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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir müssen über Tilda Swinton reden
Tilda Swinton spielt die Reisejournalistin und Mutter Eva Khatchadourian, die sich bemüht, es aber nicht schafft, ihren Sohn zu lieben.

Der Zuschauer erfährt schon zu Beginn, dass ein Verbrechen passiert ist. Evas jugendlicher Sohn Kevin ist inhaftiert, auch Eva war angeklagt. Eva wird von ihrer Umgebung angefeindet: sie wird auf der Straße...
Vor 24 Monaten von Baumfreund veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verschenktes Potential
Ich war aufgrund der sehr guten Kritiken sehr gespannt auf diesen Film. Leider hat er mich etwas enttäuscht zurückgelassen. Das Problem: Der Film ist ca. 30 min zu lang. Anfangs war ich fasziniert von den großartigen Schauspielern, auch die Erzählweise ist auf ihre verwirrende Art mitreißend. Nach einer Stunde haben sich dann aber...
Vor 10 Monaten von martin@bergt.de veröffentlicht


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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir müssen über Tilda Swinton reden, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: We Need to Talk About Kevin (MediaBook) (DVD)
Tilda Swinton spielt die Reisejournalistin und Mutter Eva Khatchadourian, die sich bemüht, es aber nicht schafft, ihren Sohn zu lieben.

Der Zuschauer erfährt schon zu Beginn, dass ein Verbrechen passiert ist. Evas jugendlicher Sohn Kevin ist inhaftiert, auch Eva war angeklagt. Eva wird von ihrer Umgebung angefeindet: sie wird auf der Straße geohrfeigt, ihr Haus wird mit roter Farbe beschmiert.

In Rückblenden wird erzählt, wie es dazu gekommen ist. Wie Eva schon seit der Geburt des kleinen Kevin von diesem irgendwie dämonischen Kind terrorisiert wird. Der Vater (gespielt von John C. Reilly) nimmt die Psychopathie seines Sohnes nicht wahr und gibt sich der Illusion eines normalen Familienlebens hin. Als Kevin zum Teenager herangewachsen ist, wird es eher noch schlimmer. Auch die kleine Schwester hat unter Kevins Bösartigkeiten zu leiden. Alle Taten von Kevin scheinen aber letztlich auf seine Mutter zu zielen, sie will er offenbar quälen, das deuten seine boshaften Blicke an, die er ihr zuwirft.

“We Need to Talk About Kevin” ist eine Verfilmung des gleichnamigen Briefromans der US-Amerikanerin Lionel Shriver. Die britische Regisseurin Lynne Ramsay erzählt die Geschichte von Kevin und seiner Mutter in ruhigen Bildern, aber mit harten Schnitten zu unterschiedlichen Zeitebenen und zu Alptraumsequenzen der Mutter. Vom Zuschauer wird etwas Konzentration verlangt, um zu realisieren, auf welcher Erzählebene, sich der Film gerade befindet. Und auch das Ende verlangt dem Zuschauer einiges ab. “We Need to Talk About Kevin” ist kein leichter Film - allerdings ein Film, der auch jede Anstrengung wert ist.

Aber wir müssen noch über Tilda Swinton reden. Ihr feines Spiel ist es, was diesen Film ausmacht. Wie Tilda Swinton die Zerissenheit von Kevins Mutter zwischen Schmerz, Versagensangst und unterdrückter Wut darstellt – nicht durch Exaltiertheit, wie es so manche Filmdiva tun würde, sondern durch ein zurückgenommenes und dadurch viel intensiveres Schauspiel – das ist absolute Weltklasse. Es bleibt zu hoffen, dass Tilda Swinton dafür mit Filmpreisen überhäuft wird.
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49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll verstörend ..., 17. September 2012
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: We Need to Talk About Kevin (MediaBook) (DVD)
... ist dieser Film, der sicherlich - das sei gleich vorweg angemerkt - schwere Kost auch für Cineasten bedeutet, aber dafür mit spannender Ästhetik, großartigen Schauspielern (allen voran: Tilda Swinton, die 2011 für diese Rolle den europäischen Filmpreis erhielt) und einer zu vielfältigen Diskussionen anregenden Geschichte in seinen Bann zu ziehen versteht.

