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4.0 von 5 Sternen Spannender, sensibler, romantischer Wagner - aber der Text!
Das ‘Rheingold’ gilt innerhalb des Ring-Zyklus oft - faelschlicherweise - als die uninteressanteste Oper. Das wird seit der Einspielung des Mariinsky Theaters St. Petersburg unter dem Dirgenten Valery Gergiev sicher zuende sein.

Kaum jemals ist das Rheingold musikalisch so sensibel, spannend und hochromatisch eingespielt worden. Gergiev holt Motive...
Vor 2 Monaten von Herby Neubacher veröffentlicht

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Pape macht noch kein Rheingold
"Geben Sie dem Text die Ehre" - so fordert etwas altväterlich-pathetisch der große Joachim Kaiser immer wieder in seinen Wagner-Einführungen vom Zuhörer. Das sollte natürlich auch für die Sänger gelten. In seiner Walküre hatte Gergiev denn auch Sänger, die das beherzigen konnten. Im Rheingold - dem Konversationsstück des...
Vor 10 Monaten von Thomas Barisch veröffentlicht


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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Pape macht noch kein Rheingold, 16. September 2013
Von 
Thomas Barisch (Euerbach, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Das Rheingold (Audio CD)
"Geben Sie dem Text die Ehre" - so fordert etwas altväterlich-pathetisch der große Joachim Kaiser immer wieder in seinen Wagner-Einführungen vom Zuhörer. Das sollte natürlich auch für die Sänger gelten. In seiner Walküre hatte Gergiev denn auch Sänger, die das beherzigen konnten. Im Rheingold - dem Konversationsstück des Rings - verlässt sich Gergiev auf seine russischen Sänger und ist verlassen. Schlimmer - er und die Produzenten hören es nicht. Da kann der Donner noch so stimmschön sein - "Donner die Herr" geht einfach nicht. Oder ein Alberich, der nur mit dem Text kämpft, ein quäkender Mime. Da werden alle Klisches bedient.
Rene Pape macht natürlich seine Sache gut. Ich verehre diesen Sänger, seit ich ihn 1988 blutjung als Bass in der Schöpfung beim Kissinger Sommer erlebte, ertrug mehrfach wegen ihm Eichingers Parsifal in der Berliner Lindenoper, wünschte mir seinen Wotan sehnlichst und bin nun ein wenig ernüchtert. Oder braucht er einen Dirigenten, der ihn da fordert und formt? Ein Wotan nur mit Schöngesang überwältigt mich denn nun doch nicht, Sänger wie Tomlinson, Dohmen oder jüngst Tomas Koniecny stehen meinem Ohr da im Wege. Das bleibt Geschmackssache, als Philipp im Don Carlos in München im Juli 2013 war Rene Pape live grandios und nicht so unterkühlt. Rügamer als Loge ist in Ordnung, das abgefeimte eines Adrian Eröd unter Thielemann/Wien oder Christian Elsners unter Janowski hat er nicht. So bleiben die Riesen und die klangschöne Fricka als Pluspunkte - dann kommen mit der Wagnersprache kämpfende Sänger.
Und Gergiev? In der Walküre hielt er sich positiv zurück, hier kommt wieder sein Drang zu aufgesetzten Effekten durch, die Riesen dröhnen schwerfälliger als bei Levine herein, Alberich brüllt außerhalb jeglichen Metrums, Erda in Kirchenhall, vieles einfach laut, aber ohne Intensität.
Schade, nach der Walküre hatte ich die Hoffnung auf einen großen Ring, mit diesem Rheingold wird das wohl nix. So wohl nur für Pape-Fans (wie mich)!
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4.0 von 5 Sternen Spannender, sensibler, romantischer Wagner - aber der Text!, 2. Mai 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Das Rheingold (Audio CD)
Das ‘Rheingold’ gilt innerhalb des Ring-Zyklus oft - faelschlicherweise - als die uninteressanteste Oper. Das wird seit der Einspielung des Mariinsky Theaters St. Petersburg unter dem Dirgenten Valery Gergiev sicher zuende sein.

Kaum jemals ist das Rheingold musikalisch so sensibel, spannend und hochromatisch eingespielt worden. Gergiev holt Motive und Passagen des Orchersterparts heraus die ich – obwohl jahrzehntelanger Wagner Fan und Besitzter fast aller bekannten Enspielungen – so noch nie gehoert habe.

Das hohe Niveau dieser Aufnahme das Gergiev schon mit seiner zuvor veroeffentlichten ‚Walkuere’ vorlegte bleibt nicht nur erhalten sondern wird mit 'Rheingold' vielleicht sogar noch uebertroffen.

