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am 21. Mai 2016
... es ist immer noch zu 100 % N.I.N. nur eben in einem neuen Soundgewand.
Ich mache es kurz: Wer so etwas in der Art der "The Downward Spiral" erwartet bzw. hören will, soll sich halt dieses Album anhören. Aber irgendwann geht die Spirale auch mal wieder nach oben, und das hört man besonders deutlich auf dieser großartigen "Platte" von 2013. Bestimmte Stücke möchte ich jetzt nicht rauspicken, da man dieses Album als ganzen sehen und folglich am Besten von vorne bis hinten anhören soll ! Nur so am Rande: Wenn ich Hits hören will, schalte ich das Radio ein, oder ich schmeisse es aus dem Fenster und gib mir den "wahren Sound" !!!

Fazit: Die schönen Klanglandschaften auf "Hesitation Marks" genießen und sich schon auf das kommende Album (2016) freuen !!!
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am 17. September 2013
Natürlich habe ich mich wie jeder Nine Inch Nails Fan auf das neue Album gefreut. Wurde ja auch Zeit. Also vorbestellt und gewartet...
Dann war es da! Ich hielt ein weiteres Werk des großen Trent Reznor in meinen Händen. Bisher habe ich alles verschlungen und geliebt.
Und PLAY!...
'The Eater of Dreams' klang vertraut vernoised und düster.... dann... Das erste Durchhören des Albums war schockierend! Das war schon alles sehr elektronisch und klang beim ersten Durchhören alles untypisch tanzbar. Mein Tiefpunkt war 'Running' der mir mit seiner untypischen (ja ein Fan mag was er kennt) Instrumentalisierung (ich nenne es 'Donkey Kong Bongo-Sound') das kalte Grauen aufs Trommelfell schmierte. 'Disappointed' fand ich leider auch vom Titel her passend. 'Satellite' beginnt wie ein Lied von Justin Timberlake... durchatmen!

Das zweite Durchhören klang irgendwie besser und mir eröffneten sich der eine oder andere Song. Ein drittes mal bringt mir sogar ein wenig Freude...
Seit dem höre ich das Album rauf und runter und irrsinnigerweise kann ich mittlerweile allen Songs was abgewinnen. Am liebsten sind mir aber noch die Tracks die eher wie die alten Nine Inch Nails klingen. Dazu gehören 'Find my Way' (herrlich melacholisch), 'Various Methos of Escape', 'I would for you' und 'Why I'm still here'. Einiges auf diesem Album klingt wie fern der 'Fragile' oder der 'With Teeth 'entliehen. Ein anderes wie vom 'Slip'-Album ('Copy of A'). Vieles klingt aber (auf jeden Fall für mich) sehr neu und untypisch.

Mir fehlt ab und zu der aggressive Ausbruch, der Krach und die Frechheit von früher, aber damit hat Trent wohl abgeschlossen. Ausserdem fehlt mir trotz der Dynamik auf diesem Album die Varianz, der Einfallsreichtum und die "großen Töne" vergangener Zeiten ('The Fragile' ist da ein gutes Beispiel und mein persönlicher NIN-Höhepunkt).

Zusammengefasst: Ein gewöhungsbedürftiges aber dann sehr liebenswürdiges Album. Deshalb vier Sterne.
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am 31. August 2013
Der Titel dieser Rezi ist ein Zitat von Isecs Song Einheitsschritt, einem Retro-80er-lastigen Song.
Es ist aber auch das Hesitation Marks Programm, einerseits geht Reznor locker ein paar Schritte vor. Nine Inch Nails Anno 2013 machen plötzlich Dubsteplastige Songs(Copy of a, Disapointed, Running) und doch klingen diese zugleich wie Reznors Debütmaterial von 1989. Und diese Idee durchtränkt das gesamte Material Hesitation Marks ist ein zurückblickendes und zugleich voranschreitendes Album. Das Artwork streckt den Finger nach 1994, wie damals war auch diesmal Russel Mills für das Artwork verantwortlich. Und inhaltlich scheint die Downward Spiral etwas verquer der Pate für Hesitation Marks zu sein. Reznor blickt auch seine eigene Geschichte zurück, besonders auf seine Grundidee, seiner Position damals im Leben und betrachtet das alles aus seiner heutigen Sicht.
Ein gesetzter glücklicher Ehemann mit Wohlstandsbauch und stolzer Vater von zwei Söhnen. Seine Heroinzeit ist lange passe, seine Selbstzerstörungssucht ist nur noch Erinnerung. Er versteht immer noch was in ihm vorging, sagte er der NY-Times, doch er sieht die Welt heute einfach anders.

