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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2007
Nachdem ich mit Begeisterung Jane Austen Romane gelesen habe machte ich mich auf die Suche nach anderen englischen Autorinnen jener Zeit und traf auf Charlotte Bronte und Jane Eyre.

Aufgemacht wie eine Autobiografie werden zuerst Janes Kinder- und Jugendjahre beschrieben. Jane Eyre wächst bei der reichen Familie ihres Onkels auf, sie ist Vollwaise. Als ihr Onkel stirbt wird sie von ihrer Tante und besonders ihrem Cousin schwer schikaniert. Sie rebelliert und wird in ein Internat für arme Waisenkinder gesteckt. Auch die Jahre auf der Schule sind hart und grausam doch wie durch ein Wunder überlebt die kränkliche, blasse Jane auch diese Zeit. Nach der Schule und nachdem sie dort einige Jahre selbst Lehrerin gewesen war, möchte Jane mehr von der Welt sehen und sucht sich eine Stelle als Gouvernante. Sie landet im düsteren Haus von Mr.Rochester. Dieser ist fasziniert von Janes scharfer Intelligenz, ihrer ehrlichen Natur und ihrem Mut, sie verlieben sich. Doch Janes seltenes Glück währt nicht lange, denn Mr.Rochesters Haus birgt ein dunkles Geheimniss aus der Vergangenheit seines Besitzers...

Jane Eyre ist mir im Laufe des Buches zu einer meiner liebsten Romanheldinnen geworden. So viel Unglück, Grausamkeiten und Schmerz Jane auch wiederfahren ist, hat sie nie daran gedacht aufzugeben. Charlotte Bronte hat damals mit Jane eine ganz neue Art von Romanheldinnen geschaffen. Eine Frau, die sich weder durch Schönheit, Sittsamkeit noch durch Geld auszeichnet sondern mit einem scharfen Verstand und die dazu noch Rechte einfordert die zur damaligen Zeit nur Männern vorenthalten waren.
Die Atmosphäre ist im ganzen Buch düster, leicht unheimlich und passt zu Jane Eyre und Mr.Rochester. Auch das Ende ist kein klassisches happy ending es trägt einen dunklen Nachgeschmack.
Den Roman habe ich sehr gerne gelesen und er hat mir sehr viel gegeben. Und obwohl schon 150 Jahre alt, lässt sich Charlotte Brontes plastischer Schreibstil gut und flüssig lesen. Vorallem für Frauen (gerne auch für Männer) ist Jane Eyre ein Stern am ewigen Literaturhimmel und wärmstens zu empfehlen
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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. September 2006
Das Buch ist einfach ein Klassiker und es lohnt sich absolut es in der Originalsprache zu lesen, auch wenn man mit dem herkömmlichen Schulenglisch schon mal ins Stolpern kommt. Aber der Witz und die Intelligenz der Protagonisten kommt auch so hundertprozentig rüber!

Über den Inhalt will ich mich nicht auslassen, nur so viel: Der Mittelteil erinnert an Jane Austens Pride&Prejudice, nur, dass in Charlotte Brontes Buch die Protagonisten nicht ganz so eindimensional und brav erscheinen. Jane und Mr. Rochester haben zwar beide ihre Prinzipien und sind im Grunde "gut", aber sie sind weder perfekt noch tun sie so als ob. Die Vor- und Nachgeschichte zur Romanze zwischen Jane und ihrem "Herrn" gibt der Geschichte eine zusätzliche Dimension und macht sie irgendwie "greifbarer". Ms. Bronte zeichnete keine kitschig-süße Fantasiewelt, in der immer alles schwarz oder weiß sein muss. Sie zeigt uns, dass es wichtig ist, trotz allen Widrigkeiten des Lebens uns selbst und unseren Prinzipien treu zu bleiben. Und natürlich, dass es sich lohnt, um seine Liebe zu kämpfen.

Fazit: Preis ist mehr als ok, Geschichte teils spannend, teils romantisch und man nimmt auch noch ein paar gute Gedanken mit! Volle Punktezahl!!!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Waisenkind Jane Eyre lebt im 19. Jahrhundert im englischen Hause Gateshead bei ihrer strengen, sie oftmals ohne schwerwiegenden Grund bestrafenden Tante Mrs. Reed. Jane wird ebenfalls von ihrem Vetter John geschlagen und beschimpft. Mrs. Reed entschließt sich Jane in das Waisenhaus Lowood von Mr. Brocklehurst abzugeben, der Jane zukünftig als Lügnerin ansieht. Jane wächst zu einer sittsamen jungen Frau und Lehrerin heran und wird schließlich Erzieherin in Thornfield Hall. Dort befindet sich der Hausherr Mr. Rochester, den sie sehr bald lieben lernt. Doch Mr. Rochester hält ein menschliches Geheimnis in seinem Herrenhaus versteckt und nach Monaten der Enttäuschung kehrt Jane doch zu Mr. Rochester zurück, der von einem Brand nahezu erblindet ist...