Im Kern handelt "We need to talk about Kevin" über eine von Beginn an gestörte Mutter-Sohn-Beziehung. Eva wirkt mit dem ständig schreienden Säugling überfordert. Wenig hilfreich ist, dass der kleine Kevin (ein klassisches Wunschkind im gut situierten Mittelstand)) sich bei Papa Franklin (John C. Reilly) völlig anders verhält. Dieses Missverhältnis - gute Beziehung zum Vater, Hassliebe zur Mutter - hält sich bis zum Teenageralter durch. Bereits das Kleinkind verweigert der Mutter Kommunikation, reagiert bösartig, ist noch als Fünfjähriger nicht gewillt zur Toilette zu gehen und trägt Windeln und macht in jeder Minute seiner Mutter das Leben so schwer wie möglich. So erzählt der Film nicht von Elternglück, sondern eher von einer Strafe. Sympathiebekundungen während einer Krankheit sind nur vorübergehend und münden in das selbe Muster wie zuvor. Der 15jährige verschließt sich nicht nur gegenüber seinen Mitmenschen (Freunde gibt es anscheinend keine und Schulszenen fehlen fast vollständig), sondern er wird seiner Umwelt gegenüber bösartig. So wird z.B. nicht ganz klar, inwieweit die inzwischen geborene jüngere Schwester bei einer Verletzung Opfer eines Unfalls oder Opfer ihres großen Bruders wird.
Dies alles wird in Rückblenden mit Zeitsprüngen und nicht chronologisch erzählt. In der Gegenwart ist Eva eine allein lebende Frau, die zutiefst traumatisiert ist, sich mit Alkohol und Tabletten betäubt und den Hass der Bevölkerung um sie herum immer wieder zu spüren bekommt. Erst in den letzten Rückblenden wird das Ausmaß der ganzen Katastrophe sichtbar, das den Sohn ins Gefängnis brachte und die Familie unwiderruflich zerstörte.

Das Verstörende des Films liegt in seiner Verweigerung, Ursachen zu benennen oder sich mit Psychologisierungen zu beschäftigen. Vielmehr wird ein fortdauernder Schockzustand in klare, aber zugleich hypnotische Bilder gefasst, die auch den Traum, das kaum Wahrnehmbare und die Auslassung mit einschließen. Entgegen seines Titels wird nicht über ein verhaltensauffälliges Kind und die Probleme seiner Familie gesprochen, sondern die Kamera ist immer nah am Geschehen, lässt eintauchen, mitleiden und zurückschrecken.
Genauso wie sich die Farbe Rot, wie sich Körperlichkeit (sexuell und alltäglich, z.B. Essensszenen) und Sprachlosigkeit durch diesen Film ziehen, genauso verweigert der Film durchgängig eine klar strukturierte Geschichte oder Momente der Entspannung. Es bleibt anstrengend am Familienleben der Khatchadourians teilzunehmen, zugleich aber auch spannend und eindrucksvoll verstörend.

Die britische Regisseurin Lynne Ramsay bleibt ihrer Vorliebe für kontroverse Familiengeschichten treu. Wie in Ratcatcher [UK Import] werden Schicksale am Rande der Gesellschaft geschildert, die aber zugleich auch Produkte dieser Gesellschaft sind und auf diese - manchmal verheerend wie im Fall von Kevin - wieder zurückwirken. Sehr sehenswert!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend., 22. März 2014
Das ist wohl das erste Wort, das einem einfällt, nachdem man diesen Film gesehen hat. Von dem Moment an, als Eva ihren Sohn Kevin bekommt, bis hin zum Abspann ist die Grundstimmung des Films einfach bedrückend.

Tilda Swinton spielt ihre Rolle hervorragend; und auch Ezra Miller als Sohn Kevin weiß den Zuschauer zu fesseln. 'We Need To Talk About Kevin' ein verstörendes Kunstwerk, das man gesehen haben sollte.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wer tief gräbt, wird belohnt. Nicht für alle sehenswert., 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: We Need to Talk About Kevin (MediaBook) (DVD)
Der Film ist eine vielfältige und mehrschichtige psychologische Studie, auch wenn, meiner Meinung nach, nicht ganz gelungen. Bemerkenswert ist die Interpretationsfreiheit. Ich zum Beispiel war erst ich vom Film enttäuscht: Ein böses Kind und eine arme Mutter mit beneidenswerter Geduld. Na und? Oder Kevin ist ein patologischer Soziopath und der Film erzählt von Ärzteversagen und wie schlimm ist es, mit einem geistigkranken Kind zu leben. Super.
Aber etwas stimmte doch nicht... Ein baby kann nicht manipulativ sein (ausser in horrorfilmen). Ein Kind kann nicht die ganze Zeit so abstossend sein. Warum zieht Eva nicht weg nach New York?

Nach langem Grübeln und Surfen (wozu der Film tatsächlich anregt) habe ich etwas rausgefunden, was aus dem Film nicht hervorgeht, für das Verstehen des Filmes aber unheimlich wichtig ist: Die Rückblicke in die Kindheit von Kevin sind nicht objektiv (was der Film durch die realistische Art ungewollt suggeriert), sondern sind die Erinnerungen der Mutter, also subjektiv sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Auswahl von Momenten. Das ganze hat sich die Mutter zusammengereimt NACHDEM die Katastrophe passiert ist. Das ist ihr Alibi, mit derer Hilfe sie sich von Schuldgefühlen unbewusst verteidigt. In Wirklichkeit war alles genau umgekehrt. Das ständig böse Kind ist der Spiegel, in dem sie sich spiegelt, mit ihrer emotionalen Kälte und Unfähigkeit, ihr Kind zu lieben. Diese Unfähigkeit versucht Eva durch Spielchen mit kleinem Kevin zu ersetzen. Aber ein Kind kann man nicht um den Finger wickeln... Er spürt das ganz genau und ist dadurch stätig traumatisiert.

Ich musste den Film nochmals gucken, um meine These zu bestätigen. Und diesmal habe ich auf alle Erinnerungsszenen genau geachtet und kam zum Schluss, das die Vermutung stimmt. Diese Szenen sah ich nun im ganz anderen Licht: ein vereinsamter Junge, der anfangs ungeschickt nach Wärme und Körpernähe seiner Mutter sucht (sei es auch durch Windelwechel) und anstatt dessen einen Ball zugerollt kriegt oder nach Zahlen befragt wird. Eine Mutter, die das Baby niemals an sich drückt oder schaukelt, es nicht aus dem Kinderwagen nimmt, wenn es weihnt. Ein ist ein Kind, das spürt, von der Mutter abgelehnt zu sein, "gewöhnungsbedürftig" zu sein, dass Mutter ihre Arbeit oder Schwester ihm bevorzugt. Nicht Kevin guckt ständig böse, sondern die Mutter nimmt ihn so wahr und wie in selbsterfüllender Prophezeihung wird es auch nach und nach zu einem Monster. Die Zärtlichkeitstversuche der Mutter kommen zu spät: der Schaden ist irreparabel.

Diese Interpretation gibt dem Film natürlich ganz andere Qualität. Zum Beispiel die Zerspaltung der verstörten Eva: während ihr "innerer Verteidiger" ein Alibi zusammenstrickt, lässt sie ihre "innere Anklage" nicht aus der Hölle der Kleinstadt wegziehen... Echt stark...

