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Kundenrezensionen

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am 28. Dezember 2013
Der Regisseut Wong Kar Wai nimmt sich in seinem neusten Film, den Traditionen der chinesischen Kampfkünste an und bricht eine Lanze für die hierzulande unbekannteren, aber sehr wirkungsvollen Kampfkünste, Bagua, Xingyi und Baji, die zur Zeit Ip Mans, ( auch Taiji gehörte zu der Zeit zu den herausragenden Kampfkünsten und wird im Film durch das Tuishou im Kampf zwischen den beiden Grossmeistern dargestellt ) die wichtigsten waren. Zudem beschreibt er deren Verbreitung, verursacht durch die wechselvolle Geschichte Chinas. Darüberhinaus aber auch den Verlust von wertvollem Wissen in den Kampfkünsten, durch das Aussterben wichtiger und hervorragender Familienstile, im Film beispielhaft, die Künste der Familie Gong. Wong hat diesen Film zehn!! Jahre geplant und excellent vorbereitet, indem er durch China reiste und authentische Kämpfer der verschiedenen Stile befragte und auch als Ausbilder für die Schauspieler gewinnen konnte. Dies könnte man durchaus auch als eine Kritik an heutigen Zuständen in China begreifen, wo die Kampfkünste in künstliche Systeme ( Sanda, Wushu ) gezwängt werden und deren ursprüngliche Bestimmungen ( u.a. des Kämpfens auf Leben und Tod ) immer mehr beraubt werden, weil nicht gewünscht.
Dies ist ein Film, indem die Ästhetik, Eigenheiten und Stärke der einzelnen Stile im Vordergrund steht, mit einem tragfähiger Plot ( Ausschnitt aus der Biographie Ip Mans ), aber nicht wie bei Tiger und Dragon z.T zu übertrieben dargestellt wird und sich somit von den meisten anderen Produktionen in diesem Genre abhebt.
Fazit: ein hochästhetischer, atmosphärischer Film über die Kampfkünste Chinas, mit hervorragenden Schauspielern und mit authentischer Darstellung der einzelnen Stile.
Sehr empfehlenswert!!!!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2014
Wenn Wong Kar Wei einen Kung Fu Film dreht, dann darf man sich sicher sein, dass ein besonderer Film dabei raus kommt. "The Grandmaster" ist nach "Ashes in Time" auch bereits sein zweiter Martial Arts Film und basiert auf der Lebensgeschichte des Wing Chun Großmeister Ip Man und geht als Honkongs Beitrag für den besten fremdsprachigen Film bei den 86. Academy Awards ins Rennen, die im März 2014 verliehen werden. Er zeichnet den Lebensweg des Großmeisters in den 30er Jahren in Foshan bis zu seinem Tod. Ein Glück, dass Wong Kar Wei kein typisches Biopic iinzeniert, sondern in magischen bis hynotischen Sequenzen ein Leben, dass dem Kampf und der Tradition gewidmet war Reuve passieren lässt. Wenn gegen Ende das Thema der Vergänglichkeit zu offensichtlich in Sergio Leone Manier zelebriert wird, dann ist dies die einzige Schwäche eines ansonsten großartigen Meisterwerks seines Genres und das hat er vor allem seiner hervorragenden Choreographie zu verdanken, die synchron zum Drehbuch konzipiert wurde und wegen seiner beiden charismatischen Hauptdarsteller Tony Leoung als IP Man und vor allem Zhang Ziyi als Gong Er, der eine oscarreife Darbietung gelingt.