Der Roman Jane Eyre schwankt zwischen Trivialroman und wichtiger englischer Literatur, denn die Handlung alleine besticht nicht in diesem Roman, sie gleicht eher einem Wunschtraum von Charlotte Bronte, denn die Autorin selbst hat viele Stationen verlebt, die sie ihrer Figur Jane mitgibt: Nahezu Waisenkind, der Tod der Schwester(n) (bei Jane eine Freundin aus Lowood), Erzieherin werden und von einem letzten Verwandten träumen, an dessen Tür man klopfen kann und bei dem man erfährt, man sei reich. Der Charakter der Jane Eyre ist jedoch viel stärker als die Handlung des Romans, sie ist eine Mischung aus rachsüchtiger, schüchterner und doch selbstbewusster, avantgardistischer und die Moral durchbrechende Figur, die mit viel Offenheit und Bewusstsein des eigenen Tuns beim Leser punktet und nicht etwa hölzern wirkt. Charlotte Brontes Roman ist stilistisch gesehen viel einfacher zu lesen als die Romane Jane Austens, jedoch fehlen dafür hier etwas die Ironie, der Witz, die unerträglichen Situationen, die man nur mit Ende des Romans als gelöst sieht, jedes Kapitel ist hier ein Buch für sich, das sich in sich abschließt. Jane Eyre kann man also lesen, interessiert man sich aber eher fürs Filme schauen als fürs Lesen, sollte man zu dieser BBC-Verfilmung greifen, die meiner Meinung nach die Beste bisher ist mit wirklich miteinander harmonisierenden Hauptdarstellern und einer Buchverfilmung würdigen Version ohne große Abweichungen: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set).

~Bücher-Liebhaberin~
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Oktober 2002
Jane Eyre wächst unter schweren Bedingungen im Waisenhaus und bei lieblosen Verwandten auf. Als junge Frau kommt sie als Erzieherin auf den abgelegenen Herrensitz Thornfield, wo sie die kleine Nichte des düsten Mr. Rochester unterrichten soll. Zwischen dem älteren, reichen Gutsbesitzer und der zurückhaltenden, aber klugen Jane entsteht schon schnell eine besondere Verbindung, die in einem überraschenden Heiratsantrag mündet. Für die überglückliche Jane scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, aber ihr Leidensweg ist noch nicht vorbei, denn Mr. Rochester hütet ein dunkles Geheimnis ...
Dieser überaus spannende Roman besitzt alles, was ihn zu einem der besten Bücher aller Zeiten macht - schaurige Atmosphäre, flüssige, wundervolle Sprache und detaillierte Beschreibungen, lebensnah gezeichnete Charaktere mit Stärken und Schwächen, eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen. Die äußerlich schwache und innerlich so starke Jane Eyre ist eine der einprägsamsten Frauengestalten der Weltliteratur. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne liest und stundenlang in einem Schmöker versinken kann.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Februar 2012
...anders kann man diesen Roman nicht bezeichnen. Ich habe selten so mitgefühlt und gelitten wie bei diesem Klassiker. Natürlich ist er im Original noch schöner zu lesen, aber dazu fehlt manchmal dann doch die Lust.

Wer auf die ganz große Liebe steht, der sollte dieses Buch auf jeden Fall downloaden.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2000
Brontes Roman Jane Eyre folgt in vielerlei Hinsicht dem Muster des Entwicklungsromans, so wie es durch Goethes Wilhelm Meister geprägt wurde und durch Thomas Carlyles Goethe-Übersetzung Eingang in die englische Literatur fand. So verfolgt der Leser die 'apprenticeship' seiner Heldin von der Kindheit bis zur Heirat und dem Finden ihres Platzes in der Gesellschaft. Ähnlich wie David Copperfield und Oliver Twist ist auch Jane ein Waisenkind, die ihrer Umwelt erhebliche Widerstände entgegen setzen muß, um für sich einen bescheidenen Lebensraum zu finden. In allen Prüfungen, die ihr vom Leben auferlegt werden (Tod der Freundin, tragische Liebesgeschichte, etc,), verletzt sie nie ihre moralischen Wertvorstellungen und beweißt stets Mut und Entschlossenheit. Da der Roman als fiktive Autobiographie als Ich-Erzählung verfaßt und aus der Retrosperktive geschildert wird, ergeben sich stets interessante Konstellationen zwischen erzählendem und erlebendem Ich. Brontes Werk ist nicht nur ein Klassiker der englischen Erzählliteratur, sondern auch ein frühes Dokument, des imaginären Erprobens neuer Aktions- und Handlungsräume der Frau im 19. Jahrhundert. Schonungslos ist der Roman auch als zeit-und gesellschaftskritisches Portrait , das in vielerlei Hinsicht mit den eigenen Erfahrungen der Autorin durchsetzt ist: das oft menschenfeindliche und erbamungslose englische Schulwesen und vor allem die beschränkten Möglichkeiten, die sich einer Frau zur Zeit des Viktorianismus boten, um ihren eigen Lebensunterhalt zu verdienen.
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jahr und Tag schleiche ich um dieses Buch (ich meine in gedruckter Form) schon herum, unentschlossen es zu erwerben, und nun gibt's JANE EYRE als rechtefreie Ausgabe für den Kindle und zwar gratis. Ich bin hin und weg ... Ein viktorianischer Leckerbissen!

