MSS_ss16 Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen7
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
5
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. September 2013
Der Episodenfilm „Unheimliche Geschichten“ aus dem Jahr 1919 kann als einer der ersten Gruselfilme der Filmgeschichte angesehen werden. So sahen es auch zeitgenössische Kritiker. Die „Licht-Bühne“ (Nr. 46, 15. November 1919) schrieb sechs Tage nach der Premiere: „Richard Oswald … hat nun den Film des Unheimlichen geschaffen.“ Im „Berliner Tageblatt“ vom 8. November 1919 war zu lesen: „Zum ersten Mal ist hier eine Reihe von Filmeinaktern geboten, die auf einen ganz bestimmten Ton, den des Unheimlichen, gestimmt sind.“ Richard Oswalds „Unheimliche Geschichten“ besteht aus fünf Episoden plus Rahmenhandlung. In einem Buchantiquariat steigen um Mitternacht der Tod, der Teufel und eine Dirne von den Wänden, wo sie eingerahmt als Bilder hingen, und erzählen sich gegenseitig fünf Gruselgeschichten. Conrad Veidt (der Tod), Reinhold Schünzel (der Teufel) und Anita Berber (Dirne) spielen auch in diesen fünf Geschichten die Hauptrollen. Erzählungen bekannter Autoren wie u. a. Robert Louis Stevenson oder Edgar Allan Poe dienten als Vorlage. Besonders die Episode „Die schwarze Katze“ nach Edgar Allan Poe dürfte dem Freund des gepflegten Grusels bekannt vorkommen, wurde sie doch schon etliche Male verfilmt. Hier zeigt Reinhold Schünzel als betrunkener Ehemann, der seine Frau im Keller einmauert, eine herausragende schauspielerische Leistung. In „Die Erscheinung“ geht es um eine Frau, die nachts in einem Hotel eincheckt und über Nacht verschwindet. „Die Hand“ handelt von der Hand eines Ermordeten, die den Täter noch aus dem Jenseits verfolgt. „Der Selbstmörder-Klub“ erzählt die Geschichte eines Polizeikommissars, der in einen Geheimbund gerät und plötzlich um sein Leben fürchten muss. In „Der Spuk“ vertreibt ein eifersüchtiger Ehemann seinen Nebenbuhler auf gruselige Art und Weise. Conrad Veidt, bekannt als Somnambuler Cesare aus „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920), kann in „Unheimliche Geschichten“ noch mehr Facetten seines Könnens zeigen als in dem Horrorfilmklassiker von Robert Wiene. Ein wahrhaft charismatischer Schauspieler, der hohlwangig und hochgewachsen, mit seiner Mimik, Ausstrahlung und einmaligen Leinwandpräsenz auch heute noch jeden Film bereichern würde. Mal hat er mich an Udo Kier erinnert, dann wieder an Julian Sands und andere Hollywoodgrößen. Skandalnudel und (Nackt-)Tänzerin Anita Berber komplettiert das wunderbar aufspielende Trio und kann in einer Episode („Die Hand“) sogar ihr tänzerisches Talent aufblitzen lassen. Es war ein großer Verlust, dass sie, durch ein ruheloses, „unmoralisches“ Leben und Drogenkonsum geschwächt, schon neun Jahre später (1928) mit nur 29 Jahren an Tuberkulose starb. Das Zusammenspiel der drei erwähnten Schauspieler ist meisterhaft und trägt wesentlich zur Qualität der „Unheimlichen Geschichten“ bei. Daneben ist es die gekonnte Inszenierung durch Richard Oswald und der sparsame Einsatz der Texttafeln, die diesen frühen Gruselfilm auszeichnen. Besonders die wenigen Zwischentitel und die Kürze der Episoden (Gesamtdauer: 99 Minuten) macht „Unheimliche Geschichten“ auch für Stummfilm-Einsteiger interessant und leicht konsumierbar. Der Gruselfaktor hält sich für den heutigen Betrachter allerdings in Grenzen, hier kommt Richard Oswalds Episodenfilm nicht an die Klassiker von Robert Wiene („Das Cabinet des Dr. Caligari“) und Friedrich Wilhelm Murnau („Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“, 1922) heran. „Unheimliche Geschichten“ ist in der Reihe „Juwelen der Filmgeschichte“ erschienen, und das zu Recht. Seine filmhistorische Bedeutung liegt darin, dass er in Ansätzen ein frühes Beispiel für den expressionistischen Gruselfilm darstellt, der nach dem Ersten Weltkrieg, besonders mit „Das Cabinet des Dr. Caligari“, den Weltruf des deutschen Kinos begründete.
22 Kommentare|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2013
In anderen Ländern genießt dieser deutsche Stummfilm Kultstatus, in Deutschland ist er aber aus mir unerklärlichen Gründen nahezu unbekannt. Handelt es sich doch um ein echtes Filmjuwel.