Und so klingt HM auch völlig anders, gesetzter, glücklicher. Wobei man hier jetzt nicht die volle Popdröhnung erwarten sollte. HM ist weiterhin Nailssound, nur eben gesetzter:

Ein Song wie Copy of a ist ein gerader Nails SynthRockSong mit vielen DubstepElementen, gut tanzbar und Live sicher ein Kracher. Came Back Haunted spielt mit einem gewohntem Nailsschema, langer Aufbau und harter Bruch, vielleicht ein recht atypischer NailsSong. Find my way ist sodann eine Ballade die ganz bei den Anfängen der Nails anknüpft und Erinnerungen an Something I Can never have weckt, und bedenkt man die Grundidee hinter HM scheint die Kombination nur konsequent, hier sucht Reznor erneut sein Seelenheil in fast Gospelartiger Klangkulisse mit leichter Drohgebärde. All time low grient einem einen bitter bösen Funk a la Nine Inch Nails entgegen, der wohl fortan zu den Trademarks der Nails zählen wird, denn er kehr unter anderem auf Sattelite wieder, und er war, wenn man mal ganz weit zurückblickt (Down in it/thats what i get), auch schon einmal da. 25 Jahre sind ein langer Weg um einen solchen Kreis zu schließen. Dazu zeigt Reznor hier wie auch auf 'Copy of a' das erste Mal in seiner Karriere so etwas wie Selbstironie auf einem Album: 'hey everything is not okay' ich musste wirklich ein wenig schmunzeln und an 'Go away White' von Bauhaus denken.
Dissapointed schließt sich an die Idee mit den harten Brüchen an, ein guter gerader Song der recht Brutal Dubstep zu Gitarre und von Gitarre zu Streichern wechselt aber dennoch rockt wie Sau. Everything ist der bestgelaunte Titel den man von Reznor bis dato gehört zu haben meint, aber mit einem Blick hinter die Fassade entdeckt man etwas das den Blick in die Tiefe offenbart. Man beachte die intonierende Textzeile 'I survived everything' und siehe, an welchen Abgründen Reznor wohl schon stand. Dies ist mehr als nur ein Poprocksong der Cure's Boys don't Cry Gitarre klaut, dies ist ein erneuter Seelenstrip, nur diesmal mit zurückblickender Hoffnung. Various Methods beginnt eigentlich Nailstypisch vielversprechend bricht jedoch in eine Richtung bei der ich mich frage ob es so weit gehen sollte mit den Nails, eine Fortführung dieser Idee würde die Nails zur schunkeligen Stadionrockband verkommen lassen, für mich ist der Song nach seinem kaum merklichen Bruch ein Tiefpunkt auf diesem Album. Running hingegen überzeugt mit dichter Atmosphäre und breit angelegter Soundspielerei aus dem Beatmaker. I would for you erinnert etwas an die Mannen um Jerod Leto, in ihren besten Momenten geht aber dabei sehr gut nach vorne. In Two kracht orendtlich aus der Synthkiste mit einem tollen Basslauf und While I'm still here ist noch ein Mal ein düsterer minimalistischer Höhepunkt mit Saxophon. Danach nimmt Black Noise einen Loop von While I'm still here auf und lässt das Album ausklingen.