Der Anfang ist geprägt von einem friedlichen Leben, das IP Man (Tony Leoung) mit seiner Frau Cheung Wing (Song Hye-kyo) führt. Durch die Ankunft des Kampfkunstmeisters Gong Yutian (Wang Qingxiang), der noch nie besiegt wurde und seinen Ruhestand verkündet, kommen große Veränderungen auf die traditionellen Werte zu. Der Großmeister stellt den brutalen und unberechenbaren Ma San (Zhang Jin) als seinen Nachfolger vor, räumt aber ein das der Süden ebenfalls eigene Erben der großen Kampfkünste haben müsste. Ein letzer Kampf soll stattfinden: Ein Mann vom Süden soll gegen den großen Gong Yutian kämpfen. IP Man wird gebeten dessen Gegner zu sein. Der "Kampf" wird eher zu einem Austausch philosophischer Ideen, am Ende wird IP Man von Gong Yutian zum Sieger erklärt. Dessen Tochter Gong Er (Zhang Ziyi) will aber einen richtigen Kampf und einen richtigen Sieg für ihre Familie.
Auch dieser Kampf wird stattfinden und steht unter dem Motto der Präzision. Wer als erster im Kampf ein Möbelstück im Haus zerbricht, der ist Verlierer. Am Ende gewinnt zwar die geheimnisvolle Gong Er und IP Man sagt, dass er irgendwann eine Revanche möchte. Eine respektvolle Freundschaft beginnt aber dadurch und die Lebenswege der beiden kreuzen sich immer mal wieder....
Wong Kar Wei hat ein betörend schönes Epos mit großartigen Bildern geschaffen, der Film erinnert an Sergio Leone (irgendwann am Schluß hört man sogar Ennio Morricones Filmmusik aus "Es war einmal in Amerika" und ist in weiten Strecken von großen meditativer Kraft. Die Themen sind "Rache" und der Übergang von Tradition ins Moderne. Dabei sind die Protagonisten in großem Maße der Vergangenheit verpflichtet, auch wenn die Lehrsätze, die propagiert werden, anders aussehen. Der Weg in die Zukunft ist schmerzhaft, genauso das Verharren in der Tradition - manchmal sogar zerstörerisch. In der besten Szene des Films wird klar, dass Sieg und Niederlage ganz dicht beieinander stehen. Die Gewinnerin des Kampfes Gong Er spuckt Blut, als der Verlierer schon lange den Platz verlassen hat, der Sieg hatte einen großen Preis.
Die Musik von Shigeru Umebayashi, Nathaniel Mechaly und des Italieners Stefano Lentini passt hervorragend dazu. Dem Filmemacher gelingt wieder eine prachtvolle Symbiose zwischen Philosophie und Körperlichkeit, man kann auch Kung Fu goes Arthaus dazu sagen. Bei den 50. Golden Horse Awards siegte Zhang Ziyi als beste Darstellerin, auch die Preise für beste Kamera (Philippe le Sourd), Visuelle Effekte (Pierre Buffin), Bestes Make up und Kostüme (William Chang), sowie beste Art Direction (William Chang) wurden ausgezeichnet.
Ein aufregender und eindrucksvoller Genrefilm, der zu den besten Filmen des Jahres gehört.
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am 29. November 2013
Grundsätzlich stehe ich Filmen von Wong Kar-Wai neutral gegenüber: nachdem mir In the Mood for Love gute Unterhaltung bereitet hat, empfand ich 2046 [Special Edition] [2 DVDs] als zu langgezogen und durchwachsen. Somit war ich bei The Grandmaster auf alles Mögliche gefasst und wurde schlussendlich nicht zuletzt aufgrund der Schauspielerei von Tony Leung und Zhang Ziyi positiv überrascht. Unpassend finde ich höchstens die Vermarktung im deutschen Raum, denn wie bereits in einer anderen Rezension erwähnt, handelt der Film weder ausschließlich noch primär von Ip Man, sondern konzentriert sich maßgeblich auf die Familie Gong und deren Geschichte. Marketingtechnisch mag dies durchaus Sinn machen, da der Name Ip Man spätestens seit den Filmen mit Donnie Yen das Interesse eines breiteren Publikums zu wecken vermag. Unglücklicherweise schürt eine solche Verkaufsstrategie unweigerlich auch eine Erwartungshaltung, die angesichts der Tatsache, dass The Grandmaster den Fokus nicht auf rasante Action legt, nur enttäuscht werden kann. Von daher kann ich die Unzufriedenheit manch anderer Konsumenten durchaus nachvollziehen, wenngleich ich sie nicht teile.

