Olymp. Punktebwertung verbietet sich, Verneigung ist angesagt! Durchatmen dann wieder bei den Songs "The Bigger Picture" und "Along For The Ride". Auch hier ist die Freundin wieder an Bord und findet plötzlich DT wieder gut: "Warum spielen sie eigentlich nicht immer so?" Weil wir hier die Götter des Progressives haben! Und da sind die Songstrukturen schon mal ein bisschen komplex.... "Behind The Veil" und "Surrender To Reason" sind der beste Beweis hierfür!

Der phänomenale Höhepunkt folgt mit "Illumination Theory" zum Schluss des Albums. Ich lehne mich aus dem Fenster... selbst Richard Wagner hätte hier seine helle Freude daran:

The bridges we build to connect
The distance that makes us forget
Hate dividing us, love reminding us
Of our shared humanity

Das Album klingt mit harmonischen Piano-Akkorden aus... ein Album das Namen "Dream Theater" zurecht trägt!
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am 25. September 2013
Ist ja eigentlich immer das selbe: Viel Gemeckere bei einer Band, die auf einem Niveau spielt, das 99 Prozent der restlichen Musik Welt nicht mal ansatzweise erreicht.
Vor allem immer wieder von den sogenannten Musikern.( Bin selber einer)
Die standen damals schon auf der "Images and Words" Tour in den Konzerthallen am Rand und sinnierten über die Gitarrenläufe, und ob da nicht doch ein kleines Fehlerchen irgendwo war.
Selbst haben sie zwar noch keinen einzigen ordentlich strukturierten Song in Ihrem ganzen Leben zusammengebracht, aber im Sprüche klopfen ganz weit vorne.

Also lasst Euch nichts erzählen: DT gehört ganz klar zum Besten, was man sich für die Ohren gönnen kann.
Punkt!!!
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am 3. Oktober 2013
Ein weiteres sehr gutes Album der Prog-Metal Virtuosen. Trotz seiner Länge ein kurzweiliges Album, die knapp 70 Minuten vergehen wie im Flug, sobald man in die Klangwelten des Traumtheaters abgetaucht ist.
Sehr vielseitige Musik: schnelle Heavy-Metal Passagen,elektronischer Klänge, dann wieder sehr melodisch, sogar Geigen- und Klaviermusik. Ist einfach alles dabei. Das eine oder andere kommt einem vielleicht irgendwie bekannt vor, aber was soll's.
Diesmal sind die Songs wieder etwas kompakter, kommen besser auf den Punkt, keine nervigen minutenlangen Frickelorgien. Kann die CD auch jedem zum Einstieg empfehlen, der die Musik von Dream Theater noch nicht kennt.
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am 22. September 2013
Kurz gemacht: ich gucke hier einmal nicht nach hinten und bin einfach nur glücklich über das neue DT-Schaffen. Portnoy-Alternative? Würdige Images&Words Nachfolge? Neue Impulse? Zu viele RUSH-Anleihen? Dream Theater ist einfach nur State-Of-The-Art und jagt mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Danke Dafür!!! Nach mehrmaligem Hören entfaltet jeder Song seine "Tiefenwirkung" auf seine ganz eigene Weise. Und Illumination Therorie? Ohne Worte ... was für ein unfassbares Werk!

