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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen blutig, eklig und Spannung pur
Zitat:
„Und in diesen Augen war kein Weiß. Überhaupt keins. Sie waren blutunterlaufen und so tiefrot, als hätte man die Augäpfel mit einem Löffel herausgeschabt, sodass nur noch die schmutzig-blutigen Höhlen übrig geblieben waren.
Mein Gott. Der Anblick ging ihm durch und durch. Woher kommst du? Was bist du?“...
Vor 16 Monaten von hisandherbooks.de veröffentlicht

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Reihe entwickelt sich in eine Richtung, die mir nicht mehr liegt
Inhalt:
Bei dem Zusammensturz des Bergwerkes fehlt nicht viel und Alex wäre gestorben. Dass sie überlebte verdankt sie Wolf, den sie nun mit anderen Augen sieht. Doch zur Ruhe kommen kann sie nicht. Das Monster in ihrem Kopf gibt keine Ruhe und lässt sie Dinge anders wahrnehmen. Während dessen gehen die Überlebenskämpfe weiter und die...
Vor 15 Monaten von Sandra Budde veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Reihe entwickelt sich in eine Richtung, die mir nicht mehr liegt, 19. September 2013
Von 
Sandra Budde "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Bei dem Zusammensturz des Bergwerkes fehlt nicht viel und Alex wäre gestorben. Dass sie überlebte verdankt sie Wolf, den sie nun mit anderen Augen sieht. Doch zur Ruhe kommen kann sie nicht. Das Monster in ihrem Kopf gibt keine Ruhe und lässt sie Dinge anders wahrnehmen. Während dessen gehen die Überlebenskämpfe weiter und die Veränderten werden zu einer immer größeren Bedrohung.

Meine Meinung:
Ohje, mit diesem dritten Teil habe ich mich wirklich schwer getan. War Band 1 noch für mich eins mit der Besten dieses Genre, war ich schon von Band 2 nicht mehr ganz so überzeugt, konnte aber wenigstens noch verstehen, warum geschah, was geschah. Sah einen Sinn darin, diese Welt näher zu zeigen, die Brutalität und Aussichtslosigkeit die herrscht und die man sich so gut vorstellen konnte. Nun aber bei Band 3 muss ich ehrlich sagen, habe ich total den Faden verloren.

Der Anfang war noch spannend und riss mich mit. Alex Kampf ums Überleben beim Bergwerkunglück und auch das, was direkt danach geschah. Auch viele Szenen mit Tom oder auch mit Chris konnten mich im Verlauf des Buches immer wieder packen und überzeugten mich, weiterzulesen. Doch, alles was dazwischen war, war für mich persönlich chaotisch, sprunghaft und so zähflüssig, dass ich zwar las, aber den Inhalt nicht richtig aufnehmen konnte.

Kämpfe, Kämpfe, Kämpfe .. jeder mit jedem und auch mit sich selbst. Menschen die sterben und dann doch nicht tot sind, die Wahnvorstellungen haben und teilweise ausleben und dann wieder klar sind. Veränderte, die nicht ganz so verändert sind und neue Veränderte, die ganz anders sind. Das alles gepackt in 65 (!!!) Kapitel, die teilweise nur eine Seite lang waren. Die zwischen Situationen und Personen hin und her sprangen. Unzählige Namen, Begriffe .. ich gebe zu, irgendwann habe ich den Faden komplett verloren und konnte ihn auch nicht wieder aufnehmen.

Ich denke, man muss schon ein Freund vieler Kämpfe sein, um diesen Teil zu mögen. Ich habe nichts gegen einen gewissen Anteil, gerade in diesem Genre macht es sehr viel Sinn, aber ich brauche doch auch immer wieder etwas, an das ich mich halten kann. Ein Faden, der durch die Geschichte läuft. Passagen, die mich wieder mal aufatmen lassen, zur Ruhe kommen lassen. Und das fehlt mir hier absolut.

Ich werde diese Reihe hier mit diesem Teil 3.1 sozusagen beenden und den letzten nicht mehr lesen, da ich nicht glaube, dass es mir gelingt, noch einmal in die Geschichte hineinzukommen. Ich finde es zwar sehr schade, wie sich die Reihe entwickelt hat, denke aber, das ist reine Geschmackssache - meinen konnte sie leider nicht mehr treffen.

Fazit:
Teil 3.1 entwickelt sich noch viel extremer als Band 2 in eine Richtung, die nur noch Hass, Kämpfe und Chaos mit sich bringen und damit leider meinen Geschmack gar nicht mehr treffen konnten. War ich noch absolut begeistert von Teil 1 und etwas weniger von Teil 2, bin ich von diesem hier regelrecht enttäuscht und werde die Reihe hiermit abbrechen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen blutig, eklig und Spannung pur, 10. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Und in diesen Augen war kein Weiß. Überhaupt keins. Sie waren blutunterlaufen und so tiefrot, als hätte man die Augäpfel mit einem Löffel herausgeschabt, sodass nur noch die schmutzig-blutigen Höhlen übrig geblieben waren.
Mein Gott. Der Anblick ging ihm durch und durch. Woher kommst du? Was bist du?“
(S. 198)

Inhalt:
Das Bergwerk droht zusammenzubrechen, als Alex im Schacht hängt, den nahenden Ausgang direkt vor Augen. Dann stürzt sie in die Fluten.
In letzter Sekunde wird sie von Wolf gerettet und hoch ins Freie gezogen.
Die Erde klafft auf, Alex kann sich revanchieren.
Aber sie kann nicht bei den Veränderten bleiben. Sie muss fliehen.
Als die Erde erneut bebt und Lawinen in die Tiefe brettern, wird sie mitgerissen – und befindet sich kurz darauf in einem eisigen Grab.
Das Monster in ihrem Kopf will überleben, sucht eine Verbindung… Alex‘ Geist driftet davon.

Meinung:
Endlich war es so weit. Nachdem Band 2 nur zu einem etwas weniger erschreckenden Ende gefunden hat als der fiese Cliffhanger von Band 1, musste ich natürlich sofort zu „Ruhelose Seelen“ greifen.

