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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Bachelor der Zukunft!
In der Zukunft sind die Menschen in unterschiedlichen sozialen Schichten unterteilt, genannt Kasten. Die junge America Singer gehört mit ihrer Familie der fünften Kaste an und ist damit Hunger und Entbehrungen gewohnt. Als sie eines Tages die Chance bekommt am Auswahlverfahren teilzunehmen, bei dem Prinz Maxon von Illeá seine zukünftige Frau finden...
Vor 10 Monaten von Nicole W. - lilstar.de veröffentlicht

versus
95 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Ich klammerte mich schwächlich an ihn." ...
America meldet sich auf Drängen ihrer großen Liebe Aspen zum Casting an bei dem Maxon, der nächste Herrscher ihres Heimatstaates Illeá sich seine Braut aussuchen soll, denn Aspen würde es sich nie verzeihen wenn er sie um diese Chance brächte. Gegen die Erwartungen gehört America tatsächlich zu den Auserwählten, die in den...
Vor 19 Monaten von Tolpan veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Bachelor der Zukunft!, 11. Februar 2014
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
In der Zukunft sind die Menschen in unterschiedlichen sozialen Schichten unterteilt, genannt Kasten. Die junge America Singer gehört mit ihrer Familie der fünften Kaste an und ist damit Hunger und Entbehrungen gewohnt. Als sie eines Tages die Chance bekommt am Auswahlverfahren teilzunehmen, bei dem Prinz Maxon von Illeá seine zukünftige Frau finden will, wird sie von ihrer gesamten Familie und Freunden gedrängt daran teilzunehmen. Doch America zögert. Einerseits wäre ein Sieg für ihre Familie die Möglichkeit endlich aufzusteigen und ein sorgloses Leben zu führen. Und auch wenn sie nicht siegen würde, wäre allein schon ihre Teilnahme ein Garant dafür, dass ihre Familie für eine ganze Weile ausgesorgt hätte. Andererseits ist sie sich nicht sicher, ob sie diesem eingebildeten und aufgeblasenen Prinzen wirklich umwerben will und außerdem ist da ja auch noch ihre heimliche Liebe Aspen, dessen Heiratsantrag sie sehnlichst erwartet...

Dieses Buch lag hier eine kleine Ewigkeit herum und jetzt, kurz vor Erscheinen des zweiten Bandes habe ich es mir endlich geschnappt und konnte kaum aufhören zu lesen.
Der Schreibstil von Kiera Cass ist klasse und als absolut locker und leicht zu bezeichnen. Man fliegt förmlich durch die knapp 360 Seiten.

Die Geschichte selbst erinnert tatsächlich ein wenig an "Der Bachelor" - viele hübsche Mädels kämpfen um die Gunst eines Mannes und das in aller Öffentlichkeit und fürs Fernsehen. So oberflächlich wie sich dieses Szenario auch anhört, ist es allerdings dann doch nicht. Jedenfalls nicht ganz. Im Vordergrund geht es zwar um den Kampf um den Traummann und die Krone und der damit einhergehenden Macht und dem Reichtum, aber im Hintergrund geht es vor allem auch um die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse, die besonders in den Gesprächen zwischen America und Maxon immer wieder zur Sprache kommen, wenn sie versucht ihm nahezubringen, wie die Welt außerhalb des goldenen Käfigs wirklich ist, wenn man nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, sondern innerhalb der fünften Kaste oder sogar einer noch niedrigeren angehört.

Obwohl "Selection" in einer fernen Zukunft, weit hinter dem vierten Weltkrieg spielt, merkt man davon nicht allzu viel. Die Welt hat sich zwar drastisch verändert, vor allem was die Länderumverteilung und Politik angeht, allerdings kann von Fortschritt nicht unbedingt die Rede sein, schon gar nicht von einem technischen Fortschritt. Das hat mich allerdings überhaupt nicht gestört. Ich habe die Geschichte sehr genossen, nur halt zu keiner Zeit im Kopf gehabt, dass sie in der Zukunft spielt, außer, wenn von der Zeit vor den ganzen Veränderungen die Rede war, in der die Welt noch so beschrieben war, wie sie heute ist.

Die Protagonistin America Singer ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sie ist eine junge Frau, für ihre Verhältnisse sehr gebildet, hübsch, natürlich, besonnen, sympathisch - ja, eigentlich schon viel zu perfekt! Tatsächlich hat die Protagonistin nur wenige Fehler, aber die paar machen sie noch einmal liebenswerter. Das empfindet wohl auch Prinz Maxon. Seine Figur ist ähnlich angelegt, hinzu kommt noch eine Portion Naivität, denn ein zukünftiger erwachsener Regent, der als durchaus interessiert und intelligent dargestellt wird und trotzdem kaum Ahnung von der Welt dort draußen zu haben scheint, den kann ich nur als naiv bezeichnen. Trotzdem würde auch ich ihm mein Herz schenken, denn seine Naivität macht er definitiv mit seinem Charme wett.
Die weiteren Figuren bleiben allesamt ein wenig blasser, was allerdings nicht allzu schlimm ist, denn sie sind eh eher Nebenfiguren.
Ein wenig hervorheben könnte man hier vielleicht noch Americas erste Liebe Aspen, auf die sie im Palast wieder stößt. Eigentlich ist Aspen ebenfalls ganz nett und ich kann gar nicht genau beschrieben wieso, aber mir ist er tatsächlich nie sonderlich sympatisch gewesen. Ob das von der Autorin gewollt ist oder ob da doch mehr meine Vorliebe für den Prinzen durchscheint, das werde ich wohl erst am Ende der Reihe wissen, wenn ich weiß, für wen America sich schlussendlich entscheiden wird.

Einerseits ärgere ich mich, dass ich diese tolle Buch nicht schon früher gelesen habe, andererseits freue ich mich auch, weil ich jetzt beinahe nahtlos zu Band 2 übergehen kann und mich allzu lange warten muss, denn das Ende ist schon gemein und absolut offen!

Meinung zum Hörbuch
Ich bin eigentlich überhaupt kein Hörbuch-Fan. Ich kann gesprochenen Büchern kaum folgen und schweife mit meinen Gedanken meist schnell ab, weswegen ich ungern Hörbücher höre.