Mit dieser DVD-Edition kann man sich jederzeit und perfekt in eine Bibliothek des Grauens entführen lassen. In dem schauerlichen Antiquariat des Schreckens treffen sich der Tod, die Dirne und der Teufel zum morbiden Stelldichein. Das schauerliche Trio durchstöbert die staubigen Regale und Kisten - von den Wänden hinangestiegen erzählen sie sich fünf Gruselgeschichten.

Eingebettet in die schöne Rahmenhandlung erleben der Zuschauer fünf Einakter - düstere Geschichten von dubiosen Ehemännern, verlorenen Händen und nebelverhangenen Spukhäusern - kultige und stark inszenierte Schauermärchen.
Anders als in anderen Filmen dieser Zeit und dieses Genres wird das Grauen in den "Unheimlichen Geschichten" nicht durch aufwendige Kulissen und pompöse Theatralik, sondern durch subtile Variationen des Realen erzeugt. Dabei gibt es durchaus einige tricktechnische Finessen zu bestaunen. Es bleibt wirklich zu hoffen, dass der Film auch mit deutlicher Verspätung endlich auch in Deutschland Kultstatus erhält. Schließlich handelt es sich bei diesem Film um ein großes Stück Filmkunst der damaligen Zeit.

Bei so einem alten Film ist natürlich auch die Bildqualität erwähnenswert. Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Das Bild ist natürlich altersbedingt nicht mit aktuellen Produktionen vergleichbar. Dennoch wurde hier ganze Arbeit geleistet. Das Bild ist klar, krieselt nur vereinzelt und ist in einer ansprechenden Qualität gehalten.

Die DVD erhält man in einem hochwertigen Schuber, für Sammler bestens geeignet. Als Bonus liegt ein Booklet mit sehr umfangreichen und interessanten Hintergrundinformationen bei.

Fazit:

Ein Stummfilmklassiker in einer tollen Edition. Empfehlenswert!
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Bei Unheimliche Geschichten handelt es sich um einen deutschen Gruselfilm aus dem Jahre 1919! Regisseur Richard Oswald schuf kurz nach Ende des ersten Weltkriegs den Film in fünf Episoden, in den Rollen sind unter anderem Reinhold Schünzel, Conrad Veidt und Anita Berber zu sehen.

Folgende Episoden sind auf der DVD vorhanden:
Erste unheimliche Geschichte: Die Erscheinung
Zweite unheimliche Geschichte: Die Hand
Dritte unheimliche Geschichte: Die schwarze Katze
Vierte unheimliche Geschichte: Der Selbstmörderclub
Fünfte unheimliche Geschichte: Der Spuk

Punkt Mitternacht beginnt die Geschichte im Film. Die Protagonisten befinden sich in einem alten Bücherantiquariat, wo des Nachts aus drei großen Bildern der Teufel, der Tod und eine Dirne entsteigen. Alle wühlen in den Büchern und beginnen dann unheimliche Geschichten zu erzählen, bei denen sie selber – auch in verschiedenen Verkleidungen – die Hauptrolle spielen.

Natürlich gibt es wunderbare Gruselfilme in der heutigen Zeit. Aber an den Charme der alten Filme kommen aktuelle Produktionen nicht immer heran. Die Geschichten sind wirklich gut, so dass sich Fans des alten Films mit dieser DVD einen wunderschön gruseligen Abend machen können.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. August 2014
Produktrezi zu : Unheimliche Geschichten (1919) - inkl. "Die schwarze Katze" von Edgar Allen Poe (Filmjuwelen)

► PROLOG

Als passionierter Nostalgiker & eingefleischter Fan von s/w-Filmwerken in den Genren Krimi, Mystery & Grusel sind diese fünf Eintakter, von Filmjuwelen / AL!VE in einer sehr ansprechenden DVD-Box präsentiert, für mich eine durchaus sehenswerte & zufriedenstellende Bereicherung.
Zu jener Zeit, als meine Wenigkeit das Licht der Welt erblickte, feierten diese verfilmten Erzählungen bereits ihren 50. Jahrestag.