Noch vor TEIL I des Buches entführte mich Alex in eine alte Erinnerung an einen Sprung ins tiefe Wasser. Ein Sprung, der ihr vorgaukelte, alles schaffen zu können. Eine Erfahrung, die aber vermutlich bereits die ersten Anzeichen des Baby-Monsters in ihr erkennen ließ. So war mir Alex sofort wieder gegenwärtig.

Gleich darauf befand ich mich im freien Fall. Das Loch, durch das Alex kurz zuvor noch Tom gesehen hat, wird kleiner, Alex‘ Überlebenswille regt sich und der Kampf beginnt.

Ich war sofort wieder mitten in ihrem Überlebenskampf, bekam keine Luft, wenn sie untertauchte, zitterte am ganzen Körper aufgrund des eisigen Wassers, fühlte das Echo ihres Schmerzes, wenn sie sich verletzte.

Schmerzen und nüchterne Brutalität gehören zu Frau Bicks Markenzeichen. Der atemlose Schreibstil tut sein Übriges. Wie bereits in Band 2 wechselte die Perspektive im personalen Stil zwischen verschiedenen Settings und Charakteren hin und her.

Über die Protagonistin Alex erfahren wir nach wie vor am meisten. Ihr Wille, zu überleben, ist stärker denn je. Aber was regt sich in ihrem Inneren? Was veranlasst sie, jemandem wie Wolf zu helfen?

Weitere Charaktere bekommen eine Vergangenheit, verraten dem Leser ein paar Details aus ihrem Leben vor dem Blitz.
Insbesondere Peter war diesbezüglich im Gespräch. Seine Perspektive selbst war einfach nur krank, wirr, eklig, gestört… Halluzinationen, Verwirrung, eine schockierende Erkenntnis.
Jedoch erfuhr ich über zahlreiche Gespräche der anderen sehr viel über ihn, seine Pläne, Andeutungen seiner Abgründe – schon BEVOR alles zusammenbrach.

Es war schwer, der Geschichte einzelner Charaktere zu folgen. Realität vermischte sich mit Erinnerungen, Träumen oder Wahnvorstellungen, die mich ab und zu an meinem Verstand zweifeln ließen.

Die Autorin bot in dieser ersten Hälfte des finalen Bandes die ersten Antworten auf Fragen… Sie wirft neue Theorien ihrer Charaktere in den Raum und verleiht dem Ganzen beinahe einen Hauch „wissenschaftlicher Magie“.

Mit dieser Magie kam ein neues Level an Grausamkeit. Ilsa J. Bick schreibt ihren Charakteren gnadenlos, ohne jegliches Mitleid, Brutalität und Schmerzen zu, quält sie, lässt sie quälen und schildert dies detailreich. Mehr denn je muss bei diesem Buch gesagt werden, dass es KEIN JUGENDBUCH mehr ist. Es übt eine Unfall-ähnliche Faszination aus, ist jedoch jenseits aller geschmacklichen Akzeptanz für Jugendliche. Denn immer mehr kristallisiert sich heraus, dass nicht nur die Veränderten böse sind, sondern dass wahre Monster auch unter dem vertrauenswürdigen Äußeren normaler Menschen zu finden sind.

Die teils kurzen Kapitel enden wie gewohnt meist mit üblen Cliffhangern, die ein Unterbrechen schier unmöglich machen. Zahlreiche Perspektivenwechsel nach einem solchen steigern die Spannung ins Unerträgliche.

Zum Ende sei gesagt, dass es eigentlich nicht das wirkliche Ende ist. Ilsa J. Bicks Original „Monsters“ wurde in der Übersetzung aufgesplittet und endet daher einfach … so. Allerdings lässt sich dies durchaus mit den fiesen Enden der Vorgänger vergleichen.

Urteil:
„Ashes 03 – Ruhelose Seelen“ setzt die Messlatte der Bücher noch einmal höher. Zu den immer blutigeren und ekelerregenden Szenen gesellt sich die Psycho-Schiene, die einen gleichermaßen ins Buch saugt wie am Verstand zweifeln lässt. Neue Erkenntnisse und die Blicke in die Untiefen auch normaler Menschen üben eine morbide Faszination aus, der man sich trotz Gewalt und Brutalität nicht entziehen kann. Schwankend zwischen drei und vier Bewertungspunkten, kann ich den Lesesog und den Drang, mehr erfahren zu wollen, nicht ignorieren und vergebe knappe 4 Bücher für Alex und Co.

Ein Must-Read für Fans der Vorgänger. Wem Band 2 bereits zu brutal und abstoßend war, der sollte sich das Lesen von dieser Fortsetzung aber vielleicht zweimal überlegen.
Dennoch gehört diese Serie (für die richtige Zielgruppe) zu den absoluten Must-Reads des Genres.

Die Serie:
1. Brennendes Herz
2. Tödliche Schatten
3. Ruhelose Seelen
4. Pechschwarzer Mond

©his-and-her-books.blogspot.de
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen auf eigene Gefahr!, 12. August 2013
Von 
Damaris - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Der Anfang: Einen solchen Sturz in die Tiefe hatte Alex nur ein einziges Mal erlebt.

Es gibt Bücher, die sind wie ein Autounfall. Man mag nicht hinsehen, gleichzeitig hängt der Blick wie gebannt am Schreckensszenario. Unmöglich sich dessen zu entziehen. Die Ashes-Reihe steht an vorderster Front, wenn man (Jugend!)-Bücher mit einem Zusammenprall vergleichen kann. Es sind Bücher höchster Erzählkunst, unglaublich spannend und temporeich. Dann aber wieder so grausam und eklig, dass ein fester Magen schon fast nicht mehr ausreicht. Sie sind kontrovers brillant und vielleicht darum besonders empfehlenswert (aber bitte nur für eine informierte Zielgruppe!).