Bei Selection wollte ich aber mal wieder eine Ausnahme machen. Zum einen war ich sehr gespannt auf die Sprecherin Friederike Wolters, die keine ausgebildete Sprecherin oder Schauspielerin ist und extra für die Aufnahmen zu Selection gecastet und schließlich auch auserwählt wurde. Dieser neuen Stimme wollte ich gerne eine Chance geben und mich auch selbst davon überzeugen, dass es eine passende Stimme für die Stimme der America Singer ist.
Außerdem habe ich vor einigen Monaten bereits die Bücher gelesen, so konnte ich mich ganz gelassen an die Hörbücher wagen, ohne Angst zu haben, dass es mir nicht schnell genug geht, weil ich ja immer schnell wissen will, wie es weiter geht, und ich musste auch nicht befürchten, dass ich etwas wichtiges verpasse, wenn ich kurzzeitig mit meinen Gedanken mal wieder woanders bin.

Friederike Wolters hat eine wirklich junge und unverbrauchte Stimme. Sie klingt aufgeweckt und meistens sanft, kann aber auch sehr bestimmend wirken. Für mich war sie wirklich die perfekte Stimme für die Protagonistin America Singer.

Ihr Erzähltempo ist angenehm und meistens richtig. Ab und an war es mir ein wenig zu langsam erzählt, aber das fiel mir nur in wenigen Szenen so auf. Die musikalische Untermalung finde ich ebenfalls gut gelungen, nicht ablenkend und genau richtig, sehr unauffällig.

In dieser Kombination hat das mit den Hörbüchern wirklich sehr gut geklappt und ich hatte wirklich viel Spaß beim Hören, was ich selbst gar nicht geglaubt hatte. Ich fand es sehr schön meine Erinnerungen diese tolle Geschichte durch diese Hörbücher wieder aufzufrischen und denke, dass ich auch vor Erscheinen des dritten Bandes im Februar noch einmal zu diesen Hörbüchern greifen würde.
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52 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 35 Mädchen... und nur eine kann siegen, 22. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Würdest du dich bei einem Casting bewerben, bei dem du mit 34 anderen Mädchen um eine Krone kämpfst? Um einem Prinzen,den du nur aus dem Fernsehen kennst? Und einem ganzen Land, dass dir dabei zuschaut? Wo du doch eigentlich einen anderen liebst?
America ist ein ganz normales Mädchen, dass mit seiner Familie im Staat Illeà lebt. Nichts besonderes - bis zu dem Tag, an dem der Brief des Königspaares kommt, das nach einer Frau für den Prinzen sucht...
Illeà ist aus den Überresten Amerikas ,nach dem 4.Weltkrieg, entstanden und jetzt herrscht dort ein Kastensystem. Je höher die Kaste, desto besser geht es einem, aber Americas Familie gehört der 5. von 8 Kasten an. Deshalb ist ihre Mutter sehr erfreut, als der Brief für das Casting kommt. Aber America möchte sich zunächst nicht anmelden, denn sie liebt Aspen, den sie nur heimlich treffen kann, da er der 6.Kaste anghört und es für sich für ein Mädchen nicht schickt, Jungen aus niedrigeren Kasten als Freund zu haben.
Aber erstaunlicherweise will auch Aspen, dass America sich anmeldet. Schließlich lässt sie sich doch überreden die Anmeldung auszufüllen und abzugeben. Große Hoffnungen macht America sich nicht, denn es werden nur 35 Frauen aus Millionen von Bewerberinnen ausgewählt und éigentlich möchte sie ja gar nicht erwählt werden...
Doch dann fällt ausgerechnet die Wahl auf sie!
Das Bild, dass sich America von Prinz Maxon im Fernsehen gemacht hat, ist das eines eingebildeten, oberflächlichen Prinzen. Aber zu ihrem Erstaunen muss sie feststellen, dass seine Majestät ganz anders ist und das es auch unter den Bewerberinnen Freund und Feind gibt...
Mehr will ich im Moment nicht verraten.
Das Buch habe ich beim stöbern auf Amazon gesehen und mir mal die Infos dazu angesehen. Schließlich habe ich es dann gekauft. ZUM GLÜCK!!!
Zuerst einmal, ist das Cover wunderschön und es hat mich gewundert, dass das nicht auf éinem Schutzumschlag abgedruckt war, sondern direkt aufs Buch. Das kommt ja nicht mehr so oft vor, bei gebundenen Büchern. Die Autorin hat einen tollen Erzählstil und ich konnt mir alles ganz lebhaft vorstellen.
Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Prinz Maxon war sehr zu meiner (und Americas) Überraschung nicht der oberflächliche, nur auf Aussehen und Rang bedachte, reiche Prinz. Ok, am Anfang war er ein bisschen steif, was aber einfach daran lag, dass er noch keine Erfahrung mit Mädchen hat. Im Laufe des Buches ist er mir total ans Herz gewachsen. Maxon, wie America ihn oft anredet, ist liebenswürdig, nett ,freundlich und echt wenig Ahnung von Mädchen (das ist aber voll süß:D). America ist oft unentschlossen, wegen Aspen, und macht es Maxon am Anfang wirklich nicht leicht. Denoch ist auch sie mir ans herz gewachsen, denn eigentlich (schon wieder dieses Wort ;D) ist sie ein sehr nettes Mädchen. Aspen finde ich leicht schwierig zu beschreiben, auf der einen Seite liebt er America, auf der anderen Seite schickt er sie fort, zu einem Casting, bei dem die Siegerin den Prinzen heiratet. Ich denke über diesen Charakter muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Mir hat das Buch echt super gut gefallen und würde es jeder Zeit weiterempfehlen!!! Ein Lesespaß, den man nicht verpassen sollte!!!
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95 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Ich klammerte mich schwächlich an ihn." ..., 9. Mai 2013
Von 
Tolpan (Milchstraße, hinten links) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
America meldet sich auf Drängen ihrer großen Liebe Aspen zum Casting an bei dem Maxon, der nächste Herrscher ihres Heimatstaates Illeá sich seine Braut aussuchen soll, denn Aspen würde es sich nie verzeihen wenn er sie um diese Chance brächte. Gegen die Erwartungen gehört America tatsächlich zu den Auserwählten, die in den Palast einziehen dürfen. Dabei will sie doch gar nichts von Maxon.

Ich finde das beste an dem Buch ist das Cover, denn das ist ein absoluter Hingucker. Aber der Rest? Naja ...