Was mir persönlich an dem Film sehr gefällt, ist die Detailverliebtheit des Settings. Stilsicher reiht sich eine gemäldeartig präsentierte Szene an die nächste, gewürzt mit einem stimmigen, zeitgemäßen Soundtrack und garniert mit Dialogen, die kurz und prägnant die Gefühlswelt der Charaktere wiederspiegeln. Zeitlupe wird in den verschiedenen Kampfszenen nicht zu knapp angewendet - allerdings wird hier nicht wie in anderen Martial Arts-Filmen die imposante Schlagkraft in Szene gesetzt, sondern vielmehr die schlichte Eleganz der jeweiligen Kampfstile hervorgehoben. Dies ist zwar aufgrund des daraus resultierenden Tempoverlusts in der Kampfdynamik recht ungewohnt, hat mir jedoch aufgrund des schönen Zusammenspiels mit der Musik gut gefallen. Die Handlung an sich ist ab einem gewissen Punkt Mittel zum Zweck, da sie den Zuschauer nur punktuell durch die Szenerie begleitet und wiederholt hinter den Lebensumständen der Charaktere zurücktritt, um den bloßen Sinneseindrücken den Vortritt zu lassen.

Kurzum, ich halte den Film für sehr gelungen, aber er ist sicher nichts für zwischendurch und als Anknüpfungspunkt an die Ip Man-Filme mit Donnie Yen nicht geeignet.
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The Grandmaster ist von Wong Kar-Wei, einem Regisseur der bekannt ist für Filme mit viel Tiefgang und Spirit. Aber, seine Filme sind bei der Darstellung und Erzählung sehr eigen. Wer hier einen Film in der Art der "Ip Man-Filme" mit Donnie Yen erwartet, der könnte unangenehm überrascht werden. Die Kämpfe hier sind ganz anders inszeniert. Es gibt keine so spektakulär aufgezogenen Fights, hier sind sie spiritueller, philosophischer dargestellt, obwohl sie nicht weniger wuchtig sind. Klingt im ersten Moment widersprüchlich, ich weiß, aber wer The Grandmaster gesehen hat der wird, glaube ich, verstehen was ich meine. Unglaubliche Bilder bietet The Grandmaster. Sehr ästhetisch und hoch atmosphärisch und ich meine keineswegs nur die Kämpfe. Jede Szene, jeder Moment ist etwas ganz Besonderes, wird regelrecht zelebriert. Die Farben und die Szenerien ergeben zusammen mit dem bewegenden Soundtrack eine betörende Filmkomposition, ein fantastisches Zusammenspiel von allem, so habe ich das selten gesehen. Und es hat eindeutig Wong Kar-Weis Handschrift. Die Dialoge sind klasse, schlicht, aber prägnant und treffend. Sie fesseln und man möchte kein Wort verpassen. Etwa wenn Ip Man Kung Fu beschreibt: "Kung Fu, zwei Worte, senkrecht und waagerecht, nur wer am Ende noch steht gewinnt. Stimmst du mir zu?" Und die Art wie er es sagt, ruhig und würdevoll, in jedem Moment ein Großmeister. Charismatisch in jedem Moment wo man ihn erlebt, egal ob er nur ruhig da sitzt, oder ob er gerade eine unglaubliche Kampfdarbietung leistet. Eine bemerkenswerte Leistung des Schauspielers Tony Leung Chiu Wai. Er wurde für die Rolle noch extra trainiert, siehe auch die Special Features!, er spielt den Großmeister Ip Man mit der ganzen Würde und Ausstrahlung, die man von Bildern aus Kampfsportbüchern so kennt. Auch die Wing Tsun/Chun-Kenntnisse nimmt man ihm jederzeit ab. Tony Leung Chiu Wai ist unglaublich, wenn er nur in die Kamera blickt ist das schon ganz großes Kino. Man muss ihn einfach verehren diesen Großmeister, ob man will oder nicht. Der weibliche Gegenpart, die Tochter des Kung Fu-Meisters aus dem Norden, Gong Er, gespielt von Zhang Ziyi, ergänzt das Ganze hervorragend. The Grandmaster ist ein Film mit starker Handlung, umgeben von traumhaft ästhetischer Action. Aber Vorsicht, er ist auch sehr schwermütig und kann ganz schön mitnehmen.
Eindeutig eine Art "Doktor Schiwago goes Kung Fu", anders kann ich es gar nicht beschreiben.
Die Kampfszenen wurden choreographiert von Yuen Woo Ping, man kennt ihn aus dem einen oder anderen namhaften Film. Die Stile die hier gezeigt werden sind vornehmlich Wing Tsun/Chun, Bagua/Pa Kua, Hsing I, etwas Tai Chi und Sanda/Sanchou. Letzteres ist ein chinesischer Vollkontakt-Stil. Eine Wettkampf-Form um die verschiedenen Stile des Kung Fu zu gleichen Bedingungen gegeneinander antreten zu lassen. Was hier besondere Aufmerksamkeit verdient ist die Darstellung der Beinarbeit bei den Kämpfen. So habe ich das bisher in Filmen über Kampfsport oder in Eastern noch nicht gesehen und es ist wirklich faszinierend.