"Das war der letzte Gedanke, den sie fassen konnte. Sie wünschte sich sein Überleben so sehr, dass es schmerzte ...
Und dann blieb kein Moment mehr. Schluss mit Gedanken und Erinnerungen. Schluss mit Wünschen, Träumen und Reue. Aus.
Sie schlug auf." - S. 16

Mittlerweile sind wir beim dritten Teil der Tetralogie angekommen. Nachdem Band 1 unerwartet hart und grausam war, ließ Band 2 den Leser dann völlig entsetzt zurück. "Ruhelose Seelen" setzt hier direkt an. Wer sich vom dritten Band etwas Gewaltentspannung erhofft ... Nein! Gibt es nicht!
Ilsa J. Bick führt ihren Erzählstil aus dem zweiten Band fort, indem die Erzählperspektiven des Öfteren wechseln. Nicht nach jedem Kapitel, aber in regelmäßigen Abständen wird zu einem anderen Schauplatz innerhalb der nahen und fernen Umgebung der Kleinstadt Rule geschwenkt. Man begleitet altbekannte Figuren, wie Alex oder Tom, aber auch die Perspektiven bisheriger Nebenpersonen werden genauer betrachtet. Das mag wieder verwirrend klingen, schafft aber ein ziemlich rundes Bild der Gesamtsituation. Und auch wenn sich in diesem Buch immer noch kein einziger Erzählstrang trifft, klebt man an den Seiten, da jede einzelne Perspektive Spannung pur verspricht.

Die Erzählkunst ist auf allerhöchstem Niveau, die Handlung komplex und perfekt durchdacht. Die Autorin erscheint zudem wie eine Expertin in Waffen- und Militärkunde. Man glaubt ihr jedes Wort! Eine bildgewaltiges, ausgereiftes Setting, ohne Übertreibungen und Überladungen, erschafft Kopfkino pur. Die bildliche Vorstellung jeder Szene kommt von ganz alleine (Achtung: auch die Vorstellungskraft bei expliziten Ekelszenen kommt von ganz alleine!)
Auch in "Ruhelose Seelen" ist das Tempo hoch und die Spannung mit Händen zu greifen. Durch verkürzte Kapitel und viele Perspektivenwechsel zieht das Tempo an manchen Stellen so sehr an, dass man kaum zum Durchatmen kommt. An jedem Kapitelende befindet sich ein Cliffhangersatz, der es einem unmöglich macht, das Buch zur Seite zu legen. Gibt es dann zwischendurch doch mal ein paar ruhigere Momente, kann man davon ausgehen, dass es ein paar Seiten weiter mit der Ruhe wieder vorbei ist, etwas Unvorhergesehenes passiert oder einem schlicht die Augen aus dem Kopf fallen. (Bitte nicht wörtlich nehmen, das überlassen wir dem Buch.)

Zusätzlich zur expliziten Gewalt setzt die Autorin hier noch verstärkt auf einen psychologischen Aspekt. Man bekommt Einblicke in die Abgründe menschlicher Motivation und Handlungsweisen, die tief verstören können. Abscheulich!

In Deutschland wurde aus der amerikanischen Trilogie eine Tetralogie (Vierteiler) gemacht. Der sehr dicke letzte Band wurde gesplittet. So endet "Ashes: Ruhelose Seelen" ziemlich abrupt, mit einer Szene, die man noch nicht so richtig zuordnen kann. Blickt man auf alle bisher erschienenen Bände, so fragt man sich ganz unwillkürlich, ob man bei der Reihe mit einem "Happy End" rechnen darf, ob aus alle dem ganzen Schlamassel der grausamen Ashes-Welt noch etwas Gutes entstehen kann. Wir werden es sehen. Denn bereits im September 2013 erscheint der finale Band "Pechschwarzer Mond".

Das persönliche Fazit
Ich mag die Ashes-Reihe. Sehr sogar! Ob es moralisch in Ordnung ist, Jugendbücher mit diesem Ausmaß von Ekel und Gewalt zu schreiben, diese Frage muss ich hier einfach so stehen lassen. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Leser bei diesen Büchern wissen MÜSSEN, was auf sie zukommt. Denn hier muss unvorstellbares Übel ausgehalten/ertragen werden. Bei der Rezension des Vorgängerbandes kam ich nicht um den Abzug eines Gewaltsterns herum. Diesmal nicht, kein Abzug für "Ruhelose Seelen". Jeder Leser des dritten Bandes weiß, was er vom Buch zu erwarten hat. "Ashes: Ruhelose Seelen" ist für mich ein großartiges Buch. Der Stil ist gigantisch, die Spannung lässt einen nicht mehr los und das Erzählniveau ist fast nicht mehr zu steigern. Lesen auf eigene Gefahr! 5 ruhelose Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viele Perspektiven, 16. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Das Cover unterscheidet sich wie erwartet nur minimal von seinen Vorgängern. Wieder das Mädchengesicht und die weißen Raben, diesmal mit einem dunkellilafarbenen Hintergrund. "Ruhelose Seelen" als Untertitel passt sehr gut zur Geschichte, da wir hier unter anderem von einer neuen Seite der "Chuckies" und der "Veränderten" erfahren.

Auch nachdem ich mir die Charakterübersicht durchgelesen hatte, die der Verlag freundlicherweise auf seiner Homepage anführt, kam ich überhaupt nicht in die Geschichte hinein. Warum? Nun, dafür gibt es verschiedene Faktoren:
1. Es ist zu lange her und es gibt keine Atempause.
Dadurch, dass die Bücher immer im 1-Jahr-Takt erschienen sind, mussten eifrige Sofortleser doch etwas schlucken. Nicht dass das bei Trilogien unüblich ist, vielmehr ist das Problem, dass Ilsa J. Bick in Band 2 und 3.1 eine kurze Auffrischung der vorangegangenen Ereignisse komplett auslässt und somit der Leser komplett auf dem Schlauch steht. Zwischen den Bänden gibt es also keine Atempause/Auffrischung in der Handlung, in der sich der Leser nochmal sammeln kann, denn es wird konsequent weitererzählt. Benannte Atempause ist in der Realität bei den Lesern leider ein ganzes Jahr und ich finde, das hätte die Autorin berücksichtigen sollen.
2. Viele Kapitel sind einfach zu kurz und das stört den Lesefluss.
65 Kapitel auf rund 448 Seiten, das sind im Durchschnitt 6 Seiten pro Kapitel (mitsamt den großzügigen Absätzen für die Kapitelnummern) und es gab des öfteren auch "Kapitel" die nur 2 Seiten lang waren. Dieser Umstand störte in meinem Fall erheblich meinen Lesefluss. Das in Verbindung mit Punkt 1, verstärkt natürlich nochmal den konsequenten Eindruck, dass man ziemlich viel davon vergessen hat, was zuvor eigentlich passiert.
3. Es gibt zu viele Perspektiven aus denen erzählt wird.
Dieser Punkt hat auch wieder mit Punkt 1 und 2 zu tun, denn wie um Himmels willen soll ich mir alle Namen, deren Persönlichkeiten, deren momentanen Standorte, deren Handlungsgeschichten und deren Beziehungen untereinander merken? In diesem Band sind es sage und schreibe 10 Perspektiven: Alex, Tom, Ellie, Chris, Greg, Peter, Sarah, Weller, Hannah und Cindi. An die ersten drei konnte ich mich ganz gut erinnern, aber der Rest ist bei mir verloren gegangen. Da frage ich mich einfach: Warum? Warum so viel Verwirrung schaffen, wenn die gesamte Geschichte auch aus weniger Perspektiven erzählt werden könnte? Damit legt man es doch quasi darauf an, dass der Leser irgendwann nicht mehr durchblickt.