Beginnen wir mit der Idee. Diese wurde mehrfach als eine Kreuzung zwischen den Tributen von Panem und dem Bachelor bezeichnet. Eigentlich dachte ich ja das könnte ganz unterhaltsam und „lustig“ (so lustig wie eine Dystopie eben sein kann) werden, aber das Buch kann die Erwartungen nicht erfüllen, die Autorin verschenkt fast das gesamte Potential.

Ein Kastensystem, viele Auflagen und Verbote, Sperrstunden und Bestrafungen, Rebellen die … na das tun was Rebellen eben so tun. Und was bekommen wir davon mit? Nicht viel. Viel wird nur am Rande erwähnt. Die Rebellen greifen den Palast mehrmals an, aber alle werden nur in einen Raum gesperrt und hören ein bisschen Tumult. Angst? Ja, angeblich ist sie da, aber die Autorin schafft es in keiner Weise die Stimmung für mich spürbar zu machen. Sie schreibt Sätze wie "[...] und die Stimmung war ernst und dramatisch." (S. 353, dieser Satz stammt übrigens nicht aus einer Szene mit Rebellenangriff) und denkt dies würde genügen. Wie war das noch mit dem "Show, don't tell"?

Eine gut oder auch nur mittelmäßig gut ausgearbeitete, dystopische Welt liegt mir normalerweise schwer im Magen. Das was ich hier serviert bekam war nur oberflächliches Zuckerwerk. Der Hintergrund ist oberflächlich dargestellt, die Charaktere sind oberflächlich, die Beziehungen der Mädchen untereinander ebenso. A pro pos Mädchen. Die meisten kann man nur anhand der Namen und vielleicht einer Charaktereigenschaft unterscheiden. Marlee – beliebt. Celeste - böse. Schwarz-weiß-Malerei lässt grüßen.

Zu unserer Hauptfigur: America - dieser Name! - ist eine perfekte Mary Sue und das nicht nur weil sie die Lieblingshaarfarbe aller Mary Sues (rot) hat. Sie ist hübsch, überbetont bescheiden und nicht doof, sie nimmt den Prinzen für sich ein ohne es zu merken oder gar zu wollen (Naturtalent), hat ein großes Herz für ihre Zofen … etwas weniger dick auftragen hätte die Autorin hier schon können. Ja, manchmal ist das Mädel etwas eigensinnig und auch eifersüchtig, aber alles in sehr harmlosen Rahmen. Wenn diese Figur Ecken und Kanten haben soll, dann sind das welche mit Kindersicherung.

Das Klischee wird damit abgerundet wenn America mehr anfängt für Maxon zu empfinden, dies aber selber nicht bemerkt, sondern nur nicht mehr ganz so begeistert ist wenn der Gute mit anderen Mädels spricht oder Zeit verbringt. Noch eine weitere, merkbefreite weibliche Hauptfigur also. Und dann sondert sie auch noch altkluge Sätze ab wie "Meiner Erfahrung nach findet wahre Liebe immer unter ungewöhnlichen Umständen statt." (S. 213) Liebe Autorin, welche Erfahrung hat deine ohne Freunde aufgewachsene Hauptfigur eigentlich außer ihrer eigenen kleinen Stichprobe (Aspen) mit 100% Trefferquote gemacht? Das lässt mich ein bisschen den Kopf schütteln.

Neben Lady "Perfect" America ist da natürlich noch der männliche Hauptcharakter Maxon, der ebenfalls etwas überperfekt dargestellt wird, in seinem Fall ist er der perfekte Gentleman. Schüchtern, zurückhaltend, aber absolut zuvorkommend und will immer nur das Beste für sein Volk. Würde mich nicht wundern wenn er die Dreiecksgeschichte für sich entscheidet, denn trotz der Liebesschwüre von America und Aspen zu Anfang wird Aspen einfach nicht so positiv dargestellt, wie der Mädchentraum Maxon, bei dem man bereits bei der ersten Begegnung weiß das er sich in America vergucken wird. Oh, ich würde lügen wenn ich Aspekte an Maxon nicht auch gut fände (wie gesagt Mädchentraum ;-)), aber ich habe es einfach nicht geschafft mich da mitzuverlieben. Durch den oberflächlichen Stil blieben mir Stimmungen und Gefühle ja größtenteils fremd und es war mir allgemein auch zu perfekt, zu süß, zu wenig Dystopie.

Mein Lieblingssatz in dem Buch
"Ich klammerte mich schwächlich an ihn." (S. 129)
Leider war es nicht Maxon an den sie sich da gerade klammert.

Und so dümpelt das Buch vor sich bis America am Ende in den jungen Morgen springt. Viel kann man damit nicht verraten. Und ja, diese Formulierung stammt von der Autorin.

Irgendwie hatte ich also trotzdem noch meinen Spaß, allerdings nicht so wie von der Autorin beabsichtigt. Vielleicht lese ich ja sogar die Fortsetzungen. *g*

Mein Fazit: Süße Mädchenträume die vorgeben eine Dystopie zu sein, doch in DIESEM Buch ist davon nicht viel zu spüren. Oberflächlichkeit wohin man sieht, bei den Charakteren wie bei den Beschreibungen. Und als Hauptcharakter eine Mary Sue. Nein, das überzeugt mich nicht. Wegen der netten Idee, die leider fast ihr ganzes Potential verschenkt, gibt es immerhin noch 2 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungener zweiter Teil einer sehr interessanten Geschichte., 13. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Selection: Die Elite (Audio CD)
Inhalt:

Am Anfang waren es 35 junge Mädchen die um die Gunst von Prinz Maxon und somit auch um die Krone Illeás, wetteiferten. Doch davon sind nur noch 6 übrig. America Singer ist eine von ihnen, doch für sie ist es nicht einfach eine Entscheidung zu treffen, denn ihre frühere große Liebe Aspen, ist auch im Palast als Wache. Sie muss für sich selbst eine Entscheidung treffen. Liebt sie noch Aspen? Oder gehört ihr Herz bereits Prinz Maxon? Ein schrecklicher Vorfall ändert alles.