Hier kurz die Handlung, meine Wiedergabe kann den Spirit des Films aber keineswegs wiedergeben.
Der Film spielt im China der 30er bist 50er Jahre. Ein großer Teil spielt in Foshan im Süden Chinas.
Es beginnt damit das Ip Man, im Film oft Ye Wen genannt, in einer regendunklen Nacht gegen eine Übermacht kämpft. Ruhig und souverän steht er da, gut zu erkennen durch seinen weißen Hut, den er während des gesamten Kampfes nicht verliert. Und er zeigt deutlich die praktische und funktionell spekakuläre Seite des Wing Tsun/Chun und wie man damit andere Stile über deren Schwächen attackieren kann. Ein grandioser Einstieg.
Der Kung Fu- Meister Gong Baosen ( Wang Qingxiang) aus dem Norden Chinas kommt mit seiner Tochter Gong Er (Zhang Ziyi) und seinem zwielichten und brutalen Meisterschüler Man San (Zhang Jin) nach Foshan, um seinen Rücktritt als offizieller Meister seines Stils bekannt zu geben. Er möchte noch einmal einen Schaukampf bestreiten und will dazu gegen einen Meister aus dem Süden antreten. Von den südchinesischen Funktionären wird Ip Man als Gegner ausersehen. Der Kampf soll im "Goldenen Pavillon" stattfinden. Einem Bordell das gleichzeitig Zentrum gesellschaftlicher Zusammenkünfte darstellt. Meister Gong verliert in einem eher philosophisch durchgeführten Kampf gegen Ip Man und erkennt dessen Können und Weitsicht in Sachen Kung Fu an. Gong Er, seine Tochter aber, sieht die Familienehre verletzt und fordert Ip Man ihrerseits zu einem Kampf heraus. Es geht um Präzision, wer zuerst ein Möbelstück beschädigt hat verloren. Gong Er kämpft mit der Technik der "64 Hände" gegen Ip Mans Wing Tsun und gewinnt, weil Ip Man das Pech hat das eine Treppenstufe unter seinem Fuß zerbricht. In Achtung scheiden die Beiden voneinander und Ip Man äußert das er die 64 Hände gerne noch einmal erleben möchte. In den folgenden Jahren treffen sie sich immer mal wieder.
1937 beginnt die japanische Besetzung Chinas. Die beschwerten Zustände Chinas und aller Beteiligten werden deutlich. Ma San, Meister Gongs Meisterschüler paktiert mit den Japanern. Er wird von Meister Gong verstoßen, es kommt zum Kampf und Ma San verletzt Gong tödlich. Gong Er schwört Rache gegen den letzten Willen ihres Vaters. Sie leistet einen Eid, nachdem sie nie mehr heiraten und Kinder bekommen darf. Auch eine Schule des Kung Fu darf sie nicht mehr eröffnen und nicht unterrichten. Sie hilft im Verlauf der Geschichte einem Agenten der chinesischen Kuomintang namens "Rasiermesser". Er will die Kuomintang verlassen und muss sich in einem Kampf gegen eine Übermacht freimachen. Er gründet später eine Schule des Kung Fu-Stils Bagua/Pa Kua. 1938 erreicht der Krieg Foshan. Ip Man muss fliehen, er weigert sich mit den Japanern zu paktieren. Er verlässt seine Frau und die beiden Töchter. Die Familie kommt um. Er fängt als Kung Fu-Lehrer in Hongkong an. Er trifft in den 50er Jahren dort Gong Er wieder. Sie ist mittlerweile Ärztin und opiumabhängig. Sie hatte Ma San zwar im Kampf besiegt, wurde dabei aber verletzt. Sie gesteht Ip Man ihre Liebe und er erwidert auf seine Art, daß er ihre 64 Hände nochmal erleben möchte. 1953 stirbt Gong Er. Die Grenze zwischen China und Hongkong wird geschlossen und Ip Man bekommt seinen Ausweis. Er macht sich als Wing Tsun-Lehrer einen großen Namen und es wird noch gezeigt das der junge Bruce Lee sein Schüler wird. 1972 stirbt Ip Man dann.