Band 1 habe ich verschlungen und absolut geliebt. Die Spannung, die Atmosphäre und dieser ganz besondere und perfekt abgestimmte Ekelfaktor mit einer guten Prise Horror konnten mich einfach fesseln und vollkommen mitreißen. Bei Band 2 nahm dieses gewisse Etwas, was die Geschichte für mich zum Kopfkino werden ließ, merklich ab und hier in Band 3.1 konnte ich es leider gar nicht mehr wiederfinden. Wo ich mir früher fast schon gegen meinen Willen alle gräßlichen Details im Kopf vorgestellt habe, lasse ich sie hier resigniert über mich ergehen und diesmal war es an manchen Stellen wirklich schlimm. Bis auf zwei oder drei Szenen, empfand ich kaum Ekel oder Abscheu, was auch mit meiner allgegenwärtigen Verwirrungung und meinen Verständnisproblemen zu tun hatte, denn das verdarb mir einfach alles.

Was sich aber grundsätzlich nicht geändert hat, ist der Schreibstil der Autorin. Er ist immer noch sehr fließend, wortgewandt, direkt und ohne Erbarmen. Im letzten Band waren es ganze 8 Perspektiven, aus denen erzählt wurde und schon da hatte ich große Probleme und in diesem Band sind es wie schon erwähnt 10 Perspektiven die, - mal mehr, mal weniger - in Er-/Sie-Form und in Vergangenheit erzählen. Nun stellt sich die Frage: Wenn sich diese Perspektiven dann auch noch das ganze Buch über gnadenlos abwechseln, verliert man doch endgültig den Faden, oder? Nein! Denn das hat die Autorin tatsächlich im Griff. Der Handlung innerhalb dieses Buches konnte ich ohne Probleme folgen, denn fast jedes Kapitel endet mit einem "Mini-Cliffhanger" und so klebt man förmlich an den Seiten und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Zudem haben mir ein paar Charakterentwicklungen sehr gefallen, ganz besonders die von Ellie.

Ingesamt muss ich sagen, dass das Buch an sich nicht schlecht war. Leider fehlt dem Leser einfach der Kontext und der ist in diesem Fall enorm wichtig! Dies hätte ganz einfach mit einer einleitenden Zusammenfassung der vorherigen Geschehnisse gelöst werden können, doch die gibt es leider nicht. Für den allgemeinen Schreibstil und für manche Charakterentwicklungen gibt es zwei Punkte und ich muss mir nochmal überlegen, ob ich die Reihe damit nicht abbreche, denn ich glaube nicht, dass die Autorin aus so vielen Handlungssträngen ein lückenloses und zufriedenstellendes "Endnetz" spinnen kann. Außerdem finde ich es echt schade, dass der letzte Originalband in Deutschland geteilt wurde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwacher 3. Teil.., 10. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Der dritte Band hat im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern deutlich nachgelassen, massiv gestört hat mich vorallem der ständige Orts und Charakterenwechsel durch den ich absolut nicht mehr durchgestiegen bin. Schade fand ich auch, dass so wenig Kapitel von Alex selbst handelten und das Geschehen der anderen den Großteil einnahm. Mir fiel es einfach sehr sehr schwer wieder in die Geschichte und in die Charaktere hineinzufinden, zu verstehen wer jetzt wo mit wem ist und wie sich dort die Dinge entwickelt haben. Ständig hab ich mich gefragt, wer war Chris...Peter...Tori etc., ein kurze Zusammenfassung der Ereignisse wären wünschenswert gewesen, für mich der größte Schwachpunkt.
Erst auf den letzten Seiten wird ein kleiner Rückblick gewährt und erst da fügte sich die Geschichte wieder ein wenig zusammen.
In Sachen Brutalität, Gemetzel und Blut steht der dritte Teil allerdings in nichts nach, viele Szenen lassen den Würge und Gänsehautfaktor wieder stark aufleben, ich persönlich bin da gar nich so der große Fan von, allerdings gehört das nun mal zu Ashes dazu...was mir widerrum gefehlt hat war die Spannung, irgendwie sprang der Funke auch dort nicht über, auch etwas das in den Vorgängern deutlich besser war. Bis auf ein oder zwei Stellen hat sich bei mir kein Spannungsgefühl einstellen können und ich dachte immer nur "wann wird's denn endlich mal wieder spannend oder...oh mein gott....was passiert denn jetzt"...auch sehr schade.

Ich hab einfach das Gefühl gehabt der dritter Teil dient einfach nur dazu die Geschichte weiterführen zu können und eine Vorlage für den vierten Teil zu legen, der wie ich stark hoffe einfach fulminanter und aufklärender sein wird, von daher bekommt Ashes immer noch 3 Punkte obwohl er inhaltlich weniger verdient hätte.
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2.0 von 5 Sternen Ruhelose Seelen, 13. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Genauso nichtssagend wie den Klappentext fand ich leider auch das Buch. Der eigentliche Plot bewegt sich kein Stück fort. Es werden nur noch neue Themen aufgeworfen, aber beantwortet wurden meine Fragen auch da natürlich nicht.
Überhaupt habe ich keine einzige Antwort bekommen.
Mit Ilsa J. Bicks Schreibstil werde ich mich wohl nie anfreunden können, aber das wusste ich ja jetzt schon. Die ständigen Perspektivwechsel haben mich schon in den ersten Büchern gestört und das war hier wieder genauso. Außerdem beschränkt die Autorin sich ja nicht nur auf zwei Perspektiven, sondern lässt mindestens 8 verschiedene Leute zu Wort kommen – manche mehr, manche weniger. Dann noch diese ausdauernden Details. Zum Beispiel die Beschreibung von einem Kampf: Vier Seiten lang. Das hab ich dann mit einem genervten „blabla“ in meinem Kopf nur überflogen.
Was ich außerdem unrealistisch fand: Ständig befinden sich die Leute (bevorzugt Alex, Chris oder Tom) in ausweglosen Situationen und ein normaler Mensch wäre schon längst gestorben. Aber sie scheinen ständig wieder aufzuerstehen.
Dieser Band war für mich bisher der Brutalste und Ekelhafteste. In den ersten zwei Teilen hatte ich keine Probleme mit den grauenhaften Schilderungen, aber hier musste ich schon ab und zu schlucken.
Außerdem fand ich die Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit schrecklich, die in diesem Buch sehr deutlich rüber kam. Die Menschen erfrieren oder verhungern oder werden früher oder später von den Veränderten angegriffen… Wofür lohnt es sich dann überhaupt noch, zu leben?
Generell sind ja in dieser Reihe alle Charaktere sehr hart. Aber die Dinge, die dann teilweise geschehen, fand ich einfach nur widerwärtig und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in Wirklichkeit so passieren würde. Es sind ja nicht alle Menschen schlecht.
Außerdem hat es mich echt genervt, dass alle immer ständig mit sich selbst reden. Bei Peter konnte ich es ja noch verstehen: Er wird gefangen gehalten und wird langsam wahnsinnig. Aber bei Alex oder Tom zum Beispiel habe ich es nicht wirklich verstanden…
Ich weiß wirklich nicht, wie die Autorin das im letzten Band (bzw. im Original gibt es ja nur den zusammenhängenden dritten Band) noch zufriedenstellend auflösen will.
Jetzt kommen wir aber mal zu den positiven Sachen: Auch wenn es den bisherigen Plot nicht wirklich voran getrieben hat, gab es gegen Mitte bis Schluss noch einige interessante Dinge, die dann doch Spannung aufkommen ließen (auch, wenn diese nur sehr schleppend war, da es ja ständig Perspektivwechsel gab und immer wenn es spannend wurde, erst mal jemand anderes über ein völlig anderes Thema erzählt hat).
Fazit:
Okay, das hört sich jetzt echt richtig negativ an. Ich fand das Buch jetzt eigentlich nicht grottig, es gab halt nur viel, das mich gestört hat. Ich werde die Reihe auf jeden Fall noch beenden, weil mich einfach interessiert, was für eine Auflösung sich die Autorin ausgedacht hat. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich froh bin, wenn ich den vierten Band zuschlagen kann und diese Reihe endlich abhaken kann. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich die Bücher weiterempfehlen könnte. Wahrscheinlich eher nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentische Endzeit - Nichts für schwache Nerven, 7. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
„Ashes – Ruhelose Seelen“ ist der dritte Band der im deutschen vierteiligen, postapokalyptischen Reihe von Ilsa J. Bick. Da die Reihe im Original eine Trilogie ist und der letzte Band nur aufgrund seines Umfangs nach der Übersetzung auf zwei Bücher aufgeteilt wurde, findet sich häufig auch die Angabe 3.1 für diesen Band. Der Abschluss der Reihe, der vierte Band oder auch 3.2, wird „Pechschwarzer Mond“ heißen und uns ein letztes Mal in die blutige Welt der zombie-ähnlichen Menschenfresser entführen. Wer die Reihe noch nicht kennt, findet in „Brennendes Herz“ den ersten und in „Tödliche Schatten“ den zweiten Band, die beide unbedingt vor „Ruhelose Seelen“ gelesen werden sollten. Die Reihe ist zu komplex und baut zu sehr auf einander auf, um mit einem anderen Band als dem ersten einzusteigen.

Zum inhaltlichen lässt sich dabei dieses Mal kaum etwas verraten. Die Reise für Tom, Alex, Peter und die anderen Überlebenden des elektromagnetischen Impulses, dessen Herkunft noch immer ungeklärt ist, geht weiter, ebenso wie ihr Kampf gegen die Veränderten, die Jugendlichen, die zu zombieähnlichen Menschenfressern wurden. Noch immer herrscht tiefster Winter, während Tom versucht Alex zu finden, Alex versucht sie selbst zu bleiben und Rule ums Überleben kämpft…

Was ziemlich überflüssig sein dürfte, ist, beim dritten Band noch vor den Grausamkeiten dieser Roman-Reihe warnen zu müssen. Ich mache es aber dennoch, denn die Autorin legt noch einmal nach. „Ruhelose Seelen“ ist ekliger, grausamer und mit mehr Gewalt und Blut gespickt als seine beiden Vorgänger. Die Nerven des Lesers werden hier nicht geschont, jedes Detail wird beschrieben. Die Grenzen des sogenannten „guten Geschmacks“ hat diese Buchreihe dabei wahrscheinlich schon lange hinter sich gelassen, doch wer sich an schauderhaften Beschreibungen nicht stört und ekelhafte Horrorszenarien ertragen kann, der bekommt eine hoch-authentische Endzeit-Geschichte, die wirklich mitreißt, schockiert und ihre Leser dazu bringt, von der ersten bis zur letzten Seite mit zu fiebern.

Was wären auch Menschenfresser, die ihrem Namen nicht gerecht werden? Interessant finde ich hierbei, dass die Autorin ihren Veränderten wirklich eine Entwicklung zugutekommen lässt. Wirkten sie im ersten Band noch wie klassische Zombies, unkontrolliert und wild mordend, werden sie immer menschlicher, auch berechnender und intelligenter. Abgesehen davon, dass sie nicht sprechen und – nun ja – andere Menschen fressen, verhalten sie sich kaum anders, als die anderen verzweifelten Überlebenden, die versuchen, den Winter zu überstehen. Die Autorin erschafft diese menschliche Seite der „Chuckies“ so überzeugend, dass der Leser oft doch hin- und hergerissen ist. Ihre Absichten sind nicht sofort verständlich, aber, wenn sie dann ans Licht kommen, nachvollziehbar – doch ist es wirklich vertretbar, für diese Ekel und Angst verbreitenden Wesen Verständnis aufbringen zu können? Kommt manchmal gar etwas wie Sympathie auf?

Abgesehen von den Veränderten spielen natürlich unsere wenigen Überlebenden eine große Rolle. Während in Rule Hunger und Chaos herrscht, sucht Tom wieder nach Alex. Welcher Leser der Reihe wartet nicht darauf, dass sie wieder zusammen treffen? Immerhin sind sie seit der ersten Hälfte des ersten Bandes getrennt und am Ende des zweiten waren sie so nah dran, hatten ihr Ziel fast erreicht – und was ist jetzt? Ja, das bleibt spannend. Die Autorin schafft wirklich einige Wendungen, mit denen man nicht rechnen kann, viele Handlungsstränge wurden gesponnen und warten darauf zusammengeführt zu werden. „Ashes“ war schon nach den ersten zwei Bänden eine sehr komplexe Geschichte, mit vielen Teilaspekten und Protagonisten, und das bleibt auch nach dem dritten Band so. Wenn ich daran denke, dass der Autorin jetzt gerade einmal noch die 450 Seiten von „Pechschwarzer Mond“ bleiben werden, um alles zusammenzuführen, all die Handlungsstränge zu Ende zu bringen, die Protagonisten mit einander zu verbinden und für die postapokalyptische Welt eine Zukunft zu präsentieren, bin ich einerseits sehr gespannt, andererseits aber auch ein wenig skeptisch, denn ich hatte erwartet, dass in „Ruhelose Seelen“ schon weiter vorangeschritten wird.

Auf der einen Seite ist „Ruhelose Seelen“ nämlich wirklich nicht handlungsarm, ganz im Gegenteil. Es passiert einiges, vor allem die Kampf- und Actiondichte ist hoch und das hält auch die Spannung hoch. Allerdings teilen sich auch bis zu fünf verschiedene Schauplätze mit verschiedenen Gruppen von Protagonisten die Kapitel dieses Buches untereinander auf – wenn man bedenkt, dass es einmal, im ersten Band der Reihe, nur einen Fokus gab, nämlich Alex, leuchtet sicher ein, dass der Handlungsfortschritt in jedem einzelnen Strang bei Weitem nicht mehr so groß ist. Hinzu kommt noch, dass gerade am Anfang einige kurze Kämpfe über mehrere Kapitel in die Länge gezogen wurden und das, leider, auch noch zum Großteil durch sich wiederholende Gedanken des kämpfenden Protagonisten, was mit der Zeit ein wenig meine Nerven strapazierte.
Positiv erwähnen möchte ich aber, dass die Autorin es sehr gut schafft, ein Gleichgewicht zwischen allen Handlungssträngen herzustellen, sodass keiner über eine zu lange Zeit in Vergessenheit gerät oder das Gefühl aufkam, eine dieser Teilhandlungen wäre an sich überflüssig.

Was den Schreibstil und die beschreibenden Fähigkeiten der Autorin angeht, so kann ich absolut keinen Kritikpunkt anbringen. Es ist abwechslungsreich und spannend, die detaillierten Beschreibungen gehen unter die Haut und die Atmosphäre geht schon nach den ersten Seiten auf den Leser über. Der kalte Winter und der Schrecken der Veränderten sind beinahe greifbar, so hervorragend vermittelt die Autorin die Stimmung ihrer Endzeit-Romane.
Wer also starke Nerven hat, die auch die schonungslosesten Beschreibungen von blutigen Eingeweiden und Tod aushalten können, findet in diesem Buch wieder eine authentische Postapokalypse ohne Angst vor Direktheit und ohne große Umschweifen. Deswegen gilt unbedingt auch andersherum, dass Leser mit schwächeren Nerven sich gut überlegen sollten, ob sie dieses Buch in die Hand nehmen möchten – vor allem auch, wenn sie das Gefühl hatten, dass schon der zweite Band „Tödliche Schatten“ die persönliche Grenze erreicht oder gar überschritten hatte. Es wird alles andere als harmloser. Die Einordnung des Buches als Jugendbuch ist dabei in meinen Augen oft irritierend, denn trotz vergleichsweise junger Protagonisten hat es alles, was ein All-Age-Buch braucht, von glaubwürdigen Charakteren über Spannung bis hin zu einer logischen Handlung und einem ausdrucksstarken Schreibstil. Man darf hier also nicht den Fehler machen, aufgrund einer Einordnung „ab 14 Jahren“ von einer seichten oder gar gewaltfreien Handlung auszugehen.

Fazit: „Ruhelose Seelen“ ist ein überzeugender dritter Band der „Ashes“-Reihe, die ich trotz der häufig zu lesenden Angabe „ab 14 Jahren“ beim besten Willen nicht mehr als Jugendbuch einstufen würde. Nicht zu zart besaitete All-Age-Leser können dagegen voll auf ihre Kosten kommen, denn „Ashes“ ist einer der überzeugendsten Endzeit-Romane, die aktuell auf dem Buchmarkt zu finden sind. Schonungslos im Detail begeistert die Geschichte mit facettenreichen Charakteren und einer sehr komplexen Handlung. Von mir gibt es dafür wieder sehr gute 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Fortsetzung, blutig und guuuuut :P, 6. September 2013
Von 
Tanjas Rezensionen (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Buchgestaltung

Mir gefällt die Aufmachung der Bücher in beiden Sprachen. Da der INK Verlag bei der gesamten Reihe dasselbe „Muster“ beibehalten hat und ich das Motiv von Anfang an mochte, habe ich auch hier nichts zu meckern. Die englischen Cover bestechen durch die tolle Schriftart und die Farben. Über die deutschen Beititel kann man sich streiten, aber ich finde, dass Ruhelose Seelen ganz gut passt ^^

Meinung

Von Ashes Band 1 war ich total begeistert, Ashes Band 2 konnte mich nicht ganz überzeugen und auch bei Ashes Band 3.1. hatte ich einige Zweifel, trotzdem war dieser dritte Band eine sehr solide Fortsetzung, der man als Leser Unmengen an Nervenkitzel abgewinnen kann: Es wird brutal, blutig und unheimlich...