Meine Meinung:

Ich war vom zweiten Teil noch begeisterter als vom Vorgänger, auch wenn es sich mehr um die Liebesbeziehungen zwischen Maxon und America, sowie zwischen Aspen und ihr dreht.
Es handelt zwar viel von Liebe und Gefühlen, dennoch hat mich die Geschichte fasziniert und das obwohl ich eher nicht zur Zielgruppe gehöre.
Ich finde auch die Geschichte über Illeá sehr interessant und auch geht es in diesem Teil mehr um die Politik als im Vorgänger. Das System der Kasten wird immer wieder hinterfragt und selbst America wagt sich daran und gibt ihre Meinung dazu preis.
Die Angriffe auf den Palast nehmen in diesem Teil an Brutalität zu.
America ist sich immer noch nicht im Klaren darüber welche Gefühle sie für Maxon empfindet, doch im Laufe der Geschichte nehmen diese für ihn immer mehr zu. Doch dann muss Maxon etwas tun, das Americas Gefühle total auf den Kopf stellt und sie sich nicht mehr sicher ist ob sie noch Prinzessin werden will.
Dazu kommen die Gefühle für Aspen die immer wieder mit denen für Maxon kollidieren. Sehr gut finde ich auch, dass America dazu steht und auch zeigt, dass sie nicht aus einer der oberen Kasten stammt, sondern auch ums Überleben kämpfen musste.
America ist in diesem Teil als Protagonist sehr gewachsen, sie hat zwar noch den einen oder anderen Fehler durch ihre Jugend, aber dennoch ist sie stärker geworden.
Aus Maxon werde ich nicht schlau, denn er macht Sachen da muss man echt den Kopf schütteln. Wobei ich denke, dass er einiges macht weil es einfach von ihm erwartet wird oder man ihn auch dazu zwingt.
Das Ende hat mich richtig überrascht und regelrecht überrumpelt. Macht Lust auf mehr und ich hoffe dass der dritte Band bald erscheint.

Mein Fazit:

Ein gelungener zweiter Teil einer sehr interessanten Geschichte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung mit einigen kleinen Schwächen, 12. April 2013
Von 
Bücherwurm (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Die Chance deines Lebens? 35 perfekte Mädchen und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

„Selection“ von Kiera Cass ist ein Buch, das total viel Spaß macht und sehr gut unterhält. Die Idee ist zwar nicht ganz neu, aber dennoch interessant und man fiebert während des Lesens mit der Protagonistin mit, weil man erfahren möchte, wer das Casting gewinnt (was übrigens am Ende dieses Buches noch gar nicht feststeht). Das gilt ja auch für die Castingshows im Fernsehen, bei denen man seinem Favoriten die Daumen drückt, hofft, dass er möglichst lange dabei bleibt und so ist es auch bei dieser Geschichte. Ich hatte „Selection“ innerhalb von nur zwei Tagen gelesen, weil ich es irgendwann nicht mehr weglegen wollte und ich richtig Spaß hatte am Lesen.

Leider zeigt der Roman aber deutliche Schwächen was die Charaktere angeht. Die einzige Figur, die ich authentisch und gelungen fand, war die Protagonistin America selbst. Sie wurde von der Autorin liebevoll ausgearbeitet und da sie die Handlung aus der Ich-Perspektive erzählt, erfährt man als Leserin natürlich auch viel über ihre Gedanken- und Gefühlswelt, was sie dann letztlich glaubhaft und real erscheinen ließ. Und bis auf die ein oder andere Stelle, an der sie kindisch und zickig war, war sie mir wirklich sympathisch. Ich fand es super, dass sie ihren eigenen Kopf hatte, klug und selbstbewusst war und viel natürlicher als die anderen Zicken.

Überhaupt nicht gelungen fand ich dagegen den männlichen Protagonisten Prinz Maxon. Dieser ist sehr gutmütig, gutherzig, sensibel, humorvoll, lächelt viel und ist total lieb. Also ein Gutmensch durch und durch – und genau das ist das Problem. Er wirkt extrem eindimensional und langweilig, weil ihm einfach die Tiefe und auch negative/dunkle Eigenschaften fehlen. So perfekt kann ein Mann eigentlich gar nicht sein (und manchmal so naiv!), auch wenn er sehr behütet in einem Palast aufgewachsen ist. Natürlich stellen sich dann auch Americas Vorurteile gegen ihn (z.B. Arroganz) als negativ heraus – schließlich ist er ja perfekt. Gäääääähn. Bei Liebesgeschichten (und hier steht die Liebesgeschichte ganz klar im Vordergrund) muss man sich als Leserin auch immer ein bisschen in den männlichen Protagonisten verlieben können, um so richtig in die Geschichte eintauchen zu können, was mir hier leider überhaupt nicht gelingen wollte.

Der zweite männliche Protagonist ist Aspen. Dieser ist ein Angehöriger der sechsten Kaste und America gehört vor ihrem Dasein als Auserwählte zur fünften Kaste, steht also über ihm. Deshalb können die beiden nicht heiraten (oder es wäre kompliziert), aber das erklärt meiner Meinung nach Aspens wirklich schäbiges Verhalten America gegenüber nicht. Aspen wurde mir mit der Zeit immer unsympathischer, obwohl ich ihn am Anfang des Buches sehr niedlich fand. Aber gegen Ende mutiert er wirklich ins Gegenteil und auch Americas Verhalten daraufhin konnte ich mir nicht erklären. Aber mehr möchte ich hier gar nicht verraten, das müsst ihr selbst lesen ;).

Ich möchte noch kurz auf die Rahmenhandlung eingehen. Die Liebesgeschichte/n steht/en bei „Selection“ ganz klar im Vordergrund, doch hat der Roman einen dystopischen Hintergrund. Der Roman spielt irgendwann in der Zukunft und man erfährt auch im Laufe der Geschichte das ein oder andere Detail zur Vergangenheit bzw. unserer Jetzt-Zeit. Das konnte ich auch noch nachvollziehen, allerdings fand ich den wiederholten Auftritt der Rebellen mehr als fragwürdig. Es ist so, dass die Königfamilie bzw. der Königshof immer wieder von Rebellengruppen angegriffen werden und sie sich daraufhin im Schloss oder –keller verbarrikadieren müssen. Man erfährt zwar ein paar Hintergrunddetails dazu von Maxon, aber mir war nie klar, wer hier wirklich angreift und vor allem WARUM. Die Erklärungen fand ich dazu alle sehr fadenscheinig und unbefriedigend und ich würde mir wünschen, dass man dazu noch mehr in den Folgebänden erfahren wird.

