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am 16. November 2013
Die Antwort muss man erst einmal sacken lassen, wenn ein farbiges Enkelkind seine Oma fragt, wieso sie ihn nicht leiden kann. Doch leider ist Paulette(Bernadette Lafont) ganz genau so. Fremdenfeindlich, verbittert, sarkastisch und ziemlich verzweifelt. Der Mann seit 10 Jahren tot, das eigene Geschäft von Japanern abgekauft und die Tochter Agnes(Axelle Laffont)heiratet auch noch den farbigen Polizisten Ousmane(Jean Baptiste Anoumon). Aus der Siedlung, in der Paulette wohnt ist ein Ghetto geworden. Paulette hat die Nase gestrichen voll. Als sie eines Tages mitbekommt, wie leicht Dealer ihr Geld verdienen, macht sich Paulette schlau. Sie heuert beim Großdealer Vito(Paco Boublard) an und entpuppt sich ziemlich schnell als Verkaufskanone. Natürlich bekommen Paulettes Freundinnen mit, dass etwas nicht stimmt und werden ziemlich neugierig. Auch der kleine Enkel Leo(Ismael Drame) ist verwundert. Wieso ist die Oma auf einmal so freundlich? Paulettes Situation verbessert sich schlagartig und das Leben ist wieder lebenswert. Wer sich allerdings im Drogengeschäft auskennt, der weiß: Am Ende wird es immer ziemlich unschön...

Was hat der Jerome Enrico da für einen Film gemacht? Politisch, gesellschaftlich und von der Botschaft her komplett unkorrekt. Eigentlich geht das gar nicht. Aber hier geht es irgendwie doch. Es ist halt ein Film und nicht die Realität. Da werden Großdealer urplötzlich zu Typen mit liebenswerten kleinen Macken und der Pate singt in der Stretchlimo Karaoke.
Es ist vor allem Bernadett Lafont, die aus -Paulette- absolut unterhaltsames Komödienkino der Extraklasse macht. Die Story an sich ist schon ultrakomisch und skurril, doch Lafont topt das mit ihrer proletarischen Underdogmentalität noch. Egal, ob sie dem Pfarrer ein paar Scheine zusteckt, sich plötzlich für Migranten erwärmt oder für die Kleindealer einen Kuchen backt, diese Frau ist einfach spitze.

Mit leichter Hand und einem kleinen Schuss Wehmut hat Jerome Enrico -Paulette- abgedreht. Schon der Vorspann zeigt beeindruckend gut, worum es eingentlich geht. Die gute, alte Zeit ist vorbei und die Senioren müssen sich im schnellen, hektischen Heute zurechtfinden. Paulette braucht ein bisschen Anlauf, aber dann kommt sie im Hier und Jetzt der Drogenszene ziemlich gut zurecht. Das ihr ganz nebenbei auch noch ein Schritt zurück in Richtung Familie gelingt, ist dabei so komisch wie liebenswürdig.

Also, wenn sie mich fragen: Es ist nur ein Film. Vergessen sie mal für knapp anderthalb Stunden, dass da auf der Leinwand nur Straftaten ablaufen und versuchen sie sich in Paulette hinein zu versetzen. Dann werden sie von -Paulette- verdammt gut unterhalten werden. Und als Zuschauer bei einem Film, ist das doch ein ziemlich guter Deal, oder?
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TOP 1000 REZENSENTam 20. November 2013
In meiner Rezension möchte ich nicht zu sehr ins Detail der Filmstory gehen. Das haben andere Rezensenten bereits hervorragend erledigt. Sondern erklären, warum mir dieser Film so besonders gut gefallen hat:

Die Mindestrentnerin Paulette ist nämlich kein sympathischer Mensch, hat keinerlei Vorbildrolle. Sie ist bösartig, verbittert und extrem rassistisch. Auch zu ihrem eigenen Enkelsohn, einem Mischling aus der Beziehung ihrer Tochter zu einem farbigen Polizisten. Eine ihrer drei Freundinnen mit denen sie sich regelmäßig zum Kartenspielen trifft, ist dement und wird von ihr nur "Alzheimer" genannt. Die Beziehung zu ihrer Tochter ist, wegen des farbigen Kindes, bitter und gehässig.
Und trotzdem wirbt der Film dafür, diese furchtbare alte Frau mehr und mehr lieb zu gewinnen. Und es funktioniert! Paulette steigt ins Geschäft mit weichen Drogen ein und, nach anfänglichen Rückschlägen, rollt der Rubel nur so. Das Geld beginnt die Dinge langsam zu ändern, und zwar zum Guten. Denn Geld kann sehr wohl glücklich machen. Zumindest für einige Zeit. Auch eine ehrliche Message. Ihre Freundinnen sind mehr als willig in das "Business" einzusteigen, eine weitere klare Ansage gegen aufgezwungene "Political Correctness".
Doch die Story schraubt sich weiter, reale Gefahren kommen auf Paulette und ihre Mitstreiterinnen zu und plötzlich kämpft sie um das Leben ihres Enkelsohnes. Denn Paulette verändert sich während des Films und beginnt, die Dinge anders zu sehen. Am Schluss gibt es ein durchaus witziges und stimmiges Happyend, welches ich natürlich nicht verraten möchte.
Ich finde, neben der Tatsache, dass ich mich köstlich amüsiert habe, auch wenn mir das Lachen manchmal beinahe im Hals steckenblieb, der Zauber liegt in der Story an sich. Mitzuerleben wie eine Hauptfigur, die in den meisten Hollywoodschinken niemals eine Chance hätte, sich zu einem anderen Menschen entwickelt und ihre Vorurteile ablegt, ohne sich dabei zu stark zu verbiegen. Das fand ich richtig gut und eine wohltuende Abwechslung zu unzähligen "Gut und Böse - Schwarz/Weiß-malenden Betroffenheitsfilmen" aus den USA. Und natürlich die Schauspielkunst als solche - allen voran die Hauptdarstellerin Bernadette Lafont. Diese große alte Dame spielt alles an die Wand, es sollte der letzte Film ihrer Karriere sein. Sie starb im Juli 2013. Ich bin froh und dankbar dafür, dass ich sie noch in diesem Film erleben durfte.
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am 29. November 2013
Ein großartiger Film, eine großartige Idee, die so ganz nebenbei dem Rassismus der Franzosen ordentlich in die "geule" haut. Ich liebe "Grasgeflüster", aber noch mehr liebe ich ab heute "Paulette". Und natürlich brodelt das Drogengeschäft in den Banlieues....aber fahren Sie mal nur nach Montreuil zum Beispiel. Wer je durch die Banlieues gefahren ist, hat zumindest eine Ahnung davon, was sich dort abspielt.
In einer Zeit, in der Altersarmut nicht nur in Frankreich sich langsam aber stetig in den Alltag unserer Senioren schleicht, empfinde ich den Film als Geschenk für alle, die noch Ideenreichtum besitzen.
Und solche Filme gibt es nur in Europa!!!

Ganz nebenbei: hervoragende Schauspieler, egal ob vermeintlich gut oder böse!
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Die Themen sind durchaus ernst: Altersarmut und -einsamkeit, Jugendkriminalität, Drogengeschäfte, organisierte Kriminalität, Fremdenfeindlichkeit, Leben in sozialen Brennpunkten, zerrüttete Familien. So weit, so tragisch. Und dann kommt Paulette und aus dieser Tragik entsteht eine mit leichter Hand gestrickte, sagenhaft unterhaltsame, schwarzhumorige, bitterböse, intelligente Komödie. Ja, ein Klischee folgt dem anderen, ja, einzelne Gags werden fast bis an die Grenze des Erträglichen ausgewalzt, ja, der Wandel der ätzenden Alten zum Gutmenschen erscheint etwas weit hergeholt, aber dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen macht diese Paulette riesig viel Spaß. Tolle Geschichte, überragende Schaupieler(innen),typisch französisches Gute-Laune-Kino. Großartig.
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am 10. Dezember 2013
Als großer Fan der Britischen Schauspielerin Brenda Blethyn liebe ich deren Film 'Grasgeflüster'. Dann aber kam Paulette...
Bernadette Lafont mimt in schauspielerisch herausragender Weise eine Rentnerin in Geldnöten, die durch spezielle Zutaten und ihrer Lebenserfahrung als Konditormeisterin erfolgreich nutzt um ihr Einkommen gehörig aufzubessern. Man kann Paulette vielleicht mit dem anderen ebenso wunderbaren Film 'Tante Daniele' mit Tsilla Chelton vergleichen. Solche Filme in dieser Qualität können nur aus Frankreich stammen.

Die Blu Ray besticht durch lebensnahe Schärfe des Bildes und zahlreiche Extras wie z.B. ein Interview mit Bernadette Lafont oder einen Bericht über das Casting der zahlreichen Jungschauspieler uvm.

Leider hat Bernadette Lafont die Deutsche Uraufführung von Paulette nicht mehr erlebt, sie starb im Alter von 75 Jahren nach Beendigung der Dreharbeiten in einem Krankenhaus in Nimes.

Dennoch - UNBEDINGTE KAUFEMPFEHLUNG!!!
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am 3. Dezember 2013
Auch wenn "Paulette" handfeste Probleme wie Altersarmut und das angespannte Leben für sozialkritische Untertöne nutzt, funktioniert Regisseur Jérôme Enricos Film vor allem als erfrischend unangepasste, schwarzhumorige Komödie. Was nicht zuletzt natürlich der hervorragend aufgelegten Hauptdarstellerin zu verdanken ist. Bernadette Lafont spielt die eigentlich rundum unsympathische Paulette mit einer derart ansteckenden Leidenschaft, dass sie dem Zuschauer schon wieder ans Herz wachsen muss. Die tief sitzende Frustration über ihre missliche Lage erzeugt dann auch ein gewisses Maß an Empathie, das der Film allerdings immer wieder durch die politisch unkorrekten Aussagen und das grenzüberschreitende Verhalten der Protagonistin auf die Probe stellt.