Vorbei ist die Zeit der persönlichen Abgründe, vorbei die Zeit von Wut und Selbstzerstörung. Nine Inch Nails sind schon lange Erwachsen geworden. Die Downward Spiral liegt fast 20 Jahre zurück, Fragile war die Loslösung von der reinen Wut. Spätestens Year Zero der Beginn eines neuen Nails-Zeitalters: Konzeptalben, Botschaften, Aufklärungsdrang.
HM war nun also der Blick zurück und zugleich der Blick nach vorne. Musikalisch fehlt dem Album etwas mehr Orientierung. Ich muss nicht unbedingt die große Wut und Verzweifelung von Reznor geliefert bekommen, das kenne ich schon(Broken, Spiral, Fragile), und es genügt mir, aber ich hätte mir etwas mehr Konsistenz gewünscht. Dieses Album ist zweifelsohne ein gutes Synthrock Album. Industrial Rock gibt es von den Nails schon lange keinen mehr wirklich, es gefällt mir besser als the Slip, krankt aber an einer ähnlichen Beliebigkeit:
Der große Augenblick, das NIN-Erlebnis, der OH-MAN-DAS-IST-ES-Moment fehlt mir. Vielleicht braucht Reznor etwas gegen das er sich richten kann, sich selbst(Broken/Spiral), Seine Selbstzerstörungswut(Fragile), die Bushregierung(Year Zero) um ein Überalbum zu schaffen. Wenn dem so ist sollte er sich ein anständiges Feindbild suchen, denn wenn die Nails so weiter machen, werden sie am Ende zu einer guten Band unter vielen.
Immer noch 4 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 30. August 2013
… hat das Warten ein Ende. Deswegen auch kein langes Intro, jeder NIN Fan hat in den letzten Monaten schon genug gelesen, jede Zeile eingesogen im Internet. Ich hatte das Vergnügen mich in Hockenheim Mitte August schon davon überzeugen zu können, dass NIN tatsächlich noch existieren und das mit voller Wucht und Intensität. Aber wie gesagt keine lange Vorrede, sondern direkt zum Fazit und dann, wer es überhaupt noch lesen möchte, zu den einzelnen Songs.

‚Hesitation Marks‘ ist so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Es ist verstörend und düster und trotzdem wunderschön geworden. Man muss natürlich noch etwas abwarten, aber ich denke das Album wird bei vielen Fans in der Top 3 landen. Das ganze Album transportiert das Gefühl, dass alles jederzeit schief gehen könnte, aus der Fassung geraten kann. Immer wieder greift Reznor dabei auf seine eigene musikalische Geschichte zurück, vor allen auf die Alben ‚The Downward Spiral‘ und ‚Pretty Hate Machine‘. Auch bei seinem Begleitmusikern wird das deutlich. Natürlich ohne sich dabei plump selbst zu kopieren. Dabei gibt es einige kleine musikalische Neuerungen, wie bspw. die leichten Wave Anleihen und sogar ein Saxophon (bitte bei diesem Wort nicht erschrecken :-), anderen Trends wie dem allgegenwärtigen dubstep verschließen sich NIN aber vehement. Lyrisch bleibt Reznor sein Themen treu, er kann es nicht anders. Vor allen die Abhängigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Was man an vielen Stellen aber deutlich merkt, ist dass es ihm besser geht. Noch nicht ganz geheilt von den ganzen alten Dämonen, aber auf dem Weg dazu und vor allem auf dem Weg zu mehr Bewusstsein.

THE EATER OF DREAMS ist “nur” ein Intro, damit man sich kurz orientieren kann, auf welchem Album und bei welchem Künstler man sich eigentlich befindet. Verzerrter Gesang, musikalische Sprengsel ohne klare Linie bauen Spannung ab und auf.

COPY OF A gibt nach der kleinen Ouvertüre dann die Richtung des Albums vor. Der Song ist verstörend, Songstrukturen werden aufgebaut und wieder zerrissen, über allen thronen die mächtigen elektronischen Beats und Perkussions. Das klingt sehr nach den guten alten Anfangstagen, das klingt sehr nach ‚Pretty Hate Machine‘. Der Song hat eine geniale Dynamik, den er ja auch bereits live beweisen konnten. Er macht spürbar, dass etwas außer Kontrolle gerät. Faszinierend.

CAME BACK HAUNTED ist ja schon lange bekannt, auch wegen des besonderen Videos des geistigen Bruders David Lynch. Und bereits mit der Vorabsingle hatten NIN den Pflog reingerammt, musikalisch geht die Reise zurück. Hier wird dem Fan wahrscheinlich sofort auffallen, dass die Gitarrenriffs an ‚The Downward Spiral‘ angelehnt sind. Textlich geht COME BACK HAUNTED ins Eingemachte, und zwar in den oft nie enden wollende Konflikt zwischen Abhängigkeit und Abstinenz.

FIND MY WAY ist der erste Song, auf dem etwas durchgeatmet werden kann. Trent bittet um Hilfe, Unterstützung, das Klavier unterlegt seinen Not und seine Bitte. Aber ähnlich auch wie bei VARIOUS METHODS OF ESCAPE erzeugen die Percussion und Synthies im Hintergrund eine Bedrohlichkeit und Unruhe. Am Ende bekommt der Song dann noch eine unerwartete Wendung, wenn die Gitarren einsteigen. Aufregend.

ALL TIME LOW sticht durch die Kontraste hervor, zum einen eine sehr funkige Gitarre, zum anderen der hektische, fast schon schmutzige Industrial Sound im Chorus. Textlich dreht sich der Song um die nie enden wollende Spirale von Abhängigkeit und Liebe zu einem anderen Menschen, und wie das letztere durch das erstere zu leiden hat.

DISAPPOINTED hat die Live Nagelprobe bereits überstanden und wird es bei vielen Fans in die Alltime Favorites schaffen. Der Rhythmus prägt den ganzen Song, der deutlich in zwei Hälften zerfällt und nur vom Beat zusammengehalten wird. Die den Song am Anfang prägenden Gitarren verschwinden abrupt, werden durch Streicher ersetzt, die sich dann zum finale zu einem Orchester aufblähen. Andere Künstler würden vor so einem halsbrecherischen Akt zurück schrecken, Reznor schüttelt diese Brüche immer noch aus dem Ärmel.

EVERYTHING hatte die Fanmeinungen durch die Vorveröffentlichung ja bereits massiv gespalten. Der Song ist musikalische sehr sehr eingängig, erinnert in den Gitarrenparts natürlich an die seeligen Gute-Laune Songs von The Cure, aber auch ein wenig an die Foo Fighters. Was Bestandteile sind, die bis jetzt noch selten im NIN Setzkasten vorkamen. Entsprechend war auch das feedback nach dem der Song als Teaser veröffentlicht wurde. Allen, die sich vielleicht etwas zu schnell haben abschrecken lassen, teilweise war vom „schlimmsten NIN Song aller Zeiten die Rede“ sollten aber vielleicht noch einmal in Ruhe hinein hören. Textlich geht der Song in düstere Tiefen, dem Tod des eigenen Egos. Ob es da nun um Wiedergeburt geht oder Drogenentzug, bleibt offen, aber auf jeden Fall sollte EVERYTHING nicht einfach überhört werden. Für mich ein Highlight des Albums.

Mit SATELLITE zeigt Reznor wahrhaft Orakelqualitäten. Oder ist er einfach nur so paranoid, dass eine von vielen Verfolgungsideen und Verschwörungstheorien einfach mal von der Wahrheit eingeholt wird? ;-) Der Song dreht sich um das Beobachtet-Sein, die Lyrics offenbaren die pure Klaustrophobie und Paranoia. Ganz im Gegensatz dazu steht die Musik, die ist eingängig und hat einen Refrain der sehr catchy ist. Der elektronische Bass gibt dem Song ein schöne Funk Note.