Nachfolgend gebe ich Euch bei Interesse an dieser Filmbox auch mal ein Paar wissenswerte Infos im Bezug auf die Ausstaffierung inkl. mit beigefügter Ablichtungen zur Veranschaulichung & ich bewerte meine erworbenen Media-Artikel immer nur als Gesamtprodukt !

► DIE STUMMFILMWERKE

Als Intro folgt eine Eingangssequenz in einem Buchantiquariat, in welcher die drei Hauptprotagonisten um Punkt Mitternacht aus ihren Gemälden entsteigen & beim Stöbern in gebundenen Ausgaben dem Betrachter eine Handvoll Gruselgrotesken rüberbringen.

HAUPTAKTEURE : Conrad Veidt & Anita Berber sowie Reinhold Schünzel
GASTSTARS : Hugo Döblin & Paul Morgan sowie Richard Oswald
STAB : u. a. der Regisseur Richard Oswald sowie die beiden Drehbuchautoren Richard Oswald & Robert Liebmann
ANMERKUNG : Der folgende Hinweis vom Label ausgehend steht genau so wortwörtlich im Vorspann geschrieben
„ Richard Oswalds UNHEIMLICHE GESCHICHTEN wurden am 16.07.1920 von der Zensur in einer Länge von 2318 Metern freigegeben, nachdem das Filmwerk bereits am 05./06.11.1919 eine Vorpremiere feierte. Das orig. Negativ des Streifens gilt als verschollen, die vorliegende Restaurierung basiert auf einer Nitrokopie. Fehlende Titel wurden ergänzt. Der Film hat nun eine Länge von 2230 Metern. “

VORSICHT : Der folgende Abschnitt kann leichte Spoiler enthalten
Bei Spannungserhaltung bitte überspringen bis ZUR AUSSTATTUNG

Episode 1 ) DIE ERSCHEINUNG ( D 1919 ) / Vorlage: Anselma Heine
Ein leidendes, gepeinigtes Eheweib auf der Flucht vor ihrem ex­or­bi­tantischen Ehegatten. Zusammen mit einem Freund mietet sie sich in einem Hotel ein.
Doch verschwindet sie kurz darauf spurlos & ihr besorgter Tra­bant erfährt auf offener Strasse etwas unfassbares.
Exakte Laufzeit : 18:28 Min.

Episode 2 ) DIE HAND ( D 1919 ) / Vorlage: Robert Liebmann
Streitpunkt zweier Männer: Auch damals schon das zarte Geschlecht. Die Lösung: Die Würfel fallen & entscheiden lassen.
Nur wehe, du bist ein schlechter Verlierer & begehst im Wahn ne Dummheit, so wirst auf Ewig verfolgt von der Klaue des entledigten Wi­der­sa­chers!
Exakte Laufzeit : 18:13 Min.

Episode 3 ) DIE SCHWARZE KATZE ( D 1919 ) / Vorlage: Edgar Alan Poe
Ein tüdeliger Grantler lädt die Thekenbekanntschaft seiner Herzdame zu einem Gelage daheim. Nur nutzt Dieser aus die Gastfreundschaft, plant entrüsteter Gemahl des untreuen Weibes deren ewige Haft.
Doch der geschasste Wi­der­part, deckt auf die üble Untat.
Exakte Laufzeit : 20:05 Min.

Episode 4 ) DER SELBSTMÖRDER-KLUB ( D 1919 ) / Vorlage: Robert L. Stevenson
Kommissar Silas observiert ein düsteres Gemäuer, in deren Inneren eine ruchlose Gesellschaft logiert.
Dieser verschafft sich ir­re­gu­lär Eintritt und wird so zum Spielball eines perfiden Jeu.
Er zieht die Todeskarte & hat noch 10 Min., sich am Leben zu erfreuen. TOP !
Exakte Laufzeit : 19:32 Min.