Fazit: „Selection“ von Kiera Cass ist ein Buch, das für sehr gute Unterhaltung und Spaß beim Lesen sorgt, wenn man über die ein oder andere Schwäche hinwegsehen kann. Ich wurde sehr gut unterhalten und würde das Buch deshalb auch allen Leserinnen empfehlen, die Dystopien und Liebesgeschichten oder Castingshows lieben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine liebenswerte Protagonistin kämpft sich durch eine etwas oberflächliche Handlung, 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Ich wage mich oft an literarische Experimente und lasse mich gerne zu einem Buch verführen, das mich durch seine Inhaltsangabe nicht überzeugen konnte. Auch mit „Selection“ von Kiera Cass ließ ich mich auf so ein Experiment ein.
Nachdem ich die Zusammenfassung dieser Geschichte gelesen hatte, war ich davon überzeugt, dass die Autorin sich durch die Fernsehsendung „Der Bachelor“ inspirieren lassen hat. Ich wollte keine dystopische Geschichte lesen, in der sich 35 Frauen um einen Mann streiten, der ihnen ein besseres Leben bieten kann. Es gelang mir aber auch nicht dieses Buch zu ignorieren, denn es war überall sehr präsent.
Viele Rezensenten überschlugen sich mit Lobeshymnen und selbst die kritischsten gaben dem Buch Bestnoten. Mit jeder neuen Rezension wuchs meine Neugier und vor wenigen Tagen entschloss ich mich, es endlich zu lesen.

Dem Leser wird der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gemacht. Er lernt das Land Illeá und seine Gesetze kennen, in dem die literarische Hauptfigur America Singer lebt. Durch ihren Alltag bekommt man sehr schnell eine Ahnung, wie viele Menschen ihr Leben in diesem Land bestreiten. Alle Bürger werden in acht Kasten unterteilt, an die bestimmte Regeln geknüpft sind. Menschen, die in einer gehobenen Kaste eingeteilt sind, dürfen ein süßes Leben ohne jegliche Entbehrungen führen. Ganz im Gegensatz zu denen, deren Kaste weiter unten angesiedelt ist. Sie müssen jeden Tag gegen den Hunger und ums nackte Überleben kämpfen. Americas Leben in Kaste fünf soll sich über Nacht komplett ändern. Zusammen mit 34 anderen Mädchen erhält sie die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen, um mit ihrer Familie der Armut zu entfliehen. Sie würde einen sehr hohen Preis dafür zahlen, und vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren. Einen Mann, der ihr nie begegnet ist und den sie nicht begehrt.

Bis auf America sind alle Charaktere etwas oberflächlich gestaltet worden, obgleich viel Potenzial in ihnen schlummerte. Aber auch die Handlung wurde sehr einfach und schlicht gehalten und die Geschehnisse während des Castings nehmen einen großen Teil der Geschichte ein. Auch wenn nicht viel passiert, außer dass man 35 Mädchen dabei beobachtet, wie sie um einen Mann kämpfen, ohne großartig die Krallen auszufahren, wird es nicht langweilig. America schaffte es, durch ihre interessante Persönlichkeit, ihre sympathische und lockere Art und ihrer Einstellung zu diesem Casting, mich neugierig auf den weiteren Verlauf zu machen. Die Idee zu dem Gesellschaftsentwurf wirkte nicht vollends ausgereift und viele Szenen wirkten unüberlegt und warfen Fragen auf, die weder die Autorin noch America mir beantworten konnten. Was mich zusätzlich etwas gestört hat, waren die Begebenheiten am Ende. Hier schien es fast so, als seien der Autorin die Ideen gänzlich abhanden gekommen und sie bediente sich einer Dreiecksbeziehung, um wieder etwas Schwung hineinzubringen.

Ich kann es verstehen, dass diese leichte Geschichte, gerade innerhalb der Zielgruppe, viele Fans gefunden hat. Mir war die Geschichte zu einfach und zu unausgereift. Und obwohl mich „Selection“ von Kiera Cass nicht komplett überzeugen konnte, bin ich trotzdem wissbegierig, wie es im zweiten Teil „Selection - Die Elite“ - der im Februar erscheint - mit America weitergeht.
Am Ende stand ich vor dem Ergebnis meines Experimentes und konnte mit Gewissheit sagen, dass es nicht mein letztes sein wird.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trotz Mankos ausgesprochen unterhaltsam, 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch...

- ist schlicht geschrieben
- weniger Dystopie als ein Mix aus GNTM und Cinderella
- bewegt sich durchgehend an der Oberfläche
- bricht an keiner Stelle die Klischeeschale auf
- plätschert ohne Überraschungen und fast ohne Höhepunkte dahin

Aber: Es ist trotzdem unterhaltsam!
Und warum? Weil Kiera Cass jede Menge Mädchenträume zu einem netten Ganzen zusammenführt.
Ein prunkvolles Schloss, schöne Kleider, Stylisten, Zofen und eine sympathischer (ganz und gar unschuldiger Prinz) - das ist einfach zu schön, um sich nicht darin verlieren zu wollen.
Dabei bezieht "Selection" seinen Reiz - wie alle guten Liebesgeschichten - aus der Ungewissheit; aus dem Zweifel und hier eben aus der Frage, ob Heldin America aus einem Casting, zu dem 35 Mädchen ins Königshaus eingeladen wurden, als Siegerin hervorgeht und damit die Braut des Prinzen wird. Was der "Spannung" zusätzlich zugute kommt ist die Tatsache, dass America bei dieser Auswahl eigentlich gar nicht mitmachen möchte. Ihr Herz hängt an ihrer Jugendliebe Aspen, der ihr kurz vor der Abreise den Laufpass gegeben hat.

Das Ganze spielt in einer - durchgängig recht blass bleibenden - Zukunftswelt, in der die Menschen Kasten zugeordnet sind, in der sich die alten Ländergrenzen verschoben haben und Krisen und Kriege herrschen.
Davon bekommt America in ihren Märchenschlossumgebung allerdings kaum etwas mit! Mehrfach dringen Rebellen in das Königshaus ein; die harmlosen Nordrebellen, die brutalen Südrebellen, doch warum wieso und wie die größeren Zusammenhänge zu verstehen sind - wenn sich die Autorin überhaupt welche gedacht hat - bleibt unbeantwortet. Die Szenen dienen vielmehr dazu, America mutig aussehen zu lassen und ein klitzekleines bisschen Außenwelt hineinschimmern zu lassen.