VARIOUS METHODS OF ESCAPE hat ebenfalls eine Referenz im eigenen Backkatalog. Mit seinen friedlichen Klavierklängen auf der einen Seite und den unruhigen Verzerrungen auf der anderen Seite, erinnert es sehr an ‚Fragile‘. "I've got to let go" singt Reznor, croont es schon fast. Sehr atmosphärisch und sehr gut.

RUNNING nähert sich den Aphex Twins an und erinnert ein wenig an „Great Destroyer“. Der Song ist für mich ein weiteres Highlight des Albums – mit seiner feinen Elektronik und dem eingängigen Refrain. Der Song endet in einem Mantra, in dem Reznor immer wieder atmlos „I am running out” singt, wie in einer Meditation, um dann im Falsett und mit letzter Kraft „I never get away“ zu hauchen. Gänsehaut!

I WOULD FOR YOU ist der Start der letzten vier Songs, die ineinander übergehen. Und dieser Start gelingt sehr gut. Der Verse ist sehr charming, der Chorus sehr hart und trashig. Wiedermal gelingt dieser Bruch. Der Mittelteil mit …

IN TWO ist dann der elektronischte Song des Albums. Elektronische Beats und ein Synth Bass treiben den Song erbarmungslos voran, bevor er im letzten Part in einem Gitarreninferno endet.

WHILE I’M STILL HERE ist das schaurig schöne Ende des Albums. Also nicht das Ende, aber der letzte Song. Der eher geflüsterte Gesang jagt mir Schauer über den Rücken und erzeugt mehr Emotionen als mancher Schrei. Textlich geht es um die Sterblichkeit, sehr romantisch. Am Ende erklingt ein trauerndes Saxophon. Nicht erschrecken bei dieser Zeile, es passt ins Konzept ;-). Das Album klingt dann instrumental aus und nach mit BLACK NOISE.
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am 7. Dezember 2013
Habe mich eigentlich sehr über das Comeback von Nine Inch Nails gefreut. Warum dann die durchwachsene Bewertung? Nun ja, der Reihe nach. Zunächst einmal fällt positiv auf, dass Trent Reznor nach den letzten eher fragmentarischen Releases (vor allem Ghosts I-IV) endlich wieder zu richtigen Songs zurückgefunden hat. Diese sind durchweg eingängig und relativ melodisch ausgefallen. Der Anteil von verzerrten Gitarren wurde in jedem Fall spürbar zurückgefahren, dafür die elektronischen Parts stärker ausgebaut. NIN sind deutlich harmonischer und damit für mich persönlich aber auch ein ganzes Stück belangloser, sogar egaler geworden. Wer, wie ich, NIN vor allem für die Alben "The Downward Spiral" und "The Fragile" verehrt, dem wird das psychotische Element dieser Veröffentlichungen komplett abgehen. Diese zweite Ebene, die Zerrissenheit und Verzweifung des Protagonisten ist fast gänzlich verschwunden. Augenscheinlich ist die Welt des Trent Reznor momentan deutlich sortierter und hoffnungsvoller. Das ist für ihn persönlich erfreulich, wirkt sich meiner Meinung nach aber eher negativ auf die Qualität seiner Musik aus. Ist aber nur eine persönliche Einschätzung. Ich denke nicht, dass dieses Album für mich eine ähnliche Langzeitwirkung wie die genannten Alben entwickelt. Daher auch die Abzüge.
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am 11. Juni 2015
Sehr homogenes angenehm zu hörendes Album. Ein wenig glatter als die frühen Sachen von NIN, bei Everything schlägt das wilde Herz jedoch durch, sowohl in den Sounds, als in der Dynamik. Solide Arbeit von Trent Reznor und co.

Minus gibt's für nicht optimale MP3-Qualität. Auf meinem Rechner landeten keine 320kbit/s sondern irgendwas im 200er Bereich, der sich auch noch von Track zu Track änderte. Find ich kurios und nicht so toll.
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am 11. Oktober 2013
...wenn es das wäre, würden alle wieder meckern, es sei eine KOPIE. Passend dazu "I'm just a copy of a copy of a copy", welches klar macht, dass Trent eben KEINE Kopie wollte, sondern kontinuierlich mit jedem Release ein "anderes" NiN Album erschafft.

Die Band versteht es, im gleichen Genre trotzdem immer neue facettenreiche Songs zu schreiben. Klar, hier und da denkt man sich "das klingt doch wie..." oder "Auf The Slip war doch auch ein Lied wie...", aber beim mehrfachen Hören merkt man, dass es eben doch keine Massenware oder Kopie ist, sondern immer etwas neues.

Hesitation Marks ist wie eine Mischung aus Year Zero und The Fragile, aber auch wieder nicht. Es ist eben etwas eigenständiges, was bei jedem neuen Hören neue Eindrücke vermittelt und nicht langweilig wird.

Danke, Trent! Hoffentlich auch bald wieder live in Deutschland!
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am 9. September 2013
1.Das Vinyl...
ich bin Vinyl-Hörer und Fan!
diese Platte ist eine saubere Pressung,kaum Rückstände,keine knackser und glasklar Produziert.
Die Dynamik ist top, mir ein bißchen zu Basslastig...trotz allem gut!

2.Die Musik gut,sehr sehr ruhig,nicht zu vergleichen mit Downward und Fragile...!

ich würde sagen...eine Nine Inch Nails Platte für den Winter zu einer Flasche Wein...ja sie hören richtig...zum relaxen und genießen!

moderne,gute, durchdachte Musik...schön das es sowas heute noch gibt!!!