Episode 5 ) DER SPUK ( D 1919 ) / Vorlage: Richard Oswald
Eine gelangweilte, von ihrem Liebsten vernachlässigte Dame nimmt einen Verunfallten auf, welcher ihr mächtig mit seinen Heldentaten imponiert.
Ihr gewiefter Gatte entledigt sich dieses Scharlatans mit einer List & erobert die Ge­neigt­heit seiner Holden zurück !
Exakte Laufzeit : 15:20 Min.

Punkt 1.00 Uhr morgens, Ende der Geisterstunde, das Buch schägt zu !

► ZUR AUSSTATTUNG : Die DVD mit FSK ab 16 J.

Stabiler Schuber mit ge­schmack­voll, wunderschön gestalteten Covermotiv. Sehr ansprechende, höchst geschmackvolle Optik.
Rückseitig mit Filmausschnittmotiv und Inhaltsangaben zu den Filmstorys sowie Infos zu den Werken & DVD
GUT : Schuber ohne FSK-Logo
Die darin enthaltene, stabile Amaray Keep-Case enthält leider kein Wendecover.
Die sehr gelungene Optik hingegen entspicht dem Schuber und zeigt rückseitig ein wunderschönes Filmszenen-Porträt.

TONSPUR : Stummfilm, untermalt mit Musik & mit deutschen Einblendungen versehen
FORMAT : Das s/w-Bild beträgt Original 4:3 - 1.33,1 ( Vollbild )

⋙ DIGITAL RESTAURIERT ⋘

Erstmals auf DVD veröffentlicht. Der Zelluloid wurde aufwändig nachbearbeitet und neu auf Scheibe gebrannt.
Die Qualität von Ton ( Musik ) & Bild ist dem hohen Alter & dem damit verbunden Gebrauchssuren entsprechend eher mäßig.
Das Bild weist nach 95 Jahren natürlich Mängel auf. So hat man z.Bsp. fast durchgehend vertikale Laufstreifen auf dem Bildschirm.
Auch das gefürchtete Filmkorn ( Grieß ) ist hier intensiv vertreten. Besonders betroffen ist die Eingangsszene im Antiquariat.
Doch empfinde ich es nicht gerade als sehr störend. Zudem stärkt dieser Aspekt bei so einem Schinken das nostalgisch anmutende Flair.

LABEL : Filmjuwelen / AL!VE
PRODUKTION : Richard Oswald-Film, Berlin
PRODUKTIONSJAHR : 1919
GERNRE : Mystery / Gruselfilm
GESAMTLAUFZEIT lt. Cover : 99 Min. / Die tatsächl. Spielzeit beträgt mit Vor- u. Abspannen exakt 98:05 Min.

#############
SPECIAL FEATURES
#############

+ Ein anschauliches, sehr gut aufgebautes Booklet mit vielen Hintergrundinformationen
+ Diverse Trailer zu weiteren Filmjuwelen
+ Ein separates Kapitelmenü von 1 bis 12 ( Foto № 5 ).
sowie ein übersichtliches Hauptmenü ( siehe hierzu Foto № 4 ).
Beide Menüs sind animiert & mit Soundtrack.

► ZUSAMMENFASSUNG

Eine durchweg gute Gruselserie mit schwarzemHumor & herrlich sar­kas­tisch. Atmosphärisch dicht & düster bzgl. Story & Ambiente inszeniert wird der Nostalgiker hier wunderbar unterhalten.
In Stummfilmwerken spricht die Ges­ti­ku­la­ti­on zum Publikum. Die Protagonisten dieser frühen Filmära verstanden ihr Handwerk.
Die Musik des Films wurde neu komponiert, ist stimmig gewählt zu den jeweiligen Episoden und verstärkt das Gruselflair.

► FAZIT

Es gibt zwar in dieser Art der Fernsehunterhaltung durchaus auch noch das eine & andere gelungenereFilmwerk ( z. B. einige Verfilmungen des Regisseur & Drehbuchautors Fritz Lang ), dennoch alles in allem sehr sehenswert.
Wer mit Stummfilmwerken etwas anfangen kann, erhält hier eine Filmbox, bei der man nicht wirklich viel falsch machen kann. Leichte Abstriche muß man hier jedoch im Bezug auf die Bildqualität in Kauf nehmen & seine Erwartungshaltung diesbzgl. besser einwenig herunter­schrau­ben. Ansonsten ein recht ordentliches Gesamtpaket !