Sofort gefiel mir dieser Teil der Reihe sehr viel besser, als noch der Vörgänger. Hier beginn alles mit Alex und das geht eine ganze Weile so. Allgemein fand ich es sehr viel besser, das hier weniger Charaktere einen Blickwinkel haben und man so gut den Überblick behält. Zuvor war es mir persönlich einfach zu viel, hier jedoch gibt es strukturierte Gruppen, die bestimmten Zielen nachgehen, weshalb man beim Lesen einfach leichter die verschiedenen Handlungsstränge mitverfolgen kann. Was ich ziemlich mochte war, das hier Alex, Tom und Ellie wieder eine zentrale Rolle spielen, denn meiner Meinung nach, war das in Band zwei einfach zu wenig der Fall. Besonders Alex ist wieder sympathisch wie eh und je und eine absolut geniale Kämpfernatur, die hier wohl die härtesten Proben durchstehen muss.

Ilsa J. Bick vermag es dank ihres präzisen und rasanten Schreibstil enorm an das Buch zu fesseln, dabei weiß man die Hälfte der Zeit nicht einmal wirklich wohin die Geschichten sich denn bewegen. Das ist übrigens eines dieser Probleme, das ich auch mit Band zwei hatte: Wo genau liegt der rote Faden. Teilweise erkennbar, geht dieser nämlich auch hier zur Genüge verloren. Verheddert sich in Nebenhandlungen, Dialogen oder Dingen, die einem als Leser nicht mehr allzu gut in Erinnerung geblieben sind. So fiel es mir z.B. schwer einige der Nebencharaktere zuzuordnen, da vollkommen auf Wiederholungen verzichtet wird. Normalerweise ist das für mich ein Riesenpluspunkt, aber bei so viel komplexen Ereignissen, wie es bei der Ashes Reihe der Fall ist, hat mir das irgendwie gefehlt.

Trotz immer wieder aufkommender Verwirrung, kann man einfach nicht den Blick von den Seiten nehmen, weil die Chuckies und andere Gefahren sämtliche Charaktere auf Trab halten. Es wird blutig und brutal, es gibt Kämpfe, es gibt Tode und Szenen, bei denen sich der Magen so manch schwacher Gemüter sicher mehr als einmal umdrehen wird xD Ich kann so etwas ziemlich gut ab, aber zwei Szenen war schon richtig hart, zumal wieder deutlich wird: Hier geht es umso nackte Überleben.

Was ich nicht so gut fand war, dass Tom sich in eine andere Richtung als vermutet einwickelt. Sein Charakter ist mir zunehmend unsympathischer geworden, weil er sich teilweise ziemlich naiv verhalten hat. Das fand ich etwas seltsam. Ich hatte oft das Gefühl, er würde blindlings in die Gefahr hinein stürmen – ohne ersichtlichen Grund. Alex kämpft mit Unmengen an inneren Konflikten, die ebenfalls etwas schwer nachvollziehbar waren, aber ich schätze mal, das ist Geschmackssache. Was Beziehungen angeht, werde diese immer am Rande weitergesponnen oder erwähnt und wie immer fand ich es toll, das hier zwar Wert auf so etwas gelegt wird, dieser Aspekt aber nicht die Geschichte vereinnahmt.

Ashes – Ruhelose Seelen bietet in vielerlei Hinsicht Spannung, die sich in vielen Höhepunkten entlädt. Hin und wieder wurde man in eine Art „Trance“ gezogen, weil man nicht wusste, was Realität war und was Halluzination und das war zugleich faszinierend, wie auch verstörend beschrieben. Die Autorin hat gekonnt Empfingen durcheinander gewirbelt, sodass man manchmal nicht wusste, wo einem der Kopf steht.

Trotzdem hinterließ auch dieses Buch, so genial wie es geschrieben sein mochte, einen etwas bitteren Beigeschmack. Noch immer liegen mir dutzende Fragen auf der Zunge, die dringlichste die nach dem WARUM?! Leider ist man immer noch nicht schlauer, was den Zerfall der Welt oder dessen Ursache angeht, Informationen werden rar abgehandelt und das Buch hat durch den Wechsel zu Charakteren, die man vielleicht weniger mag als andere, so seine Längen.

Das Ende des Buches bietet – nicht zuletzt, wegen der Teilung des einen englischen Bandes zu zwei Deutschen – einen wirklich fiesen Cliffhänger, mit dem ich ehrlich gesagt nichts anfangen konnte. Schade, das die Geschichte hier sozusagen „entzwei gespalten“ wurde, ohne das man vernünftig abschließen kann :P

Fazit

Spannend, spannend, spannend! Ashes kann dieses Wort ganz groß schreiben. Mir gefiel dieser Teil wesentlich besser als der Vorgänger, zumal die besten Charaktere hier wieder große Rollen einnehmen. Auf der anderen Seite sind da aber die Zweifel. Etwas wirrte Erklärungen und zu wenige Informationen, lassen an vielen Stellen die Suche nach dem roten Faden wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen erscheinen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ashes - Ruhelose Seelen, 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Meinung: Eigentlich wollte ich Ashes 3.1. zusammen mit 3.2 lesen, aber meine Neugier war größer.

Eine genaue Beschreibung des Inhalts kann ich euch leider nicht geben. Die Welt ist immer noch eine Katastrophe, es gibt mehr Chuckies denn je, die Vorräte gehen leer und so langsam drehen alle durch.

Es war eine verwirrende Aneinanderreihung von verschiedenen Szenen aus unterschiedlichen Sichten. So lesen wir von Alex, Elli, Tom, Peter, Sarah, Tori, Kincaid und noch vielen mehr. Wir erfahren viel und doch viel zu wenig. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte kommt keinen Schritt weiter. Es gibt Andeutungen und Wendungen, aber nichts Herausragendes. Mir kam es vor, wie eine Verkettung von grausigen Szenen, die ich gar nicht so brutal und ecklig finde, wie hier alle so rumschreien.

Es ist definitiv spannend, man will schließlich wissen, wie es Alex und ihren Liebsten ergeht, was die Geheimnisse von Rule und Wolf sind. Anfangs hatte ich wieder in paar Problemchen, den Faden zu finden, aber so nach 30 Seiten ging das ganz gut und ich wusste wieder, wer wer ist und auch, wenn auch nur verschwommen, was bisher allgemein und mit dieser bestimmten Person paassiert ist.

Das Buch endet mittendrin und hat damit auch einen fiesen Cliffhanger. Ich hoffe, Band 4 kann mich wieder mehr begeistern. Ich kann mir echt kein Ende für diese Reihe vorstellen und bin daher noch viel gespannter.

Fazit: Leider war ich ein wenig von der Schnelligkeit der Geschichte enttäuscht und hätte mehr erwartet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, spannend und angsteinflößend ! Auch Band 3 konnte meine Erwartungen erfüllen..., 13. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Ruhelose Seelen (Gebundene Ausgabe)
Format: Hardcover
Genre: Dystopie, Jugendbuch, Fantasy
Erscheinungstermin: 09. August 2013
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Seitenanzahl: 448
Erschienen bei:Egmont-Ink

Aufmerksam geworden Wo?Wie?Warum?:
Auf Band 1 bin ich damals durch Amazon, aufgrund des bestechenden Covers und der interessanten Inhaltsangabe aufmerksam geworden und nachdem mich der erste Band vollkommen überzeugt hat MUSSTEN die anderen Bände auch in mein Regal einziehen.

Gestaltung:
Und wieder finde ich das Cover absolut gelungen. Die ähnliche Gestaltung zu den Vorgängern schafft einen perfekten Wiedererkennungswert und genau diese Idee finde ich bei einer Trilogie(in Deutschland wurde der letzte Band in zwei aufgeteilt) hervorragend. Der Farbton in verschiedenen Schattierungen und die fließend ineinanderverlaufenden Töne ziehen sofort den Blick auf sich. Auch dieser Band 3 ist, wie seine Vorgänger, robust verarbeitet, besitzt einen Schutzumschlag und die Buchdeckel sind ebenfalls bedruckt. Die Innengestaltung ist schlicht.

Schreibstil/ Aufbau:
Ilsa J. Bick schafft es mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil den Leser zu fesseln und vor dem inneren Auge einen Film ablaufen zu lassen. Kurz gehaltene Formulierungen, ausdrucksstarke und vielsagende Adjektive und eindeutige bildliche Umgebungsbeschreibungen machen dieses Leseerlebnis kurzweilig und interessant. Die Erzählperspektive wurde gekonnt aus der Sicht der verschiedenen Charaktere geschildert.
Die Geschichte setzt direkt am Vorgänger an und man lebt sofort wieder im Geschehen auf. Allerdings muss man Band 1 und 2 gelesen haben, um folgen zu können, da es nur minimale Rückblenden gibt.
Fast jedes Kapitel handelt, im Szenenwechsel, von einem anderen Charakter und endet mit Cliffhangern, die mich immer gefesselt und dazu geführt haben, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Die Autorin versteht ihr Handwerk und weiß, wie man aus einem Spannungsbogen gleich Mehrere zaubern kann.

Story/Charaktere:
Die Geschehnisse knallen sofort wieder ein wie eine Bombe!
Alex ist im einstürzenden Bergwerk gefangen und sieht ihr Ende nahen, aber sie gibt nicht auf!

"Und dann war es plötzlich so weit. Im allerletzten Moment schloss sie den Mund, hielt den Atem an und dachte daran, dass sie weiterleben wollte.."Zitat S. 16 (Alex im einstürzenden Bergwerk)

Nach endlosem Kampf in den Wassermassen ist es ausgerechnet Wolf der sie, im letzten Augenblick, rettet. Verwirrt denkt sie nur an Flucht. Aber das Horrorszenario soll nicht enden. Mitgerissen und vergraben von einer Lawine findet Wolf und seine Gruppe sie abermals und bewahrt sie vor dem Tod.
Zweifelnd und innerlich zerissen schließt sie sich ihnen an und fühlt sich immer mehr zu diesem undurchschaubaren Veränderten hingezogen, der ihr Anführer ist und anscheinend mehr als nur "Frischfleisch" in Alex sieht...im Gegensatz zu den Anderen.
Am Boden zerstört und in verzweifelter Trauer macht sich Tom, inzwischen, auf die Suche nach Alex, ob tot oder lebendig und sieht eine neue, lauernde Gefahr nicht kommen!

"Er hatte den Todesmarsch schon mehrmals hinter sich gebracht. ...Doch das hier war noch schlimmer, es war der längste und einsamste Marsch seines Lebens." Zitat S. 128(Tom sucht Alex)

Währenddessen geht Rule, nach dem Hinterhalt, zugrunde. Greg ist mit seiner neuen Rolle als Oberhaupt überfordert. Seitdem Chris und Peter "verschwunden" sind gibt es keine Nahrungsquellen mehr und Gesetze werden neu geschrieben...
Chris hat es schwer erwischt: Gefangen, in der Falle, findet ihn Elli. Aber es scheint, als kommt jede Hilfe zu spät...und Peter`s Schicksal ist ja sowieso besiegelt. Oder etwa nicht?
Alle Haupt-Nebencharaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte mich in jeden Einzelnen hineinfühlen, allerdings brauchte ich, nach knapp einem Jahr, doch etwas Anlaufzeit um die verschiedenen (Neben-)Protagonisten wieder vollends auf den Schirm zu kriegen.

Fazit:
Ein packender, brutaler und spannender erster Abschlussteil einer Endzeitreihe für "Hartgesottene", mit minimalen Schwächen, was den (teilweise verwirrenden) Szenenwechsel angeht. Die psychischen Abgründe von den Veränderten, wie auch Menschen sind beängstigend und faszinierend zugleich und lassen den Leser in diesem, hoffnungslosen(?), Kampf um eine verlorene Welt nicht mehr los.
Ich kann es kaum erwarten, wie das Schicksal sich um Alex und Co. weiter entwickelt und welche Überraschungen Ilsa J. Bick für uns, am Ende, bereit hält.
Lest, am Besten, alle Teile direkt hintereinander weg und lasst Euch in den Bann von "Ashes" ziehen.

Die Reihe:
-Ashes/Brennendes Herz
-Ashes/ Tödliche Schatten
-Ashes/ Ruhelose Seelen
-Ashes/ Pechschwarzer Mond(erscheint am: 12.09.2013)

Inhalt: 5/5
Gestaltung: 5/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 4/5
Aufbau: 4/5

Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 4,5 von 5.
©katiesfanstasticdystopia.blogspot
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Ashes - Ruhelose Seelen
Ashes - Ruhelose Seelen von Ilsa J. Bick
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