Artwork der LP`s ...top Cover!
Innenhüllen wie so oft leider nicht mit Kratzfreien Inlay Hüllen
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am 17. September 2013
Wie immer anders überrascht Trent Reznor mit absichtlich und organisiert schrägen Sounds, die sich sofort ins HIrn rocken und dazu einen verwirrten Hörer hinterlassen, der sich also kritisch mit den zunächst catchigen erscheinenden Stücken aus dem Hause Nine Inch Nails befassen sollte. Ein Must-Have!
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am 26. September 2013
Warum die Welt doch noch ein Album von NINE INCH NAILS braucht.
Was tut ein Mensch dessen Herz einmal zu oft gebrochen wurde. Dessen Seele sich leer und dunkel anfühlt und der einen Schritt vorm Abgrund steht. Er springt nicht und macht stattdessen Musik. Seit 25 Jahren versucht Trent Reznor seine Ängste, seine Verzweiflung und seine Verletzungen in Klänge und Melodien zu transformieren. Er ist damit nicht der Erste. Für viele Musiker und Künstler war ihr kreatives Schaffen ein Kampf gegen die eigenen Dämonen und hatte oftmalig therapeutische Auswirkungen. Leider nicht für Alle. Reznor`s großes Vorbild und Idol Ian Curtis hat mit seiner Band Joy Division Ende der 70er Jahre auch Musik geschaffen, welcher in ihrer nackten Kälte und bedrohlichen Abgründigkeit bis heute einzigartig ist. Curtis ging mit seiner Musik in die Dunkelheit - fand jedoch nicht mehr zurück1. Reznor ist noch da, was einem kleinen Wunder gleichkommt.
Offensichtlich getrieben von Dämonen, welche niemand ans Licht zerren möchte, ging Trent Reznor mit seiner Band Nine Inch Nails vom Beginn an den Weg des größtmöglichen Widerstands. Das Debütalbum „Pretty Hate Machine“ von 1989 glänzte mit verschwenderisch schönen Popmelodien, welche der Künstler mit harten Technoklängen und fräsenden Gitarren in alle Einzelteile zerschoss. Die Texte wiederum spiegelten die kalten 80er Jahre und gewährten einen ersten Blick in die illusionslosen 90er Jahre. Verwundete Seelen, suizide Gedanken, nackte Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit waren die prägenden Themen. Das Album entwickelte sich über die Jahre zur Untergrund-Sensation, die Single „Head Like A Hole“ zum Klassiker in den Gruftie-Kellern. Ein Streit mit seinem Label – natürlich – hinderte Reznor vorläufig weitere Musik zu veröffentlichen. Im Herbst 1992 folgte endlich das Minialbum „Broken“. Selbst eingefleischte Fans waren auf diese Konzentration von Lärm, Wut und Selbsthass nicht vorbereitet, welche Reznor in knapp 21 Minuten über seine Hörer ergoss. Es gibt wenig Musik welche derart polarisiert. „Broken“ bietet keinen Mittelweg. Die Musik darauf irgendwie „ganz gut“ zu finden geht nicht. Die EP2 spielte Reznor frei, sich auf den offiziellen Nachfolger seines Debüts zu konzentrieren. Über ein Jahr werkte er alleine in seinem Studio an „The Downward Spiral“. Er komponierte, nahm auf, produzierte und arrangierte.
Den Perfektionisten als Egomanen zu bezeichnen wäre eine Untertreibung. Wobei das letztlich für alle großen Künstler gilt. Der vorschnelle Kompromiss, die biedere Anpassung, das vermeintliche Zugeständnis an das Werk – diese Arbeitsweise kreiert selten Kunstwerke von nachhaltiger Bedeutung. „The Downward Spiral“ welche Nine Inch Nails im Frühjahr 1994 veröffentlichten ist ganz große Kunst - mit nachhaltiger Bedeutung. Ein Meilenstein und unbestrittener Impulsgeber für die Rockmusik der letzten 20 Jahre. Der Schmerz war bei Reznor nie Show oder Kalkül. Der Mann riss sich die Brust auf und legte sein geschundenes Herz auf den Tisch. Kein Wunder, dass gequälte Teenagerseelen in dieser Musik Verständnis und Empathie fanden.
Das ambitionierte Doppelalbum „The Fragile“ folgte 1999 und konnte das hohe Niveau nicht ganz halten, festigte jedoch den Ruf von NIN - als eine der maßgeblichen Bands der 90er Jahre. Die 00er Jahre können getrost als das „Lost Weekend“ für Trent Reznor bezeichnet werden. Drei durchwachsene NIN-Studioalben, ein Nebenprojekt und diverse Soundtrack-arbeiten konnten über dessen Orientierungslosigkeit nicht hinwegtäuschen. Das (Fast) Instrumentalalbum Ghosts I-IV aus dem Jahre 2007 ließ dann die treuesten Fans ratlos zurück.