Leider macht die Regisseurin es einem schwer, dahinter zu kommen. Vielleicht mit Absicht. Aber doch, viel zu sehr versteckt. Sogar fast alle Kritiker haben das ganze als "böses Kind" interpretiert. Schade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine seichte Unterhaltung, 20. Juli 2014
Ich könnte jetzt nicht behaupten, dass ich jede Minute genossen hätte, denn der Film ist nicht grade stimmungsaufhellend und fordet dem Zuschauer einiges ab. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten mit den vielen Rückblenden, die anfänglich noch wenig aufschlussreich sind. Dran bleiben lohnt: Hier wird sehr feinfühlig eine emotional gestörte Mutter-Kind Beziehung aufgezeigt wie sie sonst zumeist tabuisiert wird. Die Leistung der Schauspieler ist grandios. Ein Film der mit noch tagelang beschäftigt hat.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierendes Meisterwerk, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: We Need to Talk About Kevin (MediaBook) (DVD)
Eva (Tilda Swinton) ist Ehefrau und Mutter in einer US-Kleinstadt. In Rückblicken lässt sie ihr Leben, vor allem ihre Rolle als Mutter, Revue passieren. Schnell wird klar, dass ihr Sohn Kevin ein Problemkind war und dass sich das Mutter-Sohn-Verhältnis schon früh überaus holprig gestaltete. So dauerte es überaus lange bis Kevin sauber war. Lange weigerte er sich auch zu sprechen und legte eine unverständliche Antipathie gegenüber seiner Mutter an den Tag. Eva, da Vater Franklin (John C. Reilly) arbeitete allein mit der Erziehung betraut, bekam als Erste Zweifel, ob mit Kevin alles in Ordnung sei. Dennoch war sie sich ihrer Sache nicht sicher, prallte ihre Meinung doch auf die des unautoritären Franklin, der mit Kevin einwandfrei auskam und dessen Andersartigkeit nicht zu spüren bekam. Kevins Pathologie steigert sich. Als Zuschauer wird man lange im Dunkeln darüber gelassen, was passiert ist. Doch irgendetwas muss passiert sein, warum Eva gegenwärtig dem Hass der ganzen Gemeindeausgesetzt ist.

Die britische Regisseurin Lynne Ramsay knallt mit WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN allen Pädagogen und Waldorfkindergärtnerinnen ein blutiges Stück Fleisch vor den Latz, an dem man erstmal ordentlich zu kauen hat. Was tun, wenn mein Kind mich nicht mag? Liegt das Problem beim Kind oder vielleicht doch an mir? Der Film behandelt das Thema aus der elterlichen, vornehmlich der mütterlichen Sicht, beschreibt die Hilflosigkeit und Unsicherheit in der man schwebt, wenn es mit dem Kind Probleme gibt.
Einfach bravourös und atemberaubend mimt die maskenhafte Tilda Swinton (die Weiße Hexe aus NARNIA, die Blondine in LIMITS OF CONTROL) die zerbrochene Eva, die auf die Scherben ihres Lebens blickt. Ebenso gut, aber weitaus weniger gewichtig die Rolle des ignoranten Franklin, der die Probleme mit Phrasen wie „So sind Jungs nun mal!“ abtut, gut gespielt von John C. Reilly (STIEFBRÜDER, GOTT DES GEMETZELS).

Doch der Film spinnt den Faden weiter: Wie geht man als Elternteil damit um, wenn sich herausstellt, dass das eigene Kind psychisch krank ist? Wie, wenn es zu Kriminalität und Gewalt neigt? Wie viel Schuld trifft einen als Vater oder Mutter? Wie viel ist genetisch bedingt, wie viel Erziehung, wie viel äußere Einflüsse?
Der Stoff hätte auch gut Verwendung in einem Horrorfilm finden und über die Inkarnation Satans handeln können. So schwankt die Rolle des Satansbratens Kevin hier zumindest zu Beginn noch zwischen lustig und tragisch, bevor sich im Showdown entpuppt, was den ganzen Film über als Schwelbrand vor sich hin glimmt. Knallige Rot-Töne deuten den ganzen Film über das drohende Unheil an. Brutal ist hier aber das, was man nicht sieht, z.B. wo das Meerschweinchen abgeblieben ist und wie Kevins Schwester ihr Auge verliert. Der Film tut gut daran, nicht allzu viel zu zeigen und viele Fragen offen zu lassen, und erzeugt bösen Terror im Kopf des Zuschauers.

