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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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am 3. Juli 2015
... das ist Stephen Kings -Joyland-. Ich wiederhole mich gern: Für mich ist Stephen King einer der größten Erzähler des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Mögen ihn manche Kritiker für einen banalen Belletristiker oder Schundschreiber halten und wieder andere in ihm nur den "Horror-King-" sehen. King ist so vieles mehr. Der Mann kann in wenigen Sätzen Beschreibungen von Menschen, Orten und Situationen schildern, die jedem Leser ein bewegtes, glasklares Bild in den Kopf zaubern. Allein dafür gilt dem Schreiber aus Maine meine ganze Bewunderung.

Devin Jones sollte im Jahr 1973 eigentlich sein Studium weiterführen, und sich ganz nebenbei in Wendy verlieben. Aber aus beiden Sachen wird nichts. Wendy Keegan scheint andere Interessen zu haben und Devin möchte ein Jahr Pause von der Schule und endlich eigenes Geld verdienen. Aus diesem Grund heuert er beim nostalgischen Freizeitpark Joyland an. Es dauert nicht lange und Devin liebt den Job. Er tritt im Kostüm des Hundes auf, der das Maskottchen des Parks ist. Die Arbeit ist hart, aber Devin macht sie Spaß. Vor allem lernt er interessante Menschen kenne. Die Wahrsagerin Rozzie, den Schausteller Lane oder seine Vermieterin Mrs. Shoplaw. Nach einiger Zeit macht er die Bekanntschaft des jungen Mike und seiner verschlossenen Mutter Annie. Mike ist sehr krank, Annie sehr abweisend. Jeden Morgen geht Devin an ihrem Haus vorbei. Er schließt mit Mike Freundschaft und lernt auch Annie kennen. In dieser Zeit bekommt Devin mit, dass in der Geisterbahn des Joyland Parks vor vielen Jahren eine junge Frau ermordet wurde. Ihr Geist soll noch immer in der Bahn spuken und der Mörder wurde nie gefasst. Ohne es eigentlich zu wollen kommt ihm Devin urplötzlich auf die Spur...

Das ist einfach genial geschrieben. Mitreißend und in einem Ton, der das "wahre Leben" so unsagbar genau trifft, schafft es King den Leser mit in die Geschichte zu nehmen. Dort führt er in an der Hand durch das Leben von Devin Jones. Das ist so spannend und atemberaubend gut erzählt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich hoffe jedenfalls, dass Mr. King ein langes Leben genießen darf. Eines, in dem er bis zum Schluss schreiben und erzählen kann. Meine Leserschaft ist ihm dabei sicher...
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Vorab: Ich bin ein großer Fan des "alten" Stephen Kings und lese alles von ihm - ob jetzt Novellen oder Romane. Und hier wurde man in den letzten Jahren doch etliche Male enttäuscht.
In einer gewissen Weise ist dieser "Coming-of-Age" Roman eine Wiederkehr Stephen Kings zu seinen Wurzeln - gut erzählt, gut entwickelte Charaktere, ein glaubhaftes Umfeld.
Aber: Es fehlt die Spannung, es fehlen alle Elemente, die das Buch zu einem Pageturner oder Gruselschocker werden lassen. Man liest die Geschichte, in der unser Held den Geist eines ermordeten Mädchens sehen möchte und den Mörder überführen möchte, taucht ein die 70ziger Jahre, die einem mittlerweile so viel weiter weg erscheinen, als sie es tatsächlich sind - keine Handys, kein Internet, keine Dauerberieslung der Kinder und Jugendlichen, sondern gute alte "analoge Unterhaltung". Aber es gibt keine überraschenden Wendungen, kein "Aha-Gefühl", so dass man das Buch nach Beenden zuklappt und gedanklich unter "nicht schlecht, nicht wirklich gut" abspeichert.

Vielleicht rührt auch hier der Erfolg dieses Romans in den Staaten her - das Rückbesinnen auf die "gute alte Zeit", in der alles irgendwie übersichtlicher, geordneter, entschleunigt war.