Mit nostalgischem Gruß,
Dirk

7 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
review image review image review image review image review image
22 Kommentare|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2016
Diese Rezension habe ich auch im NEWS-TICKER Nr. 407 vom 21. Januar 2016 beim TITANIC-MUSEUM-GERMANY verfasst und veröffentlicht:

(Zitat:) ,,Für Cineasten und den Kulturfreunden des alten Films ist diese DVD mit dem Stummfilmklassiker „Unheimliche Geschichten“ ein echtes Filmjuwel. Die Rarität wurde bereits im ZDF und auf Arte gezeigt und ist ein wahres Meisterwerk, mit spannenden Erzählbögen bei den fünf Geschichten, die aber alle mit einander verknüpft sind. Und darum geht's: In einem alten Antiquariat hängen drei Lebensgroße Bilder an der Wand. Als der Antiquar Feierabend macht, werden diese Bilder lebendig und ihre Personen „der Tod (Conrad Veidt)“, „der Teufel (Reinhold Schünzel)“ und „die Dirne (Anita Berber)“ entsteigen den Bildern. Sie stöbern selber durch die alten Bücher und erzählen sich in dieser Nacht gegenseitig schauerliche Geschichten, in denen sie selbst vorkommen. Und das wird äußerst gruselig. Das ZDF hatte zusammen mit Arte den Film restauriert und mit entsprechender Musik nach der Originalvorlage aufgearbeitet. Und die Bilder erzählen die Geschichten mit einer solchen Wucht, dass diese 99-minütige Filmfassung mit recht wenigen Texttafeln auskommt. Fehlende und als verschollen geglaubte Szenen fand man zum Teil in Frankreich wieder, so dass diese wieder eingefügt werden konnten. Die Regie hatte damals Richard Oswald, der mit diesem Gruselstreifen auch die Filme Hollywoods maßgeblich beeinflusste, denn der deutsche Film wurde mit diesem Genre schon damals weltbekannt. Dieses historische Kulturvermächtnis lohnt sich absolut. Und man muss auch keine Angst haben, dass die Gruselpersonen aus dem Fernsehen herauskommen: Als der Morgen in dem Antiquariat anbricht ist der ganze Spuk vorbei und sie steigen wieder in ihre Bilderrahmen. Spannend, ein wirkliches Zeitzeugnis filmischer Schaffenskunst. Die DVD-Box enthält ein dickes Booklet, welches viel über die damaligen Dreharbeiten zu berichten weiß. + + +"
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. September 2015
Wow! Eine unbekannte Perle aus der Frühzeit des Horrors und das ganz ohne Monster, Zombies und dem neumodischen Krempel. Der spätere Hollywoodstar Conrad Veidt (1893-1943), die damals berühmte Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber (1899-1928) und der leider heute zu unrecht vergessene, großartige Reinhold Schünzel (1888-1954) sind die drei Hauptdarsteller in fünf Szenen, zwei davon nach Werkern der weltberühmten Autoren Edgar Allen Poe und Robert Louis Stevenson. Für mich war die Szene "Der Selbstmörderclub" die spannendste und beste, aber da hat jeder seine Favoriten. In der letzten Szene geht es auch humorvoll zu. Gereimte Tafeln und lustige Szenen lassen einen am Ende entspannen. Damals müssen die Episoden den Menschen Angst und Schrecken eingejagt haben, heute lacht man eher darüber, sind sie nicht mit den heutigen Horrorwerken vergleichbar. Ganz am Anfang stehen drei Bilder vom Teufel, Tod und der Dirne im Mittelpunkt, die in einem alten Antiquariat sich eben diese fünf Szenen aus Büchern vorlesen. Hier sind wieder die drei wichtigen Gestalten der Geschichte versammelt:Der Tod, das Böse und die Verführung, denn alle fünf Geschichten umfassen diese drei Eigenschaften. Ein wunderbarer kleiner Film, kein Gemetzel, eher entspannend. Schön anzusehen und sein Geld wert. Kann man immer wieder angucken.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2013
Mit der Mitteilung es wäre ein zwiter film als Bonus auf der DVD.ist nicht so. Die schwarze katze gibt es nicht srhr schade etwas wenig für soviel geld. Sehr schwache Leistung. Eigentlich sehr schade.
11 Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden