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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Massentierhaltung und Arbeitsmigranten als Krimithema
Schorlau hat in Denglers siebtem Fall ein immer noch brandaktuelles Themenbündel aus Fleischindustrie, Massentierhaltung, Arbeitsmigranten aus Osteuropa und Werkverträgen aufgegriffen und daraus einen spannenden Krimi um seinen Privatermittler und ehemaligen BKA-Beamten Dengler kreiert. Anlass für Denglers Ermittlungen ist das Verschwinden seines Sohnes und...
Vor 12 Monaten von Ralf KvF veröffentlicht

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Arte Themenabend mit Splattereffekten
Auch Wolfgang Schorlau macht vor der neuen Mode nicht halt, wonach jeder Krimi mit möglichst vielen unappetitlichen Szenen angereichert werden muss. Und damit meine ich nicht die Praktiken der Fleischmafia. Diese sind gut recherchiert und auch entsprechend realistisch beschrieben. Nein, daran ist nichts auszusetzen, auch wenn es besser in ein Sachbuch oder eine...
Vor 10 Monaten von Jyrgen veröffentlicht


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Massentierhaltung und Arbeitsmigranten als Krimithema, 31. Dezember 2013
Schorlau hat in Denglers siebtem Fall ein immer noch brandaktuelles Themenbündel aus Fleischindustrie, Massentierhaltung, Arbeitsmigranten aus Osteuropa und Werkverträgen aufgegriffen und daraus einen spannenden Krimi um seinen Privatermittler und ehemaligen BKA-Beamten Dengler kreiert. Anlass für Denglers Ermittlungen ist das Verschwinden seines Sohnes und dessen Tätigkeit als "Ermittler" für eine Tierschutzorganisation. Er und seine gleichgesinnten Freunde geraten zwischen die Fronten der Allianz der Fleischindustrie mit der organisierten Kriminalität. Aber - ohne zuviel zu verraten - Dengler taucht mal wieder als "Retter in letzter Sekunde" auf. Großes Explosives Finale und "Cut mit Abspann".
Der eigentliche Tenor dieses Politkrimis ist jedoch: "Die Fleischindustrie kennt keinen Respekt vor den Tieren und keinen Respekt vor den Beschäftigten. Es wundert daher nicht, dass sie auch keinen Respekt vor den Verbrauchern kennt, denen sie ihre Produkte anbietet." Dem Leser sei empfohlen, zunächst das Nachwort und die dazugehörigen Anhänge ab Seite 325 ff zu lesen und danach mit der "Zwölf-Tage-Handlung" des Krimis zu beginnen. Und dann: Guten Appetit !
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschütternde Kritiken, 24. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem Lesen des Buches bin vom Vegetarier zum Veganer geworden, da mir klar wurde, dass der wesentliche Anteil, den ich für Tiere tun kann, nicht darin besteht, kein Fleisch zu kaufen (zu essen), sondern keinerlei tierische Produkte mehr zu kaufen (zu essen). Vegetarier, die ja nur auf Fleisch verzichten, leisten nur Geringes für Tiere; Ein Großteil der Tiere wird jedoch von Menschen wegen der übrigen tierischen Produkte dazu gezwungen, ein schreckliches "Leben" zu führen.
Erschütternd war für mich, dass in den 50 Kritiken, die ich "überflogen" habe, niemand darunter war, dessen Leben sich nach dem Lesen dieses Buch "schlagartig" verändert hat. Dass dies bei mir der Fall war, dafür danke ich dem Autor.
Statt ähnlicher Gedankengänge wie sie bei mir stattfanden, fand ich in den Kritiken viele Inhaltsbeschreibungen vor!?
Übrigens: 5 Exemplare des siebten Falls habe ich Bekannten geschenkt, zwei davon änderten nach dem Lesen ihr Leben.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Arte Themenabend mit Splattereffekten, 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch Wolfgang Schorlau macht vor der neuen Mode nicht halt, wonach jeder Krimi mit möglichst vielen unappetitlichen Szenen angereichert werden muss. Und damit meine ich nicht die Praktiken der Fleischmafia. Diese sind gut recherchiert und auch entsprechend realistisch beschrieben. Nein, daran ist nichts auszusetzen, auch wenn es besser in ein Sachbuch oder eine Magazinsendung gepasst hätte, ein Spiegel-Titel hat sich des Themas ja schon angenommen.
Was stört, ist die Brutalität der "Bösen". Der gierige Unternehmer häutet schnell mal einen aufmüpfigen Leiharbeiter bei lebendigem Leib, die bekehrten Landwirte werden verbrannt, der Sprecher der Arbeitnehmer wird brutal misshandelt. Das ist einfach zuviel des Guten, schade, denn die geschilderten Zustände in der Fleischproduktion wirken eigentlich schon für sich. Die Geistesblitze des Detektivs sind schon arg gekünstelt, und gut für ihn, wenn man ein paar Verflossene in den richtigen Ministerien sitzen hat.
Sachinhalt: 5 Sterne, Dramaturgie: 1 Stern, ergibt einen Schnitt von 3 Sternen
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Georg Dengler ermittelt erneut brandaktuell am gesellschaftspolitischen Puls der Zeit, 25. Dezember 2013
Der letzte Fall Denglers liegt mehr als zwei Jahre zurück, aber als hätte man den letzten Band gerade erst bei Seite gelegt, findet man bereits ab der ersten Seite wieder zurück in die Welt von Georg Dengler. In diesem Fall steht die Fleischindustrie im kritischen gesellschaftspolitischen Fadenkreuz von Denglers Ermittlungen, aber auch die persönliche Geschichte von Georg Dengler findet seine Fortsetzung.

Mit einem hysterischen Anruf wird Dengler durch seine Exfrau Hildegard nachts aus dem Schlaf gerissen. Sohn Jakob, der inzwischen erwachsen ist, hat sich nicht von einer Interrail-Reise aus Barcelona, die er mit drei gemeinsamen Freunden unternimmt, zurück gemeldet. Während Dengler zunächst unbesorgt ist und die übertriebene elterliche Fürsorge seiner Exfrau anmahnt, lässt Hildegard nicht locker bis die seltsamen SMS-Antworten Denglers detektivischen Instinkt aufrütteln. Nachdem Dengler Jakobs Zimmer durchsucht und belastendes Filmmaterial über die skandalösen Zustände in der Tierhaltung sowie kompromittierende Aufkleber findet, nimmt er seine Ermittlungen auf und setzt Teil für Teil des kniffligen Puzzles zu einem Gesamtbild zusammen, das zum einen aus der lebensgefährlichen Suche nach Sohn Jakob und seinen Freunden besteht und des Weiteren aus gesellschaftspolitischer Sicht umfänglich über die skandalösen Zustände und Sichtweisen in der Massentierhaltung aufklärt.

Wolfgang Schorlau hat wie in den sechs Vorgänger-Bänden eine kritische und umstrittene Materie von gesellschaftlichen Interesse gewählt und diese in die Handlungsstränge seines Hauptprotagonisten Georg Dengler und seiner persönlichen Geschichte einfließen lassen. Höhepunkt der Darstellungen bilden in diesem Zusammenhang die Monologe des selbst ernannten Hühnerkaisers Carsten Osterhannes, die sich in Einzelabschnitten durch den Roman ziehen und die ausschließlich die kapitalistischen und emphatielosen Sichtweisen der fleischproduzierenden Industrie repräsentieren. "Ich bitte Sie! Niemand aus unserem Gewerbe isst Pute. Man sagt ja, der Mensch ist, was er isst. (lacht) Das gilt natürlich auch für die Pute. Die Pute frisst Scheiße. Sie bestehen zum großen Teil daraus. Verstehen Sie, was ich damit sagen will? (lacht)." Darüber hinaus werden weitere Sichtweisen wie zum Beispiel die von Tierschutzvereinen durch die Protagonisten Jakob und seinen Freunden oder den rumänischen Leiharbeitern (Kimi und Adrian) dargestellt und fundiert beschrieben.

Insgesamt erfolgt eine kritische Betrachtung der gesellschaftlichen Problematik, wobei Schorlau versucht, eine auf Fakten basierende Gesamtdarstellung abzufassen. Besonders charakteristisch sind dabei die kurzen, sehr prägnanten Kapitel, die Schorlau stilistisch kennzeichnen und sich auf die wesentlichen Handlungen beschränken sowie versuchen. Festzuhalten bleibt, dass sich der Leser eine eigene Meinung über die zum Teil erschütternden und abstoßenden Fakten bilden und für eine abschließende Meinung bei Bedarf noch einmal selbst weiter recherchieren sollte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutig und notwendig, aber zu schrecklich für mich, 1. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Am zwölften Tag: Denglers siebter Fall (Kindle Edition)
Schon nach den den ersten Seiten war klar: dieses Buch würde ich nicht ertragen können. Zu realistisch breitet Schorlau den Terror der Massentierhaltung aus.
Dafür danke ich ihm!!!! Das Thema ist schon lange überfällig! Ich frage mich nur: wer bringt es über sich, dieses Buch zu lesen?
Gerade! Wenn man jeden Tag angeregt durch die Petionen der Tierschützer wie PETA sich dem realen Grauen intensiv und aktiv auseinandersetzt und dagegen zu wirken versucht, ist es - nun in einen Krimi verpackt - zuviel.
Schorlau ist ein hervorragender Autor mit einer großen und treuen Gemeinde engagierter Fans. Ich hoffe sehr, dass sie alle ihre Empörung und ihr Entsetzen nach Lektüre des Buches in Aktivitäten zum Tierschutz einfließen lassen - damit eines Tages die Menschlichkeit siegt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt noch viel zu tun!, 12. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Am zwölften Tag: Denglers siebter Fall (Kindle Edition)
Warum können wir unsere Lebensmittel nicht so behandeln wie unsere heiligen Autos?
Für einen Liter Motoröl zahlen wir gerne über 20,- € - und für 1 Kg Fleisch ??????????
Wir Verbraucher haben die Macht und können es regulieren. Wann fangen wir damit an?
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen guten Appetit !!!!!, 31. Dezember 2013
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Wolfgang Schorlau Garant für brisante politische Themen ist, die er in seinen Krimis um den ehemaligen BKA Mitarbeiter Georg Dengler integriert, weiß ich eigentlich schon seit seinem ersten Buch " Die blaue Liste " . In seinen Büchern kommen auch immer wieder vertraute Personen, egal ob aus Wirtschaft oder Politik vor, deren Namen natürlich umgeändert sind, die aber trotzdem ihre Spuren in der Geschichte der Bundesrepublik hinterlassen haben. Diesmal nimmt er sich die Themen Fleischmafia, Massentierhaltung und Lohndumping vor. Ich kann nur sagen, mir ist der Appetit auf Fleisch nach Lesen dieses Buches erst einmal vergangen.

Denglers Ehefrau Hildegard meldet sich mitten in der Nacht bei Georg und teilt ihm mit, dass ihr Sohn Jacob nicht über Handy zu erreichen sei und er sich auch nicht melde. Dengler ist stinksauer, weil er mitten in der Nacht geweckt wird, um festzustellen, dass seine Ex Schwierigkeiten damit hat ihren gemeinsamen Sohn Jacob aus ihrem mütterlichen Dunstkreis zu lassen. Doch die Sorgen , die sich Denglers Exfrau macht, stellen sich als begründet heraus. Jakob und drei seiner Freunde, die eigentlich in den Pfingstferien nach Barcelona fahren wollten, sind nicht zu erreichen. Die SMS, die sie von Jacob auf Anfrage zurückbekommen, geben Anlass anzunehmen, dass nicht Jacob derjenige ist, der die Antworten schreibt. Wo sind die vier Freunde und auf was haben sie sich eingelassen ?. Als Dengler versucht in Jacobs PC an Informationen zu kommen, stellen seine Freundin Olga und Dengler fest, dass Jacob sich mit der Recherche um die Fleischmafia und deren Auswirkungen beschäftigt.

Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die jeweils Jacob und seine Freunde, Dengler und Olgas Recherchen, eine Rockerbande, die Bauernfamilie Zemke, die einen Schweine,- und Putenmastbetrieb besitzen , den Fleischkönig Carsten Osterhannes und rumänische Arbeiter zu Wort kommen lassen.
Durch diese sehr breitflächig gestreuten Personen , die in diesem Buch zu Wort kommen, bekommt der Leser einen sehr differenzierten Einblick in die Thematik, die Wolfgang Schorlau hier zum Thema macht. Der Autor versteht es ausgezeichnet, die Leser zu schockieren und zwar mit Fakten, die der Realität entsprechen und den Leser dadurch bei seinen größten Ängsten packt, nämlich der Sorge um die eigene Gesundheit und die der Familie. Von Anfang an ist dieses Buch superspannend zu lesen und man fiebert mit den einzelnen Figuren mit. Auch durch eingestreute Erklärungen, die meistens in Form von Selbstgesprächen des Carsten Osterhannes herrühren, wird es keine Minute langweilig. Im Gegenteil , die Emotionen kochen hoch und man ist schockiert, dass unsere Politik so etwas möglich macht, bzw. sogar subventioniert.

Lesen Sie dieses Buch, das sie nicht nur über mafiöse Strukturen in der Arbeitswelt dieses Industriezweiges aufklärt, sondern ihnen wahrscheinlich auch den Appetit auf Fleisch und Geflügel nehmen wird. Doch "Geiz ist geil" kann auch tödlich enden. Wir Verbraucher haben es in der Hand.
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5.0 von 5 Sternen Schorlau - bester deutscher Krimiautor!!, 16. September 2014
Von 
Lisbeth Salander - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Dies ist der siebte Teil einer Serie, die in der deutschen Krimiliteratur Alleinstellungsmerkmal hat!
Kein anderer Autor verknüpft hochbrisante Themen so gekonnt mit sauber recherchierten Fakten einerseits und fiktiven Elementen andererseits, und schafft daraus eine Handlung, die bereits mit den ersten Zeilen eine Sogkraft entwickelt, der man sich bis zum Schluss nicht mehr entziehen kann.

In "Am zwölften Tag geht es dabei um die Machenschaften der Fleischindustrie. und mit jeder Seite, die man liest, nimmt man nur noch staunend und kopfschüttelnd zur Kenntnis, welch unmenschlicher Sumpf sich da abspielt, und zwar nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch sichtbar vor unser aller Augen. Man darf selbige halt nur nicht davor verschließen.

Dabei wählt Schorlau wieder den bewährten Dramaturgie-Mix aus privaten Ebenen und professionellen Ermittlertätigkeiten, Vor- und Rückblenden, Haupt- und Nebensträngen, präzise statt aufgeregt, nachvollziehbar statt effektheischend, spannend statt spekulativ, nicht ein Satz ist überflüssig, nicht eine Silbe redundant. Hier ist das seltene Kunststück gelungen, eine rundum stimmige, stringente und kompakte Geschichte zu schaffen, die für Gänsehaut sorgt, ohne dafür in Phantasieebenen abdriften zu müssen.

Es ist zwar nicht zwingend notwendig, die ersten sechs Bände zu kennen, empfiehlt sich aber dennoch,
um aufgrund der Vorgeschichten wirklich jedes Detail genießen zu können.

Und außerdem wird einem durch die Lektüre der Schorlau-Krimis noch etwas klar, nämlich, warum im deutschen Fernsehen nur seichtes Mittelmaß zu sehen ist. Die wirklich interessanten Stoffe werden anscheinend bewusst ignoriert. Anderenfalls bräuchte man nur bei Schorlau zuzugreifen. Und solange dies nicht der Fall ist, muss man sich eben aufs Kopfkino beschränken. Und die Filme, die Schorlau dort abspielen lässt sind jedenfalls eine unerreichte Klasse für sich.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da muss man fast zum Vegetarier werden!, 16. Januar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Am zwölften Tag: Denglers siebter Fall (Kindle Edition)
Ich möchte auf die zutreffenden Rezensionen meiner Vor-Schreiber inhaltlich nicht noch einen draufsetzen. Das ist einer der besten - aber nicht Schorlaus allerbester Krimi. Aber: "Am zwölften Tag" ist allemal solide gemacht, gut lesbar und spannend.
In allen "Dengler"-Krimis hat Schorlau allerdings einen politischen bzw. gesellschaftlichen Kontext hinterlegt. Das ist geradezu sein Markenzeichen. Im Fall von "Am zwölften Tag" ist das für alle Leser besonders schmerzhaft, die bisher noch KEINE Vegetarier geworden sind. Denn die Dreistigkeit, Grausamkeit und kriminelle Energie, die die Fleischkönige oder -Kaiser aufbringen, um ihre schmutzigen Geschäfte zu betreiben, ist geradezu unfassbar. Dabei geht es nicht "nur" um die für die Tiere unerträglichen und quälenden Lebensbedingungen. Sondern es geht auch um die Menschen, die in den Schlachtereien und Zerlegebetrieben im Rahmen von Werkverträgen in überlangen Arbeitsschichten in Nässe und Kälte ohne soziale Absicherung zu viel zu Hungerlöhnen beschäftigt werden. Mitten in Deutschland leben Arbeitsmigranten aus Osteuropa, die hier unter einfachsten Verhältnissen - meist ohne Kranken- oder andere Sozialversicherungen - leben und für die Fleischkönige arbeiten. Und dabei auch von anderen Deutschen - z.B. Vermietern - ausgenutzt werden.
Es ist das Verdienst von Wolfgang Schorlau, diese Zusammenhänge in leicht lesbarer Form für den Massenmarkt aufgearbeitet zu haben. Wie verblüffend aktuell das Buch ist, belegt sich durch eine unauffällige Pressemitteilung des Tönnies-Konzerns, die im Herbst 2013 auf die Homepage des Konzerns gekommen ist. Googelt einfach: "Fleischbranche macht den Weg frei". Wenn Ihr diesen "Dengler" gelesen habt, wird Euch bei Lektüre dieser Presseerklärung ganz schlecht. Sinngemäß erfahrt Ihr dort, dass im September 2013 die vier großen Schlachtkonzerne von Schwein und Rind, nämlich "Danish Crown", "Tönnies", "Westfleisch" und "Vion" - den Weg für einen Mindestlohn "frei gemacht haben". Richtiger ist wohl eher, dass der vehemente Widerstand des Tönnies-Konzerns von den anderen Beteiligten überwunden wurde (wie man auf spiegel-online lesen kann). Nun haben sich die Vertreter der sogenannten "Rotfleisch-Branche" sich mit den Geflügelzerlegern - der sogenannten Weißfleisch-Branche - darauf geeinigt, gemeinsam Verhandlungen mit der Gewerkschaft NGG über einen Mindestlohn aufzunehmen. Einen Tarifabschluss gibt es allerdings noch nicht...
Leute, kauft kein Fleisch beim Discounter. Denn die Geiz-Ist-Geil-Mentalität führt zu Tierquälerei und ungesundem Essen. Und sie führt zu Sklavenarbeit mitten in Deutschland. Das ist alles eklig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenswert., 5. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Wahrheit ist sehr wichtig. Die Wahrheit wird uns befreien. Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben. Tolles Buch!!!
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