Fazit: Gute, bildhafte Sprache, warmherzige Schilderungen, aber es fehlen die Spannung, der Thrill, die Gruselelemente. You can do better, Mr. King!
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am 21. Juni 2015
Eigentlich hatte ich mir nach der katastrophalen Bruchlandung des Dunklen-Turm-Zyklus' vorgenommen, so schnell keinen King-Roman wieder zu kaufen, aber die überwiegend wohlwollenden Rezensionen sprachen dann doch für einen neuen Versuch. Um es vorwegzunehmen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Endlich besinnt sich Stephen King wieder auf seine alten Stärken: glaubwürdige Charaktere, atmosphärisch dichte Beschreibungen und überzeugende Dialoge. Auch das Übernatürliche, das stets einen Teil des Zaubers früherer King-Werke ausmachte, kommt in "Joyland" wieder zu seinem Recht. Zwar ist "Joyland" kein Meisterwerk wie "Es" oder "Shining", dazu ist die Handlung doch etwas zu einfach gestrickt, aber ein äußerst lesenswerter Roman, der den Leser in die 70er zurückführt und nostalgische Gefühle weckt. Auch die Emotion kommt zu ihrem Recht, wenn auch gelegentlich etwas zu dick aufgetragen. Dennoch ist "Joyland" ein Buch, das geeignet ist, einige schwächere Werke der letzten Jahre vergessen zu machen. Fazit: Der Meister ist zurück.
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Stephen King zeigte in den vergangenen Jahren einen zunehmenden Trend in Richtung Romancier und bewegt sich fort vom alten Horrorgenre. Die Zeiten von Zombie-Kindern, tötenden Autos oder bösartigen Gulli-Clowns sind vorbei. Wer das Oeuvre des King of Horrors kennt, wird sich an Romane wie "Dolores", "Sie" oder "Das Spiel" erinnern, die schon zeigten, dass King erzählen und unterhalten kann, ohne Übersinnliches in seine Story aufnehmen zu müssen. Ganz ehrlich: Ich begrüße diesen neuen King, der mich mit "Wahn", "Die Arena" oder "Mr. Mercedes" total überzeugen konnte, aber was er mit "Joyland" ablieferte, ist mir unbegreiflich.

Erzählt wird die Geschichte von Devin Jones, der über den Sommer im Freizeitpark "Joyland" aushilft, um sich sein Studium zu finanzieren. Er begegnet obskuren Gestalten, die er lieben oder hassen lernt. Der Leser erlebt, wie Devin unglücklich verliebt ist, sich vom Schaustellerleben faszinieren lässt und am Ende um Leben und Tod zu kämpfen hat. Klingt auf den ersten Blick nach einer spannenden Coming-of-Age-Story über einen 21-jährigen, der das wahre Leben kennenlernen muss.

Tja, Fehlanzeige! King schafft es zweifelsohne, einen interessanten Handlungsrahmen zu konzipieren. Der Freizeitpark bietet - insbesondere mit dem Mythos um die Geisterbahn - Potential für spannende, nervenzehrende Momente. Genutzt wird dieses jedoch nicht. Stephen Kings große Gabe ist - und das ist von Roman zu Roman intensiver geworden - die Beschreibung seiner Protagonisten. Der Leser schließt sie binnen 20 Seiten in sein Herz, man fiebert mit ihnen und freut sich über die Erfolge bzw. trauert ob etwaiger Misserfolge. So auch bei "Joyland".

Dennoch war dieser Aspekt nicht ausreichend, um mich vom Roman zu überzeugen. Auch wenn ich für die Charaktere Sym- bzw. Antipathie empfinde, möchte ich mit einer packenden Story unterhalten werden. Dies hat King - abgesehen vom zügigen, fast schon abgehackten Showdown - leider nicht geschafft.