Nebst dem musikalische Stillstang gab es jedoch andere erfreuliche Entwicklungen auf der Heimatfront. Reznor hat seine Drogensüchte erfolgreich bekämpft. Seit 2009 geben Ehe und Kinder neuen Halt und seine immer noch kurzen textlichen Ausflüge in die alten Abgründe sind seit einigen Jahren von vorsichtiger Hoffnung begleitet. Mittlerweile hat Reznor auch mit Regisseur Davin Fincher einen kongenialen Partner aus der Welt des Films gefunden. Auch Fincher`s Filme widmen sich zuweilen menschlichen Abgründen jenseits der Schmerzgrenze (Sieben, Fight Club, Panic Room). Reznor hat für Fincher zwei Soundtracks komponiert und eingespielt (The Social Network & The Girl With The Dragon Tattoo) und für ersteren auch den Oscar erhalten. Der Vorruhestand schien gesichert.
Somit war die Überraschung groß als diesen Sommer ein neues Album von Nine Inch Nails angekündigt wurde. Unbemerkt von Freund und Feind hat sich Reznor (wieder mal) ein ganzes Jahr in seinem Studio verschanzt und an „Hestitation Marks“ gearbeitet. Das Album kann als große Überraschung gehandelt werden. Reznor findet musikalisch und soundtechnisch an die spartanischen und oft kargen Klängen seines Debüts zurück, vermittelt wiederum mit den Texten seine persönliche Entwicklung. Abgesehen davon, wäre es vermessen von einem Oscarpreisträger und glücklichen Familienvater weitere Lieder zum Thema „Teenageangst“ zu erwarten. Das Album ist in seinen Themen sehr reflektiert und – jetzt kommt das böse Wort – erwachsen und dennoch Rock n `Roll. Die Wut und der Zorn sind noch da – nur fokussierter und kontrollierter. Hier sucht jemand seine Mitte und schafft es eine glorreiche Vergangenheit in die Gegenwart zu transformieren ohne sich dabei zu wiederholen. Nicht nur das Werk eines Meisters, sondern wahrlich ein Meisterwerk. Trent Reznor zementiert mit „Hestitation Marks“ seinen Status als Ausnahmekünstler.
Anspieltipps aus einem Konzeptalbum herauszupicken ist immer Frevelhaft. Dennoch sei „Copy Of A“ empfohlen. Ein minimalistischer Technobeat treibt bedrohlich die Nummer voran. Die Gitarren fräsen mit gepresster angespannter Energie – wie ein wildes Tier kurz vorm Sprung. Ein nervenaufreibender Einstieg in das Album welcher anschließend gleich die erste Single folgen lässt. „Came Back Haunted“ verirrt sich in den alten Ängsten und neuer Paranoia und erinnert nicht nur soundtechnisch an das Frühwerk. „Find My Way“ wiederum ist eine nackte gespenstische Ballade welche an „Something I Can Never Have“ aus dem Debütalbum mahnt. „Disappointed“ entpuppt sich als kleines feines Meisterwerk in dem Dubstep sich mit metallenen Gitarren duelliert. „While I'm still Here“ ist die Ballade am Ende, welche mit einem zersägten und verstörenden Saxofonsolo den Hörer in die kalte einsame Nacht schickt.
Das Album markiert eine willkommene Rückkehr zu Form und Stil des Frühwerkes ohne nach Retro zu klingen. Die feidgliedrig komponierten Songs sind meisterlich arrangiert, die Produktion ist stupend und makellos. Erfreulicherweise hat sich Reznor dieses Mal auch einen vernünftigen Bassisten erlaubt. Die Bässe klingen organisch und lebendig wie selten bei NIN gehört. Auch die Gitarren glänzen durch Vielfalt, was sicher auch an der illustrierten Gästeliste liegt. Der Progrocker Adrian Belew (King Crimson) greift bei einigen Titeln in die Seiten, wie auch Lindsey Buckingham – hauptberuflich Gitarrist bei den Softrockern Fleetwood Mac. Musikalische Grenzen finden wiedermal nur in den Köpfen der Fans statt – welch sich über die außergewöhnlichen Kooperationen im Internet echauffieren. Trent Reznor ist es egal, er arbeitet mittlerweile mit den unterschiedlichsten Künstlern. Dies ist auch bei der Bonus-CD, welche der Limited Edition beiliegt, nachzuhören. Der englische Popexzentriker Todd Nungren hat „All Time Low“ remixed und damit ein völlig neues Lied geschaffen. Was kommt alles Nächstes für Trent Reznor, eine Kooperation mit Paul McCartney? Alles scheint möglich.
„Hestitation Marks“ ist letztlich der erwartete Nachfolger nach „Pretty Hate“ und „Downward“ und deren logische Weiterführung. Es brauchte 24 Jahren um das „Triple Up“ zu vollenden. Das neue Album schließt den Kreis. Das in Reznor`s Leben die „Hassmaschine“ nur mehr leise stottert und sich auch die Spirale wieder nach oben dreht verdeutlicht nur die Bedeutung von „Hesitation Marks“ – nämlich eine lange Reise zu beenden. Reznor hat sowohl die inhaltliche wie auch die musikalische Kurve gekriegt. Natürlich bietet auch „Hestiation Marks“ schmerzhafte Blicke in die Dunkelheit - Manche Narben bleiben für immer. Aber Sie erscheinen im neuen Licht nicht mehr so hässlich.
Andi Bauer
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