Großes und schweres Kino, ruhig erzählt und es fesselt den Zuschauer doch.
The Grandmaster ist von 2013, gedreht wurde in China und Hongkong. Won Kar-Wei ist der Regisseur und hat auch am Drehbuch mitgearbeitet. Der Film hat eine Länge von 118 Minuten, dass Bildformat ist Widescreen 16:9 und das Tonformat ist DD 5.1. Als Sprachen gibt es Deutsch und Kantonesisch/Mandarin. Zu beachten sind die Extras. Es gibt ein Making of, auf den Spuren der Großmeister, die Special Effects und einen Trailer. Das Making of ist sehr interessant. Es zeigt wie die Darsteller für ihre Rollen trainiert wurden. Und ein ganz besonderer Teil betrifft den echten Meister Ip Man. Es gibt eine , leider sehr kurze Sequenz, da wird er gezeigt bei der Demonstration eines kleinen Teiles der Siu Nim Tao, der Cham Kyu und der Technik an der Holzpuppe. Für Anhänger des Wing Tsun, jedweder Stilrichtung, wärmstens zu empfehlen. Die Filmaufnahmen sind zwar alt und etwas amateurhaft, aber klar und deutlich.
Der Soundtrack ist von Shigeru Umebayashi, eine ganz einmalige Filmmusik. Bewegend, dynamisch und tief, aber auch hier Vorsicht, der Film hat traurige Momente, der Soundtrack also auch. Trotzdem eine Empfehlung für alle Soundtrack-Liebhaber, die Musik kann auf CD bestellt werden.
Fazit: Ein starkes Stück Film mit einer eigenen Weise der Erzählung über den Großmeister des Wing Tsun. Klasse gemacht, volle Punktzahl und ich spreche eine klare Kaufempfehlung aus. Nur wer einen ganz typischen Eastern oder Karate -Film sucht oder erwartet, dem würde ich davon abraten wollen.
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am 27. Juli 2014
Kann mich den Vorezensenten, die den Film ähnlich gut bewerten, nur anschliessen. Der Film strotzt nur so vor Detailverliebtheit beim Arrangement des Sets wie auch bei der Art der Kameraführung und des Schnitts. "Beim Kung Fu geht es um Präzision.." wird im Film an einer Schlüsselstelle des Films gesagt. Diese Weisheit hat sich Wong Kar Wei wohl auch bei der künstlerischen Umsetzung des Projekts zu Herzen genommen. Dies fällt spätestens bei den Kampfszenen auf. Noch nie war Kung Fu so schoen und inspirativ. Ich empfehle hier besonders auf die Beinarbeit zu achten, welche auf höchstfiligrane Art und Weise choreographiert wurde. Für die Kampfszenen wurde auch kein geringerer engagiert als Yuen Woo Ping - Kenner kennen ihn.