Ein Film, über den nicht zu viel verraten und man sich im Vorfeld nicht allzu schlau machen sollte, um sich den Überraschungseffekt nicht zu versauen. Ein Film über ein schwieriges und brandaktuelles Thema. Die Ursprünge mangelnder Empathie bei Jugendlichen beinahe komplett im Dunkeln belassend und stillschweigend akzeptierend, fragt sich der Film allein, wie mit dieser neu vorherrschenden Gefühlskälte umzugehen ist. In betörenden wie verstörenden Bildern erzählt und von einer ungemein ausdrucksstarken Tilda Swnton getragen.

Fazit:
100% realer Horror. Viel fieser als Damien!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutter und Sohn..., 26. Dezember 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: We Need to Talk About Kevin (MediaBook) (DVD)
Die Erinnerungen einer Mutter: Der Jugendliche Kevin Katchadourian (Ezra Miller) ist im Gefängnis, nachdem er grauenhaftes Massaker an seiner Highschool angerichtet hat.
Seine Mutter Eva (Tilda Swinton) war einmal eine erfolgreiche Reiseschriftstellerin, lebt aber inzwischen alleine in einem heruntergekommenen Haus und bekommt trotz des Amoklaufs ihres Sohns eine Anstellung in einem Reisebüro in einem Einkaufszentrum.
Noch immer bekommt sie den Haß ihrer Mitmenschen zu spüren, sie wird auf der Straße geohrfeigt oder ihr Haus ist mit roter Farbe versudelt wurde.
Dazwischen erinnert sie sich immer wieder an das Massaker und an das Verhältnis zu ihrem Sohn, das große Problem seit der Geburt von Kevin bestand darin, dass sie als Mutter nie eine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen konnte.
Von Anfang an war die etwas neurotische Frau überfordert mit Kevin. Schon als Kind treibt auch Kevin - wohl aus Reaktion - böse Spiele mit seiner Mutter. Man sieht, wie er genüsslich vor ihren Augen in seine Windeln kackt. Später werden die Spiele gefährlicher, mit seinem Vater Franklin (John C. Reilly) hat er aber ein vordergründig sehr gutes Verhältnis. Eifersüchtig reagiert er auch, als seine kleine Schwester Celia (Ashley Gerasimovich) zur Welt kommt. Der Junge ist verschlossen und geheimnisvoll.
Das Mutter-Sohn-Drama "We Need to Talk About Kevin" ist über Strecken inszeniert wie ein Horrorfilm. In der Wahrnehmung der Mutter wirkt der Junge wie Satan persönlich, als Teenager gleicht der Junge sogar optisch seiner Mutter. Lynne Ramsay liefert psychologisch einen ausgezeichneten, verstörenden Film ab, der keine Antworten gibt.
Zu einem Zeitpunkt der Geschichte hat Eva den Kampf gegen ihr Kind schon lange ganz verloren. Der sadistisch veranlagte Teenager spielt manipulativ mit ihren Gefühlen und behält stets die Oberhand.
Vor allem der zweite Teil des Films hat es in sich, dort liefern vor allem Tilda Swinton und der Jungstar Ezra Miller intensivstes Schauspielerkönnen ab.
Ein beklemmender Film, der sicherlich zu den besten dieses Jahres gehört - wenngleich auch keine leichte Kost bietet.
Tilda Swinton bekam für ihre Rolle den europäischen Filmpreis 2011 als beste Hauptdarstellerin.
Ein Film, der lange im Gedächtnis bleiben wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Böser Film - böse gut..., 11. April 2014
Eine gruselige Geschichte... Spannend bis zum Schluss. Aber vor allem filmisch fantastisch aufgearbeitet. Wenig Dialoge, starke Bildsprache und schaurig passende Musik.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine leichte Kost, aber gut!, 12. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: We Need to Talk About Kevin (MediaBook) (DVD)
Der Film "We need to talk about Kevin" beschreibt die Geschichte einer Mutter, die durch die Gräueltaten ihres Sohnes Kevin durch die Hölle gehen muss. Kevin hat an seiner Schule ein Blutbad angerichtet und während er "sicher" im Gefängnis sitzt, muss seine Mutter Eva die Schmähungen der Gesellschaft aushalten, denn sie hat alles verloren, was ihr vorher wichtig war.