Auch die Saenger sind von hohem Niveau – besonders der 'Wotan' Rene Pape setzt Masstaebe. Auch Stephan Ruegamer ist ein bestechender 'Loge' selbst mit lyrischen Zuegen – ebenfalls eine echte Entdeckung.

Alle russischen Saegner sind nicht nur der Rolle gewachsen, sondern bieten Bestes – besonders unheimlich die beiden Riesen ‚Fasolt’ Evegny Nikitin – mittlerweile auch international – so kuerzlich auf der Buehne der Met als Klingsor in der letzten Parsifal Produktion - zuhause – und Michael Petrenko als 'Fafner'. Wirklich riesig toll.

Nun leider die Abstriche. Man kann einfach nicht verstehen, warum man 'Alberich', Nikolai Putilin – stimmlich auch gewaltig – und 'Mime' Andrei Popov nicht einen guten deutschen Sprachtrainer beigestellt hat der ihnen den Text verstaendlich nahegebracht haette. Sie singen irgendwas – aber nicht Wagners Stabreime.Das ist wirklich schlimm.

Das waere doch nun wirklich bei einer solch hochkaraetigen Produktion kein Problem gewesen, etwas mehr Nachdruck auf Textverstaedlichkeit zu legen. Das gebotene Kauderwelsch truebt den Genuss und das geht einfach nicht. Wagner ist textbezogen – das muss klar rueberkommen

Also – musikalisch hoch zu empfehlen fuer diejenigen, die schon etlichen Wagner im Schrank haben – die anderen, die das Werk kennenlernen wollen, sollten zu einer Alternativaufnahme greifen.

Ich freue mich trotzdem auf ‚Siegfried’ und ‚Goetterdaemmerung’ in diesem Zyklus – ich hoffe man arbeitet in Petersburg bis dahin an der Textverstaedlichkeit.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Aufnahme mit Abstrichen, 3. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Das Rheingold (Audio CD)
Gergiev und sein Orchester schwelgen wieder in einem pompösen Wagner Klang, der aber auch manches Detail herausarbeitet. Pape bestätigt auch im Rheingold seine zZt nahezu singuläre Stellung als Interpret des Wotan. Rügamer singt differenziert einen durchtriebenen Loge. Auch die übrigen Rollen sind gut bis sehr gut besetzt. Seltsam der Hall Effekt in der Erda Szene. Darin vermag ich keinen Gewinn zu sehen: Wagner muss man nicht durch "Effekte" "verbessern".
Empfindliche Abstriche aber bei Putilins Alberich. Dessen Deutsch ist so schlecht, dass die Interpretation stellenweise unfreiwillig komisch wird. Daher leider allenfalls 4 Sterne. Mit einem guten Alberich hätte die Einspielung - wie die Walküre - Zeug zur Referenz gehabt.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigensinnig und gewagt, 21. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Das Rheingold (Audio CD)
Mir fallen zu dieser Ausführung des Rheingoldes die Worte von Karl Böhm ein, die er zu Bernstein gesagt hat als er ihn Tristan und Isolde dirigieren hörte: 'So wollten wir es eigentlich alle machen, aber wir haben uns nicht getraut es zu tun' - so was ähnliches war es. Weil Bernstein eben ganz eigensinnige Tempos (im allgemeinen sehr langsam) nahm.
Gergiev nimmt sein Rheingold zu weilen auch sehr langsam und manchmal fast pompös. Er wechselt aber auch rasch wenn die Geschichte es fordert und so entsteht ein faszinierendes Spiel zwischen Orchester und Solisten. Manche wird dies fremd vorm Ohr klingen und vielleicht sogar ein wenig pathetisch. Ich finde dieses Rheingold aufregend, wie ich auch seine Walküre fand und ich freue mich schon auf den Siegfried und auf Götterdämmerung. So eigensinnig war seit Furtwängler kein Ring mehr!

René Pape ist ein Wotan wie wir ihn schon lange nicht gehört haben. Er überzeugt auf der ganzen Linie. Das gleiche gilt Stephan Rügamer als Loge. Es ist ein wenig schade das Gergiev für fast alle anderen Rollen Russische Sänger gewählt hat die ein wenig mühe mit der Aussprache zu haben scheinen. Ich habe mir aber von einer russischen Freundin sagen lassen das Russische Sänger im allgemeinen eine sehr schlechte Aussprache haben, sogar in der Muttersprache. Ansonsten gefallen mir aber ins besondere Ekaterina Gubenova als Fricka und Nikolai Putilin als Alberich.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr ausgewogen und gut musiziert, 28. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: Das Rheingold (Audio CD)
Renè Pape ist für mich zu.Zeit der Wotan, eine Referenz

Valery Gergiev hat ein sehr gutes Tempo und differenziert sehr gut
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