Wie nicht anders zu erwarten ist, durchläuft die Hauptfigur eine schrittweise Wandlung. So findet Paulette ironischerweise ihre verloren gegangene Lebensfreude und Herzensgüte wieder, je tiefer sie in das kriminelle Geschäft eindringt. Nachdem sie sich entschieden hat, den konventionellen Handel gegen den Verkauf von Hasch-Keksen einzutauschen, wird ihre vormals für die meisten Menschen verschlossene Wohnung fast zu einem Ort sozialer Kontakte. Kunden aller Altersklassen und Schichten geben sich die Ehre, und auch Paulettes rüstige Freundinnen blühen als fleißige Helferinnen noch einmal auf....

Vor allem gegen Ende nimmt die Geschichte dann noch einmal richtig Fahrt auf und erhält so ein, wie ich finde, richtig klasse Finale. "Paulette" ist unbedingt sehenswert.

Die DVD erhält man in einer hochwertigen Box, für Sammler unbedingt zu empfehlen. Als Bonusmaterial liegen u. a. ein umfangreiches Making of, "Deleted Scenes", ein Audiokommentar und verschiedenste Interviews bei.

Fazit:

Eine wunderbare Komödie. Absolut zu empfehlen!
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Zunächst guckt man sich diesen Film an und erwartet etwas ganz anderes. Man weis nicht so recht was man von den einzelnen Handlungsträngen halten soll, doch schon bald kristalisiert sich ein klares Bild heraus. Die Alte Frau (Madam Paulette) verkauft Drogen, doch dies nicht ohne Konkurenz. Die Idee mit den Drogengebäck kommt ihr erst später und schlägt riesig ein.

Es ist interessant zu sehen wie niemand sie verdächtig etwas im schilde zu führen, während sie einen blühenden Drogenhandel aufbaut. Ich fand vor allem die Detailtiefe der meisten Charatere beeindrucken, da jeder der Hauptcharaktere sehr gut herausgearbeitet wurde. Z.b. Paulette selbst hast schwarze und lässt dies auch jeden spüren, selbst ihren eigenen Enkel, für den Sie im laufe des Films jedoch herzliche Gefühle entwickelt.

Meiner Meinung nach spielt der Film in einer Liga mit "Ziemlich beste Freunde" und ähnliche Produktionen aus Frankreich und mir bleibt nur noch zu sagen: Die Franzosen machen Hollywood vielleicht nicht in punkto Masse Konkurenz, aber in punkto Klasse.

Der Film endet mit Orginalaufnahmen von einem Bäckerladen den Madame Paulette in Amsterdam (der legalität wegen) eröffnet. Am Ende des Films zu erfahren das es sich um eine Wahre Begebenheit handelt ist sehr beeindruckend.

Dieser Film ist auf jeden Fall einer meiner Favoriten!
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am 30. November 2013
leider kam ich nicht dazu, den Film im Kino zu sehen, also kaufte ich ihn auf DVD. Selbst meine anfänglich skeptische Tochter mußte lachen, ihr gefiel der Film .Klare Empfehlung
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am 26. November 2013
Diesen Film haben wir im Kino gesehen, deshalb mussten wir den unbedingt auf DVD haben,,
einfach nur klasse,, der Wahrheit sehr nah,, traurig lustig,, und wir haben selten so gelacht,,
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TOP 500 REZENSENTam 22. Dezember 2014
Wie geil ist das denn? Oma Paulette - eine politisch völlig unkorrekte Giftspritze, die beispielsweise sogar ihren Enkel ablehnt, weil der schwarz ist - kriegt durch Zufall Wind von den immensen Verdienstmöglichkeiten im Drogenhandel. Notorisch pleite und frisch gepfändet, packt sie die Gelegenheit clever beim Schopf und entwickelt erstaunliches Geschick sowie ein ganz neues Geschäftsmodell beim Verticken von Haschisch.

Der Film ist ein Hammer. Und im Gegensatz zu vielen - auch durchaus guten - Komödien, die Einen schmunzeln oder grinsen lassen, kann man bei "Paulette" wirklich mehrmals lauthals losprusten. Vorausgesetzt, man verträgt derben Humor, denn wie Paulette vor allem mit ihren farbigen Mitmenschen umgeht, beispielsweise Schwiegersohn, Enkelchen und Pfarrer, das ist schon starker Tobak.

Aber natürlich ist Paulette nicht nur rotzig und resolut, sondern zeigt im Laufe des Films auch ganz viel Güte und Herzenswärme. Am besten ist der Streifen aber immer dort, wo "Omma" den Russen, den Bullen und den Jugendkriminellen zeigt, was eine Harke ist. Man möchte sie am liebsten herzlich drücken in diesen Szenen - was ihr vermutlich nur ein schnorriges "Verpiss Dich" entlocken würde. Paulette eben.
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