Aber das Buch will auch gar nicht beunruhigend sein. Es will nicht "Panem" sein, es will nicht "Bestimmung" sein, es will in erster Linie romantisch sein. Tränen und Zickereien unter den Castingteilnehmerinnen gehören daher zu den "negativ-emotionalen" Höhepunkten. Aber die haben - GNTM und Bachelor machen es vor - eben auch ihren Unterhaltungswert.

Fazit: Unglaublich schlicht - trotzdem unterhaltsam. Ein Wohlfühlbuch und ein Lesetipp für GNTM-Fans.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderne Märchen-Dystopie mit Topmodel-Effekt ! GENIAL !, 14. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Wow, okay....

Ich hatte null Erwartungen an dieses Buch. Warum ? Weil es überall nur hochgelobt wird und man kaum etwas Negatives darüber liest oder hört. Eigentlich sollte das ja ein gutes Zeichen sein, doch ich habe in letzter Zeit immer wieder die Erfahrung machen müssen, das sich manch ein "überaus positiv gelobtes" Buch als totaler Reinfall erwies. Wenn man hingegen keine Erwartungen, oder zumindest keine "großen" hat, dann kann man auch nicht enttäuscht werden.

Mit dieser Einstellung begann ich also, "Selection" zu lesen, ohne zu ahnen, das ich in weniger als 12 Stunden nach dem zweiten Teil, der ja noch nicht einmal im Englischen erschienen ist, lechzen würde.

Dieses Buch hat mich schier überrannt, hat mich eingesaugt und in einen Bann gezogen, der mir kaum ermöglichte, es wenigstens mal ganz kurz zur Seite zu legen um mir einen Kaffee aus der Maschine zu lassen.

Der Überflieger-Status ist gerechtfertigt, auch wenn die Protagonisten teilweise ehrlich dämliche Namen haben und man sich in manch kleinem Moment, in der ein oder anderen Situation oder aber beim Aufeinandertreffen mit verschiedenen Personen ( ja meine Damen,die sie das Buch schon gelesen haben: ich spreche von Gavril !!! ) fühlte, als wäre man zurück in Panem. Es sind jedoch nur klitzekleine Ähnlichkeiten, die der Geschichte nichts ausmachen, mir aber halt aufgefallen sind.

Was macht dieses Buch so besonders ? Warum ist es denn nun der Überflieger ?

Rückblickend ist es für mich ganz klar die Vermischung der Elemente mit denen Kiera Cass hier gearbeitet hat. "Selection" bewegt sich irgendwo zwischen einer Dystopischen Erzählung und einem modernen Märchen, kombiniert mit einem Hauch von TV Formaten wie "Der Bachelor" oder "Next Topmodel" ( Ich habe heute leider kein/e Foto/Rose für dich ). Das ist neu und ich liebe es !

Um das in kurzen groben Zügen zu erläutern:

Da haben wir zum Einen die 35 ausgewählten und schönsten Mädchen des Landes, die um die Gunst des "einen" Prinzen buhlen und versuchen sich gegenseitig auszustechen und platt zu machen. Hier spielt vor allem auch die Klassengesellschaft eine große Rolle, die bei den Mädchen zu Neid und Missgunst führt, denn wie kann eine "Fünf" mit niedrigerem Stand vom Prinzen mehr begehrt werden als eine "Zwei" die wesentlich besser da steht.
Desweiteren gibt es die klassischen Märchen-Merkmale, wie beispielsweise die Mutter ( ich denke dabei an die böse Stiefmutter, auch wenn die Mutter hier nicht wirklich BÖSE ist, nur ein bisschen gierig ! ) die ihre Tochter dazu drängt sich für einen der 35 Plätze zu bewerben, obwohl diese bereits bis über beide Ohren verliebt ist, was natürlich niemand wissen darf, weil es sich nicht geziemt und ja sogar verboten ist, denn der junge Mann kommt aus einer noch niedrigeren Kaste.
Letzten Endes lenkt die Tochter ein und beugt sich dem Wunsch der Mutter, die ja für ihre Tochter eigentlich nur das Beste will, nicht jedoch ohne selbst davon zu profitieren.
Es gibt ein Schloß, es gibt den Traumprinzen und soooooooo viel Romantik, die aber kein Stück kitschig wird. Naja, vielleicht ein bisschen ;)
Dann haben wir hier noch die dystopischen Elemente. "Selection" spielt ja irgendwann in der Zukunft.
Es ist die Rede vom vierten Weltkrieg, China hat Amerika geschluckt und es gibt eine Menge Rebellen, deren Absichten hier noch nicht ganz klar sind. Doch man erfährt bereits das es dabei um zwei verschiedene Gruppen geht. Das Volk in den niedrigen Kasten leidet Hunger und Armut, während die oberen Kasten im Luxus schwelgen. Das kann zwangsläufig nur zu einer großen Rebellion führen, aber das werden wir wohl erst ( wenn überhaupt ) in Band 2 erfahren.

Und last but not least, haben wir die großartig gezeichneten Charaktere.

America ist eine Protagonistin, die mit dem Kopf durch die Wand geht und sich nicht verbiegen lassen will. Der Palast engt sie ein, die Mädchen sind ihr zu übertrieben und laut, sie bevorzugt die Ruhe und sie beweist Stärke und Rückgrat als sie beschließt, sich genau so zu geben wie sie nun einmal ist.
Da sie den Prinzen gar nicht will, hat sie auch nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall schickt man sie nach Hause und die Schecks, die ihre Familie als Entschädigung für Americas Aufenthalt im Schloß bekommt, würden eingestellt. Sie steht zu dem was und wer sie ist und Prinz Maxon scheint das zu gefallen. America stellt jedoch direkt klar, das er sich gar nicht erst in sie zu verlieben braucht, denn mehr als eine Freundin kann und will sie für ihn nicht sein...und eine Weile funktioniert das auch ganz gut...

Und Maxon, ach er ist süß. In seinem goldenen Käfig aufgewachsen ist er im Umgang mit Mädchen leicht hilflos. Dank Americas Hilfe, die ihn stets ermutigt, wird er bald schon etwas lockerer und offener. Außerdem verändert sie sein Bewusstsein für die Dinge außerhalb der Palastmauern.