"Joyland" hat seine unterhaltsamen Strecken, aber hätte ich es während längerer Autofahrten nicht als (von David Nathan fantastisch gelesenen) Hörbuch gehört, hätte ich es definitiv nach 100 Seiten in den Schrank zurück gelegt. Es ist ein typischer King in Sachen Figurenzeichnung, Schaffung einer zeitgemäßen Atmosphäre und in Bezug auf seinen großartigen Schreibstil. Es ist jedoch kein typischer King in Sachen Spannung. Schade!
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am 20. Juni 2013
Nach Kings Novelle „Colorado Kid“ aus dem Jahre 2005 ist „Joyland“ Kings zweite Arbeit für den Verlag „Hard Case Crime“. Der Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kriminalromane im Stil der „Schundliteratur“ (was nicht abwertend gemeint ist) aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu publizieren. Mit 350 Seiten ist das Buch für einen King-Roman eher kurz geraten. Das allerdings stört den Lesegenuss in keiner Weise.

Das Buch handelt von Devin Jones, einem Studenten, der während der Semesterferien als „Happy Helper“ im Vergnügungspark Joyland anheuert. Er lernt neue Freunde kennen, andere Teilzeitkräfte, freundet sich aber auch mit einigen Langzeitkräften des Parks an. Er findet Gefallen an der Arbeit, lenkt sie ihn doch davon ab, dass seine Freundin ihm vor kurzem den Laufpass gab. Fasziniert ist Devin auch von der Geschichte der parkeigenen Geisterbahn, von der es heißt, es würde darin spuken. Der Geist einer darin vor einigen Jahren ermordeten jungen Frau soll sein Unwesen in ihr treiben. Die Geschichte lässt ihn nicht in Ruhe und er beginnt Nachforschungen über den grausamen Mord anzustellen. Außerdem lernt er auf seinem täglichen Strandspaziergang zur Arbeit Annie Ross und ihren im Rollstuhl sitzenden Sohn Mike kennen. Devins Nachforschungen bleiben nicht ohne Wirkung und plötzlich befindet er sich mitten in Ereignissen, in denen auch Annie und Mike eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.

Eins vorweg, dem Splatterfan sei vom Kauf dieses Buches abgeraten. Aber inzwischen dürfte auch dem Letzten klargeworden sein, dass King längst kein „Horrorschreiber“ mehr ist. Wer sich aber genreunabhängig für gute Literatur interessiert, gerne auch einmal über den Tellerrand hinausschaut und unvoreingenommen an Joyland herangeht, wird daran seine wahre Freude haben. Trotz den für Kingsche Verhältnisse wenigen Seiten schafft er es wieder einmal, seine Stärken voll auszuspielen und alle Personen, allen voran Devin Jones, sehr gut darzustellen. Sein erzählerisches Talent lässt uns förmlich das Salz des Meeres und das Popcorn im Park riechen sowie das Schreien der Kinder auf den Karussells hören. Joyland ist Unterhaltungsliteratur, mehr kann und will das Buch auch gar nicht sein, diese allerdings vom Feinsten. King schlägt hier größtenteils leisere Töne an, die er gekonnt an die richtigen Stellen setzt. Damit regt er einen hier und da zum Nachdenken an. Aber auch die Spannung kommt beim Lesen nicht zu kurz und King wäre nicht der King, wenn es nicht auch die eine oder andere Stelle gäbe, bei der man sich ein wenig gruseln kann. Passend zum Sommeranfang ist das Buch die ideale Urlaubslektüre (vielleicht für den kommenden Strandurlaub?!). Es ist ein Buch herausgekommen, das sich unglaublich flüssig lesen lässt und für King-Verhältnisse sogar halbwegs handlich ist.

King ist längst zu einem, wenn nicht sogar zu dem großen amerikanischen Erzähler der Gegenwart geworden. Das müssen nicht nur die Feuilletons der großen Tageszeitung inzwischen anerkennen.