TIPP: Ich habe bereits die VIP Limited Edition Box bekommen und kann Liebhabern nur zur Vinylfassung raten. Die klingt noch einmal um Längen besser!
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am 12. Oktober 2013
Und wieder scheiden sich die Geister beim Erscheinen eines neuen Dream Theater Albums. Hat man sich ja schon dran gewöhnt. Dabei scheint es nicht nur die eingefleischten Fans zu geben, die jedes Album ihrer „Götter“ unterschiedslos in den Himmel loben, ohne dabei einzugestehen, dass den Herren durchaus seit dem kompositorischen Meisterwerk „Scenes from a Memory“ ein bisschen die Zuwendung der Musen abhanden gekommen war und es infolge sogar den einen oder anderen relativ schwachen DT-Song gab. Auf der anderen Seite lassen sich aber auch leicht verkopfte Pessimisten beobachten, die offenbar vor längerer Zeit den kaum verrückbaren Glaubenssatz aufgestellt haben, dass DT einfach nicht mehr das sind, was sie mal waren, und nur noch so etwas wie „Stagnation auf hohem Niveau“ (warum ist das eigentlich etwas so Negatives?) bringen (können). Hier fehlt scheinbar die Möglichkeit, einfach unvoreingenommen gute neue Musik genießen zu können. DT werden auch an unvergleichlich harten Kriterien gemessen, wobei sie freilich selbst durch ihre größten Leistungen die Messlatte sehr hoch gehängt haben. In diesem Spannungsfeld möchte ich das selbstbetitelte Album nun nach vielen Hördurchläufen besprechen, und ich nehme es gleich vorweg: Es ist nicht ultimativ genial oder eine Neuerfindung in irgendeiner Form, aber gut, einfach nur verdammt gut. M. E. nochmal eine Steigerung zum recht starken Vorgänger „A Dramatic turn of Events“. Aber im Einzelnen, auch unter Bezugnahme zu der etwas zum Selbstläufer gewordenen Kritik an den Jungs:

Mit der „False Awakening Suite“ wollte man sich wohl selbst ein nach epischer Filmmusik klingendes Intro für die Konzerteröffnung schreiben. Das ist sicher gelungen, es klingt toll, wenn es auch im Kontext des Albums musikalisch nicht all zu viel Sinn ergibt.

„The Enemy Inside“ hat bei mir erst beim dritten oder vierten Hören gezündet, dann aber so richtig. Vorher wirkte der Song gut, aber eher durchschnittlich. Nun ist er für mich ein Kracher, der zwar nichts Neues bringt, aber verschiedene Stärken des Dream Theater Stils hervorragend verbindet und schlichtweg perfekt arrangiert ist. Tolle Gesangslinien, geiles heavy 7-Saiter-Riffing und ein sehr gelungener Soloteil. Einer der besten härteren DT-Songs überhaupt.

„The Looking Glass“ hat mich gleich beim ersten Hören sehr gerührt. Totaler Gänsehautsong. Der Name „Rush“ fiel in anderen Rezensionen schon zu recht. Ein traumhaft schöner Song, der gleichzeitig flott groovt und der Replaytaste eine gewisse Anziehungskraft verleiht. Macht einfach nur Spass. Super Gitarren-Solo von Petrucci mit toller melodischer Phrasierung. Hier kann man nichts mehr verbessern.

Dann folgt mit „The Enigma Machine“ ein Instrumentalstück, welches auch ein paar Anläufe gebraucht hat, aber nun ebenfalls Spass macht. Abwechslungsreich und auch etwas auf der härteren Seite, lebt es sehr davon, wie sich Petrucci und Ruddess hier die Bälle zuspielen. Auch Mangini und Myung kommen zum Zuge. Zu meckern hab ich hier nichts, wenn auch die Klasse von „Erotomania“ oder „Stream of Consciousness“ nicht erreicht wird. Der melancholische Lead der Gitarre in der Mitte des Stücks erinnert mich zudem sehr an „The Ministry of Lost Souls“. Aber ärmer ist die Musikwelt durch das Stück sicher nicht geworden.

Die nächsten drei Songs „The Bigger Picture“, „Behind the Veil“ und „Surrender to Reason“ zeigen meines Erachtens auch keine wirkliche Schwäche, wenn auch manchmal zumindest am Übergang in die Seichtigkeit gekratzt wird. Die Grenze wird aber meinem Empfinden nach zum Glück nicht überschritten, so dass man hier jeweils die schönen Melodiebögen und den intelligenten Songaufbau geniessen kann. Hervorzuheben wäre noch das Gitarren-Solo bei „The Bigger Picture“, welches über der Keyboardbegleitung schwebt und einmal mehr Petruccis ausgeprägten Sinn für melodisches Spiel zeigt. Diese Stärke kommt der ganzen Scheibe mal wieder besonders zugute.