Der Film ist zunächst nicht ganz einfach zu durchschauen, man braucht gut 20 Minuten um zu begreifen wie der Film funktioniert. Der Film spielt hauptsächlich in der Gegenwart, nach dem Massaker. In Rückblenden, die nicht detailliert von der Haupthandlung getrennt sind, wird das Leben Evas davor geschildert, von der Geburt Kevins und wie er sich langsam aber sicher zu dem entwickelt, der nun im Gefängnis sitzt. Man sieht auch wie Eva relativ schnell erkennt, was ihr Kind da eigentlich ist, während das ganze Umfeld, inklusive ihrem Mann, nur den kleinen Jungen sieht, der eben mal einen kleinen Streich gespielt hat.

Mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen, da er aufzeigt wie schnell man ungewollt völlig abrutschen kann, ohne dass man dafür unbedingt etwas kann. Auch die psychologischen Abgründe des Sohnes werden sehr realistisch dargestellt.

Ich kann nur jeden empfehlen, den Film an einem ruhigen Nachmittag zu schauen, dass man noch genug Zeit hat diesen Film zu verarbeiten. Ich habe den Fehler gemacht ihn spät abends zu schauen und war so aufgewühlt davon, dass ich nicht einschlafen konnte.

Der Film zeigt kein blutiges Gemetzel oder ähnliches, sondern der Horrorfaktor basiert mehr auf der psychologischen Ebene.
Besonders faszinierend ist hier wirklich die Rolle von Kevin, der seiner Mutter das Leben so schwer macht, dass es kaum noch auszuhalten ist. Das Kind ist so grausam, dass es den Zuschauer glatt abschreckt, selbst welche haben zu wollen.

Noch etwas zur DVD- Ausstattung: Der Film wird in einem MediaBook geliefert, d.h. in einer Papphülle, die von außen wie ein Hardcoverbüchlein aussieht. Das 23seitige Booklet bietet jede Menge Informationen zum Film. Dies sollte man jedoch erst nach dem Anschauen des Films lesen, da hier viel aus der Geschichte bereits geschildert wird, das nimmt den Überraschungseffekt. Außer dem Film bekommt man noch Extras geliefert wie drei Kurzfilme, Interviews mit der Crew, sowie Drehbeobachtungen.

Fazit: Ein äußerst verstörender Film, der dennoch sehr gut zu unterhalten weiß. Wer nichts gegen die Abgründe der menschlichen Seele hat, der ist hier goldrichtig. Nichts für Zartbesaitete. Empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmerzt fast beim Zusehen ..., 19. Juni 2014
.... so intensiv und eindrücklich wird die sich zuspitzende Geschichte erzählt. Die Darsteller geben wirklich alles und langsam aber sicher ahnt der Zuschauer auf welches Drama die Geschichte zusteuert.

Mehr will ich hier nicht verraten, aber das Ansehen des Films lohnt sich ungemein.
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We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin von Lionel Shriver (DVD - 2013)
EUR 11,41
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