Rezension © 2013 by Gerald Schnellbach für bookola.de
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am 13. Juni 2013
Wie viel wurde über Stephen King in den vergangenen Jahren berichtet? Negatives, meine ich. Während viele Kritiker, die wohl noch von den ersten Werken beeinflusst waren, jedes seiner neuen Werke hoch lobten, verlor der Schriftsteller bei vielen Lesern nach und nach das Ansehen. Einige schoben es auf sein Alter, die meisten aber auf seinen Unfall, den er im Sommer 1999 gehabt hatte. Und auch ich war hin und her gerissen. Während ich "Duddits" und besonders "Wahn" sehr gut gefunden hatte, war mir "Die Arena" zu klischeehaft und "Der Anschlag" schlichtweg zu langatmig und durchschaubar gewesen. Über das hoch-ambitionierte, selbsternannte Lieblingsbuch des Autors "Love" lege ich lieber den Mantel des Schweigens. Was seine Kurzgeschichten und Erzählungen angeht, ist es genau so. Hin und her das Ganze. Doch kein Buch von ihm (außer "Das Leben und das Schreiben"), das er nach seinem Unfall verfasst hat, hätte von mir ganze 5 Sterne bekommen. Bis jetzt.

Über den Inhalt möchte ich nichts verraten. Ihr sollt euch überraschen lassen, wie Stephen King das Kunststück vollbringt, die Atmosphäre und Besonderheit seiner frühen Novellen und Romane mit seinem gereiften Schreibstil von heute zu kombinieren, um nun ein kleines Meisterwerk zu schaffen. Kein Wort zu viel, genau die richtige Länge, um zu erzählen, was er sich vorgenommen hat.

Neben der Geschichte an sich, seiner genauen Beobachtungsgabe und den ohnehin schon immer sehr realistischen und intensiven Einblicken in das Innenleben seiner Hauptfiguren, hat sich nun etwas in sein Werk geschlichen, das ich vielleicht als Altersweisheit bezeichnen würde. Großartig, wie er all seine früheren Elemente, wenn sie ihm geglückt sind, mit beinahe philosophischen Gedanken angereichert hat. Was sich vor allem in "Wahn" und "Der Anschlag" schon ankündigte, hat sich in "Joyland" endlich zu voller Blüte entfaltet: Stephen King ist auch Romancier.

Ein nachdenklicher, manchmal trauriger, manchmal humorvoller Roman, der trotzdem einiges an Düsternis in sich birgt, an Spannung und Übersinnlichem.
Ich freue mich jetzt schon auf "Doctor Sleep".

Nur eins als Warnung: Wer aufgrund des Titels und der Inhaltsbeschreibung einen echten Pulp-Roman erwartet, der wird enttäuscht sein. In Amerika erschien "Joyland" auch in der Reihe "Hardboiled Crime", was ich eigentlich nicht verstehe.
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am 18. August 2013
Ich habe stellenweise das Gefühl, dass ich diesem Buch gar nicht gerecht werden kann. Es gibt so viel über die Geschichte, den Schreibstil und die Figuren zu sagen, dass ich gar nicht alles aufzählen kann. Egal, wie gut ich dieses Buch auch beschreiben mag: Es kann nur in die Hose gehen!

Bislang war ich eher ein Lesemuffel, wenn es um Bücher von Stephen King ging, mittlerweile habe ich aber so viele interessante Bücher von ihm entdeckt, dass ich dann doch schwach wurde und zu einem Buch gegriffen habe. Die Wahl fiel auf "Joyland" - und es war eine gute Wahl!

Da ich von King bislang nur ein Hörbuch gehört habe, konnte ich den Schreibstil nie so ganz beurteilen, mir wurde auch desöfteren gesagt, dass dieser oft ausschweifend sei. Dies ist er tatsächlich, ich muss aber sagen, dass mich dies absolut nicht gestört hat, denn King beschreibt Charaktere und Ortschaften so genau, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte und die Geschichte auf mich dadurch nur noch intensiver wirkte. Da die Geschichte aus der Sicht von Devin erzählt wird, lernt man ihn und seine Gefühle besonders gut kennen.