„Along for the Ride“ ist eine schöne Ballade, die aber gegenüber den Songs davor etwas abfällt. Ein netter, aber eher durchschnittlicher DT-Song, auch wenn Petrucci hier eine recht coole Gitarrenbegleitung spielt. Rudess' Retrosound beim Keyboardsolo mag mir nicht so richtig gefallen. Bei „Beneath the Surface“ hat es irgendwie besser gepasst.

Dem bombastischen „Illumination Theory“ könnte man mit recht vorwerfen, dass die einzelnen Teile nicht viel miteinander zu tun haben, vielleicht auch einzeln entstanden sind, und dass damit hier keine Gesamt-Meisterleistung wie beispielsweise „A Change of Seasons“ vorliegt. Auch finde ich den ersten Teil etwas zäh. Aber so eine Hammermelodie wie im Streicherteil muss man erst einmal schreiben. Danach gewinnt das Ganze dann an Fahrt und punktet mit toll klingenden Gesangs- und Instrumentalpassagen. Live dürften die gut 20 Minuten als Höhepunkt am Ende des Sets so wie sie sind super rüberkommen.

Sicher fehlt vielen offensichtlich das Überraschende, das Innovative, das Abgedrehte und gleichzeitig irgendwie geniale. Für mich ist aber Letzteres kein Grund, dem Album negative Kritik zu geben. Ein „Es wäre schön gewesen, wenn auch noch...“, ok. Für mich besitzen die Titel hier eine kompositorische Schlüssigkeit wie schon lange nicht mehr (selbst einige abrupte Übergänge funktionieren irgendwie wunderbar) und das Konzept, eher auf gradlinige Songs zu setzen, geht hier voll auf. Der Balanceakt zwischen „progressiv“ und „einfach nur schön zum anhören“ gelingt hier gut, trotz einer ganz leichten Schnulzgefahr an der einen oder anderen Stelle. Entscheidend ist auch, ob die Songs nach und nach „wachsen“ oder man sie sich eher schnell leid gehört hat und dann das Interesse verliert. Bei mir ist ganz klar Ersteres der Fall.

Auch die Lyrics sind hier größtenteils wieder besser. Ein Thema bei dem DT auf den vergangenen Alben im Vergleich zur lyrischen und metaphorischen Qualität der frühen Veröffentlichungen auch etwas uninspiriert wirkte.

Bemängeln muss ich noch den zum Teil etwas zu dumpfen und zu wenig durchsetzungsfähigen Drumsound. Insgesamt eine sehr gut klingende, aber nicht perfekte Produktion.

Fazit: Von einem Meilenstein oder Meisterwerk will ich mal nicht sprechen, aber ich denke 9 von 10 Punkten kann man geben. Macht bei 5 Sternen also 4,5 Punkte/Sterne und das wird bekanntlich auf 5 aufgerundet.
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am 22. September 2013
Schlichtet Titel, schlichtes Cover für Album Nummer 12. Ansonsten liefern Dream Theater auch auf diesem Album ab, was man seit über 25 Jahren von ihnen gewohnt ist: Prog Rock auf durchgängig höchstem Niveau, den urtypischen, aber immer mit neuen Nuancen angereicherten Sound des Quintetts (der doch nie still steht und in der Selbstkopie endet), technische Fertigkeiten und ein Songwriting, die nach wie vor Ihresgleichen suchen und Alleinstellungsmerkmale darstellen.

Man muss sich "Dream Theater" nähern wie jedem anderen Album, um es bewerten zu können: Sich Zeit nehmen für mehrere Durchläufe, alle Erwartungen und vorgefertigte Meinungen auf "null" stellen (mir persönlich waren die Vroschusslorbeeren für "DT" zu hoch), sich von der Musik treiben lassen (nicht damit anfangen, alles zu sezieren - Details erfasst man mit der Zeit) und sich am Ende fragen: Hätte diese Band solche Begeisterung entfacht und Maßstäbe gesetzt, hätte man dieses Album zum Karrierestart vorgelegt statt WDADU und IAW. Und nach ausreichend Durchläufen ist die ehrliche Antwort auf diese Frage: Ja, definitiv!