Also kann den Film allen ans Herz legen, die von asiatischen Filmen gelegentlich auch mal etwas mehr erwarten als nur dröge Martial Arts Action. Dieser Streifen bietet eine interessante Handlung flankiert von sehr ästhetischer Action.

Holt ihn euch Jungs!

P.S.: Die Leutz, die von asiatischen Filmem eigentlich nur unreflektierte Eastern Action erwarten, sollten hier eher aufpassen! Empfehle hier eher zu Jackie Chan oder zu Chuck Norris oder zu anderen Hollywood Produktionen zu greifen, von denen es auch einschlägig gute Fillme gibt.
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am 22. Januar 2014
The Grandmaster [Blu-ray]
Mit „The Grandmaster“ ist Wong Kar-Wei nach seinem meiner Meinung nach verunglückten Ausflug in amerikanisches Terrain („My Blueberry Nights“) zu seinen chinesischen Wurzeln zurückgekehrt. Man muss kein Kung-Fu-Fan sein, um die bildgewaltige Story um den Wing-Chun-Großmeister Ip Man (Tony Leung) zu mögen. „The Grandmaster“ ist ein Film über Kung-Fu, aber kein expliziter Kampf-Film, auch wenn viele Kampfszenen enthalten sind.
Wong Kar-Wei haben neben den reinen Kampf-Techniken vor allen Dingen auch die philosophischen Grundlagen und die Einbettung in die chinesische Kultur und Historie interessiert.
Und so entfaltet er einen fast schon enthemmt zu nennenden Bilderrausch über die chinesischen Zeitläufe von den 30iger Jahren bis hin zu den späten 60igern in Hongkong mit allen bildästhetischen Mitteln, die er so gerne extensiv nutzt (Zeitlupe, jump cut, viele Großaufnahmen von Details, viele Details).
Obwohl Ip Man eine reale Gestalt war (Bruce Lee war sein bekanntester Schüler), dient er Wong Kar-Wei doch auch als Projektionsfläche für die philosophische und kulturelle Natur des Kung-Fu. Ihm zur Seite stellt er mit Gong Er (Ziyi Zhang) eine sehr starke weibliche Figur, die entgegen den Gesetzen nicht nur des Kung-Fu ebenfalls eine große Kung-Fu-Kämpferin ist. Mit Gong Ers Lebensgeschichte erhält der Film sein Quantum an Melancholie und so unausgesprochener wie unausgelebter Liebesgeschichte, die Wong Kar-Weis Filmen ebenfalls so immanent ist.
Mit Tony Leung als schauspielerischem Wegbegleiter seit rd. 20 Jahren und der immer gereifter werdenden Ziyi Zhang hat Wong Kar-Wei darüber hinaus die perfekten Darsteller für die Hauptrollen gefunden. Meine Hochachtung nicht nur für die exzellenten darstellerischen Leistungen, sondern auch dafür, dass beide die körperlichen Herausforderungen so herausragend gemeistert haben.

Ergänzend einige Anmerkungen zur Blu-ray:

1. Ich hatte den Film zum Glück bereits im Kino gesehen. Auch die Blu-ray kann leider nicht vergessen machen, dass dieser Film für eine sehr große Leinwand konzipiert ist und daher mit seiner höchst ausgefeilten Bildsprache im Medium Fernsehen nur verlieren kann.

2. Die Blu-ray könnte im Bild viel mehr leisten, vor allen Dingen in den dunkleren und dunklen Sequenzen - von denen es im Film viele gibt – die oft sehr grobkörnig und zum Teil etwas „schlierig“ wirken. Der Verleiher „Universum Film“, der auch schon öfter mal an der Bildqualität von DVDs gespart hat, hätte hier mehr herausholen können.