Ich glaube es gibt keinen Charakter den ich nicht mag...naja außer diejenigen bei denen gewollt ist, das man sie nicht leiden kann ;)

Weitere Pluspunkte:
- der flüssige Schreibstil, der einen entspannten Lesefluss garantiert
- Spannung, Romantik, Herzschmerz
- das übermittelte Kribbeln im Bauch *schmacht*
- englisches und deutsches Cover sind gleich, das erlebt man selten.
Freut mich hier besonders, weil das Cover wunderschön ist.

Fazit:

Ich will mehr !!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prinzesinnenhafte Dystopie, 10. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Äußeres Erscheinungsbild:
Ich bin sehr froh, dass das Originalcover beibehalten worden ist. Ich finde es wundervoll mädchenhaft und das Kleid passt wirklich gut zu America, die im Buch auch ein blaues Kleid trägt, welches ich mir aber nicht ganz so wie auf dem Cover vorgestellt habe.
Der Titel wurde auch fast aus dem Original übernommen und da "Selection" ja Wahl/Auswahl bedeutet, passt das auch perfekt.

Eigene Meinung:
Kiera Cass schreibt wunderbar jugendlich und es lässt sich sehr einfach und leicht lesen. Sie benutzt kleine Details, die die Umwelt von America sehr bildlich machen, aber es sind nicht übermäßig viele, so dass es nicht überladen wirkt.

Die Handlung hat mir von Anfang an zugesagt. Ich mag es immer sehr, wenn viele verschiedene Menschen (besonders Mädchen) vorkommen, die ich mir selbst im Kopf vorstellen kann. Zudem bin ich ja auch total von Namen besessen.
Ich muss sagen, im Gegensatz zu vielen anderen hatte ich nicht "Der Bachelor" im Kopf, da mich das überhaupt nicht interessiert, aber den Vergleich kann ich dennoch nachvollziehen.
Die Storyline finde ich innovativ, auch wenn Cass mit dieser ,reicher-Junge-armes Mädchen Nummer, das Rad sicherlich nicht neu erfunden hat. Besonders schön an dieser Dystopie finde ich, dass nicht alles so schwarz und böse ist wie in anderen. Aufgrund dessen ist der Roman vielleicht nicht der spannendste, aber er ist unterhaltsam und einfach schön.
"Selection" ist auch nicht so besonders tiefgründig, aber er ist sehr kurzweilig und hat mich auf seine besonders herzliche Art gut unterhalten und für eine Weile in seinen Bann gezogen.

Die Personen wurden von Cass alle sehr liebevoll kreiiert.
American habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist ein echtes Sweetheart, die ihre Familie über alles liebt und eigentlich alles für sie tun würde. Sie hat aber dennoch ihre eigene Meinung und ich finde es gut, dass sie sich nicht so vom Königshof einlullen lässt und dem Prinzen direkt sagt, was sie denkt. Sie tritt ihm gegenüber und bleibt sie selbst und versucht den Prinzen nicht zu täuschen.
Americas Familie war mir auf Anhieb sympatisch. Ihre Eltern sind beide auf ihre Art sehr gute Eltern. Und die kleine Schwester ist ja so süß und knuffig. Sie ist total hyperaktiv und über die Wahl wahrscheinlich aufgeregter als America selbst. Sie ist neugierig uns so richtig Mädchen. Von Americas Schwester habe ich nicht genug gesehen, um sie richtig einschätzen zu können und auch ihr Bruder kam nicht so häufig vor, aber ich mochte ihn nicht so sehr. Das er seine Familie so im Stich ließ erscheint mir falsch.
Aspen mochte ich von Anfang an nicht. Er war mir unsympathisch und ich konnte ihn von Anfang an nicht einschätzen. Immer habe ich mich gefragt, ob er vielleicht ein falsches Spiel mit America spielt. Zudem erschien er mir manchmal herzslos und kalt ihr gegenüber.
In Maxon habe ich mich hingegen von Anfang ein bisschen verguckt. Er ist sehr nett und freundlich, beinahe schüchtern. Er behandelt alle Mädchen mit Respekt und ist höflich zu ihnen. Ich hoffe sehr, dass America zum Schluss mit ihm zusammen kommt.
Die anderen Mädchen waren entweder liebenswürdig oder sie waren es nicht. Von einigen erfährt man mehr. Diese sind gut ausgearbeitete Charaktere, wobei die eine oder andere doch etwas klischeehaft daherkommt und damit negativ vorbelastet ist.
Positiv erwähnen möchte ich unbedingt noch die drei Dienstmädchen von America, die ich goldig finde.

Das Buch an sich hat keine in sich geschlossene Handlung. Es scheint, dass das Buch einfach in der Mitte durchgeschnitte worden ist. Es gibt also ein offenes Ende, ohne extremen Cliffhanger.
Für mich hat es auch nicht wirklich einen absoluten Höhepunkt gezeigt, die Handlung bleibt beinahe dauerhaft auf einem guten Niveau. Wer es also nicht mag, dass es solange warten muss bis die Handlung fortgesetzt wird, sollte mit lesen warten bis mindestens Band 2 erschienen ist.

Fazit:
Ein sehr toller erster Band (besonders für Mädchen), der mit seinen beiden Hauptcharakteren und der süßen Prinzenstory begeistern kann. Etwas schade finde ich das "unfertige" Ende und den doch recht mageren "Höhepunkt".

4,5/5
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selection, 16. März 2013
Von 
Nazurka - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Selection (Gebundene Ausgabe)
Rezension

Als America Singer den Brief der Stadtverwaltung in den Händen hält, wird ihr mulmig zumute, wie wahrscheinlich jedem heiratsfähigen Mädchen des Landes. Denn Prinz Maxon soll vermählt werden und Americas' Mutter drängt auf eine Teilnahme ihrer Tochter beim Casting. Doch sie selbst ist von dieser Idee gar nicht begeistert, ist ihr Herz schließlich schon an den unschuldigen, liebenswürdigen Aspen vergeben. Doch dies könnte die Chance sein, ihre Familie aus der Armut zu befreien. Überredet von ihrer Mutter bewirbt sie sich beim Casting - und wird wider Erwarten auserkoren, eine der 35 potenziellen Ehefrauen des Prinzen zu sein. Zunächst sträubt sich alles in ihr, dieses Schicksal zu akzeptieren - doch je näher sie Maxon kennenlernt, desto mehr wird ihr bewusst, dass seine charmante Art und sein Wesen ihr nicht widerstrebend sind. Als jedoch die Rebellen wieder und wieder den Palast angreifen spitzt sich die Lage zu - was geschieht im jungen Land Illeá? Und kann sich America auf Maxon und ihre Gefühle zu ihm einlassen?