Auch "DT" hat seine ganz eigene Stimmung und Konzeption - es klingt, noch stärker als sein Vorgänger, als hätte die Band ihren Ideen beim Songwriting freien Lauf gelassen, jeder durfte sich einbringen, und entspannt und ohne Druck, künstlich Experimente oder neu-/fremdartige Soundelemente einzubauen, wurde alles in neun Stücke gegossen, die unheimlich homogen ineinander greifen.

Nach einem kurzen Instrumentalintro ("False Awakening Suite" - zum Einmarsch auf die Bühne sicher gut geeignet) setzt "The Enemy Inside" ein erstes Highlight: Aggressiv, treibend, komplex und doch melodiös und auf den Punkt gespielt (etwa als ob "Under a Glass Moon" im modernen Gewand auf "The Mirror" oder "Burning My Soul" trifft).

Mit "The Looking Glass" folgt ein kürzeres, einfacheres Stück mit entspanntem Groove und schönen Vibes, das die Rolle übernimmt, die z.B. "Innocence Faded" auf Awake hatte: Den Hörer vor einem schwindelerregenden musikalischen Trip nochmal kurz auf die Erde zu holen. Danach ziehen auf "The Enigma Machine" Petrucci, Rudess, Myung und Mangini zunächst alle Register ihres technischen Könnens - Tempowechsel, Riffs und Harmonien wechseln sich ab, greifen ineinander, erzeugen Spannung darauf, was als nächstes kommt. Die aus meiner Sicht großen instrumentalen Highlights der DT-Geschichte, "Erotomania" und "Stream of Consiousness", werden aber (knapp) nicht erreicht.

Anschlißend wartet "Dream Theater" mit dem ersten Monster-Song auf. "The Bigger Picture" verpackt auf 7:30 Minuten mehr Ideen, Melodie- und Spannungsbögen und Klangfacetten, als selbst andere hochrangige Prog-Bands für ein ganzes Album benötigen. Von dem einmal wiederholten Refrain abgesehen, gleicht keine Melodieführung der anderen, dennoch fügt sich alles zu musikalisch äußerst dichten Stück mit einem schier unglaublichen Spannungsbogen, der in einem emotionalen, bombastischen Ende kulminiert. Songwriting dieser Qualität ist (leider?) nach wie vor dieser einen Band vorbehalten.

Mit "Behind The Veil" und "Surrender To Reason" (Text von John Myung) folgen zwei kompaktere, aber dennoch vielschichtige Stücke, die das Niveau von "The Bigger Picture" nahezu halten können und dem Album als Gesamtwerk in einem bemerkenswerten Fluss (neudeutsch "Flow") halten. Aufbau und Struktur beider legen Zeugnis davon ab, dass Dream Theater als ihren größten Feind seit jeher die Vorhersehbarkeit ausgemacht haben.

Die sehr schöne Halbballade "Along For The Ride" (wieder tolle Meldebögen!) gönnt dem Hörer dann nochmals eine Atempause, bevor mit dem 22minütigen "Illumination Theory" ein Longtrack das Album beschließt, der sich in die Phalanx der ganz großen Höhepunkte der Bandgeschichte einreihen wird. Orchestrale Arrangements bilden ein wiederkehrendes Thema als Aufhänger in einer extrem komplexen Songstruktur. Gitarren-, Keyboard- und Gesangsmelodien gleichen zum Teil heftigen Ausbrüchen, um umgehend von der Rhythmusgruppe kanalisiert und in die Bahnen eines dynamischen wie mitreißenden musikalischen Gesamtgebildes integriert zu werden. Vergleiche zu Vorgängern wie "A Change of Seasons", "Octavarium" oder "The Count of Tuscany" verbieten sich, "Illumination Theory" ist ganz anders, und doch zu 100% Dream Theater - spannend, abwechslungsreich und traumhaft schön.

Nörgler und Mäkler um der Sache willen wird es immer geben (und ich meine nicht diejenigen, die sich fundiert und offen eine andere Meinung zu dieser Platte gebildet haben mögen) - dazu kann man nur sagen: Diese Neider muss man sich erst einmal verdient haben. Das gelingt nur den ganz Großen.
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