Eine Bewertung, ohne auf den Inhalt einzugehen mag (hier) ein Sakrileg sein, doch erlaube ich's mir und stelle für die interessierten Mitleser und Kindle-Besitzer noch fest, dass die charmante veraltete Sprache, die nur wenig mit unserer neuen deutschen Rechtschreibung zu tun hat, mir außerordentlich gefällt. [Diese Übersetzung stammt meiner Recherche nach von Maria von Borch (1853 - 1895) - diese Angabe erfolgt ohne Gewähr.]

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Hier eine Leseprobe:
Der Mond war untergegangen und es war sehr dunkel. Bessie trug eine Laterne, deren Licht auf nasse Stufen und einen durch plötzlichen Thau aufgeweichten Kiesweg fiel. Feucht und rauh war dieser Wintermorgen, meine Zähne schlugen vor Kalte zusammen, als wir den Fahrweg hinuntereilten. Aus der Loge des Portiers glänzte ein Licht. Als wir näher kamen, sahen wir, daß die Pförtnersfrau gerade ein Feuer machte. Mein Koffer, welcher schon am Abend vorher hinuntergetragen war, stand mit Stricken geschnürt vor der Thür. Es fehlten nur noch wenige Minuten an sechs Uhr, und kurz nachdem die volle Stunde geschlagen hatte, verkündete das ferne Rollen der Räder das Nahen der Postkutsche. Ich ging an die Thür und beobachtete, wie die Laternen des Wagens schnell durch die Dunkelheit daher kamen.

»Fährt sie allein?« fragte die Portiersfrau.

»Ja.« »Und wie weit ist es von hier?«

»Fünfzig Meilen.«

»Welch weiter Weg! Mich wundert es nur, daß Mrs. Reed es wagt, sie die lange Strecke allein fahren zu lassen.«

Die Kutsche hielt an; da stand sie mit ihren vier Pferden und dem von Reisenden besetzten Dach vor der Thür; der Kutscher und der Kondukteur trieben laut zur Eile an; mein Koffer wurde hinauf gehißt; man zog mich von Bessie fort, deren Nacken ich umklammert hielt und die ich mit Küssen bedeckte.
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Definitiv eine 5-Sterne Empfehlung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2012
Wundervoller Klassiker, den man immer wieder lesen kann. Regelrecht zum träumen. Leider sind hier doch einige Tippfehler passiert (und ich meine nicht die alt-deutsche Sprace) daher nur 4 Sterne.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2001
Jane Eyre ist eines der wunderbarsten Bücher, die ich je gelesen habe. Charlotte Bronte war ihrer Zeit weit voraus. Sie beschreibt eine sehr charakterstarke Frau, die feste Prinzipien hat, die sie immer streng einhält - selbst wenn sie dabei ihre große Liebe zu verlieren droht. Jane Eyre ist trotz negativer Kindheitserfahrungen - sie wächst u.a. bei einer Verwandten auf, die ihr alles andere als Liebe, Vertrauen und Verständnis entgegen bringt - ein äußerst gradliniger Mensch. Noch dazu ist sie sehr offen, ehrgeizig und wissbegierig, was für Frauen in dieser Epoche sehr ungewöhnlich ist. Außerdem hat Jane eine starke Kämpfernatur, sie verfolgt ihren Weg trotz vieler Rückschläge. Die Geschichte der Jane Eyre fasziniert mich immer wieder. Lese ich dieses Buch, bin ich fast ein Teil der Handlung, denn der Stil, in dem Charlotte Bronte schreibt, fesselt den Leser ungemein. Um diese Geschichte zu beschreiben und zu rezensieren, reichen einige kurze Worte gar nicht aus. Es ist ein Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte und Jane ist eine Frau, an der man sich ein Beispiel nehmen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2000
I just read in the second-to-last review that the reader (from suburban D.C.) never met a man or a boy who liked this book. Well here's one! I am 23 years old and have just finished it for my literature class, but it's not unprobable I would have read it otherwise anyway, sience it is a classic. Anyway, I first of all think it was very well written with a fluent language. The main reason why I enjoyed it so much, though, is because of the way the writer seems to understand and symphatise with her characters (which are all very real), even for the ones that have faults she condemns. You might think I, being a man (or a boy), could not identify with Jane, but in many ways I could. Maybe because Charlotte Brontë is so superb in making her literal world coming alive, that I almost feel I'm there myself, or maybe just because Jane Eyre is the kind of person you'd want to be.
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