Devin war mir von der ersten Seite an unglaublich sympathisch. Er beschreibt seine Zeit in Joyland sehr nüchtern, zeigt dabei kaum Emotionen, gibt aber dennoch sehr viel über seine Gefühle zu seiner Exfreundin preis. Auch Tom und Erin, die zur gleichen Zeit wie Devin in Joyland gearbeitet haben, waren mir direkt sympathisch. Sie sind zwar alle drei sehr unterschiedlich, haben sich aber enorm gut ergänzt, was der Geschichte mehr als gut getan hat. Ganz besonders angetan hat es mir aber Mike, ein kleiner Junge, der im Rollstuhl sitzt und Devin am Strand kennen lernt. Auch seine Mutter Annie ist eine sehr angenehme Figur, wenn auch sehr zurückhaltend. Interessant waren ebenfalls die ganzen Mitarbeiter in Joyland. Jeder lebt dort sehr für sich, aber dennoch schaffen sie es dabei, ein Ganzes zu bilden. Die Sprache, die dabei in Joyland angewandt wird, ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber dennoch unterhaltsam, da die Figuren dabei von der ersten bis zur letzten Seite sehr authentisch bleiben.

Der Gruselfaktor war jetzt nicht unbedingt der Größte, aber dies habe ich auch nicht erwartet. Mir ging es dabei viel mehr um Devins Gedanken, die sehr interessant waren. Wirklich gruselig waren einige Szenen, in denen Erin Devin sehr detailliert beschreibt, was sie alles über den Mord im Park herausgefunden hat, ansonsten gab es bei mir kaum Gänsehautmomente, was aber auch vollkommen in Ordnung ist. Dafür gibt es aber auch genug andere Emotionen, die man in dem Buch verspüren kann. Devin strahlt eine enorme Melancholie aus, die sich durch das gesamte Buch zieht. Dazu gibt es eine große Portion Hoffnung, Mut, Humor, stellenweise schon fast kitschige Gedanken zum Thema Liebeskummer und jede Menge Entschlossenheit, die ich nur selten in einem solchen Werk vorgefunden habe.

Die Auflösung der Geschichte hat mich sehr überrascht, denn mit einigen Wendungen habe ich nicht gerechnet. Ich hatte so ziemlich jeden Menschen auf der Rechnung, aber nicht die Person, die letztendlich an dem Mord in Joyland beteiligt war. Was ich jedoch ein wenig schade fand, ist die Tatsache, dass man Anhand der Ich-Erzählung bereits im Vorfeld weiß, dass Devin als Hauptfigur nie in wirklicher Gefahr war.

Ein wunderschöner Hingucker ist das Cover, dass den Freizeitpark sehr gut einfängt. Das Schild passt perfekt in die damalige Zeit und auch die Tageszeit gibt der Geschichte das nötige Gefühl. Die Kurzbeschreibung weiß ebenfalls zu überzeugen. Jedoch hätte man diese ein wenig anders ausschmücken können, denn besonders der letzte Satz ist eher ein Witz, wenn man bereits das erste Kapitel aufschlägt.

"Joyland" hat mich zutiefst beeindruckt und ich werde mit Sicherheit von heute an kein King-Muffel mehr sein. Ein sehr guter Schreibstil, interessante Figuren und ein gut ausgearbeiteter Plot sorgen dafür, dass ich noch viele weitere Bücher von Stephen King lesen möchte. Der sogenannte "Meister des Horrors" kann definitiv mehr als nur dieses Genre. Absolute Kauf- und Lesseempfehlung!
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am 1. Februar 2015
Dieses ist eines von einigen Büchern, die ich von Stephen King gelesen habe. Der Stil ist unterhaltend und die Situation der Hauptfigur wird gut beschrieben. Die Spannung hält sich bis zum Ende des Buches. Das Klischee um Vergnügungsparks, das aus der Vergangenheit stammt bedrückte mich allerdings, obwohl es sich doch in einzelnen Fällen schon bewahrheitet hat. Auf der anderen Seite wird eine lockere Atmosphäre verdeutlicht, wenn der auf Jahrmärkten herrschende Jargon erheiternd im einzelnen situationsbedingt erklärt wird.
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am 1. Juni 2015
Von seiner großen Liebe Wendy im Stich gelassen, entscheidet sich der junge Student Devin Jones während der Sommerferien 1973 im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina zu arbeiten um sich als „Happy Helper“ etwas Geld dazu zuverdienen.