3. Die Extras der Blu-ray umfassen etwas mehr als 2 Stunden Material, das viel über die verschiedenen Techniken des Kung-Fu, über Wing Chun im Besonderen, über die Reise von Wong Kar-Wei in das Reich des Kung-Fu und über die physischen Vorbereitungen der Darsteller enthält. Wer also vorher nichts bis wenig über Kung-Fu wusste, kann sich als Vorbereitung für den Film hinreichend informiert fühlen.
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am 1. Februar 2016
Dies ist eine andere Verfilmung von Ip-Man, was ich vorher gar nicht wußte, hatte mir den Film aufgrund der Darsteller gekauft.
Schöne Bilder, tolle Atmosphäre, und ein paar gute Kämpfe, machen den Film aber durchaus sehenswert, ich bereue den Kauf nicht.

Ach ja und Ziyi <3<3<3<3 :-)
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am 19. Juli 2014
Eine andere Verfilmung von Ip Man, sehr sehr gut gemacht was die Kämpfe und die Action angeht. Nicht zu vergleichen mit der Ip Man (Trilogie) weil es eben komplett anders Verfilmt wurde, wer aber auf Kampfkunst steht sollte ihn sich ansehen.
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am 3. Dezember 2015
Ich fand den Film interessant, hat etwas Background gegeben über die Zeit in China während der japanischen Invasion. Die typischen chinesischen Kampfszenen in denen die Leute fliegen können...
Einen Einblick über die verschiedenen Kampfstile, und der chinesische Cary Grant hat mitgespielt :-I
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am 22. Juli 2016
eine szenische kaligraphie

sie ist schöner und reifer
denn je

und was spielt das für eine rolle
ob er kommt oder nicht

würdest du deinen vater auch rächen
wollen
wenn er dein leiblicher bruder wäre
oder du nur
seine nicht leibliche findeltochter

er ist doch trotzdem genauso sein sohn
wie du seine tochter bist
und
wer immer ein licht zum buddha stellen wird
dein vater war es nicht

es ist also nicht die tochter
die den vater rächt
sondern die heldin
weil sie die macht dazu hat
als einzige
die macht dazu hat

und darum
und nur darum
wird die kunst der vierundsechzig hände
darüber entscheiden
wer im recht ist
und wer nicht

allein
du wirst den kampf
aber
genau dann verlieren
wenn du
von deinem eigenen stoß
mit fortgerissen wirst

darum hängt der affe
das siegel an den nagel
und schaut dabei zurück

darum heißt es vom helden
nicht nur die (kampf-)kunst
ist die ehre des helden
sondern auch das vermögen
dabei zurückblicken zu können

und wieder spielt sie die tragödie einer frau
und die unerfüllte liebe

der film selbst
besteht aus sorgfältig arrangierten und inszenierten bildern
wie eine aneinanderreihung von fotographien
zu einer szenischen kaligraphie

und ich glaube auch
das das
eines der geheimnisse und schlüsselelemente
der asiatischen
und insbesondere der chinesischen filmkunst ist

sie ist reifer und schöner
denn je
und jede bewegung bei ihr
ist ausdruck
und jede geste
ist kunst

in tiger und dragon
war sie die göttin des schwertes
zu besuch auf der erde
bewaffnet mit dem grünen schwert der unterwelt
das sie nahezu unbesiegbar machte

eine kampfkunst
die sie aber doch nur
(in der jugendlichen unbeschwertheit)
zu ihrem eigenen vergnügen einsetzte
ohne für irgend etwas
oder für irgend jemanden eine verantwortung
übernehmen zu wollen

eine verantwortung freilich
der ein held
gerade wegen seiner kraft und seiner begabung
und der ihm davon verliehenen macht
dennoch
niemals entkommen kann

und daran zerbricht sie denn auch
genau in dem moment
wo sie die verantwortung
für ihre verantwortungslosigkeit
übernehmen muss

so jetzt auch wieder im grandmaster
die heldin
die die verantwortung des helden übernimmt
und daran zerbricht

darum heißt es vom kung fu
der affe hängt das siegel an den nagel
und schaut dabei zurück

(das eigentliche dieses satzes jedoch
die bedeutung jedoch
den schlüssel jedoch
das nicht sagbare jedoch
(für das es keine worte gibt)
findest du nur
in seiner kaligraphie)
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