Mit dem ersten Band einer angehenden Trilogie, "Selection", erzählt Autorin Kiera Cass die Geschichte eines Mädchens, welches wider Erwarten die Chance auf eine Vermählung mit dem Prinzen des Landes erhält - diese jedoch nicht nutzen will. So ungewöhnlich dies klingen mag, so sehr ist America Singer, Protagonistin des Romans, davon überzeugt, nicht (wie alle anderen Mädchen) die Gemahlin des Prinzen werden zu wollen. Schon zu Beginn der Geschichte ist die (durchaus auch politische) Positionierung der Figur eindeutig: Ihre Liebe zu Aspen ist America wichtiger als der soziale Aufstieg, der durch eine mögliche Vermählung mit dem Prinzen einhergehen könnte. Auch die Armut ihrer Familie ist ein großer Aspekt, welcher America zwar bewegt, da sie sich ihrer Pflichten überdeutlich bewusst ist, allerdings nicht das schlagende Argument ist, weshalb sie letztendlich am Casting teilnimmt.

America lernt man dabei als ruhiges, pflichtbewusstes Mädchen kennen, welches leidenschaftlich zu Lieben weiß, Zuneigung zu ihren Mitmenschen und ihrer Familie hegt und Mitgefühl zeigt. Ihre Passion ist außerdem die Musik, ihre große Begabung, welche sie trotz ihrer geringen Kaste (sie ist eine Fünf) auslebt und damit auch den Großteil des Geldes für ihre Familie verdient. Auch Aspen lernt man zunächst als jungen Charmeur kennen, welcher eine große Liebe zu America zeigt, jedoch auch einen ebenso starken Stolz besitzt, welcher auch im späteren Verlauf zum Bruch zwischen den beiden Figuren führt und beide in ihrer Charakterentwicklung und dem weiteren Handlungsverlauf beeinflussen. Die Einführung von Prinz Maxon gestaltet sich indes als sehr locker - er stellt quasi einen Gegensatz zu Aspen her und tritt als kluger Mann auf, der zwar Grenzen zu ziehen weiß und sich auf die Einhaltung der Etikette versteht, jedoch auch Ausflüchte sucht und offen für neues und Kritik ist. Kein Wunder, dass er sich von America inspirieren lässt und sich zu ihr hingezogen fühlt.

Während des weiteren Verlaufs der Story spinnen sich nicht nur handlungstechnisch gesehen einige interessante Fäden und Konstellationen auf, sondern ziehen sich auch die Beziehungsstrukturen der Haupt-und Nebencharaktere enger zusammen. So entwickeln auch Nebenfiguren, wie beispielsweise das Königspaar oder die Zoofen der Protagonistin, nicht nur zu farblosen Figuren, sondern zeichnen sich durchaus durch individuelle Charaktereigenschaften aus, welche den Leser noch authentischer in die Welt von Illeá eintauchen lassen. Wichtig ist hier vor allem zu nennen, dass sich der Schwerpunkt der eigentlichen Geschichte (welcher hier noch maßgeblich mit Fokus auf die Liebesgeschichte und die Charakterkonstellationen gelegt wird) augenscheinlich noch nicht zu Tage tritt. Obwohl die Informationen und Details nur rar gesät werden, kristallisiert sich durchaus auch eine politisch-intregante Geschichte aus, welche maßgeblich von den Rebellen angeführt wird. Zwar weiß der Leser noch nicht, um welche Gruppierungen es sich handelt und wie die geschichtlichen Hintergründe aussehen, doch ein Ansatz ist da, der definitiv das Interesse weckt. Dabei ist es dennoch schade, dass dies alles durch die aufgepuschte Liebesgeschichte (welche tatsächlich starke Ähnlichkeiten mit der Serie "Der Bachlor" hat, obwohl der Ansatz doch grundverschieden ist) drastisch an Bedeutung verliert.

Auch mit fortschreitender Seitenzahl kann man trotz einer gewissen Grundspannung und Sympathie gegenüber der Protagonistin nicht auf ein Finale hinfiebern, welches nochmal einiges mehr hätte rausreißen können. So bleibt es bei einer interessanten Geschichte mit viel offenem Potenzial und Ansätzen zur weiteren Detailarbeit, was den Grundriss der Hauptgeschichte angeht. Es bleibt außerdem zu hoffen, dass die Autorin aus der Story noch einiges wird rausholen können, sodass der Nachfolger hoffentlich vielversprechender werden wird als der etwas schwächelnde erste Band dieser Serie.

Fazit

Selection von Kiera Cass ist ein angenehmer und durchaus begeisterungsfähiger Jugendroman, welcher durch sympathische Figuren und eine interessante Welt beim Leser punkten kann. Leider geht die Detailarbeit und der Hintergrund der Haupthandlung durch den Fokus der Liebesgeschichte unter, sodass konkrete Informationen zu wünschen übrig bleiben. Dennoch ist dies aber auch ein Roman, der - genau aus vorher genannter Kritik - noch einiges an Potenzial offen lässt, welches die Autorin für die Fortsetzung des hoffentlich bald erscheinenden zweiten Bandes nutzen kann. Dennoch können Fans der Jugendbuchliteratur und Liebhaber von Dystopien durchaus schöne Lesestunden in diesem Roman finden.

Pro und Contra

+ Sympathische Charaktere
+ Passendes Cover zur Geschichte
+ Authentische Charakterentwicklung
+ Begeisterungsfähig

o Einfacher Sprachstil

- Zu wenige Details und Hintergrundinformationen
- Viel offenes Potenzial das ungenutzt liegen bleibt
- Kein finaler Schluss
- Haupthandlung wird von Liebesgeschichte dominiert
- Ende dümpelt vor sich hin

Bewertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5
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Selection
Selection von Kiera Cass
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