Schnell freundet sich der 21-Jährige mit seinen Kollegen Erin und Tom an und die drei Studenten ziehen während der Saisonarbeit in eine nahegelegene Pension am Meer. Von den abwechslungsreichen Aufgaben und der ungezwungenen Atmosphäre des Freizeitparks ist Devin auf Anhieb begeistert und die Arbeit mit den verschiedenen Fahrgeschäften und die Interaktion mit den Besuchern, machen dem jungen Mann viel Spaß. Als er erfährt, dass es in der Geisterbahn „Horror House“ spuken soll, nachdem dort vor einiger Zeit ein junges Mädchen namens Linda Gray ermordet wurde, beginnt er mit seinen Freunden Nachforschungen über den Tod des Mädchens anzustellen. Devin, Tom und Erin beginnen in der Vergangenheit von Joyland zu graben und haben bald den Verdacht, dass sich ein untergetauchter Mörder in Joyland aufhalten könnte.

Nachdem die Hauptsaison vorbei ist, entschließt sich Devin seinen Aufenthalt im Vergnügungspark zu verlängern. Während Erin und Tom an die Universität zurückkehren, bleibt der junge Mann in dem verlassenen Park zurück. Der Herbst hat in North Carolina Einzug gehalten und auf dem einsamen Gelände ist Ruhe eingekehrt. Zusammen mit den Langzeitarbeitskräften von Joyland kümmert sich Devin nun um die Instandhaltung der Attraktionen. In der Zwischenzeit versprechen seine zwei Kollegen, weitere Nachforschungen über den Tod von Linda Grey anzustellen.
Bei Devins täglichem Strandspaziergang, lernt er die hübsche Annie Ross und ihren kleinen Sohn Mike kennen, der bereits seit einiger Zeit an den Rollstuhl gefesselt ist. Nach einiger Zeit kann Devin die junge Mutter davon überzeugen mit Mike den Vergnügungspark zu besuchen, doch an diesem Tag wird es zu einem folgenschweren Zusammentreffen kommen.

„Joyland“ war mein erstes Buch von Steven King und meine hohen Erwartungen wurden glücklicherweise nicht enttäuscht. Die Geschichte wird aus Devins Sicht erzählt und wird von ihm selbst rückblickend geschildert. Der Autor entführt uns in einen Vergnügungspark der Siebziger Jahre und kreiert eine bizarre Atmosphäre, in die man bereits nach den ersten paar Seiten geradezu eintauchen kann. Joyland ist kein glamouröser Freizeitpark sondern ein kleines, in die Jahre gekommenes Gelände mit schrulligen Mitarbeitern und altbackenem Flair. In dem einmaligen Ambiente aus Fahrgeschäften und Schaustellern, kann man die Gerüche von alten Kostümen, Zuckerwatte und Popcorn buchstäblich riechen. 1973 erleben wir eine Zeit ohne Handys und Internet und man fühlt sich beim Lesen sofort zeitlich zurückversetzt. Mit detailreichen Schilderungen ist es King gelungen, Joyland vor meinem inneren Auge lebendig und bildhaft erscheinen zu lassen. Obwohl der Roman ruhig startet und der Gruselfaktor eher gering gehalten wird, entsteht von Anfang an eine unterschwellige Spannung, die am Ende der Geschichte, in einem fesselnden Showdown endet.
Das spannende Buch mit der tolle Covergestaltung zählt zu meinen absoluten Lesehighlights und ich freu mich bereits auf mein nächsten „Stephen King“.
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am 22. Dezember 2014
Über dieses Buch ist bereits viel berichtet worden.
ich habe es gern gelesen, es las sich sehr flüssig mehr aber auch nicht. Stephen King steht für Horror und Grusel, für Spannung und bizarre Geschichten. In Joyland zeigt er sich von einer anderen Seite, ja er ist sehr wandelbar.
Joyland ist ein guter Roman, ein wenig Spannung mit ein wenig Liebe und Herzschmerz. Für kalte Winterabende genau das richtige, wer aber den typischen S.K. sucht, der greift lieber zu anderen Büchern
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